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Ausland

Nur Stunden vor Beginn einer umstrittenen Parade des protestantischen Oranier-Ordens in der nordirischen Stadt Portadown hat heute Nacht ein Gericht in Belfast die Zulassung des Umzugs bestätigt.

Das Gericht müsse die Entscheidung der zuständigen Parades Commission als einer öffentlichen Einrichtung respektieren, sagte Richter Michael Humphreys laut der britischen Nachrichtenagentur PA heute Früh zur Begründung.

Gegendemonstranten blockieren die Parade nun. Auf der Straße versammelten sich nach Angaben britischer Medien in der Früh bei heftigem Regen Hunderte Menschen, um die Parade zu stoppen. Die Parade, bei der 35 Teilnehmer, aber keine Bands oder Unterstützer zugelassen waren, konnte deshalb vorerst nicht starten.

Erbitterter Streit über Parade

Der Entscheidung des Gerichts war ein erbitterter Streit vorausgegangen. Die zuständige Parades Commission hatte den Umzug zunächst erlaubt und damit zugelassen, dass die Orangemen entlang der Garvaghy Road durch den überwiegend katholisch-nationalistisch geprägten Stadtteil Drumcree marschieren dürfen.

Stopp nach gewaltsamen Auseinandersetzungen

Damit war es den Protestanten erstmals seit fast drei Jahrzehnten wieder erlaubt, entlang der Garvaghy Road zu ziehen. Seit 1998 hatte die zuständige Parades Commission den Marsch über die Straße untersagt. In den 1990er Jahren kam es zu teils schweren gewaltsamen Auseinandersetzungen.

Die ursprüngliche Entscheidung wurde von einer Anrainergruppe vor Gericht angefochten, das High Court stoppte per einstweiliger Verfügung den Umzug wegen „Eskalationspotenzials“. Ein Mitglied des Oranier-Ordens focht dann diese Entscheidung vor dem Berufungsgericht an. Anschließend erhielt die Anrainerkoalition wiederum die Erlaubnis, diese Entscheidung vor dem High Court anzufechten.

Mehrere Männer sind nach einem Vorfall nahe dem von den US-Luftstreitkräften genutzten britischen Militärstützpunkt RAF Fairford heute festgenommen worden. Wie die Nachrichtenagentur PA mitteilte, werden die Männer wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz verdächtigt.

Anrainerinnen und Anrainer in der Nähe des Luftwaffenstützpunkts in Gloucestershire mussten ihre Häuser verlassen. Einsatzkräfte waren den Angaben zufolge an Ort und Stelle, darunter auch Fachleute für Kampfmittelbeseitigung der Armee.

Die Einsatzkräfte untersuchten mehrere Fahrzeuge, hieß es. Nach Einschätzung der Polizei war der Vorfall am Vormittag unter Kontrolle. Details wurden bisher nicht genannt.

Erst im März hatten die US-Streitkräfte Langstreckenbomber an die RAF-Basis Fairford verlegt. Das Verteidigungsministerium in London hatte in dem Zusammenhang bestätigt, dass die USA britische Stützpunkte für „spezifische Verteidigungsoperationen“ im Iran-Krieg nutzten. Die US-Nutzung wurde zu Beginn des Krieges hitzig diskutiert.

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen Gaza-Einwohner getötet, der am 7. Oktober 2023 an der Entführung von Israelis in den Gazastreifen beteiligt gewesen sein soll. Er sei gestern bei einem israelischen Luftangriff in Nuseirat im Zentrum des Küstenstreifens getötet worden, teilte auch das Al-Aksa-Krankenhaus im Gazastreifen mit.

Drei weitere Menschen seien dabei verletzt worden. Aus Kreisen der islamistischen Terrororganisation Hamas hieß es ebenfalls, der Mann sei an der Geiselnahme vor knapp drei Jahren beteiligt gewesen.

Die israelische Armee bestätigte palästinensische Berichte, denen zufolge der Mann damals auf einem Motorrad gefahren sei, mit dem die Israelin Noa Argamani und ihr Freund Avinatar Or entführt worden waren. Zuletzt sei er an der Planung neuer Anschläge beteiligt gewesen und daher getötet worden, „um die von ihm ausgehende Bedrohung zu beseitigen“.

