Beschreibung
Kopftragbare Visualisierungseinheit und Visualisierungssystem
Die vorliegende Erfindung betrifft eine kopftragbare Visualisierungseinheit und ein Visualisierungssystem, welches eine solche kopftragbare Visualisierungseinheit umfasst.
In der Mikrochirurgie werden Operationsmikroskope eingesetzt, mit welchen der Arzt das Operationsgebietes, welches auch als Operationssitus (OP-Situs) bezeichnet wird, mit höherer Vergrößerung beobachten kann. Neben der Vergrößerung ist der stereoskopische Eindruck vom OP-Situs von wesentlicher Bedeutung für den Erfolg des operativen Eingriffs. Regelmäßig werden in der Mikrochirurgie analoge Operationsmikroskope mit einer Stereooptik und einem Okulareinblick verwendet.
Moderne Operationsmikroskope bieten teilweise alternativ oder ergänzend die Möglichkeit einer digitalen dreidimensionalen Bilderfassung des OP-Situs. Die gewonnenen dreidimensionalen Bilddaten können dann mit einem Bildschirm, insbesondere einem 3D-Monitoren, oder einem Head-Mounted Display (HMD) angezeigt werden. Ein für die Verwendung in einer Operationsumgebung geeignetes HMD kann auch als Surgical Head-Mounted Display bezeichnet werden.
Bei einem 3D-Monitor kann beispielsweise ein erstes Bild mit einer ersten Polarisation und gleichzeitig ein zweites Bild mit einer zweiten Polarisation angezeigt werden, wobei die erste Polarisation im Wesentlichen orthogonal zur zweiten Polarisation ist. Bei Verwendung einer kopftragbaren Visualisierungseinheit, welche nur Licht der ersten Polarisation zu einem ersten Auge und nur Licht der zweiten Polarisation zum zweiten Auge durchlässt ergibt sich für den Betrachter des 3D-Monitors ein stereoskopischer Bildeindruck.
Weiter besteht häufig der Wunsch, dem operierenden Arzt optisch Zusatzinformationen zur Verfügung zu stellen, welcher er auch beim vom Bildschirm abgewandten Blick wahrnehmen kann. Zu diesem Zweck wird beispielsweise in der DE 102017 123894 B3 eine kopftragbare Visualisierungseinheit, insbesondere ein (HMD), vorgeschlagen, welches eine Scheibe und eine Einrichtung zum Erzeugen eines Bildes auf der Scheibe umfasst.
Bei der Verwendung eines HMD zur Anzeige der dreidimensionalen Bilddaten können in die zwei Strahlengänge, die zum jeweiligen Auge des Verwenders führen, unterschiedliche Bilder eingeblendet werden, so dass auf diese Weise ein stereoskopischer Bildeindruck erzeugt werden kann. In der US 2019/0339528 A1 wird beispielsweise ein HMD in Form eines Augmented-Reality-HMD (AR-HMD), welches auch als Mixed-Reality-Display bezeichnet wird, offenbart. Unter einem AR-HMD wird ein HMD verstanden, bei welchem der Verwender sowohl eingeblendete Bilddaten als auch das natürliche Umfeld sehen kann. Dabei werden Teilbereiche des natürlichen Sichtfeldes des Verwenders des HMD gezielt abgedunkelt, bevor die Bilder in den Strahlengang für das jeweilige Auge eingeblendet werden können, um die Sichtbarkeit der eingeblendeten Bilder in hellen Umgebungen zu erhöhen.
Es hat sich gezeigt, dass 3D-Monitore für die Darstellung der dreidimensionalen Bilddaten aufgrund höherer Auflösung und geringerer Latenzzeiten gegenüber der Anzeige der dreidimensionalen Bilddaten bevorzugt werden. Gleichzeitig besteht allerdings der Wunsch, Teilbereiche des natürlichen Sichtfelds des Verwenders der kopftragbaren Visualisierungseinheit abzudunkeln, um störende Lichtquellen auszublenden oder die Sichtbarkeit von eingeblendeten Zusatzinformationen zu erhöhen.
