Messgerät und Verfahren zur Vermessung eines Signals mit mehreren Teilsignalen Die Erfindung betrifft ein Messgerät, insbesondere einen Spektrumanalysator zur Vermessung eines Signals,
vorzugsweise eines breitbandigen Signals mit mehreren Teilsignalen, und ein entsprechendes Verfahren. Herkömmlich werden Signale, welche mehrere Teilsignale beinhalten, von Messgeräten Teilsignal für Teilsignal analysiert. Hierzu wird üblicherweise ein Messobjekt mit einem Anregungssignal beaufschlagt und ein resultierendes Messsignal analog mit einem Lokaloszillatorsignal zu einem Zwischenfrequenzsignal gemischt. Dieses Signal wird anschließend durch analoge Filterung auf den für ein erstes Teilsignal relevanten Frequenzbereich beschränkt. Das resultierende schmalbandige Messsignal wird nun digitalisiert und weiterverarbeitet. Anschließend wird derselbe Vorgang für weitere Teilsignale, welche in dem ursprünglichen Signal enthalten sind, wiederholt. So zeigt die EP 1 592 131 AI ein Messgerät, welches das o.g.
Vorgehen beinhaltet. Nachteilhaft ist hieran, dass die Teilsignale nicht gleichzeitig untersucht werden können. Insbesondere bei Basisstationen, welche gleichzeitig
Signale unterschiedlicher Kommunikationsstandards, z.B. GSM, UMTS, LTE aussenden, können mit herkömmlichen
Messgeräten Wechselwirkungen zwischen den einzelnen
Teilsignalen nicht ausreichend untersucht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Messgerät und ein Messverfahren zu schaffen, welche Signale
bestehend aus mehreren Teilsignalen vermessen können.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß für die Vorrichtung durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 und für das Verfahren durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der hierauf rückbezogenen Unteransprüche.
Ein erfindungsgemäßes Messgerät zur Vermessung eines
Signals mit einem ersten Teilsignal und zumindest einem zweiten Teilsignal verfügt über eine
Hochfrequenzverarbeitungseinrichtung, welche ausgebildet ist, um das Signal zu einem Zwischenfrequenzsignal zu mischen und dieses zu einen digitalen Gesamtsignal zu digitalisieren. Das Messgerät verfügt weiterhin über einen digitalen Mischer, welcher ausgebildet ist, um unter
Verschiebung der Frequenz des digitalen GesamtSignals ein erstes digitales Gesamtmesssignal und ein zweites
digitales Gesamtmesssignal zu erzeugen. Das Messgerät verfügt darüber hinaus über ein digitales Filter, welches ausgebildet ist, um das erste digitale Gesamtmesssignal zu einem ersten digitalen Messsignal und das zweite digitale Gesamtmesssignal zu einem zweiten digitalen Messsignal zu filtern. Es wird so eine Analyse der Teilsignale während eines identischen Beobachtungszeitraums ermöglicht. Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Zeichnung, in der ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist, beispielhaft beschrieben. In der
Zeichnung zeigen: Fig. 1 ein erstes beispielhaftes Signal;
Fig. 2 ein zweites beispielhaftes Signal;
Fig. 3 ein Blockschaltbild eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Messgeräts;
Fig. 4 ein erstes Anzeigebild eines
Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Messgeräts ;
Fig. 5 ein zweites Anzeigebild eines
Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Messgeräts, und
Fig. 6 ein Flussdiagramm eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens. Zunächst wird anhand der Fig. 1 - 2 die der Erfindung zugrundeliegende Problematik und die grundsätzliche
Funktion der Erfindung erläutert. Anschließend wird anhand von Fig. 3 - 5 der Aufbau und die Funktionsweise eines Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Messgeräts veranschaulicht. Abschließend wird anhand von Fig. 6 die Funktionsweise eines Ausführungsbeispiels des
erfindungsgemäßen Verfahrens gezeigt. Identische Elemente wurden in ähnlichen Abbildungen zum Teil nicht wiederholt dargestellt und beschrieben.