Das Schicksal der vom Nova-Musikfestival in Israel in das angrenzende Küstengebiet verschleppten jungen Frau hatte weltweit große Anteilnahme ausgelöst. Im Juni 2024 wurde Argamani von einer israelischen Spezialeinheit gemeinsam mit drei weiteren Geiseln aus der Gewalt der Hamas befreit. Laut Armee kam es dabei zu heftigen Gefechten mit bewaffneten Palästinensern.

Inland

Die Grünen fordern vor der morgen anstehenden Sondersitzung des Nationalrats zur neuen Spritpreisbremse eine höhere Margenbegrenzung der „Ölmultis“ und die Ausweitung der Übergewinnsteuer für Stromerzeuger auch auf Gas und Fernwärme.

Außerdem verlangen sie eine „Öffi“-Preisbremse für das Klimaticket und regionale Zeitkarten sowie eine Verlängerung der Senkung der Elektrizitätsabgabe für Haushalte und Wirtschaft, hieß es in einer Aussendung.

Für die neue Spritpreisbremse für Oktober und November soll die Mineralölsteuer um 6,7 Cent – und bei Diesel damit auf das EU-Minimum – herabgesetzt werden. Hinzu kommt eine Margenbegrenzung um 3,5 Cent pro Liter. Dadurch verringert sich auch die Mehrwertsteuer. Insgesamt soll sich so eine Gesamtentlastung von mehr als zwölf Cent pro Liter Treibstoff ergeben.

„Fossilriesen zur Kassa bitten“

Generell wollen die Grünen „Fossilriesen und Landesenergieversorger zur Kassa bitten“. Während die Marge beim Diesel vor dem Iran-Krieg bei etwa 15 Cent gelegen sei, betrage sie derzeit 40 bis 50 Cent. Die Spritpreisbremse der Bundesregierung senke sie gerade einmal um 3,6 Cent.

Die Übergewinnsteuer wiederum umfasse Strom, aber Gas und Fernwärme nicht. Damit werde der Erneuerbaren-Ausbau gebremst, statt ihn zu finanzieren.

Weiters wird argumentiert, dass für die Spritpreisbremse eine Sondersitzung einberufen wird, während die Preise für „Öffi“-Tickets ungebremst steigen. Bund und Länder sollten auch die Ticketpreise deckeln und die Finanzierung mit den Verkehrsverbünden klären. Außerdem brauche es gezielte Entlastungen für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit geringem Einkommen.

Ukraine-Krieg

Eine Serie russischer Angriffe hat die ukrainische Hafenstadt Odessa getroffen und dort für Opfer und Schäden gesorgt. Mindestens zwei Menschen seien bei den Attacken verletzt worden, berichteten die örtlichen Medien gestern. An mehreren Orten seien Brände ausgebrochen, über der Stadt bildeten sich dichte Rauchwolken.

Bei den Attacken seien private Wohnhäuser, eine Produktionshalle sowie Lagerräume getroffen worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper am Abend auf Telegram mit. Zuvor hatte das russische Militär im Tagesverlauf zweimal einen Baumarkt in der Hafenstadt angegriffen.

Russland meldet Angriffe auf Infrastruktur

Russland meldete, dass sich Angriffe auf Logistikzentren, Hafen- und Verkehrsinfrastruktur sowie Kommunikationszentralen und Schiffe mit Verbindung zum ukrainischen Militär gerichtet haben. Getroffen worden seien nach russischen Angaben ein Datenzentrum in Kiew, Logistikknotenpunkte in den Regionen Kiew und Odessa sowie zwei Drohnenlager in Mykolajiw.

Krieg in Nahost

Die vom Iran zur Verwaltung der Straße von Hormus eingerichtete Behörde PGSA hat Schiffe vor Konsequenzen gewarnt, wenn sie „nicht autorisierte“ Routen in der Region befahren.

„Dieses Vorgehen birgt nicht nur das Risiko finanzieller und menschlicher Verluste für das Schiff, die Reederei, den Kapitän und die Besatzung, sondern schränkt auch die künftige Durchfahrt des Schiffes durch die Straße von Hormus erheblich ein“, teilte PGSA auf der Plattform X mit.

Schiffseigner müssten mit Blick auf solche rechtswidrigen Handlungen die gebotene Sorgfalt walten lassen. Im Falle von Verstößen durch Charterer müssten alle Schiffe der betroffenen Unternehmen künftig mit Einschränkungen rechnen.

Iran pocht auf diplomatische Lösung

Zuletzt hatte der Iran den USA laut dem iranischen Außenminister Abbas Araktschi über Katar einen „Siebentageplan“ für eine Wiedereröffnung der Seestraße übermittelt. Die USA sollten demzufolge bestimmte Anforderungen erfüllen, und im Anschluss sollte die Meerenge am Persischen Golf wieder geöffnet werden.

