Hauni Maschinenbau GmbH
Kartuschenelement, Verdampferkartusche und Verdampfersystem mit Druckausgleichelement sowie Verfahren zur Herstellung
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Kartuschenelement für eine elektronische Zigarette oder einen tragbaren Inhalator, umfassend einen Hohlkörper mit einem durchgängigen Luftströmungskanal zur Bildung eines Schlotes, der sich innerhalb des Hohlkörpers von einer Lufteintrittsöffnung bis zu einer Luftaustrittsöffnung, vorzugsweise in den Bereich eines Mundstückes der elektronischen Zigarette oder des tragbaren Inhalators, erstreckt.
Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Verdampferkartusche als Bestandteil einer elektronischen Zigarette oder eines tragbaren Inhalators, umfassend mindestens einen starren Vorratstank zum Aufnehmen und Bevorraten einer Flüssigkeit sowie ein eine Verdampfereinheit umfassendes Kartuschenelement, das - zur Bildung eines geschlossenen Aufnahmeraums für die Flüssigkeit - dichtend mit dem Vorratstank verbunden ist, wobei das Kartuschenelement einen Hohlkörper mit einem durchgängigen Luftströmungskanal zur Bildung eines Schlotes aufweist.
Die Erfindung betrifft auch ein Verdampfersystem, insbesondere eine elektronische Zigarette oder einen tragbaren Inhalator, ausgebildet und eingerichtet zum Inhalieren von mit Wirkstoffen angereichertem Aerosol, Aerosol- Dampf-Gemisch oder dergleichen, umfassend einen mindestens eine elektronische Steuereinheit und eine Energiequelle umfassenden Kartuschenträger sowie eine Verdampferkartusche.
Weiterhin befasst sich die Erfindung mit einem Verfahren zum Herstellen einer Verdampferkartusche insbesondere nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 21, mit den Schritten: Bereitstellen eines Hohlkörpers, der einen durchgängigen Luftströmungskanal zur Bildung eines Schlotes mit einer Lufteintrittsöffnung und einer Luftaustrittsöffnung umfasst, Bereitstellen einer eine Verdampfereinheit tragenden Komponente, Bereitstellen eines starren, einen Aufnahmeraum zum Aufnehmen und
Bevorraten einer Flüssigkeit bildenden Vorratstanks, Bereitstellen eines Druckausgleichelementes, derart, dass das Druckausgleichelement in montiertem Zustand von Hohlkörper, der die Verdampfereinheit tragenden Komponente und Vorratstank zum Druckausgleich zwischen Luftströmungskanal und Aufnahmeraum wirkt, und endgültiges Montieren der Verdampferkartusche, indem der Hohlkörper und die die Verdampfereinheit tragende Komponente unter Bildung eines geschlossenen Aufnahmeraums zur Aufnahme der Flüssigkeit dichtend mit dem Vorratstank verbunden werden.
Solche Kartuschenelemente, Verdampferkartuschen und Verdampfersysteme kommen in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz, insbesondere im Bereich der Genussmittelindustrie, hier insbesondere im Zusammenhang mit einer elektronischen Zigarette, der so genannten E-Zigarette (auch als ENDS = Electronic Nicotine Delivery System bezeichnet) und im pharmazeutischen/medizinischen Bereich, um insbesondere fluide Genussmittel und/oder fluide pharmazeutische/medizinische Produkte als Nebel, in Dampfform, als Aerosol oder Dampf-Aerosolgemisch inhalieren zu können. Das Kartuschenelement ist eine zentrale Komponente einer Verdampferkartusche, da das Kartuschenelement den Schlot mit dem Luftströmungskanal, der sich durchgängig von einer Lufteintrittsöffnung bis zu einer Luftaustrittsöffnung erstreckt, bildet. In montiertem Zustand bildet das Kartuschenelement zusammen mit dem starren Vorratstank der Verdampferkartusche auch das Volumen bzw. den Aufnahmeraum für die Flüssigkeit. Anders ausgedrückt ist die Flüssigkeit in einem zwischen der Außenwand des Hohlkörpers und der Innenwand des Vorratstanks ausgebildeten Reservoir/Aufnahmeraum bevorratet, wobei der Begriff Wandung auch Boden- und Deckelelemente mit einschließt. Das Kartuschenelement ist eine modulare, einteilige oder mehrteilige Komponente der Verdampferkartusche, wobei das Kartuschenelement in montiertem Zustand der Verdampferkartusche eine Verdampfereinheit umfasst. Die das Kartuschenelement mit der Verdampfereinheit umfassende Verdampferkartusche ist eine zentrale Komponente des Verdampfersystems zur Bildung einer funktionsfähigen elektronischen Zigarette (im Folgenden E-Zigarette genannt) oder eines funktionsfähigen tragbaren Inhalators.
Beim Konsumieren saugt üblicherweise eine Person an einem Mundstück der E- Zigarette oder des tragbaren Inhalators, wodurch in dem durchgängigen Luftströmungskanal mit einer Lufteintrittsöffnung und im Bereich des Mundstückes mit einer Luftaustrittsöffnung ein Saugdruck entsteht, der einen Luftstrom durch den Luftströmungskanal erzeugt. Der Luftstrom kann aber auch maschinell z.B. durch eine
Pumpe erzeugt werden. In dem Luftströmungskanal wird dem Luftstrom em von einer Verdampfereinheit bereitgestelltes bzw. erzeugtes Inhalationsmedium in Form von Dampf, Nebel, Aerosol oder Gemischen daraus zugegeben, um der konsumierenden Person das Aerosol oder das Aerosol-Dampf-Gemisch zu verabreichen. Die Verdampfereinheit steht synonym für alle Komponenten, die insbesondere aus flüssigem Inhalationsmedium einen inhalationsfähigen Dampf und/oder Nebel und/oder ein Aerosol oder Gemische daraus zur Verfügung stellen. Die Verdampfereinheit kann z.B. ein Heizorgan und ein Dochtorgan umfassen. Die Verdampfereinheit kann aber ebenso eine Laserlichtquelle oder dergleichen als Verdampfungsorgan aufweisen. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung fallen auch Einrichtungen zum Erzeugen mechanischer Treibkräfte, Kompressoren oder dergleichen zum Erzeugen von Inhalationsnebel oder dergleichen ebenfalls unter den Begriff der Verdampfereinheit.
Es ist bekannt, dass die Verabreichung von Wirkstoffen über die Atemwege eine effiziente und schonende Methode ist, dem menschlichen oder tierischen Körper physiologisch wirksame Substanzen zuzuführen, wobei insbesondere klassische Inhalationsverfahren, die mit teils einfachsten Mitteln ausgeführt werden können, sowohl in der Schulmedizin als auch unter den Hausmitteln einen festen Platz gefunden haben. In diesen einfachen Verfahren wird üblicherweise ein in einer Trägersubstanz, häufig Wasser, gelöster Wirkstoff in einem Topf oder vergleichbaren Gefäß erhitzt und dadurch zum Verdampfen gebracht.
Bedingt durch die in vielen Teilen der Welt vermehrt kritische Bewertung des Rauchens, also des Konsums von Tabakprodukten durch deren Verbrennung und Inhalation des entstehenden Rauchs, beispielsweise in der Form von Zigaretten oder Zigarren, rückten in den letzten Jahren solche Inhalationsverfahren vermehrt in den Fokus des Interesses, bei denen die physiologisch wirksamen Stoffe, die traditionell über den Tabakrauch aufgenommen werden, stattdessen über entsprechende Inhalationsverfahren appliziert werden, die ohne das Verbrennen von Tabak auskommen, wobei dieses Konzept auch auf weitere Wirkstoffe übertragen wird, die ansonsten häufig mit Rauchen assoziiert werden, wie beispielsweise Tetrahydrocannabinol (THC) und andere Cannabinoide.
Die fortschreitende technische Entwicklung hat es dabei ermöglicht, entsprechende Verdampfersysteme zum Verdampfen einer wirkstoffhaltigen Zusammensetzung immer kleiner auszulegen, so dass heute Verdampfersysteme verfügbar sind, mit denen die Verdampfung einer wirkstoffhaltigen Zusammensetzung in einem tragbaren Handgerät
erfolgen kann, welches beispielsweise die Größe einer traditionellen Zigarre oder einer Zigarettenschachtel aufweisen kann. Die prominentesten Anwendungen für entsprechende Verdampfersysteme sind die elektronischen Zigaretten und vorzugsweise tragbare Inhalatoren für medizinische Anwendungen. Die heute bekannten Systeme basieren zumeist darauf, dass eine in einem Vorratstank gespeicherte Zusammensetzung, welche regelmäßig als Liquid/Flüssigkeit bezeichnet wird, durch mehr oder weniger kontrollierte Zuführung thermischer Energie aus einem Heizorgan, z.B. einer Glühwendel, verdampft wird, so dass der Nutzer die entstehenden Dämpfe inhalieren kann.
Hierfür ist es notwendig, dass die für die Verdampfung vorgesehene Flüssigkeit in dem Vorratstank sicher und über möglichst lange Zeiträume gelagert werden kann. Aus dem Stand der Technik ist hierfür der Einsatz geschlossener Verdampferkartuschen bekannt. Für eine praktische Handhabung weisen diese Verdampferkartuschen regelmäßig einen starren Vorratstank zur Aufnahme der Flüssigkeit auf, welcher durch ein Heizorgan mit einem Dochtorgan zumindest soweit verschlossen ist, dass die Flüssigkeit nicht ohne äußere Einwirkung am Dochtorgan vorbei aus dem Vorratstank austreten kann. Diese Vorratstanks haben damit praktisch ein vorgegebenes, abgeschlossenes Volumen zur Speicherung der Flüssigkeit zur Verfügung. Zusätzlich zur Flüssigkeit umfasst dieses Volumen nach dem Befüllen und dem Verschließen zumeist eine Gasblase, deren Volumen im Zuge der fortschreitenden Verdampfung der Flüssigkeit zunimmt, was zu Druckschwankungen/Druckveränderungen innerhalb des Vorratstanks führen kann.
