VERFAHREN ZU SYNTHETISCHEN REINIGUNG VON PEPTIDEN OHNE HPLC BESCHREIBUNG Die Erfindung betrifft den Bereich der Peptidsynthese, insbesondere der Peptid- Festphasensynthese und der Aufreinigung der dadurch hergestellten Syntheseprodukte. Die Erfindung betrifft ein Linkermolekül für die Aufreinigung eines Peptids gemäß der Formel A- E-L-R. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Aufreinigung eines Peptids, umfassend a. Herstellung eines Linker-Peptid-Konstruktes, umfassend ein Linkermolekül und das Peptid, wobei das Peptid kovalent an einer Synthese Festphase gebunden ist und das Linkermolekül durch die Gruppe R kovalent an das Peptid gebunden ist, b. Abtrennung des Linker-Peptid- Konstruktes von der Synthese-Festphase, c. Bindung des Linker-Peptid-Konstruktes über die Gruppe A des Linkermoleküls an eine Aufreinigungs-Festphase, d. einen oder mehrere Waschschritte, und e. Freisetzung des Peptids aus dem Linker-Peptid-Konstrukt durch Spaltung der Gruppe R des Linkermoleküls. Die Erfindung betrifft weiterhin ein Kit für die Aufreinigung eines Peptids gemäß des Verfahrens gemäß einem der Ansprüche 6 bis 13, charakterisiert dadurch, dass das Kit umfasst a. ein Linkermolekül gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, oder b. einen Linkermolekül-Vorläufer umfassend die Gruppen R und L eines Linkermoleküls gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 und Reagenzien für die kovalente Anbindung der Gruppe A, optimal der Gruppe A-E an die Gruppe R des Linkermolekül-Vorläufers, und c. optional Reagenzien und Lösungsmittel für die Abspaltung von Schutzgruppen der Gruppe A des Linkermoleküls oder der Gruppe R des Linkermolekül- Vorläufers und für die einen oder mehreren Waschritte. Die Erfindung betrifft weiterhin die Verwendung des Linkermoleküls in einem Verfahren für die Aufreinigung eines Peptides. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung und Aufreinigung eines Peptids, umfassend die Herstellung eines Linker-Peptid-Konstruktes, umfassend einen Linker und ein Peptid, wobei der Linker eine Affinitätsgruppe A und eine Spaltgruppe R umfasst und über die Spaltgruppe R kovalent an das Peptid gebunden wird und das Peptid an einer Synthese-Festphase synthetisiert wurde und an die Synthese-Festphase gebunden ist, Abspaltung des Linker-Peptid-Konstruktes von der Synthese-Festphase, Bindung des Linker-Peptid-Konstruktes über die Affinitätsgruppe A des Linkers an eine Aufreinigungs-Festphase, einen oder mehrere Waschschritte zur Entfernung von Verunreinigungen aus dem Linker-Peptid-Konstrukt, und Freisetzung des Peptids aus dem Linker-Peptid-Konstrukt durch Spaltung der Spaltgruppe R des Linkers und Abtrennung des Linkers vom Peptid. Die Erfindung betrifft weiterhin Linker zur Verwendung in dem Verfahren der vorliegenden Erfindung, welche eine Affinitätsgruppe A, Verknüpfung L, eine Spaltgruppe R und optional einen Verstärker E umfassen. HINTERGRUND UND STAND DER TECHNIK
Die Festphasensynthese (SPPS) ist ein etabliertes Verfahren zur schnellen Synthese von Peptiden, welche unter Einsatz von Überschüssen das Lenken der Reaktion in die gewünschte Richtung ermöglicht, beispielsweise in Richtung eines bevorzugten Syntheseproduktes. Bei der SPPS können diese Überschüsse durch Waschen der festen Phase leicht entfernt werden. Dennoch resultiert das Verfahren der Festphasenpeptidsynthese nicht in allen Fällen in einer zufriedenstellenden Ausbeute der Produkte, die für verschiedene Anwendungen der hergestellten Peptide von höchstmöglicher Reinheit sein müssen. Aus diesem Grunde schließt sich an die Synthese mittels SPPS oft ein chromatographischer Reinigungsschritt mittels HPLC (high- performance liquid chromatography) an, der Limitierungen aufweist, wie beispielsweise die Beladungskapazität der Säulenmaterialien oder die chromatographische Auflösung. Auf Grund dieser Limitierungen stellt die Aufreinigung von Peptidmischungen eine anspruchsvolle Aufgabe dar, die einer hohen Expertise bedarf und beispielswiese der Automatisierung solcher Peptid- Herstellungs- und Aufreinigungsverfahren im Weg steht. Weiterhin steht der parallelisierten Peptid-Festphasensynthese zur schnellen Erzeugung größerer Peptidbibliotheken der Engpass durch eine sequentielle konventionelle HPLC-Aufreinigung gegenüber. Bisher wurde die herkömmliche Aufreinigungskapazität von Peptiden, durch die Verwendung mehrerer kostenintensiver HPLC-Geräte erzielt, welche weiterhin einen hohen Verbrauch an Lösemittel und Säulenmaterial aufweisen. Aus diesen Gründen ist die klassische chromatographische Aufreinigung von Peptiden äußerst zeit- und kostenintensiv. Diese Problemstellung führte im Stand der Technik zu Anstrengungen, die Qualität der synthetisierten Peptide zu verbessern. Eine Möglichkeit, um beispielsweise das Auftreten von Fehlsequenzen zu vermeiden, ist die Einführung eines sog. Capping-Schrittes,[1] bei dem der N- Terminus acetyliert wird und somit für eine Anknüpfung weiterer Aminosäuren nicht zur Verfügung steht. Dies führt zu Abbruchsequenzen, die eine verkürzte korrekte Teilsequenz des Ursprungspeptids aufweisen. Ein weiterer Ansatz beruht ebenfalls auf einem Capping während der Synthese, fügt aber im letzten Syntheseschritt vor der Abspaltung vom polymeren Träger einen Selektivitätslinker an den N-Terminus des Peptids an. Allein die korrekte und vollständige Sequenz trägt diesen Selektivitätslinker und kann über einen weiteren affinitätsbasierten Reinigungs- bzw. Chromatographieschritt an einem polymeren Träger gebunden werden. Die unerwünschten Teilsequenzen tragen diesen Selektivitätslinker nicht und binden im affinitätsbasierten Reinigungsschritt nicht an den polymeren Träger. Die Teilsequenzen können daher durch Waschschritte entfernt werden. Anschließend wird das gebundene Peptid von der Aufreinigungs-Festphase gelöst und als sauberes Produkt erhalten. In den vergangenen Jahrzehnten wurden eine Vielzahl an Varianten eines solchen Prinzips, nachfolgend als Catch & Release-Aufreinigung oder Affinitätsaufreinigung bezeichnet, entwickelt. In Abbildung 1 sind alle Methoden in Reihenfolge ihrer Veröffentlichung aufgeführt. Die Methoden lassen sich entsprechend ihrer Affinitätsbindung oder ihrer Spaltgruppe klassifizieren. Da die Wahl einer geeigneten Affinitätsbindung die größere Herausforderung darstellt, sind die nachfolgenden Erläuterungen entsprechend gegliedert. Die erste Affinitätsaufreinigung wurde bereits 1976 vom Erfinder der SPPS R. B. Merrifield entwickelt.[2] Das Bindungsprinzip basierte auf der Ausbildung einer Thiol-Bindung zwischen Peptid und Aufreinigungsharz. Die Nutzung von Thiolen als Affinitätspartner wurde nachfolgend von
mehreren Gruppen adaptiert und durch den Einsatz unterschiedlicher Spaltgruppen entsprechend modifiziert.[3-9] Als in den 90er Jahren vermehrt Labelling-Strategien für Proteine auf Basis von Avidin-Biotin-Wechselwirkungen Anwendung fanden, wurde diese Form der nicht- kovalenten Bindung auch als Variante für die beschriebene Affinitätsaufreinigung eingesetzt.[10- 17] Jedoch konnten sich diese Ansätze, ebenso wie die Thiol-Varianten, nicht als Alternative zur HPLC-Aufreinigung etablieren. Ende der 90er Jahre stieg die Vielfalt an Affinitätsbindungen weiter an und eine Bindung durch Click-Reaktionen [18-20] oder die Bildung eines Oxims [21-26] finden sich bis heute in neu entwickelten Varianten wieder. Ein vielversprechendes Verfahren wurde vom 2018 geründeten Startup Belyntic entwickelt. Der entwickelte Ansatz basiert ebenfalls auf der Bildung eines Oxims als Affinitätseinheit (Aldehyd-funktionalisierte Agarose + Hydroxylamin-Linker). Bei dem spaltbaren Linker handelt es sich um ein Azid, welches unter reduktiven Bedingungen die Spaltung durch eine sogenannte self-immolation auslöst.[26] Auch wenn diese Methode für viele Peptide geeignet ist, gibt es doch einige Einschränkungen. Grundsätzlich ist keine Kompatibilität mit funktionellen Gruppen wie Disulfiden, Aziden und Phosphinen vorhanden. Des Weiteren handelt es sich bei Oximen um Moleküle, die nur in speziellen pH-Bereichen stabil sind, wodurch nicht ausgeschlossen werden kann, dass sich Spuren des Linkers im gereinigten Zielpeptid befinden. Das eingesetzte Lösungsmittel muss zwingend frei von üblichen Verunreinigungen wie Aldehyden oder Ketonen sein, da der Linker sonst an diese und nicht an das Aufreinigungsharz bindet. Ein weiteres Problem ist die Notwendigkeit eines vollentschützten Peptids, da bei diesem Ansatz das Reduktionsmittel im Spaltgemisch verbleibt und ausschließlich durch Fällung des Peptids entfernt werden kann. Soll das Peptid jedoch nach der Synthese noch Schutzgruppen für weitere Reaktion besitzen, ist aufgrund der Polarität keine Fällung möglich. In Anbetracht des Standes der Technik besteht daher ein erheblicher Bedarf an der Entwicklung und Bereitstellung von Verfahren für die Aufreinigung von Peptidgemischen, welche für eine breite Anzahl an Peptiden eingesetzt werden können und welche kostengünstiger und effizienter als die üblicherweise eingesetzten HPLC-Verfahren sind und so beispielsweise eine automatisierte Hochdurchsatzaufreinigung von mittels SPPS hergestellten Peptidgemischen ermöglichen. ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG Aufgabe der Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu beseitigen und Verfahren für die Aufreinigung von Peptiden und Peptidgemischen und Materialien zur Anwendung in solchen Verfahren bereitzustellen, welche eine höhere Aufreinigungseffizienz aufweisen und die Aufreinigung von Peptiden mit verschiedenen funktionellen Gruppen ermöglichen und somit eine breite Anwendbarkeit aufweisen. Weiterhin war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung Automatisier- und parallelisierbare Aufreinigungsmethoden und Materialien für die Anwendung in solchen Methoden für Peptide und Peptidgemische, beispielsweise für Festphasen-synthetisierte Peptide bereitzustellen, welche die Kosten der Peptidproduktion drastisch verringern. Weiterhin war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung Linkermoleküle bereitzustehen, welche in den Verfahren zur Aufreinigung von Peptiden und Peptidgemischen der vorliegenden Erfindung angewendet werden können.
Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der Patentansprüche. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in der Zusammenfassung der Erfindung beschrieben. Das Verfahren der vorliegenden Erfindung beruht auf einem Catch & Release- Aufreinigungsprinzip. Zunächst wird das gewünschte Peptid mittels Festphasenpeptidsynthese am Harz mit einem oder mehreren Capping-Schritten synthetisiert. Anschließend erfolgt die Einführung eines Linkers, welcher vorzugsweise eine Affinitätsgruppe A, welche durch eine Schutzgruppe geschützt ist, enthält, durch Reaktion mit dem freien N-Terminus des synthetisierten Peptides. Das Peptid wird anschließend vom Syntheseharz gespalten und simultan die Schutzgruppe auf der Affinitätsgruppe A des Linkers entfernt. Es folgt die Reaktion zwischen der Affinitätsgruppe A des Linkers und einer Aufreinigungs-Festphase. Peptide mit Fehlsequenz können nicht mit der Aufreinigungs-Festphase (Metalloxid) reagieren und werden mittels Waschschritten entfernt. Der Linker enthält vorzugsweise weiterhin eine Spaltgruppe R, welcher unter entsprechenden Spaltbedingungen gespalten wird und das Peptid freisetzt. In einem Aspekt betrifft die Erfindung einen Linker zur Verwendung in einem Verfahren zur Aufreinigung eines Peptids. In einem Aspekt betrifft die Erfindung Ein Linkermolekül für die Aufreinigung eines Peptids gemäß der Formel A-E-L-R, wobei A

ist, R3 gleich oder unterschiedlich ist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, C1 bis C10 Alkyl (vorzugsweise C1 bis C5 Alkyl), C3 bis C6 Aryl (vorzugsweise C5 bis C6 Aryl), C2 bis C10 Alkenyl (vorzugsweise C2 bis C5 Alkenyl), C2 bis C10 Alkinyl (vorzugsweise C2 bis C5 Alkinyl), C1 bis C10 Alkylether (vorzugsweise C1 bis C5 Alkylether), Arylether, Alkylamid, Arylamid, Alkylcarbamat, Alkylester, Arylester, Sulfonsäure, Alkylsulfonsäureester, Arylsulfonsäureester, Halogenid (vorzugsweise F, Cl, Br oder I), NO2, NH2, OR1 und OR2, wobei R1 und R2 gleich oder unterschiedlich sind und ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus H oder einer Schutzgruppe, wobei die Schutzgruppe ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus <HUKPYZNHUKZM #<><$% 6HO[ZMPYZNHUKZM #6><$% #+&<HUKPYZHUKPYZ$NHUKZM #<9<$% f& (Trimethylsilyl)ethoxymethyl (SEM), Methylthiomethyl (MTM), Ester, Azidomethyl Ether, Allyl Ether, Prenyl Ether, Alkylether, Benzylether, Silylether und Acetal oder benachbarte OR1 und OR2 ein cyclisches Acetal bilden,
oder zwei benachbarte R3 einen 3 bis 6-gliedrigen Ring bilden, der Ring Cycloalkyl, Cycloalken, Cycloalkin oder Aryl ist, optional eines oder mehrere Heteroatome ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus N, O oder S umfasst, und optional mit einem oder mehreren R3 subsituiert ist, X1 abwesend, C1 bis C10 Alkyl (vorzugsweise C1 bis C5 Alkyl), wobei Alkyl optional substituiert ist mit einem oder mehreren R3, und

wobei r = 1-20, und R5 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, und R7C=O, wobei R7 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus C1 bis C10 Alkyl (vorzugsweise C1 bis C5 Alkyl), C3 bis C6 Aryl und Alkylaryl, wobei C3 bis C6 Aryl oder Alkylaryl optional mit zwei oder mehreren R3 subsituiert ist, wobei E ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
und , n= 1-10, X ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus NH und O, Z ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, C1 bis C5 Alkyl (vorzugsweise C1 bis C3 Alkyl) und N-Alkyl (vorzugsweise N-Methyl), R4 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Amin (primäres, sekundäres oder tertiäres Amin), Alkylamin, Hydroxyalkylamin, Alkenylamin, Alkinylamin, Guianidin, Alkylguanidin, Hydroxyguanidin, Alkylharnstoff, Alkylthioharnstoff, Aryl, Alkylaryl, Heteroaryl (vorzugsweise umfassend N, S und/oder O), Alkylheteroaryl (vorzugsweise umfassend N, S und/oder O), (CH2)4NHBoc und 3NHCNNH2, wobei L
ist, X13 N ist oder abwesend ist, wobei X11 und X14 abwesend sind, wenn X13 abwesend ist, X11, X12 und X14 gleich oder unterschiedlich sind, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
und , h=1-10, i=1-10, j=0-24, x = 1-10, X9 abwesend oder ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus NH, N-Alkyl (vorzugsweise N- Methyl) und O, X10 ist OH,
R6 ist A oder E oder ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
und , m=0-10, p=0-1, q=0-10, wobei R

ist, X15, X16 und X17 gleich oder unterschiedlich sind, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Carbonyl, C=S, C(CH3)=N, C(R9)2, wobei R9 gleich oder unterschiedlich ist und ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, C1 bis C3 Alkyl, Aryl und Heteroaryl (vorzugsweise umfassend N, O und/oder S) und NR10, wobei R10 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, C1 bis C3 Alkyl und Acetyl, und wobei wenn E abwesend ist, R kovalent an A gebunden ist. In einer Ausführungsform ist R3 gleich oder unterschiedlich, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, C1 bis C5 Alkyl, C5 bis C6 Aryl, C2 bis C5 Alkenyl, C2 bis C5 Alkinyl, C1 bis C5 Alkylether, Arylether, Alkylamid, Arylamid, Alkylcarbamat, Alkylester, Arylester, Sulfonsäure, Alkylsulfonsäureester, Arylsulfonsäureester, F, Cl, Br, I, NO2, NH2, OR1 und OR2, wobei R1 und R2 gleich oder unterschiedlich sind und ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus H oder einer Schutzgruppe, wobei die Schutzgruppe ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus <HUKPYZNHUKZM #<><$% 6HO[ZMPYZNHUKZM #6><$% #+&<HUKPYZHUKPYZ$NHUKZM #<9<$% f& (Trimethylsilyl)ethoxymethyl (SEM), Methylthiomethyl (MTM), Ester, Azidomethyl Ether, Allyl Ether, Prenyl Ether, Alkylether, Benzylether, Silylether und Acetal oder benachbarte OR1 und OR2 ein cyclisches Acetal bilden, In einer Ausführungsform ist die Schutzgruppe ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus <HUKPYZNHUKZM #<><$% 6HO[ZMPYZNHUKZM #6><$% #+&<HUKPYZHUKPYZ$NHUKZM #<9<$% f& (Trimethylsilyl)ethoxymethyl (SEM), Methylthiomethyl (MTM), Ether (Ac2O), Azidomethyl Ether, Allyl Ether, Prenyl Ether, Alkylether, Benzylether, Silylether (vorzugsweiseTrimethylsilylether
(TMS), Triisopropylsilylether (TiPS), tert-Butyldimethylsilyl ether (TBDMS), tert- Butyldiphenylsilylether (TBDPS) und Triphenylsilylether (TPS)) und Acetal. In einer Ausführungsform ist X1 abwesend, C1 bis C10 Alkyl (vorzugsweise C1 bis C5 Alkyl), wobei Alkyl optional substituiert ist mit einem oder mehreren R3, und

wobei r = 1-20, und R5 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, und R7C=O, wobei R7 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus C1 bis C10 Alkyl (vorzugsweise C1 bis C5 Alkyl), C3 bis C6 Aryl und Alkylaryl, wobei C3 bis C6 Aryl oder Alkylaryl optional mit zwei oder mehreren R3 subsituiert ist, und wobei A vorzugsweise an der durch r umfassten Bindungsstelle gebunden ist. In einer Ausführungsform ist R5 ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, und R7C=O, wobei R7 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus C1 bis C5 Alkyl, C3 bis C6 Aryl und Alkylaryl, wobei C3 bis C6 Aryl oder Alkylaryl optional mit zwei oder mehreren R3 subsituiert ist. In einer Ausführungsform ist Z ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, C1 bis C3 Alkyl und N-Methyl. In einer Ausführungsform ist r = 1-20, vorzugsweise 1-10, wie beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13,14, 15, 16, 17, 18, 19 und 20. In einer Ausführungsform ist n = 1-10, wie beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10. In einer Ausführungsform ist h = 1-10, wie beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10. In einer Ausführungsform ist i = 1-10, wie beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10. In einer Ausführungsform ist j = 1-24, wie beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23 und 24. In einer Ausführungsform ist x = 1-10, wie beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10. In einer Ausführungsform ist m = 1-10, wie beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10. In einer Ausführungsform ist p = 1-10, wie beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10. In einer Ausführungsform ist q = 1-10, wie beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10. In einer Ausführungsform ist k = 1-6, wie beispielsweise 1, 2, 3, 4, 5 und 6. Beim Design des Linkers auch „Linkermolekül“ genannt sind dabei verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Die Abspaltung des Linkers sollte nach erfolgreicher Aufreinigung vorzugsweise vollständig erfolgen, sodass keine oder nur vernachlässigbare Spuren des Linkers im synthetisierten Peptid (Zielpeptid) vorhanden sind. Des Weiteren sollten die Bedingungen der Abspaltung vorzugsweise kompatibel mit den in der Peptidsynthese eingesetzten funktionellen Gruppen sein. Dabei zeigte sich beispielsweise ein Hydrazin-spaltbarer Linker als vorteilhaft, da die milden Abspaltungsbedingungen mit allen üblichen funktionellen Gruppen in der Peptidsynthese kompatibel sind.
Die Affinitätsbindung des Linkers mittels der Affinitätsgruppe A an die Aufreinigungs-Festphase erfolgt vorzugsweise durch die Chelatisierung eines Catecholderivats (Affinitätsgruppe A) in Form einer bidentaten Bindung an der Metalloxidoberfläche der Aufreinigungsfestphase. Es handelt sich vorzugsweise um eine selektive Bindung, da ausschließlich Catechol-artige Strukturen fest genug an der Oberfläche binden (Kd = 1020), um während der Waschschritte nicht weggespült zu werden. Die Stärke dieser Bindung hängt von der elektronischen Struktur der Catecholderivate, sowie deren Stabilität ab.[27] Außerdem können Verstärkerteile in Nähe der Catechol-Untereinheit zu einer besseren Bindung führen, indem sie Gegenkationen von den Metalloxidoberflächen verdrängen.[28-30] Durch einen Spacer auch Verknüpfungsteil L genannt, kann die die Affinitätsgruppe A durch kovalente Bindung an der Spaltgruppe R befestigt werden. In einer Ausführungsform umfasst der Linker vorzugsweise eine Affinitätsgruppe A, eine Verknüpfung L, eine Spaltgruppe R und optional einen Verstärker E. In einer weiteren Ausführungsform hat der Linker eine Struktur A-L-R. In einer weiteren Ausführungsform hat der Linker eine Struktur A-E-L-R. In einer weiteren Ausführungsform ist der Linker durch die Spaltgruppe R kovalent mit dem synthetisierten Peptid verbunden. Eine Schematische Darstellung eines Linkermoleküls des Aufbaus A-E-L-R ist in Figur 3 gezeigt. In einer Ausführungsform ist A ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus

wobei R3 gleich oder unterschiedlich ist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, OH, C1 bis C10 Alkyl (vorzugsweise C1 bis C5 Alkyl), C3 bis C6 Aryl (vorzugsweise C5 bis C6 Aryl), C2 bis C10 Alkenyl (vorzugsweise C2 bis C5 Alkenyl), C2 bis C10 Alkinyl (vorzugsweise C2 bis C5 Alkinyl), C1 bis C10 Alkylether (vorzugsweise C1 bis C5 Alkylether), Arylether, Alkylamid, Arylamid, Alkylcarbamat, Alkylester, Arylester, Sulfonsäure, Alkylsulfonsäureester, Arylsulfonsäureester, Halogenid (vorzugsweise F, Cl, Br oder I), NO2 und NH2 R1 und R2 gleich oder unterschiedlich sind und ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus H oder einer Schutzgruppe, wobei die Schutzgruppe ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend DVT <HUKPYZNHUKZM #<><$% 6HO[ZMPYZNHUKZM #6><$% #+&<HUKPYZHUKPYZ$NHUKZM #<9<$% f& (Trimethylsilyl)ethoxymethyl (SEM), Methylthiomethyl (MTM), Ether (Ac2O), Azidomethyl Ether, Allyl Ether, Prenyl Ether, Alkylether, Benzylether, Silylether (vorzugsweiseTrimethylsilylether (TMS), Triisopropylsilylether (TiPS), tert-Butyldimethylsilyl ether (TBDMS), tert-
Butyldiphenylsilylether (TBDPS) oder Triphenylsilylether (TPS)) und Acetal oder benachbarte OR1 und OR2 ein cyclisches Acetal bilden, k = 1-6, r=1-20, wobei der bei n=1-6 gebildete Ring Cycloalkyl, Cycloalken, Cycloalkin oder Aryl ist, optional eines oder mehrere Heteroatome ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus N, O oder S umfasst, und optional mit einem oder mehreren R3 subsituiert ist, und R5 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, und R7C=O, wobei R7 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus C1 bis C10 Alkyl (vorzugsweise C1 bis C5 Alkyl),

. In einer Ausführungsform ist R3 gleich oder unterschiedlich, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, OH, C1 bis C5 Alkyl, C5 bis C6 Aryl, C2 bis C5 Alkenyl, C2 bis C5 Alkinyl, C1 bis C5 Alkylether, Arylether, Alkylamid, Arylamid, Alkylcarbamat, Alkylester, Arylester, Sulfonsäure, Alkylsulfonsäureester, Arylsulfonsäureester, F, Cl, Br, I, NO
2 und NH
2. In einer Ausführungsform ist A ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
und , wobei R3 gleich oder unterschiedlich ist, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, OH, C1 bis C10 Alkyl (vorzugsweise C1 bis C5 Alkyl), C3 bis C6 Aryl (vorzugsweise C5 bis C6 Aryl), C2 bis C10 Alkenyl (vorzugsweise C2 bis C5 Alkenyl), C2 bis C10 Alkinyl (vorzugsweise C2 bis C5 Alkinyl), C1 bis C10 Alkylether (vorzugsweise C1 bis C5 Alkylether), Arylether, Alkylamid, Arylamid, Alkylcarbamat, Alkylester, Arylester, Sulfonsäure, Alkylsulfonsäureester, Arylsulfonsäureester, Halogenid (vorzugsweise F, Cl, Br oder I), NO2 und NH2, und
R1 und R2 gleich oder unterschiedlich sind und ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus H oder einer Schutzgruppe, wobei die Schutzgruppe ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend DVT <HUKPYZNHUKZM #<><$% 6HO[ZMPYZNHUKZM #6><$% #+&<HUKPYZHUKPYZ$NHUKZM #<9<$% f& (Trimethylsilyl)ethoxymethyl (SEM), Methylthiomethyl (MTM), Ether (Ac
2O), Azidomethyl Ether, Allyl Ether, Prenyl Ether, Alkylether, Benzylether, Silylether (vorzugsweise TMS, TiPS, TBDMS, TBDPS oder TPS) und Acetal oder benachbarte OR1 und OR2 ein cyclisches Acetal bilden, In einer Ausführungsform ist A
In einer Ausführungsform ist A
In einer Ausführungsform ist R4 ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus
und , wobei a=0-5, b= 1-5, c=1-5, d=1-5, e=1-5, f=0-1, g = 0-1, R8 gleich oder unterschiedlich ist und ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H und C1 bis C3 Alkyl (vorzugsweise CH
3), X8 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus O und S, X2 und B gleich oder unterschiedlich sind und ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus H, OH und C1 bis C6 Alkyl (vorzugsweise C1 bis C4 Alkyl), Y ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus CH
3 und CHOH, X3 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H und C1 bis C3 Alkyl (vorzugsweise CH
3), In einer Ausführungsform ist R3 gleich oder unterschiedlich, ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus H, C1 bis C5 Alkyl, C5 bis C6 Aryl, C2 bis C5 Alkenyl, C2 bis C5 Alkinyl, C1 bis C5 Alkylether, Arylether, Alkylamid, Arylamid, Alkylcarbamat, Alkylester, Arylester, Sulfonsäure, Alkylsulfonsäureester, Arylsulfonsäureester, F, Cl, Br, I, NO
2, NH
2, OR1 und OR2, wobei R1 und R2 gleich oder unterschiedlich sind und ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus H oder einer Schutzgruppe, wobei die Schutzgruppe ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus <HUKPYZNHUKZM #<><$% 6HO[ZMPYZNHUKZM #6><$% #+&<HUKPYZHUKPYZ$NHUKZM #<9<$% f& (Trimethylsilyl)ethoxymethyl (SEM), Methylthiomethyl (MTM), Ester, Azidomethyl Ether, Allyl Ether, Prenyl Ether, Alkylether, Benzylether, Silylether und Acetal oder benachbarte OR1 und OR2 ein cyclisches Acetal bilden, X4 ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus H, C1 bis C3 Alkyl, Aryl, Alkylsulfonsäure, Arylsulfonsäure, und X5, X6 und X7 gleich oder unterschiedlich sind und ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus C und N. In einer Ausführungsform umfasst der Linker eine Affinitätsgruppe A, vorzugsweise eine Affinitätsgruppe A gemäß einer der Strukturen 1 oder 2.
wobei wenn die Affinitätsgruppe A ungeschützt ist und vorzugsweise mit der Aufreinigungs- Festphase reagiert R
1 = R
2 = H, wobei R
1 in der Synthese des Linkers vorzugsweise eine Schutzgruppe, beispielsweise eine cyclische Acetal-Schutzgruppe wie Acetonid (R
1 = R
2 = C(CH
3)
2) oder eine individuelle Schutzgruppen wie ein Ether ist, und R
3 = elektronenziehender (beispielsweise NO
2, SO
3H) oder elektronenschiebender (beispielsweise OMe) Substituent. R
1 kann zudem ohne Einschränkung eine Schutzgruppe ausgewählt aus der Gruppe <HUKPYZNHUKZM #<><$% 6HO[ZMPYZNHUKZM #6><$% #+&<HUKPYZHUKPYZ$NHUKZM #<9<$% f& (Trimethylsilyl)ethoxymethyl (SEM), Methylthiomethyl (MTM) Ether (Ac2O, Me3SiCl Abspaltung), Azidomethyl Ether (reduktive Abspaltung), Allyl Ether, Prenyl Ether, diverse Alkylether, Benzylether und Acetale wie Acetonide, Cyclohexyliden, Diphenylmethylen, Ceof (Cyclisches Ethylorthoformat) sein. In einer Ausführungsform umfasst der Linker optional einen Verstärker E, vorzugsweise einen Verstärker E gemäß einer der Strukturen 3 oder 4
wobei R
4 = eine basische Aminosäure ist, vorzugsweise (CH
2)
4NHBoc (Lysin) oder (CH
2)
3NHCNNH
2 (Arginin). In einer Ausführungsform umfasst der Linker eine Verknüpfung L, vorzugsweise eine Verknüpfung L gemäß einer der Strukturen 5 oder 6
5
6 wobei n = 1-10. Beispielsweise kann hier die in den Beispielen offenbarte Verbindung 3 mit n = 6 genannt werden. In einer Ausführungsform ist L
, wobei j=0-24, vorzugsweise j=1-15, besonders vorzugsweise j=1-10.
In einer Ausführungsform ist L
, wobei j=0-24, vorzugsweise j=1-15, besonders vorzugsweise j=1-10. In einer Ausführungsform umfasst der Linker eine Spaltgruppe R, vorzugsweise eine Spaltgruppe R gemäß der Struktur 7
wobei X = Z = NMe, CH
2, und Y = CO, CMe
2. In einer bevorzugten Ausführungsform ist X = Z = NMe und Y = CO. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Spaltgruppe R 1,3-Dimethyl-5-acylbarbitursäure (DAB). In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist X = Z = CH
2 und Y = CMe
2. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Spaltgruppe R (4,4-Dimethyl-2,6-dioxocyclohexyliden)alkyl (Dda). In einer Ausführungsform hat der Linker die folgende chemische Struktur, wobei die Spaltgruppe R DAB ist:
In einer Ausführungsform hat der Linker die folgende chemische Struktur, wobei die Spaltgruppe R Dda ist:
In einer Ausführungsform ist das Linkermolekül ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus

und .
