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CH387616A - Verfahren zur Herstellung von 2-Brom-3-halogen-propen-1 - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 2-Brom-3-halogen-propen-1

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Publication number
CH387616A
CH387616A CH360961A CH360961A CH387616A CH 387616 A CH387616 A CH 387616A CH 360961 A CH360961 A CH 360961A CH 360961 A CH360961 A CH 360961A CH 387616 A CH387616 A CH 387616A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
bromine
bromo
allene
propene
fraction
Prior art date
Application number
CH360961A
Other languages
English (en)
Inventor
Gerardus Peer Hendricus
Original Assignee
Tno
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Filing date
Publication date
Application filed by Tno filed Critical Tno
Publication of CH387616A publication Critical patent/CH387616A/de

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C17/00Preparation of halogenated hydrocarbons
    • C07C17/013Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens
    • C07C17/02Preparation of halogenated hydrocarbons by addition of halogens to unsaturated hydrocarbons

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  
 



  Verfahren zur Herstellung von 2-Brom-3-halogen-propen-i
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von   2,3-Dibrom-propen-1    und von 2-Brom-3-chlor-propen-1, welche beide Produkte in der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen als 2-Brom-3-halogen-propen-1 bezeichnet sind.



   Es wurde festgestellt, dass man 2-Brom-3-halogenpropen-1 in guter Ausbeute erhält, wenn man Allen  (CH2=C=CH2) entweder mit Brom oder mit einer Mischung von Brom und Chlor in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels zur Umsetzung bringt. Verwendet man Brom, so bildet sich   2,3-Dibrom-propen-1     (CH2=CBr-CH2Br), während bei der Verwendung einer Mischung von Brom und Chlor 2-Brom-3-chlor-propen-1    (CH2 =CBr-CH2CI)    gebildet wird.



   Als  inertes Lösungsmittel   kommt ein Lösungsmittel in Frage, welches unter den Reaktionsbedingungen weder mit den Reaktionspartnern noch mit den Reaktionsprodukten merklich reagiert. Als Beispiele solcher Lösungsmittel kommen Chloroform und Tetrachlorkohlenstoff in Frage.



   Die 2-Brom-3-halogen-propene-1 stellen wertvolle Verbindungen, beispielsweise als Nematocid, dar.



   Arbeitet man in einem verdünnten System in Eisessig, so tritt die Reaktion des Allens mit Brom lediglich an einer der beiden Doppelbindungen des Allens ein, wobei man   2,3-Dibrom-propen-1    erhält.



   Beispiel 1
Allen   (CH2=C=CH.2)    wird so lange in einer Menge von 20 cm3 pro Minute in eine Lösung von 4 cm3 Brom in 800   cm3    Eisessig bei Zimmertemperatur eingeführt, bis die Lösung farblos geworden ist. Dann wird die weitere Zufuhr von Allen unterbrochen und Stickstoff durch das Reaktionsgemisch geleitet, um einen eventuellen Überschuss an Allen zu entfernen. Das Reaktionsgemisch wird hierauf in 1600 cm3 Eiswasser gegossen, worauf man 600   cm3    Äther zusetzt und unter Kühlen mit Eis das Neutralisieren des Gemisches mittels wässriger Natronlauge (20    /eig)    vornimmt. Die ätherische Schicht wird abgetrennt, über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet und fraktioniert.



   Die Ausbeute an   2,3-Dibrom-propen-1    beträgt etwa   60-80 /o,    bezogen auf die ursprünglich vorhandene Brommenge. Der Siedepunkt liegt bei   67-70 C    bei 60 mm Hg, während der Bromgehalt 77,7    /o    ausmacht. Durch Infrarotanalyse kann man feststellen, dass es sich tatsächlich um   2,3-Dibrom-propen-1    handelt.



   Beim Arbeiten gemäss diesem Beispiel stellt man fest, dass weder im Reaktionsgemisch noch im Endprodukt Tetrabrom-propan vorhanden ist.



