Fragwürdiger Kundendienst und eine überhebliche, arrogante Geschäftsleitung
Dass eine Firma ihre Bank wechselt, das kann vorkommen. Die Frage, weshalb dem so ist... die lassen wir jetzt einmal unbeantwortet.
Nun gut, bei einem Wechsel der Bank und der Saldierung der alten Konti, können die langjährigen, treuen und immerzu mehr als korrekt bezahlenden Kunden ihre Zahlungen gegebenenfalls nicht mehr korrekt ausführen. Besonders dann, wenn sie ein älteres E-Banking-System nutzen, die Referenznummern von Hand eingeben, statt beispielsweise die QR-Codes mit dem Telefon "abzuschiessen". Die Gelder fliessen zurück, bzw. das Konto wird als unbekannt geführt.
Worauf der korrekte und beflissene Kunde (>90 Jahre alt) sich bei Nahrin per Email meldet, da seine Zahlung nicht ausgeführt werden konnte.
Doch statt einer befriedigenden Antwort, die ihm die korrekte Vorgehensweise zur erfolgreichen Zahlung aufzeigt, erhält der Kunde einfach eine Mahnung. Worauf der Kunde sich wieder per Email meldet, da die Zahlung ja erneut nicht ausgeführt werden konnte. Denn er weiss ja nicht, dass die Firma Nahrin ihre Bank gewechselt hat und er nicht nur die Referenznummer sondern auch eine neue IBAN Nummer eingeben müsste.
Erst nach rund fünf Monaten(!) erhält der langjährige Kunde erstmals eine brauchbare, zielführende Antwort, inkl. neuer IBAN Nummer. Der Kunde führt die Zahlung daraufhin sofort korrekt aus.
Da sich zeitlich die Information von Seiten von Nahrin und die internen Abläufe überschnitten haben, leitet Nahrin trotz erfolgter Zahlung ein Inkassoverfahren ein, gemäss welchem der Kunde mehr als das Doppelte des Bestellwertes bezahlen soll. Nach Vorweisen der Quittung reduziert das Inkassobüro den Betrag auf die Umtriebskosten, die nachwievor höher sind, als der Wert der bestellten Ware selbst.
In telefonischer Rücksprache mit Nahrin zeigt sich die Geschäftsleitung von Nahrin sich nicht gewillt, die Kosten des Inkassobüros kurzerhand zu übernehmen. Man verweist auf den Kundendienst und welcher primär aus einem gut geführten "Mahnungsystem" bestehen würde und beendet daraufhin überheblicher, arroganter Art und Weise das Gespräch.
Was dann doch einige Fragen hinterlässt.
Es hätte beispielsweise genügt, dem Kunden, nach dessen erstem Email kurz die Art und Weise zu erklären, wie er die Zahlung ausführen kann, was er dabei genau tun muss und auf was er dabei zu achten hat. Es ist nun mal so, dass es 90-jährige gibt, die nicht mehr ganz so fit mit dem Umgang moderner Zahlungsmethoden sind und etwas länger brauchen.
Aber statt einem funktionierendem Kundendienst, der die Bedürfnisse des Kunden erkennt und darauf eingeht, ist die Geschäftsleitung von Nahrin stolz auf ihr "kundenorientiertes Mahnsystem".
Das Telefon aufzulegen, weil man gemerkt hat, dass man vielleicht nicht ganz so geschickt gehandelt hat, ist einer Geschäftsleitung nicht würdig.
Auch wenn Kunden, die über 90 Jahre alt sind, für das Unternehmen Nahrin nicht mehr wichtig sind: So haben diese über 90-jährigen Kunden doch immer noch ein Beziehungsnetz und vorallem: sie haben drei Generationen Nachkommen, die alle wiederum ein Beziehungsnetz haben. Aus einem schlecht betreuten Kunden, können dann so relativ schnell 200-300 Menschen werden, die nicht mehr bei Nahrin einkaufen.
So wird dann schon bald einmal klar, warum so ein Unternehmen wie Nahrin gegebenenfalls die Bank wechselt.