In Bezug auf die hier beschriebenen chemischen Verbindungen bezieht sich der Begriff "Alkyl" auf eine verzweigte oder unverzweigte gesättigte Kohlenwasserstoffgruppe mit vorzugsweise 1 bis 10 Kohlenstoffatomen, wie z. B. Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, sec-Butyl, Pentyl und dergleichen. Bevorzugte Alkylgruppen haben 1-10 Kohlenstoffatome, vorzugsweise 1- 5 oder 1-3, 2 oder 1 Kohlenstoffatome. Eine oder mehrere der hier beschriebenen Alkylgruppen können "substituierte Alkylgruppen" sein, bei denen ein oder mehrere Wasserstoffatome durch einen Substituenten wie Halogen, Cycloalkyl, Alkoxy, Hydroxyl, Aryl oder Carboxyl substituiert sind. Der Begriff "Heteroalkyl" bezieht sich auf eine verzweigte oder unverzweigte gesättigte Alkylgruppe, in der ein oder mehrere Kohlenstoffatome durch Heteroatome wie Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ersetzt sind, wobei die Heteroatome auch oxidiert sein können, zum Beispiel N=O, S=O, SO
2. Eine oder mehrere der hier beschriebenen Heteroalkylgruppen können "substituierte Heteroalkylgruppen" sein, bei denen ein oder mehrere Wasserstoffatome durch einen Substituenten wie Halogen, Cycloalkyl, Alkoxy, Hydroxyl, Aryl oder Carboxyl substituiert sind. Der Begriff "Cycloalkyl" bezieht sich auf eine Konfiguration, die sich von einem Cycloalkan durch Entfernung eines Wasserstoffatoms ableitet, wodurch vorzugsweise Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl oder Cycloheptyl oder Ähnliches gebildet wird. Eine oder mehrere der hier beschriebenen Cycloalkylgruppen können "substituierte Cycloalkyle" sein, bei denen ein oder mehrere Wasserstoffatome mit einem Substituenten wie Halogen, Cycloalkyl, Alkoxy, Hydroxyl, Aryl oder Carboxyl substituiert sind. Der Begriff "Alkoxy" bezieht sich auf eine geradkettige, verzweigte oder zyklische Kohlenwasserstoffkonfiguration und deren Kombinationen, die vorzugsweise 1-7 Kohlenstoffatome, noch bevorzugter 1-6, 1-5, 1-4 oder 1-3 Kohlenstoffatome enthalten, die ein Sauerstoffatom an der Bindungsstelle (wie O-Alkyl) einschließen. Ein Beispiel für eine "Alkoxygruppe" wird durch die Formel -OR oder -ROR (wie -CH2OR) dargestellt, wobei R eine Alkylgruppe, gegebenenfalls substituiert mit Halogen, Aryl (auch als Aryloxy bezeichnet), Cycloalkyl oder halogeniertes Alkyl sein kann. Geeignete Alkoxygruppen sind Methoxy, Ethoxy, n-Propoxy, i-Propoxy, n-Butoxy, i-Butoxy, sec-Butoxy, Cyclohexyloxy und ähnliche. Der Begriff "Aryl" bezieht sich auf jede aromatische Gruppe auf Kohlenstoffbasis, einschließlich, aber nicht beschränkt auf Benzol, Naphthalin und dergleichen. Der Begriff "aromatisch" schließt auch eine "Heteroaryl" Gruppe ein, die als eine aromatische Gruppe definiert ist, die mindestens ein Heteroatom im Ring der aromatischen Gruppe enthält. Beispiele für Heteroatome sind unter anderem Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel. Die Arylgruppe kann mit einer oder mehreren Gruppen substituiert sein, einschließlich, aber nicht beschränkt auf, Alkyl, Aryl, Halogen, Nitro, Hydroxy, Carbonsäure oder Alkoxy, oder die Arylgruppe kann unsubstituiert sein. Unter dem Begriff "Heterocyclus" versteht man gesättigte (Heterocycloalkyl), teilweise ungesättigte (Heterocycloalkenyl) oder ungesättigte (Heteroaryl) Kohlenwasserstoffringe mit 3 bis 15 Kohlenstoffatomen in einem mono- oder bicyclischen, kondensierten, verbrückten oder spirocyclischen Ring, in dem 1 bis 5 Kohlenstoffatome der 3 bis 15 Ringkohlenstoffatome durch Heteroatome wie Stickstoff, Sauerstoff oder Schwefel ersetzt sind, wobei die Heteroatome auch
oxidiert sein können, zum Beispiel N=O, S=O, SO2. Nicht einschränkende Beispiele für Heterocyclen sind Acridinyl, Azaindol (1H-Pyrrolopyridinyl), Azabenzimidazolyl, Azaspirodecanyl, Azepinyl, Azetidinyl, Aziridinyl, Benzimidazolyl, Benzofuranyl, Dihydrobenzofuranyl, Benzothiofuranyl, Benzothiophenyl, Benzoxazolyl, Benzthiazolyl, Benztriazolyl, Benztetrazolyl, Benzisoxazolyl, Benzisothiazolyl, Carbazolyl, 4aH-Carbazolyl, Carbolinyl, Chroma-nyl, Chromenyl, Cinnolinyl, Decahydrochinolinyl, 4,5-Dihydrooxazolinyl, Dioxazolyl, Dioxazinyl, 1,3- Dioxolanyl, 1,3-Dioxolenyl, 3,3-Dioxo[1,3,4]oxathiazinyl, 6H-1,5,2-Dithiazinyl, Dihydrofuro[2,3-b]- tetrahydrofuranyl, Furanyl, Furazanyl, Imidazolidinyl, Imidazolinyl, Imidazolyl, 1H-Indazolyl, In- Dolinyl, Indolizinyl, Indolyl, 3H-Indolyl, Isobenzofuranyl, Isochromanyl, Isoindazolyl, Isoindolinyl, Isoindolyl, Isochinolinyl (Benzimidazolyl), Isothiazolyl, Isothiazolidinyl, Isothiazolinyl, Isoxazolyl, Isoxazolinyl, Isoxazolidinyl, 2-Isoxazolinyl, Ketopiperazinyl, Morpholinyl, Naphthyridinyl, Octahy- Droisochinolinyl, Oxadiazolyl, 1,2,3-Oxadiazolyl, 1,2, 4-Oxadiazolyl, 1,2,5-Oxadiazolyl, 1,3,4- Oxadiazolyl, 1,2-Oxa-thiepanyl, 1,2-Oxathiolanyl, 1,4-Oxazepanyl, 1,4-Oxazepinyl, 1,2-Oxazinyl, 1,3-Oxazinyl, 1,4-Oxazinyl, Oxazolidinyl, Oxazolinyl, Oxazolyl, Oxetanyl, Oxocanyl, Phenanthridinyl, Phenanthrolinyl, Phenazinyl, Phenothiazinyl, Phenoxathiinyl, Phenoxazinyl, Phthalazinyl, Piperazi-nyl, Piperidinyl, Pteridinyl, Purinyl, Pyranyl, Pyrazinyl, Pyrazolidinyl, Pyrazolinyl, Pyrazolyl, Pyridazinyl, Pyridooxazolyl, Pyridoimidazolyl, Pyridothiazolyl, Pyridinyl, Pyridyl, Pyrimidinyl, Pyrrolidinyl, Pyrrolidinonyl, Pyrrolinyl, 2H-Pyrrolyl, Pyrrolyl, Chinazolinyl, Chinolinyl, 4H-Chinolizinyl, Chinoxalinyl, Chinuclidinyl, Tetrahydrofuranyl, Tetrahydroisochinolinyl, Tetrahydrochinolinyl, Tetrahydrofuranyl, Tetrahydropyranyl, Tetrahydropyridinyl, Tetrahydrothiophenyl, Tetrazinyl, Tetrazolyl, 6H-1,2,5-Thiadiazinyl, 1,2,3-Thiadiazolyl, 1,2,4- Thiadiazolyl, 1,2,5-Thiadiazolyl, 1,3,4-Thiadiazolyl, Thianthrenyl, 1,2-Thiazinyl, 1,3-Thiazinyl, 1,4- Thiazinyl, 1,3-Thiazolyl, Thiazolyl, Thiazolidinyl, Thiazolinyl, Thienyl, Thietanyl, Thienothiazolyl, Thienooxazolyl, Thienoimidazolyl, Thiomorpholinyl, Thio-phenolyl, Thiophenyl, Thiopyranyl, 1,2,3- Triazinyl, 1,2,4-Triazinyl, 1,3,5-Triazinyl, 1,2,3-Triazolyl, 1,2,3-Triazolyl, 1,2,4-Triazolyl, 1,2,5- Triazolyl, 1,3,4-Triazolyl und Xanthenyl. Der Begriff "Amin" bezieht sich auf eine Gruppe der Formel -NRR', wobei R und R' unabhängig voneinander Wasserstoff oder eine Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Aryl-, Aralkyl-, Cycloalkyl-, halogenierte Alkyl- oder Heterocycloalkylgruppe wie oben beschrieben sein können. Der Begriff "primäres Amin" bezieht sich auf eine Gruppe der Formel -NH
2. Der Begriff sekundäres Amin bezieht sich auf eine Gruppe der Formel -NRH, wobei R eine oben beschriebene Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Aryl-, Aralkyl-, Cycloalkyl-, halogenierte Alkyl- oder Heterocycloalkylgruppe sein kann. Der Begriff sekundäres Amin bezieht sich auf eine Gruppe der Formel -NRR', in der R und R' unabhängig voneinander eine Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Aryl-, Aralkyl-, Cycloalkyl-, halogenierte Alkyl- oder Heterocycloalkylgruppe, wie oben beschrieben, sein können. Der Begriff "Amid" oder "Amido" wird durch die Formel -C(O)NRR' dargestellt, wobei R und R' unabhängig voneinander ein Wasserstoffatom, eine Alkyl-, Alkenyl-, Alkinyl-, Aryl-, Aralkyl-, Cycloalkyl-, halogenierte Alkyl- oder Heterocycloalkylgruppe wie oben beschrieben sein können. Eine geeignete Amidogruppe ist Acetamido. Ein „Peptid“, auch „Polyamid“ oder „Oligoamid“ genannt, im Sinne der vorliegenden Erfindung ist eine chemische Verbindung, die aus zwei oder mehr Aminosäuren besteht, welche durch Peptidbindungen, auch Amidbindungen genannt kovalent miteinander verbunden sind.
Peptidbindungen entstehen durch eine Kondensationsreaktion, bei der die Carboxylgruppe einer Aminosäure mit der Aminogruppe einer anderen Aminosäure reagiert, wobei ein Molekül Wasser abgespalten wird. Peptide können in Oligopeptide, die typischerweise weniger als 20 Aminosäuren umfassen (beispielsweise aus 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18 und 19 Aminosäuren), Polypeptide, die 20 bis 50 Aminosäuren umfassen (beispielsweise aus 20, 25, 30, 35, 40, 45 oder 50 Aminosäuren), und Proteine, die mehr als 50 Aminosäuren umfassen, unterteilt werden. Proteine können aus einem oder mehreren Polypeptiden zusammengesetzt sein. In einer Ausführungsform können Peptide mit der Methode der vorliegenden Erfindung aufgereinigt werden. In einer Ausführungsform können Oligopeptide, Polypeptide und/oder Proteine mittels der Methode der vorliegenden Erfindung aufgereinigt werden. "Carbonyl" bezieht sich auf eine Gruppe der Formel -C=O. Carbonyl-haltige Gruppen umfassen jeden Substituenten, der eine Kohlenstoff-Sauerstoff-Doppelbindung (C=O) enthält, einschließlich Acylgruppen, Amide, Carboxygruppen, Ester, Harnstoffe, Carbamate, Carbamatester, Carbonate, Carboxamide, Imide und Ketone und Aldehyde, wie Substituenten auf der Basis von -COR oder - RCHO, wobei R ein aliphatischer, heteroaliphatischer Rest, ein Alkyl- oder Heteroalkylrest, eine Hydroxylgruppe oder ein sekundäres, tertiäres oder quaternäres Amin, eine Phenylgruppe, eine substituierte Phenylgruppe (z.B. substituiert mit Halogen, C1-C3-Alkyl, Alkoxy, Amin), eine Carboxylgruppe, eine Alkoxycarbonylgruppe, eine Amingruppe oder eine Arylgruppe ist. Der Begriff "Alkylamino" bezieht sich auf Alkylgruppen wie oben definiert, bei denen mindestens ein Wasserstoffatom durch eine Aminogruppe ersetzt ist. Der Begriff "Carboxyl" bezieht sich auf einen -COOH-Rest. Substituiertes Carboxyl bezieht sich auf -COOR, wobei R aliphatisch, heteroaliphatisch, Alkyl, Heteroalkyl oder eine Carbonsäure oder ein Carbonsäureester ist. Der Begriff "Carboxylester" bezieht sich auf -COOR, wobei R für Alkyl steht. Der Begriff "Hydroxyl" wird durch die Formel -OH dargestellt. Der Begriff "Hydroxyalkyl" bezieht sich auf eine Alkylgruppe, bei der mindestens ein Wasserstoffatom durch eine Hydroxylgruppe substituiert ist. Der Begriff "Aralkyl" oder "Alkylaryl" bezieht sich auf eine Arylgruppe mit einer Alkylgruppe, wie oben definiert, die an die Arylgruppe, wie oben definiert, gebunden ist. Ein Beispiel für eine Aralkylgruppe ist eine Benzylgruppe. Optional substituierte Gruppen, wie "optional substituiertes Alkyl", beziehen sich auf Gruppen, wie eine Alkylgruppe, die, wenn sie substituiert sind, 1-5 Substituenten, typischerweise 1, 2 oder 3 Substituenten, aufweisen. Diese möglichen fakultativen Substituenten gelten für jede Gruppe der hier offengelegten Formel, in der ein fakultativer Substituent angegeben ist. Bevorzugte optionale Substituenten sind beispielsweise die für R3 definierten Substituenten. Der Begriff "Carboxamid" wird durch die Formel -C(O)-N(R)-R dargestellt. Der Begriff "primäres, sekundäres oder tertiäres Amin" wird durch die Formel -N(R)-R dargestellt. Der Begriff "Carbamat" wird durch die Formel -NR-C(O)-O-R dargestellt.