   Die Mischung von Eisessig und gebildetem 2,3 Dibrom-propen-1 kann durch fraktionierte Destillation getrennt werden.



   Verwendet man andere inerte Lösungsmittel, so kann bei der Umsetzung zwischen Brom und Allen Tetrabrom-propan (CH2Br-CBr2-CH2Br) entstehen.



   Beispiel 2
Allen wird in 75   cm3    CHCl3 gelöst, worauf man in 125 cm3   CHCl3    gelöstes Brom im Dunkeln innerhalb von   3    Stunden in diese Lösung einrührt, worauf man noch während einer weiteren Stunde rührt, dann das Reaktionsgemisch mit einer wässrigen   Natriumbicarbonatlösung   (5 Obig)    und hierauf mit Wasser schüttelt und schliesslich über wasserfreiem Natriumsulfat trocknet, worauf man das Chloroform durch Destillation entfernt und den Rückstand fraktioniert.



   Auf diese Weise gelangt man zu den in der Tabelle I wiedergegebenen Werten. Beim ersten, zweiten und fünften Versuch beträgt die Temperatur   -170C,    beim dritten Versuch 20 C und im vierten Versuch   30     C. Aus diescr Tabelle ist ersichtlich, dass es ohne weiteres möglich ist, Dibrom-propen-1 in reiner Form oder praktisch zur Hauptsache zu erhalten.



  Die Dibromverbindung wird mit Di-BP und das Tetrabrompropan durch Tetra-BP bezeichnet.



   Tabelle I
C3H4 Bromzusatz Mol-Verhältnis Fraktion Nr. Ausbeute % Mol-Verhältnis in cm3 in g Br2:C3H4 Di-BP Tetra-BP Di-BP Tetra-BP Di-BP:Tetra-BP 3357 12 0,5 4 4-a 69 0 100 : 0 2953 21,3 1,0 5 5-a 65 0 100 : 0 3442 24,8 1,0 6 6-a 61 4 97 : 3 2430 17,4 1,0 7 7-a 65 0 100 : 0 3353 48,3 2,0 8 8-a 26 26 50 : 50 Fraktion Nr. 4 = 10,4 g; Sdp.   68-720C    bei 60 mm Hg Fraktion Nr. 4-a = 0 Fraktion Nr. 5 =   17,1 g;    Sdp. 68-70 C bei 60 mm Hg Fraktion Nr. 5-a =   0    g Fraktion Nr. 6 = 18,9 g; Sdp.   68-720C    bei 60 mm Hg Fraktion Nr. 6-a = 1,2 g; Sdp.   123-1400C    bei 17 mm Hg Fraktion Nr. 7 =   14,1 g;    Sdp.   67-690C    bei 60 mm Hg Fraktion Nr. 7-a =   0    g Fraktion Nr. 8 = 8 g;

   Sdp.   68-720C    bei 60 mm Hg Fraktion Nr. 8-a = 14,5 g; Sdp.   123-133 C    bei 17 mm Hg
Verwendet man im obigen Beispiel 2 an Stelle von Chloroform Tetrachlorkohlenstoff unter den gleichen Bedingungen, so erhält man ähnliche Resultate, wie dies aus der folgenden Tabelle II ersichtlich ist.



  In sämtlichen Fällen beträgt die Reaktionstemperatur   -17  C.   



   Tabelle II    C3H4    Bromzusatz Mol-Verhältnis Fraktion Nr. Ausbeute % Mol-Verhältnis in Mol in Mol   Br2: C3H4    Di-BP Tetra-BP Di-BP Tetra-BP Di-BP : Tetra-BP
0,15 0,075 0,5 9 9-a 77 0 100: 0
0,15 0,15 1,0 10 10-a 47 9 85 : 15
0,10 0,20 2,0 11 11-a 47,6 17 74:26
Bei den beiden ersten Versuchen bezieht sich die Ausbeute auf die Gesamtmenge an zugesetztem Brom. Im letzten Versuch aber auf   C3H4.   



