NEUE VERBINDUNGEN
Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind neue CGRP-Antagonisten der allgemeinen Formeln Ia und Ib
in der R1, R2, R3, R4 und R5 wie nachstehend erwähnt definiert sind, deren Tautomere, deren Isomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen, diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel, deren Verwendung und Verfahren zu ihrer Herstellung.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
In den obigen allgemeinen Formeln Ia und Ib bedeuten in einer ersten Ausführungsform
R1 eine Gruppe der allgemeinen Formel IIa oder IIb
R2 H oder C1-3-Alkyl, oder
R
1 und R
2 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Gruppe der allgemeinen Formeln IHa oder IHb
(lila) oder ("Hb)
C-R1 1 oder N,
T N-R1 2 oder O,
R1-1 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -CN, -O-Ci-3-Alkyl, -C(O)-O-Ci-3-Alkyl, C2-4-Alkenyl, C2-4-Alkinyl, d-3-Alkyl-S-, Cyclopropyl, -NH2, -COOH, -NH-C(O)-O-Ci-3-Alkyl,
-NH-C(O)-Ci-3-Alkyl,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder Ci-3-Alkyl-O-Gruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R1-2 unabhängig voneinander
(a) H oder
(b) C1-3-Alkyl,
R1-3 (a) H,
(b) F, -CN, d-3-Alkyl, -CO2-R1-3 1 oder
(c) eine Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert sein kann,
R1-3-1 (a) H,
(b) C1-6-Alkyl,
R3 (a) H,
(b) Ci-6-Alkylen-RJ-\
(c) eine mit einem oder zwei Resten R32 substituierte C3-6-Cycloalkylgruppe,
(d) eine mit einem oder zwei Resten R32 substituierte C5-7-Cycloalkenylgruppe,
(e) eine mit einem oder zwei Resten R32 substituierte Arylgruppe,
(f) eine mit einem oder zwei Resten R32 substituierte Heterocyclylgruppe, (g) eine C5-7-Cycloalkylgruppe, die mit einem Aryl- oder Heteroarylrest kondensiert sein kann und zusätzlich mit einem oder zwei Resten R32 substituiert ist, (h) eine mit einem oder zwei Resten R32 substituierte Heteroarylgruppe, (i) eine Ci_3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R3-1 (a) H,
(b) eine mit den Resten R3 1 1 und R3 1 2 substituierte Arylgruppe,
(c) eine mit den Resten R3 1 1 und R3 1 2 substituierte Heteroarylgruppe,
R3-1-1 (a) H,
(b) Halogen, d-3-Alkyl, -OH, -CN, -O-d-3-Alkyl, -O-C(O)-d-3-Alkyl,
-NR3 1 1 1R3-1-1 2, -S(O)m-Ci-3-Alkyl, -NR3-1 /l-1-C(O)-Ci-3-Alkyl,
-C(O)-NR3-1-1/IR3-1-1-2, -C(O)-O-R3-1-1 3, -NR3-1-1-1-C(O)-O-Ci-3-Alkyl,
-O-C(O)-NR3-1-1-1R3-1-1-2, (c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R3-1 .1.1 H, Ci-3-Alkyl und
R3.1 .1.2 H, C1-3-AIkVl , oder
R3-1-1-1 und R3-1-1-2 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, auch einen Rest darstellen, der ausgewählt ist aus Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperidinyl, Piperidonyl, Piperazinyl, Pyrrolidinyl und Azetidinyl, wobei der Rest zusätzlich mit einem oder zwei Substituenten ausgewählt aus F, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -OCF3, Ci-3-Alkyl und CF3 substituiert sein kann,
»3.1.1.3 H, Ci-3-Alkyl,
- A -
R3-1-2 (a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -CN, -O-Ci-3-Alkyl,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist, oder
R32 unabhängig voneinander
(a) H, (b) Halogen, d-3-Alkyl, -OH, -CN, -O-Ci-3-Alkyl, -O-C(O)-Ci-3-Alkyl, -NR32 1R322,
-S(O)m-Ci-3-Alkyl, -NR3-2 1-C(O)-Ci-3-Alkyl, -C(O)-NR32 1R32 2, -C(O)-O-R32 3, -NR3-2 1-C(O)-O-Ci-3-Alkyl, -0-C(O)-NR32 1R3-22, (c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
>3.2.1 H, Ci-3-Alkyl und
»3.2.2 H, Ci-3-Alkyl, oder
R3-2-1 und R3-2-2 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, auch einen
Rest darstellen, der ausgewählt ist aus Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperidinyl, Piperidonyl, Piperazinyl, Pyrrolidinyl und Azetidinyl, wobei der Rest zusätzlich mit einem oder zwei Substituenten ausgewählt aus F, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -OCF3, Ci-3-Alkyl und CF3 substituiert sein kann,
R3-2-3 H, Ci-3-Alkyl,
R4 (a) H, (b) Ci-6-Alkylen-R4-1,
(c) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte C3-6-Cycloalkylgruppe,
(d) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte C5-7-Cycloalkenylgruppe,
(e) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte Arylgruppe,
(f) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte Heterocyclylgruppe,
(g) eine C5-7-Cycloalkylgruppe, die mit einem Aryl- oder Heteroarylrest kondensiert sein kann, wobei der so gebildete Bicyclus zusätzlich mit einem oder zwei Resten R42 substituiert ist,
(h) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte Heteroarylgruppe, (i) eine Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
,4.1 (a) H,
(b) eine mit den Resten R und R substituierte Arylgruppe, (c) eine mit den Resten R4 1 1 und R4 1 2 substituierte Heteroarylgruppe,
R4-1-1 (a) H,
(b) Halogen, d-3-Alkyl, -OH, -CN, -O-Ci-3-Alkyl, -O-C(O)-Ci-3-Alkyl, -NR4 1 1 1R4-1-1 2, -S(O)m-Ci-3-Alkyl, -NR4-1-1/l-C(O)-Ci-3-Alkyl, -C(O)-NR4-1-1/IR4-1-1-2, -C(O)-O-R4-1-1 3, -NR4-1-1-1-C(O)-O-Ci-3-Alkyl,
-O-C(O)-NR4-1-1-1R4-1-1-2,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R4-1-1-1 H, Ci-3-Alkyl und
R4-1-1-2 H, d-3-Alkyl, oder
R4-1-1-1 unc| R4.I.I.2 zusammen mjt ς|erT| Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, auch einen Rest darstellen, der ausgewählt ist aus Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperidinyl, Piperidonyl, Piperazinyl, Pyrrolidinyl und Azetidinyl, wobei der Rest zusätzlich mit einem oder zwei Substituenten ausgewählt aus F, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -OCF3, Ci-3-Alkyl und CF3 substituiert sein kann,
R4-1-1-3 H, Ci-3-Alkyl,
R4-1-2 (a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -CN, -O-Ci-3-Alkyl,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist, oder
R42 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, d-3-Alkyl, -OH, -CN, -O-d-3-Alkyl, -O-C(O)-Ci-3-Alkyl, -NR42 1R422, -S(O)m-Ci-3-Alkyl, -NR4-2 1-C(O)-Ci-3-Alkyl, -C(O)-NR42 1R42 2, -C(O)-O-R42 3, -NR4-2 1-C(O)-O-Ci-3-Alkyl, -0-C(O)-NR42 1R4-22, (c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
»4.2.1 H, Ci-3-Alkyl und
R4-2-2 H, d-3-Alkyl, oder
R4-2-1 und R4-2-2 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, auch einen Rest darstellen, der ausgewählt ist aus Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperidinyl, Piperidonyl, Piperazinyl, Pyrrolidinyl und Azetidinyl, wobei der Rest zusätzlich mit einem oder zwei Substituenten ausgewählt aus F, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -OCF3, Ci-3-Alkyl und CF3 substituiert sein kann,
R4-2-3 H, Ci-3-Alkyl,
R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind:
(a) einen gesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist, (b) einen gesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an zwei benachbarten Kohlenstoffatom mit je einem Rest R43 und R44 substituiert ist,
(c) einen gesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist und zusätzlich mit einem 5-, 6- oder 7-gliedrigen Cycloalkyl-
oder Heterocyclylrest kondensiert ist, wobei der ankondensierte Cycloalkyl- oder Heterocyclylrest mit 1 , 2 oder 3 Resten R45 substituiert ist,
(d) einen einfach ungesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist und zusätzlich mit einem Phenylrest kondensiert ist, wobei der ankondensierte Phenylrest mit 1 , 2 oder 3 Resten R45 substituiert ist,
(e) einen einfach ungesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist und zusätzlich mit einem 5- oder 6-gliedrigen Heteroarylrest kondensiert ist, wobei der ankondensierte Heteroarylrest mit 1 , 2 oder 3
Resten R45 substituiert ist, oder
(f) einen Heteroarylrest, der an 1 , 2 oder 3 Kohlenstoffatomen mit jeweils einem Rest R45 substituiert ist,
R43 unabhängig voneinander
(a) H, d-3-Alkyl, C2-6-Alkinyl, Aryl, -Ci-3-Alkylen-R4-3 \ d-3-Alkyl-O-C(O)-, HO-C(O)-, F, -O-Ci-3-Alkyl, -OH, -CN,
(b) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R4-3-1 H, Ci-3-Alkyl-O-C(O)-, -NH2, (d-4-Alkyl)-NH-, (Ci-4-Alkyl)2N-, C^-Cycloalkyl-, Heterocyclyl, Heteroaryl, Aryl,
R4-4 (a) H, d-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl oder
(b) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R43 und R44 zusammen mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, auch eine C3-6-Cycloalkyl-, C5-6-Cycloalkenyl- oder Heterocyclylgruppe,
R45 unabhängig voneinander (a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -S(O)m-Ci-3-Alkyl, -NR452R45 3, -CN, -C(O)-O-R45 1, -C(O)-NR45 2R45 3,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
(d) Aryl, Heteroaryl,
R4-5-1 H, Ci-3-Alkyl,
R4-5-2 H, d-3-Alkyl,
R4-5-3 H, d-3-Alkyl, oder
R452 und R453 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, auch einen Rest darstellen, der ausgewählt ist aus Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperidinyl,
Piperidonyl, Piperazinyl, Pyrrolidinyl und Azetidinyl, wobei der Rest zusätzlich mit einem oder zwei Substituenten ausgewählt aus F, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -OCF3, Ci-3-Alkyl und CF3 substituiert sein kann,
R5 H, d-e-Alkyl, -CH2-R5 1 oder Benzyl, und
R5 1 eine Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
deren Tautomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
Eine zweite Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht in den Verbindungen der obigen allgemeinen Formeln Ia und Ib, in denen R3, R4 und R5 wie voranstehend unter der ersten Ausführungsform definiert sind und
R
1 eine Gruppe ausgewählt aus
H oder
R1 und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Gruppe ausgewählt aus
,1.1 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, d-3-Alkyl, -OH, -CN, -O-Ci-3-Alkyl, -C(O)-O-Ci-3-Alkyl, C2-4-Alkenyl, C2-4-Alkinyl, d-3-Alkyl-S-, -NH2,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder Ci-3-Alkyl-O-Gruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
1.2 R unabhängig voneinander
(a) H oder
(b) CH3 und
R1-3 (a) H,
(b) F, -CN, -CO2H, -C(O)-O-Ci-3-Alkyl oder
(c) -CF3 bedeutet,
deren Tautomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
Eine dritte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht in den Verbindungen der obigen allgemeinen Formeln Ia und Ib, in denen R3, R4 und R5 wie voranstehend unter der ersten Ausführungsform definiert sind und
R1 eine Gruppe ausgewählt aus
H oder
R1 und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Gruppe ausgewählt aus
R unabhängig voneinander
(a) F, CH3, -OH, -0-CH3 oder (b) CF3 und
»1.2 unabhängig voneinander
(a) H oder
(b) CH3 bedeutet,
deren Tautomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
Eine vierte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht in den Verbindungen der obigen allgemeinen Formeln Ia und Ib, in denen R3, R4 und R5 wie voranstehend unter der ersten Ausführungsform definiert sind und
R1 eine Gruppe ausgewählt aus
H oder
R1 und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Gruppe ausgewählt aus
deren Tautomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
Eine fünfte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht in den Verbindungen der obigen allgemeinen Formeln Ia und Ib, in denen R1, R2 und R5 wie voranstehend unter der ersten, zweiten, dritten oder vierten Ausführungsform erwähnt definiert sind und
R3 (a) H,
(b) C1-6-Alkyl,
(c) eine mit einem oder zwei Resten R32 substituierte C3_6-Cycloalkylgruppe,
(d) eine C-ι-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R3'2 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, d-3-Alkyl, -OH, -O-d-3-Alkyl, (c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R4 (a) H, (b) Ci-6-Alkylen-R4-1,
(c) eine mit einem oder zwei Resten R substituierte C3-6-Cycloalkylgruppe,
(d) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte C5-7-Cycloalkenylgruppe,
(e) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte Arylgruppe,
(f) eine C5-7-Cycloalkylgruppe, die mit einem Aryl-, Thiazolyl- oder Thienylrest kondensiert sein kann, wobei der so gebildete Bicyclus zusätzlich mit einem oder zwei Resten R42 substituiert ist, oder
(g) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte Heteroarylgruppe,
R4-1 (a) H,
(b) eine durch die Reste R4 1 1 und R4 1 2 substituierte Phenylgruppe,
(c) eine durch die Reste R4 1 1 und R4 1 2 substituierte Heteroarylgruppe,
R4-1-1 (a) H, (b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -CN, -O-d-3-Alkyl, -N R4 1 1 1 R4 1 1 2, -S-d-3-Alkyl,
-NR4/l-1-1-C(O)-Ci-3-Alkyl, -C(O)-NR4 1 1 1R4-1-1-2, -C(O)-O-R4-1-1 3, (c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R4-1-1-1 H, C1-3-Alkyl,
»4.1.1.2 H, Ci-3-Alkyl, oder
R4-1-1-1 unc| p4.i.i.2 zusammen mjt dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, auch einen Rest ausgewählt aus Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperidinyl, Piperazinyl, Pyrrolidinyl und Azetidinyl,
»4.1.1.3 H, C1-3-Alkyl,
»4.1.2 (a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist, oder
R4-2 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -CN, -O-Ci-3-Alkyl, -NR42 1R422, -S-Ci-3-Alkyl, -NR4-2-1-C(O)-Ci-3-Alkyl, -C(O)-NR42 1R4-2 2, -C(O)-O-R423,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
»4.2.1 H, d-s-Alkyl und
>4.2.2 H, d-s-Alkyl, oder
R4-2'1 und R4-2'2 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, auch einen Rest darstellt, der ausgewählt ist aus Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperidinyl, Piperidonyl, Piperazinyl, Pyrrolidinyl und Azetidinyl, und der zusätzlich durch einen oder zwei Reste ausgewählt aus F, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -OCF3, d-3-Alkyl und CF3 substituiert sein kann,
