KATASTROPHALER VERCHARTERER!!!
KATASTROPHALER VERCHARTERER!!!
Wir, das ist unsere Familie, bestehend aus zwei Erwachsenen und zwei Kindern (11 und 15) haben im Sommer 2025 bei IRIS Yachtcharter die Segelyacht TESORO, Baujahr 2013, für den Zeitraum vom 30.08. bis 13.09.2025 gebucht.
Die Übergabe an uns sollte am Anreisetag bis 17 Uhr erfolgen, verzögerte sich jedoch erheblich auf 19:30 Uhr. Die formelle Übergabe mit Übergabeprotokoll fand sogar erst am darauffolgenden Tag um 11Uhr statt.
Die TESORO hatte eine endlose Liste mit Mängeln, hier nur einmal die gravierendsten:
-Defekter elektronischer Windmesser: Weder Windrichtung noch Windstärke konnten abgelesen werden - Sicherheitsrisiko
-Ausfall des bugseitigen Navigationslichts – Sicherheitsrisiko
-Durchhängende backbordseitige Reling: Die Reling bot keinerlei Halt, was insbesondere mit Kindern an Bord ein hohes Sicherheitsrisiko darstellte. Bemerkenswert wird die Reaktion von IRIS auf diesen Mangel sein – siehe weiter unten!
-Überlaufender backbordseitiger Fäkalientank: Das Display gab keine korrekte Anzeige. Dies führte dazu, dass am dritten Tag der Inhalt des Fäkalientanks sich in das Bad ergoss – mit Konsequenzen, die man sich vorstellen kann. In einer Bucht, in der man nicht die Möglichkeit einer vernünftigen Reinigung hat.
Insgesamt befand sich die Yacht in einem heruntergekommenen Zustand. Sämtliche Polster waren schmierig, Bodenbretter gebrochen (mit Verletzungsgefahr und lauten Geräuschen), einfach ungepflegt.
Aufgrund der genannten Mängel und Verzögerungen haben wir eine Minderung des Charterpreises geltend gemacht, die letztendlich über einen Rechtsanwalt abgewickelt wurde.
Auf unser Anwaltsschreiben erhielten wir schließlich eine Antwort, deren Inhalt bemerkenswert ist, insbesondere die beiden Argumente bezüglich Reling und Fäkalientank. Erschreckend hingegen waren die Ausführungen zu Windmesser und Navigationslicht.
Hier nun das Zitat von IRIS:
„…Ihren Ausführungen zur Berechnung eines angeblichen Schadens kann ich nicht zustimmen, sie entsprechen nicht den Tatsachen.
Auch ihre Schilderungen zu zeitlichen Abläufen und Verzögerungen kann ich nicht zustimmen. Bitte legen Sie hierzu als Nachweis das Logbuch vor.
……
Dass der elektronische Windmesser nicht funktionierte stellte kein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.
Das eine Glühbirne / Navigationslicht mal ausfällt kann passieren, hierfür gibt es Ersatz in der Ersatzteilbox an Bord oder im nächsten Hafen. Eine Nachtfahrt war wohl nicht geplant, und weshalb die Glühbirne nicht ersetzt wurde, kann ich ohne Logbuchvorlage nicht nachvollziehen. Eine Gefährdung der Sicherheit wäre von einem verantwortungsvollen Skipper leicht zu vermeiden gewesen.
Die Reling einer Segelyacht ist dazu da, Fender zu halten. Insofern war sie voll funktionsfähig. Auch hier kein Sicherheitsmangel. Zur Sicherung der Menschen an Bord ist die Reling nicht gedacht, sondern die Sorgleine.
Der Fäkalientank hat funktioniert, und bei korrekter Verwendung kommt es auch zu keinen hygienischen Beeinträchtigungen, selbst wenn ein Sensor mal nicht richtig funktioniert.
Aus Kulanz und ohne Anerkennung eines Rechtsanspruchs sind wir bereit, um die Angelegenheit im beiderseitigen Einvernehmen beizulegen, den Charterpreis inkl. der bei uns gezahlten Extras auf 450,- pro Tag bzw. 6.300,- für die 2 Wochen abzusenken…..“
Der Kulanzbetrag sind ganze 115,94 Euro!!! Wahnsinn, am liebsten hätte ich den Betrag zurücküberwiesen, ich habe mich aber stattdessen dazu entschlossen, das Geld an die DGzRS zu spenden – diese Leute oder andere Seenotretter wird man dann ja ggf. brauchen, sollte man bei IRIS chartern, zumindest bleibt das zu befürchten.
Ich kann nur jedem DRINGENST abraten, bei diesem Hobby-Vercharterer Geld zu lassen und sich v.a nicht auf der Messe BOOT oder anderswo um den Finger wickeln zu lassen.
Antwort von IRIS Yachtcharter S.L.