Der Begriff "Imid" wird durch die Formel -C(O)-N(R)-C(O)-R' dargestellt. Der Begriff "Sulfid" wird durch die Formel -S-R wiedergegeben. Der Begriff "Sulfinyl" wird durch die Formel -S(O)R dargestellt. Der Begriff "Sulfonyl" wird durch die Formel -SO
2R dargestellt. Der Begriff "Sulfino" wird durch die Formel -SO
2H dargestellt. Der Begriff "Sulfo" oder Sulfonsäure“ wird durch die Formel -SO
3H dargestellt. Der Begriff „Sulfonsäureester“ wird durch die Formel -SO
3R dargestellt, wobei R vorzugsweise Alkyl oder Aryl ist. Für die obigen Definitionen sind R, R' vorzugsweise unabhängig voneinander aus der Gruppe von H, Alkyl, Aryl oder gemäß einer der oben beschriebenen Ausführungsformen ausgewählt. Die Gruppen R, R' umfassen auch die Möglichkeit, dass eine beliebige Gruppe an R oder R‘ angehängt wird. Der Begriff "Nitro" bezieht sich auf eine NO
2-Gruppe. Der Begriff "3- bis 6-gliedrige Cycloalkyl- oder Arylringstruktur" bezieht sich auf eine Konfiguration, die eine 3-, 4-, 5- oder 6-gliedrige cyclische, gegebenenfalls aromatische Ringstruktur umfasst, die gegebenenfalls ein oder mehrere Heteroatome, wie ein oder mehrere N, O und/oder S, umfasst. Der Begriff "bicyclische Gruppe" bezieht sich auf eine Konfiguration, die zwei 3- bis 6-gliedrige cyclische, optional aromatische Ringstrukturen umfasst, die optional ein oder mehrere Heteroatome wie eines oder mehrere von N, O und/oder S enthalten, wobei die beiden Ringstrukturen durch zwei ihrer benachbarten Atome aneinander gebunden sind. Geschützte Derivate der offengelegten Verbindung kommen ebenfalls in Betracht, zum Beispiel zur Verwendung bei der Synthese der offengelegten Verbindungen. Eine Vielzahl geeigneter Schutzgruppen zur Verwendung mit den offengelegten Verbindungen ist in Greene und Wuts Protective Groups in Organic Synthesis; 3rd Ed.; John Wiley & Sons, New York, 1999 offengelegt und in verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung genannt. Im Allgemeinen werden die Schutzgruppen unter Bedingungen entfernt, die den verbleibenden Teil des Moleküls nicht beeinträchtigen. Diese Methoden sind in der Technik wohlbekannt und umfassen Säurehydrolyse, Hydrogenolyse und dergleichen. Mögliche Methoden für die Entfernung von Schutzgruppen sind zudem in verschiedenen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung und in den Beispielen ausgeführt. Weitere Schutzgruppen im Sinne der vorliegenden Erfidnung umfassen beispielsweise ohne Einschränkung tert-Butyloxycarbonyl (Boc) und Fluorenylmethoxycarbonyl (Fmoc). Die Entfernung der Schutzgruppen wird auch als „Entschützung“ bezeichnet und das Molekül nach der Entfernung als „entschütztes Molekül“ bezeichnet. Besondere Beispiele für die derzeit offenbarten Verbindungen enthalten einen oder mehrere asymmetrische Center; daher können diese Verbindungen in verschiedenen stereoisomeren Formen vorliegen. Dementsprechend können die Verbindungen und Zusammensetzungen als
einzelne reine Enantiomere oder als Stereoisomerengemische, einschließlich racemischer Gemische, bereitgestellt werden. Doppelbindungen, welche in den erfindungsgemäßen Molekülen vorliegen, können in einer cis- bzw. (Z)-Anordnung oder einer trans- bzw. (E)-Anordnung vorliegen. Bei einer cis- bzw. (Z)- Anordnung befinden sich beide Substituenten auf der gleichen Seite der Referenzebene der Doppelbindung. Bei einer trans- bzw. (E)-Anordnung befinden sich beide Substituenten der Doppelbindung auf entgegengesetzten Seiten der Referenzebene der Doppelbindung. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch in verschiedenen polymorphen Formen vorliegen, z. B. als amorphe und kristalline polymorphe Formen. Alle polymorphen Formen der erfindungsgemäßen Verbindungen gehören in den Rahmen der Erfindung und sind ein weiterer Aspekt der Erfindung. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können auch in verschiedenen tautomeren Formen vorliegen, insbesondere können die Verbindungen in den verschiedenen Formen der Keto-Enol-Tautomerie (Keto-Form und Enol-Form) vorliegen. Die erfindungsgemäße Verbindung kann auch Deuterium als Ersatz für Wasserstoff enthalten. Es versteht sich, dass Substituenten und Substitutionsmuster der hierin beschriebenen Verbindungen von einem gewöhnlichen Fachmann ausgewählt werden können, um Verbindungen bereitzustellen, die chemisch stabil sind und die leicht durch in der Technik bekannte Techniken und weiter durch die in dieser Offenbarung dargelegten Methoden synthetisiert werden können. In einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Aufreinigung eines Peptids, umfassend a. Herstellung eines Linker-Peptid-Konstruktes, umfassend ein Linkermolekül gemäß der vorliegenden Erfindung und das Peptid, wobei das Peptid an einer Synthese Festphase gebunden ist und das Linkermolekül durch die Gruppe R kovalent an das Peptid gebunden ist, b. Abtrennung des Linker-Peptid-Konstruktes von der Synthese-Festphase, c. Bindung des Linker-Peptid-Konstruktes über die Gruppe A des Linkermoleküls an eine Aufreinigungs-Festphase, d. einen oder mehrere Waschschritte, und e. Freisetzung des Peptids aus dem Linker-Peptid-Konstrukt durch Spaltung der Gruppe R des Linkermoleküls. In einer Ausführungsform ist das Peptid kovalent an die Synthese-Festphase gebunden. In einer Ausführungsform umfasst die Gruppe A des Linkermoleküls eine oder mehrere Schutzgruppen. In einer Ausführungsform umfasst das Verfahren zusätzlich die Abspaltung der einen oder mehreren Schutzgruppen der Gruppe A bei oder nach der Abtrennung des Linker-Peptid- Konstruktes von der Synthese-Festphase, vorzugsweise durch die Zugabe von Trifluoressigsäure (TFA). Die Abtrennung der Schutzgruppe, auch „Entschützung“ genannt kann auch durch Zugabe anderer Reagenzien erfolgen. Das Reagenz wird entsprechend der Schutzgruppe
ausgewählt. Ein Fachmann ist in der Lage abhängig von der Schutzgruppe, beispielsweise für die in den Ausführungsformen dieser Erfindung genannten Schutzgruppen; ein geeignetes Reagenz für die Abtrennung dieser Schutzgruppen auszuwählen. In einer Ausführungsform wird das Linker-Peptid-Konstrukt durch Zugabe von Reagenz K (TFA/H2O/Thioanisol/Phenol/EDT in einem Volumenverhältnis von 82.5:5:5:5:2.5) freigesetzt (Teilschritt b.). In einer Ausführungsform wird das Peptid aus dem Linker-Peptid-Konstrukt durch Zugabe eines Nucleophils freigesetzt (Teilschritt e.). Nucleophile für die Freisetzung des Peptids aus dem Linker-Peptid-Konstrukt im Sinne der vorliegenden Erfindung umfassen ohne Einschränkung Hydrazin, Hydroxylamin, Aminoalkohole wie beispielsweise Ethanol-2-amin und Diamine wie beispielsweise 1,2-Ethylendiamin. In einer Ausführungsform wir das Peptid aus dem Linker-Peptid-Konstrukt durch Zugabe eines Nucleophils freigesetzt (Teilschritt e.), vorzugsweise durch Zugabe von Hydrazin, Hydroxylamin, eines Diamins oder eines Aminoalkohols. In einer Ausführungsform wird das Peptid aus dem Linker-Peptid-Konstrukt durch Zugabe von Hydrazin freigesetzt. In einer Ausführungsform wird das Peptid aus dem Linker-Peptid-Konstrukt durch Zugabe von Hydroxylamin freigesetzt. In einer Ausführungsform wird das Peptid aus dem Linker-Peptid-Konstrukt durch Zugabe von Hydrazin und/oder Hydroxylamin freigesetzt. Der Begriff „Freisetzung“ bezieht sich hierbei auf die Spaltung der Gruppe R des Linkermoleküls, also die Spaltung einer kovalenten Bindung zwischen dem Linkermolekül und dem Peptid. Das Aufreinigungsverfahren der vorliegenden Erfindung umfasst vorzugsweise mehrere Teilschritte: a) Befestigung eines Linkermoleküls an einem Festphase-synthetisierten Peptid (Linker-Peptid-Konstrukt) b) Abspaltung des Linker-Peptid-Konstrukts von der Synthese-Festphase und gleichzeitige Abspaltung (Entschützung) der Affinitätsgruppe des Linkers c) Binden des Linker-Peptid-Konstrukts an eine Aufreinigungs-Festphase d) einen oder mehrere Waschschritte zur Entfernung von Verunreinigungen, insb. Abbruchsequenzen des Zielpeptids e) Spalten der Spaltgruppe und rückstandslose Freisetzung des Zielpeptids f) optional Recycling der Metalloxidphase zur Wiederverwertung als Aufreinigungs- Festphase. In einer Ausführungsform werden die unlöslichen Metalloxide der Metalloxidphase (Affinitäts- Festphase) wiederholt mit 3 bis 6M HCl gewaschen, beispielsweise 3, 3.5, 4, 4.5, 5, 5.5 oder 6 M HCl, bis in der Waschlösung keine Rückstände von Peptiden oder Linker-Spaltprodukten mehr zu finden sind. In einer Ausführungsform wird das Metalloxid mit Wasser und Wasser/MeCN (1:1) neutralisiert und getrocknet, bevor es erneut eingesetzt werden kann. In einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung und Aufreinigung eines Peptids, umfassend
a. Herstellung eines Linker-Peptid-Konstruktes, umfassend einen Linker und ein Peptid, wobei der Linker eine Affinitätsgruppe A und eine Spaltgruppe R umfasst und über die Spaltgruppe R kovalent an das Peptid gebunden wird und das Peptid an einer Synthese-Festphase synthetisiert wurde und an die Synthese-Festphase gebunden ist, b. Abspaltung des Linker-Peptid-Konstruktes von der Synthese-Festphase, c. Bindung des Linker-Peptid-Konstruktes über die Affinitätsgruppe A des Linkers an eine Aufreinigungs-Festphase, d. einen oder mehrere Waschschritte zur Entfernung von Verunreinigungen aus dem Linker-Peptid-Konstrukt, und e. Freisetzung des Peptids aus dem Linker-Peptid-Konstrukt durch Spaltung der Spaltgruppe R des Linkers und Abtrennung des Linkers vom Peptid. In einer Ausführungsform umfasst die Herstellung des Linker-Peptid-Konstruktes die Zugabe des Linkermoleküls zu dem Peptid. In einer Ausführungsform umfasst Herstellung des Linker-Peptid-Konstruktes die Zugabe eines Linkermolekül-Vorläufers, wobei der Linker-Peptidvorläufer die Gruppen R und L des Linkermoleküls umfasst und die Gruppe L eine oder mehrere Schutzgruppen umfasst. In einer Ausführungsform umfasst die Herstellung des Linker-Peptid-Konstruktes zusätzlich die Abspaltung der einen oder mehreren Schutzgruppen der Gruppe R des Linkermolekül-Vorläufers und Anbindung der Gruppe A, optimal der Gruppe A-E an die Gruppe R des Linkermolekül- Vorläufers. Der Begriff „Linkermolekül-Vorläufer“ oder „Linker-Voläufer“ bezieht sich dabei auf einen Teil des Linkermolküls der vorliegenden Erfindung, vorzugsweise auf ein Molekül welches die Gruppen L und R, nicht jedoch die Gruppen A und E umfasst. Der Linkermolekül-Vorläufer kann durch Zugabe entsprechender Reagenzien um die Gruppen A und optional E verlängert werden, um so ein Linkermolekül entsprechend der vorliegenden Erfindung gemäß der Formel A-E-L-R oder A- L-R zu erhalten. Der Begriff „verlängern“ bezieht sich dabei auf die kovalente Anbindung der Gruppen A bzw. A-E an die Gruppe L des Linkemolekül-Vorläufers. Der Begriff „Linker-Peptid-Konstrukt“ oder „Peptid-Linker-Konstrukt“ im Sinne der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf ein Molekül umfassend ein Linkermolekül gemäß der vorliegenden Erfindung und ein Peptid, wobei das Linkermolekül durch die Gruppe R kovalent an das Peptid gebunden ist. In einer Ausführungsform kann die Aufreinigungs-Festphase, beispielsweise eine Metalloxidphase, wiederverwertet werden und erneut als Aufreinigungs-Festphase verwendet werden. In einer Ausführungsform wird das Linker-Peptid-Konstrukt durch Bindung des Linkers an das Peptid hergestellt. In einer Ausführungsform wird das Linker-Peptid-Konstrukt durch Bindung des Linkers an das Peptid unter basischen Bedingungen hergestellt. In einer Ausführungsform ist die Affinitätsgruppe A vor der Abspaltung des Linker-Peptid- Konstruktes von der Synthese-Festphase durch eine oder mehrere Schutzgruppen geschützt. In einer weiteren Ausführungsform werden die Schutzgruppen der Affinitätsgruppe A bei der
Abspaltung des Linker-Konstruktes von der Affinitätsgruppe A abgespalten. Die Abspaltung der Schutzgruppe kann auch als „Entschützung“ bezeichnet werden. In einer Ausführungsform werden die Schutzgruppen der Affinitätsgruppe A durch die Zugabe von TFA, vorzugsweise 95% TFA abgespalten. In einer Ausführungsform wird Das Linker-Peptid-Konstrukt durch die Zugabe von TFA, vorzugsweise 95% TFA von der Synthese-Festphase abgespalten. Die Entschützung (Abspaltung der Schutzgruppe der Affinitätsgruppe A) und Abspaltung des Linker-Peptid-Konstruktes von der Synthese—Festphase erfolgte mit 95% TFA. In einer Ausführungsform wird das Peptid aus dem Linker-Peptid-Konstrukt durch Zugabe von Hydrazin freigesetzt. In einer Ausführungsform wird die Spaltgruppe R des Linkers durch Zugabe von Hydrazin gespalten und das Peptid aus dem Linker-Peptid-Konstrukt freigesetzt. In einer Ausführungsform umfasst die Bindung des Linker-Peptid-Konstruktes über die Affinitätsgruppe A des Linkers an eine Aufreinigungs-Festphase zusätzlich die Zugabe einer Pufferlösung. In einer Ausführungsform ist die Pufferlösung eine wässrige Pufferlösung umfassend Essigsäure(AcOH), Tris, Phosphat, Imidazol, Piperazin, Glycin, Glycylglycin, Maleat, Malat, Format, Citrat und/oder Succinat. In einer Ausführungsform umfasst die wässrige Pufferlösung zusätzlich eine anorganische Säure, vorzugsweise HCl und/oder eine Base, vorzugsweise ein Alkali-Hydroxid und/oder Erdalkali-Hydroxide. In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Pufferlösung zusätzlich ein organisches Lösungsmittel, vorzugsweise Acetonitril (ACN) und/oder DMSO. In einer Ausführungsform hat die Pufferlösung einen pH-Wert von 3.0 bis 8.0, vorzugsweise von 3.3 bis 7.0, beispielsweise 3.0, 3.3, 3.5, 4.0, 4.5, 5.0, 5.5, 6.0, 6.5, 7.0, 7.5 und 8.0. In einer Ausführungsform umfasst die Pufferlösung eine 0.1M HCl/ACN/DMSO Lösung, vorzugsweise in einem Volumenverhältnis von 1.25:1:0.25. In einer Ausführungsform umfassen die einen oder mehreren Waschschritte die Zugabe einer Waschlösung. In einer Ausführungsform umfasst die Waschlösung eines oder mehrere Lösungsmittel in welchen die Aufreinigungs-Festphase unlöslich ist, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Wasser, Dichlormethan (DCM), Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Ethylacetat, Diethylether, Methyl-tert-butylether, Essigsäure, 2,2,2-Trifluorethanol, Hexafluorisopropanol, Acetonitril (ACN), Tetrahydrofuran (THF), Dioxan, Pyridin, Aceton, Methanol, Ethanol, 1-Propanol, 2-Propanol, 1-Butanol, Phenol, Formamid, N-Butylpyrrolidon (NBP) und N-Methylpyrrolidon (NMP). In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Waschlösung zusätzlich eines oder mehrere Lösungsmittel, in welchem Peptide und insbesondere Peptidverunreinigungen eine hohe Löslichkeit zeigen, vorzugsweise DMSO und/oder DMF. In einer weiteren Ausführungsform umfasst die Waschlösung zusätzlich eine oder mehrere chaotrope Substanzen, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Guanidiniumsalzen, Thiocyanaten, Perchloraten, Iodiden, Butanol, Phenol, Thioharnstoff, Harnstoff, und Ammoniumsulfat. Chaotrope Substanzen unterdrücken vorteilhafterweise unspezifischer Peptidwechselwirkungen und verbessern so die Abtrennung von Peptidverunreinigungen und verbessern somit die Aufreinigung des synthetisierten Peptides. In einer Ausführungsform ist die Waschlösung eine 0.1M HCl/ACN Lösung. In einer Ausführungsform umfassen die einen oder mehreren Waschschritte die Zugabe von HCl/ACN, vorzugsweise 0.1M HCl/ACN.