Fig. 1 zeigt ein erstes beispielhaftes Signal 1. Die
Darstellung erfolgt dabei im Frequenzbereich. Das Signal 1 beinhaltet eine Mehrzahl von spektralen Teilsignalen 2 - 7 und weist eine Bandbreite 8 auf. Die Bandbreite 8 ergibt sich dabei durch die Bandbreiten der Teilsignale 2 - 7 und die notwendigen Zwischenräume zwischen den Teilsignalen 2 - 7.
Das Signal 1 weist eine Mittenfrequenz CF auf. Die
Teilsignale 2, 3 und 4 sind GSM-Signale. Das Teilsignal 5 ist ein LTE-Signal. Die Teilsignale 6 und 7 sind UMTS- Signale. Deutlich erkennbar ist hier die unterschiedliche Bandbreite in Abhängigkeit von dem jeweiligen
Kommunikationsstandard. Die Mittenfrequenz des Signals 1 unterscheidet sich um Af (GSM1) von der Mittenfrequenz des Teilsignals 2.
Fig. 2 zeigt das herausgegriffene Teilsignal 2 aus Fig. 1. Dargestellt ist in Fig. 2 zusätzlich die Mittenfrequenz CF des Signals 1 aus Fig. 1. Deutlich erkennbar ist in Fig. 2 zusätzlich die Bandbreite 9 des herausgegriffenen
Teilsignals 2. Diese Bandbreite 9 entspricht der
Bandbreite des Teilsignals 2 und zusätzlich einer
notwendigen Schulterbandbreite. Ein herkömmliches
Messgerät greift aus dem Signal 1 lediglich die in Fig. 2 dargestellte Bandbreite 9 des Teilsignals 2 heraus, digitalisiert sie und verarbeitet sie weiter. Nacheinander werden durch ein herkömmliches Messgerät so mehrere
Teilsignale verarbeitet.
Bei dem erfindungsgemäßen Messgerät und dem
erfindungsgemäßen Verfahren wird das gesamte Signal 1 aus Fig. 1 auf eine Zwischenfrequenz gemischt und
digitalisiert. Das digitalisierte Signal wird anschließend auf die benötigte Mittenfrequenz des jeweils zu
untersuchenden Teilsignals gemischt und entsprechend des jeweiligen Teilsignals in seiner Bandbreite beschränkt. Diese Verarbeitung kann dabei gleichzeitig oder
nacheinander für mehrere Teilsignale erfolgen.
Insbesondere vorteilhaft hieran ist, dass Teilsignale, welche zu einem gemeinsamen Zeitpunkt empfangen wurden, miteinander verglichen werden können.
In Fig. 3 ist ein erstes Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Messgeräts dargestellt. Ein Messobjekt 12 ist mit einem Mischer 13 verbunden. Der Mischer 13 ist mit einem Lokaloszillator 14 und einem Analog-Digital- Wandler 15 verbunden. Dabei ist der Lokaloszillator 14 auch mit einer Steuereinrichtung 10 verbunden. Der Mischer 13, der Lokaloszillator 14 und der Analog-Digital-Wandler 15 bilden gemeinsam eine
Hochfrequenzverarbeitungseinrichtung. Das Messobjekt 12 ist nicht Teil davon.
Der Analog-Digital-Wandler 15 ist mit einer
Speichereinrichtung 16 verbunden. Auch die
Speichereinrichtung 16 ist mit der Steuereinrichtung 10 verbunden. Die Speichereinrichtung 16 ist darüber hinaus mit einem digitalen Mischer 18 verbunden, welcher mit einem digitalen Lokaloszillator 17 verbunden ist. Auch dieser ist mit der Steuereinrichtung 10 verbunden. Der Mischer 18 ist darüber hinaus mit einem Filter 19
verbunden. Auch das Filter 19 ist mit der
Steuereinrichtung 10 verbunden. Das Filter 19 ist darüber hinaus mit einer Datenraten-Anpassungseinrichtung 20 verbunden. Diese ist ebenfalls mit der Steuereinrichtung 10 verbunden. Zusätzlich ist sie mit einer
Dekodierungseinrichtung 21 verbunden, welche ebenfalls mit der Steuereinrichtung 10 verbunden ist. Darüber hinaus ist die Dekodierungseinrichtung 21 mit einer
Anzeigeeinrichtung 22 verbunden, welche ebenfalls mit der Steuereinrichtung 10 verbunden ist.
