Klappschachtel für Zigaretten
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Klappschachtel für Zigaretten oder andere Gegenstände mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
Klappschachteln für Zigaretten mit in Schließstellung und insbesondere beim Öffnen des Deckels zusammenwirkenden Stützorganen sind bekannt (EP 0 841 263 A1 ). Die Stützorgane bestehen bei dieser bekannten Packung aus einer schwenkbaren Lasche, die an einem oberen, freien Rand eines bei Klappschachteln üblichen Kragens angeordnet ist. Die Lasche wirkt zusammen mit einer Stützkante eines Deckel-Innenlappens. Dieser ist zur positionsgerechten Anordnung der Stützkante mit einer Vertiefung versehen. Der am Kragen angebrachte Lappen bzw. Lasche liegt in Schließstellung des Deckels mit einem Rand an der Stützkante des Deckel-Innenlappens an. Die an der Kragen-Vorderwand angebrachte Lasche erzeugt beim Öffnen des Deckels ein ("Klick"-)Geräusch.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Packungen für insbesondere Zigaretten vorzuschlagen, und zwar vorzugsweise in der Ausführung als Klappschachtel, die mit einer Schließhilfe für den Deckel versehen sind, derart, dass deren Organe mindestens beim Öffnen des Deckels ein Klickgeräusch erzeugen, wobei zusammenwirkende Stütz- bzw. Klickorgane in maschinell einfacher Weise ohne Einsatz von zusätzlichen Zuschnitten bzw. Fremdteilen der Packung herstellbar sein sollen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Packung durch die Merkmale des Anspruchs 1 gekennzeichnet.
BESTÄTIGUNGSKOPIE
Der Einsatz von durch Prägen des Verpackungsmaterials - dünner Karton - erzeugten Vorsprüngen ist fertigungstechnisch vorteilhaft, weil die so ausgebildeten Stützorgane bei der Herstellung der Zuschnitte durch entsprechende Prägewerkzeuge, insbesondere in Verbindung mit Stanzwerkzeugen, angebracht werden können, und zwar in kontinuierlicher Fertigung ohne Veränderung des standardmäßigen Fertigungsprozesses.
Besonders vorteilhaft ist eine Ausführung, bei der mehrere, vorzugsweise zwei durch Prägen hergestellte Stützorgane ausgerichtet nebeneinander an einer Kragen-Vorderwand eines Kragens positioniert sind und mindestens eine schwenkbare Lasche - Klick-Lasche bzw. Klick-Zunge - durch Stanzung im Bereich eines Deckel-Innenlappens des Deckels als Gegenorgan angeordnet ist. Der Vorteil besteht in einer verbesserten "Klickwirkung" beim Öffnen des Deckels.
Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass der Deckel-Innenlappen als Träger der Klick-Lasche Ausnehmungen oder Vertiefungen aufweist, in die die durch Prägen gebildeten Stützorgane der Kragen-Vorderwand bei geschlossenem Deckel eintreten. Aufgrund besonderer, ausgewählter Abmessungen der Prägevorsprünge (Tiefe bzw. Höhe des Vorsprungs) ist gewährleistet, dass die in die Ausnehmungen eintretenden Prägevorsprünge nicht durch den geschlossenen Deckel unter Minderung der Wirksamkeit verformt ("platt gedrückt") werden. Gemäß einer Weiterentwicklung können auch mehrere durch Prägen hergestellte Stützorgane in versetzten Wirkstellungen angeordnet sein, vorzugsweise an der Kragen-Vorderwand. Diesen mehreren Prägevorsprüngen sind in entsprechender Relativstellung angeordnete Klick-Laschen im Bereich der Deckel-Vorderwand zugeordnet. Dadurch wird einerseits eine verbesserte Schließfunktion für den Deckel geschaffen, andererseits aber auch ein auffälliger (doppelter) Klickgeräuscheffekt.