R4-2-3 H, Ci-3-Alkyl,
R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind:
(a) einen gesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist,
(b) einen gesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an zwei benachbarten Kohlenstoffatom mit je einem Rest R43 und R44 substituiert ist,
(c) einen gesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist und zusätzlich mit einem 5-, 6- oder 7-gliedrigen Cycloalkyl- oder Heterocyclylrest kondensiert ist, wobei der ankondensierte Cycloalkyl- oder Heterocyclylrest mit 1 , 2 oder 3 Resten R45 substituiert ist,
(d) einen einfach ungesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist und zusätzlich mit einem Phenylrest kondensiert ist, wobei der ankondensierte Phenylrest mit 1 , 2 oder 3 Resten R45 substituiert ist,
(e) einen einfach ungesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einen Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist und zusätzlich mit einem 5- oder 6-gliedrigen Heteroarylrest kondensiert ist, wobei der ankondensierte Heteroarylrest mit 1 , 2 oder 3 Resten R45 substituiert ist, oder
(f) einen Heteroarylrest, der an 1 , 2 oder 3 Kohlenstoffatomen mit einem Rest R45 substituiert ist,
R4-3 H, d-3-Alkyl, Phenyl, -Ci-3-Alkylen-R4-3 \ Ci-3-AIkYl-O-C(O)-, HO-C(O)-, F, -O-Ci-3-Alkyl, -OH, -CN
R4-3-1 H, Ci-3-Alkyl-O-C(O)-, -NH2, (d-4-Alkyl)-NH-, (Ci-4-Alkyl)2N-, Heterocyclyl,
R4-4 (a) H, d-s-Alkyl, -OH, -O-d-3-Alkyl oder
(b) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R43 und R44 zusammen mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, auch eine C3-6-Cycloalkyl-, C5-6-Cycloalkenyl- oder Heterocyclylgruppe,
R45 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -NH2, -CN, -C(O)-O-R45 1, -C(O)-NR45 2R4-5 3,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
(d) Phenyl,
R4.5.1 H, Ci-3-Alkyl
R4.5.2 H, C1-3-AIkVl und
>4.5.3 H, Ci-3-Alkyl bedeutet,
deren Tautomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
Eine sechste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht in den Verbindungen der obigen allgemeinen Formeln Ia und Ib, in denen R1, R2 und R5 wie voranstehend unter der ersten, zweiten, dritten oder vierten Ausführungsform erwähnt definiert sind und
R3 (a) H,
(b) C1-6-Alkyl,
(c) eine mit einem oder zwei Resten R32 substituierte C3_6-Cycloalkyl, oder
(d) eine C-ι-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R3'2 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, d-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R4 (a) H,
(b) Ci-6-Alkylen-R' 4.1 (c) eine mit einem oder zwei Resten R substituierte C3-6-Cycloalkylgruppe,
(d) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte C5-7-Cycloalkenylgruppe,
(e) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte Arylgruppe,
(f) eine C5-6-Cycloalkylgruppe, die mit einem Phenyl-, Thiazolyl- oder Thienylrest kondensiert sein kann, wobei der so gebildete Bicyclus die zusätzlich mit einem oder zwei Resten R42 substituiert ist,
R4-1 (a) H,
(b) eine durch die Reste R4 1 1 und R4 1 2 substituierte Phenylgruppe,
R4-1-1 (a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -CN, -C(O)-O-R4-1 1 3,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R4-1-1-3 H, d-s-Alkyl,
R4-1-2 (a) H, (b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist, oder
R42 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, d-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -CN, -NH2, -O-C(O)-Ci-3-Alkyl,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind:
(a) einen gesättigten 5- oder θ-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist,
(b) einen gesättigten 5- oder θ-gliedrigen Heterocyclus, der an zwei benachbarten Kohlenstoffatomen mit je einem Rest R43 und R44 substituiert ist,
(c) einen gesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist und zusätzlich mit einem 5-, 6- oder 7-gliedrigen Cycloalkyl- oder Heterocyclylrest kondensiert ist, wobei der ankondensierte Cycloalkyl- oder Heterocyclylrest mit 1 , 2 oder 3 Resten R45 substituiert ist,
(d) einen einfach ungesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R4' substituiert ist und zusätzlich mit einem Phenylrest kondensiert ist, wobei der ankondensierte Phenylrest mit 1 , 2 oder 3 Resten R45 substituiert ist,
(e) einen einfach ungesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R4' substituiert ist und zusätzlich mit einem 5- oder 6-gliedrigen Heteroarylrest
kondensiert ist, wobei der ankondensierte Heteroarylrest mit 1 , 2 oder 3 Resten R45 substituiert ist und ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
O H Sx H Nx
O /] N /)
O H O S^ ύ Nx N N N N ^ \\ //
(f) einen Heteroarylrest, der an 1 , 2 oder 3 Kohlenstoffatomen mit jeweils einem Rest R4-5 substituiert ist,
R4-3 H, d-3-Alkyl, Phenyl, -Ci-3-Alkylen-R4-3-1, d-3-Alkyl-O-C(O)-, HO-C(O)-, F, -O-Ci-3-Alkyl, -OH, -CN
R4-3-1 H, Ci-3-Alkyl-O-C(O)-, -NH2, (d-4-Alkyl)-NH-, (Ci-4-Alkyl)2N-, Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperidinyl, Pyrrolidinyl, Azetidinyl,
R4-4 (a) H, d-s-Alkyl, -OH, -O-d-3-Alkyl oder
(b) eine d-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R43 und R44 zusammen mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, auch eine C3-6-Cycl oa I ky I- oder Heterocyclylgruppe, und
R45 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -NH2, -CN,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist, oder
(d) Phenyl bedeutet,
deren Tautomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
Eine siebte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht in den Verbindungen der obigen allgemeinen Formeln Ia und Ib, in denen R1, R2 und R5 wie voranstehend unter der ersten, zweiten, dritten oder vierten Ausführungsform erwähnt definiert sind und
R3 (a) H, (b) Ci-6-Alkyl,
(c) eine mit einem oder zwei Resten R32 substituierte C3-6-Cycloalkylgruppe, oder
(d) eine Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R32 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R4 (a) H,
(b) Ci-6-Alkylen-R4-1,
(c) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte C3-6-Cycloalkylgruppe, (d) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte C5-7-Cycloalkenylgruppe,
(e) eine mit einem oder zwei Resten R42 substituierte Phenylgruppe,
(f) eine C5-6-Cycloalkylgruppe, die mit einem Phenyl-, Thiazolyl- oder Thienylrest kondensiert sein kann, wobei der so gebildete Bicyclus zusätzlich mit einem oder zwei Resten R42 substituiert ist,
R4-1 (a) H,
(b) eine durch die Reste R4 1 1 und R4 1 2 substituierte Phenylgruppe,
R4-1-1 (a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -CN, -C(O)-O-R4-1 1 3,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R4-1-1-3 H, Ci-3-Alkyl,
R4-1-2 (a) H,
(b) Halogen, d-3-Alkyl, -OH, -O-d-3-Alkyl, (c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist, oder
R4-2 (a) H, (b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -CN, -NH2,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist, oder
R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind:
(a) einen gesättigten 5- oder 6-gliedrigen Heterocyclus, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Piperidinyl, Piperidinonyl, Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperazinyl, Pyrrolidinyl und Pyrrolidinonyl, und der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist,
(b) einen gesättigten 5- oder 6-gliedrigen Heterocyclus, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Piperidinyl, Piperidinonyl, Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperazinyl, Pyrrolidinyl und Pyrrolidinonyl, und der an zwei
benachbarten Kohlenstoffatomen mit je einem Rest R43 und R44 substituiert ist,
(c) einen gesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Piperidinyl, Piperidinonyl, Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperazinyl, Pyrrolidinyl, Pyrrolidinonyl, Azepanyl,
Diazepanyl, Diazepanonyl und Oxazepanyl, und der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist und zusätzlich mit einem 5-, 6- oder 7-gliedrigen Cycloalkyl- oder Heterocyclylrest kondensiert ist, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Piperidinyl, Piperidinonyl, Morpholinyl, Thiomorpholinyl,
Piperazinyl, Pyrrolidinyl, Pyrrolidinonyl, Azepanyl, Diazepanyl, Diazepanonyl und Oxazepanyl, wobei der ankondensierte Cycloalkyl- oder Heterocyclylrest mit 1 , 2 oder 3 Resten R45 substituiert ist,
(d) einen einfach ungesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
und der an einem Kohlenstoffatom mit einem Rest R43 oder mit zwei Resten R43 und R44 substituiert ist und zusätzlich mit einem Phenylrest kondensiert ist, wobei der ankondensierte Phenylrest mit 1 , 2 oder 3 Resten R45 substituiert ist,
(e) einen einfach ungesättigten 5-, 6- oder 7-gliedrigen Heterocyclus, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
und der an einem Kohlenstoffatom durch einen Rest R
43 oder durch zwei Reste R
43 und R
44 substituiert ist und zusätzlich mit einem 5- oder
6-gliedrigen Heteroarylrest kondensiert ist, wobei der ankondensierte HHeetteerrooaarryyllrreesstt mmiitt 11 ,, 22 ooddeerr 33 RR<esten R45 substituiert ist und ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus
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(f) einen Heteroarylrest, der ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Indol, Isoindol, Azaindol, Indazol und Benzimidazol, und der an 1 , 2 oder 3 Kohlen- stoffatomen mit einem Rest R 4.5 substituiert ist,
,4.3 H, d-3-Alkyl, Phenyl, -d-s-Alkylen-R4-3 1, Ci-3-AIkYl-O-C(O)-, HO-C(O)-, F, -O-Ci-3-Alkyl, -OH, -CN,
>4.3.1 H, Ci-3-Alkyl-O-C(O)-, -NH2, (d-4-Alkyl)-NH-, (Ci-4-Alkyl)2N-, Morpholinyl, Thiomorpholinyl, Piperidinyl, Pyrrolidinyl, Azetidinyl,
R4-4 (a) H, d-s-Alkyl, -OH, -O-d-3-Alkyl oder
(b) eine d-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist,
R43 und R44 zusammen mit den Kohlenstoffatomen, an die sie gebunden sind, auch eine C3-6-Cycloalkylgruppe oder eine Heterocyclylgruppe, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Azetidinyl, Pyrrolidinyl, Piperidinyl und Azepanyl, und
,4.5 unabhängig voneinander
(a) H,
(b) Halogen, C1-3-Alkyl, -OH, -O-Ci-3-Alkyl, -NH2, -CN,
(c) eine Ci-3-Alkyl- oder -O-Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist, oder
(d) Phenyl bedeutet,
deren Tautomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
Eine achte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht in den Verbindungen der obigen allgemeinen Formeln Ia und Ib, in denen R1 , R2 und R5 wie voranstehend unter der ersten, zweiten, dritten oder vierten Ausführungsform erwähnt definiert sind und
(a) H,
(b) C1-3-Alkyl,
(c) eine Ci-3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist, und
H oder eine Gruppe ausgewählt aus
R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Gruppe ausgewählt aus
bedeutet,
deren Tautomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
Eine neunte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht in den Verbindungen der obigen allgemeinen Formeln Ia und Ib, in denen R1, R2, R3 und R4 wie voranstehend unter der ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften, sechsten, siebten oder achten Ausführungsform erwähnt definiert sind und
R5 H oder d-3-Alkyl bedeutet,
deren Tautomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
Eine zehnte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung besteht in den Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib, in der
R1 eine Gruppe ausgewählt aus
H oder
R1 und R2 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Gruppe ausgewählt aus
(a) H,
(b) C1-3-Alkyl,
(c) eine Ci_3-Alkylgruppe, in der jede Methylengruppe mit bis zu zwei Fluoratomen
und jede Methylgruppe mit bis zu drei Fluoratomen substituiert ist, und
H oder eine Gruppe ausgewählt aus
R3 und R4 zusammen mit dem Stickstoffatom, an das sie gebunden sind, eine Gruppe ausgewählt aus
R5 H oder d-3-Alkyl bedeutet,
deren Tautomere, deren Diastereomere, deren Enantiomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
Als ganz besonders bevorzugte Verbindungen der obigen allgemeinen Formeln Ia und Ib seien beispielsweise folgende Verbindungen genannt:
deren Enantiomere, deren Diastereomere, deren Hydrate, deren Gemische und deren Salze sowie die Hydrate der Salze, insbesondere deren physiologisch verträgliche Salze mit anorganischen oder organischen Säuren oder Basen.
VERWENDETE BEGRIFFE UND DEFINITIONEN
Die vorliegende Beschreibung der Erfindung soll in Übereinstimmung mit den Gesetzmäßigkeiten und Regeln der chemischen Bindungen aufgefasst werden. Die Verbindungen, die von dieser Erfindung umfasst sind, sind jene, die auch chemisch stabil sind.
Soweit nicht anders angegeben, sind alle Substituenten voneinander unabhängig. Sollten an einer Gruppe z. B. mehrere C-M-Alkylgruppen als Substituenten sein, so könnte, im Fall von drei Substituenten Ci-4-Alkyl unabhängig voneinander einmal Methyl, einmal Ethyl und einmal n-Propyl bedeuten.
Im Rahmen dieser Anmeldung können bei der Definition von möglichen Substituenten, diese auch in Form einer Strukturformel dargestellt werden. Dabei wird, falls vorhanden, ein Stern (*) in der Strukturformel des Substituenten als der Verknüpfungspunkt zum Rest des Moleküls verstanden. Beispielsweise wird ein Phenyl-Rest wie folgt dargestellt:
Weiterhin wird das auf den Verknüpfungspunkt folgende Atom des Substituenten als das Atom mit der Positionsnummer 1 verstanden.
