DE19748497A1 - Infusionsgerät mit Tropfkammer und Schlauchklemme - Google Patents
Infusionsgerät mit Tropfkammer und SchlauchklemmeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Infusionsgerät nach dem Oberbegriff des Patent
anspruchs 1.
Derartige Infusionsgeräte dienen dazu, Infusionslösungen unmittelbar in
die Vene eines Patienten einzuführen. Da bei vielen Patienten häufig meh
rere Infusionen unmittelbar nacheinander zu verabreichen sind, besteht
ein Bedürfnis, ein einmal für eine Infusion verwendetes Infusionsgerät
auch bei weiteren anschließenden Infusionen verwenden zu können. Der
Übergang von einer Infusion zur nächsten geht dabei so vor sich, daß
nach Beendigung einer ersten Infusion die Infusionslösungsflasche vom
Einstechdorn der Tropfkammer abgezogen und eine neue Flasche auf den
Einstechdorn aufgesteckt wird.
Ein Problem bei diesem Wechsel besteht darin, daß nach dem Leerlaufen
einer Infusionslösungsflasche und insbesondere nach deren Abziehen vom
Einstechdorn Luft in den Schlauch zwischen dem Patienten und der
Tropfkammer eintreten kann, welche vor Beginn einer folgenden Infusion
mühsam entfernt werden muß, wenn nicht die Gefahr einer Luftembolie
beim Patienten in Kauf genommen werden soll. Selbst wenn beim Leer
laufen der Infusionslösungsflasche noch gerade keine Luft in den
Schlauch eindringt, so kann dies doch bei einem nach Aufsetzen einer
vollen Infusionslösungsflasche vorgenommenen Anpumpvorgang gesche
hen. Nachdem in den Schlauch einmal eingetretene Luft nur schwer aus
diesem zu entfernen ist, müßte eigentlich das Leerlaufen der Infusionslö
sungsflasche von einer Aufsichtsperson beobachtet werden, damit die vor
zugsweise als Rollenklemme ausgebildete Schlauchklemme innerhalb des
Schlauches geschlossen werden kann, bevor die Infusionslösung vollstän
dig aus der Tropfkammer abgeflossen ist und Luft in den Schlauch ge
langt.
Nachdem mit einer derartigen Aufmerksamkeit der Aufsichtsperson ange
sichts des Personalmangels und des häufig hektischen Betriebes in einem
Krankenhaus nicht gerechnet werden kann, hat man schon versucht,
durch bestimmte Mechanismen das Eintreten von Luft in den Schlauch
nach Leerlaufen der Infusionslösungsflasche zu verhindern.
Aus der WO 96/35465 ist es bereits bekannt, zu diesem Zweck ein Ventil
in das Einstechteil bzw. den Einstechdorn einzubauen, welches nach dem
Leerlaufen der Infusionslösungsflasche automatisch schließt und nach
dem Anstechen einer neuen Infusionslösungsflasche wieder geöffnet wer
den kann. Hierdurch wird dafür gesorgt, daß nach dem Leerlaufen der
Infusionslösungsflasche stets ein gewisser Flüssigkeitsstand in der Tropf
kammer aufrechterhalten bleibt, so daß die Gefahr eines Eintretens von
Luft in den Schlauch zwischen Patienten und Tropfkammer wirksam ver
mieden ist.
Problematisch an der bekannten Lösung ist jedoch das Erfordernis eines
Ventils mit einem beweglichen Ventilkörper, der leichter als die Infusi
onslösung sein muß, wodurch die Materialauswahl für das bewegliche
Element erheblich eingeschränkt ist. Des weiteren sind die mit einem
Ventil arbeitenden Systeme als sehr labil anzusehen, da die Auftriebs
kräfte bei laufender Infusion im Vergleich zu den Strömungskräften sehr
klein sind sowie der Ventilkörper dazu neigt, bei leergelaufener Infusions
lösungsflasche hängenzubleiben (Adhäsionskräfte), so daß der bewegliche
Ventilkörper hinsichtlich seiner Öffnungs- und Schließbewegung nur
schwer zu kontrollieren ist. Es kommt daher immer wieder zum unge
wollten Verschließen bzw. Öffnen des Ventils.