Hiervon ausgehend besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine verbesserte kopftragbare Visualisierungseinheit und ein verbessertes Visualisierungssystem anzugeben.
Diese Aufgabe wurde mit dem Gegenstand des Hauptanspruchs und des Nebenanspruchs gelöst. Verteilhafte Ausgestaltungen der Lösung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Vorgeschlagen wird eine kopftragbare Visualisierungseinheit mit einem wenigstens teilweise lichtdurchlässigen Optiksystem. Das Optiksystem weist einen ersten optischen Kanal, welcher einem ersten Auge eines Verwenders der kopftragbaren Visualisierungseinheit zugeordnet ist, und einen zweiten optischen Kanal, welcher einem zweiten Auge des Verwenders zugeordnet ist, auf. Der erste optische Kanal ist für optische Strahlung einer ersten Polarisation im Wesentlichen durchlässig und für optische Strahlung einer zweiten Polarisation im Wesentlichen undurchlässig, wobei die erste Polarisation im Wesentlichen orthogonal zur zweiten Polarisation ist. Der zweite optische Kanal ist für optische Strahlung der zweiten Polarisation im Wesentlichen durchlässig und für optische Strahlung der ersten Polarisation im Wesentlichen undurchlässig. Wenigstens im ersten optischen Kanal sind ein Polarisator und ein Lichtabschwächer angeordnet. Der Lichtabschwächer ist dabei in einer Richtung zum ersten Auge des Verwenders hin nach dem Polarisator angeordnet.
Die Durchlässigkeit für unterschiedliche Polarisationen kann es dem Verwender der kopftragbaren Visualisierungseinheit ermöglichen, Bilder mit der entsprechenden Polarisation jeweils entweder mit dem linken Auge oder mit dem rechten Auge wahrzunehmen, so dass er einen stereoskopischen Eindruck erhalten kann. Bei den orthogonalen Polarisationen kann es sich dabei jeweils um lineare Polarisationen, zum Beispiel eine horizontale und eine vertikale Polarisation, oder um zirkulare Polarisation, zum Beispiel eine linkszirkulare und eine rechtszirkulare Polarisation handeln. Die Anordnung des Lichtabschwächers nach dem Polarisator ermöglicht es, Teilbereiche des natürlichen Sichtfelds auszublenden, ohne die für die stereoskopische Wahrnehmung erforderliche Kanaltrennung zu beeinflussen.
Die kopftragbare Visualisierungseinheit kann insbesondere für die Verwendung während eines operativen Eingriffs geeignet sein. Die kopftragbare Visualisierungseinheit kann in diesem Zusammenhang auch als Surgical HMD bezeichnet werden. Die kopftragbare Visualisierungseinheit kann insbesondere so gestaltet sein, dass sie sich nach einem operativen Eingriff einfach desinfizieren lässt. Weiter kann die vorgeschlagene kopftragbare Visualisierungseinheit aufgrund der fehlenden Notwendigkeit, die stereoskopischen Bilder in der kopftragbaren Visualisierungseinheit selbst erzeugen zu müssen, leichter gestaltet werden. Die kopftragbare Visualisierungseinheit kann daher gegenüber bekannten kopftragbaren Visualisierungseinheiten einen geringeren Energieverbrauch aufweisen, so dass bei gleicher Batteriekapazität eine längere Verwendung während der Operation oder eine leichtere kopftragbare Visualisierungseinheit bereitgestellt werden kann.
In einem Ausführungsbeispiel weist der Polarisator einen linearen Polarisationsfilter auf. Beispielsweise kann der Polarisationsfilter dazu eingerichtet sein, nur Licht mit einer vertikalen Polarisation durchzulassen.