In einer Ausführungsform umfassen die Verunreinigungen Abbruchsequenzen des Peptids, welche beispielsweise bei der Festphasensynthese entstanden sind. Aufreinigungs-Festphasen gemäß der vorliegenden Erfindung umfassen vorzugsweise Metalloxide, die Catechole als Liganden über Wasserstoffbrücken oder kovalente Bindungen immobilisieren können. Metalloxide mit einer großen spezifischen Oberfläche, welche für eine effiziente Bindung erforderlich ist, lassen sich schnell und kostengünstig herstellen oder sind je nach Art des Metalloxids sogar bereits kommerziell erhältlich. Solche Metalloxide sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus TiO
2, Fe
2O
3, Al
2O
3 und ZrO
2. Da die Oxidoberfläche bereits Alkoholgruppen als Bindungspartner für die Affinitätsbindung trägt, muss vorzugsweise keine weitere Funktionalisierung der Aufreinigungs-Festphase erfolgen. In einer Ausführungsform umfasst die Aufreinigungs-Festphase ein Metalloxid, vorzugsweise ein Metalloxid ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus TiO
2, Fe
2O
3, Al
2O
3, ZrO
2, Fe
3O
4, Silikat und Alumosilikat. In einer Ausführungsform umfasst die Aufreinigungsfestphase ein Metalloxid umfasst, vorzugsweise ein Metalloxid ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus TiO
2, Fe
2O
3, Al
2O
3, ZrO
2, Fe
3O
4, Montmorillonit, Kaolinit und Mullit. Der Begriff „Festphasensynthese“ im Sinne der vorliegenden Erfindung bezieht sich auf eine Methode zur Herstellung von Peptiden, Die Methode zeichnet sich durch ihre Effizienz und die Möglichkeit aus, relativ komplexe Peptide in einem automatisierten Prozess herzustellen. Die Methode umfasst im Wesentlichen die folgenden Schritte: 1) Immobilisierung des ersten Bausteins des Peptids: Der erste Schritt in der Festphasenpeptidsynthese ist die kovalente Anbindung einer Aminosäure an ein festes Trägermaterial auch „Synthese-Festphase“ genannt, Die Aminosäure wird über ihre Carboxylgruppe kovalent an die Synthese-Festphase gebunden, während die Amino-Gruppe der Aminosäure durch eine Schutzgruppe geschützt wird, um eine ungewollte Reaktion zu vermeiden. 2) Schrittweise Kettenverlängerung: Nach der Immobilisierung der ersten Aminosäure werden weitere Aminosäuren schrittweise kovalent an die erste Aminosäure gebunden. Vor jedem Schritt wird die Schutzgruppe der freien Amino-Gruppe der vorhergehenden Aminosäure, welche bereits gebunden ist, entfernt, sodass die nächste Aminosäure über eine Peptidbindung an diese angeknüpft werden kann. Nach der Zugabe einer Aminosäure erfolgt ein Waschschritt, um überschüssige Reagenzien und Nebenprodukte zu entfernen. 3) Abspaltung und Reinigung: Sobald die Peptidkette die gewünschte Länge erreicht hat, wird sie vom festen Trägermaterial abgespalten. Zudem werden üblicherweise die verbliebenen Schutzgruppen entfernt. Für die Festphasensynthese, insbesondere bei der Peptidsynthese, werden verschiedene Synthese-Festphasen“ verwendet. Synthese-Festphasen umfassen beispielsweise ohne Einschränkung Polystyrol-basierte Harze wie Wang-Harz und Rink-Amid-Harz, Polyethylenglykol- basierte (PEG-basierte) Harze wie TentaGel-Harz und ChemMatrix-Harz, Polyacrylamid-basierte Harze wie PAM-Harz oder Kombinationen aus diesen, auch Hybrid-Harze genannt wie beispielswiese Corss-Linked Ethoxylate Acrylate Resin (CLEAR)-Harz.
Die Wahl der Synthese-Festphase hängt von verschiedenen Faktoren ab, einschließlich der spezifischen Anforderungen der Peptidsynthese, wie der Länge und Komplexität des Peptids, der Hydrophobizität und der Notwendigkeit, bestimmte funktionelle Gruppen zu schützen oder zu deaktivieren. Ein Fachmann ist anhand seines Fachwissens in der Lage eine geeignete Synthese-Festphase für die Synthese eines Peptids mittels Festphasensynthese auszuwählen. Die Herstellung der Linker der vorliegenden Erfindung, auch „Affinitätslinker“ genannt lässt sich vorteilhafterweise in wenigen Schritten aus preiswerten Chemikalien mit zufriedenstellenden Gesamtausbeuten realisieren und ist auf den Multigramm-Maßstab skalierbar. Zudem ist der Preis von Metalloxiden gering und aufgrund der hohen Beladung muss nur eine geringe Menge an Material eingesetzt werden. Durch diese Voraussetzungen sind die Kosten für den Einsatz der Methode der vorliegenden Erfindung um ein Vielfaches geringer als bei den Catch & Release- Aufreinigungen im Stand der Technik. Des Weiteren ermöglicht die Methode der vorliegenden Erfindung die Aufreinigung von Peptiden unabhängig von ihren funktionellen Gruppen. Der abgespaltene Linker auch „Spaltreagenz“ genannt kann mittels Verdampfung entfernt werden und verbleibt nicht im Endprodukt. Eine Fällung des Peptids ist damit nicht zwingend notwendig, sodass auch geschützte Peptide aufgereinigt werden können. Die vorliegende Erfindung bezieht sich in einem Aspekt auf ein Kit, welches einen Linker und optional Reagenzien und Lösungsmittel für die Aufreinigung von Peptiden mittels der Methode der vorliegenden Erfindung umfasst. In einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Kit für die Aufreinigung eines Peptids gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens, charakterisiert dadurch, dass das Kit umfasst a. ein Linkermolekül gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, oder b. einen Linkermolekül-Vorläufer umfassend die Gruppen R und L eines Linkermoleküls gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5 und Reagenzien für die kovalente Anbindung der Gruppe A, optimal der Gruppe A-E an die Gruppe R des Linkermolekül-Vorläufers, und c. optional Reagenzien und Lösungsmittel für die Abspaltung von Schutzgruppen der Gruppe A des Linkermoleküls oder der Gruppe R des Linkermolekül- Vorläufers und für die einen oder mehreren Waschritte. In einem Aspekt betrifft die Erfindung die Verwendung des erfindungsgemäßen Linkermoleküls in einem Verfahren gemäß der vorliegenden Erfindung. In einer Ausführungsform wird die Methode der vorliegenden Erfindung vorzugsweise zur Aufreinigung von Peptiden welche mittels Festphasensynthese hergestellt wurden angewendet. In einer weiteren Ausführungsform werden die mittels der Methode der vorliegenden Erfindung aufgereinigten Peptide anschließend mittels chromatographischer Methoden, beispielsweise HPLC, weiter aufgereinigt. Vorteilhafterweise kann die Methode der vorliegenden Erfindung als alleinige Aufreinigungsmethode für mittels Festphasensynthese hergestellte Peptide angewendet werden. Weiterhin kann die Methode der vorliegenden Erfindung auch als erste Reinigung (Vorreinigung) vor einer nachfolgenden Aufreinigung mittels chromatographischer Methoden
(beispielsweise HPLC) angewendet werden und so die Performance dieser chromatographischer Methoden verbessern. Die oben genannten Merkmale und Aspekte in Bezug auf den Linker bzw. das Linkermolekül haben strukturelle und funktionelle Auswirkungen auf die anderen Aspekte der Erfindung, die das Verfahren zur Aufreinigung von Peptiden und das Kit umfassen, so dass der Linker bzw. das Linkermolekül, das Verfahren und das Kit jeweils durch die Merkmale der anderen Aspekte beschrieben oder von diesen abgeleitet werden können. FIGUREN Die Erfindung soll im Folgenden anhand der Abbildungen und Beispiele näher erläutert werden. Die Abbildungen und Beispiele beschränken den Umfang der Erfindung nicht, sondern stellen bevorzugte Ausführungsformen der Aspekte der Erfindung dar, die der Veranschaulichung dienen. Beschreibung der Figuren: Fig.1: Entwickelte Affinitätsaufreinigungen in Reihenfolge ihrer Veröffentlichung (Stand der Technik). Fig.2: Aufreinigungsverfahren des Start-ups Belyntic (Stand der Technik) Fig.3: Schematische Struktur der Linkermoleküle zur Verwendung im Verfahren der vorliegenden Erfindung. Die Spaltgruppe R reagiert mit dem N-Terminus der zu aufreinigenden Peptidsequenz. A: Affinitätsgruppe, E: Verstärker, L: Verknüpfungen, R: Spaltgruppe. Fig.4: Schematischer Ablauf einer Catch & Release-Aufreinigung gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Affinitätsgruppe A des Linkers bindet an die Aufreinigungs-Festphase unter Bildung eines Affinitätspaars. Peptide sind standardmäßig C-terminale Carbonsäuren (R
5 = OH) oder Amide (R
5 = NH
2) nach der Abspaltung von der Synthese-Festphase. Fig.5: Schematische Darstellung der Catch & Release-Aufreinigung gemäß der vorliegenden Erfidung mittels eines Catechol-Dda/DMB-Linkers. Im ersten Schritt wurde der Linker unter basischen Bedingungen mit dem Linker and das am Harz der Synthese-Festphase gebundene Peptid gebunden (Herstellung des Linker-Peptid-Konstruktes). Die Entschützung (Abspaltung der Schutzgruppe der Affinitätsgruppe A) und Abspaltung des Linker-Peptid-Konstruktes von der Synthese—Festphase erfolgte mit 95% TFA und das entschützte Peptid mit freier Catechol- Einheit der Affinitätsgruppe A wurde anschließend für die Aufreinigung zu Aufreinigungs- Festphase gegeben, welche ZrO
2 enthält. Nach 2 h wurde der Überstand entfernt, der Rückstand gewaschen und das and die Aufreinigungs-Festphase gebundene Peptid durch die Zugabe von Hydrazin freigesetzt und eluiert. Fig.6: Synthese des Linkermoleküls NCat-Lys-Dda. Fig.7: Schematischer Ablauf einer Catch & Release-Aufreinigung gemäß der vorliegenden Erfindung. Die Spaltgruppe R des Linkermolekül-Vorläufers, welche eine oder mehrere Schutzgruppen umfasst, bindet an den N-Terminus eines an eine Festphase gebundenen Peptids. Anschließend werden die einen oder mehreren Schutzgruppen des Gruppe R
abgespalten und der Linkermolekül-Vorläufer und die Gruppen A-E verlängert, um so ein Linker- Peptid-Konstrukt zu erhalten. Die Affinitätsgruppe A des Linker-Peptid-Konstrukt bindet an die Aufreinigungs-Festphase unter Bildung eines Affinitätspaars. Anschließend wir das Peptid durch Spaltung der Gruppe R Freigesetzt. Peptide sind standardmäßig C-terminale Carbonsäuren (R
5 = OH) oder Amide (R
5 = NH
2) nach der Abspaltung von der Synthese-Festphase. BEISPIELE Die Erfindung wird anhand der hier offengelegten Beispiele erläutert. Die aufgeführten Beispiele stellen Ausführungsformen der Erfindung dar und schränken den Umfang der Erfindung nicht ein. Die Beispiele sind als nicht einschränkende Veranschaulichung und technische Unterstützung für die Ausführung der Erfindung zu betrachten. Linker -Synthese Die Herstellung der Linker wurde über 6 Stufen, mit einer Gesamtausbeuten von 10% (8, DAB- Linker) und 11% (9, Dda -Linker) realisiert werden. Eine angepasste Syntheseroute führte zu größeren Mengen Linker im Multigramm bis Decagramm-Maßstab. Die synthetisierten Linker haben die folgende Struktur:
Peptidaufreinigung mittels Metalloxid-Affinitätsbindung Für den Aufreinigungsversuch wurde Zirkoniumoxid ZrO
2 als Metalloxid gewählt und das mittels SPPS synthetisierte Peptid H-VTSAPDTRPAPGSTAPPAHG-NH
2 eingesetzt (SEQ ID No.1) (Figur 5). Die Linkermoleküle wurden in einem separaten Ansatz quantitativ an das auf dem Harz der Synthese-Festphase befindliche Peptid gekuppelt (die SPPS des Peptids erfolgte mittel Ac
2O-Capping). Durch die Zugabe von TFA wurde das Peptid anschließend vom Harz der Synthese-Festphase gespalten und im gleichen Schritt wurden alle Schutzgruppen der Affinitätsgruppe A des Linkers entfernt (Figur 5, Schritt 1). Im nächsten Schritt wurde das Gemisch verdampft und der Rückstand in einem Gemisch aus 0.1M HCl/ACN/DMSO (1.25:1:0.25) gelöst und die Lösung auf eine Aufreinigungs-Festphase, welche Zirkoniumoxid enthält gegeben. Nach 1 h Reaktionszeit wurde die Suspension zentrifugiert und der Überstand (Figur 5, Schritt 2) abgenommen. Der zurückgebliebene Feststoff wurde mehrfach mit unterschiedlichen Verhältnissen von 0.1M HCl/ACN gewaschen und die Suspension kräftig gemischt. Nach erneuter Zentrifugation wurde der Überstand an Waschlösung abgenommen (Figur 5, Schritt 3). Für die Abspaltung des Linkers durch Spaltung der Spaltgruppe R und
Freisetzung des Peptides aus dem Linker-Peptid-Konstrukt (Linkerspaltung) wurde der Rückstand mit einer Hydrazin-Lösung versetzt und die Probe 2.5 h gemischt. Die Spaltung erfolgte quantitativ innerhalb von 30 min. Anschließend wurde das ZrO
2 abfiltriert und das Filtrat mit aufgereinigtem Peptid erhalten (Figur 5, Schritt 4). Eine kinetische Untersuchung der Bindung der beiden Linker-Peptid-Varianten (DAB- oder Dda- Linker gebunden an das Peptid) am ZrO
2 der Aufreinigungs-Festphase gab Aufschluss über die Reaktionsgeschwindigkeit. Beide Substanzen waren nach 1 h zwar noch in der Metalloxid- Suspension in Lösung nachweisbar, allerdings verringerte sich deren Konzentration nicht mehr. Die Messung bestätigte, dass nach 1 h die Komplexierung komplett erfolgt ist. Zur Bestimmung exakter Verhältnisse von benötigtem Metalloxid pro µmol Peptid wurde wie folgt gemessen: 400 µL-Aliquote einer Lösung aus hochreinem Linker-Peptid-Konstrukt (Reinheit >95%, 2.5mM) und Imipraminhydrochlorid (1.25mM) als interner Standard in 0.1M HCl/MeCN/DMSO (56:24:20) wurden zu verschiedenen Mengen Metalloxid (TiO
2 und ZrO
2, 2-60 mg) gegeben und 1 h unter Schütteln inkubiert. Anschließend wurden die Suspensionen 1 min bei 15 krpm zentrifugiert und 10 µL jeden Überstands mit 40 µL H
2O/MeCN + 0.1% HCO
2H verdünnt und an einem Agilent 1290 HPLC System mit Anschluss an ein Thermo LTQ-Orbitrap- XL Massenspektrometer mit ESI Quelle vermessen. Eine Säule von Waters ACQUITY PRM 7A:7*1 #*.) c +'* NN% *'0 gN$ XVSGH I^S GLH 5VIUSHOOVOJ NLU GHO IPMJHOGHO ;]THNLUUHMO verwendet: H
2O + 0.1% HCO
2H (A) and MeCN + 0.1% HCO2H (B). Im Programm Freestyle" von Thermo Scientific" wurde die UV-Absorption im Bereich 209-211 nm mit dem Algorithmus PPD (resolved) analysiert und die Peaks von Linker-Peptid und internem Standard integriert. Das Verhältnis beider Peaks wurde gegen den Quotienten von Masse-Metalloxid und Stoffmenge- Linker-Peptid-Konstrukt aufgetragen. Durch lineare Regression konnte der Punkt extrapoliert werden, an welchem nach 1 h eine quantitative Bindung des Linker-Peptid-Konstruktes an das Metalloxid der Aufreinigungs-Festphase erwartet wird. Alle Werte wurden durch Triplikate ermittelt und sind in Tabelle 1 dargestellt. Tabelle 1: Beladungsbestimmungen * Die Punkte näherten sich asymptotisch einer Sättigungsgrenze, sodass ein möglichst linearer Bereich für die Regression gewählt wurde. SEQ ID No. 2: FLPAALAGIGGILGKLF Peptid 1: Peptid 2: Dda-FLPAALAGIGGILGKLF- DAB-FLPAALAGIGGILGKLF- NH2 NH2 Metalloxide Beladungquant., extrapoliert (mg Metalloxid/µmol Peptid) ZrO
2 (hergestellt) 75 17 (26*) ZrO2 (kommerziell, Alfa n/a 373 Aesar 011395.30) TiO2 (hergestellt) 75 39* TiO
2 (kommerziell, Alfa 41 n/a Aesar 44429)
Synthese weiterer Linkermoleküle Synthese von 2-Hydroxy-3-methoxy-5-nitrobenzoesäure (20)
Rauchende Salpetersäure (1.7 mL, 2.6 g, 42 mmol, 1.4 Äquiv.) und konzentrierte Schwefelsäure (3.4 mL, 5.8 g, 60 mmol, 2.0 Äquiv.) wurden bei 0°C nacheinander zu einer Lösung von 2- Hydroxy-3-methoxybenzoesäure (5.01 g, 29.8 mmol) in CH2Cl2 (33 mL) getropft. Die Reaktionsmischung wurde bei max.5°C 50 min gerührt. Dann wurde Lösung weitere 18 h gerührt und langsam auf Raumtemperatur erwärmt. Im Anschluss wurde die Mischung auf Eiswasser (100 mL) geschüttet. Der ausgefallene braune Feststoff wurde über eine Glasfritte abfiltriert und mit wenig Wasser gewaschen. Der Rückstand wurde aus einem Wasser/Ethanol-Gemisch umkristallisiert. Nach Trocknen im Vakuum wurde 2-Hydroxy-3-methoxy-5-nitrobenzoesäure (20) als brauner Feststoff (1.52 g, 24%; Referenz [31]: 94%) erhalten.