Das Ziel der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Infusionsgerät der
eingangs genannten Gattung zu schaffen, bei dem ohne bewegliche Me
chanismen dafür gesorgt wird, daß nach dem Leerlaufen einer Infusions
lösungsflasche und während des Vorganges des Austauschens der leeren
Infusionslösungsflasche gegen eine volle stets noch so viel Flüssigkeit in
der Tropfkammer verbleibt, daß das Eintreten von Luft in den Schlauch
wirksam vermieden wird.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die Merkmale des kennzeichnenden Teils
des Anspruches 1 vorgesehen.
Der Erfindungsgedanke ist also darin zu sehen, daß die in einem eine be
stimmte Porosität aufweisenden Filter vorhandene Adhäsionskräfte dazu
ausgenutzt werden, eine Sperre für unter Atmosphärendruck stehende
Luft zu erzeugen, die normalerweise - d. h. ohne das erfindungsgemäße
Filter - auf die in der Tropfkammer befindliche Flüssigkeit einen Druck
ausüben würde, der bei entsprechender Höhe der Tropfkammer oberhalb
des Patienten und Leerlaufen der Infusionslösungsflasche schließlich
auch Luft in den Schlauch fördert. Das an geeigneter Stelle deutlich ober
halb des Bodens der Tropfkammer angeordnete Filter gemäß der Erfin
dung stellt demgegenüber bis zu einer bestimmten Druckdifferenz zwi
schen Ober- und Unterseite des Filters eine Sperre für das Hindurchtreten
von Luft von oben nach unten dar, und zwar selbst dann, wenn die
Schlauchklemme offen bleibt. Erst wenn eine neue Infusionslösungsfla
sche aufgesetzt und gegebenenfalls angepumpt worden ist, bewirkt die auf
das Filter von oben auflaufende Flüssigkeit eine Aufhebung der Sperre,
indem nunmehr Flüssigkeit in das Filter ein- bzw. durch dieses Filter hin
durchtritt und der normale Entleerungsvorgang der Infusionslösungsfla
sche stattfindet.
Ein besonders wichtiges Kriterium für die Höhe des Filters über dem Bo
den der Tropfkammer ist dem Anspruch 2 zu entnehmen. Da sich nach
dem Leerlaufen der Infusionslösungsflasche unterhalb des Filters ein ge
wisses Vakuum bilden kann, muß durch geeignete Höhe des Filters ober
halb des Bodens der Tropfkammer dafür gesorgt werden, daß die erfin
dungsgemäße Sperrwirkung eintritt, bevor die Infusionslösung vollständig
aus dem unteren Teil der Tropfkammer in den Schlauch eingetreten ist.
Die Entlüftung der Tropfkammer insbesondere beim Einleiten der ersten
Infusion erfolgt gemäß Anspruch 3 bevorzugt durch Zusammendrücken
der flexibel bzw. elastisch ausgebildeten Wand der Tropfkammer. Den
Vorgang der Entlüftung durch zyklisches Zusammendrücken der Wand
der Tropfkammer vor Beginn der ersten Infusion bezeichnet man auch als
Anpumpen.
Eine bevorzugte Anordnung des Filters entnimmt man den Ansprüchen 4
und 5, wobei die Höhe des Filters innerhalb der Tropfkammer bevorzugt
so ist, wie das in Anspruch 6 definiert wird. Auf diese Weise kann nämlich
problemlos der Bereich zwischen dem Boden der Tropfkammer und dem
in dieser angeordneten Filter durch zyklisches Zusammendrücken der
Tropfkammer unterhalb des Filters entlüftet und bis zu einer gewünsch
ten Höhe mit Flüssigkeit angefüllt werden. Bevorzugt ist in Höhe der
Tropfkammer, bis zu der die Flüssigkeit angepumpt werden soll, eine ge
eignete Markierung vorgesehen.
Grundsätzlich kann das Filter auch gemäß Anspruch 7 oder 8 angeordnet
sein, wobei jedoch nach Möglichkeit darauf zu achten ist, daß das Filter
eine möglichst große Querschnittsfläche innerhalb des Infusionslösungs
weges einnimmt, damit der Strömungswiderstand möglichst gering bleibt.