Eine andere Ausgestaltung sieht vor, dass der Polarisator ein l/4-Plättchen umfasst, wobei das l/4-Plättchen in der Richtung zum ersten Auge des Verwenders vor dem linearen Polarisationsfilter angeordnet ist. Je nach Orientierung der schnellen Achse des l/4-Plättchens in Bezug auf die Ausrichtung des nachfolgenden linearen Polarisationsfilters kann der Polarisator dazu ausgerichtet sein, Licht mit einer linkszirkularen Polarisation oder mit einer rechtszirkularen Polarisation durchzulassen, wobei nach dem linearen Polarisationsfilter Licht mit einer linearen Polarisation vorliegt.
Der Lichtabschwächer kann eine ansteuerbare Flüssigkristallschicht aufweisen. Die Flüssigkristallschicht kann ein oder mehrere ansteuerbare Flüssigkristallpixel umfassen. Dabei kann es ermöglicht werden, unterschiedliche Stellen der Flüssigkristallschicht in ihrer Wirkung auf einfallendes Licht zu beeinflussen.
Der Lichtabschwächer kann einen linearen Ausgangspolarisationsfilter und einen linearen Eingangspolarisationsfilter aufweisen. In Ausführungsbeispielen kann der Eingangspolarationsfilter des Lichtabschwächers mit dem linearen Polarisationsfilter des Polarisators identisch sein. Auf diese Weise können gegebenenfalls optische Elemente des Optiksystems eingespart werden. Dies kann eine leichtere Ausgestaltung und gegebenenfalls kostengünstigere Herstellung der kopftragbaren Visualisierungseinheit ermöglichen.
Die Flüssigkristallschicht kann dazu eingerichtet sein, Zusatzinformation in den ersten Kanal einzublenden. Beispielsweise können Flüssigkristallpixel unterschiedlich angesteuert werden, um dem Verwender der kopftragbaren Visualisierungseinheit weitere Parameter anzuzeigen.
In Ausgestaltungen der kopftragbaren Visualisierungseinheit ist eine Anzeigevorrichtung vorgesehen, mit der Zusatzinformationen im ersten Kanal angezeigt werden können.
Die kopftragbare Visualisierungseinheit kann einen Spiegel umfassen, um die von der Anzeigevorrichtung angezeigten Zusatzinformationen in den ersten Kanal einzublenden, wobei der Spiegel in der Richtung zum ersten Auge des Verwenders hin nach dem Lichtabschwächer angeordnet ist.
Ebenso ist es denkbar, einen Wellenleiter vorzusehen, um die von der Anzeigevorrichtung angezeigten Zusatzinformationen in den ersten Kanal einzublenden, wobei der Wellenleiter in der Richtung zum ersten Auge des Verwenders hin nach dem Lichtabschwächer angeordnet ist. Folglich kann der Lichtabschwächer gerade in einer sehr hellen Umgebung dazu führen, dass die angezeigten Zusatzinformationen besser wahrgenommen werden können.
Weiter wird ein Visualisierungssystem mit einer kopftragbaren Visualisierungseinheit wie sie oben beschrieben ist und mit einem Bildschirm vorgeschlagen, wobei der Bildschirm dazu eingerichtet ist, zur stereoskopischen Wiedergabe eines Probenbildes ein erstes Bild mit der ersten Polarisation und ein zweites Bild mit der zweiten Polarisation darzustellen.
Beispielsweise kann ein Bildschirm verwendet werden, der zeilenweise Licht mit einer unterschiedlichen Polarisation abstrahlt.
In einer Ausgestaltung weist das Visualisierungssystem ein Operationsmikroskop oder Endoskop auf, wobei das Operationsmikroskop oder Endoskop eine Bildaufnahmeeinrichtung zur stereoskopischen Aufnahme des Probenbildes aufweist.
Aspekte der Erfindung werden nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen Fig. 1 ein Visualisierungssystem;
Fig. 2 eine kopftragbare Visualisierungseinheit;
Fig. 3 ein Optiksystem;
Fig. 4 ein Optiksystem;
Fig. 5 ein Optiksystem;
Fig. 6 ein Optiksystem; und Fig. 7 ein Optiksystem.