Eine weitere Besonderheit ist die Anordnung der "Kliekmechanik" bei Packungen ohne Kragen bzw. bei Packungen mit einem Dichtblock für den Packungsinhalt und einer Öffnungshilfe mit Klebeetikett und Grifflasche. Bei dieser
Packungsform ist ein Kragen der Klappschachtel im Bereich der Kragen- Vorderwand durch die Öffnungshilfe mindestens teilweise verdeckt. Erfindungsgemäß sind in diesem Falle die Lasche (Klick-Lasche) und die Prägevorsprünge im rückwärtigen Bereich der Packung angeordnet, also der Rückwand zugekehrt. Für eine Klick-Lasche ist ein gesonderter Zuschnitt in der Packung angeordnet oder ein im Bereich der Rückseite sich erstreckender Schenkel des Kragens. Die Prägevorsprünge sind an der Innenseite des Deckels angebracht, insbesondere an einem Deckel-Ecklappen, der bei einem standardmäßigen Zuschnitt an einer Stirnwand des Deckels innen anliegt.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der erfindungsgemäßen Packungen werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Zigarettenpackung in der Ausführung als Klappschachtel bei geöffnetem Deckel in perspektivischer Darstellung,
Fig. 2 ein Teilstück eines ungefalteten Zuschnitts für eine Klappschachtel, Fig. 3 einen Zuschnitt für einen Kragen als Teil einer Klappschachtel, in vergrößertem Maßstab,
Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch einen oberen, deckelseitigen Bereich einer
Klappschachtel bei geschlossenem Deckel, in vergrößertem Maßstab,
Fig. 5 die Einzelheit gemäß Fig. 4 bei Einleitung des Öffnungsprozesses für den Deckel,
Fig. 6 eine Darstellung analog Fig. 1 für ein anderes Ausführungsbeispiel, Fig. 7 einen kompletten Zuschnitt für eine Klappschachtel in der Ausführung gemäß Fig. 6,
Fig. 8 einen Zuschnitt für einen Kragen der Klappschachtel gemäß Fig. 6, Fig. 9 eine Darstellung analog Fig. 5, nämlich Öffnung des Deckels der
Ausführung gemäß Fig. 6,
Fig. 10 eine weitere Ausführung einer Klappschachtel in einer Darstellung analog Fig. 1 , Fig. 6,
Fig. 11 einen ausgebreiteten Zuschnitt für eine Klappschachtel gemäß Fig.
10,
Fig. 12 einen Zuschnitt für einen Kragen der Packung gemäß Fig. 10,
Fig. 13 eine Darstellung analog Fig. 5 für eine Packung in der Ausführung der
Fig. 10,
Fig. 14 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Klappschachtel in einer
Darstellung analog Fig. 1 ,
Fig. 15 einen Zuschnitt für eine Klappschachtel in der Ausführung gemäß Fig.
14,
Fig. 16 einen Zuschnitt für einen Kragen der Packung gemäß Fig. 14,
Fig. 17 eine Einzelheit analog Fig. 5, also Öffnungsvorgang der Packung in der Ausführung der Fig. 14,
Fig. 18 ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Klappschachtel in einer
Darstellung analog Fig. 1 ,
Fig. 19 einen Zuschnitt für eine Klappschachtel gemäß Fig. 18,
Fig. 20 einen Zuschnitt für einen Kragen gemäß Packung der Fig. 18,
Fig. 21 eine Phase des Öffnungsvorgangs der Klappschachtel gemäß Fig. 18 analog zu Fig. 5,
Fig. 22 eine geöffnete Klappschachtel mit einem Dichtblock als Packungsinhalt in perspektivischer Darstellung.
In den Zeichnungen ist der bevorzugte Anwendungsbereich der Innovation gezeigt, nämlich die besondere Ausbildung von (Zigaretten-)Packungen des Typs Klappschachtel. Dieser Packungstyp besteht im Grundaufbau aus einem (unteren) Schachtelteil 10 und einem Deckel 11. Beide Packungsteile sind zu einer Einheit miteinander verbunden, und zwar über ein rückseitiges, quergerichtetes Liniengelenk 12. Weiterer Bestandteil der Packung ist ein Kragen 13, der üblicherweise im Schachtelteil 10 verankert ist (durch Klebung) und mit einem oberen Teilbereich aus dem Schachtelteil 10 herausragt, sodass bei geschlossener Packung dieser Teil des Kragens 13 vom Deckel 1 1 umschlossen ist.
Die Packung - Schachtelteil 10 und Deckel 11 - besteht aus einem einstückigen Zuschnitt, der in der Gesamtheit beispielsweise in Fig. 7 gezeigt ist. Der Zuschnitt aus dünnem Karton oder gleichartigem Packstoff ist mit Faltlinien und Stanzungen versehen zur Abgrenzung von Schachtel-Vorderwand 14, Bodenwand 15, Schachtel-Rückwand 16, Deckel-Rückwand 17, Stirnwand 18 und Deckel-Vorderwand 19. An der freien Seite der Deckel-Vorderwand 19 befindet sich ein Faltlappen, der gegen die Innenseite der Deckel-Vorderwand 19 gefaltet wird und einen Deckel-Innenlappen 20 bildet.
