VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINES AUSSENVERKLEIDUNGSTEILS FÜR EIN
BEWEGBARES KAROSSERIETEIL SOWIE EIN ENTSPRECHENDES AUSSENVERKLEIDUNGSTEIL MIT VERSTÄRKUNG DURCH HINTERSPRITZEN VON FASERN VERSTÄRKETEN KUNSTSTOFF
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines großflächigen Außen- verkleidungsteils für ein bewegbares Karosserieteil eines Kraftwagens, insbesondere für eine Tür, Fronthaube oder Heckklappe eines Personenkraftwagens, bei welchem wenigstens ein das Außenverkleidungsteil bildendes großflächiges metallisches Blechteil mittels eines Umformwerkzeuges in eine dreidimensionale Form umgeformt wird, wobei an der Innenseite des umgeformten Blechteils zumindest partiell eine Verstärkung aus Kunststoff durch Hinterspritzen aufgebracht wird. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Außenverkleidungsteil für ein bewegbares , großflächiges Karosserieteil eines Kraftwagens, insbesondere für eine Tür, Fronthaube oder Heckklappe eines Personenkraftwagens, gebildet aus einem großflächigen metallischen Blechteil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 9.
Die Automobilindustrie setzt zunehmend einen Fokus auf den Leichtbau.
Insbesondere die großflächigen Außenhautbauteile aus Stahl bieten diesbezüglich durch Blechdickenreduktion ein erhebliches Gewichtsreduktionspotential. Aktuell weisen die herkömmlichen Außenhautbauteile in den Bereichen Dach, Motorhaube, Heckklappe und Tür eine Blechdicke im Bereich von 0,6 mm bis 0,8 mm auf. Wird für die Außenhaut dieser Karosserieteile Stahlblech mit einer Blechdicke unter 0,6 mm verwendet, verliert die Außenhaut erheblich an Steifigkeit und es kommt zu dem sogenannten Knack-Frosch-Effekt, da die Beulsteifigkeit bereichsweise nicht mehr gegeben ist.
Aus der DE 10 2010 014 541 AI ist ein Außenverkleidungsteil für eine Karosserie eines Personenkraftwagens bekannt, das wenigstens ein die Außenverkleidung bildendes großflächiges Blechteil aufweist, an dessen Innenseite eine Unterstruktur angeordnet ist, die durch eine zumindest partiell des Blechteils angeordnete
Kunststoffstruktur gebildet ist. Bei diesem Außenverkleidungsteil handelt es sich
BESTÄTIGUNGSKOPIE
insbesondere um einen Kotflügel, eine Seitenwand oder Fronthaube. Die auf der Innenseite des Außenverkleidungsteils angeordnete Kunststoffstruktur, die sich überkreuzende Kunststoffrippen aufweisen kann, ist insbesondere vorgesehen, um das großflächige Blechteil in entsprechend zu versteifenden Bereichen zu verstärken. Ferner soll die Kunststoffstruktur bei dem bekannten Außenverkleidungsteil dazu dienen, eine Blechunterstruktur, die zur Gewichtsreduzierung von großflächigen Blechteilen wie Fronthauben über eine Schweiß- oder Bördelverbindung mit dem Außenverkleidungsteil gefügt wird, zu ersetzen. Die DE 10 2010 014 541 AI schlägt vor, die Kunststoffstruktur in einem Umformwerkzeug an das dort umgeformte Blechteil anzuspritzen. In dem Umformwerkzeug sind hierzu beispielsweise Schieberteile vorgesehen, welche nach der letzten Ziehstufe des Blechteils so verfahren werden, dass nachfolgend in ein und demselben Werkzeug durch Spritzgießen die Kunststoffstruktur geschaffen werden kann.
Davon ausgehend lag der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein weiteres Verfahren zur Herstellung eines großflächigen Außenverkleidungsteils für ein bewegbares Karosserieteil eines Kraftwagens, insbesondere für eine Tür, Fronthaube oder Heckklappe eines Personenkraftwagens anzugeben, mit dem sich ein solches Außenverkleidungsteil in hoher Qualität als relativ leichtes und dennoch ausreichend biege- und beulsteifes Außenverkleidungsteil kostengünstig herstellen lässt. Des Weiteren soll ein entsprechendes Außenverkleidungsteil geschaffen werden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 bzw. durch ein Außenverkleidungsteil mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Um ein großflächiges, qualitativ hochwertiges Außenverkleidungsteil für ein bewegbares Karosserieteil, insbesondere für eine Tür, Fronthaube oder Heckklappe eines Personenkraftwagens, kostengünstig zu schaffen, welches bei relativ geringem Gewicht ausreichend biegesteif ist und insbesondere eine ausreichende Beulsteifigkeit aufweist, werden erfindungsgemäß wenigstens ein das Außenverkleidungsteil
bildendes großflächiges metallisches Blechteil mittels eines Umformwerkzeuges in eine dreidimensionale Form umgeformt und anschließend an der Innenseite des umgeformten Blechteils zumindest partiell eine Verstärkung aus Kunststoff durch Hinterspritzen aufgebracht, wobei als Blechteil ein Blechteil mit einer Blechdicke kleiner 0,60 mm, vorzugsweise kleiner 0,50 mm, insbesondere kleiner 0,45 mm verwendet wird. Sodann wird das umgeformte und mit der Verstärkung versehene Blechteil durch Falzen und/oder Kleben mit einer aus Metallblech und/oder
Kunststoff hergestellten Innenstruktur verbunden.