1H-NMR (500.13 MHz, DMSO-d6) d = 8.23 (d, Jmeta = 2.4 Hz, 1H, 6-H), 7.87 (d, Jmeta = 2.6 Hz, 1H, 4-H), 3.92 (s, 3H, 3-OCH3) ppm. Synthese von 2,3-Dihydroxy-5-nitrobenzaldehyd (26)
2-Hydroxy-3-methoxy-5-nitrobenzaldehyd (12.49 g, 63.35 mmol) wurde mit 48%iger Bromwasserstoffsäure (50 mL) versetzt und 18.5 h bei 130°C gerührt. Wasser (100 mL) wurde hinzugegeben und die Mischung 4.5 h bei 4°C gekühlt. Der dunkle Feststoff wurde abfiltriert und das Filtrat mit CHCl3 (3 × 70 mL) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Na
2SO
4 getrocknet und das Lösemittel unter vermindertem Druck entfernt, bis ein gelber Feststoff (0.10 g) zurückblieb. 2,3-Dihydroxy-5-nitrobenzaldehyd (26) wurde als brauner und gelber Feststoff (gesamt 12.2 g, quant.; Referenz [32]: 95%) erhalten.
1H-NMR (500.13 MHz, CDCl3) d = 11.76 (s, 1H, 1-CHO), 9.99 (s, 1H, 2-OH), 8.19 (s, 1H, 6-H), 8.05 (s, 1H, 4-H), 5.91 (br. s, 1H, 3-OH) ppm.
1H-NMR (500.13 MHz, DMSO-d6) d = 11.04 (br. s, 2H, 2-H, 3-H), 10.31 (s, 1H, 1-CHO), 8.00 (d, Jmeta = 2.7 Hz, 1H, 6-H), 7.79 (d, Jmeta = 2.9 Hz, 1H, 4-H) ppm.
13C-NMR (125.76 MHz, DMSO-d6) d = 189.80 (1-CHO), 156.04 (C-2), 147.21 (C-3), 139.15 (C- 5), 121.78 (C-1), 114.60 (C-6), 113.10 (C-4) ppm. Synthese von 2,3-Dihydroxy-5-nitrobenzoesäure (21)
Methode 1: 2-Hydroxy-3-methoxy-5-nitrobenzoesäure (20; 1.24 g, 5.84 mmol) wurde mit 48%iger Bromwasserstoffsäure (35 mL) versetzt und 4 h bei 120°C, anschließend 22 h bei 130°C gerührt. Die Lösung wurde dann unter vermindertem Druck bei 80°C eingeengt, zwei Mal mit einem Toluol/Wasser-Gemisch (1:1, 120 mL, dann 50 mL) versetzt und unter vermindertem Druck getrocknet.2,3-Dihydroxy-5-nitrobenzoesäure (21) wurde als brauner Feststoff (1.23 g, quant.; Referenz [31]: 79%) erhalten. Methode 2: Eine Lösung von NaClO
2 (11.95 g, 132.2 mmol, 2.0 Äquiv.) in H
2O (66 mL) wurde bei Raumtemperatur über 2 h zu einer Lösung von 2,3-Dihydroxy-5-nitrobenzaldehyd (26; 12.1 g, 66.1 mmol) und NaH
2PO
4·H
2O (10.1 g, 72.6 mmol, 1.10 Äquiv.) in H
2O (27 mL) und DMSO (70 mL) getropft. Nach weiteren 30 min Rühren wurde die Mischung zu einem Zweiphasengemisch aus CH
2Cl
2 und wässriger gesättigter NaHCO
3-Lösung (1:1, 200 mL) geschüttet. Die Lösung wurde mit 6M Salzsäure bis zu pH 3 angesäuert und durch Kieselguhr abfiltriert. Der Filterkuchen wurde mit Et
2O gründlich gewaschen und das Filtrat mit Et
2O (5 × 200 mL) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Na
2SO
4 getrocknet und unter vermindertem Druck getrocknet.2,3-Dihydroxy-5-nitrobenzoesäure (21) wurde als gelber Feststoff (13.1 g, 99%; Lit.
[33]: quant.) erhalten.
1H-NMR (400.14 MHz, DMSO-d6) d = 8.10 (d, J
meta = 2.8 Hz, 1H, 6-H), 7.74 (d, J
meta = 3.1 Hz, 1H, 4-H) ppm.
13C-NMR (100.62 MHz, DMSO-d6) d = 170.78, 156.75, 146.93, 138.32, 116.37, 113.21, 113.13 ppm.
Synthese von 2,3-Dihydroxy-5-nitrobenzoesäuremethylester (22)
Konz. H
2SO
4 (8.5 mL) wurde zu einer Lösung von 2,3-Dihydroxy-5-nitrobenzoesäure (21; 1.23 g, 6.18 mmol) in MeOH (84 mL) vorsichtig zugegeben und die Mischung 23 h unter Rückfluss erhitzt. Nachdem die Reaktionsmischung auf Raumtemperatur abgekühlt war, wurde sie mit H
2O (10 mL) und MTBE (50 mL) versetzt. Die Phasen wurden getrennt und die wässrige Phase mit MTBE (3 × 100 mL) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Na
2SO
4 getrocknet und das Lösemittel wurde unter vermindertem Druck entfernt.2,3-Dihydroxy-5- nitrobenzoesäuremethylester (22) wurde als hellbrauner Feststoff (1.19 g, 90%; Referenz [34]: 82%) erhalten.
1H-NMR (400.14 MHz, DMSO-d6) d = 11.07 (br. s, 1H, 2-OH oder 3-OH), 10.73 (br. s, 1H, 2-OH oder 3-OH), 8.08 (d, J
meta = 2.8 Hz, 1H, 6-H), 7.77 (d, J
meta = 2.8 Hz, 1H, 4-H), 3.92 (s, 3H, 1- COOCH
3) ppm.
13C-NMR (100.62 MHz, DMSO-d6) d = 167.27 (1-COOCH
3), 154.56 (C-2), 146.97 (C-3), 138.72 (C-5), 116.25 (C-6), 113.88, 112.96 (C-4), 52.87 (1-COOCH
3) ppm. Synthese von Methyl-2,2-bis(4-methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxol-4-carboxylat (23)
Eine Mischung aus 4,4‘-Dimethoxybenzophenon (2.03 g, 8.38 mmol, 1.69 Äquiv.) und Oxalylchlorid (3.9 mL, 5.8 g, 46 mmol, 9.3 Äquiv.) wurde 30 min bei 60°C gerührt. Anschließend wurde der Überschuss an Oxalylchlorid bei 110°C unter Atmosphärendruck abdestilliert. Zum verbleibenden roten Öl wurde 2,3-Dihydroxy-5-nitrobenzoesäuremethylester (22; 1.06 g, 4.97 mmol, 1.00 Äquiv.) hinzugefügt und das Gemisch 2 h bei 160°C gerührt. Nach Abkühlen auf Raumtemperatur wurde die Lösung mit EtOAc (65 mL) verdünnt und mit gesättigter wässriger NaHCO3-Lösung (8 mL) versetzt. Die Phase wurden getrennt und die organische Phase wurde mit gesättigter wässriger NaHCO3-Lösung (50 mL) und gesättigter wässriger NaCl-Lösung
(50 mL) gewaschen. Die organische Phase wurde über Na
2SO
4 getrocknet und das Lösemittel unter vermindertem Druck entfernt. Eine Aufreinigung des Rückstands über Flashchromatographie an Kieselgel [d = 6 cm, h = 16 cm, F = 100 mL, c-C
6H
12 (F1-6) " c- C
6H
12/EtOAc = 98:02 (F7-16) " c-C
6H
12/EtOAc = 97:03 (F17-26) " c-C
6H
12/EtOAc = 95:05 (F27- 36) " c-C
6H
12/EtOAc = 90:10 (F37-80)] lieferte Methyl-2,2-bis(4-methoxyphenyl)-6- nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4-carboxylat [23; F57-67, R
f(c-C
6H
12/EtOAc = 9:1) = 0.08, 0.87 g, 36%; Referenz [34]: 82%] als gelben Feststoff. HRMS (pos. ESI): berechnet für C
23H
20NO
8 [M+H]
+ m/z = 438.1183, gefunden 438.1187 (+0.9 ppm).
1H-NMR (500.13 MHz, CDCl
3) d = 8.44 (d, J
meta = 2.4 Hz, 1H, 6-H), 7.81 (d, J
meta = 2.3 Hz, 1H, 4- :$% 0'-0h0'-- #55a&BHLM HLOHT 55b66a&AQLOTZTUHNT% -:% - c ,a&:$% /'2+h/'12 #66a&BHLM HLOHT AA’BB‘-Spinsystems, 4H, 4 × 2‘-H), 3.97 (s, 3H, 1-COOCH
3), 3.81 (s, 6H, 2 × 1‘-OCH
3) ppm.
13C-NMR (125.76 MHz, CDCl
3) d = 163.35 (1-COOCH
3), 160.92 (C-1‘), 153.39 (C-2), 149.44 (C- 3), 142.26 (C-5), 130.66 (C-4‘), 128.22 (C-3‘), 122.07 (C-5‘), 120.73 (C-6), 113.93 (C-2‘), 112.05 (C-1), 107.11 (C-4), 55.52 (1‘-OCH
3), 52.74 (1-COOCH
3) ppm. Synthese von 2,2-Bis(4-methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4-carbonsäure (24)
Wasserfreies LiOH (0.49 g, 19.9 mmol, 10.0 Äquiv.) wurde zu einer Lösung von Methyl-2,2-bis(4- methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxol-4-carboxylat (23; 0.87 g, 2.0 mmol) in THF (20 mL) gegeben. Die Lösung wurde mit H
2O (0.35 mL, 0.35 g, 20 mmol, 10.0 Äquiv.) versetzt und 5 h unter Rückfluss erhitzt. Das Lösemittel wurde anschließend unter vermindertem Druck entfernt und der Rückstand in H
2O (25 mL) aufgenommen. Die rote Lösung wurde mit Et
2O (2 × 20 mL) gewaschen. Die wässrige Phase wurde mit wässriger gesättigter NH
4Cl-Lösung (80 mL) und 3M Salzsäure bis pH 7-8 neutralisiert und anschließend mit EtOAc (4 × 25 mL) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden über Na
2SO
4 getrocknet und das Lösemittel wurde unter vermindertem Druck entfernt.2,2-Bis(4-methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4- carbonsäure (24) wurde als gelber Feststoff (0.70 g, 83%; Referenz [34]: quant.) erhalten. HRMS (pos. ESI): berechnet für C
22H
18NO
8 [M+H]
+ m/z = 427.1027, gefunden 427.1027 (+0.7 ppm).
1H-NMR (500.13 MHz, DMSO-d6) d = 13.89 (br. s, 1H, 1-COOH), 8.21 (d, J
meta = 2.4 Hz, 1H, 6- H), 7.98 (d, J
meta 4 +'+ :[% *:% -&:$% 0'-,h0'-) #55a&BHLM HLOHT 55b66a&AQLOTZTUHNT% -:% - c ,a& :$% 0'),h0')) #66a&BHLM HLOHT 55b66a&AQLOTZTUHNT% -:% - c +a&:$% ,'00 #T% /:% + c *a&>7H
3) ppm.