Seitenwände der Packung sind doppellagig ausgebildet, bestehen nämlich aus äußeren Schachtel-Seitenlappen 21 und inneren Schachtel-Seitenlappen 22. In analoger Weise sind die Seitenwände des Deckels 11 ausgebildet, bestehen nämlich aus äußeren Deckel-Seitenlappen 23 und inneren Deckel-Seitenlappen 24. Die Seitenlappen 20..24 sind jeweils an zugeordneten Packungswänden 14, 16, 17, 19 angebracht.
Weiterhin sind bei diesem Packungstyp Ecklappen üblich, nämlich Boden- Ecklappen 25 und Deckel-Ecklappen 26. Die Boden-Ecklappen 25 sind mit den inneren Schachtel-Seitenlappen 22 verbunden und liegen bei der fertigen Packung an der Innenseite der Bodenwand 15. In analoger Weise sind die mit der Deckel-Rückwand 17 verbundenen Deckel-Ecklappen 26 gegen die Innenseite der Stirnwand 18 gefaltet, wie beispielshaft in Fig. 1 gezeigt.
Der Inhalt der Packung ist (ursprünglich) quaderförmig, besteht nämlich insbesondere aus einer Zigarettengruppe 51 , die von einem Innenzuschnitt 27 umhüllt ist unter Bildung eines Zigarettenblocks 28. Der Innenzuschnitt 27 kann aus Stanniol, Papier oder einer Dichtfolie bestehen.
Der Kragen 13 besteht üblicherweise aus einer Kragen-Vorderwand 29 und Kragen-Seitenlappen 30, die in Faltstellung quer zur Kragen-Vorderwand 29 gerichtet sind und an Seitenflächen des Zigarettenblocks 27 sowie an der Innenseite der Seitenwände des Schachtelteils 10 und des Deckels 1 1 anliegen. Die Kragen-Vorderwand 29 ist im oberen Bereich mit einer Ausnehmung 31 versehen, die von einer konturierten Kragenkante 32 begrenzt ist.
Die Besonderheit der Packungen besteht in Organen, die insbesondere beim Öffnen des Deckels 1 1 ein Geräusch erzeugen und darüber hinaus eine Funktion als Schließhilfe erfüllen. Schachtelteil 10 bzw. der Kragen 13 einerseits und der Deckel 1 1 andererseits sind mit Stützkanten aufweisenden Stützorganen versehen, die in Schließstellung des Deckels mit einander zugekehrten Stützkanten benachbart zueinander liegen. Aufgrund Anordnung und Ausbildung der Stützorgane wird insbesondere beim Öffnen des Deckels 1 1 ein (Klick- )Geräusch erzeugt.
Jeweils eines der Stützorgane ist als Prägevorsprung 33, 34 ausgebildet. Diese Materialerhöhung wird bei der Fertigung der Zuschnitte, insbesondere beim Abtrennen derselben von einer Materialbahn, angebracht, und zwar alternativ an den Zuschnitten für den Kragen 13 oder am Zuschnitt der Packung selbst. Die Gestaltung, nämlich die technische Ausbildung der Prägevorsprünge 33, 34 ist eine Besonderheit. Als Begrenzung ist ein (quergerichteter) Stanzschnitt 35 in der Wandung des Zuschnitts angebracht, und zwar quer zur Schließ- oder Öffnungsbewegung des Deckels 1 1. Der Stanzschnitt 35 bildet nach der Schaffung des Prägevorsprungs 33, 34 aufgrund der Materialverformung eine quergerichtete Stützkante 36 des Prägevorsprungs 33, 34. Die Stützkante 36 hat eine gerundete bzw. teilkreisförmige Kontur aufgrund der gewölbten, linsenförmigen Gestaltung des Prägevorsprungs 33, 34. Vorteilhaft sind besondere Abmessungen der Prägevorsprünge 33, 34, und zwar in Abhängigkeit von der Stärke bzw. Dicke des verwendeten Materials. Bei (dünnem) Karton in übliche Ausführung (240 g/m2) ist die Länge des Stanzschnitts 35 mit (etwa) 5 mm optimal. Bei stärkerem Packstoff (bis 400 g/m2) kann die Länge des Stanzschnitts 35 bis 7 mm betragen. Bei dünnerem Packstoff (135 g/m2 bis 180 g/m2) kann die Länge des Stanzschnitts 35 bei 3 mm bis 4 mm liegen.
