Vorrichtung und Verfahren zum Bearbeiten einer mit radioaktiv strahlenden
Materialien belasteten Einheit
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten einer mit radioaktiv strahlenden Materialien belasteten Einheit, insbesondere eines Lager- und/oder Transportbehältnisses für die Aufnahme und/oder den Transport von radioaktiv strahlenden Materialien, insbesondere in einer abgeschlossenen Kammer, insbesondere einer Unterdruckkammer, ein Verfahren zur Bearbeitung einer mit radioaktiv strahlenden Materialien belasteten Einheit, insbesondere eines Lager- und/oder Transportbehältnisses für die Aufnahme und/oder den Transport von radioaktiv strahlenden Materia-' lien, insbesondere in einer abgeschlossenen Kammer, insbesondere einer Unterdruckkammer, sowie eine Verwendung eines Roboters, Insbesondere eines mehrach- sigen Roboters.
In Wiederaufbereitungsanlagen für radioaktiv belastete Materialien werden einer mit radioaktiv strahlenden Materialien belasteten Einheit, insbesondere Lager- und/oder Transportbehältnisse für die Aufnahme und/oder den Transport von radioaktiv strah- lenden Materialien regelmäßig mittels aufwendiger Nassverfahren unter Einsatz von Wasser oder anderen Flüssigkeiten gereinigt. Da jedoch durch die Behältnisse insbesondere bei einer Verglasungsanlage durch das Einfüllen des heißen verglasten radioaktiven Abfalls in die Behältnisse sehr hohen Temperaturen ausgesetzt werden, entstehen beispielsweise an Oberflächen der Behältnisse stark haftende und zum Teil in den Werkstoff eindiffundierte Schichten beispielsweise aus Metallalloxiden, die sich mittels der üblichen Reinigung nicht immer vollständig bzw. nur unter sehr großem Aufwand entfernen lassen.
Nachteilig ist dabei auch, dass große Mengen Flüssigabfall entstehen, der wiederum radioaktive Stoffe enthält, so dass zusätzlicher Abfall entsteht und dies wiederum in einem aufwendigen Wiederaufbereitungsverfahren entsorgt werden muss.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, bei der Bearbeitung einer mit radioaktiv strahlenden Materialien belasteten Einheit, insbesondere eines Lager- und/oder Transportbehältnisses für die Aufnahme und/oder den Transport von radioaktiv strahlenden Materialien so vorzugehen, dass eine flexible Bearbeitung mit geringen Abfallmengen möglich wird.
Als Lösung wird eine Vorrichtung zum Bearbeiten einer mit radioaktiv strahlenden Materialien belasteten Einheit, insbesondere eines Lager- und/oder Transportbehältnisses für die Aufnahme und/oder den Transport von radioaktiv strahlenden Materia- lien, insbesondere in einer abgeschlossenen Kammer, insbesondere einer Unterdruckkammer, wobei die Vorrichtung einen Roboter und/oder einen Manipulatitor aufweist, insbesondere einen mehrachsigen Roboter, zur Bearbeitung des Behältnisses mit einer oder mehrerer Bearbeitungsarten, wobei der Roboter und/oder der Manipulator eine oder mehrere insbesondere austauschbare Bearbeitungsvorrichtungen aufweist, die in Kombination oder alternativ betreibbar sind, insbesondere Laserstrahlbearbeitungsvorrichtungen, und mit jeweils vorbestimmten Arbeitswerten, insbesondere Laserleistung und/oder Laserwellenlänge, an die jeweilige Bearbeitungsart angepasst einzurichten sind.
Durch diese Vorrichtung ist es möglich, eine nahezu kontaktlose und schnelle Bearbeitung der Behältnisse zu gewährleisten, wobei keine Abfallflüssigkeiten anfallen. Durch das kontaktlose Arbeiten gelangt im wesentlichen keine radioaktive Belastung auf den Roboter bzw. den Manipulator und die Bearbeitungswerkzeuge, so dass eine eventuelle Reparatur vereinfacht wird.
Darüberhinaus kann die Kammer, in der die Bearbeitung der Behältnisse aufgrund der radioaktiven Belastung erfolgen muss, kleiner ausgebildet werden, wodurch auch die zu dekontaminierenden Bereiche abnehmen und die Umweltbelastung bei einer Kammerreinigung oder einem Kammerumbau reduziert wird.
Vorteilhaft ist dabei insbesondere der Einsatz der Vorrichtung in einer Verglasungs- anlage in einer Wiederaufbereitungsanlage, da dort beispielsweise durch die hohen Glastemperaturen beim Einfüllen in die Behältnisse ein Anlaufen der Oberfläche und ein Eindiffundieren auch von radioaktiven Stoffen schnell geschehen kann und eine abfallarme und gründliche Reinigung und Bearbeitung sehr wichtig ist.
