Gegendemonstranten blockieren Oranier-Parade in Nordirland
Gegendemonstranten und -demonstrantinnen haben eine umstrittene Parade des protestantischen Oranier-Ordens in einem überwiegend katholischen Teil der nordirischen Stadt Portadown blockiert.
Erstmals seit den 1990er Jahren hatte die zuständige Parades Commission zuvor den Marsch entlang der Garvaghy Road erlaubt. Auf der Straße hatten sich jedoch nach Angaben britischer Medien heute Früh bei heftigem Regen rund 2.000 Gegendemonstranten und -demonstrantinnen versammelt.
Parade konnte nicht starten
Die Parade, bei der 35 Teilnehmende, aber keine Bands oder Unterstützer zugelassen waren, konnte deshalb zunächst nicht starten. Laut britischen Medien beteiligten sich auch Mitglieder der in Irland und Nordirland für die Wiedervereinigung eintretenden Partei Sinn Fein an dem Protest gegen die Parade. In der Nähe der Straße wurden in der Früh Feuerwerkskörper abgeschossen.
Die nordirische Regierungschefin, Michelle O’Neill, rief unterdessen auf der Plattform X zu „Ruhe auf allen Seiten“ auf. Die Sinn-Fein-Politikerin schrieb aber auch, sie unterstütze das Recht der Anrainer und Anrainerinnen, „gegen diesen unerwünschten konfessionell geprägten Marsch“ zu protestieren.