Ebenfalls mit vom Gegenstand dieser Erfindung umfasst sind die erfindungsgemäßen Verbindungen, einschließlich deren Salze, in denen ein oder mehrere Wasserstoffatome, beispielsweise ein, zwei, drei, vier oder fünf Wasserstoffatome, durch Deuterium ausgetauscht sind.
Unter dem Begriff "d-3-Alkyl" (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste sind) werden verzweigte und unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen, unter dem Begriff "C-M-Alkyl" werden verzweigte und unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und unter dem Begriff "C1-6-Alkyl" werden verzweigte und unverzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen verstanden. Beispielsweise werden hierfür genannt: Methyl, Ethyl, n-Propyl, /so-Propyl, n-Butyl, /so-Butyl, sec-Butyl, te/f-Butyl, Pentyl, Neopentyl oder n-Hexyl. Gegebenenfalls werden für vorstehend genannten Gruppen auch die Abkürzungen Me, Et, n-Pr, /-Pr, n-Bu, /-Bu, t-Bu, etc. verwendet. Sofern nicht anders beschrieben, umfassen die Definitionen Propyl und Butyl alle denkbaren isomeren Formen der jeweiligen Reste. So umfasst beispielsweise Propyl n-Propyl und /so-Propyl, Butyl umfasst /so-Butyl, sec-Butyl und te/f-Butyl etc.
Unter dem Begriff "C1-6-Alkylen" (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste sind) werden verzweigte und unverzweigte Alkylengruppen mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen und unter dem Begriff "C1-3-Alkylen" werden verzweigte und unverzweigte Alkylengruppen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen verstanden Beispielsweise werden hierfür genannt: Methylen, Ethylen, Propylen, 1-Methylethylen, Butylen, 1-Methylpropylen, 1 ,1-Dimethylethylen, 1 ,2-Dimethylethylen, Pentylen, 1 ,1-Dimethylpropylen, 2,2-Dimethylpropylen, 1 ,2-Di- methylpropylen, 1 ,3-Dimethylpropylen oder Hexylen. Sofern nicht anders beschrieben, umfasst die Definition Propylen alle denkbaren isomeren Formen der jeweiligen Reste gleicher Kohlenstoffanzahl. So umfasst beispielsweise Propyl auch 1-Methylethylen und Butylen umfasst 1-Methylpropylen, 1 ,1-Dimethylethylen, 1 ,2-Dimethylethylen. Die Definition für C0-Alkylen bedeutet eine Bindung.
Unter dem Begriff "C2-6-Alkenyl" (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste sind) werden verzweigte und unverzweigte Alkenylgruppen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen und unter dem Begriff "C2-4-Alkenyl" verzweigte und unverzweigte Alkenylgruppen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen verstanden, soweit sie mindestens eine Doppelbindung aufweisen. Bevorzugt sind Alkenylgruppen mit 2 bis 4 Kohlenstoffatomen. Beispielsweise werden hierfür genannt: Ethenyl oder Vinyl, Propenyl, Butenyl, Pentenyl, oder Hexenyl. Sofern nicht anders beschrieben, umfassen die Definitionen Propenyl, Butenyl, Pentenyl und Hexenyl alle denkbaren isomeren Formen der jeweiligen Reste. So umfasst beispielsweise Propenyl 1 -Propenyl und 2-Propenyl, Butenyl umfasst 1-, 2- und 3-Butenyl, 1-Methyl-1 -propenyl, 1-Methyl-2-propenyl etc..
Unter dem Begriff "C2-6-Alkinyl" (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste sind) werden verzweigte und unverzweigte Alkinylgruppen mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen und unter dem Begriff "C2-4-Alkinyl" verzweigte und unverzweigte Alkinylgruppen mit 2 bis 4 Kohlenstoff- atomen verstanden, soweit sie mindestens eine Dreifachbindung aufweisen. Beispielsweise werden hierfür genannt: Ethinyl, Propinyl, Butinyl, Pentinyl, oder Hexinyl. Sofern nicht anders beschrieben, umfassen die Definitionen Propinyl, Butinyl, Pentinyl und Hexinyl alle denkbaren isomeren Formen der jeweiligen Reste. So umfasst beispielsweise Propinyl 1 -Propinyl und 2-Propinyl, Butinyl umfasst 1-, 2- und 3-Butinyl, 1-Methyl- 1-propinyl, 1-Methyl-2-propinyl etc..
Unter dem Begriff "C3-6-Cycloalkyl" (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste sind) werden cyclische Alkylgruppen mit 3 bis 6 Kohlenstoffatomen und unter dem Begriff "C5-6-Cycloalkyl" werden cyclische Alkylgruppen mit 5 bis 6 Kohlenstoffatomen verstanden. Beispielsweise werden hierfür genannt: Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl. Soweit nicht anders beschrieben, können die cyclischen Alkylgruppen substituiert sein mit einem oder mehreren Resten ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, /so-Propyl, te/f-Butyl, Hydroxy, Fluor, Chlor, Brom und Jod.
Unter dem Begriff "C5-6-Cycloalkenyl" (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste sind) werden cyclische Alkenylgruppen mit 5 oder 6 Kohlenstoffatomen verstanden, die eine ungesättigte Bindung enthalten. Beispielsweise werden hierfür genannt: Cyclopentenyl oder Cyclohexenyl. Soweit nicht anders beschrieben, können die cyclischen Alkenylgruppen substituiert sein mit einem oder mehreren Resten ausgewählt aus der
Gruppe bestehend aus Methyl, Ethyl, /so-Propyl, te/f-Butyl, Hydroxy, Fluor, Chlor, Brom und Jod.
Unter dem Begriff "Heterocyclyl" oder "Heterocyclus" werden, soweit in den Definitionen nicht anders beschrieben, stabile 5-, 6- oder 7-gliedrige monocyclische oder 8-, 9-, 10- oder 11-gliedrige bicyclische heterocyclische Ringsysteme verstanden, die in mindestens einem Ring kein aromatisches Ringsystem bilden und neben Kohlenstoffatomen ein bis vier Heteroatome tragen können, die ausgewählt sind aus der Gruppe bestehend aus Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel. Dabei können sowohl Stickstoffatome als auch Schwefelatome optional oxidiert sein und Stickstoffatome können quaternisiert sein. Der heterocyclische Ring kann eine oder zwei Carbonyl-, Thiocarbonyl- oder Cyanimino- gruppen benachbart zu einem Stickstoffatom enthalten. Die voranstehend genannten Heterocyclen können über ein Kohlenstoffatom oder über ein Stickstoffatom mit dem restlichen Molekül verknüpft sein. Soweit nicht anders beschrieben, können die Heterocyclen substituiert sein mit einem oder mehreren Resten ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:
(a) OH, NO2, CN, OCF3, OCHF2, OCH2F, NH2,
(b) Halogen, vorzugsweise Fluor oder Chlor,
(c) d-6-Alkyl, vorzugsweise Ci-3-Alkyl, besonders bevorzugt Ethyl, Methyl, iso- Propyl oder te/f-Butyl,
(d) -SO2-O-Ci-3-Alkyl, vorzugsweise -O-Methyl,
(e) -O-d-3-Alkyl, vorzugsweise -O-Methyl oder -O-Ethyl,
(f) COOH, COO-d-s-Alkyl, vorzugsweise CO-0-Methyl oder CO-0-Ethyl, wobei die Reste gleich oder verschieden sein können. Als Beispiele seien folgende Verbindungen genannt, sollen jedoch nicht auf diese beschränkt sein: Azetidin, Oxetan, Thietan, Thietandioxid, Tetrahydrofuran, Dihydrofuran, Dioxalan, Imidazolidin, Imidazolin, Imidazolidinon, Dihydroimidazolon, Oxazolin, Oxazolidin, Oxazolidinon, Pyrrolidinen, Dihydropyrazol, Pyrrolidin, Pyrrolin, Morpholin, Tetrahydropyridin, Dihydropyran, Tetrahydropyran, Dioxan, Piperazin, Piperidin, Piperazinon, Piperidinon, Pyran, Thiomorpholin-S-oxid, Thiomorpholin-S-dioxid,
Thiomorpholin, Dihydrooxazin, Morpholindion, Morpholinthion, Perhydrothiazindioxid, ε-Caprolactam, Oxazepanon, Diazepanon, Thiazepanon, Perhydroazepin, Dihydrochinazolinon, Dihydroindol, Dihydroisoindol, Benzoxazolon, Benzimidazolon, Chromanon, Tetrahydrochinolin, Tetrahydrobenzoxazol, Tetrahydrobenzisoxazol,
Tetrahydrobenzthiophen, Tetrahydrothieno-pyridin, Tetrahydrobenzofuran, Tetrahydro- oxazolopyridin, Tetrahydro-isoxazolopyridin.
Bevorzugt im Sinne dieser Erfindung seien folgende Heterocyclen: r— N I — υ r— S
-B -B ff S=O
-B
Unter dem Begriff "Aryl" (auch soweit sie Bestandteil anderer Reste sind) werden monocyclische aromatische Ringsysteme mit 6 Kohlenstoffatomen oder bicyclische
aromatische Ringsysteme mit 10 Kohlenstoffatomen verstanden. Beispielsweise werden hierfür Phenyl, 1-Naphthyl oder 2-Naphthyl genannt; bevorzugter Ary I rest ist Phenyl. Soweit nicht anders beschrieben, können die Aromaten substituiert sein mit einem oder mehreren Resten ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:
(a) OH, NO2, CN, OCF3, OCHF2, OCH2F, NH2,
(b) Halogen, vorzugsweise Fluor oder Chlor,
(c) d-6-Alkyl, vorzugsweise Ci-3-Alkyl, besonders bevorzugt Ethyl, Methyl, iso- Propyl oder te/f-Butyl,
(d) -SO2-O-Ci-3-Alkyl, vorzugsweise -O-Methyl,
(e) -O-d-3-Alkyl, vorzugsweise -O-Methyl oder -O-Ethyl,
(f) COOH, CO-O-d-s-Alkyl, vorzugsweise CO-0-Methyl oder CO-0-Ethyl, wobei die Reste gleich oder verschieden sein können.
Unter dem Begriff "Heteroaryl" werden stabile fünf- oder sechsgliedrige heterocyclische Aromaten oder 8- bis 10-gliedrige bicyclische Heteroaryl ringe verstanden, die in jedem Ring ein, zwei oder drei Heteroatome, ausgewählt aus der Gruppe Sauerstoff, Schwefel und Stickstoff, enthalten können und zusätzlich so viele konjugierte Doppelbindungen enthalten, dass ein aromatisches System gebildet wird. Als Beispiele für fünf- oder sechsgliedrige heterocyclische Aromaten werden genannt, sollen aber nicht auf diese beschränkt sein:
Furan, Pyrrol, Thiophen, Pyrazol, Imidazol, Oxazol, Thiazol, Isothiazol, Isoxazol, Oxadiazol, Triazol, Tetrazol, Furazan, Thiadiazol, Pyridin, Pyrimidin, Pyrazin, Pyridazin, Triazin.
Bevorzugt im Sinne dieser Erfindung seien folgende fünfgliedrige heterocyclische Aromaten:
/O S S Ox Nx
< N
N ^ * ^N * \\ ^τ~*
N
" ^* N -N
Bevorzugt im Sinne dieser Erfindung seien folgende sechsgliedrige heterocyclische Aromaten:
Als Beispiele für 9- oder 10-gliedrige bicyclische Heteroarylringe werden genannt, sollen aber nicht auf diese beschränkt sein:
Indol, Isoindol, Indazol, Indolizin, Benzofuran, Benzthiophen, Benzimidazol, Benzoxazol, Benzthiazol, Benztriazol, Benzisoxazol, Benzisothiazol, Chinolin, Isochinolin, Cinnolin, Phtalazin, Chinoxalin, Chinazolin, Pyridopyrimidin, Pyridopyrazin, Pyridopyridazin, Pyrimidopyrimidin, Pteridin, Purin, Chinolizin, Benzoxazolcarbonitril, Chinolin, Isochinolin, Chinolizin, Pteridin, Purin, Chinolizin, Benzoxazol-carbonitril.
Bevorzugt im Sinne dieser Erfindung seien folgende bicyclische Heteroarylringe:
Soweit nicht anders beschrieben, können die voranstehend genannten Heteroaryle substituiert sein mit einem oder mehreren Resten ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:
(a) OH, NO2, CN, OCF3, OCHF2, OCH2F, NH2,
(b) Halogen, vorzugsweise Fluor oder Chlor,
(c) d-6-Alkyl, vorzugsweise Ci-3-Alkyl, besonders bevorzugt Ethyl, Methyl, iso- Propyl oder te/f-Butyl,
(d) -SO2-O-Ci-3-Alkyl, vorzugsweise -O-Methyl,
(e) -O-d-3-Alkyl, vorzugsweise -O-Methyl oder -O-Ethyl,
(f) COOH, CO-O-d-s-Alkyl, vorzugsweise CO-0-Methyl oder CO-0-Ethyl, wobei die Reste gleich oder verschieden sein können.
Bicyclische Heteroarylringe können dabei vorzugsweise im Phenylrest substituiert sein.
Unter dem Begriff "Halogen" werden Fluor-, Chlor-, Brom- oder lodatome verstanden.
Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib können Säuregruppen besitzen, hauptsächlich Carboxylgruppen, und/oder basische Gruppen wie z.B. Aminofunktionen. Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib können deshalb als innere Salze, als Salze mit pharmazeutisch verwendbaren anorganischen Säuren wie beispielsweise Bromwasserstoffsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, Salzsäure, Schwefelsäure, Methansulfonsäure, Ethansulfonsäure, Benzolsulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure oder organischen Säuren wie beispielsweise Äpfelsäure, Bernsteinsäure, Essigsäure, Fumar- säure, Maleinsäure, Mandelsäure, Milchsäure, Weinsäure, Zitronensäure oder als Salze mit pharmazeutisch verwendbaren Basen wie Alkali- oder Erdalkalimetallhydroxiden, beispielsweise Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid, oder Carbonaten, Ammoniak, Zinkoder Ammoniumhydroxiden oder organischen Aminen wie z.B. Diethylamin, Triethylamin, Ethanolamin, Diethanolamin, Triethanolamin, Cyclohexylamin, Dicyclohexylamin u.a. vorliegen.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können als Racemate vorliegen, sofern sie nur ein Chiralitätselement besitzen, sie können aber auch als reine Enantiomere, d.h. in (R)- oder (S)-Form gewonnen werden.