Das Messobjekt 12 erzeugt ein Signal 101. Dieses wird an den Mischer 13 übertragen. Das Signal beinhaltet dabei mehrere Teilsignale. Diese können von unterschiedlichen
Telekommunikationsstandards sein. Der Mischer 13 mischt das Signal 101 mit einem Lokaloszillatorsignal 102, welches von dem Lokaloszillator 14 gesteuert von der
Steuereinrichtung 10 erzeugt wird. Das resultierende
Zwischenfrequenzsignal 103 beinhaltet den gesamten
Informationsgehalt des Signals 101, weist jedoch eine abweichende Mittenfrequenz auf. Das Zwischenfrequenzsignal 103 wird anschließend von dem Analog-Digital-Wandler 15 zu einem digitalen Gesamtsignal 104 digitalisiert. Dieses digitale Gesamtsignal 104 wird anschließend von der
Speichereinrichtung 16 gespeichert.
Gesteuert von der Steuereinrichtung 10 gibt die
Speichereinrichtung 16 das gespeicherte digitale
Gesamtsignal 105 an den Mischer 18 aus, welcher es mit einem ersten Lokaloszillatorsignal 106a mischt. Dieses Lokaloszillatorsignal 106a wird dabei von dem
Lokaloszillator 17 gesteuert von der Steuereinrichtung 10 erzeugt. Die Signalverarbeitung erfolgt ab dem Analog- Digital-Wandler 15 digital, d.h. es handelt sich um eine digitale Mischung mit einem digitalen Signal 106a. Die Frequenz des Lokaloszillatorsignals 106a wird dabei so gewählt, dass die Mittenfrequenz des aus der Mischung resultierenden ersten digitalen Gesamtmesssignals 107a der Mittenfrequenz des zu untersuchenden Teilsignals
entspricht. Die Frequenz des digitalen GesamtSignals 105 wird durch die Mischung von dem Mischer 18 somit derart verschoben, dass das resultierende erste digitale
Gesamtmesssignal 107a einfach weiterverarbeitet werden kann.
Dieses Signal 107a wird nun dem digitalen Filter 19 zugeleitet. Das digitale Filter 19 beschränkt die
Bandbreite des ersten digitalen Gesamtmesssignals 107a auf
die Bandbreite des gerade zu untersuchenden Teilsignals. Bei dem Filter 19 handelt es sich bevorzugt um ein
Tiefpassfilter . Alternativ kann auch ein Bandpassfilter eingesetzt werden. Als Ausgangssignal erzeugt das digitale Filter 19 ein erstes digitales Messsignal 108a. Dieses erste digitale Messssignal 108a beinhaltet nun lediglich den Informationsgehalt des gerade untersuchten
Teilsignals. Es wird anschließend der Datenraten- Anpassungseinrichtung 20 zugeleitet, welche zur
Untersuchung des jeweiligen Teilsignals unnötige
Datenpunkte entfernt und so die Datenrate des ersten digitalen Messssignals 108a reduziert. Die Reduktion erfolgt dabei in Abhängigkeit von dem jeweiligen
Kommunikationsstandard. Das Durchlaufen der Datenraten- Anpassungseinrichtung 20 ist dabei optional.
Das resultierende Signal 109a wird einer
Dekodierungseinrichtung 21 zugeführt, welche das Signal dekodiert. Das dekodierte Signal 110a wird der
Anzeigeeinrichtung 22 zugeführt und von dieser
dargestellt. Auch das Durchlaufen der
Dekodierungseinrichtung 21 ist dabei optional. Alternativ können auch die nicht dekodierten Daten auf der
Anzeigeeinrichtung 22 angezeigt werden. Das digitale
Filter 19, die Datenraten-Anpassungseinrichtung 20, die Dekodierungseinrichtung 21 und die Anzeigeeinrichtung 22 werden dabei ebenfalls von der Steuereinrichtung 10 gesteuert. Auch die Datenraten-Anpassungseinrichtung 20 wird von der Steuereinrichtung 10 für das gerade zu untersuchende Teilsignal eingestellt. Dies gilt ebenso für die Dekodierungseinrichtung 21 und die Anzeigeeinrichtung 22.