Das Gegen-Stützorgan zu den Prägevorsprüngen 33, 34 kann in geeigneter Weise ausgebildet sein. Eine funktionale Besonderheit ist jedoch gegeben, wenn den Prägevorsprüngen 33, 34 ein schwenkbarer Materiallappen zugeordnet ist, nämlich eine Klick-Lasche oder Klick-Zunge 38. Die Klick-Zunge 38 ist vorzugsweise trapezförmig ausgebildet und entlang einer Faltlinie 39 schwenkbar. Gegenüberliegend ist die (kürzere) Gegen-Stützkante 40 gebildet. Die Faltlinie 39 ist vorzugsweise als Linie mit Materialschwächungen ausgebildet, z. B. als Perforationslinie, um eine sichere Schwenkbewegung der Klick-Zunge 38 zu gewährleisten.
Die Stützkanten der so ausgebildeten Stützorgane, nämlich die Stützkante 36 und die Gegen-Stützkante 40 können bei geschlossenem Deckel aneinanderliegen. Vorteilhaft ist jedoch ein Abstand - vorzugsweise im Bereich
von 0,5 mm bis 2 mm - zwischen Stützkante 36 und Gegen-Stützkante 40, sodass der wechselseitige Kontakt erst während der Öffnungsbewegung des Deckels 11 wirksam wird. Für die Erzeugung des Klickgeräusches ist von Bedeutung, dass die Klick-Zunge während einer Phase des Kontakts mit den Prägevorsprüngen 33, 34 eine Verformung aufweist, die bei fortgesetzter Öffnungsbewegung des Deckels zur Geräuscherzeugung führt. Dieser Klick- Effekt ist besonders wirksam, wenn entsprechend den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 bis Fig. 9 (zwei) Prägevorsprünge 33 an der Kragen-Vorderwand 29 und eine diesen zugeordnete Klick-Zunge 38 am Deckel 11 angebracht ist, nämlich am Deckel-Innenlappen 20. Die Anordnung ist so getroffen, dass die Stützkanten 36 der Prägevorsprünge 33 nach unten weisen und die Gegen- Stützkante 40 am Deckel 11 zur Stirnwand 18 gerichtet ist.
Die Klick-Zunge 38 ist in besonderer Weise angeordnet, bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 1 bis Fig. 9 am Deckel-Innenlappen 20. Die (trapezförmige) Klick-Zunge 38 befindet sich innerhalb einer Ausstanzung 41 des Innenlappens 20. Die dadurch geschaffene Ausnehmung im Deckel-Innenlappen 20 hat im Wesentlichen eine rechteckige Kontur und ist deutlich größer bemessen als die Klick-Zunge 38. Diese liegt frei innerhalb der Ausstanzung 41. Die Faltlinie 39 der Klick-Zunge 38 bildet zugleich einen (Längs-)Rand der Ausnehmung 41. Bei der fertigen Packung wird durch die Ausstanzung 41 eine Vertiefung an der Innenseite der Deckel-Vorderwand 19 geschaffen, in die die an der Kragen-Vorderwand 29 angebrachten Vorsprünge 33, 34 bei geschlossenem Deckel 1 1 eintreten können (Stellung gemäß Fig. 4). Die Vorsprünge 33, 34 ragen in den freien Raum der Ausstanzung 41 (oberhalb der Klick-Zunge 38) und sind so bei geschlossenem Deckel 1 1 nicht unter Druck der Deckel-Vorderwand 19.