Die Anmeldung umfasst jedoch auch die einzelnen diastereomeren Antipodenpaare oder deren Gemische, die dann vorliegen, wenn mehr als ein Chiralitätselement in den Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib vorhanden ist, sowie die einzelnen optisch aktiven Enantiomeren, aus denen sich die erwähnten Racemate zusammensetzen.
Gegenstand der Erfindung sind die jeweiligen Verbindungen gegebenenfalls in Form der einzelnen optischen Isomeren, Mischungen der einzelnen Enantiomeren oder Racemate,
in Form der Tautomere sowie in Form der freien Basen oder der entsprechenden Säureadditionssalze mit pharmakologisch unbedenklichen.
Sogenannte Prodrugs von Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib sind ebenfalls Gegenstand dieser Erfindung. Als Prodrug wird jedes Molekül bezeichnet, das nach Applikation an Säugetieren das aktive Prinzip der allgemeinen Formeln Ia und Ib in-vivo freisetzt. Das Prodrug kann per se keine oder nur geringe pharmakologische Aktivität haben, es setzt allerdings nach Verabreichung in-vivo das aktive Prinzip der allgemeinen Formeln Ia und Ib frei und dieses weist die beschriebene Aktivität auf. Prodrugs für Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib können hergestellt werden, indem geeignete funktionelle Gruppen in der Verbindung der allgemeinen Formeln Ia und Ib so modifiziert werden, wie es einem Fachmann in diesem Gebiet bekannt ist. (H. Bundgaard (Editor), Design of Prodrugs. (1986), Elsevier)
Diese Erfindung umfasst auch jene Metaboliten, die sich aus den Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib ableiten. Unter Metaboliten versteht man in diesem Zusammenhang solche Verbindungen, die nach Applikation in-vivo aus der Verbindung der allgemeinen Formeln Ia und Ib entstehen. Als Beispiel für Metaboliten werden genannt: - Methylgruppen der Verbindung der allgemeinen Formeln Ia und Ib können in die entsprechenden Hydroxymethyl-Gruppen überführt werden. (-CH3 -> -CH2OH) Alkoxy-Gruppen der Verbindung der allgemeinen Formeln Ia und Ib können in die entsprechenden Hydroxyl-Gruppen überführt werden. (-OR -> -OH) Sekundäre Amine der Verbindung der allgemeinen Formeln Ia und Ib können in die entsprechenden primären Amine überführt werden. (-NR1R2 -> -NHR1 oder
-NHR2)
Stickstoff-Atome der Verbindung der allgemeinen Formeln Ia und Ib können in die entsprechenden Stickstoff-Oxide überführt werden. (=N- -> =N+-(O")-)
HERSTELLVERFAHREN
Gegenstand der Erfindung ist weiterhin ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib
in der R
1, R
2, R
3, R
4 und R
5 wie eingangs erwähnt definiert sind.
Einige Methoden zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib sind in den folgenden Syntheseschemata und Beispielen dargestellt.
Die regioisomeren Verbindungen der allgemeinen Formel Ib, in denen R1, R2, R3, R4 und R5 wie voranstehend erwähnt definiert sind, können analog den voranstehend beschriebenen Verfahren hergestellt werden.
In einigen Fällen kann die Reihenfolge bei der Durchführung der Reaktionsschemata variiert werden, um die Reaktionen zu vereinfachen oder um unerwünschte Nebenprodukte zu verhindern. Die nachfolgenden Beispiele sind genannt, um die Erfindung vollständig verständlich zu machen. Die Beispiele sollen der Anschaulichkeit der Erfindung dienen und sollen die Erfindung in keinster Weise einschränken.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen können gemäß den dargestellten Schemata und spezifischen Beispielen oder entsprechenden Modifikationen davon hergestellt werden. Von diesen Reaktionen können auch Abwandlungen eingesetzt werden, die einem Fachmann bekannt sind, hier aber nicht detailliert beschrieben sind. Die allgemeinen
Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen erschließen sich einem Fachmann beim Anblick der folgenden Schemata.
Ausgangsverbindungen sind kommerziell verfügbar oder werden gemäß Verfahren hergestellt, die in der Literatur beschrieben sind, in dem Fachgebiet dem Fachmann bekannt sind oder wie sie hierin beschrieben sind. Vor Durchführung der Reaktion können in den Verbindungen entsprechende funktionelle Gruppen durch übliche Schutzreste geschützt werden. Diese Schutzgruppen können auf einer geeigneten Stufe innerhalb der Reaktionssequenz nach für den Fachmann geläufigen Methoden wieder abgespalten werden.
Bei den nachstehend beschriebenen Umsetzungen können gegebenenfalls vorhandene reaktive Gruppen wie Hydroxy-, Carboxy-, Amino-, Alkylamino-, Amid- oder Iminogruppen während der Umsetzung durch übliche Schutzgruppen geschützt werden, welche nach der Umsetzung wieder abgespalten werden. Beispielsweise kommt als Schutzrest für eine Hydroxygruppe die Methoxy-, Benzyloxy-,Trimethylsilyl-, Acetyl-, Benzoyl-, te/t-Butyl-, Trityl-, Benzyl- oder Tetrahydropyranylgruppe, als Schutzreste für eine Carboxylgruppe die Trimethylsilyl-, Methyl-, Ethyl-, tert.- Butyl-, Benzyl- oder Tetrahydropyranylgruppe, und als Schutzreste für eine Amidgruppe die N-Methoxymethyl- (MOM), N-Benzyloxy- methyl- (BOM), N-(Trimethylsilyl)ethoxymethyl (SEM), N-te/f-Butyldimethylsiloxy- methyl, N-te/f-Butyldimethylsilyl- (TBDMS), N-Triisopropylsilyl- (TIPS), N-Benzyl-, N-4-Methoxybenzyl- (PMB), N-Triphenylmethyl- (Tr), N-te/f-Butoxycarbonyl- (BOC), N-Benzyloxycarbonyl- (Cbz), N-Trimethylsilylethylsulfonyl- (SES) als Schutzrest für eine Amino-, Alkylamino- oder Iminogruppe die Acetyl-, Trifluor- acetyl-, Benzoyl-, Ethoxycarbonyl-, tert.-Butoxycarbonyl-, Benzyloxycarbonyl-, Benzyl-, Methoxybenzyl- oder 2,4-Dimethoxybenzylgruppe und für die Aminogruppe zusätzlich die Phthalylgruppe, in Betracht.
Weitere Schutzgruppen und deren Abspaltung sind in T.W. Greene, P. G. M. Wuts, "Protective Groups in Organic Synthesis", Wiley, 1991 und 1999 beschrieben.
Die gegebenenfalls anschließende Abspaltung eines verwendeten Schutzrestes erfolgt beispielsweise hydrolytisch in einem wässrigen Lösungsmittel, z.B. in Wasser, Isopropanol/Wasser, Tetrahydrofuran/Wasser oder Dioxan/Wasser, in Gegenwart einer Säure wie Trifluoressigsäure, Salzsäure oder Schwefelsäure oder in Gegenwart einer Alkalibase wie Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid oder mittels Etherspaltung, z. B. in Gegenwart von lodtrimethylsilan, bei Temperaturen zwischen 00C und 1000C, vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 100C und 500C.
Die Abspaltung eines Benzyl-, Methoxybenzyl- oder Benzyloxycarbonylrest.es erfolgt jedoch beispielsweise hydrogenolytisch, z.B. mit Wasserstoff in Gegenwart eines Kataly-
sators wie Palladium/Kohle in einem Lösungsmittel wie Methanol, Ethanol, Essigsäure- ethylester, Dimethylformamid, Dimethylformamid/Aceton oder Eisessig gegebenenfalls unter Zusatz einer Säure wie Salzsäure bei Temperaturen zwischen 00C und 500C, vorzugsweise jedoch bei Raumtemperatur, und bei einem Wasserstoffdruck von 1 bis 7 bar, vorzugsweise jedoch von 1 bis 5 bar.
Die Abspaltung einer Methoxybenzylgruppe kann auch in Gegenwart eines Oxidations- mittels wie Cer(IV)ammoniumnitrat in einem Lösungsmittel wie Methylenchlorid, Acetonitril oder Acetonitril/Wasser bei Temperaturen zwischen 00C und 500C, vorzugsweise jedoch bei Raumtemperatur, erfolgen.
Die Abspaltung einer Methoxygruppe erfolgt zweckmäßigerweise in Gegenwart von Bortribromid in einem Lösungsmittel wie Methylenchlorid bei Temperaturen zwischen - 35°C und -25°C. Alternativ kann eine Methoxygruppe auch durch Broensted-Säuren mit oder ohne Lösungsmittel gespalten werden. Bevorzugt ist Pyridin Hydrochlorid bei erhöhten Temperaturen ohne Lösungsmittel.
Die Abspaltung eines 2,4-Dimethoxybenzylrestes erfolgt vorzugsweise in Trifluoressig- säure in Gegenwart von Anisol.
Die Abspaltung eines te/f.-Butyl- oder te/f.-Butoxycarbonylrestes erfolgt vorzugsweise durch Behandlung mit einer Säure wie Trifluoressigsäure oder Salzsäure gegebenenfalls unter Verwendung eines Lösungsmittels wie Methylenchlorid, Dioxan oder Ether.
Die Abspaltung eines Phthalylrestes erfolgt vorzugsweise in Gegenwart von Hydrazin oder eines primären Amins wie Methylamin, Ethylamin oder n-Butylamin in einem Lösungsmittel wie Methanol, Ethanol, Isopropanol, Toluol-Wasser oder Dioxan bei Temperaturen zwischen 200C und 50°C.
Die Abspaltung eines Methoxymethyl-Rests kann in Gegenwart einer Säure wie konzentrierter Salzsäure in einem Lösungsmittel wie Dimethoxyethan durchgeführt werden. Alternativ kann eine Säure wie Trifluoressigsäure auch ohne Lösungsmittel eingesetzt werden.
Die Abspaltung eines N-(Trimethylsilyl)ethoxymethyl-Rests kann in Gegenwart von TBAF und 1 ,3-Dimethyl-3,4,5,6-Tetrahydro-2(1 /-/)-Pyrimidon durchgeführt werden. Alternativ kann die SEM-Schutzgruppe auch mit einer Säure wie Chlorwasserstoff in einem organischen Lösungsmittel wie Dioxan oder Ethanol abgespalten werden.
Die Abspaltung eines Allyloxycarbonylrest.es erfolgt durch Behandlung mit einer katalyti- schen Menge Tetrakis-(triphenylphosphin)-palladium(0) vorzugsweise in einem Lösungsmittel wie Tetrahydrofuran und in Gegenwart eines Überschusses von einer Base wie Morpholin bei Temperaturen zwischen 00C und 1000C, vorzugsweise bei Raumtemperatur und unter Inertgas, oder durch Behandlung mit einer katalytischen Menge von Tris-(tri- phenylphosphin)-rhodium(l)chlorid in einem Lösungsmittel wie wässrigem Ethanol und gegebenenfalls in Gegenwart einer Base wie 1 ,4-Diazabicyclo[2.2.2]octan bei Temperaturen zwischen 200C und 70°C.
Die folgenden Verfahren zur Herstellung der erfindungsgemäßen Verbindungen der allgemeinen Formel Ia, in denen R1, R2, R3, R4 und R5 wie voranstehend erwähnt definiert sind, und ihrer Vorstufen haben sich besonders bewährt:
Schema 1 :
Die Herstellung einer Verbindung der allgemeinen Formel (1-4), in der R1, R2, R3 und R4 wie voranstehend erwähnt definiert sind, und R5 ein Wasserstoffatom darstellt, ist in Schema 1 gezeigt. Eine Verbindung der allgemeinen Formel (1-1 ), in der R1 und R2 wie voranstehend erwähnt definiert sind, kann mit einer Verbindung der allgemeinen Formel (1-2), in der R3 und R4 wie voranstehend erwähnt definiert sind, LG eine Austrittsgruppe darstellt und PG eine Schutzgruppe bedeutet, umgesetzt werden. Als Austrittsgruppe LG können Halogenide, bevorzugt Chloride und Bromide, -SO2CH3, -OSO2CH3, -OSO2C6H4-CH3 oder -S-CH3 (-S-CH3 erfordert die weitere Umsetzung mit einem organischen Peroxid um in die eigentliche Austrittsgruppe überführt werden zu können)
etc. fungieren, müssen aber nicht auf diese beschränkt sein. Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung von Chloriden. Schutzgruppen PG für die Hydroxy-Funktionalität sind dem Fachmann bekannt oder sind in der Literatur (T.W. Greene, P. G. M. Wuts, "Protective Groups in Organic Synthesis", Wiley, 1999) beschrieben. Ganz besonders bevorzugt ist eine Methoxy-Schutzgruppe.