Mit sich ändernden Umgebungsbedingungen, insbesondere Druck und Temperatur, gemeint ist insbesondere eine Druck- und/oder Temperaturänderung außerhalb der elektronischen Zigarette oder des tragbaren Inhalators, erfahren sowohl die Flüssigkeit als auch das Gas im Vorratstank eine Volumen- bzw. Druckänderung. In dem in der Praxis zumeist relevanten Bereich von Drücken zwischen 70 kPa bis 108 kPa und Temperatur zwischen -20 °C bis +60 °C kann die Flüssigkeit als annähernd inkompressibel angenommen werden, unterliegt jedoch einer temperaturabhängigen Volumenausdehnung von bis zu ca. 5 %.
Das Verhalten des im Vorratstank enthaltenen Gases, zumeist Luft in Mischung mit geringen Mengen des über der Flüssigkeit stehenden Dampfes, kann über das ideale Gasgesetz angenähert werden, wobei vereinfachend von reiner Luft ausgegangen wird: p V = m RS,L T, wobei p der Druck im Vorratstank, V das Gasvolumen im
Vorratstank, m die Masse des Gases im Vorratstank, RS,L die spezifische Gaskonstante von Luft (RS,L = 287 J/(kg*K)) und T die Temperatur des enthaltenen Gases ist.
Zwischen den in der Praxis für elektronische Zigaretten und medizinische Inhalatoren realistisch anzunehmenden Extremfällen der Umgebungsbedingungen zwischen 70 kPa Druck bei 60 °C (z.B. auf der Zugspitze oder im Flugzeug mit langanhaltender direkter Sonneneinstrahlung auf die Kartusche) und 108 kPa Druck bei -20°C (z.B. in einem kalten Hochdruckgebiet) würde eine vorgegebene Luftmenge sein Volumen druckänderungsfrei um etwa den Faktor zwei ändern.
In einem abgeschlossenen, starren Vorratstank, d.h. in einem konstanten Volumen, kann der Wechsel zwischen diesen Extremfällen beispielsweise zu einer Druckänderung von fast 30 kPa führen. Selbst bei weniger extremen Situationen kann es durch eine Änderung von Druck und/oder Temperatur gegenüber den zum Abfüllzeitpunkt herrschenden Bedingungen zu signifikanten Druckunterschieden zwischen dem Inneren der Verdampferkartusche und dem Umgebungsdruck kommen.
Da zumindest die Möglichkeit bestehen muss, dass Flüssigkeit aus dem Vorratstank zur Verdampfereinheit gelangen kann, damit es an dieser Stelle verdampft und z.B. in Aerosol überführt werden kann, welches zur nutzenden Person gelangt, besteht in dem ansonsten abgeschlossenen, starren Vorratstank nur eine Möglichkeit zur Druckregulierung, die darin besteht, Flüssigkeit über die entsprechende Zuführung, zumeist ein Dochtorgan, in Richtung des Heizorgans zu drücken, oder Flüssigkeit aus dem Dochtorgan zurück in den Vorratstank, d.h. von der Verdampfereinheit weg, zu saugen. Diese beiden Fälle sind nachteilig, da eine gleichmäßige Zufuhr von Flüssigkeit an die Verdampfereinheit eine zentrale Anforderung darstellt, die ein gleichbleibendes Dampferlebnis und/oder eine kontrollierte und gleichbleibende Zufuhr medizinischer Wirkstoffe sicherstellen sollen.
Bei der bestimmungsgemäßen Entnahme von Flüssigkeit aus dem Vorratstank entsteht in dem abgeschlossenen Volumen des Vorratstanks ein Unterdrück. Ein sich im Vorratstank entwickelnder Unterdrück kann beispielsweise die Zufuhr an Flüssigkeit zur Verdampfereinheit beeinträchtigen und diese im schlimmsten Fall sogar verhindern, so dass zu wenig oder gar kein Aerosol erzeugt wird (sog. „Dry Puff“). Da jeder Verdampfungsvorgang die Menge an Flüssigkeit im Vorratstank weiter verringert, kann es dadurch dazu kommen, dass keine Flüssigkeit mehr verdampft wird, obwohl noch hinreichend Flüssigkeit im Vorratstank vorliegt.
In anderen Fällen kann es zu Überdruck in dem abgeschlossenen Volumen des Vorratstanks kommen. Beispielsweise können die Einfahrt in einen Tunnel, die Startphase eines Flugzeugs oder andere äußere Gegebenheiten zur Ausdehnung von Luft- bzw. Gasblasen in dem Vorratstank führen. Der Überdruck kann zu einem unerwünschten Herausdrücken der Flüssigkeit in Richtung des Heizorgans führen, so dass zu viel Aerosol generiert wird oder dass das Aerosol ungewollt große Mengen unverdampfter Flüssigkeit mitführt. So kann Flüssigkeit unverdampft aus dem Schlot austreten und z.B. die Bekleidung der nutzenden Person verschmutzen oder auch in den Mundraum der nutzenden Person gelangen. Selbst ohne Aktivierung der Verdampfereinheit kann Flüssigkeit durch die Verdampfereinheit hindurch in Richtung des Luftströmungskanals gelangen.
Aus diesem Grund führt die Verwendung abgeschlossener Verdampferkartuschen mit starren, abgeschlossenen Vorratstanks in Verdampfersystemen regelmäßig zu einer Beeinträchtigung der Verdampfungseigenschaften. Im Stand der Technik sind zur Lösung dieses Problems bisher keine gänzlich zufriedenstellenden Lösungen verfügbar. In vielen Systemen, vor allem in günstigeren, werden die Nachteile zumeist in Kauf genommen, da ein suboptimales Dampferlebnis und ein Trockenlaufen des Heizorgans vor der vollständigen Leerung des Vorratstanks über den Preis kompensiert werden. Bei solchen Systemen aus dem Stand der Technik, die sich mit dem Problem auseinandersetzen, wird bislang nur eine vergleichsweise einfache Lösung eingesetzt. Dabei werden herkömmliche Verdampferkartuschen vorsätzlich undicht ausgeführt, so dass es abseits der eigentlichen Entnahmeöffnungen Sollbruchstellen und/oder Undichtigkeiten gibt, durch die bei Überschreiten eines Schwellenwertes des Überdrucks im Inneren des Vorratstanks Flüssigkeit austreten kann. Diese Leckage aus dem Vorratstank ist gerade bei hochwertigen Produkten jedoch unerwünscht, wobei einige Kartuschenkonzepte aus dem Stand der Technik deshalb noch zusätzliche Zwischenkammern zum Auffangen der ausgetretenen Flüssigkeit vorsehen, welche das Problem jedoch nicht im Ansatz lösen, sondern stattdessen lediglich die Symptome bekämpfen.
Eine bekannte Lösung sieht vor, den Vorratstank insgesamt nicht starr, sondern vollständig als eine Art Beutel auszulegen, welcher aus einem flexiblen Material besteht und reversibel deformierbar ist, um die im Inneren des Beutels auftretenden Druckschwankungen zu kompensieren. Entsprechende Ausgestaltungen lösen zwar die Druckproblematik, werden aber aus zahlreichen Gründen regelmäßig als nachteilig empfunden. Im Gegensatz zu starren Vorratstanks, zu denen auch dünnwandige,
biegbare Ausführungsformen zählen können, sind diese Beutel regelmäßig schwerer in typischen Verdampfersystemen zu verbauen und erfordern zumeist eine umgebende starre Trägerstruktur, wodurch die Zahl der benötigten Bauteile und der Fertigungsaufwand steigen. Zudem sind entsprechende reversibel deformierbare Beutel zumeist fragil und anfällig für Beschädigungen, beispielsweise beim Kontakt mit Gegenständen oder der Einwirkung durch die nutzenden Personen. Nicht zuletzt hat sich in einigen Fällen eine geringere Endkundenakzeptanz für entsprechende Beutelsysteme gezeigt, wobei insbesondere die Optik und die Haptik des Beutelreservoirs als nachteilig empfunden wurden.
In anderen Lösungen umfasst die Verdampferkartusche Druckausgleichelemente. Die Druckausgleichelemente sind innerhalb der Verdampferkartusche angeordnet und einem Wandabschnitt der Verdampferkartusche und insbesondere dem Vorratstank zugeordnet. Beispielsweise ist einem Wandabschnitt ein flexibler/beweglicher Luftsack oder dergleichen zugeordnet. Es hat sich jedoch gezeigt, dass die Herstellung und Montage solcher den Wandabschnitten der Verdampferkartusche zugeordneten Luftsäcken oder dergleichen aufwendig und technisch anspruchsvoll ist, was eine Serienproduktion verteuert. Ein weiterer Nachteil bekannter Lösungen besteht darin, dass die Platzierung solcher Druckausgleichelemente im Wandbereich räumlich begrenzt ist und zudem die Gefahr besteht, durch die Druckausgleichelemente andere Komponenten der Verdampferkartusche, insbesondere auch die Verdampfereinheit, zu verdecken, wodurch die Funktionalität des gesamten Verdampfersystems beeinträchtigt wird.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine einfach und günstig herzustellende und zu montierende Verdampferkartusche vorzuschlagen, die unabhängig von sich ändernden Druckverhältnissen innerhalb der Verdampferkartusche ein gleichbleibendes Verdampfungsverhalten ermöglicht. Die Aufgabe besteht weiterhin darin, ein entsprechendes Verdampfersystem und ein entsprechendes Verfahren vorzuschlagen.
Diese Aufgabe wird durch ein Kartuschenelement der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass dem Hohlkörper ein Druckausgleichelement zugeordnet ist. In völliger Abkehr zum Stand der Technik, bei dem das oder jedes Druckausgleichelement der Wandung des Vorratstanks der Verdampferkartusche zugeordnet ist, ermöglicht die Zuordnung des oder jedes Druckausgleichelementes zum Hohlkörper des separaten Kartuschenelementes eine einfache und günstige Serienfertigung des das oder jedes
Druckausgleichelement tragenden Kartuschenelementes, da der Hohlkörper des Kartuschenelementes zum Anbringen des Druckausgleichelementes leicht zugänglich ist und die einzelnen Hohlkörper einschließlich der Anbringung der Druckausgleichelemente z.B. an einem Endlosstrang gefertigt werden können. Die erfindungsgemäße Ausführung des Kartuschenelementes ermöglicht auch eine besonders einfache und günstige (Vor-)Montage der Verdampferkartusche, da letztlich nur die beiden Komponenten Kartuschenelement und Vorratstank dichtend miteinander verbunden werden. Auf komplexe Montageschritte von Druckausgleichelementen innerhalb des Vorratstanks an oder in dessen Wandungen kann somit verzichtet werden. Das erfindungsgemäße Kartuschenelement liefert damit einen elementaren Beitrag zur Vereinfachung der Herstellung und Montage kostengünstiger Verdampferkartuschen/Verdampfersysteme. Die Zuordnung des oder jedes Druckausgleichelementes zum Hohlkörper, also getrennt vom und separat zur Wandung des Vorratstanks der Verdampferkartusche, gewährleistet - in Kombination mit dem starren Vorratstank, zu dem auch dünnwandige, biegbare Ausführungsformen gehören, der Verdampferkartusche - des Weiteren einen zuverlässigen und effizienten Druckausgleich, da das oder jedes Druckausgleichelement unmittelbar an der Schnittstelle der unterschiedlichen Druckniveaus, nämlich zwischen dem inneren - dem Luftströmungskanal zugewandten - Bereich und dem äußeren - der Umgebung bzw. in montiertem Zustand dem Volumen/Aufnahmeraum des Vorratstanks zugewandten - Bereich des Hohlkörpers angeordnet ist.