Dies liegt insbesondere dann vor, wenn das Behältnis eine Kokille ist, insbesondere aus Edelstahl, in die in der Verglasungsanlage zunächst heißes verglastes Material, insbesondere umfassend hochradioaktive Spaltprodukte, einzufüllen ist. Auf dem Edelstahlkörper bildet sich eine Oxidschicht auf der Außenoberfläche, die durch die vorgeschlagenen Vorrichtung schnell, sicher und abfallarm beseitigt werden kann. Zudem kann
Die Bearbeitungsarten durch die Bearbeitungsvorrichtungen, die insbesondere an der Roboterhand eingerichtet sind, insbesondere die Laserbearbeitungsvorrichtun- gen, sind beispielhaft:
- Schweißen, insbesondere WIG-Schweißen und/oder Laserschweißen mit einer vorbestimmten Laserleistung, insbesondere Verschweißen eines Behältnisdeckels mit einem Behältniskörper, und/oder
- Reinigung bzw. Dekontamination einer Oberfläche des Behältnisses mit einem La- serstrahl und/oder
- Markierung der Oberfläche des Behältnisses mit einem Laserstrahl.
Beim Schweißen mittels des Lasers wird eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit erreicht und die Energie stark konzentriert, so dass angrenzende Bereich thermisch nur ge- ringfügig belastet werden.
Das Markieren kann mittels des Lasers berührungslos vorgenommen werden, ist dauerhaft, abriebfest und temperaturbeständig, ohne dass weitere eventuell radioaktiv aktivierbare Substanzen aufgebracht werden. Zudem ist das Verfahren auf unter- schiedlichsten Oberflächen einzusetzen.
Das Reinigen mittels des Lasers hat den großen Vorteil, dass es gegenüber herkömmlich Nassverfahren mittels Bürsten/Ultraschall oder Spülen keine verunreinigten Abwässer erzeugt. Zudem entsteht durch diesen Sekundärabfall ein hoher Energieverbrauch und hohem Materialeinsatz. Das Laserreinigen entfernt den radioaktiven Schmutz und die Oxidschicht bzw. die Anlauffarben. Durch das schlagartige Ver- dampfen erfolgt ein Absprengen der Oberflächenschicht.
Vorteilhaft ist es, wenn durch die Laserbearbeitung abgesprengtes Material über einen Saugvorrichtung, insbesondere in Verbindung mit der Laserbearbeitungsvorrichtung, abzusaugen ist und insbesondere einem Filter zuzuführen ist, wobei der Ab- stand bis zur Behältnisoberfläche insbesondere vorteilhaft etwa 500 mm beträgt.
Vorteilhaft ist es, wenn der Roboter und/oder der Manipulator mit einer Wechseleinrichtung zum Wechseln der Bearbeitungsvorrichtungen ausgestattet ist und die ausgetauschten Bearbeitungsvorrichtungen, insbesondere Laserbearbeitungsvorrichtun- gen vorteilhaft auf einer insbesondere gesonderten Ablage vorzuhalten sind
Vorteilhaft ist es, wenn der Roboter ist mit einem Schlauchpaket für insbesondere die Laserlichtleiter, Schutzgasleiter und/oder Druckluftleiter ausgestattet ist, wobei insbesondere die Laserleitungen an einem Ausleger mit einem Balancer gehalten sind.
Vorteilhaft ist es, wenn die Laserstrahlquellen außerhalb der Kammer, vorzugsweise in einem Interventionsraum und/oder Bedienungsraum, eingerichtet sind und die Laserlichtleiter von dort mittels vorzugsweise gegen einen vorbestimmten Luftdruckunterschied abgedichtete Wanddurchführungen in die Kammer zu führen sind und die Steuervorrichtungen, Schaltvorrichtungen und/oder Energieversorgungseinrichtungen außerhalb der Kammer, vorzugsweise in dem Interventionsraum und/oder Bedienungsraum, eingerichtet sind und die Elektrokabel über vorzugsweise gegen einen vorbestimmten Luftdruckunterschied abgedichtete Wanddurchführungen in die Kammer zu führen sind. Hierdurch ist eine einfache Reparatur möglich und die gro- ßen Geräte werden nicht kontaminiert.
Vorteilhaft ist es, wenn der Roboter auf Schienen auf einem Fahrgestell beweglich ist und insbesondere in der jeweiligen Arbeitsposition arretierbar ist und insbesondere in einen benachbarten Interventionsraum und/oder Bedienungsraum entlang der Schienen überführbar ist.