Die Reaktion kann in einem inerten Lösungsmittel unter Verwendung einer Hilfsbase in einem Temperaturbereich von 00C bis zum Rückfluss des Lösungsmittels erfolgen. Die Reaktion wird in einem geeigneten, inerten Lösungsmittel, wie Tetrahydrofuran, Toluol, XyIoI, Dialkylformamid (besonders bevorzugt Dimethylformamid), cyclische Amide
(besonders bevorzugt N-Methylpyrrolidon), 1 ,4-Dioxan, Acetonitril oder in Lösungsmittelgemischen durchgeführt. Als geeignete Hilfsbasen können tertiäre Amine wie Triethylamin oder Ethyldiisopropylamin, Alkalimetall-Carbonate wie Kaliumcarbonat oder Natrium- carbonat, Natriumhydrid (NaH) oder Lithiumdiisopropylamid (LDA) verwendet werden. Dabei muss das verwendete inerte Lösungsmittel kompatibel sein mit der verwendeten Base. Bevorzugt wird die Reaktion in N-Methylpyrrolidon, bei Temperaturen zwischen Raumtemperatur und Rückfluss des Lösungsmittels in Gegenwart von Kaliumcarbonat als Hilfsbase durchgeführt. Ausgehend von einer Verbindung der allgemeinen Formel (1-3), in der R1, R2, R3 und R4 wie voranstehend erwähnt definiert sind und PG eine Schutzgruppe bedeutet, kann durch Etherspaltung eine Verbindung der allgemeinen Formel (1-4), in der R1, R2, R3 und R4 wie voranstehend erwähnt definiert sind und R5 ein Wasserstoffatom darstellt, wie in Schema 1 gezeigt erfolgen. Ether lassen sich mit Bransted-Säuren oder Lewis-Säuren spalten. Ganz besonders bevorzugt ist die Umsetzung von Verbindungen der allgemeinen Formel (1-3) mit Pyridin Hydrochlorid ohne Lösungsmittel bei erhöhten Temperaturen.
Schutzgruppen PG für die Hydroxy-Funktionalität sind dem Fachmann bekannt oder sind in der Literatur (T.W. Greene, P. G. M. Wuts, "Protective Groups in Organic Synthesis", Wiley, 1999) beschrieben. Ganz besonders bevorzugt ist eine Methoxy-Schutzgruppe.
(2-1 ) (2-2) (2-3)
Verbindungen der allgemeinen Formel (2-3), in denen R3 und R4 wie voranstehend erwähnt definiert sind, LG eine Austrittsgruppe und PG eine Schutzgruppe repräsentiert, können analog Schema 2 synthetisiert werden. Als Austrittsgruppe LG können Halogenide, bevorzugt Chloride und Bromide, -SO2CH3, -OSO2CH3, -OSO2C6H4-CH3 oder -S-CH3 (-S-CH3 erfordert die weitere Umsetzung mit einem organischen Peroxid um in die eigentliche Austrittsgruppe überführt werden zu können) etc. fungieren, müssen aber nicht auf diese beschränkt sein. Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung von Chloriden. Schutzgruppen PG für die Hydroxy-Funktionalität sind dem Fachmann bekannt oder sind in der Literatur (T.W. Greene, P. G. M. Wuts, "Protective Groups in Organic Synthesis", Wiley, 1999) beschrieben. Ganz besonders bevorzugt ist eine Schützung der Hydroxy- Funktionalität durch eine Methoxy-Schutzgruppe.
Carbonsäuren der allgemeinen Formel (2-1 ), in denen PG ein Schutzgruppe und LG eine Austrittsgruppe repräsentieren, können mit Verbindungen der allgemeinen Formel (2-2), in denen R3 und R4 wie voranstehend erwähnt definiert sind, unter Zuhilfenahme von Standard-Peptid-Kupplungsreagenzien und einer Base in einem inerten Lösungsmittel zu Amiden der allgemeinen Formel (2-3) umgesetzt werden, (siehe z. B. Houben-Weyl, Methoden der Organischen Chemie, Bd. 15/2). Als inerte Lösungsmittel können Dimethyl- formamid, N-Methylpyrrolidon, Dimethoxyethan, Dichlormethan, Acetonitril oder Lösungsmittelgemische verwendet werden. Bevorzugtes Lösungsmittel ist Dimethylformamid. Geeignete Basen sind besonders Amin-Basen wie z.B. Triethylamin oder Diisopropyl- ethylamin. Als Kupplungsreagenzien können beispielsweise 1 /-/-Benzotriazol-1-yl-oxy- tripyrrolidino-phosphonium-hexafluorophosphat (PyBOP), Dicyclohexylcarbodiimid (DCC), Diisopropylcarbodiimid (DIC), Ethyl-(3-dimethylamino-propyl)-carbodiimid, O-(1 /-/-Benzo- triazol-1-yl)-N,N-N,N-tetramethyl-uronium-hexafluorphosphat (HBTU) oder -tetrafluorborat (TBTU) oder 1 /-/-Benzotriazol-1 -yl-oxy-tris-(dimethylamino)-phosphonium-hexafluor- phosphat (BOP) verwendet werden. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von TBTU. Die Aktivierung der Carboxylgruppe kann auch über ein entsprechendes Säureanhydrid oder Säurechlorid erfolgen. Die Umsetzung erfolgt im Allgemeinen in einem Temperatur-
bereich von -200C bis zum Rückfluss des Lösungsmittels bei Normaldruck. Besonders bevorzugt ist die Verwendung von Diisopropylethylamin als Base und Dimethylformamid als Lösungsmittel.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel (3-3), in denen R1, R2, R3 und R4 wie voranstehend erwähnt definiert sind und R5 eine Ci-6-Alkylgruppe darstellt, können analog Schema 3 synthetisiert werden.
Schema 3:
Alkyl-LG
(3-1 ) (3-2) (3-3)
Eine Verbindung der allgemeinen Formel (3-1 ), in der R1, R2, R3 und R4 wie voranstehend erwähnt definiert sind und R5 ein Wasserstoffatom darstellt, kann mit einer Verbindung der allgemeinen Formel (3-2), in der Alkyl eine C-i-β-Alkylgruppe und LG eine Austrittsgruppe darstellt, umgesetzt werden. Als Austrittsgruppe LG können Halogenide, bevorzugt Bromide und lodide, -OSO2CH3, -OSO2C6H4-CH3, etc. fungieren, müssen aber nicht auf diese beschränkt sein. Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung von lodiden. Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung von Methyljod id. Die Reaktion kann in einem inerten Lösungsmittel unter Verwendung einer Hilfsbase in einem Temperaturbereich von 00C bis zum Rückfluss des Lösungsmittels erfolgen. Als inerte Lösungsmittel können Dimethylformamid, N-Methylpyrrolidon, Dimethylsulfoxid, Acetonitril oder Lösungsmittelgemische verwendet werden. Bevorzugtes Lösungsmittel ist Dimethylsulfoxid. Als geeignete Hilfsbasen können Alkalimetall-Carbonate wie Kaliumcarbonat, Natriumcarbonat oder Cäsiumcarbonat verwendet werden. Dabei muss das verwendete inerte Lösungsmittel kompatibel sein mit der verwendeten Base. Ganz besonders bevorzugt ist die Verwendung von Cäsiumcarbonat.
In einigen Fällen kann das Endprodukt weiter derivatisiert werden, z.B. durch Manipulation der Substituenten. Diese Manipulationen können unter anderem diejenigen sein, die dem Fachmann allgemein bekannt sind wie Oxidation, Reduktion, Alkylierung, Acylierung und Hydrolyse, müssen allerdings nicht auf diese beschränkt sein.
Die erfindungsgemäßen neuen Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib können ein oder mehrere Chiralitätszentren enthalten. Sind beispielsweise zwei Chiralitätszentren vorhanden, dann können die Verbindungen in Form zweier diastereomerer Antipoden- paare auftreten. Die Erfindung umfasst die einzelnen Isomere ebenso wie ihre Gemische.
Die Trennung der jeweiligen Diastereomeren gelingt auf Grund ihrer unterschiedlichen physikochemischen Eigenschaften, z.B. durch fraktionierte Kristallisation aus geeigneten Lösemitteln, durch Hochdruckflüssigkeits- oder Säulenchromatographie unter Verwen- düng chiraler oder bevorzugt achiraler stationärer Phasen.
Die Trennung von unter die allgemeinen Formeln Ia und Ib fallenden Racematen gelingt beispielsweise durch HPLC an geeigneten chiralen stationären Phasen (z. B. Chiral AGP, Chiralpak AD). Racemate, die eine basische oder saure Funktion enthalten, lassen sich auch über die diastereomeren, optisch aktiven Salze trennen, die bei Umsetzung mit einer optisch aktiven Säure, beispielsweise (+)- oder (-)-Weinsäure, (+)- oder (-)-Diacetylwein- säure, (+)- oder (-)-Monomethyltartrat oder (+)- oder (-)-Camphersulfonsäure, bzw. einer optisch aktiven Base, beispielsweise mit (R)-(+)-l-Phenylethylamin, (S)-(-)-l-Phenylethyl- amin oder (S)-Brucin, entstehen.
Nach einem üblichen Verfahren zur Isomerentrennung wird das Racemat einer Verbindung der allgemeinen Formeln Ia und Ib mit einer der vorstehend angegebenen optisch aktiven Säuren bzw. Basen in äquimolarer Menge in einem Lösemittel umgesetzt und die erhaltenen kristallinen, diastereomeren, optisch aktiven Salze unter Ausnutzung ihrer verschiedenen Löslichkeit getrennt. Diese Umsetzung kann in jeder Art von Lösemitteln durchgeführt werden, solange sie einen ausreichenden Unterschied hinsichtlich der Löslichkeit der Salze aufweisen. Vorzugsweise werden Methanol, Ethanol oder deren Gemische, beispielsweise im Volumenverhältnis 50:50, verwendet. Sodann wird jedes der optisch aktiven Salze in Wasser gelöst, mit einer Base, wie Natriumcarbonat oder Kaliumcarbonat, oder mit einer geeigneten Säure, beispielsweise mit verdünnter
Salzsäure oder wässeriger Methansulfonsäure, vorsichtig neutralisiert und dadurch die entsprechende freie Verbindung in der (+)- oder (-)-Form erhalten.
Jeweils nur das (R)- oder (S)-Enantiomer bzw. ein Gemisch zweier optisch aktiver, unter die allgemeinen Formeln Ia und Ib fallender, diastereomerer Verbindungen wird auch dadurch erhalten, dass man die oben beschriebenen Synthesen mit jeweils einer geeigneten (R)- bzw. (S)-konfigurierten Reaktionskomponente durchführt.
Die neuen Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib und deren physiologisch verträgliche Salze weisen wertvolle pharmakologische Eigenschaften auf, die auf ihre selektiven CGRP-antagonistischen Eigenschaften zurückgehen. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel, deren Verwendung und deren Herstellung.
Die voranstehend genannten neuen Verbindungen und deren physiologisch verträgliche Salze besitzen CGRP-antagonistische Eigenschaften und zeigen gute Affinitäten in CGRP-Rezeptorbindungsstudien. Die Verbindungen weisen in den nachstehend beschriebenen pharmakologischen Testsystemen CGRP-antagonistische Eigenschaften auf.
Zum Nachweis der Affinität der voranstehend genannten Verbindungen zu humanen CGRP-Rezeptoren und ihrer antagonistischen Eigenschaften wurden die folgenden Versuche durchgeführt:
A. Bindungsstudien mit (den humanen CGRP-Rezeptor exprimierenden) SK-N-MC- Zellen
SK-N-MC Membranen (~ 20 μg Proteinmenge) werden für 180 Minuten bei Raumtemperatur mit 50 pM 125l-lodotyrosyl-Calcitonin-Gene-Related Peptide und ansteigenden Konzentrationen der Testsubstanzen in einem Gesamtvolumen von 250 μl inkubiert (Assay Puffer: 10 mM Tris, 50 mM NaCI, 5 mM MgCI2, 1 mM EDTA, pH=7.4). Die Inkubation wird durch rasche Filtration durch mit Polyethylenimin (0.1%) behandelte GF/B-Glasfaserfilter mittels eines Zellharvesters beendet. Die an Protein gebundene
Radioaktivität wird mit Hilfe eines Gammacounters bestimmt. Als nichtspezifische Bindung wird die gebundene Radioaktivität nach Gegenwart von 1 μM BIBN4096BS während der Inkubation definiert.
Die Analyse der Konzentrations-Bindungskurven erfolgt mit Hilfe einer computergestützten nichtlinearen Kurvenanpassung.
Die eingangs erwähnten Verbindungen zeigen in dem beschriebenen Test K-Werte < 50 μM.
B. CGRP-Antagonismus in SK-N-MC-Zellen
SK-N-MC Zellen (-1000 Zellen pro well) werden in Anwesenheit von steigenden Konzentrationen von CGRP und verschiedenen Konzentrationen der Testsubstanz für 30 Minuten inkubiert.
Die cAMP-Gehalte der Proben werden mittels AlphaScreen cAMP assay kit (Perkin Eimer) bestimmt und die pA2-Werte antagonistisch wirkender Substanzen graphisch ermittelt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen zeigen in dem beschriebenen in v/fr-o-Testmodell CGRP-antagonistische Eigenschaften in einem Dosisbereich zwischen 10"12 bis 10"4 M.
INDIKATIONSGEBIETE
Aufgrund ihrer pharmakologischen Eigenschaften eignen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen und deren Salze mit physiologisch verträglichen Säuren somit zur akuten und prophylaktischen Behandlung von Kopfschmerzen, insbesondere Migräne-, Cluster- Kopfschmerz sowie Spannungskopfschmerzen. Weiterhin beeinflussen die erfindungsgemäßen Verbindungen auch die folgenden Erkrankungen positiv: Nicht-insulinabhängigen Diabetes mellitus ("NIDDM"), cardiovaskuläre Erkrankungen, Morphintoleranz, Clostridiumtoxin-bedingte Durchfallerkrankungen, Erkrankungen der Haut, insbesondere thermische und strahlenbedingte Hautschäden inklusive Sonnen- brand, Liehen, Prurigo, pruriginöse Toxidermien sowie schwerer Juckreiz, entzündliche Erkrankungen, z.B. entzündliche Gelenkerkrankungen (Osteoarthritis, rheumatoide Arthritis, neurogene Arthritis), generalisierter Weichteilrheumatismus (Fibromyalgie), neurogene Entzündungen der oralen Mucosa, entzündliche Lungenerkrankungen, allergische Rhinitis, Asthma, COPD, Erkrankungen, die mit einer überschießenden
Gefäßerweiterung und dadurch bedingter verringerter Gewebedurchblutung einhergehen, z.B. Schock und Sepsis, chronische Schmerzerkrankungen, wie z.B. diabetische Neuropathien, durch Chemotherapien induzierte Neuropathien, HlV-induzierte Neuropathien, postherpetische Neuropathien durch Gewebetrauma induzierte Neuropathien, trigeminale Neuralgien, temporomandibuläre Dysfunktionen, CRPS (complex regional pain Syndrome), Rückenschmerzen, und viszerale Erkrankungen, wie z.B. irritable bowel Syndrome (IBS), inflammatory bowel Syndrome. Darüber hinaus zeigen die erfindungsgemäßen Verbindungen eine lindernde Wirkung auf Schmerzzustände im allgemeinen. Die Symptomatik menopausaler, durch Gefäßerweiterung und erhöhten Blutfluss verur- sachter Hitzewallungen östrogendefizienter Frauen sowie hormonbehandelter Prostatakarzinompatienten und Kastraten wird durch die CGRP-Antagonisten der vorliegenden Anwendung präventiv und akut-therapeutisch günstig beeinflusst, wobei sich dieser Therapieansatz vor der Hormonsubstitution durch Nebenwirkungsarmut auszeichnet.