Vorteilhafterweise ist das oder jedes Druckausgleichelement an und in dem Hohlkörper ausgebildet. Dadurch ist eine besonders platzsparende und simple Bauweise des Kartuschenelementes einerseits und der Verdampferkartusche andererseits gewährleistet, wobei die erfindungsgemäße Ausbildung weiterhin sicherstellt, dass weitere Komponenten des Kartuschenelementes und der Verdampferkartusche freigehalten werden, so dass die Gefahr des Abdeckens durch in den Aufnahmeraum des Vorratstanks hineinragende Bestandteile des Druckausgleichelements reduziert bzw. vermieden wird. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Ausbildung und Anordnung des Druckausgleichelementes am und im Hohlkörper die Herstellung des Kartuschenelementes und dessen Montage zu einer Verdampferkartusche als Gleichteil für einen Einsatz in unterschiedlichen Verdampferkartuschen und unabhängig von deren äußerer Form ermöglicht.
Eine bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Druckausgleichelement aus einer radial gerichteten Ausgleichsöffnung in dem Hohlkörper und einer die Ausgleichsöffnung vollständig abdeckenden, flexiblen
und/oder beweglichen Abdeckung gebildet ist. Die Ausgleichsöffnung ist quasi em „Loch“ in der Wandung des Hohlkörpers und ermöglicht bzw. stellt das notwendige (Ausgleichs-)Volumen zum Kompensieren potentieller Druckschwankungen zur Verfügung. Die Abdeckung schafft eine variable und reversibel verformbare Trennung zwischen der Umgebung des Hohlkörpers und dem Luftströmungskanal im Hohlkörper, indem das „Loch“ vollständig von der Abdeckung überspannt ist. In montiertem Zustand des Kartuschenelementes trennt die Abdeckung den Luftströmungskanal gegenüber der in dem Vorratstank befindlichen Flüssigkeit ab.
Vorteilhafterweise ist der Hohlkörper wahlweise einteilig oder mehrteilig ausgebildet, wobei der Hohlkörper bei einer mehrteiligen Ausbildung mindestens einen Schlotkörper zur Bildung eines ersten Schlotabschnittes und einen mit dem Schlotkörper vorzugsweise lösbar verbundenen Kopfadapter zur Bildung eines zweiten Schlotabschnittes umfasst. Bei der einteiligen Ausbildung existiert ein einzelner Schlotabschnitt, der den Schlot bildet und definiert. Bei der mehrteiligen Ausbildung ist der Schlot aus mehreren Abschnitten gebildet. Der Schlotkörper als erster Schlotabschnitt bildet mit dem Kopfadapter als zweitem Schlotabschnitt den Schlot. Der Kopfadapter weist dazu ebenfalls ein Schlotsegment auf, das separat zum Schlotkörper des ersten Schlotabschnittes ausgebildet und mit diesem verbunden oder einstückig, z.B. durch Anspritzen, mit diesem verbunden ist. Die Lufteintrittsöffnung befindet sich dabei vorzugsweise im Bereich des zweiten Schlotabschnittes, also im Bereich des Schlotsegmentes des Kopfadapters. Die Luftaustrittsöffnung befindet sich vorzugsweise im Bereich des ersten Schlotabschnittes, also im Bereich des Schlotkörpers.
Zweckmäßigerweise ist mindestens in dem ersten Schlotabschnitt eine radial gerichtete Ausgleichsöffnung ausgebildet, die eine Verbindung zwischen der Umgebung des Kartuschenelementes und dem Luftströmungskanal herstellt. Die radiale Ausgleichsöffnung ist in dem Schlotkörper ausgebildet, nämlich vorzugsweise als Öffnung in einer Wandung des Schlotkörpers.
Vorteilhafterweise weist der Hohlkörper im Bereich einer den Luftströmungskanal umgebenden und begrenzenden Wandung eine radial gerichtete Durchgangsöffnung zur Bildung eines Durchgangs zwischen der Umgebung des Kartuschenelementes und dem Luftströmungskanal zum Aufnehmen einer Verdampfereinheit der elektronischen Zigaretten oder des tragbaren Inhalators auf. Besonders bevorzugt ist die Durchgangsöffnung im Bereich des zweiten Schlotabschnittes ausgebildet. Dazu ist ein Durchbruch in der Wandung des Schlotsegmentes, das dem Kopfadapter zugeordnet
ist, ausgebildet. Andere Positionen und Ausgestaltungen der Durchgangsöffnungen sind aber ebenfalls möglich.
Vorzugsweise ist die radial gerichtete Ausgleichsöffnung in dem Hohlkörper in der den Luftströmungskanal umgebenden Wandung in Längsrichtung des Hohlkörpers zwischen der Durchgangsöffnung für die Verdampfereinheit und der Luftaustrittsöffnung des Schlotes ausgebildet. Durch diese Positionierung und Ausbildung ist ein besonders platzoptimierter und einfacher funktionaler Aufbau gewährleistet. In Längsrichtung des Luftströmungskanals erstreckt sich die Ausgleichsöffnung über einen Teil der Länge des Hohlkörpers. Die Form und/oder Größe und/oder Positionierung der Ausgleichsöffnung kann variieren. Es besteht auch die Möglichkeit, dass mehrere Ausgleichsöffnungen vorgesehen sind, z.B. in radialer Richtung auf entgegengesetzten Seiten des Luftströmungskanals, wobei die und jede Ausgleichsöffnung vollständig von der oder jeder Abdeckung abgedeckt ist.
Vorteilhafterweise ist die Abdeckung eine flexible und/oder bewegliche Membran, Folie oder dergleichen, die die Ausgleichsöffnung dichtend abdeckt. Die Membran, Folie oder dergleichen dichtet die oder jede Ausgleichsöffnung über den gesamten Querschnitt ab, so dass im Bereich der oder jeder Ausgleichsöffnung eine vorzugsweise gasdichte und in jedem Fall fluiddichte Entkopplung zwischen dem Luftströmungskanal innerhalb des Hohlkörpers und der Umgebung des Hohlkörpers existiert. Bevorzugt ist die Membran oder dergleichen derart auf dem Hohlkörper montiert, dass sich über bzw. um die Ausgleichsöffnung herum eine Art Blase bildet. Mit anderen Worten ist die Membran oder dergleichen über bzw. um die Ausgleichsöffnung herum ausgebeult fixiert. Steigt der Druck (Überdruck) in der äußeren Umgebung (entspricht in montiertem Zustand des Kartuschenelementes dem Raum außerhalb des Aufnahmeraum des Vorratstanks der Verdampferkartusche und damit außerhalb der elektronischen Zigarette), kann über den Zugang zum Schlot zur äußeren Umgebung ein Druckausgleich stattfinden, indem die Membran, Folie oder dergleichen von der Ausgleichsöffnung weiter weggedrückt wird, wodurch sich das Raumvolumen innerhalb des Aufnahmeraumes der Verdampferkartusche verringert. Die Beule bzw. Blase wird dabei quasi weiter aufgeblasen. Sinkt der Druck (Unterdrück) in der äußeren Umgebung, kann über den Zugang zum Schlot zur äußeren Umgebung ein Druckausgleich stattfinden, indem die Membran, Folie oder dergleichen in Richtung der Ausgleichsöffnung gezogen wird. Mit anderen Worten führt der Unterdrück in der äußeren Umgebung dazu, dass die Beule bzw. Blase einfällt, wodurch sich das Raumvolumen innerhalb des Aufnahmeraumes der Verdampferkartusche vergrößert. In montiertem Zustand kann das Volumen des
Vorratstanks über das Druckausgleichelement quasi „atmen , um Druckschwankungen der äußeren Umgebung innerhalb des Vorratstanks schnell und präzise auszugleichen± indem die Membran in Richtung der Ausgleichsöffnung gezogen oder von dieser weggedrückt wird. Durch dieses „Atmen“ können Druckschwankungen ausgeglichen werden, die sich durch Druckänderungen außerhalb einer ein solches Kartuschenelement umfassenden Verdampferkartusche oder innerhalb der Verdampferkartusche ergeben.
In einer besonders bevorzugten Weiterbildung ist die Abdeckung vorzugsweise schlauchförmig ausgebildet und umgibt den Hohlkörper mindestens im Bereich der Ausgleichsöffnung vollständig, wobei die schlauchförmige Abdeckung in Längsrichtung des Hohlkörpers - ausgehend von der Ausgleichsöffnung - in Richtung der Durchgangsöffnung vor derselben und in Richtung der Luftaustrittsöffnung vor derselben vollumfänglich fest und dichtend mit der Umfangsfläche der Wandung des Hohlkörpers verbunden ist. Die schlauchförmige Ausbildung eignet sich insbesondere auch für Ausführungsformen mit mehreren Ausgleichsöffnungen. Des Weiteren vereinfacht diese Ausführungsform auch die Serienfertigung, da die einzelnen Hohlkörper einschließlich der Anbringung der Druckausgleichelemente an einem Endlosstrang gefertigt werden können. Anstelle einer schlauchförmigen Ausbildung der Abdeckung kann diese z.B. auch flach, nämlich z.B. taschenförmig, ausgebildet sein. Die Abdeckung kann rotationssymmetrisch um die Ausgleichsöffnung herum oder asymmetrisch ausgebildet sein.