Filter am Boden einer Tropfkammer sind grundsätzlich bekannt
(WO96/35465). Sie dienen dazu, beim Einstechen des Einstechdorns in den
Stopfen einer Infusionslösungsflasche vom Stopfmaterial abgelöste Latex
partikel und sonstige Verunreinigungen, die in dem Flüssigkeitskanal des
Einstechdorns eintreten könnten, vom Patienten fernzuhalten. Das erfin
dungsgemäße Filter erfüllt diese Funktion ebenfalls, weist jedoch zusätz
lich die Funktion einer das völlige Leerlaufen der Tropfkammer vermei
denden Sperre auf.
Auch bei einer derartigen bekannten Tropfkammer mit Anordnung des
Filters am Boden läßt sich die Erfindung verwirklichen, indem gemäß den
Ansprüchen 9 oder 10 zwischen der Tropfkammer und dem Schlauch eine
Hilfstropfkammer dicht angeordnet wird. Durch den hierdurch bedingten
Abstand des im Boden der Tropfkammer vorgesehenen Flüssigkeitsfilters
vom Schlauch wird auch bei dieser Ausführungsform erreicht, daß beim
Leerlaufen der Infusionslösungsflasche keine Luft in den Schlauch ein
dringt, sofern zuvor die Hilfstropfkammer durch Anpumpen mit ausrei
chend Infusionslösung angefüllt worden war.
Die mittlere Porengröße des erfindungsgemäßen Filters kann in der glei
chen Größenordnung liegen wie bei den bekannten, am Boden der Tropf
kammer angeordneten Filter. Bevorzugte Bereiche sind den Ansprüchen 9
und 10 zu entnehmen. Durch Verkleinerung der Porengröße kann die
Sperrwirkung des erfindungsgemäßen Filters in gewünschter Weise erhöht
werden.
Die Erfindung wird im folgenden beispielsweise anhand der Zeichnung be
schrieben; in dieser zeigt:
Fig. 1 eine schematische, teilweise geschnittene Ansicht einer bevor
zugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Infusions
gerätes,
Fig. 2 eine Schnittansicht nur der Tropfkammer mit Einstechteil ei
ner weiteren Ausführungsform mit Anordnung des Flüssig
keitsfilters im Einstechteil,
Fig. 3 eine entsprechende Schnittansicht einer weiteren Ausfüh
rungsform mit Anordnung des Flüssigkeitsfilters im Flüssig
keitskanal des Einstechdornes und
Fig. 4 eine entsprechende Schnittansicht einer vierten Ausfüh
rungsform, bei der die Tropfkammer unten durch eine
Hilfstropfkammer verlängert ist.
Nach Fig. 1 weist ein erfindungsgemäßes Infusionsgerät einen flexiblen
und vorzugsweise auch transparenten Schlauch 13 auf, in den ein Durch
flußregler 14 in Form einer Schlauchklemme eingeschaltet ist und welcher
an einem Ende ein durch eine abnehmbare Kappe 28 abgedecktes An
schlußstück 27 mit Außenkonus zum Anbringen einer nicht dargestellten
Kanüle und am anderen Ende auf einen unten an einer eine nachgiebig
elastische Wand 21 aufweisenden Tropfkammer 11 vorgesehenen An
schlußstutzen 29 dicht aufgeschoben ist, um den Schlauch mit der Tropf
kammer 11 in Strömungsverbindung zu bringen.
Auf das obere offene Ende der Tropfkammer 11 ist ein Einstechteil 15
dicht aufgesetzt, die einen Einstechdorn 12 aufweist, der einen Flüssig
keitskanal 16 enthält, dessen oberes Ende in der umgebenden Atmosphä
re und dessen unteres Ende im Innern der Tropfkammer 11 mündet. Par
allel zum Flüssigkeitskanal 16 verläuft im Einstechdorn 12 ein Luftkanal
16, der an der oberen Spitze des Einstechdorns 12 bevorzugt oberhalb des
oberen Endes des Flüssigkeitskanals 16 und im hinteren Bereich über ein
Luftfilter 17 in der umgebenden Atmosphäre mündet. Nach dem Einste
chen des Einstechdorns 12 in eine nicht dargestellte Infusionslösungsfla
sche bzw. deren Stopfen befinden sich die oberen Enden der Kanäle 16,
18 im Innern der Infusionslösungsflasche, während das Luftfilter 17 eine
Luftnachsaug-Verbindung zur äußeren Atmosphäre herstellt.