Insbesondere die aus Metallblech und/oder Kunststoff hergestellte Innenstruktur verleiht dem aus einem großflächigen Blechteil gebildeten Außenverkleidungsteil eine ausreichend hohe Biegesteifigkeit, während der auf die Innenseite des Blechteils aufgespritzte Kunststoff die erforderliche Beulsteifigkeit des eine Blechdicke von 0,15 mm bis weniger als 0,6 mm aufweisenden Blechteils sicherstellt.
Der auf die Innenseite des Blechteils aufgespritzte Kunststoff wirkt sich zudem positiv auf die akustischen Eigenschaften des Außenverkleidungsteils aus. Außerdem wird durch die innenseitige Kunststoffbeschichtung des dünnen Blechteils dessen Verhalten bei dynamischer Aufprallbeanspruchung, z.B. beim Aufprall eines Fußgängers auf eine erfindungsgemäß ausgeführte Motorhaube, positiv beeinflusst.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, dass das umgeformte Blechteil außerhalb des Umformwerkzeuges mit Kunststoff zur Herstellung der mindestens einen Verstärkung hinterspritzt wird, wobei das Blechteil hierzu in einer Halterung, beispielsweise einer Abstützvorrichtung fixiert
aufgenommen wird. Das erfindungsgemäße Verfahren erfordert somit keine aufwendige Änderung bzw. Neukonstruktion von Umformwerkzeugen zum
Umformen und Hinterspritzen des umgeformten Blechteils. Die mechanische
Beanspruchung solcher Halterungen ist so gering, dass sie einfach gestaltet sind und insbesondere aus nicht-metallischen Werkstoffen bestehen können. Eine oder mehrere solcher Halterungen können vorzugsweise neben der Formpresse angeordnet sein oder werden.
Eine relativ hohe Gewichtsreduktion eines großflächigen Außenverkleidungsteils bei zugleich ausreichender Beulsteifigkeit lässt sich insbesondere dann erzielen, wenn gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens faserverstärkter Kunststoff zur Herstellung der mindestens einen Verstärkung des
Blechteils verwendet wird. Dem Kunststoff können hierzu insbesondere Glasfasern oder Kohlenstofffasern vorzugsweise während des Hinterspritzens zugegeben werden.
Der zur Verstärkung des umgeformten Blechteils auf dessen Innenseite aufgespritzte Kunststoff kann, muss aber nicht zwingend vollflächig auf die Innenseite des Blechteils aufgebracht werden. Vorzugsweise wird der Kunststoff lediglich bereichsweise, insbesondere auf die beulkritischen Stellen des umgeformten Blechteils aufgebracht. Hierzu kann der Kunststoff zur Herstellung der mindestens einen Verstärkung insbesondere lokal einschichtig aufgetragen werden. Eine weitere bevorzugte
Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht vor, dass der Kunststoff zur Herstellung der mindestens einen Verstärkung lokal mehrschichtig aufgetragen wird. Das Aufbringen mehrerer Kunststoffschichten ist zur Verstärkung besonders beulkritischer Stellen von Vorteil. Diese Schichten können dabei aus einem gleichen Kunststoff gebildet werden, zum Beispiel um lokal die Dicke der Kunststoffverstärkung zu erhöhen; sie können aber gemäß einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens auch aus unterschiedlichen Kunststoffen bzw. aus Kunststoffen mit und ohne Verstärkungsfasern gebildet werden.
Vorzugsweise werden zur Verstärkung des großflächigen, relativ dünnen Blechteils ein oder verschiedene Kunststoffe verwendet, die sich für eine anschließende kathodische Tauchlackierung (KTL) des Blechteils eignen. Bei dem erfindungsgemäß verwendet Kunststoff kann es sich insbesondere um thermoplastischen Kunststoff, vorzugsweise auf Basis von Polyamid, Polyethylen oder deren Mischungen handeln. Hinsichtlich einer kostengünstigen und hochwertigen Lackierung von Außenverklei- dungsteilen der genannten Art sieht eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens vor, dass zur Herstellung der mindestens einen Ver-
Stärkung Kunststoff verwendet wird, der eine dauerhafte Temperaturbeständigkeit von mindestens 120°C, vorzugsweise mindestens 150°C, besonders bevorzugt mindestens 180°C besitzt.
Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die aus Kunststoff hergestellte Verstärkung gezielt so ausgebildet wird, dass sie mindestens ein als Verstärkung dienendes metallisches Bauteil des Karosserieteils ersetzt. Mit anderen Worten wird durch gezielte lokale Verstärkung des relativ dünnen Blechs des Außenverkleidungsteils erreicht, dass ein oder mehrere sonst als Verstärkung dienende metallische Bauteile des Außenverkleidungsteils eingespart werden können, was wiederum der Gewichtsreduktion zugute kommt und sich positiv auf die akustischen Eigenschaften des Bauteils auswirkt. Beispielsweise ist bei einem Türaußenblech vorgesehen, durch eine gezielte Kunststoffverstärkung im Bereich der Türbrüstung eine hier sonst übliche metallische Türbrüstungsverstärkung einzusparen.
Die voranstehend genannten Vorteile der Erfindung gelten insbesondere für das erfindungsgemäße Außenverkleidungsteil nach einem der Ansprüche 9 bis 14.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer mehrere Ausführungsbeispiele darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:
Fig. 1 eine Außenansicht eines dreidimensional geformten Fahrzeugtür-
Außenblechs, das auf der Innenseite flächig sowie lokal mit Kunststoff hinterspritzt ist;
Fig. 2 eine Außenansicht eines dreidimensional geformten Fahrzeugtür-
Außenblechs, das auf der Innenseite im Bereich der Türbrüstung lokal mit Kunststoff hinterspritzt ist; und
Fig. 3 eine Skizze eines erfindungsgemäßen Verfahrenablaufs zur Herstellung eines großflächigen Außenverkleidungsteils für ein bewegbar
gelagertes Karosserieteil eines Kraftwagens, insbesondere für eine
Fahrzeugtür.
In den Figuren 1 und 2 sind geformte Außenbleche 1, einer Fahrzeugtür dargestellt. Das jeweilige Blechteil 1, besitzt eine Blechdicke kleiner 0,6 mm, vorzugsweise kleiner 0,5 mm, beispielsweise von ca. 0,2 mm, und wurde aus einer entsprechend dünnen Metallplatine, vorzugsweise einer Stahlplatine, durch Tiefziehen hergestellt. Die Innenseite des großflächigen Blechteils 1, ist zu dessen Verstärkung und damit zur Erhöhung seiner Beulsteifigkeit mit Kunststoff 2.1, 2.2, 2.3, 2.4 und/oder 2.5 hinterspritzt. Der hierzu verwendete Kunststoff kann ein reiner Kunststoff sein, d.h. ein Kunststoff ohne Verstärkungsfasern. Vorzugsweise werden Kunststoffe
verwendet, die KTL-beständig sind, insbesondere thermoplastische Kunststoffe, vorzugsweise auf Basis von PA, PE oder deren Mischungen. Zur Steifigkeitserhöhung können dem Kunststoff aber auch Fasern, z.B. Glasfasern, Kohlenstofffasern, etc., beigemischt werden.
Die innenseitige Kunststoffverstärkung des dünnen Blechteils 1, 1' kann, muss jedoch nicht unbedingt vollflächig ausgeführt sein. Vorzugsweise wird an besonders beulkritischen Stellen des dünnen Blechteils 1, l'die Kunststoffverstärkung lokal mehrschichtig ausgeführt. Beispielsweise können bereichsweise zwei, drei oder mehr Kunststoffschichten durch Hinterspritzen der Innenseite des Blechteils 1, 1'
übereinander aufgetragen sein. Diese Schichten können dabei aus einem gleichen Kunststoff oder aus unterschiedlichen Kunststoffen, insbesondere aus
faserverstärktem Kunststoff und nicht-faserverstärktem Kunststoff erzeugt werden.
In dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind auf der Innenseite des Blechteils (Türaußenblechs] 1 eine relativ großflächige Kunststoffschicht 2.1 sowie darüber bereichsweise mehrere relativ kleinflächige Kunststoffschichten 2.2, 2.3, 2.4 durch Hinterspritzen appliziert. Die kleinflächigen Kunststoffschichten 2.2, 2.3, 2.4 sind gegebenenfalls an besonders beulkritischen Stellen des dünnen Blechteils 1
angeordnet. Wie oben erwähnt, können an solchen Stellen lokal auch mehrere, z.B.
zwei, drei, vier oder mehr relativ kleinflächige Kunststoffschichten übereinander appliziert werden.
