Ich war 2014 zur Entgiftung hier in…
Ich war 2014 zur Entgiftung hier in Havelhöhe. Zu viel Rotwein machte mir Sorgen, und ich wollte dagegen etwas tun. Ich habe mich über die diversen Möglichkeiten in Berlin und im Berliner Umland dazu informiert, und ein Freund mit ähnlichem Problem war hier und berichtete nur Gutes - also zum Hausarzt und eine Einweisung bekommen und ca. 2 Wochen später war der Termin, die Terminvereinbarung mit Havelhöhe ging sehr unkompliziert und schnell ... was wohl nicht in allen Entgiftung-Kliniken so ist.
Ich hatte mich über den Ablauf so einer Entgiftung in anderen Einrichtungen in Berlin erkundigt, und war ziemlich besorgt, ob das so mit mir funktionieren wird. Über Havelhöhe konnte ich erstmal nichts konkretes in Erfahrung bringen, war also erstmal zurückhaltend positiv gestimmt, weil Havelhöhe bei meinen Recherchen nicht in den "worst cases" auftauchte.
Was mir schon zu Beginn positiv auffiel, war der von sämtlichen Personal, vom Pfleger über Arzt und Psychotherapeuten der unaufdringliche, aber bestimmte Hinweis auf die Freiwilligkeit, weil sonst die ganze Aktion nicht funktionieren würde.
Dann kam die Aktivitäten-Liste, die mich erstmal etwas überforderte ... Gartenpflege, kreative Ton-Werkstatt, Malerrei, Treffen mit mehreren Anti-Alk-Gruppen in Gesprächen, Treffen mit der Drogen-Gruppe, und Einzelgesprächen mit Psychologen ... die 11 Tage der Entgiftung sind verflogen wie nichts. Ich hätte gerne 22 Tage darais gemacht, weil in diesem Umfeld mir alles leicht fiel, auch der Verzicht auf Alk.
Vielleicht zu leicht? Ich weiß es nicht, es war auf jeden Fall eine sehr gute Selbsterfahrung mit positivem Ausgang, den ich so nicht erwartet habe und dafür sehr dankbar bin. Ich habe mich selbst mehr reflektiert und dank Havelhöhe von damals mich selbst wieder mehr gespürt und meine Eigenverantwortung ernster genommen - dafür vielen lieben Dank.