Vorzugsweise eignen sich die erfindungsgemäßen Verbindungen zur akuten und prophylaktischen Behandlung von Migräne- und Cluster-Kopfschmerz, zur Behandlung des irritable bowel Syndroms (IBS) und zur präventiven und akut-therapeutischen Behandlung von Hitzewallungen östrogendefizienter Frauen.
Die zur Erzielung einer entsprechenden Wirkung erforderliche Dosierung beträgt zweckmäßigerweise bei intravenöser oder subkutaner Gabe 0.0001 bis 3 mg/kg Körpergewicht, vorzugsweise 0.01 bis 1 mg/kg Körpergewicht, und bei oraler, nasaler oder inhalativer Gabe 0.01 bis 10 mg/kg Körpergewicht, vorzugsweise 0.1 bis 10 mg/kg Körpergewicht, jeweils ein- bis dreimal täglich.
Sofern die Behandlung mit CGRP-Antagonisten oder/und CGRP-Release-Hemmern in Ergänzung zu einer üblichen Hormonsubstitution erfolgt, empfiehlt sich eine Verringerung der vorstehend angegebenen Dosierungen, wobei die Dosierung dann 1/5 der vorstehend angegebenen Untergrenzen bis zu 1/1 der vorstehend angegebenen Obergrenzen betragen kann.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung der erfindungsgemäßen Verbindungen als wertvolle Hilfsmittel zur Erzeugung und Reinigung (Affinitätschromatographie) von Antikörpern sowie, nach geeigneter radioaktiver Markierung, beispielsweise
durch Tritiierung geeigneter Vorstufen, beispielsweise durch katalytische Hydrierung mit Trithium oder Ersatz von Halogenatomen durch Tritium, in RIA- und ELISA-Assays und als diagnostische bzw. analytische Hilfsmittel in der Neurotransmitter-Forschung.
KOMBINATIONEN
Als Kombinationspartner denkbare Wirkstoffklassen sind z.B. Antiemetica, Prokinetica, Neuroleptica, Antidepressiva, Neurokinin-Antagonisten, Anticonvulsiva, Histamin-H1- Rezeptorantagonisten, ß-Blocker, α-Agonisten und α-Antagonisten, Ergotalkaloiden, schwachen Analgetica, nichtsteroidalen Antiphlogistica, Corticosteroiden, Calcium- Antagonisten, 5-HT-iB/iD-Agonisten oder andere Antimigränemitteln, die zusammen mit einem oder mehreren inerten üblichen Trägerstoffen und/oder Verdünnungsmitteln, z.B. mit Maisstärke, Milchzucker, Rohrzucker, mikrokristalliner Zellulose, Magnesiumstearat, Polyvinylpyrrolidon, Zitronensäure, Weinsäure, Wasser, Wasser/Ethanol, Wasser/- Glycerin, Wasser/Sorbit, Wasser/Polyethylenglykol, Propylenglykol, Cetylstearylalkohol, Carboxymethylcellulose oder fetthaltigen Substanzen wie Hartfett oder deren geeigneten Gemischen, in übliche galenische Zubereitungen wie Tabletten, Dragees, Kapseln, Pulver, Suspensionen, Lösungen, Dosieraerosole oder Zäpfchen eingearbeitet werden können.
Für die oben erwähnten Kombinationen kommen somit als weitere Wirksubstanzen beispielsweise die nicht-steroidalen Antiphlogistika Aceclofenac, Acemetacin, Acetylsalicylsäure, Acetaminophen (Paracetamol), Azathioprin, Diclofenac, Diflunisal, Fenbufen, Fenoprofen, Flurbiprofen, Ibuprofen, Indometacin, Ketoprofen, Leflunomid, Lornoxicam, Mefenaminsäure, Naproxen, Phenylbutazon, Piroxicam, Sulfasalazin, Zomepirac oder deren pharmazeutisch verträgliche Salze sowie Meloxicam und andere selektive COX2- Inhibitoren, wie beispielsweise Rofecoxib, Valdecoxib, Parecoxib, Etoricoxib und Celecoxib, in Betracht sowie Substanzen, die frühere oder spätere Schritte in der Prostaglandin-Synthese inhibieren oder Prostaglandinrezeptor Antagonisten wie z.B. EP2-Rezeptor Antagonisten und I P-Rezeptor Antagonisten.
Weiterhin können Ergotamin, Dihydroergotamin, Metoclopramid, Domperidon, Diphen- hydramin, Cyclizin, Promethazin, Chlorpromazin, Vigabatrin, Timolol, Isomethepten, Pizotifen, Botox, Gabapentin, Pregabalin, Duloxetin, Topiramat, Riboflavin, Montelukast,
Lisinopril, Micardis, Prochlorperazin, Dexamethason, Flunarizin, Dextropropoxyphen, Meperidin, Metoprolol, Propranolol, Nadolol, Atenolol, Clonidin, Indoramin, Carbamazepin, Phenytoin, Valproat, Amitryptilin, Imipramine, Venlafaxine, Lidocain oder Diltiazem und andere 5-HT1B/iD-Agonisten wie z.B. Almotriptan, Avitriptan, Eletriptan, Frovatriptan, Naratriptan, Rizatriptan, Sumatriptan und Zolmitriptan verwendet werden.
Außerdem können CGRP-Antagonisten mit Vanilloid-Rezeptor Antagonisten, wie z.B. VR- 1 Antagonisten, Glutamatrezeptor Antagonisten, wie z.B. mGlu5-Rezeptor Antagonisten, mGlui -Rezeptor Antagonisten, iGlu5-Rezeptor Antagonisten, AM PA-Rezeptor Antago- nisten, Purinrezeptor Blockern, wie z.B. P2X3 Antagonisten, NO-Synthase Inhibitoren, wie z.B. iNOS Inhibitoren, Calciumkanal-Blockern, wie z.B. PQ-typ Blockern, N-typ Blockern, Kaliumkanalöffnern, wie z.B. KCNQ Kanalöffnern, Natriumkanal Blockern, wie z.B. PN3 Kanal Blockern, NMDA-Rezeptor Antagonisten, Acid-sensing lonenkanal Antagonisten, wie z.B. ASIC3 Antagonisten, Bradykinin Rezeptor Antagonisten wie z.B. B1 -Rezeptor Antagonisten, Cannabinoid-Rezeptor Agonisten, wie z.B. CB2 Agonisten, CB1 Agonisten, Somatostatin-Rezeptor Agonisten, wie z.B. sst2 Rezeptor Agonisten gegeben werden.
Die Dosis für diese Wirksubstanzen beträgt hierbei zweckmäßigerweise 1/5 der üblicherweise empfohlenen niedrigsten Dosierung bis zu 1/1 der normalerweise empfohlenen Dosierung, also beispielsweise 20 bis 100 mg Sumatriptan.
DARREICHUNGSFORMEN
Die erfindungsgemäß hergestellten Verbindungen können entweder alleine oder gegebenenfalls in Kombination mit anderen Wirksubstanzen zur Behandlung von Migräne intravenös, subkutan, intramuskulär, intraartikulär, intrarektal, intranasal, durch Inhalation, topisch, transdermal oder oral erfolgen, wobei zur Inhalation insbesondere Aerosolformulierungen geeignet sind. Die Kombinationen können entweder simultan oder sequentiell verabreicht werden.
Geeignete Anwendungsformen sind beispielsweise Tabletten, Kapseln, Lösungen, Säfte, Emulsionen oder Inhalationspulver oder -aerosole. Hierbei soll der Anteil der pharmazeutisch wirksamen Verbindung(en) jeweils im Bereich von 0.1 bis 90 Gew.-%, bevorzugt
0.5 bis 50 Gew.-% der Gesamtzusammensetzung liegen, d.h. in Mengen die ausreichend sind, um den voranstehend angegebenen Dosierungsbereich zu erreichen.
Die orale Gabe kann in Form einer Tablette, als Pulver, als Pulver in einer Kapsel (z.B. Hartgelatinekapsel), als Lösung oder Suspension erfolgen. Im Fall einer inhalativen Gabe kann die Wirkstoffkombination als Pulver, als wässrige oder wässrig-ethanolische Lösung oder mittels einer Treibgasformulierung erfolgen.
Bevorzugt sind deshalb pharmazeutische Formulierungen gekennzeichnet durch den Gehalt an einer oder mehrerer Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib gemäß den obigen bevorzugten Ausführungsformen.
Besonders bevorzugt ist es, wenn die Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib oral verabreicht werden, ganz besonders bevorzugt ist es, wenn die Verabreichung ein oder zweimal täglich erfolgt. Entsprechende Tabletten können beispielsweise durch Mischen des oder der Wirkstoffe mit bekannten Hilfsstoffen, beispielsweise inerten Verdünnungsmitteln, wie Calciumcarbonat, Calciumphosphat oder Milchzucker, Sprengmitteln, wie Maisstärke oder Alginsäure, Bindemitteln, wie Stärke oder Gelatine, Schmiermitteln, wie Magnesiumstearat oder Talk, und/oder Mitteln zur Erzielung des Depoteffektes, wie Carboxymethylcellulose, Celluloseacetatphthalat, oder Polyvinylacetat erhalten werden. Die Tabletten können auch aus mehreren Schichten bestehen.
Entsprechend können Dragees durch Überziehen von analog den Tabletten hergestellten Kernen mit üblicherweise in Drageeüberzügen verwendeten Mitteln, beispielsweise Kollidon oder Schellack, Gummi arabicum, Talk, Titandioxid oder Zucker, hergestellt werden. Zur Erzielung eines Depoteffektes oder zur Vermeidung von Inkompatibilitäten kann der Kern auch aus mehreren Schichten bestehen. Desgleichen kann auch die Drageehülle zur Erzielung eines Depoteffektes aus mehreren Schichten bestehen wobei die oben bei den Tabletten erwähnten Hilfsstoffe verwendet werden können.
Säfte der erfindungsgemäßen Wirkstoffe beziehungsweise Wirkstoffkombinationen können zusätzlich noch ein Süßungsmittel, wie Saccharin, Cyclamat, Glycerin oder Zucker sowie ein Geschmack verbesserndes Mittel, z.B. Aromastoffe, wie Vanillin oder Orangenextrakt, enthalten. Sie können außerdem Suspendierhilfsstoffe oder Dickungs-
mittel, wie Natriumcarboxymethylcellulose, Netzmittel, beispielsweise Kondensationsprodukte von Fettalkoholen mit Ethylenoxid, oder Schutzstoffe, wie p-Hydroxybenzoate, enthalten.
Die eine oder mehrere Wirkstoffe beziehungsweise Wirkstoffkombinationen enthaltenden Kapseln können beispielsweise hergestellt werden, indem man die Wirkstoffe mit inerten Trägern, wie Milchzucker oder Sorbit, mischt und in Gelatinekapseln einkapselt. Geeignete Zäpfchen lassen sich beispielsweise durch Vermischen mit dafür vorgesehenen Trägermitteln, wie Neutralfetten oder Polyäthylenglykol beziehungsweise dessen Derivaten, herstellen.
Als Hilfsstoffe seien beispielsweise Wasser, pharmazeutisch unbedenkliche organische Lösemittel, wie Paraffine (z.B. Erdölfraktionen), Öle pflanzlichen Ursprungs (z.B. Erdnuss- oder Sesamöl), mono- oder polyfunktionelle Alkohole (z.B. Ethanol oder Glycerin), Träger- stoffe wie z.B. natürliche Gesteinsmehle (z.B. Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide) synthetische Gesteinsmehle (z.B. hochdisperse Kieselsäure und Silikate), Zucker (z.B. Rohr-, Milch- und Traubenzucker) Emulgiermittel (z.B. Lignin, Sulfitablaugen, Methylcellulose, Stärke und Polyvinylpyrrolidon) und Gleitmittel (z.B. Magnesiumstearat, Talkum, Stearinsäure und Natriumlaurylsulfat) erwähnt.
Im Falle der oralen Anwendung können die Tabletten selbstverständlich außer den genannten Trägerstoffen auch Zusätze, wie z.B. Natriumeitrat, Calciumcarbonat und Dicalciumphosphat zusammen mit verschiedenen Zuschlagstoffen, wie Stärke, vorzugsweise Kartoffelstärke, Gelatine und dergleichen enthalten. Weiterhin können Gleitmittel, wie Magnesiumstearat, Natriumlaurylsulfat und Talkum zum Tablettieren mit verwendet werden. Im Falle wässriger Suspensionen können die Wirkstoffe außer den oben genannten Hilfsstoffen mit verschiedenen Geschmacksaufbesserern oder Farbstoffen versetzt werden.
Ebenfalls bevorzugt ist es, wenn die Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib inhalativ verabreicht werden, besonders bevorzugt ist es, wenn die Verabreichung ein oder zweimal täglich erfolgt. Hierzu müssen die Verbindungen der allgemeinen Formeln Ia und Ib in inhalierbaren Darreichungsformen bereitgestellt werden. Als inhalierbare Darreichungsformen kommen Inhalationspulver, treibgashaltige Dosieraerosole oder
treibgasfreie Inhalationslösungen in Betracht, die gegebenenfalls im Gemisch mit gebräuchlichen physiologisch verträglichen Hilfsstoffen vorliegen.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind von dem Begriff treibgasfreie Inhalations- lösungen auch Konzentrate oder sterile, gebrauchsfertige Inhalationslösungen umfasst. Die im Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbaren Darreichungsformen werden im nachfolgenden Teil der Beschreibung detailliert beschrieben.