Vorteilhaft ist es, wenn der Roboter auf einer Kettenfahrzeugeinrichtung angebracht bewegbar ist. Durch das Kettenfahrzeug können auch entferntere Bereiche ferngesteuert erreicht werden.
Vorteilhaft ist es, wenn ein Drehteller zur Drehung des zu bearbeitenden Behältnis- ses, die insbesondere zylindrisch sind, zur Bearbeitung durch den Roboter vorgesehen ist, wobei insbesondere mehrere Behältnisse darauf so zu positionieren sind, dass sie nacheinander durch Drehen des Drehtellers in die Bearbeitungsposition zu bringen sind. Der Drehteller zur Drehung des Behältnisses kann auch unabhängig von dem Roboter beispielsweise in Verbindung mit einem von der Decke herabra- genden, insbesondere ferngesteuerten Werkzeug verwendet sein.
Vorteilhaft ist es, wenn das Behältnis mittels eines Behältnisgreifers auf dem Drehteller zu positionieren und davon zu entfernen ist.
Vorteilhaft ist es, wenn ein Magazin, insbesondere ein abgeschirmtes Magazin, insbesondere ein Magazin, das in eine Versenkung in einem Boden der Kammer vorgesehen ist, zum Abstellung und Abkühlen der bearbeiteten Behältnisse in der Kammer vorgesehen ist. Das im Boden versenkte, abgeschirmte Magazin ist auch unabhängig von dem Roboter vorteilhaft zu verwenden, da es eine sichere Abschir- mung gegen ein Austreten von heißer Substanz oder Strahlung bietet und so ein erleichtertes Handling des abgekühlten Behältnisses ermöglicht.
Vorteilhaft ist es, wenn ein Deckelmagazin zur Bereitstellung der auf den Behältniskörper aufzubringenden Deckel vorgesehen ist.
Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch ein Verfahren zur Bearbeitung einer mit radioaktiv strahlenden Materialien belasteten Einheit, insbesondere eines Lager- und/oder Transportbehältnisses für die Aufnahme und/oder den Transport von radioaktiv strahlenden Materialien, insbesondere in einer abgeschlossenen Kammer, insbesondere einer Unterdruckkammer, wobei zur Bearbeitung ein Roboter und/oder ein Manipulator vorgesehen ist, insbesondere ein mehrachsiger Roboter, mit einer oder mehrerer Laserbearbeitungsarten, die in Kombination oder alternativ angewendet werden, und mit jeweils vorbestimmten Arbeitswerten, insbesondere Laserleistung und/oder Laserwellenlänge, an die jeweilige Bearbeitungsart arbeiten, insbesondere mit einer Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 15.
Verfahren zur Bearbeitung einer mit radioaktiv strahlenden Materialien belasteten Einheit, insbesondere eines Lager- und/oder Transportbehältnisses für die Aufnahme und/oder den Transport von radioaktiv strahlenden Materialien, insbesondere in einer abgeschlossenen Kammer, insbesondere einer Unterdruckkammer, wobei nach ei- nem Einschleusungsvorgang des Behältnisses das Behältnis zur Abkühlung in ein abgeschirmtes Magazin in einem Boden der Kammer gesetzt wird und/oder auf einen Drehteller zur Bearbeitung mit einem Werkzeug, insbesondere einem Schweißwerkzeug und/oder dass die Bearbeitung mit einem Roboter und/oder einem Manipulator vorgenommen wird, insbesondere einem mehrachsigen Roboter, mit einer oder meh- reren Laserbearbeitungsarten, die in Kombination oder alternativ angewendet werden, und mit jeweils vorbestimmten Arbeitswerten, insbesondere Laserleistung und/oder Laserwellenlänge, angepasst an die jeweilige Bearbeitungsart arbeiten, insbesondere mit einer Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche 1 bis 15.
Die Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch eine Verwendung eines Roboters, Insbesondere eines mehrachsigen Roboters, und/oder eines Manipulators zur Bearbeitung einer mit radioaktiv strahlenden Materialien belasteten Einheit, insbesondere eines Lager- und/oder Transportbehältnisses für die Aufnahme und/oder den Transport von radioaktiv strahlenden Materialien, insbesondere in einer abgeschlossenen Kammer, insbesondere einer Unterdruckkammer, in einer Verglasungsanlage einer Wieder-
aufbereitungsanlage, mittels einer Laserstrahlbearbeitungsvorrichtung insbesondere zur kontaktlosen Dekontamination, Beschriftung und Verschweißung des Behältnisses, insbesondere nach einem Verfahren nach Anspruch 16 oder 17 und insbesondere unter Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 15.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachstehenden Beschreibung, in der Ausführungsbeispiele des Gegenstands der Erfindung in Verbindung mit den Zeichnungen näher erläutert sind.