  Fraktion Nr. 9 = 11,8 g; Sdp. 68-690C bei 60 mm Hg Fraktion Nr. 9-a = 0 g Fraktion   Nr.    10 = 14,5 g; Sdp. 68 C bei 60 mm Hg Fraktion Nr. 10-a = 5,0 g; Sdp.   124-128  C    bei 17 mm Hg Fraktion Nr. 11 = 10 g; Sdp.   68-70'} C    bei 60 mm Hg Fraktion Nr. 11-a = 7,3 g; Sdp.   126-140 C    bei 17 mm Hg   2,3-Dibrom-propen- 1 kann    als Nematocid verwendet werden.



   Verwendet man an Stelle von Chloroform Methylenchlorid als Lösungsmittel bei - 17 C und 1 Mol Brom pro 1 Mol Allen, so stellt man ein Molverhältnis von Di-BP : Tetra-BP von 93 : 7 fest.



   Wie bereits oben erwähnt, erhält man 2-Brom-3chlor-propen-1, wenn man Allen mit einer Mischung von Chlor und Brom in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels zur Umsetzung bringt.  



   Dabei erzielt man die besten Resultate, wenn man im wesentlichen   äquimolekulare    Mengen Chlor und Brom verwendet.



   Beispiel 3
19,5 g Brom (0,12 Mol) werden in eine Lösung von 8,7 g Chlor (0,12 Mol) in 243 g Tetrachlorkohlenstoff eingeführt. Diese Lösung wird dann langsam und tropfenweise im Dunkeln in einer Stickstoffatmosphäre in eine Lösung von 5470   cm3    (0,245 Mol) Allen in 350 g Tetrachlorkohlenstoff   bei-300 C    eingeführt. Das Gemisch wird während einer Stunde bei dieser Temperatur und hierauf während weiteren 2 Stunden bei   + 200C    gehalten. Hierauf wird das Reaktionsgemisch mit einer 5   obigen    wässrigen Natriumbicarbonatlösung und alsdann mit Wasser geschüttelt und schliesslich über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet.



   Das Lösungsmittel wird durch Destillation entfernt und das Produkt weiter destilliert, wobei man 4 Fraktionen erhält, wie dies aus der Tabelle III ersichtlich ist.



   Tabelle III   
Fraktion Gew. ing Sdp. in C n2r0   
1 0,4 65-92 1,4739
2 2,6 92-113 1,4951
3 14,4 113-114 1,4992
4 7,4 38-99/11 mm Hg
Die dritte Fraktion besteht im wesentlichen aus 2-Brom-3-chlor-propen-1, wie dies durch chemische Analyse, durch den Siedepunkt und durch Infrarotspektrographie feststellbar ist. In der Tat erhält man die gleichen Werte wie jene, welche man bei einer Kontrollprobe mit   2-Brom-3 -chlor-propen- 1    erzielt.



   Die Fraktion 2 enthält vermutlich 2,3-Dichlorpropen, während die Fraktion 4 vermutlich Tetrahalogenierungsprodukte enthält.



   Die Ausbeute an 2-Brom-3-chlor-propen-1 beträgt 41   O/c,    bezogen auf das verbrauchte Allen. Man kann diese Ausbeute noch steigern, wenn man in bezug auf die Allenmenge die verwendete Halogenmenge verringert.



   Diese Fraktionen können durch Infrarotspektrographie, durch Bestimmung des Halogengehaltes und durch den Refraktionsindex identifiziert werden. Eine im wesentlichen lediglich   2,3-Dibrom-propen-l    enthaltende, typische Fraktion besitzt einen Dibromgehalt von 79,1 (Theorie = 80) und ein   n2r > 0    =   1,5378.   



  Eine im wesentlichen lediglich aus Tetrabrom-propan bestehende, typische Fraktion besitzt einen Bromgehalt von 88,60 (Theorie = 88,89) und ein    nD20 = 1,6158.