US-Präsident Donald Trump lehnte den iranischen Vorschlag ab. Das Angebot sei nicht annehmbar gewesen, sagte Trump gestern vor Journalisten am Weißen Haus.

Der Iran drängt nichtsdestoweniger weiter auf eine diplomatische Lösung. „Unsere Bedingungen sind klar, und jeder Schritt zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus setzt die Erfüllung dieser Bedingungen voraus“, schrieb Araktschi heute in sozialen Netzwerken. Er erklärte auch, die Vermittler hätten eine offizielle Ablehnung des „Siebentageplans“ durch die USA bis dato nicht übermittelt.

Oman hat die Konfliktparteien im Nahen und Mittleren Osten zu Zurückhaltung und Dialog aufgerufen und sich erneut als Vermittler angeboten. Die Beteiligten sollten ihre Streitigkeiten durch „Zurückhaltung und Weitsicht“ sowie politische Gespräche beilegen, sagte Außenminister Badr al-Bussaidi gestern bei der UNO-Generaldebatte in New York.

Oman werde seine Bemühungen um die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus fortsetzen, sagte Bussaidi weiter. Er rief alle Seiten auf, dabei mit seinem Land zusammenzuarbeiten. Oman liegt dem Iran an der strategisch wichtigen Meerenge gegenüber. Schiffe, die iranische Beschränkungen umgehen wollen, fuhren zuletzt verstärkt entlang der omanischen Küste.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump einen iranischen Vorschlag für eine Waffenruhe abgelehnt. Nach iranischen Angaben hätte die Vereinbarung eine Wiederöffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr binnen sieben Tagen ermöglichen können.

Wirtschaft

Angesichts der hohen Kraftstoffpreise in Italien will der Energiekonzern Eni einen Benzinpreisdeckel an seinen Tankstellen einführen. Die Maßnahme sorgt jedoch für Streit in der Branche. Der Tankstellenverband Assopetroli-Assoenergia wirft Eni vor, mit der Preissenkung den Wettbewerb zu verzerren. Kleinere Anbieter könnten mit den angekündigten Preisen nicht mithalten, sagte Verbandspräsident Andrea Rossetti.

Eni will ab kommender Woche an seinen Tankstellen für Privatkundinnen und -kunden maximal 1,99 Euro je Liter Benzin und 2,19 Euro je Liter Diesel verlangen. Der Konzern erwägt, den Preisdeckel bis zum Jahresende beizubehalten.

Maßnahmen könnten 100 Mio. Euro im Monat kosten

Nach Berechnungen auf Grundlage der jüngsten Halbjahreszahlen könnte die Maßnahme Eni rund 100 Millionen Euro im Monat kosten. Der Konzern verkauft im Privatkundengeschäft durchschnittlich rund 600 Millionen Liter Kraftstoff pro Monat.

Die Preisbegrenzung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die staatliche Entlastung beim Dieselpreis reduziert wird. Der von der Regierung gewährte Tankrabatt von bisher 12,2 Cent je Liter wurde am Wochenende auf 6,1 Cent halbiert. Nach Berechnungen des italienischen Verbraucherschutzverbands Codacons verteuert sich das Tanken dadurch bei einer Tankfüllung von 50 Litern um rund 3,05 Euro.

Tankstellenverband fürchtet Folgen für kleinere Tankstellen

Nach Einschätzung von Assopetroli können kleinere Wettbewerber die Eni-Preise nicht nachvollziehen. „Auch wenn wir unsere Margen vollständig aufgeben, können wir niemals auf diese Preise kommen“, sagte Rossetti. Der Verband will sich deshalb an die italienische Regierung wenden.

Enis Maßnahme sei nicht nur wettbewerbsverzerrend, sondern zudem unzureichend, weil sie einen Teil des Kraftstoffmarktes nicht erfasse. Eni verfügt landesweit über rund 3.847 Tankstellen, von denen etwa drei Viertel dem Konzern gehören bzw. von ihm betrieben werden.

Die US-Regierung will die Spritsparvorgaben für Autos und Lastwagen bis 2031 deutlich lockern und macht damit eine wichtige Klimaschutzinitiative der Vorgängerregierung rückgängig. Das US-Verkehrsministerium werde die neuen Regeln morgen endgültig festlegen, teilten Regierungsvertreter mit.