Erfindungsgemäß ist in dem oberen Bereich der Tropfkammer 11 ein
Haltering 23 dicht eingesetzt, an dem ein Flüssigkeitsfilter 19 befestigt ist,
welches als dünne Platte ausgebildet ist, die sich senkrecht zur Längsach
se 22 der bevorzugt einen kreiszylindrischen Querschnitt aufweisenden
Tropfkammer 11 erstreckt. Zwischen dem Boden 20 der Tropfkammer 11
und dem Filter 19 befindet sich etwa in der Mitte der Höhe der Tropfkam
mer 11 eine Markierung 24. Die Tropfkammer 11 soll aus transparentem
oder zumindest durchscheinendem Material bestehen, damit von außen
der Flüssigkeitsstand innerhalb der Tropfkammer 11 überprüft werden
kann.
Die Funktion des beschriebenen Infusionsgerätes ist wie folgt:
Nach dem Einstechen des Einstechdorns 12 von unten in den Stopfen ei ner über Kopf aufgehängten Infusionslösungsflasche erfolgt bei geschlos sener Schlauchklemme 14 zunächst das Anpumpen dadurch, daß die Tropfkammer 11 zwischen ihrem Boden 20 und dem Flüssigkeitsfilter 19 durch zyklisches Zusammendrücken entlüftet wird. Bei jedem Zusam mendrücken wird durch den Flüssigkeitskanal 16 Luft in das Innere der Infusionslösungsflasche gepumpt, worauf anschließend beim Loslassen der Tropfkammer 11 Flüssigkeit aus der Infusionslösungsflasche durch den Flüssigkeitskanal 16 in die Tropfkammer 11 angesaugt wird. Auf die se Weise steigt der Flüssigkeitsspiegel in der Tropfkammer 11 stufenweise an, bis er schließlich die Markierung 24 erreicht. Sobald dies der Fall ist, muß bei geöffneter Schlauchklemme 14 durch Ablaufenlassen eines Teils der Infusionslösung der Schlauch 13 vollständig mit Flüssigkeit gefüllt werden. Jetzt wird die Schlauchklemme 14 wieder geschlossen. Nunmehr ist das Infusionsgerät betriebsfähig, d. h. daß die Kappe 28 vom Anschluß stück 27 abgezogen und das Anschlußstück 27 auf eine in die Vene des Patienten eingestochene Kanüle aufgesetzt werden kann.
Nach dem Einstechen des Einstechdorns 12 von unten in den Stopfen ei ner über Kopf aufgehängten Infusionslösungsflasche erfolgt bei geschlos sener Schlauchklemme 14 zunächst das Anpumpen dadurch, daß die Tropfkammer 11 zwischen ihrem Boden 20 und dem Flüssigkeitsfilter 19 durch zyklisches Zusammendrücken entlüftet wird. Bei jedem Zusam mendrücken wird durch den Flüssigkeitskanal 16 Luft in das Innere der Infusionslösungsflasche gepumpt, worauf anschließend beim Loslassen der Tropfkammer 11 Flüssigkeit aus der Infusionslösungsflasche durch den Flüssigkeitskanal 16 in die Tropfkammer 11 angesaugt wird. Auf die se Weise steigt der Flüssigkeitsspiegel in der Tropfkammer 11 stufenweise an, bis er schließlich die Markierung 24 erreicht. Sobald dies der Fall ist, muß bei geöffneter Schlauchklemme 14 durch Ablaufenlassen eines Teils der Infusionslösung der Schlauch 13 vollständig mit Flüssigkeit gefüllt werden. Jetzt wird die Schlauchklemme 14 wieder geschlossen. Nunmehr ist das Infusionsgerät betriebsfähig, d. h. daß die Kappe 28 vom Anschluß stück 27 abgezogen und das Anschlußstück 27 auf eine in die Vene des Patienten eingestochene Kanüle aufgesetzt werden kann.