Fig. 1 zeigt ein Visualisierungssystem 10000, welches ein Operationsmikroskop 1004 umfasst, mit welchem dreidimensionale Bilddaten eines hier nicht dargestellten OP-Situs aufgenommen werden können. Das Operationsmikroskop 1004 ist mit einer Steuereinrichtung 1005 verbunden. Die Steuereinrichtung 1005 kann dreidimensionale Bilddaten von dem Operationsmikroskop 1004 empfangen und beispielsweise auf einem 3D-Monitor 1003 anzeigen. Mit Hilfe einer kopftragbaren Visualisierungseinheit 1001 kann ein Operateur 1002 die auf dem 3D-Monitor 1003 angezeigten Bilder stereoskopisch wahrnehmen. Die kopftragbare Visualisierungseinheit kann dazu eingerichtet sein, mit der Steuereinheit 1005 Zusatzinformationen auszutauschen. Diese Zusatzinformationen können dabei gegebenenfalls dem Operateur 1002 zusätzlich angezeigt werden.
Fig. 2 zeigt beispielhaft weitere Details der Visualisierungseinheit 1001. Insbesondere kann die Visualisierungseinheit 1001 ein teilweise lichtdurchlässiges Optiksystem 200 aufweisen. Ein erster Kanal kann dabei einem ersten Auge eines Verwenders 1002 der kopftragbaren
Visualisierungseinheit zugeordnet sein und ein zweiter Kanal dem anderen Auge des Verwenders 1002.
In der Fig. 2 sind beispielhaft zwei Varianten gezeigt, mit welchen Zusatzinformationen in die jeweiligen Kanäle eingeblendet werden können. Beispielsweise ist denkbar, Bilder von einer Anzeigevorrichtung 2021 über einen teildurchlässigen Spiegel 2022 in den einen Kanal einzublenden. Ebenso kann es allerdings auch möglich sein, Zusatzinformationen mit einer Anzeigevorrichtung 2011, einem Spiegel 2012 und einem Wellenleiter 2013 in den optischen Kanal einzublenden.
Fig. 3 zeigt Elemente einer kopftragbaren Visualisierungseinheit in einem höheren Detailgrad. Die kopftragbare Visualisierungseinheit weist dabei einen ersten optischen Kanal 3100, welcher einem ersten Auge eines Verwenders 1002 zugeordnet ist, und einen zweiten optischen Kanal 3200, welcher einem zweiten Auge des Verwenders 1002 zugeordnet ist, auf. Von dem Bildschirm 1003 können Bilder mit einer ersten Polarisation und einer zweiten Polarisation dargestellt werden. Bei der ersten Polarisation kann es sich beispielsweise um eine vertikale Polarisation, wie es in der Fig. 3 mit einem nach oben gerichteten Pfeil angedeutet ist, und um eine horizontale Polarisation, wie es in der Fig. 3 mit Kreisen angedeutet ist, handeln. Die kopftragbare Visualisierungseinheit weist im ersten optischen Kanal 3100 einen Polarisator 3110 und zwischen dem Polarisator 3110 und dem Auge des Verwenders 1002 einen Lichtabschwächer 3120 auf. Der Polarisator 3110 umfasst einen linearen Polarisationsfilter 3111, welcher nur vertikal polarisiertes Licht passieren lässt. Der Lichtabschwächer 3120 weist einen Eingangspolarisationsfilter 3121 und einen Ausgangspolarisationsfilter 3123 auf.