Ferner ermöglicht die vorliegende Erfindung durch gezieltes Hinterspritzen eines großflächigen dünnen Außenblechs (z.B. Türaußenblechs) mit Kunststoff, welches mit weiteren Blechteilen zu einem beweglich gelagerten Karosserieteil zusammengebaut wird, die Einsparung eines oder mehrerer metallische Verstärkungsteile des
Karosserieteils. So ist beispielsweise bei dem in Fig. 2 skizzierten Türaußenblech Y im Bereich der Türbrüstung innenseitig eine Kunststoffverstärkung 2.5 appliziert. Durch eine solche lokale Kunststoffverstärkung 2.5 kann gegebenenfalls auf eine üblicherweise in der Tür vorgesehene metallische Türbrüstungsverstärkung verzichtet werden. Die lokale Kunststoffverstärkung 2.5 weist hierzu vorzugsweise einen mehrlagigen Schichtaufbau auf.
In Fig. 3 ist der prinzipielle Ablauf des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens skizziert. Das aus einer eine Dicke zwischen 0,15 mm und unter 0,6 mm aufweisenden Metallplatine A, vorzugsweise Stahlplatine, durch Tiefziehen umgeformte Blechteil 1 ist ein Außenhautbauteil für ein beweglich gelagertes Karosserieteil. Ein Stempel und eine Matrize eines Umformwerkzeuges sind mit 3.1 bzw. 3.2 bezeichnet. Das
Außenhautbauteil 1 wird nach dem Tiefziehen in einer der gewünschten Außenkontur des Außenhautbauteils entsprechenden Halterung 4 fixiert aufgenommen und auf seiner Innenseite mit Kunststoff 2 an vorgegebenen Stellen bereichsweise,
vorzugsweise mehrlagig, hinterspritzt. Die Applizierung des Kunststoffs 2 erfolgt vorzugsweise mittels eines Roboters 5. Nach der Applikation des Kunststoffes 2.1, 2.2 wird das Außenhautbauteil (z.B. Türaußenblech) in herkömmlicher Weise durch Falzen, vorzugsweise unter Verwendung von Kleber, mit einer aus Metallblech (z.B. Stahlblech) und/oder Kunststoff hergestellten Innenstruktur 6 gefügt. Anschließend wird das so zusammengesetzte Karosserieteil am zugehörigen Karosseriekörper montiert und mit diesem zur Lackierung durch ein KTL-Bad geführt.
Zusätzlich zur Erhöhung der Beulsteifigkeit wirkt sich der auf die Innenseite des Außenhautbauteils 1, 1' applizierte Kunststoff 2.1, 2.2, 2.3, 2.4 und/oder 2.5 auch
positiv auf die akustischen Eigenschaften des betreffenden Karosserieteils aus. So kann auf zusätzliche„Antidröhnmatten" oder Schwerschichtmatten verzichtet werden, welche insbesondere bei einer Fahrzeugtür ein nicht unerhebliches
Mehrgewicht darstellen.
Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf die in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr sind zahlreiche Varianten denkbar, die auch bei von den gezeigten Beispielen abweichender Gestaltung von der in den beiliegenden Ansprüchen angegebenen Erfindung Gebrauch machen. So kann der Effekt der lokalen Beulsteifigkeitsverstärkung durch Hinterspritzung der Innenseite eines dünnen Türaußenblechs mit Kunststoff auch bei weiteren Außenhautbauteilen wie Motorhaube und Heckklappe genutzt werden.
Bei einer Motorhaube kann durch eine geeignete Schichtkombination bzw. -dicke der innenseitig applizierten Kunststoffbeschichtung zusätzlich der Fußgängerschutz, insbesondere hinsichtlich einer Verminderung von Kopfaufprallverletzungen, positiv beeinflusst werden. Um eine gute Bewertung beim Fußgängerschutz zu erlangen, wird derzeit verlangt, dass zwischen der Motorhaube und der darunterliegenden Struktur (Karosserie und Motor) ein Abstand von ca. 10 cm vorgehalten wird. Dies ist jedoch durch die besondere Anordnung einiger Karosserieteile, z.B. der Federbeindome und von Motorkomponenten, nicht immer ohne weiteres möglich. Der Impaktor erfährt bei einer Unterschreitung des besagten Abstandes oftmals einen sekundären Aufprall, so dass sich die Werte für das sogenannte HIC (Head-Injury-Criterion) an solchen Bereichen der Motorhaube dramatisch erhöhen. In diesen Bereichen kann jedoch eine geeignete Kunststoffhinterspritzung des Haubenaußenblechs den sekundären
Aufprall weicher gestalten, so dass in diesem Fall keine erhöhten HIC-Werte gemessen werden.