Nachdem wie oben beschrieben, ein erstes Teilsignal des gespeicherten digitalen Gesamtmesssignals 105 verarbeitet wurde, wird dieses Vorgehen für ein zweites Teilsignal und evtl. weitere Teilsignale wiederholt. Die
Steuereinrichtung 10 stellt nun das Lokaloszillatorsignal 106b derart ein, dass die Mittenfrequenz des aus der
Mischung resultierenden Signals 107b der Mittenfrequenz des nun zu untersuchenden Teilsignals entspricht. Das digitale Filter 19 wird ebenso eingestellt, um die
Bandbreite des zu untersuchenden Teilsignals passieren zu lassen und darüberhinausgehende Signalanteile zu
entfernen. Analog zu dem oben beschriebenen Ablauf wird ein zweites digitales Messsignal 108b erzeugt und in Form der Signale 109b und 110b weiterverarbeitet.
Das digitale Gesamtsignal 104 kann alternativ direkt weiterverarbeitet werden, sofern lediglich ein Teilsignal untersucht werden soll. Soll jedoch ein zweites Teilsignal untersucht werden, muss das digitale Gesamtmesssignal 105 wie beschrieben durch die Speichereinrichtung 16
abgespeichert und in Form des gespeicherten digitalen GesamtSignals 105 weiterverarbeitet werden.
Die Verarbeitung mehrerer Teilsignale durch die
Funktionsblöcke 16 - 22 erfolgt dabei abschnittsweise nacheinander. D.h. zunächst wird ein zeitlicher Abschnitt eines ersten Teilsignals verarbeitet. Anschließend wird ein identischer zeitlicher Abschnitt eines zweiten
Teilsignals verarbeitet. Nachdem sämtliche gerade
darzustellende Teilsignale verarbeitet wurden, wird mit dem nächsten zeitlichen Abschnitt des ersten Teilsignals fortgefahren. Die Aufzeichnung durch die
Speichereinrichtung 16 erfolgt dabei kontinuierlich.
Alternativ ist auch eine parallele Verarbeitung mehrerer Teilsignale möglich. Hierzu verfügt das Messgerät über eine zumindest zweifache Ausführung der Funktionsblöcke 17 - 21. Die Steuereinrichtung 10 steuert diese
Funktionsblöcke 17 - 21 in diesem Fall parallel an. Auch eine abschnittsweise Aufzeichnung des gespeicherten digitalen GesamtSignals 105 ist möglich.
Alternativ kann das Messobjekt auch von einer durch die Steuereinrichtung 10 gesteuerte Anregungseinrichtung zur Erzeugung des Signals 101 angeregt werden.
In Fig. 4 wird ein zweites Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Messgeräts gezeigt. Hier dargestellt ist der Aufbau der Anzeigeeinrichtung 22 in einem ersten
Anzeigemodus. Die Anzeigeeinrichtung weist dabei einen ersten Anzeigebereich 30 auf, welcher mehrere
Schaltflächen 33 - 36 beinhaltet. Die Schaltfläche 33 entspricht der Darstellung sämtlicher Teilsignale. Die Schaltfläche 34 entspricht der Darstellung der Inphase-
Komponente und der Quadratur-Komponente. Die Schaltfläche 35 entspricht der Darstellung eines ersten Teilsignals. Die Schaltfläche 36 entspricht der Darstellung eines zweiten Teilsignals. In dem gegenwärtigen Anzeigemodus ist die Schaltfläche 33 ausgewählt. D.h. es werden sämtliche Teilsignale dargestellt. Das gegenwärtige Signal
beinhaltet zwei Teilsignale.
Die Anzeigeeinrichtung beinhaltet einen zweiten
Anzeigenbereich 31, auf welchem das digitale
Gesamtmesssignal im Zeitbereich dargestellt ist.
Zusätzlich beinhaltet die Anzeigeeinrichtung einen dritten Anzeigebereich 32, in welchem die beiden Teilsignale im Frequenzbereich dargestellt sind. Es ist so möglich, in
diesem ersten Anzeigemodus eine Übersicht über sämtliche in dem Signal enthaltene Teilsignale zu erhalten.