EXPERIMENTELLER TEIL
Für die hergestellten Verbindungen liegen in der Regel 1H-NMR und/oder Massenspektren vor. Wenn nicht anders angegeben, werden RrWerte unter Verwendung von DC-Fertigplatten Kieselgel 60 F254 (E. Merck, Darmstadt, Artikel-Nr. 1.05714) ohne Kammersättigung bestimmt. Die bei den Fliessmitteln angegebenen Verhältnisse beziehen sich auf Volumeneinheiten der jeweiligen Lösungsmittel. Die angegebenen Volumeneinheiten bei NH3 beziehen sich auf eine konzentrierte Lösung von NH3 in Wasser. Verwendete Laufmittelsysteme für DC:
• Laufmittel A: DCM/Cyclohexan/MeOH/NH4OH = 70/15/15/2 • Laufmittel B: Petrolether/Ethylacetat = 2/1
Soweit nicht anders vermerkt sind die bei den Aufarbeitungen der Reaktionslösungen verwendeten Säure-, Basen- und Salzlösungen wässrige Systeme der angegebenen Konzentrationen. Zu chromatographischen Reinigungen wird Kieselgel der Firma Millipore (MATREX™, 35-70 μm) verwendet.
Die angegebenen HPLC-Daten werden unter nachstehend angeführten Parametern und unter Verwendung der aufgeführten Säulen erhoben:
Verwendete Säulen: (Säulentemperatur: 30 0C; Injektionsvolumen: 5 μL; Detektion bei 254 nm)
Zorbax-Säule (Agilent Technologies),
SB (Stable Bond) C18; 3.5 μm; 4.6 x 75 mm
S2 Waters Sunfire, SB (Stable Bond) C18; 3.5 μm; 4.6 x 75 mm
S3 Agilent Bonus C18; 5 μm, 4.6 x 75 mm
Zorbax-Säule (Agilent Technologies),
S4
SB (Stable Bond) C18; 1.8 μm; 3.0 x 30 mm
Zorbax-Säule (Agilent Technologies),
S5 SB (Stable Bond) C18; 5 μm; 4.6 x 75 mm
S6 Waters Symmetry C18; 3.5 μm; 4.6 x 75 mm
S7 Waters XBridge C18; 3.5 μm; 4.6 x 75 mm (basische Säule)
Verwendete Lösungsmittel:
- Für die Säulen S1 bis S6 (saure Bedingungen) wurden als Lösungsmittel verwendet: Lösungsmittel A: Wasser (mit 0.1 % Ameisensäure)
Lösungsmittel B: Acetonitril (mit 0.1% Ameisensäure)
- Für die Säule S7 (basische Bedingungen) wurden folgende Lösungsmittel verwendet: Lösungsmittel A: Wasser (mit 0.1% NH4OH)
Lösungsmittel B: Acetonitril (mit 0.1% NH4OH)
(die prozentualen Angaben beziehen sich auf das Gesamtvolumen)
Gradienten:
Methoden:
Bei präparativen HPLC-Reinigungen erfolgt die Sammlung der Produkte entweder massengesteuert oder über UV-Detektion. Die Produkt enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und gefriergetrocknet. Für präparative HPLC-T rennungen können folgende Säulen verwendet werden:
S8 Agilent Zorbax SB C18, 50 x 150 mm, 5 μm
S9 Agilent Zorbax Stable Bond, 50 x 140 mm, 7 μm
S10 Waters Sunfire C18, 30 x 100 mm, 5 μm
S1 1 Waters Symmetry 50 x 140 mm, 7 μm
S12 Agilent Zorbax Stable Bond C18, 30 x 100 mm, 5 μm,
Für die präparative HPLC-T rennung können folgende Lösungsmittelsysteme verwendet werden:
Lösungsmittel A: Wasser (mit 0.1 % Ameisensäure)
Lösungsmittel B: Acetonitril (mit 0.1% Ameisensäure)
Lösungsmittel A: Wasser (mit 0.15% Ameisensäure) Lösungsmittel B: Acetonitril (mit 0.15% Ameisensäure)
Lösungsmittel A: Wasser (mit 0.3% Ameisensäure) Lösungsmittel B: Acetonitril
Lösungsmittel A: Wasser (mit 0.3% Ameisensäure) Lösungsmittel B: Acetonitril (mit 0.3% Ameisensäure)
- Lösungsmittel A: Wasser (mit 0.1% NH4OH)
Lösungsmittel B: Acetonitril (mit 0.1% NH4OH) (die prozentualen Angaben beziehen sich auf das Gesamtvolumen)
Falls nähere Angaben zur Konfiguration fehlen, bleibt offen, ob es sich um reine Enantiomere handelt oder ob partielle oder gar völlige Racemisierung eingetreten ist.
In den Versuchsbeschreibungen werden die folgenden Abkürzungen verwendet:
AAV Allgemeine Arbeitsvorschrift
AcOH Essigsäure
BOC te/f.-Butyloxycarbonyl
CDI 1 ,1 '-Carbonyldiimidazol
Cyc Cyclohexan
DC Dünnschichtchromatographie
DCM Dichlormethan
DIPE Diisopropylether
DIPEA Diisopropylethylamin
DMF Λ/,Λ/-Dimethylformamid
DMSO Dimethylsulfoxid
dppf 1 ,1 '-Bis-(diphenylphosphino)ferrocen d. Th. der Theorie
El Elektronenstoß-Ionisation (bei MS) eq Äquivalent ESI Electron Spray Ionisation (bei MS)
EtOAc Essigsäureethylester
EtOH Ethanol
E-Wasser entionisiertes Wasser h Stunde(n) HCl Chlorwasserstoff
HPLC High Performance Liquid Chromatography
HPLC-MS HPLC gekoppelte Massenspektrometrie i.vac. in vacuo (im Vakuum) konz. konzentriert M molar mmol Millimol mL Milliliter μL Mikroliter
MeOH Methanol MS Massenspektrometrie
MW Molekulargewicht [g/mol]
NaOAc Natriumacetat
NaOH Natriumhydroxid
NH4OH Ammoniumhydroxid (wässrige Ammoniak-Lösung, 30%) NMP Λ/-Methylpyrrolidon
PE Petrolether quant. quantitativ
Rf Retentionsfaktor (bei DC)
R1 Retentionszeit (bei HPLC) RT Raumtemperatur
TBTU O-(Benzotriazol-1-yl)-/V,/V,ΛΛΛMetramethyluronium-tetrafluoroborat
TEA Triethylamin
TFA Trifluoressigsäure
THF Tetrahydrofuran
ULTS Umluft-T rockenschrank
XantPhos 4,5-Bis(Diphenylphosphino)-9,9-dimethylxanthen
XPhos 2-Dicyclohexylphosphino-2',4',6'-triisopropylbiphenyl
Herstellung der Ausgangsverbindungen:
Intermediat 1 : (2-Chlor-6-methoxypyridin-4-yl)-(5-fluor-2,3-dihvdroindol-1-yl)-methanon
Zu 0.500 g (2.67 mmol) 2-Chlor-6-methoxyisonicotinsäure, 0.366 g (2.67 mmol) 5-Fluor- indolin und 0.421 ml_ (3.00 mmol) Triethylamin in 10.0 ml_ DMF wurde bei RT 0.965 g (3.00 mmol) TBTU hinzugegeben. Der Ansatz wurde 2 h bei RT gerührt und anschließend mittels präparativer HPLC aufgereinigt. Die Produkt enthaltenden Fraktionen wurden vereinigt und i.vac. eingeengt. Ausbeute: 0.700 g (86% d. Th.)
ESI-MS: m/z = 307 / 309 (M+H)+ (Cl)
Rt(HPLC): 1.60 min (Methode C)
Intermediat 2: 5-Fluor-3,3-dimethyl-2,3-dihvdro-1 /-/-indol
Stufe 1 : 1 -Acetyl-5-fluor-1 ,3-dihvdroindol-2-on
Bei 1700C wurden 3.0 g (20 mmol) 5-Fluorindolinon in 10 mL (98 mmol) Acetanhydrid für 3 h gerührt. Nach dem Abkühlen auf RT wurde der Ansatz auf 200 mL Eiswasser gegossen, die ausgefallene Substanz abgesaugt und mit 100 mL Wasser nachgewaschen. Der Feststoff wurde aus Wasser und Ethanol umkristallisiert. Das ausgefallene Produkt wurde abgesaugt, mit Wasser nachgewaschen und i.vac. getrocknet.
Ausbeute: 2.4 g (63 % d.Th.)
ESI-MS: m/z = 192 (M+H)+
Rt(HPLC): 1.2 min (Methode C)
Stufe 2: 1 -Acetyl-5-fluor-3,3-dimethyl-1 ,3-dihydroindol-2-on
Bei 00C bis 5 0C wurde unter einer Argonatmosphäre zu 2.40 g (12.4 mmol) 1-Acetyl-5- fluor-1 ,3-dihydroindol-2-on in 30 ml_ DMF portionsweise 1.14 g (26.0 mmol) Natriumhydrid
(55% in Mineralöl) zugegeben und 1 h nachgerührt. Anschließend wurden 1.91 mL (31.0 mmol) Methyliodid zugetropft und über Nacht bei RT gerührt. Der Reaktionsansatz wurde auf Wasser gegossen und die ausgefallene Substanz abgesaugt. Der Feststoff wurde mit Wasser nachgewaschen und i.vac. getrocknet.
Ausbeute: 2.1 g (76 % d.Th.)
ESI-MS: m/z = 222 (M+H)+ R1(HPLC): 1.48 min (Methode C)
Stufe 3: 5-Fluor-3,3-dimethyl-1 ,3-dihydroindol-2-on
2.10 g (9.49 mmol) 1-Acetyl-5-fluor-3,3-dimethyl-1 ,3-dihydro-indol-2-on in 20 mL Isopropanol wurden mit 50 mL einer wässrigen 6M HCI-Lösung 1 h unter Rückfluss gekocht. Nach dem Abkühlen wurde das Isopropanol i.vac. entfernt. Der Rückstand wurde mit Wasser verdünnt und mit Eis gekühlt. Die ausgefallene Substanz wurde abgesaugt und mit Wasser nachgewaschen. Der Feststoff wurde i.vac. getrocknet. Ausbeute: 1.40 g (82 % d.Th.) ESI-MS: m/z = 180 (M+H)+
Rt(HPLC): 1.14 min (Methode C)
Stufe 4: 5-Fluor-3,3-dimethyl-2,3-dihvdro-1 /-/-indol
Unter einer Argonatmosphäre wurde zu 1.40 g (7.81 mmol) 5-Fluor-3,3-dimethyl-1 ,3-di- hydroindol-2-on in 50 mL THF eine Lösung aus 9.30 ml_ (9.30 mmol) einer 1 M Lösung Lithiumaluminiumhydrid in THF und 10 mL THF langsam zugetropft. Anschließend wurde der Reaktionsansatz für 1 h auf 70
0C erwärmt. Nach dem Erkalten wurden 2 mL Wasser hinzugefügt. Die Lösung wurde über Natriumsulfat getrocknet und abfiltriert. Das Lösungsmittel wurde i.vac. entfernt. Ausbeute: 1.30 g (quant) ESI-MS: m/z = 166 (M+H)
+
Rt(HPLC): 0.75 min (Methode C)
Intermediat 3: (2-Chlor-6-methoxypyridin-4-yl)-(5-fluor-3,3-dimethyl-2,3-dihvdroindol-1-yl)-methanon
Diese Verbindung wurde analog zu (2-Chlor-6-methoxypyridin-4-yl)-(5-fluor-2,3-dihydro- indol-1-yl)-methanon aus 0.500 g (2.67 mmol) 2-Chlor-6-methoxyisonicotinsäure, 0.439 g
(2.66 mmol) 5-Fluor-3,3-dimethyl-2,3-dihydro-1 /-/-indol und 0.421 mL (3.00 mmol)
Triethylamin in 10.0 mL DMF erhalten.
Ausbeute: 0.600 g (67% d. Th.)
ESI-MS: m/z = 335 / 337 (M+H)+ (Cl) R1(HPLC): 1.73 min (Methode C)
Intermediat 4: 1 '/-/-Spirorpiperidin-4,2'-chinazolinl-4'(3'/-/)-on
wurde wie in der internationalen Patentanmeldung WO 2003/104236 beschrieben dargestellt.
Ausbeute: 5.20 g (97% d. Th.) ESI-MS: m/z = 218 (M+H)+
Rf : 0.08 (Kieselgel, DCM/MeOH/Cyc/NH4OH = 70:15:15:2)
Allgemeine Arbeitsvorschrift 1 (AAV 1 ) zur Umsetzung von 2-Chlor-6-methoxypyridin- Derivaten mit Amin-Derivaten:
1.0 eq eines Amins wird mit 1.0 eq eines 2-Chlor-6-methoxypyridin-Derivats und 3.0 eq Kaliumcarbonat in NMP (0.41 mmol Amin/mL) bei 130 0C gerührt. Nach Beendigung der Reaktion und Abkühlen des Reaktionsgemisches auf RT wird der ausgefallene Niederschlag abfiltriert und mittels präparativer HPLC aufgereinigt. Die Produkt enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und i.vac. eingeengt.