Zwischen dem Eingangspolarisationsfilter 3121 und dem Ausgangspolarisationsfilter 3123 ist eine Flüssigkristallschicht 3122 angeordnet, die mehrere einzeln ansteuerbare Flüssigkeitskristallpixel (nicht gezeigt) aufweist. Die Flüssigkristallschicht 3122 bewirkt eine Drehung der vertikalen Polarisation, so dass nach der Flüssigkristallschicht eine Linearkombination einer vertikalen und einer horizontalen Polarisation vorliegt. Der Grad der Drehung kann dabei durch eine entsprechende Ansteuerung der Flüssigkristallschicht 3122 geändert werden. Der Ausgangspolarisationsfilter 3123 sorgt dafür, dass nur Licht mit vertikaler Polarisation durchgelassen wird. Dementsprechend bewirkt die Flüssigkristallschicht 3122 in Kombination mit dem Eingangspolarationsfilter 3121 und dem Ausgangspolarisationsfilter 3123 eine Lichtabschwächung.
In vergleichbarer Weise umfasst der zweite optische Kanal 3200 einen Polarisator 3210 mit einem linearen Polarisationsfilter 3211 so wie einen Lichtabschwächer 3210 mit einem
Eingangspolarisationsfilter 3221, einer Flüssigkristallschicht 3222 und einem Ausgangspolarationsfilter 3223. Im Unterschied zum ersten Kanal 3100 ist der zweite Kanal 3200 nur für Licht der horizontalen Polarisation durchlässig. Somit findet eine Kanaltrennung statt, die es dem Verwender der kopftragbaren Visualisierungseinheit erlaubt, die vom Bildschirm 1003 angezeigten Bilder stereoskopisch wahrzunehmen.
Fig. 4 zeigt ein weiteres teilweise lichtdurchlässiges Optiksystem mit einem ersten Kanal 4100 und einem zweiten Kanal 4200. Der erste Kanal weist einen Polarisator 4110 und einen nachfolgend angeordneten Lichtabschwächer 4120 auf. Der lineare Polarisationsfilter 4111 des Polarisators 4110 ist damit mit einem Eingangspolarisationsfilter des Lichtabschwächers 4120 identisch. Der Lichtabschwächer 4120 weist weiter eine Flüssigkristallschicht 4122 und einen Ausgangspolarisationsfilter 4123 auf.
Der Kanal 4100 ist wiederum für Licht mit vertikaler Polarisation im Wesentlichen durchlässig. Weiter weist das Optiksystem einen zweiten Kanal 4200 mit einem Polarisator 4210 und einem Lichtabschwächer 4220 auf. Der lineare Polarisationsfilter 4211 des Polarisators 4210 ist wiederum mit dem Eingangspolarisationsfilter des Lichtabschwächers 4220 identisch. Der Lichtabschwächer 4220 weist zudem eine Flüssigkeitskristallschicht 4222 und einen Ausgangspolarisationsfilter 4223 auf. Im Unterschied zum ersten Kanal 4100 ist der zweite Kanal 4200 im Wesentlichen nur für Licht mit horizontaler Polarisation durchlässig.
Das Optiksystem der Fig. 4 erlaubt es gegenüber dem Optiksystem der Fig. 3 sowohl im ersten als auch im zweiten Kanal einen linearen Polarisationsfilter einzusparen.
Fig. 5 zeigt ein weiteres Optiksystem, welches sich für 3D-Monitore eignet, die Bilder mit linkszirkularer Polarisation und rechtszirkularer Polarisation erzeugen. Die Verwendung von zirkularen Polarisationen bietet für den Verwender der kopftragbaren Visualisierungseinheit den Vorteil, dass auch bei gekipptem Kopf eine saubere Trennung der jeweils dem linken und rechten Kanal zugeordneten Bilder möglich bleibt.
Das Optiksystem nach Fig. 5 weist einen ersten Kanal 5100 und einen zweiten Kanal 5200 auf. Im ersten Kanal 5100 sind ein Polarisator 5110 und ein Lichtabschwächer 5120 angeordnet. Der Polarisator umfasst einen linearen Polarisationsfilter 5111 und ein l/4-Plättchen 5112. Der lineare Polarisationsfilter 5111 ist dabei zwischen dem l/4-Plättchen 5112 und dem Auge des Verwenders 1002 der kopftragbaren Visualisierungseinheit angeordnet. Der Polarisator 5110 lässt nur Licht mit rechtszirkularer Polarisation durch, so dass nach dem Polarisator 5110
vertikal polarisiertes Licht vorliegt. Mithilfe des Eingangspolarisators 5121, der Flüssigkristallschicht 5122 und dem Ausgangspolarisationsfilter 5123 wird das vor dem Lichtabschwächer 5120 ankommende Licht abgeschwächt.