   Wiederholt man das Verfahren gemäss Beispiel 3    unter Verwendung von Eisessig an Stelle von Tetrachlorkohlenstoff als Lösungsmittel, so gelangt man zu einer starken Bildung von 2-Brom-3-acetoxypropen-l, wogegen 2-Brom-3-chlor-propen-1 nicht in messbaren Mengen feststellbar ist. Eine mögliche Begründung dieses Verhaltens wird nachstehend ausgeführt.



   Es wird angenommen, dass folgendes Reaktionsschema sich abspielt. Die chemische Struktur des Allens ist die folgende:  (1) CH2 = (2) C = (3) CH2 wobei die zwischen Klammern gesetzten Zahlen die Nummerierung der Kohlenstoffatome angeben.



   In Gegenwart von Brom findet an einer der Doppelbindungen, z. B. an der zwischen den Kohlenstoffatomen (2) und (3) befindlichen Doppelbindung, eine Bromierung statt. Diese Bromanlagerung beginnt mit der primären Addition eines positiven Bromions:
EMI3.1     
 Die Struktur (A) kann als Bromoniumion bezeichnet werden. Diese Struktur (A) trachtet darnach, stabilisiert zu werden.



   Falls man ein inertes Lösungsmittel verwendet und Brom das einzige Halogenierungsmittel darstellt, findet diese Stabilisierung dadurch statt, dass ein negatives Bromion einverleibt wird:  (A)   +    Br-   CH2= CBr-CH2Br    wobei 2,3-Dibrom-propen-l gebildet wird.



   Verwendet man ein inertes Lösungsmittel und eine Mischung von Brom und Chlor, so dürfte eine solche Mischung in gleicher Weise reagieren, wie wenn die Verbindung   Br+Cl- vorliegen    würde, so dass demzufolge diese Stabilisierung durch Einverleiben eines negativen Chlorions nach folgender Gleichung stattfindet:  (A) + Cl-   -t      CH2--CBr-CWCl    was zur Bildung von 2-Brom-3-chlor-propen-1 führt.



   Die obigen Beispiele zeigen, dass ein Lösungsmittel, wie z. B. Eisessig, sich inert verhält, wenn die Halogenierung mit Brom durchgeführt wird. Findet aber die Halogenierung mit Hilfe einer Mischung von Brom und Chlor (das heisst mit   Br+Cl-)    statt, so bildet sich nicht 2-Brom-3-chlor-propen-1, sondern 2-Brom-3-acetoxy-propen-1. Dies dürfte dem Umstande zuzuschreiben sein, dass negative   Chlorionen    ausgesprochen weniger nucleophil sind als Acetoxyionen, so dass (A) in folgender Weise stabilisiert wird:  (A) +   CH3COO- - >     CH2=CBr-CH2OOCH3
Auf diese Weise gelangt man zur Bildung von 2-Brom-3-acetoxy-propen-1. In diesem Falle wirkt Eisessig nicht als inertes Lösungsmittel.



   Der Umstand, dass bei blosser Verwendung von Brom und Eisessig als Lösungsmittel kein 2-Brom-3acetoxy-propen-l gebildet wird, sondern 2,3-Dibrom  propen-l erzeugt wird, beweist, dass das negative Bromion stärker nucleophil ist als das Acetoxyion.



   Wie aus den Beispielen und den obigen Tabellen hervorgeht, findet zu Anfang der Halogenierung ein Angriff auf nur eine der beiden Doppelbindungen des Allens statt, wobei bei Anwendung von gewissen Lösungsmitteln und unter gewissen Bedingungen die Addition von Brom in diesem Zeitpunkte unterbrochen wird. Bei Anwendung wiederum von anderen Lösungsmitteln, wie z. B. Äther, findet eine zweite Addition an der zweiten Doppelbindung des Allens statt, wodurch Tetrabrom-propan erzeugt wird, doch kann man auch diese zweite Anlagerung in merklichem Ausmass durch Variieren des Verhältnisses von Brom zu Allen unterdrücken.