Präsident Donald Trump sagte, er habe die neuen Vorgaben genehmigt, die den Preis für Neufahrzeuge senken würden. Verkehrsminister Sean Duffy sprach von einem „großen Sieg für die amerikanischen Autoarbeiter“.

Nach Schätzungen des Ministeriums selbst werden die neuen Regeln zwar Neufahrzeuge verbilligen, aber auch den Kraftstoffverbrauch und die Kohlendioxidemissionen über Jahrzehnte erhöhen. Bis 2031 soll der Flottendurchschnitt bei 14,7 Kilometern pro Liter liegen, unter Präsident Joe Biden waren 21,4 Kilometer pro Liter vorgesehen.

Trumps Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die US-Autofahrer seit Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran Ende Februar mit stark gestiegenen Kraftstoffpreisen zu kämpfen haben.

Der von wiederholten Pannen geplagte US-Flugzeugbauer Boeing hat einen Softwarefehler bei der automatischen Landenavigation seines Modells 737 Max entdeckt. Das Unternehmen bestätigte gestern einen entsprechenden Bericht des „Wall Street Journal“.

Demnach kann das Problem nach einem Softwareupdate auftreten, wenn die Besatzung nach einem abgebrochenen Landeanflug die geplante Flugroute ändert.

Handlungsanweisungen für Piloten

Boeing teilte mit, man habe alle Betreiber der 737 im vergangenen Monat informiert. Boeing habe auf bestehende Handlungsanweisungen verwiesen, mit denen Piloten und Pilotinnen solche Situationen bewältigen können. Ingenieure arbeiteten an einer dauerhaften Lösung.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA erklärte, sie arbeite eng mit Boeing und den Fluggesellschaften zusammen. Bei Sicherheitsbedenken werde man sofortige Maßnahmen ergreifen.

Dem Zeitungsbericht zufolge haben Southwest Airlines und United Airlines Boeing gebeten, vorerst keine neuen Maschinen mit der betroffenen Software auszuliefern und stattdessen eine frühere Version gefordert. Wie viele Flugzeuge derzeit mit dem fehlerhaften Programm im Einsatz sind, blieb noch unklar.

IT

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten Modelle künstlicher Intelligenz (KI) ausgesetzt. Bei dem Vorfall schaffte es ein KI-Modell, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internetzugang haben sollte.

Die Software habe jedoch eine Lücke in den Netzwerkeinstellungen gefunden und ausgenutzt, wie OpenAI selbst berichtete. Das Training soll erst wieder aufgenommen werden, wenn man sich sicher sei, dass die Lücke geschlossen ist.

Der Zwischenfall sei zwar weniger gravierend als einige frühere, argumentierte OpenAI. Allerdings sei er der erste, seit die Sicherheitsvorkehrungen nach der Hacking-Attacke von OpenAI-Software auf die KI-Firma Hugging Face verschärft worden waren.

Weitere Enthüllungen könnten folgen

Mittlerweile wurden mehrere Zwischenfälle mit der KI von OpenAI bekannt. Dazu gehört, dass sie 53-mal von Nutzern und Nutzerinnen hochgeladene Bilder auf Onlineplattformen platzierte. Erstmals waren bei einem Vorfall damit auch Daten von OpenAI-Nutzenden betroffen. Wenig später wurde bekannt, dass automatisierte KI-Agenten von OpenAI auch auf mehreren Websites der US-Regierung aktiv waren, darunter beim US-Bildungsministerium.

Es könnten noch zahlreiche weitere Enthüllungen um eigenständige Hacking-Aktivitäten der KI von OpenAI folgen. Man habe „Dutzende“ Organisationen informiert, mit deren Websites Software von OpenAI auf ungeplante Weise „interagiert“ habe, teilte die KI-Firma mit. Man überlasse es ihnen, die Vorfälle öffentlich zu machen.

Australien will über Regulierung reden

Zuletzt hatte die australische Regierung mit der Mitteilung für Schlagzeilen gesorgt, dass KI von OpenAI in eine Website des australischen Gesundheitssystems eingedrungen war. In dem bisher aufsehenerregendsten Fall „brach“ künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers aus einer abgesicherten Testumgebung „aus“ und drang ungeplant in Computer einer anderen KI-Firma ein, der Plattform Hugging Face.