13C-NMR (125.76 MHz, DMSO-d6) d = 163.54 (1-COOH), 160.37 (C-1‘), 152.13 (C-2), 148.52 (C- 3), 141.61 (C-5), 130.02 (C-4‘), 127.86 (C-3‘), 120.54 (C-5‘), 120.39 (C-6), 113.95 (C-2‘), 106.65 (C-4), 55.30 (1‘-OCH
3) ppm. Synthese von (S)-6-(2-Amino-6-(tert-butoxycarbonylamino)hexanamido)hexansäuremethylester (60)
N,Ne&8LLTPQSPQZMFDSEPGLLNLG #0') N;% .'0 J% -. NNPM% *'). \RVLW'$ VOG L?S
2EtN (6.75 mL, 5.00 g, 43.4 mmol, 1.01 Äquiv.) wurden zu einer Lösung von Fmoc-Lys(Boc)-OH (21.1 g, 45.0 mmol, 1.05 Äquiv.) und Oxyma (6.4 g, 45 mmol, 1.05 Äquiv.) in DMF (224 mL) gegeben und die Mischung wurde 5 min bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurde 6- Aminohexansäuremethylesterhydrochlorid (7.77 g, 42.8 mmol, 1.00 Äquiv.) zugegeben und die Mischung 20 h bei Raumtemperatur gerührt. H
2O (220 mL) wurde zugegeben und mit 10%iger wässriger Zitronensäure-Lösung ein pH von ca.4 eingestellt. Die Lösung wurde bei 0°C gekühlt und das weiße Präzipitat wurde abfiltriert und mit etwas H
2O gewaschen. Der erhaltene weiße Feststoff wurde mit wasserfreiem Toluol versetzt und unter vermindertem Druck getrocknet. Dies lieferte ein etwa 1:10-Gemisch von Fmoc-Lys(Boc)-OH und Fmoc-Lys(Boc)-hexyl-OMe als weißen Feststoff (26.17 g), welches ohne weitere Aufreinigung weiter umgesetzt wurde. HRMS (pos. ESI) für Fmoc-Lys(Boc)-hexyl-OMe: berechnet für C
33H
45N
3O
7Na [M+Na]
+ m/z = 618.3150, gefunden 618.3171 (+3.4 ppm). Eine Lösung aus dem zuvor erhaltenen Gemisch (5.36 g) in CH
2Cl
2 (80 mL) wurde mit Diethylamin (8 mL) versetzt und 2.5 h bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurde die Lösung unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand mit Et
2O versetzt. Die erhaltene Suspension wurde abfiltriert und das Filtrat unter vermindertem Druck eingeengt. Das gelbe Öl wurde über automatisierte Flashchromatographie an Umkehrphase [Biotage Sfär Bio C1850 g, 70 mL/min, H
2>(<H7=3 )h*'0 NLO ."% *'0h0'+ NLO .h+)"% 0'+h*)') NLO +)&/)"% *)')h*+'+ NLO /)"% *+'+h*-'. NLO /)&*))"% *-'.&*2') NLO *))"C DVIJHSHLOLJU% XDT #S)-6-(2-Amino-6-(tert- butoxycarbonylamino)hexanamido)hexansäuremethylester (60) als gelbes Öl (R
T = 13.0 min, 1.2 g) lieferte.
HRMS (pos. ESI): berechnet für C
18H
36N
3O
5 [M+H]
+ m/z 4 ,0-'+/.)% JHIVOGHO ,0-'+/-. #h 1.3 ppm).
1H-NMR (400.14 MHz, DMSO-d6) d = 7.77 (t, J
1‘-NH,1‘ = 5.7 Hz, 1H, 1‘-NH), 6.73 (t, J
6- NH,6 = 5.5 Hz, 1H, 6-NH), 3.58 (s, 3H, 6‘-OCH
3), 3.31 (br. s, 2H, -NH
2$% ,')0h+'22 #N% ,:% *a&:
2, 2- H), 2.87 (dt, J
6,6-NH = 6.5 Hz, J
6,5 = 6.4 Hz, 2H, 6-H
2), 2.28 (t, J
5‘,4‘ = 7.4 Hz, 2H, 5‘-H
2$% *'..h*'-/ (m, 3H, 3-H
a, 4‘-H
2$% *'-+h*'+) #N% 2:% ,&:
b, 4-H
2, 5-H
2, 2‘-H
2, 3‘-H
2), 1.36 (s, 9H, 3 × 9-H
3) ppm.
13C-NMR (100.62 MHz, DMSO-d6) d = 174.90 (C-1), 173.27 (C-6‘), 155.53 (C-7), 77.26 (C-8), 54.65 (C-2), 51.13 (6‘-OCH
3), 39.72 (C-6), 38.00 (C-1‘), 34.92 (C-3), 33.20 (C-5‘), 29.42 (C-5)
i, 28.79 (C-2‘)
ii, 28.25 (C-9), 25.80 (C-3’)
ii, 24.11 (C-4‘), 22.60 (C-4)
i ppm.
i,ii Zuordnungen ggf. vertauschbar. Synthese von (S)-6-(2-(2,2-bis(4-methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4-carboxamido)-6- ((tert-butoxycarbonyl)amino)hexanamido)hexansäuremethylester (27)

N,Ne&8LLTPQSPQZMFDSEPGLLNLG #)'+/ N;% )'+* J% *'0 NNPM% *'). \RVLW'$ VOG L?S2EtN (0.27 mL, 0.20 g, 1.7 mmol, 1.05 Äquiv.) wurden zu einer Lösung von 2,2-Bis(4-methoxyphenyl)-6- nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4-carbonsäure (24; 0.70 g, 1.7 mmol, 1.0 Äquiv.), Oxyma (0.253 g, 1.78 mmol, 1.05 Äquiv.) und (S)-6-(2-Amino-6-(tert- butoxycarbonylamino)hexanamido)hexansäuremethylester (60; 0.633 g, 1.69 mmol, 1.0 Äquiv.) in DMF (17 mL) gegeben und die Mischung wurde 22 h bei Raumtemperatur gerührt. Anschließend wurde H2O (230 mL) hinzugefügt und mit CH2Cl2 (100 mL) extrahiert. Die wässrige Phase wurde mit 10%iger wässriger Zitronensäure-Lösung (50 mL) angesäuert, woraufhin die orangefarbene Lösung farblos wurde. Die wässrige Phase wurde erneut mit CH2Cl2 (2 × 100 mL) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden unter vermindertem Druck eingeengt und der Rückstand durch eine Filtersäule an Kieselgel (d = 6 cm, h = 5 cm, EtOAc/c-C6H12) voraufgereinigt und anschließend mittels automatisierter Flashchromatographie [Biotage Sfär Bio C1850 g, 70 mL/min, H2>(<H7=3 )h+'+ NLO ."% +'+h*,'- NLO .h/)"% *,'-h*1'2 NLO /)&*))"% *1'2& 21.1 min 100%] aufgereinigt, was (S)-6-(2-(2,2-bis(4-methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxole- 4-carboxamido)-6-((tert-butoxycarbonyl)amino)hexanamido)hexansäuremethylester (27) als gelben Feststoff [RT = 14.5 min, Rf(c-C6H12/EtOAc = 1:1) = 0.17, Rf(CH2Cl2/MeOH = 95:05) = 0.44, 0.97 g, 75%] lieferte. HRMS (pos. ESI): berechnet für C40H51N4O12 [M+H]
+ m/z = 779.3498, gefunden 779.3508 (+1.3 ppm).
1H-NMR (500.13 MHz, DMSO-d6) d = 8.28 (d, J
2‘-NH,2‘ = 7.5 Hz, 1H, 2‘-NH), 8.26 (d, J
meta = 2.4 Hz, 1H, 6-H), 8.17 (dd, J
1‘‘-NH,1‘‘-HA = J
1‘‘-NH,1‘‘-HB = 5.6 Hz, 1H, 1‘‘-NH), 8.04 (d, J
meta 4 +'- :[% *:% -&:$% 0'.+h0'-. #55a&BHLM HLOHT 55b66a&AQLOTZTUHNT% -:% - c 2&:$% 0')-h/'22 (BB‘-Teil eines AA’BB‘-Spinsystems, 4H, 4 × 10-H), 6.71 (t, J
6‘-NH,6‘ = 5.4 Hz, 1H, 6‘-NH), 4.50 (ddd, J
2‘,2‘-NH = J
2‘,3‘-HA = J
2‘,3‘-HB = 6.3 Hz, 1H, 2‘-H), 3.77 (s, 6H, 2 × 11-OCH
3), 3.56 (s, 3H, 6‘‘- OCH
3), AB-Signal (d
A = 3.12 und d
B = 3.07, J
AB = 13.1 Hz, A-Teil spaltet zusätzlich auf als dt mit J
A,1‘‘-NH = 6.9 Hz und J
A,2‘‘ = 6.6 Hz, B-Teil spaltet zusätzlich auf als dt mit J
B,1‘‘-NH = 6.9 Hz und J
B,2‘‘ = 6.5 Hz, 2H, 1‘‘-H
A, 1‘‘-H
B), 2.86 (m
c, 2H, 6‘-H
2), 2.27 (t, J
5‘‘,4‘‘ = 7.4 Hz, 2H, 5‘‘-H
2$% *'1*h 1.63 (m, 2H, 3‘-H
2), 1.52 (tt, J
4‘‘,3‘‘ = 7.6 Hz, J
4‘‘,5‘‘ = 7.4 Hz, 2H, 4‘‘-H
2$% *'-.h*'+- #N% 1:% -a&:
2, 5‘- H
2, 2‘‘-H
2, 3‘‘-H
2), 1.32 (s, 9H, 3 × 9‘-H
3) ppm.
13C-NMR (125.76 MHz, DMSO-d6) d = 173.24 (C-6‘‘), 170.56 (C-1‘), 160.45 (C-11), 160.43 (1- CONH), 155.52 (C-7‘), 149.80 (C-2), 148.01 (C-3), 142.29 (C-5), 129.93 (C-8), 127.74 (C-9), 127.64 (dia-C-9), 121.29 (C-7), 119.00 (C-6), 115.42 (C-1), 114.05 (C-10), 113.98 (dia-C-10), 106.50 (C-4), 77.26 (C-8‘), 55.30 (11-OCH
3), 52.88 (C-2‘), 51.10 (6‘‘-OCH
3), 39.77 (C-6‘), 38.42 (C-1‘‘), 33.17 (C-5‘‘), 32.34 (C-3‘), 29.27 (C-5‘), 28.57 (C-2‘‘), 28.17 (C-9‘), 25.76 (C-3‘‘), 24.07 (C- 4‘‘), 22.11 (C-4‘) ppm. Synthese von (S)-6-(2-(2,2-bis(4-methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4-carboxamido)-6- ((tert-butoxycarbonyl)amino)hexanamido)hexansäure (61)
LiOH·H
2O (0.51 g, 12 mmol, 10 Äquiv.) wurde zu einer Lösung von (S)-6-(2-(2,2-bis(4- methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4-carboxamido)-6-((tert- butoxycarbonyl)amino)hexanamido)hexansäuremethylester (27) in THF (12.5 mL) gegeben und die Mischung 21 h unter Rückfluss erhitzt. Das Lösemittel wurde unter vermindertem Druck entfernt und der Rückstand in 10%iger wässriger Zitronensäure-Lösung (50 mL) aufgenommen. Die wässrige Phase wurde mit EtOAc (3 × 30 mL) extrahiert und die vereinigten organischen Phasen wurden über Na
2SO
4 getrocknet. Entfernen des Lösemittels unter vermindertem Druck lieferte (S)-6-(2-(2,2-bis(4-methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4-carboxamido)-6-((tert- butoxycarbonyl)amino)hexanamido)hexansäure (61) als gelben Feststoff [R
f(CH
2Cl
2/MeOH = 95:05) = 0.24, 1.04 g, quant.]. HRMS (pos. ESI): berechnet für C
39H
49N
4O
12 [M+H]
+ m/z 40/.',,-+% JHIVOGHO 0/.',,-) #h 0.3 ppm).
1H-NMR (500.13 MHz, CDCl
3) d = 8.51 (d, J
meta = 2.1 Hz, 1H, 6-H), 8.06 (d, J
NH,2‘ = 7.5 Hz, 1H, 2‘-NH), 7.81 (d, J
meta 4 +'* :[% *:% -&:$% 0'..h0'-0 #55a&BHLM HLOHT 55b66a&AQLOTZTUHNT% -:% - c 2&:$% /'2-h/'2* #66a&BHLM HLOHT 55b66a&AQLOTZTUHNT% -:% - c *)&:$% /'0) #ES' T% *:% *aa&=H), -'0.h-'/- #N% *:$% ,'1* #T% ,:% **&>7H
3), 3.80 (s, 3H, 11-OCH
3), 3.58 (br. s, 1H, 1‘‘-H
a$% ,'+0h 3.21 (m, 1H, 1‘‘-H
b), 3.16 (br. s, 1H, 6‘-H
a), 3.05 (br. s, 1H, 6‘-H
b), 2.34 (br. s, 2H, 5‘‘-H
2), AB- Signal (d
A = 1.97 und d
B = 1.77, J
AB = 14.2 Hz, A-Teil spaltet zusätzlich auf als dt mit J
A,2‘ = 7.4 Hz und J
A,4‘ = 7.1 Hz, B-Teil spaltet zusätzlich auf als dt mit J
B,2‘ = 7.2 Hz und J
B,4‘ = 7.0 Hz, 2H, 3‘-H
A, 3‘-H
B$% *'/-h*'., #N% /:% .a&:
2, 2‘‘-H
2, 4‘‘-H
2), 1.44 (br. s, 4H, 4‘-H
2, 3‘‘- H
2), 1.41 (br. s, 9H, 3 × 9‘-H
3) ppm.
13C-NMR (125.76 MHz, CDCl
3) d = 171.30 (C-1’), 161.01 (1-CONH)
i, 160.95 (C-11)
i, 150.25 (C- 2), 148.64 (C-3), 143.08 (C-5), 130.49 (C-8), 130.37 (dia-C-9), 128.01 (C-9), 122.66 (C-7), 120.12 (C-6), 114.89 (C-1), 114.10 (C-10), 113.61 (dia-C-10), 106.71 (C-4), 79.85 (C-8’), 55.54 (11- OCH
3), 55.52 (dia-11-OCH
3), 53.71 (C-2‘), 40.48 (C-6’), 39.19 (C-1’’), 33.44 (C-5’’), 33.25 (C-3‘), 29.65 (C-4’)
ii, 28.75 (C-2’’)
iii, 28.52 (C-9‘), 26.01 (C-3’’)
iii, 23.97 (C-4’’)
iii, 22.61 (C-5’)
ii ppm. Zuordnung vertauschbar. Synthese von tert-Butyl-(S)-(5-(2,2-bis(4-methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4- carboxamido)-6-((6-(4,4-dimethyl-2,6-dioxocyclohexylidene)-6-hydroxyhexyl)amino)-6- oxohexyl)carbamat (28)

Eine Lösung von 1-Ethyl-3-(3-dimethylaminopropyl)carbodiimidhydrochlorid (0.32 g, 1.6 mmol, 1.3 Äquiv.) in CH2Cl2 (12.7 mL) wurde innerhalb von 10 min bei 0°C zu einer Lösung von Dimedon (0.27 g, 1.9 mmol, 1.5 mmol), DMAP (0.23 g, 1.9 mmol, 1.5 Äquiv.) und (S)-6-(2-(2,2- bis(4-methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4-carboxamido)-6-((tert- butoxycarbonyl)amino)hexanamido)hexansäure (61; 0.97 g, 1.3 mmol, 1.0 Äquiv.) in CH2Cl2 (16.5 mL) getropft. Das Gemisch wurde dann 20 h bei Raumtemperatur gerührt und im Anschluss mit 10%iger wässriger Zitronensäure-Lösung (25 mL) versetzt. Die Phasen wurden getrennt und die wässrige Phase mit CH2Cl2 (3 × 50 mL) extrahiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden mit wässriger gesättigter NaCl-Lösung (100 mL) gewaschen und über Na2SO4 getrocknet. Das Lösemittel wurde unter vermindertem Druck entfernt und der Rückstand mittels automatisierter Flashchromatographie [Biotage Sfär Bio C1850 g, 70 mL/min, H2>(<H7=3 )h +'+ NLO ."% +'+h*,'- NLO .h/)"% *,'-h*1'2 NLO /)&*))"% *1'2&+*'* NLO *))"C DVIJHSHLOLJU% was zu einem Gemisch von O- und C-Acylderivaten iso-28 und 28 (RT = 15.3, 16.0 min, 0.55 g, 49%) führte.