Vorteilhafterweise ist die Abdeckung mittels Schweißen und/oder Löten und/oder Kleben und/oder mittels jeder anderen Verbindungstechnik zum festen und dichten Verbinden mit dem Hohlkörper verbunden. Eine mechanische Verbindung der Abdeckung am Hohlkörper ist ebenfalls möglich.
Zweckmäßigerweise ist der Hohlkörper mindestens abschnittsweise vorzugsweise rohrartig und zylinderförmig ausgebildet. Durch diese Ausbildung ist eine einfache Serienfertigung vom Endlosstrang unterstützt. Der Hohlkörper bzw. der Schlotkörper und/oder das Schlotsegment können ganz oder teilweise auch andere Querschnitte aufweisen. Beispielsweise können die Querschnitte auch ellipsoid oder diamantförmig ausgebildet sein.
Eine besonders bevorzugte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass dem Hohlkörper auf der der Luftaustrittsöffnung entgegengesetzten Seite eine Grundplatte zugeordnet ist, wobei die Grundplatte zum dichtenden Befestigen des Kartuschenelementes an einem starren Vorratstank der elektronischen Zigarette oder
des tragbaren Inhalators zum Aufnehmen und Bevorraten einer Flüssigkeit ausgebildet und eingerichtet ist. Bei der Grundplatte kann es sich um eine einfache Platte handeln. Bevorzugt ist die Grundplatte jedoch der Kopfadapter mit dem Schlotsegment. Die Grundplatte bzw. der Kopfadapter kann u.a. die Lufteintrittsöffnung in den Luftströmungskanal aufweisen. Die Grundplatte bzw. der Kopfadapter bildet vorzugsweise den Deckel für den Vorratstank der Verdampferkartusche des Verdampfersystems bzw. schließt die Stirnseite des Vorratstanks der Verdampferkartusche. Die Grundplatte bzw. der Kopfadapter kann einstückig mit dem Schlotkörper des Hohlkörpers ausgebildet sein. Vorzugsweise ist er jedoch als separate Komponente fest aber lösbar mit dem Schlotkörper des Hohlkörpers zur Bildung des durchgängigen Schlotes verbunden. Die Grundplatte bzw. der Kopfadapter ist zum dichtenden Verbinden mit dem Vorratstank ausgebildet und eingerichtet, um eine fluiddichte Verbindung mit der Wandung des Vorratstanks zu ermöglichen.
In entsprechender Weise ist vorzugsweise der Hohlkörper an dem der Luftaustrittsöffnung zugewandten Ende zum dichtenden Befestigen des Kartuschenelementes an einem starren Vorratstank der elektronischen Zigarette oder des tragbaren Inhalators zum Aufnehmen und Bevorraten einer Flüssigkeit ausgebildet und eingerichtet, um eine fluiddichte Verbindung mit der Wandung des Vorratstanks zu ermöglichen.
In bevorzugten Ausführungsformen besteht die reversibel deformierbare Abdeckung wahlweise aus einem gummielastischen Kunststoff, welcher ein oder mehrere Elastomere umfasst, welche aus Kautschuken hergestellt wurden, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Naturkautschuk und Synthesekautschuk, bevorzugt ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Naturkautschuk, Styrol-Butadien- Kautschuk, Polybutadien-Kautschuk, Nitrilkautschuk, Chloropren-Kautschuk, Ethylen- Propylen-Dien-Kautschuk und Silikonkautschuk, oder bevorzugt aus einem thermoplastischen Kunststoff vorzugsweise aus der Gruppe High-Density Polyethylen (HDPE), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) oder dergleichen. Andere fluiddichte und vorzugsweise auch gasdichte Werkstoffe oder Werkstoffkombinationen können ebenfalls eingesetzt werden. In besonders bevorzugten Weiterbildungen können dünne, thermoplastische Kunststofffolien zum Einsatz kommen, z.B. in Form von bereits gereckten, schlaffen Beuteln, die sich unter Faltenbildung einfach verformen lassen.
In einer bevorzugten und montagefertigen Ausführungsform des Kartuschenelementes ist in der Durchgangsöffnung des Hohlkörpers eine flüssigkeitspermeable
Verdampfereinheit angeordnet, die sich über die gesamte Durchgangsöffnung erstreckt, wobei die Verdampfereinheit ein der Umgebung zugewandtes Dochtorgan und ein dem Luftströmungskanal zugewandtes Heizorgan aufweist. Besonders bevorzugt ist die Verdampfereinheit dem Kopfadapter bzw. dem Schlotsegment desselben zugeordnet.
Die Aufgabe wird auch durch eine Verdampferkartusche der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass dem Hohlkörper des Kartuschenelementes ein Druckausgleichelement zugeordnet ist, das zum Druckausgleich zwischen der Umgebung des Kartuschenelementes und dem Luftströmungskanal ausgebildet und eingerichtet ist. Die sich daraus ergebenden Vorteile wurden bereits im Zusammenhang mit dem Kartuschenelement beschrieben. Durch die Zuordnung des oder jedes Druckausgleichelementes zum Hohlkörper, also beabstandet und losgelöst vom Vorratstank und insbesondere zu dessen Wandung, ist die Montage der Verdampferkartusche wesentlich vereinfacht. Die erfindungsgemäßen Verdampferkartuschen sind aufgrund der platzoptimierten Anordnung des oder jedes Druckausgleichelementes und dem simplen funktionalen Aufbau auch kompakter aufgebaut. Im Weiteren kann das Abdecken insbesondere der Verdampfereinheit durch das Druckausgleichelement oder durch Teile davon wirksam verhindert werden.
In montiertem Zustand der Verdampferkartusche bildet der Aufnahmeraum des Vorratstanks die Umgebung für das Kartuschenelement. Der Hohlkörper liegt somit innerhalb des Vorratstanks. Erfindungsgemäße Verdampferkartuschen sind insbesondere geeignet für den Einsatz in elektronischen Zigaretten oder tragbaren Inhalatoren und umfassen daher einen starren Vorratstank, in welchem die zu verdampfende Flüssigkeit bevorratet werden kann. Der Fachmann ist auf Grundlage seines allgemeinen Fachwissens in der Lage zu bewerten, ob ein Vorratstank als starr bezeichnet werden kann. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Ausdruck starr dabei insbesondere solche Vorratstanks, die bei flächiger Anwendung eines Druckes von 200 kPa eine Deformation von 10 % oder weniger, bevorzugt 1% bis 0,1 % oder weniger, erfahren. Beispiele für starre Vorratstanks sind dem Fachmann bekannt und umfassen beispielsweise solche, die aus Glas, Metall oder nichtgummielastischem Kunststoff gefertigt sind. Ausdrücklich sind auch solche Vorratstanks als starr zu bezeichnen, die dünnwandig und biegbar ausgebildet sind.
Das dem Hohlkörper zugeordnete Druckausgleichelement trennt den Luftströmungskanal innerhalb des Hohlkörpers von der im Vorratstank befindlichen Flüssigkeit, die ausschließlich über die Verdampfereinheit als Dampf oder dergleichen
in den Luftströmungskanal gelangen kann. Ändert sich der Druck in der äußeren Umgebung, also insbesondere außerhalb der Verdampferkartusche oder durch Nutzung der Verdampferkartusche, können die entstehenden Druckunterschiede über das Druckausgleichelement zuverlässig und unmittelbar ausgeglichen werden. Durch das Druckausgleichelement kann eine Volumenzunahme oder Volumenabnahme innerhalb des Aufenthaltsraums erreicht werden, um die Druckdifferenz zwischen der äußeren Umgebung U‘ außerhalb der Verdampferkartusche und der Umgebung U innerhalb der Verdampferkartusche zu kompensieren.
Dazu deckt das Druckausgleichelement vorzugsweise den Luftströmungskanal mindestens flüssigkeitsdicht, optional auch gasdicht, gegenüber dem die Flüssigkeit beinhaltenden Aufnahmeraum des Vorratstanks ab. Zweckmäßigerweise ist das Druckausgleichelement des Kartuschenelementes zur Volumenänderung des die Flüssigkeit aufnehmenden Bereiches des Aufnahmeraumes ausgebildet und eingerichtet. Vorzugsweise ist das Druckausgleichelement beweglich und besonders bevorzugt flexibel ausgebildet, so dass es zur Volumenvergrößerung und Volumenreduzierung bewegbar und/oder dehnbar ist.
Ganz besonders vorteilhaft ist das Kartuschenelement der erfindungsgemäßen Verdampferkartusche nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 16 ausgebildet und eingerichtet.
Die Aufgabe wird des Weiteren durch ein Verdampfersystem der eingangs genannten Art gelöst, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Verdampferkartusche nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 21 ausgebildet und eingerichtet ist. Zur Vermeidung von Wiederholungen zu den Vorteilen wird auf die Ausführungen zum Kartuschenelement und zur Verdampferkartusche verwiesen.
Vorteilhafterweise bildet die Verdampferkartusche ein erstes Teil, insbesondere ein Einwegteil, und der Kartuschenträger bildet ein zweites Teil, insbesondere ein Mehrwegteil, wobei das erste Teil und das zweite Teil reversibel und zerstörungsfrei lösbar miteinander verbunden sind, so dass ein elektrischer Kontakt zwischen der elektrischen Energiequelle des Kartuschenträgers und einem elektrischen Heizelement der Verdampferkartusche sowie ein fluidleitender Kontakt zwischen dem Vorratstank und dem elektrischen Heizelement besteht.
Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren mit den eingangs genannten dadurch gelöst, dass das Verfahren durch folgende Schritte dadurch gekennzeichnet ist, dass das Druckausgleichelement vor dem endgültigen Montieren der Verdampferkartusche unmittelbar und direkt am Hohlkörper vormontiert wird. Der Hohlkörper ist leicht
zugänglich und insbesondere auch tauglich zur Serienfertigung z.B. von einem Endlosstrang, so dass das oder jedes Druckausgleichelement mit geringem Aufwand schnell, zuverlässig und platzsparend am Hohlkörper (vor-)montiert werden kann, bevor der Hohlkörper zur Endmontage dichtend mit dem Vorratstank und/oder anderen Komponenten verbunden wird.