Anordnung und Abmessungen der Prägevorsprünge 33, 34 sind so gewählt, dass sie bei geschlossenem Deckel 11 im Wesentlichen druck- und spannungsfrei innerhalb der geschaffenen Ausnehmung der Deckel-Innenseite liegen. Die Dicke bzw. Höhe der Prägevorsprünge 33, 34, also der Überstand gegenüber der Ebene der Kragen-Vorderwand 29, ist vorzugsweise auf die Dicke des Packmaterials abgestimmt, insbesondere auf die Materialdicke des Deckel- Innenlappens 20. Vorteilhaft ist eine Abmessung der Prägevorsprünge 33, 34
(Überstand) im Bereich des 0,75-fachen bis 2,0-fachen der Materialdicke. Die bevorzugte Materialdicke des Packstoffs (Karton) beträgt (etwa) 0,3 mm. Die Verformung der Prägevorsprünge 33, 34 liegt bei dieser Materialdicke vorzugsweise in einem Bereich zwischen 0,3 mm und 0,5 mm. Weiterhin hat die Klick-Zunge 38 bzw. die Klick-Lasche 44 im Bereich der Gegen-Stützkante 40 vorzugsweise eine Abmessung, die deutlich größer ist als die Abmessung zwischen den Außen- bzw. Randkonturen der Prägevorsprünge 33, 34, sodass auch bei geringen Fertigungstoleranzen gewährleistet ist, dass die Gegen- Stützkante 40 stets mit der vollen Länge im Bereich der Stützkanten 36 liegt.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 6 bis Fig. 9 sind Prägevorsprünge 33, 34 - im Bereich der Kragen-Vorderwand 29 - in versetzter Wirkstellung angeordnet, vorzugsweise mit unterschiedlichem Abstand von der Kragenkante 32. Den (zwei) Prägevorsprüngen 33, 34 sind vorzugsweise separate Klick- Zungen 38, 42 zugeordnet, die in Abstimmung mit der Position der Prägevorsprünge 33, 34 ebenfalls in versetzter Anordnung positioniert sein können. Durch die Relativstellung der Prägevorsprünge 33, 34 einerseits und der diesen zugeordneten Klick-Zungen 38, 42 andererseits kann - je nach Geschwindigkeit der Öffnungsbewegung des Deckels 11 - ein modifiziertes Klickgeräusch bzw. ein Doppelgeräusch erzeugt werden. Die beiden Klick- Zungen 38, 42 sind nebeneinander angeordnet, insbesondere in einer gemeinsamen Ausstanzung 41 entsprechender Breite. Die Klick-Zungen 38, 42 sind den unterschiedlichen Prägevorsprüngen 33, 34 zugeordnet, und zwar je zwei nebeneinanderliegenden und zusammenwirkenden Prägevorsprüngen 33, 34. Deren Stützkanten 36 sind entsprechend der Relativstellung mit einem Versatz 43 zueinander angeordnet. In gleicher Weise können die Klick-Zungen 38, 42 versetzt zueinander angeordnet sein, und zwar hinsichtlich der Faltlinien 39 und/oder hinsichtlich der Gegen-Stützkanten 40. Beim Öffnen des Deckels (Fig. 9) können - je nach vorgegebener Relativstellung der Stützorgane - die Klick-Zungen 38, 42 alternativ gleichzeitig oder zeitlich versetzt mit den Prägevorsprüngen 33, 34 bzw. den Stützkanten 36 in Eingriff kommen. Die Folge ist, dass zeitgleich oder zeitlich versetzt ein entsprechendes Geräusch entsteht.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 10 bis Fig. 13 sind Stützorgane in der Ausführung als Prägevorsprung 33 im Bereich des Deckels 11 angeordnet,
vorliegend am Deckel-Innenlappen 20. Die Prägevorsprünge 33, vorzugsweise zwei nebeneinanderliegende, können bei der Fertigung des Zuschnitts hergestellt werden, insbesondere zeitgleich mit der Anbringung von Faltlinien und Zuschnitt- Stanzungen. Die Prägevorsprünge 33 dieses Ausführungsbeispiels sind in der beschriebenen Weise ausgebildet.
Das Gegenorgan ist eine Klick-Lasche 44 am Kragen 13. Aufgrund entsprechender Relativstellung der Prägevorsprünge 33 des Deckels 11 ist die Klick-Lasche 44 mittig an der Kragen-Vorderwand 29 angebracht, und zwar im Bereich der Kragenkante 32. Die Klick-Lasche 44 ist analog zu den Klick-Zungen 38, 42 ausgebildet, nämlich trapezförmig unter Bildung einer frei liegenden Stützkante 36. Weiterhin ist die Klick-Lasche 44 um eine Faltlinie 39 schwenkbar. Diese ist vorzugsweise in Fortsetzung der Kragenkante 32 angeordnet. Die zur Klick-Lasche 44 gegenüberliegende Seite der Kragen-Vorderwand 29 ist mit einer Kontur ausgebildet, die ein restfreies Abtrennen der Kragen-Zuschnitte von einer fortlaufenden Materialbahn ermöglicht.