Australien zitiert nun die Chefs von OpenAI und Konkurrent Anthropic für Donnerstag vor einen Untersuchungsausschuss. Sam Altman und Dario Amodei müssten sich „den Fragen des Senats stellen und ein ehrliches Gespräch darüber führen, wie eine wirksame, dauerhafte Regulierung dieser Branche aussehen sollte“, hieß es dazu.

Chronik

In Südafrika haben Bewaffnete bei zwei separaten Schusswaffenangriffen insgesamt 27 Menschen getötet und zahlreiche weitere Menschen verletzt.

In einer Bar westlich von Johannesburg seien gestern Abend (Ortszeit) 17 Menschen getötet und 15 weitere verletzt worden, teilte die südafrikanische Polizei heute mit. Die acht Täter seien mit Sturmgewehren bewaffnet gewesen.

Sie hätten auch „einige Gäste durchsucht und deren Mobiltelefone an sich genommen“. Danach seien sie in zwei Fahrzeugen vom Tatort geflohen. Die Bewaffneten setzten vor ihrer Flucht auch zwei Fahrzeuge in Brand.

Angreifer stürmten Nachtclub

Bei einem weiteren Schusswaffenvorfall in einem Township in der Nähe von Kapstadt gab es heute Nacht zehn Tote und elf Verletzte. Bewaffnete Männer stürmten einen Nachtclub und „schossen auf die Gäste“, wie die Polizei erklärte.

Die Motive für die Angriffe waren zunächst unklar. In Südafrika sind zahlreiche legale sowie illegale Waffen im Umlauf und Schusswaffenvorfälle sind relativ häufig. Dabei spielt oft Rivalität zwischen kriminellen Banden eine Rolle. Das Land mit rund 62 Millionen Einwohnenden hat mit rund 60 Morden pro Tag eine der höchsten Mordraten weltweit.

Zwei Tage nach der schweren Explosion und dem Einsturz eines Hauses in der Athener Altstadt Plaka sind die sechs Todesopfer identifiziert. Nach heutigen Angaben des griechischen Außenministeriums handelt es sich um vier Menschen aus den USA, einen Briten und eine Griechin.

Das Ministerium sprach den Familien und Angehörigen sein Beileid aus. Die sechs wurden nach der Explosion als vermisst gemeldet. Ihre Leichen wurden später aus den Trümmern geborgen.

Nach übereinstimmenden Berichten griechischer Medien waren unter den Toten zwei US-amerikanische Ehepaare. Eine der Frauen soll schwanger gewesen sein. Die Paare hielten sich in einer Ferienwohnung im ersten Stock des Hauses auf. Am Unglückstag sollten sie in die USA abreisen. Bei den beiden anderen Opfern handelt es sich um einen Briten und eine Griechin, die im zweiten Stock lebten.

Medien: Gasleck als mögliche Ursache

Das dreistöckige Gebäude war am Freitag gegen 7.30 Uhr nach einer heftigen Explosion eingestürzt. Dabei brach auch ein Feuer aus. Ein Passant wurde durch Trümmer leicht verletzt, zwei Frauen aus einem Nachbarhaus kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Die Ursache der Explosion ist noch unklar. Experten prüfen nach Medienberichten unter anderem ein mögliches Gasleck. Bewohner hatten demzufolge bereits vor der Explosion Gasgeruch wahrgenommen.

Auf der deutschen Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu ist heute Früh ein Reisebus umgekippt. Zwei Menschen seien dabei ums Leben gekommen, sagte ein Polizeisprecher heute.

Zahlreiche Menschen der philippinischen Reisegruppe wurden verletzt, darunter acht schwer. Eine Person sei in kritischem Zustand.

Nach ersten Erkenntnissen war der Bus von Zürich nach Mailand unterwegs. Allerdings liegt der Unfallort weit weg von der direkten Route an der Autobahn Richtung München, wo derzeit das Oktoberfest stattfindet. Ob die Gruppe einen Abstecher zur Wiesn geplant hatte, ist noch unklar.

Wegen einer starken Vulkanasche-Emission des Ätna ist der Flughafen Catania auf Sizilien vorübergehend für den gesamten Flugverkehr geschlossen worden. Alle Starts und Landungen seien für den gesamten Tag abgesagt worden, teilte der Aeroporto Fontanarossa heute mit. Tags zuvor hieß es noch, dass man nur bis Mittag den Verkehr einstellen werde.

Der Flughafen war schon bis gestern Nachmittag geschlossen worden. Zusätzlich hatte ein heftiges Gewitter in der Nacht für Behinderungen auch im Luftverkehr gesorgt.