Zweckmäßigerweise wird die Flüssigkeit vor dem endgültigen Montieren der Verdampferkartusche in den Vorratstank gefüllt. Die Flüssigkeit kann z.B. schnell und zuverlässig in den noch offenen Vorratstank gefüllt werden, bevor dieser durch das Kartuschenelement und/oder andere Komponenten unter Bildung des geschlossenen Aufnahmeraums dichtend geschlossen wird.
Vorteilhafterweise wird ein (vorkonfektionierter) Hohlkörper bereitgestellt, der zusätzlich zu den Lufteintritts- und Luftaustrittsöffnungen eine Ausgleichsöffnung als Bestandteil des Druckausgleichelementes aufweist. Damit ist eine schnelle und platzsparende Herstellung bzw. Vorfertigung des Kartuschenelementes bzw. des Hohlkörpers zur vereinfachten Herstellung bzw. Montage der Verdampferkartusche gewährleistet.
Eine bevorzugte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass zum Vormontieren des Druckausgleichelementes jede Ausgleichsöffnung mit einer flexiblen und/oder beweglichen Abdeckung dichtend verschlossen wird. Die endgültige Fertigstellung bzw. Anbringung des Druckausgleichelementes ist damit wesentlich vereinfacht und besonders platzsparend. Das Verbinden kann z.B. durch Schweißen, Löten, Kleben oder andere übliche Verbindungstechniken erfolgen.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verschließen jeder Ausgleichsöffnung mit der Abdeckung die folgende Schrittfolge aufweist: eine fluiddichte Membran wird als Abdeckung über jede Ausgleichsöffnung gezogen, flüssigkeitsdichtes Verbinden der Membran mit dem Hohlkörper im Bereich einer ersten Verbindungsstelle, flüssigkeitsdichtes Verbinden der Membran mit dem Hohlkörper im Bereich einer zweiten Verbindungsstelle. Diese Schrittfolge ermöglicht auf besonders effiziente und präzise Weise die Serienfertigung der Herstellung der Kartuschenelemente bzw. der das Druckausgleichelement tragenden Hohlkörper, was letztlich die Herstellung/Montage der Verdampferkartusche schnell und kostenoptimiert ermöglicht.
Vorteilhafterweise wird ein endloser Schlauch als fluiddichte Membran durch Luft- und/oder Gas aufgeblasen, zur Abdeckung jeder Ausgleichsöffnung über den Hohlkörper gezogen und auf diesem abgesetzt, bevor die Membran mit dem Hohlkörper verbunden wird, wobei das nicht mit dem Hohlkörper verbundene Ende des
endlosen Schlauches mit der Erstellung der zweiten Verbindungsstelle oder danach abgetrennt wird. Dadurch werden die vorstehend erläuterten Vorteile weiter unterstützt.
Optional wird die Abdeckung nach dem Verbinden mit dem Hohlkörper zum Verringern der Materialstärke der Abdeckung und/oder zum Vergrößern des Volumens einer durch die Abdeckung entstehenden Blase radial nach außen durch Tiefziehen bearbeitet. Das Tiefziehen kann z.B. durch ein erwärmtes Werkzeug mittels Vakuum erfolgen.
Eine dünnere Material- oder Wandstärke reagiert sensibler auf Druckschwankungen, so dass dadurch bereits kleinere Druckänderungen effektiv ausgeglichen werden können.
Weitere zweckmäßige und/oder vorteilhafte Merkmale und Weiterbildungen zu der Vorrichtung und zum Verfahren ergeben sich aus den Unteransprüchen und der Beschreibung. Besonders bevorzugte Ausführungsformen werden anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kartuschenelementes mit Druckausgleichelement in Seitenansicht, wobei der Hohlkörper des Kartuschenelementes im Wesentlichen einen Schlotkörper umfasst,
Fig. 2 a) bis d) eine Schrittfolge zur Herstellung einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Kartuschenelementes, nämlich des Kartuschenelementes gemäß Figur 1 mit einem Kopfadapter, wobei der Hohlkörper des Kartuschenelementes im Wesentlichen den ein Schlotsegment umfassenden Kopfadapter und den Schlotkörper umfasst.
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Verdampferkartusche mit einem Kartuschenelement gemäß Figur 2 in (Teil-)Schnittdarstellung, und
Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Verdampfersystems mit einer Verdampferkartusche gemäß Figur 3 in (Teil-)Schnittdarstellung.
Das in der Zeichnung dargestellte Kartuschenelement ist zum Einsatz in einer Verdampferkartusche eines als E-Zigarette zu nutzenden Verdampfersystems ausgebildet und eingerichtet. In entsprechender Weise sind das Kartuschenelement,
die Verdampferkartusche und das Verdampfersystem als tragbarer Inhalator zum Inhalieren anderer Wirkstoffe, insbesondere solcher zu pharmazeutischen und/oder medizinischen Zwecken, geeignet und entsprechend ausgebildet und eingerichtet.
In der Figur 1 ist ein Kartuschenelement 10 für eine elektronische Zigarette 11 dargestellt. Optional kann das Kartuschenelement 10 auch für tragbare Inhalatoren oder andere Inhalationssysteme ausgebildet und geeignet sein. Das Kartuschenelement 10 umfasst einen Hohlkörper 12 mit einem durchgängigen Luftströmungskanal 13 zur Bildung eines Schlotes 14, der sich innerhalb des Hohlkörpers 12 von einer Lufteintrittsöffnung 15 bis zu einer Luftaustrittsöffnung 16, vorzugsweise in den Bereich eines Mundstückes 17 der elektronischen Zigarette 11 oder des tragbaren Inhalators, erstreckt.
Dieses Kartuschenelement 10 ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass dem Hohlkörper 12 ein Druckausgleichelement 21 zugeordnet ist. In der dargestellten Ausführungsform ist ein einzelnes Druckausgleichelement 21 gezeigt. In anderen Weiterbildungen können auch zwei oder mehr Druckausgleichelemente 21 vorgesehen sein.
Die im Folgenden beschriebenen Merkmale und Weiterbildungen stellen für sich betrachtet oder in Kombination miteinander bevorzugte Ausführungsformen des Kartuschenelementes 10 (siehe insbesondere Figuren 1 und 2) bzw. einer ein Kartuschenelement 10 umfassenden Verdampferkartusche 22 (siehe insbesondere Figur 3) sowie der E-Zigarette 11 (siehe insbesondere Figur 4) dar. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Merkmale, die in den Ansprüchen und/oder der Beschreibung und/oder der Zeichnung zusammengefasst oder in einer gemeinsamen Ausführungsform beschrieben sind, auch funktional eigenständig das weiter oben beschriebene Kartuschenelement 10 bzw. eine ein solches Kartuschenelement 10 umfassende Verdampferkartusche bzw. ein entsprechendes Verdampfersystem weiterbilden können.
Das oder jedes Druckausgleichelement 21 ist an und in dem Hohlkörper 12 ausgebildet. Einzelne Bestandteile des Druckausgleichelementes 21 stehen dabei über den Hohlkörper 12 hinaus, während andere Bestandteile des Druckausgleichelementes 21 in den Hohlkörper 12 hineinragen bzw. in diesen eingelassen sind. Das Druckausgleichelement 21 kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet. Vorzugsweise ist das Druckausgleichelement 21 aus einer radial gerichteten Ausgleichsöffnung 23 in
dem Hohlkörper 12 - die Ausgleichsöffnung 23 bildet den in den Hohlkörper 12 hineinragenden Bestandteil des Druckausgleichelementes 21 - und einer die Ausgleichsöffnung 23 vollständig abdeckenden, flexiblen und/oder beweglichen Abdeckung 24 - die Abdeckung 24 bildet den über den Hohlkörper 12 hinausragenden Bestandteil - gebildet. Die Ausgleichsöffnung 23 kann in Form, Kontur, Größe variieren. Vorzugsweise ist die Ausgleichsöffnung 23 in Form eines Langlochs ausgebildet und erstreckt sich in Längsrichtung der Mittelachse MH des Hohlkörpers 12. Auch die Anzahl der Ausgleichsöffnung 23 kann variieren.
Der Hohlkörper 12 kann wahlweise einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein, wobei der Hohlkörper 12 bei einer mehrteiligen Ausbildung mindestens einen Schlotkörper 42 zur Bildung eines ersten Schlotabschnittes und einen mit dem Schlotkörper 42 vorzugsweise lösbar verbundenen Kopfadapter 43 zur Bildung eines zweiten Schlotabschnittes umfasst. Bei der einteiligen Ausbildung existiert ein einzelner Schlotabschnitt, der den Schlot 14 bildet und definiert. Der Hohlkörper 12 umfasst dann nur den Schlotkörper 42, wie z.B. in der Figur 1 dargestellt. Bei der mehrteiligen Ausbildung ist der Schlot 14 aus mehreren Abschnitten gebildet. Der Schlotkörper 42 als erster Schlotabschnitt bildet mit dem Kopfadapter 43 als zweitem Schlotabschnitt den Schlot 14. Der Kopfadapter 43 weist dazu ebenfalls ein Schlotsegment 44 auf, das separat zum Schlotkörper 42 des ersten Schlotabschnittes ausgebildet und mit diesem verbunden oder einstückig, z.B. durch Anspritzen, mit diesem verbunden sein kann.
Der Hohlkörper 12 umfasst dann, wie z.B. der Figur 2 zu entnehmen, den Schlotkörper 42 einerseits und den das Schlotsegment 44 umfassenden Kopfadapter 43, so dass der durchgängige Schlot 14 durch das Schlotsegment 44 und den Schlotkörper 42 gebildet ist. Die Lufteintrittsöffnung 15 befindet sich dabei vorzugsweise im Bereich des zweiten Schlotabschnittes, also im Bereich des Schlotsegmentes 44 des Kopfadapters 43. Die Luftaustrittsöffnung 16 befindet sich vorzugsweise im Bereich des ersten Schlotabschnittes, also im Bereich des Schlotkörpers 42.
Mindestens in dem ersten Schlotabschnitt, also im Schlotkörper 42, ist eine radial gerichtete Ausgleichsöffnung 23 ausgebildet, die eine Verbindung zwischen der Umgebung U des Kartuschenelementes 10 und dem Luftströmungskanal 13 herstellt. Weitere Ausgleichsöffnungen 23 können im Schlotkörper 42 und/oder im Schlotsegment 44 ausgebildet sein.