Nach dieser AAV können folgende Verbindungen erhalten werden:
Struktur (Produkt) Amin-Derivat Chlorpyridin-Derivat
Intermediat
Name des Produkts
1 -(4-(5-Fluorindolin-1 -carbonyl)-6-methoxypyridin-2-yl)-1 Η-spiro- [piperidin-4,4'-chinazolin]-2'(3'/-/)-on
1-(4-(5-Fluor-3,3-dimethylindolin-1-carbonyl)-6-methoxypyridin-2-yl)- 1 '/-/-spiro[piperidin-4,4'-chinazolin]-2'(3'/-/)-on
5-(4-(5-Fluorindolin-1-carbonyl)-6-methoxypyridin-2-ylamino)-1 ,3- dihydrospiro[inden-2,3'-pyrrolo[2,3-b]pyridin]-2'(17-/)-on
lntermediat 9:
Spirorpiperidin-4,4'-Pyridor2,3-diπ ,3loxazinl-2'(1 'H)-on Hydrochlorid
Stufe 1 : (θ-Chlor-pyridin^-vD-carbaminsäure-tert-butylester
Unter einer Stickstoffatmosphäre wurden zu 17.36 g (0.14 mol) 6-Chlor-pyridin-2-ylamin und 300 ml_ (0.30 mol) einer 1 Molaren Natriumhexamethyldisilazidlösung in THF in 200 ml_ THF eine Lösung aus 32.74 g (0.15 mol) BOC Anhydrid in 100 ml_ THF bei RT zugetropft. Der Reaktionsansatz wurde über Nacht bei RT gerührt und im Anschluß eingeengt. Der Rückstand wurde zwischen EtOAc und 1 N wässriger Salzsäurelösung verrührt. Die organische Phase wurde abgetrennt und die wässrige Phase wurde nochmals mit EtOAc extrahiert. Die vereinten organischen Phasen wurden mit 300 ml_ gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung gewaschen, getrocknet und eingeengt. Der Rückstand wurde aus EtOH umkristallisiert, der Feststoff abgesaugt und im TS bei 500C über Nacht getrocknet. Ausbeute: 29.20 g (95% d. Th.) ESI-MS: m/z = 228 (M+)
Rt(HPLC): 1.70 min (Methode C)
Stufe 2: Benzyl 7'-chlor-2'-oxo-1 ',2'-dihvdrospiro[piperidin-4,4'-pyπdo[2,3d1- [1 ,31oxazin1-1 -carboxylat
Unter einer Stickstoffatmosphäre wurden 26 ml_ (173.39 mmol) N, N, N, N-
Tetramethylenethylendiamin in 180 mL THF auf -20 0C gekühlt und mit 70 ml_ (175 mmol) einer 2.5 Molaren Butyllithiumlösung innerhalb von 10 min versetzt. Nach 30 minütigem Rühren wurde der Reaktionsansatz auf -78°C gekühlt und bei dieser Temperatur wurden 17.84 g (78.00 mmol) (6-Chlor-pyridin-2-yl)-carbaminsäure-tert-butylester in 120 ml_ THF innerhalb von 20 min zugetropft. Der Reaktionsansatz wurde 2.5 h bei -78°C nachgerührt und anschließend mit 27.22 g (1 16.70 mmol) Z-Piperidon in 60 ml_ THF innerhalb von 10 min versetzt. Nach einer weiteren Stunde Rühren bei -78°C wurde der Reaktionsansatz zunächst auf RT erwärmt und dann 18 h bei 400C gerührt. Dann wurde durch Zutropfen von 150 ml_ gesättigter Natriumhydrogencarbonatlösung der Reaktionsansatz zersetzt. Anschließend wurde der Reaktionsansatz mehrmals mit DCM extrahiert. Die vereinten organischen Phasen wurden mit Wasser gewaschen, getrocknet und eingeengt. Der Rückstand wurde mit PE/EtOAc 1/1 verrieben, der entstandene Niederschlag abgesaugt, mit PE/ETOAc 1/1 gewaschen und getrocknet. Ausbeute: 16.40 g (54% d. Th.) ESI-MS: m/z = 388 (M+H)+
Rt(HPLC): 1.57 min (Methode C)
Stufe 3: Spirorpiperidin-4,4'-pyridor2,3-diπ ,3loxazinl-2'(1 'H)-on Hvdrochlorid
16.40 g (0.04 mol) Benzyl 7'-chlor-2'-oxo-1 ',2'-dihydrospiro[piperidin-4,4'-pyrido[2,3d]- [1 ,3]oxazin]-1 -carboxylat und 2.00 g Palladium(Pd/C 10%) in 500 ml_ EtOH wurden 6 h bei RT in einer Wasserstoff-Atmosphäre hydriert. Dann wurden 1 g Palladium (Pd/C 10%)
zusätzlich zugefügt und weitere 3 h bei RT in einer Wasserstoff-Atmosphäre hydriert. Nach Filtration des Reaktionsgemisches wurde das Lösungsmittel im Vakuum entfernt. Der Rückstand wurde mit EtOH verrieben, der ausgefallene Niederschlag abgesaugt, mit EtOH nachgewaschen und im TS bei 50
0C 3 h getrocknet. Ausbeute: 5.40 g (50% d. Th.) ESI-MS: m/z = 220 (M+H)
+
Rt(HPLC): 0.90 min (Methode C)
Intermediat 10: (4-Chlor-6-methoxy-pyridin-2-yl)-(5-fluor-2,3-dihvdro-indol-1-yl)-methanon
550 mg (2.93 mmol) 4-Chlor-6-methoxy-pyridin-2-carbonsäure, 411 mg (3.00 mmol) 5-Fluorindolin, 1.06 g (3.30 mmol) TBTU und 927 μL (6.60 mmol) Triethylamin in 5.00 mL DMF wurden 3 h bei RT gerührt. Der Reaktionsansatz wurde mittels HPLC aufgereinigt. Die produktenthaltenden Fraktionen wurden vereinigt und am Rotationsverdampfer eingeengt.
Ausbeute: 450 mg (50% d. Th.)
ESI-MS: m/z = 307 / 309 (M+H)+ (Cl)
Rt(HPLC): 1.7 min (Methode C)
Nach der allgemeinen Arbeitsvorschrift 1 (AAV 1 ) lassen sich 1.0 eq eines Amins mit 1.0 eq eines Chlor-methoxypyridin-Derivats und 3.0 eq Kaliumcarbonat in NMP (0.41 mmol Amin/mL) bei 130 0C umsetzen. Nach Beendigung der Reaktion und Abkühlen des Reaktionsgemisches auf RT wird der ausgefallene Niederschlag abfiltriert und mittels präparativer HPLC aufgereinigt. Die Produkt enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und i.vac. eingeengt.
Struktur (Produkt) Amin-Derivat Chlorpyridin-Derivat
Intermediat
Herstellung der Endverbindungen:
Allgemeine Arbeitsvorschrift 2 (AAV 2) zur Überführung von 6-Methoxypyridin-Derivaten in die korrespondierenden Pyridone:
Ein gut gerührtes Gemisch aus 1.0 eq eines 6-Methoxypyridin-Derivats und 20 eq
Pyridinhydrochlorid wird 7 min mit dem Heißluftfön in der Schmelze gehalten. Nach dem
Abkühlen der Reaktion wird der Ansatz in DMF aufgenommen und mittels präparativer
HPLC aufgereinigt. Die Produkt enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und lyophilisiert.
Nach dieser AAV können folgende Pyridone erhalten werden:
Allgemeine Arbeitsvorschrift 3 (AAV3) zur Überführung von Pyridonen in die korrespondierenden /V-Methyl-Pyridone:
1.0 eq eines Pyridons wird in DMSO bei RT vorgelegt (0.22 mmol/mL). Dazu werden 2.45 eq Cäsiumcarbonat gegeben und 15 min grührt. Dann wird eine Lösung aus 1.0 eq Methyliodid in DMSO zugegeben und 2h bei RT gerührt. Es werden nochmals 0.5 eq Methyliodid zugegeben und weitere 2 h bei RT gerührt. Das Reaktionsgemisch wird mittels präparativer HPLC aufgereinigt. Die Produkt enthaltenden Fraktionen werden vereinigt und lyophilisiert.
Nach dieser AAV können folgende Λ/-Methyl-Pyridone erhalten werden:
Die nachfolgenden Beispiele beschreiben die Herstellung pharmazeutischer Anwendungsformen, die als Wirkstoff eine beliebige Verbindung der allgemeinen Formeln Ia und Ib enthalten:
Beispiel I
Kapseln zur Pulverinhalation mit 1 mg Wirkstoff
Zusammensetzung: 1 Kapsel zur Pulverinhalation enthält: Wirkstoff 1.0 mg
Milchzucker 20.0 mg
Hartgelatinekapseln 50.0 mg
71.0 mg
Herstellungsverfahren:
Der Wirkstoff wird auf die für Inhalative erforderliche Korngröße gemahlen. Der gemahlene Wirkstoff wird mit dem Milchzucker homogen gemischt. Die Mischung wird in Hartgelatinekapseln abgefüllt.
Beispiel Il
Inhalationslösung für Respimat® mit 1 mg Wirkstoff
Zusammensetzung: 1 Hub enthält: Wirkstoff 1.0 mg
Benzalkoniumchlorid 0.002 mg
Dinatriumedetat 0.0075 mg
Wasser gereinigt ad 15.0 μl
Herstellungsverfahren:
Der Wirkstoff und Benzalkoniumchlorid werden in Wasser gelöst und in Respimat®- Kartuschen abgefüllt.
Beispiel III Inhalationslösung für Vernebler mit 1 mg Wirkstoff
Zusammensetzung:
1 Fläschchen enthält:
Wirkstoff 0.1 g Natriumchlorid 0.18 g
Benzalkoniumchlorid 0.002 g
Wasser gereinigt ad 20.0 ml
Herstellungsverfahren: Wirkstoff, Natriumchlorid und Benzalkoniumchlorid werden in Wasser gelöst.
Beispiel IV
Treibgas-Dosieraerosol mit 1 mg Wirkstoff
Zusammensetzung:
1 Hub enthalt:
Wirkstoff 1 .0 mg
Lecithin 0 .1 % Treibgas ad 50 .0 μl
Herstellungsverfahren
Der mikronisierte Wirkstoff wird in dem Gemisch aus Lecithin und Treibgas homogen suspendiert. Die Suspension wird in einen Druckbehälter mit Dosierventil abgefüllt.
Beispiel V
Nasalspray mit 1 mg Wirkstoff
Zusammensetzung:
Wirkstoff 1.0 mg
Natriumchlorid 0.9 mg
Benzalkoniumchlorid 0.025 mg
Dinatriumedetat 0.05 mg
Wasser gereinigt ad 0.1 ml
Herstellungsverfahren:
Der Wirkstoff und die Hilfsstoffe werden in Wasser gelöst und in ein entsprechendes Behältnis abgefüllt.
Beispiel VI
Injektionslösung mit 5 mg Wirksubstanz pro 5 ml
Zusammensetzung:
Wirksubstanz 5 mg
Glucose 250 mg
Human-Serum-Albumin 10 mg
Glykofurol 250 mg
Wasser für Injektionszwecke ad 5 ml
Herstellung:
Glykofurol und Glucose in Wasser für Injektionszwecke auflösen (WfI); Human-Serum- Albumin zugeben; Wirkstoff unter Erwärmen auflösen; mit WfI auf Ansatzvolumen auffüllen; unter Stickstoff-Begasung in Ampullen abfüllen.
Beispiel VII
Injektionslösung mit 100 mg Wirksubstanz pro 20 ml
Zusammensetzung: Wirksubstanz 100 mg
Monokaliumdihydrogenphosphat = KH2PO4 12 mg
Dinatriumhydrogenphosphat = Na2HPO4 *2H2O 2 mg
Natriumchlorid 180 mg
Human-Serum-Albumin 50 mg Polysorbat 80 20 mg
Wasser für Injektionszwecke ad 10 ml
Herstellung:
Polysorbat 80, Natriumchlorid, Monokaliumdihydrogenphosphat und Dinatriumhydro- genphosphat in Wasser für Injektionszwecke (WfI) auflösen; Human-Serum-Albumin zugeben; Wirkstoff unter Erwärmen auflösen; mit WfI auf Ansatzvolumen auffüllen; in Ampullen abfüllen.
Beispiel VIII Lyophilisat mit 10 mg Wirksubstanz
Zusammensetzung:
Wirksubstanz 10 mg
Mannit 300 mg Human-Serum-Albumin 20 mg
Wasser für Injektionszwecke ad 2 ml
Herstellung:
Mannit in Wasser für Injektionszwecke (WfI) auflösen; Human-Serum-Albumin zugeben; Wirkstoff unter Erwärmen auflösen; mit WfI auf Ansatzvolumen auffüllen; in Vials abfüllen; gefriertrocknen.
Lösungsmittel für Lyophilisat:
Polysorbat 80 = Tween 80 20 mg
Mannit 200 mg
Wasser für Injektionszwecke ad 10 ml
Herstellung:
Polysorbat 80 und Mannit in Wasser für Injektionszwecke (WfI) auflösen; in Ampullen abfüllen.
Beispiel IX Tabletten mit 20 mg Wirksubstanz
Zusammensetzung:
Wirksubstanz 20 mg
Lactose 120 mg Maisstärke 40 mg
Magnesiumstearat 2 mg
Povidon K 25 18 mg
Herstellung: Wirksubstanz, Lactose und Maisstärke homogen mischen; mit einer wässrigen Lösung von Povidon granulieren; mit Magnesiumstearat mischen; auf einer Tablettenpresse abpressen; Tablettengewicht 200 mg.
Beispiel X Kapseln mit 20 mg Wirksubstanz
Zusammensetzung
Wirksubstanz 20 mg
Maisstärke 80 mg
Kieselsäure, hochdispers 5 mg Magnesiumstearat 2.5 mg
Herstellung: Wirksubstanz, Maisstärke und Kieselsäure homogen mischen; mit Magnesiumstearat mischen; Mischung auf einer Kapselfüllmaschine in Hartgelatine-Kapseln Größe 3 abfüllen.
Beispiel Xl Zäpfchen mit 50 mg Wirksubstanz
Zusammensetzung:
Wirksubstanz 50 mg
Hartfett (Adeps solidus) q.s. ad 1700 mg
Herstellung:
Hartfett bei ca. 38°C aufschmelzen; gemahlene Wirksubstanz im geschmolzenen Hartfett homogen dispergieren; nach Abkühlen auf ca. 35°C in vorgekühlte Formen ausgießen.
Beispiel XII
Injektionslösung mit 10 mg Wirksubstanz pro 1 ml_
Zusammensetzung:
Wirksubstanz 10 mg Mannitol 50 mg
Human-Serum-Albumin 10 mg Wasser für Injektionszwecke ad 1 ml
Herstellung: Mannitol in Wasser für Injektionszwecke auflösen (WfI); Human-Serum-Albumin zugeben; Wirkstoff unter Erwärmen auflösen; mit WfI auf Ansatzvolumen auffüllen; unter Stickstoff- Begasung in Ampullen abfüllen.