Der Vulkan auf der italienischen Insel ist der aktivste Europas und stößt immer wieder Asche aus. Aus dem Nordostkrater tritt derzeit Asche aus, die vom Wind nach Süden getragen wird. Die Wolke reicht nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) vier Kilometer in den Himmel.

Für den Luftverkehr gilt aktuell wie bereits in der vergangenen Woche und auch im August erneut Warnstufe Rot. Das ist die höchste von vier Stufen. Der Flughafen Fontanarossa wird auch von zahlreichen Touristen und Touristinnen genutzt.

Umwelt & Klima

Dutzende tote Jungwale sind an die Strände der argentinischen Halbinsel Valdes gespült worden. Als mögliche Todesursache gilt nach bisherigen Erkenntnissen ein Bakterium, das bei den Kälbern der Südlichen Glattwale systemische Erkrankungen auslösen kann, wie die Regierung der Provinz Chubut erklärte.

Die Provinzregierung untersucht die Strandungen gemeinsam mit Wissenschaftlern, das Bakterium sei eine „Arbeitshypothese“, hieß es. Hinweise auf einen vom Menschen verursachten Grund seien bisher nicht gefunden worden.

Weiters hieß es, dass jedes Jahr Glattwale sterben würden. Die aktuellen Fälle könnten daher auch Teil der natürlichen Populationsdynamik sein. Der argentinische Forschungsrat CONICET sprach hingegen von einer „recht hohen Sterblichkeitsrate“.

Die Tiere ziehen zur Fortpflanzung und Aufzucht ihrer Jungen an die Küsten Argentiniens, Brasiliens und Uruguays. In den nordpatagonischen Gewässern Argentiniens halten sie sich dabei in großer Zahl auf. Die rund 4.000 Quadratkilometer große Halbinsel Valdes in Nordpatagonien ist ein bedeutendes Rückzugsgebiet für Meeressäuger und UNESCO-Weltnaturerbe.

Religion

Im französischen Marien-Wallfahrtsort Lourdes hat Papst Leo XIV. eine Messe mit 150.000 Teilnehmenden gefeiert. In seiner Predigt sprach das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken und Katholikinnen auch von „tiefen Wunden, Untreue und schmerzhaften Fehltritten“, die in der Kirche begangen worden seien.

„Das Eingeständnis unserer Fehler ist für unser spirituelles Wachstum unverzichtbar.“ Am Nachmittag will sich Leo mit einer kleinen Gruppe von Opfern sexuellen Missbrauchs durch Geistliche treffen. Der Papst hält sich seit Freitag in Frankreich auf.

Gestern waren in Paris bereits 800.000 Menschen zu einer Papstmesse gekommen. Die Angaben zur Teilnehmerzahl stammen vom Vatikan und den französischen Behörden.

Leute

Hollywood-Legende Sylvester Stallone hat in jüngeren Jahren laut eigenen Angaben an Bulimie gelitten. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere zu „Rambo“-Zeiten sei sein Körper seine Rüstung gewesen, sagte der heute 80-Jährige in einem Interview der „New York Times“.

Es sei zu einer schlimmen Obsession geworden. „Es ging so weit, dass ich bulimisch wurde.“ Beim Dreh zu „Rocky III“ sank sein Körperfettanteil auf 2,6 Prozent, und er habe nichts bei sich behalten können. Stallone, der damals in seinen Dreißigern war, nannte es eine „zwanghafte Körperanbetung“. Niemand könne das ohne Hilfsmittel und Drogen – man müsse Steroide nehmen.

„Habe meinen Körper missbraucht“

Mit Blick auf Teile seiner Karriere sagte er: „Ich habe meinen Körper missbraucht.“ Er habe neun Rücken- und zwei Schulteroperationen sowie mehrere Eingriffe an der Halswirbelsäule gehabt. Heute sei er zwar noch einigermaßen in Form, aber er nehme eine Menge Tabletten, um dranzubleiben, so Stallone.

Der Schauspieler erzählte auch von Panikattacken. Die erste habe er im Alter von 36 Jahren erlebt. Er habe sich Rohmaterial von Aufnahmen angesehen, sei plötzlich aufgestanden, die Nackenhaare stellten sich ihm auf, ihm sei heiß geworden, und er habe gedacht: „Ich sterbe. Das war’s. Jetzt ist es vorbei mit mir.“ Dann sei er zusammengeklappt. Das habe sich dann immer wieder wiederholt.