Der Hohlkörper 12 weist im Bereich einer den Luftströmungskanal 13 umgebenden und begrenzenden Wandung 18 eine radial gerichtete Durchgangsöffnung 19 zur Bildung eines Durchgangs zwischen der Umgebung U des Kartuschenelementes 10 und dem
Luftströmungskanal 13 zum Aufnehmen einer Verdampfereinheit 20 der elektronischen Zigaretten 11 oder des tragbaren Inhalators auf. Es bestehen unterschiedliche Optionen zur Ausbildung und/oder Positionierung der oder jeder Durchgangsöffnung 19. Besonders bevorzugt ist die Durchgangsöffnung 19 im Bereich des zweiten Schlotabschnittes, also entlang des Schlotsegmentes 44 des Kopfadapters 43 ausgebildet.
Die radial gerichtete Ausgleichsöffnung 23 ist in dem Hohlkörper 12 in der den Luftströmungskanal 13 umgebenden Wandung 18 in Längsrichtung des Hohlkörpers 12 zwischen der Durchgangsöffnung 19 für die Verdampfereinheit 20 und der Luftaustrittsöffnung 16 des Schlotes 14 ausgebildet. Die Ausgleichsöffnung 23 erstreckt sich also zum einen in Längsrichtung des Hohlkörpers 12 und zum anderen quer zur Längserstreckung radial nach innen. Bezüglich der Länge der Ausgleichsöffnung 23 in Längsrichtung sind verschiedene Optionen möglich. In der dargestellten Ausführungsform ist die Ausgleichsöffnung 23 etwa mittig zwischen der Durchgangsöffnung 19 und der Luftaustrittsöffnung 16 angeordnet und erstreckt sich etwa über ein Drittel der Gesamtlänge der Strecke zwischen der Durchgangsöffnung 19 und der Luftaustrittsöffnung 16. Selbstverständlich kann die Ausgleichsöffnung 23 auch kürzer oder länger ausgebildet sein. Optional sind auch kleine, runde Bohrungen als Ausgleichsöffnung 23 möglich.
Die Abdeckung 24 kann ein vorzugsweise aktiv angesteuertes, bewegbares, mechanisches Element sein. Bevorzugt ist die Abdeckung 24 eine flexible und/oder bewegliche Membran 25, Folie oder dergleichen, die die Ausgleichsöffnung 23 bzw. jede Ausgleichsöffnung 23 dichtend und vollständig abdeckt. Vorzugsweise ist die Membran 25 einstückig ausgebildet. Eine mehrteilige Membran 25 oder mehrere einzelnen Membrane 25 sind ebenfalls einsetzbar. Besonders bevorzugt ist die Abdeckung 24, im gezeigten Ausführungsbeispiel die Membran 25, schlauchförmig ausgebildet und umgibt den Hohlkörper 12 mindestens im Bereich der Ausgleichsöffnung 23 vollständig, wobei die schlauchförmige Abdeckung 24 in Längsrichtung des Hohlkörpers 12 in Richtung der Durchgangsöffnung 19 vor derselben und in Richtung der Luftaustrittsöffnung 16 vor derselben vollumfänglich fest und dichtend mit der Umfangsfläche 26 der Wandung 18 des Hohlkörpers 12 verbunden ist. Anstelle einer schlauchförmigen Ausbildung der Abdeckung 24/Membran 25 ist auch eine taschenförmige Ausbildung möglich. Andere Ausbildungen und Formen der Abdeckung 24 sind ebenfalls einsetzbar. Die Abdeckung 24/Membran 25 ist zur Ausübung einer Ausgleichbewegung/Dehnung bei einer schlauchförmigen Ausbildung gemäß der Pfeile 27 ausgebildet und eingerichtet.
Die Ausgleichsbewegung/Dehnung ist über den gesamten Umfang des Hohlkörpers 12 in alle Richtungen gegeben und damit quasi rotationssymmetrisch. In anderen - nicht explizit dargestellten - Ausführungsformen, in denen die Ausgleichsöffnung 23 anders positioniert und/oder ausgebildet ist und/oder die Abdeckung 24 anders als schlauchförmig ausgebildet ist, kann die Abdeckung 24/Membran 25 in andere Richtungen als in der Figur dargestellt gedehnt/entfaltet werden, insbesondere auch nicht rotationssymmetrisch.
Die Abdeckung 24 ist mittels Schweißen und/oder Löten und/oder Kleben und/oder mittels jeder anderen Verbindungstechnik zum festen und dichten Verbinden mit dem Hohlkörper 12 verbunden. Die Verbindungsstellen 28, 29 sind vorzugsweise jeweils im Randbereich der schlauchförmigen Membran 25 ausgebildet. Beispielsweise kann die in der Oberfläche erwärmte Membran 25 mit der Umfangsfläche 26 des Hohlkörpers 12 verpresst werden. Die Art und Weise der Verbindung ist frei wählbar, solange die Verbindungsstellen 28, 29 dicht sind. Die Membran 25 selbst ist flüssigkeitsdicht ausgebildet und vorzugsweise auch gasdicht.
Der Hohlkörper 12 selbst ist optional mindestens abschnittsweise rohrartig und zylinderförmig ausgebildet. Besonders bevorzugt ist der Querschnitt des Hohlkörpers 12 mindestens im Bereich der Verbindungsstellen 28, 29, die ja die Dichtflächen zwischen Abdeckung 24/Membran 25 einerseits und Hohlkörper 12 andererseits bilden, ellipsoid oder diamantförmig ausgebildet. In der dargestellten Ausführungsform ist der Hohlkörper 12 einteilig aus einem festen Material, beispielsweise einem Metall, Kunststoff, einem Verbundwerkstoff oder dergleichen, hergestellt. Der Luftströmungskanal 13 innerhalb des Hohlkörpers 12 kann linear, nämlich parallel zur Mittelachse MH, verlaufen. Der Verlauf des Luftströmungskanals 13 kann jedoch variieren.
Vorzugsweise ist dem Hohlkörper 12 auf der der Luftaustrittsöffnung 16 entgegengesetzten Seite, also vorzugsweise im Bereich der Lufteintrittsöffnung 15, die jedoch auch an einer anderen Position ausgebildet sein kann, eine Grundplatte 30 oder dergleichen zugeordnet, wobei die Grundplatte 30 zum dichtenden Befestigen des Kartuschenelementes 10 an einem starren Vorratstank 31 der elektronischen Zigarette 11 bzw. der Verdampferkartusche 22 oder des tragbaren Inhalators zum Aufnehmen und Bevorraten einer Flüssigkeit ausgebildet und eingerichtet sein kann. Bei der Grundplatte 30 kann es sich um eine einfache Platte handeln. Bevorzugt ist die Grundplatte 30 jedoch der Kopfadapter 43 mit dem Schlotsegment 44. Die Grundplatte 30 bzw. der Kopfadapter 43 schließt den Vorratstank 31 stirnseitig dichtend ab.
Mit oder ohne Grundplatte 30 bzw. Kopfadapter 43 ist eine dichtende Verbindung des Hohlkörpers 12 mit dem Vorratstank 31 gewährleistet. Dazu ist der Hohlkörper 12 an beiden einander entgegengesetzten Enden dazu angepasst und ausgebildet, eine dichtende Verbindung herzustellen, wahlweise mit dem Vorratstank 31 und/oder dem Mundstück 17 der E-Zigarette 11. Auf der der Lufteintrittsöffnung 15 zugewandten Seite erfolgt die Abdichtung vorzugsweise mittels der Grundplatte 30 bzw. des Kopfadapters 43. An dem der Luftaustrittsöffnung 16 zugewandten Ende des Hohlkörpers 12 ist dieser zum dichtenden Befestigen des Kartuschenelementes 10 an dem starren Vorratstank 31 der elektronischen Zigarette 11 oder des tragbaren Inhalators bzw. dem entsprechenden Mundstück 17 ausgebildet und eingerichtet.
Die reversibel deformierbare Abdeckung 24, im dargestellten Beispiel die Membran 25 besteht wahlweise aus einem gummielastischem Kunststoff, welcher ein oder mehrere Elastomere umfasst, welche aus Kautschuken hergestellt wurden, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Naturkautschuk und Synthesekautschuk, bevorzugt ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Naturkautschuk, Styrol-Butadien- Kautschuk, Polybutadien-Kautschuk, Nitrilkautschuk, Chloropren-Kautschuk, Ethylen- Propylen-Dien-Kautschuk und Silikonkautschuk, oder bevorzugt aus einem thermoplastischen Kunststoff vorzugsweise aus der Gruppe High-Density Polyethylen (HDPE), Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) oder dergleichen. Andere Werkstoffen Materialien oder Materialkombinationen sind ebenfalls einsetzbar. Ganz besonders bevorzugt können dünne, thermoplastische Kunststofffolien zum Einsatz kommen, z.B. in Form von bereits gereckten, schlaffen Beuteln, die sich unter Faltenbildung einfach verformen lassen.
Als modulares Ersatz- oder Austauschteil ist das Kartuschenelement 10 als Gleichteil vielfältig und beinahe universell, insbesondere auch unabhängig von der äußeren Form, einsatzfähig. Zum Einsatz in einer Verdampferkartusche 22 ist in der Durchgangsöffnung 19 des Hohlkörpers 12 eine flüssigkeitspermeable Verdampfereinheit 20 angeordnet, die sich über die gesamte Durchgangsöffnung 19 erstreckt, wobei die Verdampfereinheit 20 ein der Umgebung zugewandtes Dochtorgan 32 und ein dem Luftströmungskanal 13 zugewandtes (nicht explizit dargestelltes) Heizorgan aufweist. Die Verdampfereinheit 20 ist dazu ausgebildet, Flüssigkeit mittels des Dochtorgans 32 dem Heizorgan zuzuführen, das die verdampfte Flüssigkeit in den Luftströmungskanal 13 abgibt.
Eine solche Verdampferkartusche 22 wird im Folgenden mit Bezug auf die Figur 3 beschrieben. Die Verdampferkartusche 22 ist Bestandteil einer elektronischen
Zigarette 11 (siehe insbesondere Figur 4) oder eines tragbaren Inhalators und umfasst mindestens einen starren Vorratstank 31 zum Aufnehmen und Bevorraten einer Flüssigkeit sowie ein eine Verdampfereinheit 20 umfassendes Kartuschenelement 10, das - zur Bildung eines geschlossenen Aufnahmeraums 33 für die Flüssigkeit, der die Umgebung U für den Hohlkörper 12 darstellt, - dichtend mit dem Vorratstank 31 verbunden ist, wobei das Kartuschenelement 10 einen Hohlkörper 12 mit einem durchgängigen Luftströmungskanal 13 zur Bildung eines Schlotes 14 aufweist.