Anschließend kann nach erneutem Öffnen der Schlauchklemme 14 die
Infusionslösungsflasche leerlaufen, wobei durch das Luftfilter 17 und den
Luftkanal 18 Luft angesaugt wird, damit in der Infusionslösungsflasche
oberhalb der Infusionslösung stets zumindest im wesentlichen Atmosphä
rendruck herrscht.
Nach dem vollständigen Entleeren der Infusionslösungsflasche lastet auf
der Oberfläche des Filters 19 der Atmosphärendruck, dessen Wirkung
sich jedoch aufgrund der erfindungsgemäßen Sperrwirkung des Flüssig
keitsfilters 19 nur reduziert auf die im unteren Teil der Tropfkammer 11
befindliche Flüssigkeit auswirken kann. Daher bleibt die Flüssigkeit zu
mindest im wesentlichen in der vorher eingestellten Höhe in der Tropf
kammer 11 stehen, und es kommt zu keinem Lufteintritt in den Schlauch
13.
Der gewünschte Flüssigkeitsstand in der Tropfkammer 11 bleibt auch bei
abgezogener Infusionslösungsflasche aufrecht erhalten. Nach dem Aufset
zen einer neuen Infusionslösungsflasche und gegebenenfalls einem er
neuten Anpumpen, um den Flüssigkeitsstand wieder in die gewünschte
Höhe zu bringen, tritt aus der neuen und vollen Infusionslösungsflasche
Infusionslösung durch den Flüssigkeitskanal 16 in den oberen Teil der
Tropfkammer 11, wo die Flüssigkeit auf das Filter 19 tropft. Hierdurch
wird die beim Vorhandensein von Luft oberhalb des Filters 19 vorhandene
Sperrwirkung aufgehoben und die Flüssigkeit aus der neuen Infusionslö
sungsflasche gelangt durch das Filter 19 hindurch in den unteren Teil der
Tropfkammer 11 und den Schlauch 13, über den sie schließlich den Pati
enten erreicht.
In den folgenden Figuren bezeichnen gleiche Bezugszahlen entsprechende
Bauelemente wie in Fig. 1.
Nach Fig. 2 ist das Flüssigkeitsfilter 19 in einem speziell hierfür im unte
ren Bereich des Einstechteils 15 vorgesehenen Raum 30 angeordnet, wel
cher einen zumindest annähernd so großen Querschnitt wie die Tropf
kammer 11 aufweist, was einem geringen Strömungswiderstand des Flüs
sigkeitsfilters 19 zugute kommt. Durch die Anordnung des Flüssigkeits
filters 19 in dem Einstechteil 15 steht die gesamte Höhe der Tropfkammer
11 für die Flüssigkeitsaufnahme beim Anpumpen und anschließenden Ar
beiten zur Verfügung. Zur Halterung des Filters 19 dient ein in den unte
ren Bereich des Einstechteils 15 dicht eingesetzter Haltering 23' mit Zu
führstutzen 33.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist das Flüssigkeitsfilter 19 inner
halb des Flüssigkeitskanals 16 des Einstechdornes 12 angeordnet, was
zwar baulich eine besonders einfache Maßnahme darstellt, jedoch zu ei
nem erhöhten Strömungswiderstand führt, so daß die Porengröße des
Flüssigkeitsfilters 19 in diesem Fall nicht zu klein gewählt werden darf.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 zeigt, wie die Erfindung auch mit
einer bekannten Tropfkammer 11 realisiert werden kann, bei der ein Flüs
sigkeitsfilter 19 am Boden 20 der Tropfkammer 11 angeordnet ist.
In diesem Fall kann man von unten auf den Anschlußstutzen 29 der
Tropfkammer 11 die obere Öffnung 31 einer Hilfstropfkammer 25 dicht
aufstecken, die unten einen Anschlußstutzen 29' besitzt, auf den der
Schlauch 13 dicht aufgeschoben ist. Die Hilfstropfkammer 25 weist eine
elastische Wand 26 auf, so daß sie beim Beginn des Betriebs in analoger
Weise wie die Tropfkammer 11 selbst angepumpt werden kann, damit ein
gewünschter Flüssigkeitsspiegel 32 in der Hilfstropfkammer 25 erreicht
wird.