Es zeigen:
Fig. 1a eine Abfolge von schematischen Bearbeitungsschritten eines Behältnisses,
Fig. 1b eine Abfolge von schematischen Bearbeitungsschritten eines Behältnisses, Fig. 2 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Bearbeitung,
Fig. 3 eine Schnittdarstellung einer Kokille,
Fig. 4 eine schematische Aufsicht auf eine Vorrichtung in einer Kammer,
Fig. 5 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung in einer Kammer,
Fig. 6 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung in einer Kammer, Fig. 7 eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung in einer Kammer,
Fig. 8a einen Längsschnitt durch eine Kammer mit einer Vorrichtung,
Fig. 8b einen Querschnitt durch eine Kammer mit einer Vorrichtung und
Fig. 9 eine Vorrichtung auf einer Kettenfahrzeugeinrichtung.
Fig. 1a zeigt eine Abfolge von schematischen Bearbeitungsschritten eines Behältnisses 1. Zunächst wird das noch heiße Behältnis 1 mittels eines Manipulators in Form eines Behältnisgreifers 24 auf einem Drehteller 23 abgesetzt. Mittels eines weiteren Manipulators 25, der auch an eine nicht dargestellte Roboterhand angeschlossen sein kann, wird ein Behältnisdeckel 7 auf den noch unverschlossenen Behältniskör- per 8 aufgesetzt. Der Deckel 7 wird anschließend mittels einer MIG- und/oder WIG- Schweißvorrichtung und/oder einer Laserbearbeitungsvorrichtung 4, die zum
Schweißen geeignet eingerichtet ist, mit dem Behältniskörper 8 verschweißt. Dabei kann das Behältnis 1 mittels des Drehtellers 23 so gedreht werden, dass jederzeit eine optimale Winkelstellung zur Bearbeitung zwischen der Schweißvorrichtung, insbesondere der Laserbearbeitungsvorrichtung 4 und dem Behältnis 1 erreicht wird.
Anschließend wird mittels einer ausgetauschten Laserbearbeitungsvorrichtung 26 eine Beschriftung und mit einer weiteren ausgetauschten Bearbeitungsvorrichtung, insbesondere Laserbearbeitungsvorrichtung 27 eine Reinigung der Oberfläche 9 des Behältnisses 1 vorgenommen.
Fig. 1 b zeigt in einer Abfolge von schematischen Bearbeitungsschritten eines Behältnisses 1 wie diese Reinigung durch ein Anheben mittels des Behältnisgreifers 24 auch am Boden des Behältnisses 1 vorgenommen werden kann. Anschließend kann mittels eines Abstreiftests 29 mittels eines Manipulators der Reinigungsgrad überprüft werden und das fertig bearbeitete Behältnis 1 abtransportiert werden.
Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Bearbeitung. In Sicherheitskammer 2 mit Unterdruckeinrichtungen befindet sich ein Roboter 3, der mittels einer Laserbearbeitungsvorrichtung 4 an einer Roboterhand 6 ein Behältnis 1 bearbeitet. Der Roboter 3 kann dabei auf einem Fahrgestell 22 zur Bewegung auf Schienen befestigt sein. Der Laserstrahl kann, wie beispielhaft dargestellt, über einer Laserlichtleiter 14, der an einen Ausleger 15 befestigt ist, mit Laserlicht versorgt werden. Über eine Wanddurchführung 18 ist der Laserleiter 14 mit einem in einer Interventionsraum und/oder Bedienungsraum 17 untergebrachten Laserstrahlquelle 16 verbunden. In diesem Interventionsraum und/oder Bedienungsraum 17 befindet sich beispielhaft auch eine Steuervorrichtung 19 bzw. Schaltschrank zur Steuerung und Bedienung des Roboters 3 und der Peripherie.
Fig. 3 zeigt eine Schnittdarstellung einer Kokille, ein bevorzugtes Behältnis 1 zur Aufbewahrung von verglastem radioaktiven Material, mit einem Behältnisdeckel 7 und einem Behältniskörper 8. Der Behältniskörper 8 ist dabei derart in seinem Bodenbereich 28 mit einer Aushöhlung versehen, dass er einen Deckelbereich eines
anderen Behältnisses 1 zwecks platzsparender Stapelung aufnehmen kann. Auch eine derart komplexe Gestaltung der äußeren Form des Behältnisses lässt sich mit dem vorgeschlagenen Verfahren sicher und einfach reinigen.