In vergleichbarer Weise weist der zweite Kanal 5200 einen Polarisator 5210 und einen Lichtabschwächer 5220 auf. Der Polarisator 5210 umfasst ein l/4-Plättchen 5212 und einen zwischen dem l/4-Plättchen 5212 und dem Auge das Verwenders 1002 der kopftragbaren Visualisierungseinheit angeordneten linearen Polarisationsfilter 5211 auf. Der Polarisator 5210 bewirkt, dass nur linkszirklulares Licht den Polarisator 5210 passieren kann und nach dem Polarisator 5210 als horizontal polarisiertes Licht vorliegt. Das horizontal polarisierte Licht wird anschließend mittels des Eingangspolarisationsfilters 5221, der Flüssigkristallschicht 5222 und des Ausgangspolarisationsfilters 5223 abgeschwächt.
Fig. 6 zeigt ein weiteres Beispiel einer kopftragbaren Visualisierungseinheit, welche mit zirkularer Polarisation verwendet werden kann. Das optische System der kopftragbaren Visualisierungseinheit weist wiederum einen ersten Kanal 6100 und einen zweiten Kanal 6200 auf.
Der Polarisator 6110 des ersten Kanals 6100 und der Polarisator 6210 des zweiten Kanals 6200 teilen sich dabei das gleiche l/4-Plättchen 6112/6122. Weiter ist der Eingangspolarisationsfilter des Lichtabschwächers 6120 identisch zum linearen Polarisationsfilter 6111 des Polarisators 6110 und der Eingangspolarisationsfilter 6211 des Lichtabschwächers 6220 identisch zum linearen Polarisationsfilter 6211 des Polarisators 6210. Aufgrund der unterschiedlichen Ausrichtung der Lichtabschwächer 6120 und 6220 in Bezug auf die schnelle Achse des l/4-Plättchens 6112/6212 wird im ersten Kanal 6100 nur rechtszirkulares Licht durchgelassen und im zweiten Kanal 6200 nur linkszirkulares Licht.
Fig. 7 zeigt weitere Details einer kopftragbaren Visualisierungseinheit.
Ähnlich wie in der Fig. 4 der Eingangspolarisationsfilter des Lichtabschwächers 4120 identisch zum linearen Polarisationsfilter 4111 des Polarisators 4110 ist, ist in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 7 der Eingangspolarisationsfilter 7111 des Lichtabschwächers 7120 identisch zum linearen Polarisationsfilter des Polarisators 7110 und der Eingangspolarisationsfilter des Lichtabschwächers 7220 identisch zum linearen Polarisationsfilter 7211 des Polarisators 7210. Der Lichtabschwächer 7120 des ersten Kanals 7100 ist identisch zum Lichtabschwächer 7220 des zweiten Kanals. Aufgrund einer unterschiedlichen Ausrichtung der l/4-Plättchen 7112 und 7212 in Bezug auf den linearen Polarisationsfilter 7111/7211 wird im ersten Kanal 7100 einmal
Licht, welches mit einer rechtszirkularen Polarisation auf das l/4-Plättchen 7112 fällt im rechten Kanal 7100 durchgelassen und einmal Licht, welches mit einer linkszirkularen Polarisation auf das Lambdaviertelplättchen 7212 trifft, im zweiten Kanal 7200 durchgelassen. Dementsprechend erlaubt auch das optische System gemäß Fig. 7 eine Kanaltrennung, so dass der Verwender der kopftragbaren Visualisierungseinheit die von einem Bildschirm angezeigten dreidimensionalen Bilddaten stereoskopisch wahrnehmen kann.