Fig. 5 zeigt die Anzeigeeinrichtung 22 aus Fig. 3 in einem zweiten Anzeigemodus. Hier ist die Schaltfläche 35, welche der Darstellung des ersten Teilsignals entspricht, ausgewählt. Die Anzeigeeinrichtung beinhaltet hier nun den ersten Anzeigebereich 30 aus Fig. 4. Zusätzlich beinhaltet sie einen vierten Anzeigebereich 46, auf welchem das erste Teilsignal im Frequenzbereich angezeigt wird.
Entsprechend den Schaltflächen 33 - 36 sind bei dem gegenwärtigen Signal vier Anzeigemodi möglich. Bei einem Signal, welches eine größere Anzahl an Teilsignalen beinhaltet, sind weitere Anzeigemodi möglich. So ist stets ein Anzeigemodus, bei welchem sämtliche Teilsignale angezeigt werden möglich. Zusätzlich ist stets ein
Anzeigemodus möglich, bei welchem jeweils ein Teilsignal gezeigt wird. Bei mehr als zwei Teilsignalen sind darüber hinaus Anzeigemodi möglich, bei welchen jeweils zwei oder mehrere Teilsignale gleichzeitig dargestellt werden.
Abschließend wird in Fig. 6 ein Flussdiagramm eines
Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens gezeigt. In einem ersten Schritt 50 erzeugt ein Messobjekt ein Messsignal mit mehreren Teilsignalen. Diese
Teilsignale können unterschiedlichen
Telekommunikationsstandards angehören. Alternativ kann das Messobjekt zur Erzeugung des Messsignals mittels eines Anregungssignals angeregt werden. In einem zweiten Schritt 51 wird das resultierende analoge Signal mit einem
Lokaloszillatorsignal zu einem Zwischenfrequenzsignal gemischt. Hierdurch wird die Frequenz des Signals
reduziert, was die Anforderungen an die weiteren
Komponenten eines Messgeräts reduziert.
In einem dritten Schritt 52 wird das
Zwischenfrequenzsignal abgetastet und digitalisiert. Das resultierende digitale Gesamtsignal beinhaltet dabei den gesamten Informationsgehalt des ursprünglichen Signals. In einem vierten Schritt 53 wird das digitale Gesamtsignal gespeichert. Anschließend wird in einem fünften Schritt 54 das digitale Gesamtsignal digital mit einem
Lokaloszillatorsignal gemischt. Diese Mischung erfolgt dabei derart, dass die Mittenfrequenz des resultierenden Gesamtmesssignals der Mittenfrequenz eines gerade zu untersuchenden Teilsignals entspricht.
Das resultierende digitale Gesamtmesssignal beinhaltet nach wie vor den gesamten Informationsgehalt des
ursprünglichen Signals. In einem anschließenden sechsten Schritt 55 wird das digitale Gesamtmesssignal digital gefiltert, d.h. Frequenzkomponenten außerhalb des
gegenwärtig untersuchten Teilsignals werden entfernt.
In einem siebten Schritt 56 wird das resultierende
digitale Messsignal durch eine Anzeigeeinrichtung
angezeigt. Sofern noch weitere Teilsignale zu untersuchen sind, wird mit dem fünften Schritt 54 fortgefahren. Dabei erfolgt die Mischung jeweils derart, dass das nun zu untersuchende Teilsignal im Zentrum des digitalen Filters aus dem sechsten Schritt zum Liegen kommt. Die Breite des digitalen Filters wird dabei jeweils so eingestellt, dass das gesamte Teilsignal erfasst wird. Optional kann als Teil des sechsten Schritts 55 zusätzlich eine Reduktion der Datenrate erfolgen. Als Teil des siebten Schritts 56 kann vor der Anzeige zusätzlich eine Dekodierung erfolgen.
Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte
Ausführungsbeispiel beschränkt. So kann das Signal
Teilsignale unterschiedlichster Kommunikationsstandards enthalten. Auch ist es nicht notwendig, dass das Signal lückenlos mit Teilsignalen gefüllt ist. Alle vorstehend beschriebenen Merkmale oder in den Figuren gezeigten
Merkmale sind im Rahmen der Erfindung beliebig vorteilhaft miteinander kombinierbar. Es können auch mehr als zwei Teilsignale beliebiger Telekommunikationsstandards, auch kombiniert, in dem Signal vorhanden sein.