   Beispiele dieser letzteren Art von inerten Lösungsmitteln sind Äther, Benzol, Dioxan, Äthylacetat und Schwefelkohlenstoff. Verwendet man diese Lösungsmittel in einem anfänglichen Mengenverhältnis von
1 Mol Brom pro Mol Allen und führt man die Bromierung bei   20"C    im Dunkeln aus, so findet man im Endgemisch etwa 3 bis 4 Mol 2,3-Dibrompropen-1 pro Mol Tetrabrom-propan. Durch Erhöhung der Allenmenge auf etwa 2 Mol pro Mol Brom wird die Bildung der Tetrabromverbindung zu Gunsten der Bildung der Dibromverbindung unterdrückt.



  Verwendet man Äther als Lösungsmittel und eine Menge von 2 Mol Allen pro Mol Brom und führt die Bromierung im Dunkeln bei   Oo C    durch, so führt diese zur Bildung der Dibromverbindung in einem Molverhältnis von etwa 9 Mol pro Mol Tetrabromverbindung.



   Bei Verwendung von halogenierten Kohlenwasserstoffen, wie z. B. Tetrachlorkohlenstoff, Chloroform und   Methylenchlorid      (CH2Cl2),    ist die Bildung der Dibromverbindung wesentlich ausgeprägter als die Bildung der Tetrabromverbindung und dies auch dann, wenn ein Überschuss an Brom verwendet wird.



  Im allgemeinen erzielt man bessere Resultate bei niedrigeren Reaktionstemperaturen. So bildet sich beispielsweise mit Methylenchlorid als Lösungsmittel bei   + 20"    C eher eine reichliche Menge an Tetrabrompropan.



   Man wird vorzugsweise ein Lösungsmittel verwenden, welches bei einem speziellen Druck einen Siedepunkt aufweist, welcher vom Siedepunkt des 2-Brom-3-halogen-propen-1 wesentlich abweicht, weil man in einem solchen Falle die gewünschte Verbindung leicht durch fraktionierte Destillation vom Lösungsmittel trennen kann.



   Das Reaktionsprodukt kann auch aus einem mit Wasser mischbaren, inerten Lösungsmittel dadurch abgetrennt werden, dass man dem Reaktionsgemisch eine Substanz, welche das Reaktionsprodukt ausfällt, wie z. B. Wasser, zusetzt. Für den Fachmann ist es klar, dass auch andere Trennmethoden möglich sind.



   Die in den Beispielen und in den Tabellen angegebenen Versuche sind Laboratoriumsversuche. Die Ausbeuten sind, wo nichts anderes erwähnt ist, auf Grund des Anfangsgehaltes an Brom berechnet worden. Die Ausbeuten erreichen nicht den Wert 100, weil stets etwas Brom, teilweise in Form von nicht identifizierten Produkten verlorengeht. Es darf angenommen werden, dass sich die Ausbeuten wesentlich verbessern, wenn man das Verfahren in grossem Massstabe durchführt, weil die in solchen Fällen während der Trennoperation entstandenen Einbussen auf die Ausbeute lediglich eine kleine Wirkung haben.   

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 2-Brom-3-halogenpropen-1, dadurch gekennzeichnet, dass man Allen entweder mit Brom oder mit einer Mischung von Chlor und Brom in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels zur Umsetzung bringt.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die äquivalente Brommenge die äquivalente Allenmenge nicht übersteigt.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Brom zu Allen, gelöst im inerten Lösungsmittel, hinzugibt.
    3. Verfahren nach Patentanspruch zur Herstellung von 2-Brom-3-chlor-propen- 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Allen mit einer Mischung von Brom und Chlor in Gegenwart eines inerten Lösungsmittels umsetzt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungsmittel Methylenchlorid, Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff verwendet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man wenigstens annähernd äquimolekulare Mengen an Chlor und Brom einsetzt.
    6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man bei der Umsetzung mit Brom allein als Lösungsmittel Eisessig, Methylenchlorid, Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff verwendet.
CH360961A 1960-03-28 1961-03-27 Verfahren zur Herstellung von 2-Brom-3-halogen-propen-1 CH387616A (de)

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