In diesem Fall bedingt das am Boden 20 der Tropfkammer 11 vorgesehene
Flüssigkeitsfilter 19 eine entsprechende Sperrwirkung wie bei den voran
gehenden Ausführungsbeispielen, so daß zwar die Tropfkammer 11 selbst,
nicht aber die Hilfstropfkammer 25 vollständig leerlaufen kann und somit
trotz Anordnung des Flüssigkeitsfilters 19 am Boden 20 der Tropfkammer
11 das Eintreten von Luft in den Schlauch 13 verhindert ist.
11
Tropfkammer
12
Einstechdorn
13
Schlauch
14
Schlauchklemme
15
Einstechteil
16
Flüssigkeitskanal
17
Luftfilter
18
Luftkanal
19
Flüssigkeitsfilter
20
Boden
21
Wand
22
Längsachse
23
Haltering
23
' Haltering
24
Markierung
25
Hilfstropfkammer
26
Wand
27
Anschlußstück
28
Kappe
29
Anschlußstutzen
29
' Anschlußstutzen
30
Raum
31
Öffnung
32
Flüssigkeitsspiegel
33
Zuführstutzen
Claims (12)
1. Infusionsgerät mit einem von einem Patienten zum Auslaßende ei
ner Tropfkammer (11) führenden Schlauch (13), der insbesondere
durch eine der Dosierung und dem Verschluß dienende Schlauch
klemme (14) absperrbar ist, einem einen zum Einstechen in einen
Infusionslösungs-Flaschenstopfen bestimmten Einstechdorn (12)
aufweisenden, am Einlaßende der Tropfkammer (11) dicht ange
brachten Einstechteil (15) mit einem sich auch durch den Einstech
dorn (12) erstreckenden Flüssigkeitskanal (16), der einerseits in der
Tropfkammer (11) und andererseits im vorderen Bereich des Ein
stechdornes (12) mündet, sowie mit einem neben dem Flüssigkeits
kanal (16) vorzugsweise mit einem Luftfilter (17) versehenen Luftka
nal (18), der einerseits im vorderen Bereich des Einstechdornes (12)
und andererseits im hinteren Bereich des Einstechteils (15) in die
umgebende Atmosphäre mündet und bei in den Infusions
lösungs-Flaschenstopfen eingestecktem Einstechdorn (12) den Innenraum
der Infusionslösungsflasche mit der umgebenden Atmosphäre ver
bindet, so daß Luft von außen in die Infusionslösungsflasche nach
strömen kann, wenn Flüssigkeit in die Tropfkammer (11) über
strömt, wobei ein feinporiges Flüssigkeitsfilter (19) in den Weg der
Infusionslösung vom Einstechdorn (12) zum Schlauch (13) einge
schaltet ist, Mittel zur zumindest teilweisen Entlüftung und Befül
lung der Tropfkammer (11) mit Infusionslösung vor Beginn einer
Infusion vorgesehen sind und durch weitere Maßnahmen nach dem
Leerlaufen einer Infusionslösungsflasche und beim Austausch der
selben gegen eine volle das Eintreten von Luft in den Schlauch ver
hindert wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Flüssigkeitsfilter (19) oberhalb des Bodens (20) der Tropf
kammer (11) in einem das Eintreten von Luft in den Schlauch (13)
auch bei nicht abgesperrtem Schlauch (13) verhindernden Abstand
von diesem angeordnet ist.
2. Infusionsgerät nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Flüssigkeitsfilter (19) in einem solchen Abstand vom Boden
(20) der Tropfkammer (11) angeordnet ist, daß sich nach dem Leer
laufen der Infusionslösungsflasche der Spiegel der Infusionslösung
noch oberhalb des Bodens (20) befindet und auf jeden Fall sicher
oberhalb der Mündung des Schlauches (13) am unteren Ende der
Tropfkammer (11).
3. Infusionsgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum zumindest teilweisen Entlüften der Tropfkammer
(11) durch deren elastisch zusammendrückbare Wand (21) gebildet
sind.
4. Infusionsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Flüssigkeitsfilter (19) innerhalb der Tropfkammer (11) an
geordnet ist und sich vorzugsweise zumindest im wesentlichen über
deren gesamten Querschnitt erstreckt, und zwar zweckmäßigerweise
zumindest im wesentlichen senkrecht zur Längsachse (22) der
Tropfkammer (11).
5. Infusionsgerät nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Flüssigkeitsfilter an einem Haltering (23) angebracht ist,
der dicht in die Tropfkammer (11) eingesetzt ist.
6. Infusionsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Flüssigkeitsfilter (19) in einem solchen Abstand vom Boden
(20) der Tropfkammer (11) angeordnet ist, daß der zwischen dem
Boden (20) und dem Flüssigkeitsfilter (19) vorhandenen Bereich der
Tropfkammer (11) lang genug ist, um durch dessen zyklische Zu
sammendrückung die Tropfkammer (11) entlüften zu können.
7. Infusionsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Flüssigkeitsfilter (19) in dem Einstechteil (15) angeordnet
ist.
8. Infusionsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Flüssigkeitsfilter (19) im Flüssigkeitskanal (16) des Ein
stechteils (15) bzw. des Einstechdorns (12) angeordnet ist.
9. Infusionsgerät mit einem von einem Patienten zum Auslaßende ei
ner Tropfkammer (11) führenden Schlauch (13)' der insbesondere
durch eine der Dosierung und dem Verschluß dienende Schlauch
klemme (14) absperrbar ist, einem einen zum Einstechen in einen
Infusionslösungs-Flaschenstopfen bestimmten Einstechdorn (12)
aufweisenden, am Einlaßende der Tropfkammer (11) dicht ange
brachten Einstechteil (15) mit einem sich auch durch den Einstech
dorn (12) erstreckenden Flüssigkeitskanal (16), der einerseits in der
Tropfkammer (11) und andererseits im vorderen Bereich des Ein
stechdornes (12) mündet, sowie mit einem neben dem Flüssigkeits
kanal (16) vorzugsweise mit einem Luftfilter (17) versehenen Luftka
nal (18), der einerseits im vorderen Bereich des Einstechdornes (12)
und andererseits im hinteren Bereich des Einstechteils (15) in die
umgebende Atmosphäre mündet und bei in den Infusions
lösungs-Flaschenstopfen eingestecktem Einstechdorn (12) den Innenraum
der Infusionslösungsflasche mit der umgebenden Atmosphäre ver
bindet, so daß Luft von außen in die Infusionslösungsflasche nach
strömen kann, wenn Flüssigkeit in die Tropfkammer (11) über
strömt, wobei ein feinporiges Flüssigkeitsfilter (19) in den Weg der
Infusionslösung vom Einstechdorn (12) zum Schlauch (13) einge
schaltet ist und durch weitere Maßnahmen nach dem Leerlaufen ei
ner Infusionslösungsflasche und beim Austausch derselben gegen
eine volle das Eintreten von Luft in den Schlauch verhindert wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Flüssigkeitsfilter (19) in der Tropfkammer (11) vorzugsweise
an deren Boden (10) angeordnet ist und zwischen der Tropfkammer
(11) und dem Schlauch (13) eine Hilfstropfkammer (25) vorgesehen
ist, wobei Mittel zur zumindest teilweisen Entlüftung und Befüllung
der Hilfstropfkammer (25) mit Infusionslösung vor Beginn einer In
fusion vorgesehen sind.
10. Infusionsgerät nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Mittel zum zumindest teilweisen Entlüften der Hilfstropf
kammer (25) durch deren elastisch zusammendrückbare Wand
(26) gebildet sind.
11. Infusionsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Flüssigkeitsfilter (19) eine mittlere Porengröße von weniger
als 20 µm, insbesondere weniger als 15 µm besitzt.
12. Infusionsgerät nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Flüssigkeitsfilter (19) eine mittlere Porengröße von 5 bis
11 µm aufweist.
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