Die Klick-Lasche 44 liegt in einer Ausgangsstellung, also bei geschlossenem Deckel 11 , an der Kragen-Vorderwand 29 an. Die Relativsteliung ist so gewählt, dass die Prägevorsprünge 33 des Deckels 11 unterhalb der Stützkante 36 liegen, vorzugsweise mit Abstand. Bei Beginn des Öffnungsvorgangs entsteht ein Kontakt zwischen den Stützorganen (Fig. 13). Dieser bewirkt ein (Klick- )Geräusch. Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 14 bis Fig. 16 ist in analoger Weise ausgebildet. Prägevorsprünge 33 (zwei) sind im Bereich des Deckel- Innenlappens 20 angeordnet, jedoch in einer veränderten Relativstellung (näher zur Stirnwand 18). Diese Anordnung entspricht der Position der Klick-Lasche 44, die vorliegend (Fig. 16) im Bereich der Kragen-Vorderwand 29 angeordnet ist, und zwar unterhalb der Kragenkante 32.
Die Klick-Lasche 44 ist bei diesem Beispiel nach unten gerichtet, die Faltlinie 39 befindet sich demnach oberhalb der Klick-Lasche 44, benachbart zur Kragenkante 32 und insbesondere parallel zu dieser. Die Klick-Lasche 44 ist vorzugsweise trapezförmig ausgebildet und vorliegend lediglich durch einen
entsprechenden Stanzschnitt in der Kragen-Vorderwand 29 gebildet. Bei der Herstellung der Kragen-Zuschnitte bzw. der Packung wird die Klick-Lasche 44 in eine Funktionsstellung gebracht, nämlich in eine Schrägstellung nach außen gerichtet (Fig. 17).
Bei den vorstehenden Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 10 bis Fig. 13 einerseits und Fig. 14 bis Fig. 16 andererseits ist der Kragen 13 im Bereich der Kragen-Vorderwand 29 alternativ so ausgebildet, dass bei geschlossenem Deckel Ausnehmungen oder Vertiefungen für den Eintritt der Prägevorsprünge 33 geschaffen sind, diese also durch den geschlossenen Deckel 11 nicht im Sinne einer Abflachung verformt werden. Bei dem erstgenannten Ausführungsbeispiel können entsprechende Stanzungen, also separate Ausnehmungen, im Bereich der Kragen-Vorderwand 29 angebracht sein, nämlich an der Stelle, an der die Vorsprünge 33 bei geschlossenem Deckel 11 liegen. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 14 bis Fig. 17 kann die Kragen- Vorderwand 29 eine Ausstanzung aufweisen analog der beschriebenen Ausstanzung 41.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 18 bis Fig. 21 und das Beispiel gemäß Fig. 22 betreffen Lösungen, bei denen die zusammenwirkenden Stützorgane, insbesondere Prägevorsprünge 33 und Klick-Zunge bzw. Klick-Lasche 44 am Deckel 11 einerseits und am Schachtelteil 10 andererseits so positioniert sind, dass Kragen-Vorderwand 29 und ggf. Kragen-Seitenlappen 30 andererseits nicht als Träger der Stützorgane betroffen sind. Für diese sind vielmehr im Bereich des Schachtelteils 10 gesonderte Tragorgane vorgesehen.
Bei dem Ausführungsbeispiel Fig. 18 bis Fig. 21 ist die Schließ- bzw. Klickmechanik an die Rückseite der Packung verlegt. Ein Stützorgan, bei dem vorliegenden Beispiel die Klick-Lasche 44, befindet sich an der Rückseite der Packung, und zwar an einem separaten Tragstück 47, welches zwischen Schachtel-Rückwand 16 und Zigarettenblock 28 positioniert ist. Vorteilhaft ist eine Ausführung, bei der das Tragstück 47 mit dem Kragen 13 verbunden ist, und zwar mit dem freien Rand eines Kragen-Seitenlappens 30. Das Tragstück 47 ist als (weiterer) Schenkel des Kragens 13 gegen die Rückseite des Zigarettenblocks 28 gefaltet und derart positioniert, dass die Klick-Lasche 44 frei
liegt. Insbesondere ragt diese über den Zigarettenblock 28 hinweg. Die Faltlinie 39 zur Begrenzung der Klick-Lasche 44 liegt in Höhe der oberen Begrenzung (rückwärtige Querkante) des Zigarettenblocks 28 (Fig. 18, Fig. 21 ). Das Tragstück 47 ist vorzugsweise als gesonderter Zuschnitt ausgebildet - bei vorzugsweise standardmäßiger Ausbildung des Kragens 13 - und im rückseitigen Bereich, also zwischen Zigarettenblock 28 und Schachtel-Rückwand 16 positioniert. Das Tragstück 47 ist insbesondere durch Klebung mit der Schachtel- Rückwand 16 verbunden, kann sich aber alternativ über die volle Höhe des Schachtelteils 10 bzw. des Zigarettenblocks 28 erstrecken und auf der Bodenwand 15 abgestützt sein.
