Aus der Not wird Profit geschlagen
Aus der Not wird Profit geschlagen, Vorsicht!
Meine Kritik richtet sich nicht gegen die ursprünglichen Inhalte, sondern gegen die aggressive und schädliche Verkaufsstrategie, die inzwischen rund um die Coaching-Angebote betrieben wird.
Das Armor-Paket wurde gekauft und die Inhalte vollständig durchgearbeitet. Während des Programms erhielt mein Postfach regelmässig E-Mails mit Hinweisen auf ein Erstgespräch, bei dem ein überteuertes Coaching forciert wird.
Gegen Ende nahm der Verkaufsdruck massiv zu. Wiederholt wurde kommuniziert, die Tür für ein Erstgespräch sei nur noch wenige Stunden geöffnet und danach „für immer“ geschlossen. Es folgten weitere Countdown-Nachrichten bis schliesslich die Mitteilung kam, das Angebot sei nun endgültig beendet. Kurz darauf erhielt ich jedoch erneut E-Mails mit der Information, dass die Möglichkeit eines Erstgesprächs weiterhin bestehe.
Für mich ist das keine authentische Kommunikation, sondern eine gezielte Verknappungsstrategie. Es wird künstlicher Zeitdruck erzeugt, um Menschen in einer emotional verletzlichen Situation zu einer Kaufentscheidung zu bewegen.
Besonders problematisch finde ich dies deshalb, weil sich viele Kunden gerade in Trennungen, Lebenskrisen oder emotionalen Ausnahmezuständen befinden. Wer unter Verlustängsten, Einsamkeit oder Liebeskummer leidet, ist empfänglich für Botschaften, die zusätzlichen Druck erzeugen. Genau dort setzt diese Verkaufsstrategie an.
Wenn aus der Not der Menschen Kapital geschlagen wird um ihnen dann ein überteuertes Programm zu verkaufen, ist dies für mich absolut absurd.
Meine Vorwürfe sind:
• Künstliche Verknappung durch Aussagen wie „nur noch wenige Stunden“ oder „für immer geschlossen“, obwohl das Angebot kurze Zeit später erneut verfügbar ist.
• Emotionaler Druck statt sachlicher Information.
• Ausnutzung von Verlustängsten und emotionalen Krisen als Verkaufsinstrument.
• Hochpreisige Angebote von rund 600 Euro monatlich, deren Preis-Leistungs-Verhältnis für mich in keinem angemessenen Verhältnis steht (Gruppensessions statt 1:1 Gespräche)
• Vermittlung eines fragwürdigen Männerbildes, das stark auf Leistung, Härte und Selbstoptimierung fokussiert ist und dabei emotionale Komplexität oft auf einfache Parolen reduziert.
Am meisten stört mich die moralische Widersprüchlichkeit. Nach aussen wird mit Heilung, Bewusstheit, Selbstannahme und persönlichem Wachstum geworben. Gleichzeitig werden Methoden eingesetzt, die auf Druck, Angst und künstlicher Verknappung basieren. Für mich ist das Gegensätzlich.
Wer Menschen in Krisen begleitet, trägt eine besondere Verantwortung. Wer dieselben Krisen gleichzeitig als Verkaufshebel nutzt, überschreitet aus meiner Sicht eine ethische und moralische Grenze.
Antwort von Master Your Mind