Eine solche Verdampferkartusche 22 ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass dem Hohlkörper 12 des Kartuschenelementes 10 ein Druckausgleichelement 21 zugeordnet ist, das zum Druckausgleich zwischen der Umgebung U, also dem Aufnahmeraum 33, des Kartuschenelementes 10 und dem Luftströmungskanal 13 ausgebildet und eingerichtet ist. Der Aufnahmeraum 33 des Vorratstanks 31 bildet die Umgebung U für das Kartuschenelement 10 und das Reservoir für die Flüssigkeit, wobei innerhalb des Aufnahmeraums 33 auch Luft-/Gasblasen auftreten können. Das Entstehen und/oder Vergrößern der Luft-/Gasblasen z.B. durch die bestimmungsgemäße Nutzung der Verdampferkartusche 22 und/oder äußere Einflüsse, also Druckveränderungen in der Umgebung U‘ außerhalb der Verdampferkartusche 22, führt zu sich verändernden Druckverhältnissen, die mittels des Druckausgleichelementes 21 kompensiert werden. Das Druckausgleichelement 21 deckt den Luftströmungskanal 13 flüssigkeitsdicht und vorzugsweise auch gasdicht gegenüber dem die Flüssigkeit beinhaltenden Aufnahmeraum 33 des Vorratstanks 31 ab. In der dargestellten Ausführungsform ist das Druckausgleichelement 21 des Kartuschenelementes 10 zur Volumenänderung des die Flüssigkeit aufnehmenden Bereiches des Aufnahmeraumes 33 ausgebildet und eingerichtet. Steigt der Druck (Überdruck) in der äußeren Umgebung U‘, also außerhalb des Aufnahmeraum 33 des Vorratstanks 31 der Verdampferkartusche 22, kann über den Zugang zum Schlot 14 zur äußeren Umgebung U‘ ein Druckausgleich, also insbesondere über die oder jede Ausgleichsöffnung 23, stattfinden, indem die Membran 25, Folie oder dergleichen von der Ausgleichsöffnung 23 weiter weggedrückt wird, wodurch sich das Raumvolumen innerhalb des Aufnahmeraumes 33 der Verdampferkartusche 22 verringert. Die Beule bzw. Blase wird dabei quasi weiter aufgeblasen. Sinkt der Druck (Unterdrück) in der äußeren Umgebung U‘, kann über den Zugang zum Schlot zur äußeren Umgebung U‘ ein Druckausgleich stattfinden, indem die Membran 25, Folie oder dergleichen in Richtung der Ausgleichsöffnung 23 gezogen wird. Mit anderen Worten führt der Unterdrück in der äußeren Umgebung U‘ dazu, dass die Beule bzw. Blase einfällt,
wodurch sich das Raumvolumen innerhalb des Aufnahmeraumes 33 der Verdampferkartusche 22 vergrößert.
Die reversibel dehnbare Membran 25 als Abdeckung 24 lässt sich bei bestehendem bzw. entstehendem Unterdrück in der Umgebung U‘ in Richtung der Ausgleichsöffnung 23 ziehen (siehe Pfeile 27) und führt zu der Volumenvergrößerung des Aufnahmeraumes 33. Bei bestehendem bzw. entstehendem Überdruck in der Umgebung U‘ lässt sich die Membran 25 von der Ausgleichsöffnung 23 wegdrücken (siehe Pfeile 27) und führt zu der Volumenverringerung des Aufnahmeraumes 33, wodurch letztlich „online“ konstante Druckverhältnisse innerhalb des Aufnahmeraumes 33 realisierbar sind. Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung können bereits geringe Druckunterschiede kompensiert werden. Anders ausgedrückt führen bereits geringe Druckunterschiede zu einer Verformung des Druckausgleichelementes 21 und Volumenänderung innerhalb des Aufnahmeraumes 33. Die Abdeckung 24 bzw. Membran 25 ist derart „sensibel“ ausgebildet und eingerichtet, dass bereits kleine Druckschwankungen, also Entstehung von Überdruck oder Unterdrück außerhalb der Verdampferkartusche 22, insbesondere in der Umgebung U‘ von bevorzugt kleiner 15hPa und besonders bevorzugt kleiner 5hPA mittels des Druckausgleichelementes 21 kompensierbar sind.
In der dargestellten, bevorzugten Verdampferkartusche 22 gemäß Figur 3 ist das Kartuschenelement 10 nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12 ausgebildet und eingerichtet.
Die Verdampferkartusche 22 ist ein eigenständiges Modul, bevorzugt jedoch Bestandteil eines Verdampfersystems 34, insbesondere einer elektronische Zigarette 11 oder eines tragbaren Inhalators. Das Verdampfersystem 34, in der Zeichnung also die E-Zigarette 11, ist zum Inhalieren von mit Wirkstoffen angereichertem Aerosol, Aerosol- Dampf-Gemisch oder dergleichen ausgebildet und eingerichtet und umfasst einen mindestens eine elektronische Steuereinheit 35 und eine Energiequelle 36 umfassenden Kartuschenträger 37 sowie die Verdampferkartusche 22. Dieses Verdampfersystem 34 ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass die Verdampferkartusche 22 nach einem oder mehreren der Ansprüche 13 bis 17 ausgebildet und eingerichtet ist. Das Verdampfersystems 34 kann einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Es kann insgesamt als Einweg- oder Mehrwegteil ausgebildet sein, mit einem oder mehreren Vorratstanks 31. In der gezeigten Ausführungsform bildet die Verdampferkartusche 22 ein erstes Teil, insbesondere ein Einwegteil, und der Kartuschenträger 37 bildet ein zweites Teil, insbesondere ein
Mehrwegteil, wobei das erste Teil und das zweite Teil reversibel und zerstörungsfrei lösbar miteinander verbunden sind, so dass ein elektrischer Kontakt zwischen der elektrischen Energiequelle 36 des Kartuschenträgers 37 und dem elektrischen Heizelement der Verdampferkartusche 22 sowie ein fluidleitender Kontakt zwischen dem Vorratstank 31 bzw. dem Aufnahmeraum 33 und dem elektrischen Heizelement besteht.
Beim bestimmungsgemäßen Nutzen des E-Zigarette 11 saugt die nutzende Person am Mundstück 17, wodurch nach und nach Flüssigkeit aus dem Vorratstank 31 bzw. Aufnahmeraum 33 über die Verdampfereinheit 20 als Aerosol, Aerosol-Dampfgemisch oder dergleichen in den Strömungskanal 13 gelangt und von der nutzenden Person inhaliert wird. Durch die im Aufnahmeraum 33 geringer werdende Menge an Flüssigkeit und/oder äußere Einflüsse, also Veränderung der Druckverhältnisse außerhalb der E- Zigarette in der Umgebung U‘, ändern sich die Druckverhältnisse zwischen äußerer Umgebung U‘ und dem Aufnahmeraum 33, also der inneren Umgebung U. Insbesondere entsteht bei sachgerechter Nutzung der E-Zigarette 11 ein Unterdrück im Aufnahmeraum 33, der durch die Beweglichkeit bzw. Flexibilität der Membran 25 kompensiert wird, indem die Membran 25 zur Volumenreduzierung des Aufnahmeraums 33 radial nach außen gezogen wird, wodurch der Unterdrück ausgeglichen wird. Da die Membran 25 ggf. nicht ausreichend dehnbar ausgebildet ist, um bis zur völligen Entleerung des Vorratstanks 31 für den Druckausgleich zu sorgen, kann optional ein - nicht explizit dargestelltes - Belüftungsventil vorgesehen sein, mittels dem der Druckausgleich ausführbar ist.
Ändert sich z.B. der Umgebungsdruck der E-Zigarette 11 und damit auch der Verdampferkartusche 22, ändern sich auch die Druckverhältnisse innerhalb des Vorratstanks 31. Sinkt z.B. der Umgebungsdruck der E-Zigarette 11, dehnen sich Luft- /Gasblasen, die sich neben der Flüssigkeit innerhalb des Aufnahmeraumes 33 befinden, aus. Dadurch kommt es zu einer Volumenzunahme der Luft-/Gasblasen innerhalb des Aufnahmeraums 33, die durch die Beweglichkeit bzw. Flexibilität der Membran 25 kompensiert wird. Die Membran 25 wird nämlich radial nach innen gerichtet gedrückt und ggf. auch in die Ausgleichsöffnung 23 gedrückt. Durch den Ausgleich des Überdrucks wird ein „Herausdrücken“ bzw. das Austreten von Flüssigkeit durch die Verdampfereinheit 20 hindurch in den Luftströmungskanal 13 wirksam verhindert.
Im Folgenden wird das Verfahren zur Herstellung einer Verdampferkartusche 22 näher beschrieben. Der Begriff „Herstellung“ umfasst ausdrücklich auch das Vorkonfektionieren und Montieren vorkonfektionierter Komponenten der Verdampferkartusche 22.
Das Verfahren ist insbesondere zum Herstellen einer Verdampferkartusche 22 nach einem oder mehreren der Ansprüche 17 bis 21 ausgebildet und geeignet und umfasst folgende Schritte: Es wird ein Hohlkörper 12 bereitgestellt, der einen durchgängigen Luftströmungskanal 13 zur Bildung eines Schlotes 14 mit einer Lufteintrittsöffnung 15 und einer Luftaustrittsöffnung 16 umfasst. Weiterhin wird eine eine Verdampfereinheit 20 tragende Komponente bereitgestellt. Des Weiteren wird ein starrer, einen Aufnahmeraum 33 zum Aufnehmen und Bevorraten einer Flüssigkeit bildender Vorratstank 31 bereitgestellt. Zusätzlich wird ein Druckausgleichelement 21 bereitgestellt und, derart, dass das Druckausgleichelement 21 in montiertem Zustand von Hohlkörper 12, der die Verdampfereinheit 20 tragenden Komponente und Vorratstank 31 zum Druckausgleich zwischen Luftströmungskanal 13 und Aufnahmeraum 33 wirkt. Diese bereitgestellten und ggf. vormontierten Komponenten werden dann endgültig zur fertigen Verdampferkartusche 22 montiert, indem der Hohlkörper 12 und die die Verdampfereinheit 20 tragende Komponente unter Bildung eines geschlossenen Aufnahmeraums 33 zur Aufnahme der Flüssigkeit dichtend mit dem Vorratstank 31 verbunden werden. In der endgültig montierten Verdampferkartusche 22 ist das Druckausgleichelement 21 innerhalb des Aufnahmeraums 33 positioniert, um die darin auftretenden, nutzungsbedingten und/oder durch äußere Einflüsse auftretenden Druckschwankungen auszugleichen.