Um das O-Acylderivat iso-28 selektiv zu hydrolysieren, wurde das Gemisch in einer 0.1M 4- Methylimidazol-Lösung in MeCN (18 mL) 18 h bei 60°C gerührt. Nach Entfernen des Lösemittels unter vermindertem Druck wurde der Rückstand mittels automatisierter Flashchromatographie [Biotage Sfär Bio C1850 g, 70 mL/min, H
2>(<H7=3 )h+'+ NLO ."% +'+h*,'- NLO .h/)"% *,'-h 18.9 min 60-100%, 18.9-21.1 min 100%] aufgereinigt, was tert-Butyl-(S)-(5-(2,2-bis(4- methoxyphenyl)-6-nitrobenzo[d][1,3]dioxole-4-carboxamido)-6-((6-(4,4-dimethyl-2,6- dioxocyclohexylidene)-6-hydroxyhexyl)amino)-6-oxohexyl)carbamat (28) als gelben Feststoff (R
T = 16.0 min, 0.33 g, 29%) lieferte. HRMS (pos. ESI): berechnet für C
47H
59N
4O
13 [M+H]
+ m/z 4110'-)0,% JHIVOGHO 110',2,- #h 15.7 ppm).
1H-NMR (500.13 MHz, DMSO-d6) d = 8.29 (d, J
2‘-NH,2‘ = 7.5 Hz, 1H, 2‘-NH), 8.27 (d, J
meta = 2.4 Hz, 1H, 6-H), 8.18 (dd, J
1‘‘-NH,1‘‘-HA = J
1‘‘-NH,1‘‘-HB = 5.6 Hz, 1H, 1‘‘-NH), 8.04 (d, J
meta 4 +'- :[% *:% -&:$% 0'.*h0'-/ #55a&BHLM HLOHT 55b66a&AQLOTZTUHNT% -:% - c 2&:$% 0')-h/'22 (BB‘-Teil eines AA’BB‘-Spinsystems, 4H, 4 × 10-H), 6.72 (t, J
6‘-NH,6‘ = 5.4 Hz, 1H, 6‘-NH), 4.50 (ddd, J
2‘,2‘-NH = J
2‘,3‘-HA = J
2‘,3‘-HB = 6.3 Hz, 1H, 2‘-H), 3.770 (s, 3H, 11-OCH
3), 3.767 (s, 3H, dia-11- OCH
3), AB-Signal (d
A = 3.13 und d
B = 3.09, J
AB = 13.2 Hz, A-Teil spaltet zusätzlich auf als dt mit J
A,1‘‘-NH = 6.7 Hz und J
A,2‘‘ = 6.6 Hz, B-Teil spaltet zusätzlich auf als dt mit J
B,1‘‘-NH = 6.6 Hz und J
B,2‘‘ = 6.5 Hz, 2H, 1‘‘-H
A, 1‘‘-H
B), 2.93 (t, J
5‘‘,4‘‘ = 7.4 Hz, 2H, 5‘‘-H
2$% +'11h+'1, #N% +:% /a&:
2), 2.44 (br. s, 4H, 2 × 9‘‘-H
2$% *'1*h*'0. #N% *:% ,a&:
A$% *'0*h*'/- #N% *:% ,a&:
B), 1.53 (tt, J
4‘‘,3‘‘ = 7.5 Hz, J
4‘‘,5‘‘ = 7.5 Hz, 2H, 4‘‘-H
2), 1.44 (ddt, J
2‘‘,1‘‘-HA = J
2‘‘,1‘‘-HB = J
2‘‘,3‘‘ = 7.3 Hz, 2H, 2‘‘-H
2$% *',2h*'++ #N% 6H, 4‘-H
2, 5‘-H
2, 3‘‘-H
2), 1.31 (s, 9H, 3 × 9‘-H
3), 0.97 (s, 6H, 2 × 11‘‘-H
3) ppm.
13C-NMR (125.76 MHz, DMSO-d6) d = 204.66 (C-6‘‘), 170.55 (C-1‘), 160.44 (C-11), 160.41 (dia- C-11), 160.25 (1-CONH), 155.51 (C-7‘), 149.81 (C-2), 148.01 (C-3), 142.28 (C-5), 129.94 (C-8), 129.87, 127.74 (C-9), 127.63 (dia-C-9), 121.29 (C-7), 119.02 (C-6), 115.41 (C-1), 114.05 (C-10), 113.97 (dia-C-10), 111.55 (C-7‘‘), 106.50 (C-4), 77.25 (C-8‘), 55.29 (11-OCH
3), 52.87 (C-2‘), 39.77 (C-6‘), 39.52 (C-5‘‘), 38.46 (C-1‘‘), 32.37 (C-3‘), 30.26 (C-10’’), 29.29 (C-5‘), 28.71 (C-2‘‘), 28.17 (C-9‘), 27.48 (C-11’’), 26.04 (C-3‘‘), 23.84 (C-4‘‘), 22.11 (C-4‘) ppm. Linker-Synthese während der Festphasensynthese von Peptiden Zusätzlich zu oben genannten Synthesen von Linkern der Zusammensetzung A-E-L-R lassen sich Linker auch auf der Synthese-Festphase zusammenstellen (s. Figur 7). Dabei wird zunächst eine Spaltgruppe R mit einem freien Amin des Peptids auf der Synthese-Festphase analog zur bisherigen Verfahrensweise immobilisiert. Der Linker umfasst bisher Strukturen der Teile L-R (wie z. B. in der Ausführung 62) oder E-L-R. Beinhaltet der Linker Schutzgruppen, die mit Standard-Peptidfestphasensynthese kompatibel sind (z. B. Fmoc in Ausführung 62), können
Teile des Linkers mit Standard-Festphasenmethoden (Fmoc-Entschützungen, Acetylierungen, Carbonsäureaktivierungen und Peptidbindungs- oder Esterbindungsknüpfungen) sukzessiv hinzugefügt werden. So entstanden beispielsweise folgende Linker-Peptid-Konstrukte: Belegt wurde die Synthese durch Abspalten des Linker-Peptid-Konstrukts von der Festphase mit einem üblichen Reaktionsgemisch, beispielsweise Reagent K (TFA/H
2O/Thioanisol/Phenol/EDT = 82.5:5:5:5:2.5). Danach wurde das entschützte Gemisch mittels UPLC-MS analysiert und auf Vorhandensein der Massen von Peptid und Linker-Peptid-Konstrukt hin untersucht. Für das Peptid der Sequenz mit dem Linker 29 wurde beobachtet:
HRMS (pos. ESI): (DOPA)3-Lys-Dda-VTSAPDTRPAPGSTAPPAHG-OH (SEQ ID No.1), berechnet für C127H190N31O40 [M+3H]
3+ m/z = 930.1268, gefunden 930.1380 (+12.0 ppm).
In einer anderen Ausführungsform entstand:
Nach selbiger Entschützung wurde mittels UPLC-HRMS die Synthese belegt. HRMS (pos. ESI): für das Peptid-Linker-Konstrukt 64 mit der Peptidsequenz - VTSAPDTRPAPGSTAPPAHG-OH, berechnet für C
172H
268N
40O
49 [M+4H]
4+ m/z = 919.7430, gefunden 919.7451 (+2.3 ppm). Linker-Verankerung an den Festphase-synthetisierten Peptiden Für Optimierungen der Verankerungen der Linker (z. B. Dimedon-basierte Linker wie Dda (Molekül 9)) am Festphasen-synthetisierten Peptid wurden verschiedene Reaktionsbedingungen (wie beispielsweise Lösemittel, Temperatur, Reaktionszeiten, Additive wie Säuren oder Basen, Konzentration und Äquivalente der Reagenzien) getestet. Dafür wurde das Syntheseharz mit immobilisiertem Peptid und entschützter Amino-Funktion zum Testen jeder Bedingung im entsprechenden Lösemittel 10 min gequellt und das Lösemittel abfiltriert. Anschließend wurde das Reagenz, in einer Ausführungsform der Linker Dda, gemäß der zu testenden Reaktionsbedingungen hinzugegeben und die Lösung mit der Synthese-Festphase durchmischt. Nach Beenden der Reaktion wurde das flüssige Reaktionsmedium abfiltriert und die Synthese- Festphase mehrfach gewaschen. Nach Abspalten von der Synthese-Festphase mit einem üblichen Reaktionsgemisch, beispielsweise Reagent K (TFA/H2O/Thioanisol/Phenol/EDT = 82.5:5:5:5:2.5), wurde das Gemisch mittels UPLC-MS analysiert und über Integration der UV- Absorptionen bei 214 nm das Verhältnis zwischen Peptid und Linker-Peptid-Konstrukt bestimmt. Einfluss des pH-Werts auf die Bindung des Linkers an Metalloxid- Aufreinigungsfestphasen
Wässrige Pufferlösungen, z. B. AcOH, Tris, Phosphat, Imidazol, Piperazin, Glycin, Glycylglycin, Maleat, Malat, Format, Citrat, Succinat, wurden in ihren Pufferbereichen auf bestimmte pH-Werte eingestellt (z. B.3.3, 5.5, 7.0). Zur Einstellung des pH-Wertes wurden organische oder anorganische Säuren, bevorzugt HCl und als Basen bevorzugt Alkali- oder Erdalkali-Hydroxide benutzt. Unter Verwendung dieser Pufferlösungen mit oder ohne Zusätze von organischen Lösemitteln wie z. B. MeCN oder DMSO wurden Peptid-Linker-Konstrukte gelöst und bei gleichbleibendem pH-Wert mit Metalloxiden in Kontakt gebracht. Die Effizienz der Bindung der Catechol-Untereinheiten der Linkermoleküle wurde mittels der Konzentrationsabnahme nach Inkubation mit Metalloxiden bestimmt. Dafür wurde ein geeigneter Interner Standard benutzt, der nicht an Metalloxide bindet. Details zur Trennung von peptidhaltigen Lösungen und der Aufreinigungsfestphase während der Immobilisierungsschritte/Waschschritte Für alle Schritte der Methode werden Lösemittel gewählt, in denen die verwendeten Metalloxide unlöslich sind, z. B. Wasser, Wasser, Dichlormethan (DCM), Chloroform, Tetrachlorkohlenstoff, Ethylacetat, Diethylether, Methyl-tert-butylether, Essigsäure, 2,2,2-Trifluorethanol, Hexafluorisopropanol, Acetonitril, Tetrahydrofuran (THF), Dioxan, Pyridin, Aceton, Methanol, Ethanol, 1-Propanol, 2-Propanol, 1-Butanol, Phenol, Formamid, N-Butylpyrrolidon (NBP), N- Methylpyrrolidon (NMP). Es können zur Verbesserung der Löslichkeit von Peptiden und insbesondere Peptidverunreinigungen auch Zusätze beigemischt werden, wie z. B. DMSO, DMF etc. Zur Unterdrückung unspezifischer Peptidwechselwirkung können chaotrope Substanzen wie z. B. Guanidiniumsalze, Thiocyanate, Perchlorate, Iodide, Butanol, Phenol, Thioharnstoff, Harnstoff, oder Ammoniumsulfat, welche insbesondere als wässrige Lösungen verwendet werden. Die entstehenden Suspensionen sind in ihre festen (Metalloxid-Aufreinigungsfestphase, ggf. mit gebundenem Zielpeptid-Linker-Konstrukt) und flüssigen Bestandteile (Überstände oder Waschlösungen) aufzutrennen. Dies kann geschehen durch Filtration durch geeignete Filterhilfsmittel (Fritten, Membranen, Filtermaterialien wie Kieselguhr), durch Zentrifugation und Dekantieren des Überstands oder durch Retention eines magnetischen Feststoffs durch Anlegen eines Magnetfelds. Vorgehen für Reinheitsbestimmung Mittels UPLC-MS (Thermo Fisher Scientific Orbitrap XL, Waters ACQUITY PRM CSHC18 #*.) c +'* NN% *'0 gN$ XVSGH GLH @HLOKHLU GHS KHSJHTUHMMUHO ?HQULGH HSNLUUHMU' 8D[V XVSGH FD' 1 mg Harz nach der SPPS, aber vor dem Befestigen des Linkers entnommen und getrocknet. Aus dieser Probe wurde über Standardabspaltungsmethoden, beispielsweise durch Behandlung mit Reagent K (TFA/H2O/Thioanisol/Phenol/EDT = 82.5:5:5:5:2.5) und anschließender Fällung des Peptidgemischs in Diethylether, die Reinheit des Zielpeptids ermittelt. Mittels MS wird die Identität der Peaks im Chromatogramm bestimmt. Durch Integration der UV-Absorptionssignale bei 214 nm wird dann der prozentuale Anteil des Zielpeptids an der Gesamtfläche aller Peptidsignale bestimmt.
Die Zusammensetzung und Reinheit aller Gemische im Verlauf der Aufreinigungsmethode (Überstand nach Immobilisieren auf der Metalloxid-Aufreinigungsfestphase, Inhalt der Waschlösungen, Elutionslösungen) werden analog bestimmt. REFERENZEN [1] W. C. Chan, P. D. White (Hrsg.) The practical approach series, Oxford University Press, New York, 2000. [2] D. E. Krieger, B. W. Erickson, R. B. Merrifield, PNAS 1976, 3160. [3] G. Lindeberg, J. Tengborn, H. Bennich, U. Ragnarsson, J. Chromatogr. A 1978, 156, 366. [4] B. Ponsati, M. Ruiz-Gayo, E. Giralt, F. Albericio, D. Andreu, J. Am. Chem. Soc.1990, 112, 5345. [5] S. Funakoshi, H. Fukuda, N. Fujii, PNAS 1991, 88, 6981. [6] S. Funakoshi, H. Fukuda, WO9206107 (A1), 1992. [7] S. Funakoshi, H. Fukuda, US5994588 (A), 1999. [8] I. Sucholeiki, P. T. Lansbury, J. Org. Chem.1993, 58, 1318. [9] Z. Yang, A. B. Attygalle, J. Mass Spectrom.2007, 42, 233. [10] E. A. Appel, J. Del Barrio, X. J. Loh, O. A. Scherman, Chem. Soc. Rev.2012, 41, 6195. [11] E. A. Bayer, M. Wilchek, J. Chromatogr. A 1990, 510, 3. [12] S. Funakoshi, H. Fukuda, JPH0632790 (A), 1994. [13] S. Funakoshi, H. Fukuda, US5391711 (A), 1995. [14] H. L. Ball, G. Bertolini, P. Mascagni, J. Pept. Sci.1995, 1, 288. [15] W. M. Kazmierski, J. McDermed, Tetrahedron Lett.1995, 36, 9097. [16] J. Olejnik, E. Krzymañska-Olejnik, K. J. Rothschild in Methods in Enzymology, Elsevier, 1998, S.135–154. [17] A. Quesnel, A. Delmas, Y. Trudelle, Anal. Biochem.1995, 231, 182. [18] V. Aucagne, I. E. Valverde, P. Marceau, M. Galibert, N. Dendane, A. F. Delmas, Angew. Chem. Int. Ed. 2012, 51, 11320. [19] M. Kheirabadi, G. S. Creech, J. X. Qiao, D. S. Nirschl, D. K. Leahy, K. M. Boy, P. H. Carter, M. D. Eastgate, J. Org. Chem. 2018, 83, 4323. [20] A. Jacob, J. Hoheisel, M. Dauber, M. Wiessler, P. Lorenz, H. Fleischhacker, H.-C. Kliem, US20130274440A1, 2013. [21] L. E. Canne, R. L. Winston, S. B. Ken, Tetrahedron Lett.1997, 38, 3361. [22] T. Hara, A. Tainosho, K. Nakamura, T. Sato, T. Kawakami, S. Aimoto, J. Pept. Sci. 2009, 15, 369.
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