Ganztägiges Probearbeiten trotz unklarer Stelle und mangelhafter Kommunikation
Ich habe mich bereits im vergangenen Jahr bei diesem Unternehmen beworben und zunächst ein Online-Vorstellungsgespräch geführt. Im Anschluss wurde ich zu einem Probearbeiten eingeladen, das einen vollständigen Arbeitstag (ca. 8 Stunden) umfasste. Dafür habe ich mir extra bei meiner eigenen Arbeitsstelle frei genommen.
Während dieses Tages habe ich nicht nur Eindrücke gesammelt, sondern aktiv im Tagesgeschäft mitgearbeitet. Umso irritierender war die anschließende Absage mit der Begründung, es sei aktuell keine passende Stelle verfügbar. Hier stellt sich die berechtigte Frage, warum überhaupt eine Position ausgeschrieben und Bewerber zu einem ganztägigen Probearbeiten eingeladen werden, wenn kein konkreter Bedarf besteht. Ein solches Vorgehen erscheint zumindest fragwürdig – insbesondere vor dem Hintergrund, dass dabei faktisch Arbeitsleistung erbracht wurde.
Ein Jahr später wurde exakt dieselbe Stelle erneut ausgeschrieben. Nach meiner erneuten Bewerbung wurde mir mitgeteilt, die Stelle hätte noch gar nicht veröffentlicht werden dürfen, da intern weder Konzept noch Bedarf abschließend geklärt seien.
Seit dieser Bewerbung sind inzwischen über 12 Wochen vergangen – eine Rückmeldung habe ich bis heute nicht erhalten. Ein derartiger Umgang mit Bewerbern ist aus meiner Sicht nicht nur unprofessionell, sondern zeugt auch von mangelnder Organisation und fehlender Wertschätzung.
Insgesamt hinterlässt der gesamte Bewerbungsprozess einen äußerst negativen Eindruck. Insbesondere der Umgang mit Probearbeit sowie die wiederholte Ausschreibung offenbar nicht existierender oder ungeklärter Stellen werfen kein gutes Licht auf das Unternehmen.