Erfindungsgemäß wird das Druckausgleichelement 21 vor dem endgültigen Montieren der Verdampferkartusche 22 unmittelbar und direkt am Hohlkörper 12 vormontiert, Das einteilige oder mehrteilige bzw. aus mehreren Komponenten bestehende Druckausgleichelement 21 wird abseits und unabhängig vom Vorratstank 31 ausschließlich am Hohlkörper 12 ausgebildet und gefertigt/montiert.
Das Bereitstellen und/oder Vormontieren der Komponenten „Hohlkörper 12“, vorzugsweise als Schlotkörper 42, „die Verdampfereinheit 20 tragende Komponente“, vorzugsweise als ein Schlotsegment 44 umfassender Kopfadapter 43, „Vorratstank 31“ und „Druckausgleichelement 21“ kann auf unterschiedliche Weise und/oder zumindest teilweise in unterschiedlicher Reihenfolge ausgeführt werden.
In einer ersten Variante kann der Hohlkörper 12 als Einzelkomponente bereitgestellt werden, z.B. als Spritzgussteil. An diesen Hohlkörper 12 bzw. den Schlotkörper 42 wird
das Druckausgleichelement 21 angebracht. Das kann z.B. durch Aufziehen einer schlauchförmigen Membran 25 auf den Hohlkörper 12 mit anschließendem Verbinden mit demselben erfolgen. Anschließend wird der Vorratstank 31 an den Hohlkörper 12 angespritzt. Im Anschluss wird die die Verdampfereinheit 20 tragende Komponente bzw. der die Verdampfereinheit 20 in einem Schlotsegment 44 tragende Kopfadapter
43 quasi als Deckel auf die aus Hohlkörper 12 mit Druckausgleichelement 21 sowie Vorratstank 31 gebildete Einheit aufgesetzt und befestigt.
In einer zweiten Variante wird der Hohlkörper 12 ebenfalls als Einzelkomponente bereitgestellt, z.B. als Spritzgussteil. An diesen Hohlkörper 12 bzw. Schlotkörper 42 wird das Druckausgleichelement 21 angebracht. Das kann z.B. durch Aufziehen einer schlauchförmigen Membran 25 auf den Hohlkörper 12 mit anschließendem Verbinden mit demselben oder auf andere Weise erfolgen. Dazu wird ein separat hergestellter Vorratstank 31 bereitgestellt. Der kann ebenfalls z.B. im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Der mit dem Druckausgleichelement 21 versehene Hohlkörper 12 wird dann in den Vorratstank 31 eingesetzt und mit seinem in den Vorratstank 31 hineinweisenden Ende fest und dichtend mit diesem verbunden. Abschließend wird die die Verdampfereinheit 20 tragende Komponente bzw. der die Verdampfereinheit 20 in einem Schlotsegment 44 tragende Kopfadapter 43 quasi als Deckel auf die aus Hohlkörper 12 mit Druckausgleichelement 21 sowie Vorratstank 31 gebildete Einheit aufgesetzt und befestigt.
In einer dritten Variante wird ein Hohlkörper 12, also der Schlotkörper 42, zusammen mit der die Verdampfereinheit 20 tragenden Komponente, also dem ein Schlotsegment
44 umfassenden Kopfadapter 43, im Spritzgussverfahren hergestellt und mit der Verdampfereinheit 20 versehen. Danach wird an den Hohlkörper 12 das Druckausgleichelement 21 angebracht. Das kann z.B. durch Aufziehen einer schlauchförmigen Membran 25 auf den Hohlkörper 12 mit anschließendem Verbinden mit demselben oder auf andere Weise erfolgen. Dazu wird ein separat hergestellter Vorratstank 31 bereitgestellt. Der kann z.B. im Spritzgussverfahren hergestellt werden. Abschließend wird der derart hergestellte und vormontierte und das Druckausgleichelement 21 tragende Hohlkörper 12 mit dem die Verdampfereinheit 20 tragenden Komponente quasi als Deckel in den bzw. auf den Vorratstank 31 ein- bzw. aufgesetzt gesetzt und befestigt.
Weitere Varianten der Herstellung und Vor- und Endmontage sind selbstverständlich möglich. Die Membran 25 kann zur Bildung eines Luftsacks bzw. zur Ausbildung der Blase 21 noch weiter aufgeblasen werden. Das Aufblasen erfolgt vorzugsweise über
den Luftströmungskanal 13 des Hohlkörpers 12 und kann bereits an dem vormontierten Hohlkörper 12 erfolgen. Das Aufblasen kann alternativ auch nach dem endgültigen Montieren der Verdampferkartusche 22 erfolgen.
Abschließend kann die Verdampferkartusche 22 noch versiegelt werden, um mögliche Undichtigkeiten insbesondere im Bereich der Montagespalten zu schließen.
Für eine gebrauchsfertige Verdampferkartusche 22 wird wahlweise vor dem endgültigen Montieren der Verdampferkartusche 22 eine Flüssigkeit in den Vorratstank 31 gefüllt. Das Befüllen kann z.B. direkt in den noch offenen Vorratstank 31 erfolgen. Eine Befüllung kann aber auch nachträglich, z.B. über eine Befüllnadel oder ein Befüllventil oder dergleichen, erfolgen, wenn die Verdampferkartusche 22 bereits endgültig montiert ist.
Vorzugsweise wird ein Hohlkörper 12 bereitgestellt, der zusätzlich zu den Lufteintrittsund Luftaustrittsöffnungen 15, 16 eine Ausgleichsöffnung 23 als Bestandteil des Druckausgleichelementes 21 aufweist. Zum Vormontieren des oder jedes Druckausgleichelementes 21 wird diese oder jede Ausgleichsöffnung 23 mit einer flexiblen und/oder beweglichen Abdeckung 24 dichtend verschlossen. Die Komponenten bzw. Bestandteile Ausgleichöffnung 23 und Abdeckung 24 bilden in Wirkverbindung miteinander das Druckausgleichelement 21 und sind beide dem Hohlkörper 12 zugeordnet.
Das Verschließen jeder Ausgleichsöffnung 23 mit der Abdeckung 24 weist optional die folgende Schrittfolge auf: Zunächst wird eine fluiddichte Membran 25 als Abdeckung 24 über jede Ausgleichsöffnung 23 gezogen. Diese Membran 25 liegt dann vorzugsweise eng am Hohlkörper 12 an und kann dann aufgeblasen werden. Die Membran 25 wird so weit auf den Hohlkörper 12 gezogen, bis die oder jede Ausgleichsöffnung 23 vollständig überdeckt ist und andere Komponenten frei, also unverdeckt, bleiben. Dann wird die Membran 25 flüssigkeitsdicht mit dem Hohlkörper 12 im Bereich einer ersten Verbindungsstelle 28 verbunden. Das Verbinden kann mittels eines Verbindungswerkzeugs 38, 39 erfolgen. Beispielsweise kann die Membran 25 mit der Oberfläche des Hohlkörpers 12 verschmolzen, verschweißt, verlötet, verklebt oder anderweitig fluiddicht und optional auch gasdicht verbunden werden. Anschließend wird die Membran 25 flüssigkeitsdicht mit dem Hohlkörper 12 im Bereich einer zweiten Verbindungsstelle 29 verbunden. Das Verbinden erfolgt in entsprechender Weise mittels eines Verbindungswerkzeugs 38, 39. Das Verbinden der Membran 25 kann optional auch zeitgleich an beiden Verbindungsstellen 28, 29 oder in umgekehrter
Reihenfolge erfolgen. Es kann auch em einzelnes Verbindungswerkzeug 38 oder 39 zum Herstellen beider Verbindungstellen 28, 29 eingesetzt werden.
In der in Figur 2 beschriebenen Schrittfolge wird zum Überziehen der z.B. schlauchartigen Membran 25 ein endloser Schlauch 40 als fluiddichte Membran 25 durch Luft und/oder Gas aufgeblasen, zur Abdeckung jeder Ausgleichsöffnung 23 über den Hohlkörper 12 gezogen und auf diesem abgesetzt, bevor die Membran 25 mit dem Hohlkörper 12 fest und dichtend verbunden wird, wobei das nicht mit dem Hohlkörper 12 verbundene (freie) Ende des endlosen Schlauches 40 mit der Erstellung der zweiten Verbindungsstelle 29 oder danach abgetrennt und vom Hohlkörper 12 abgezogen wird. Durch das Aufblasen vergrößert sich der Innendurchmesser des Schlauches 40, so dass dieser einfach und schnell auf den Hohlkörper 12 gezogen werden kann.
Optional kann die Abdeckung 24, im gezeigten Beispiel die schlauchartige Membran 25, nach dem - vollständigen und endgültigen - Verbinden mit dem Hohlkörper 12 zum Verringern der Materialstärke der Abdeckung 24 und/oder zum Vergrößern des Volumens einer durch die Abdeckung 24 entstehenden Blase 41 radial nach außen durch Tiefziehen bearbeitet werden. Die Membran 25 kann aber auch auf andere Weise gedehnt und elastisch und/oder plastisch verformt werden.
Besonders bevorzugt wird mit dem beschriebenen Verfahren das erfindungsgemäße Kartuschenelement 10 hergestellt und vorkonfektioniert, das dann mit dem Vorratstank 31 zur erfindungsgemäßen Verdampferkartusche 22 montiert wird. Die so gefertigte bzw. montierte Verdampferkartusche 22 kann dann einfach und schnell, z.B. mittels eines Steck- oder Schnellverschlusses, mit dem Kartuschenträger 37 zur Bildung der erfindungsgemäßen E-Zigarette 11 montiert werden.