Die mit der Klick-Lasche 44 zusammenwirkenden Stützorgane sind an der Innenseite des Deckels 11 angeordnet, vorliegend in der Ausführung als (zwei) Prägevorsprünge 33. Diese sind so positioniert, dass sie in der beschriebenen Weise beim Öffnungsvorgang des Deckels 11 mit der Klick-Lasche 44 zusammenwirken (Fig. 21 ). Vorteilhaft ist eine Anbringung der nebeneinander angeordneten Prägevorsprünge 33 an einem Deckel-Ecklappen 26. Dieser liegt an der Innenseite der Stirnwand 18 an. Die Prägevorsprünge 33 sind so angebracht - vorzugsweise bei der Herstellung des Zuschnitts gemäß Fig. 19 -, dass die Wölbungen und die Stützkanten 36 nach innen gerichtet sind. Aufgrund entsprechender Relativstellungen und Abmessungen ergibt sich der beschriebene Eingriff zwischen der Klick-Lasche 44 und den Prägevorsprüngen 33 beim Öffnen des Deckels 11.
Die vorstehende Ausführung ist beispielsweise vorteilhaft, wenn die Packung (Klappschachtel) als Packungsinhalt einen Dichtblock 48 aufnimmt, also eine Umhüllung der Zigaretten mittels Dichtfolie. Der Dichtblock ist üblicherweise im oberen, stirnseitigen Bereich mit einer Öffnungshilfe versehen, die mit einem Verschlussetikett 49 arbeitet. Dieses erstreckt sich an einer Stirnwand und einem anschließenden Bereich einer Vorderwand. Eine Grifflasche 50 des Verschlussetiketts 49 liegt in Ausgangsstellung in einem Bereich des Kragens 13 bzw. der Kragen-Vorderwand 29, so dass hier die Möglichkeit für die Anordnung der Stützorgane entfällt. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 22 ist die Grifflasche 50 (dauerhaft) an der Innenseite der Deckel-Vorderwand 19 fixiert.
Die vorstehend beschriebene Ausführung (Fig. 18 bis Fig. 21 ) ermöglicht die Anbringung einer Schließhilfe bzw. Klickmechanik auch bei diesem Typ von Packungen. Die beschriebene und dargestellte Klickmechanik kann auch bei anderen Packungsformen zum Einsatz kommen, soweit diese einen Unterteil und einen Deckel aufweisen und Strukturen enthalten, die mit Kragen und Innenlappen vergleichbar sind.
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Bezugszeichenliste
10 Schachtelteil 43 Versatz
1 1 Deckel 44 Klick-Lasche
12 Liniengelenk 47 Tragstück
13 Kragen 48 Dichtblock
14 Schachtel-Vorderwand 49 Verschlussetikett
15 Bodenwand 50 Grifflasche
16 Schachtel-Rückwand 51 Zigarettengruppe
17 Deckel-Rückwand
18 Stirnwand
19 Deckel-Vorderwand
20 Deckel-Innenlappen
21 (äußerer) Seitenlappen
2 (innerer) Seitenlappen
3 äußerer Deckel-Seitenlappen
4 innerer Deckel-Seitenlappen
5 Boden-Ecklappen
6 Deckel-Ecklappen
7 Innenzuschnitt
8 Zigarettenblock
9 Kragen-Vorderwand
0 Kragen-Seitenlappen
1 Ausnehmung
2 Kragen kante
3 Prägevorsprung
4 Prägevorsprung
5 Stanzschnitt
6 Stützkante
8 Klick-Zunge
9 Faltlinie
0 Gegen-Stützkante
1 Ausstanzung
2 Klick-Zunge