Unsere Tochter ist erst 2 Monate alt…
Unsere Tochter ist erst 2 Monate alt und hat eine bronchogene Zyste hinter dem Herzen. Uns wurde erklärt, dass die weitere Diagnostik und gegebenenfalls die Operation möglichst zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat erfolgen sollten. Umso unverständlicher ist für uns der Umgang mit unserem Fall. Die Terminvergabe war eine Katastrophe. Wir mussten fast zwei Monate auf einen Termin warten, mehrfach E-Mails schreiben und dieselben Befunde immer wieder zusenden, obwohl diese bereits vorlagen. Als wir schließlich zum ersten MRT-Termin anreisten, wurde uns erst vor Ort mitgeteilt, dass der Termin gar nicht stattfinden würde bzw. auf einen anderen Tag verschoben worden sei. Niemand hatte uns vorher informiert. Für diesen Termin hatten wir Urlaub genommen, ein Hotel gebucht und die Betreuung unserer älteren Tochter organisiert – alles völlig umsonst. Beim neuen Termin kam es noch schlimmer. Unsere Tochter musste über drei Stunden nüchtern bleiben, obwohl sie erst zwei Monate alt ist. Ihr wurde dann nach diesen drei Stunden ein venöser Zugang mit einer Infusion gelegt. Erst zwei Stunden danach wurde uns mitgeteilt, dass das MRT erneut nicht stattfinden würde. Wir würden evtl. am nächsten Tag das MRT bekommen. Niemand fühlt sich dort verantwortlich und wir wurden, von Anfang an, von einer Stelle zur nächsten geschickt. Ständig wusste niemand Bescheid oder verwies auf jemand anderen. Während des gesamten Ablaufs hat sich nicht einmal ein Arzt Zeit genommen, mit uns zu sprechen, uns die Situation zu erklären. Es geht hier nicht um einen Routineeingriff bei einem Erwachsenen, sondern um ein schwer krankes, zwei Monate altes Baby. Jeder Termin bedeutet für uns als Familie enormen organisatorischen Aufwand, emotionale Belastung und Stress für unser Kind. Ein Säugling stundenlang nüchtern zu lassen, einen Zugang zu legen und anschließend alles wieder abzubrechen, ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel. Nach diesen Erfahrungen haben wir das Vertrauen verloren und werden die weitere Diagnostik und Behandlung in einer anderen Klinik durchführen lassen.