Fig. 4 zeigt eine schematische Aufsicht auf eine Vorrichtung in einer Kammer 2. Der Roboter 3 bearbeitet ein Behältnis 1 mittels einer Laserbearbeitungsvorrichtung 4. Der Roboter 3 ist mittels eines Fahrgestells 22 auf Schienen 21 beweglich angebracht. Durch eine Saugvorrichtung 10 an der Roboterhand 6 des Roboters 3 wird der entstehende Schmutz angesaugt und einem Filter zugeführt. Die Laserbearbeitungsvorrichtungen können in einer Ablage 12 abgelegt werden.
Der für die gesamte Vorrichtung benötigte Raum beträgt lediglich einen Bruchteil des für die Verfahren des Stands der Technik benötigten Verfahren und Vorrichtungen.
Fig. 5 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung in einer Kammer 2. Der Roboter befindet sich in einer Kammer 2, in der auch ein hängender Manipulator 25 zum Transportieren der Behältnisse 1 untergebracht ist. Der Laserstrahl wird über einen Laserlichtleiter 14 von einer Laserstrahlquelle 16 aus einem Interventionsraum und/oder Bedienungsraum 17 zugeführt. Der Laserlichtleiter und Elektrokabel 20 können jedoch auch in einem Schlauchpaket 13 zusammengefasst geführt werden. Hierdurch wird die Wanddurchführung 18 vereinfacht.
Fig. 6 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung in einer Kammer 2. Die Laserstrahlbearbeitungsvorrichtung 4 kann beispielsweise in einer Ablage 12 oberhalb des Roboters abgelegt werden und bei Bedarf gegen eine andere Laser- Strahlbearbeitungsvorrichtung an der Roboterhand ausgetauscht werden.
Dargestellt ist auch eine mögliche Anbringung einer Laserstrahlbearbeitungsvorrichtung 4 an einem Manipulator 25, der seitlich in die Kammer 2 eingeführt ist.
Fig. 7 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Vorrichtung in einer Kammer 2. Über eine Behältniseinschleuse 31 wird mittels eines Krans 30 ein Behältnis 1 in die
Kammer 2 transportiert. Der Manipulator transportiert eine Laserstrahlbearbeitungsvorrichtung 4 beispielsweise zum Austausch oder zur Reparatur. An der Roboterhand 6 befindet sich eine Wechseleinrichtung 11 zum Wechseln von Laserbearbeitungsvorrichtungen 4.
Fig. 8a zeigt einen Längsschnitt durch eine Kammer 2 mit einer Vorrichtung zum Bearbeiten und Fig. 8b einen Querschnitt. Zunächst werden hierzu mit einem Behältnisgreifer 24 durch eine Wanddurchführung 18 Behältnisse 1 in die Kammer 2 eingehoben. Die Behältnisse 1 werden anschließend in ein abgeschirmtes Magazin 33 im Boden 28 der Kammer 2 gesetzt um ein sicheres Abkühlen zu ermöglichen. Hierzu kann ein Deckel 34 auf dem Magazin 33 zum verbesserten Schutz eingesetzt werden. Abschließend wird das Behältnis 1 auf den Drehteller 23 gesetzt und ein Behältnisdeckel 7 wird mit dem Behältniskörper 8 des Behältnisses 1 verschweißt. Dies kann beispielsweise über ein Werkzeug an der Roboterhand 6 des Roboters 3, insbesondere in WIG-Schweißgerät mit einer Zuführung oder einer Laserschweißein- richtung insbesondere aus dem Bedienungsraum 17 ferngesteuert, vorgenommen werden. Abschließend erfolgt die Dekontamination mithilfe des Laserstrahls aus einer Laserquelle 16 des Roboters 3 und eventuell eine Beschriftung des Behältnisses 1. Nachfolgend wird das Behältnis beispielsweise durch eine Behältnisschleuse 31 , insbesondere eine Drehschleuse, in einen Nachbarraum befördert und durch einen Kraftmanipulator in einen Castorbehälter.
Fig. 9 zeigt einen Roboter 3 auf einer Kettenfahrzeugeinrichtung 32. Der Roboter 3 kann wiederum eine Werkzeugwechelvorrichtung aufweisen, insbesondere mit einem Laser 27 zur Dekontamination von insbesondere kontaminierten stationären Einrich- tungen und/oder eine Trennvorrichtung zum Abtrennen von Teilen. Durch die frei bewegliche Kettenfahrzeugeinrichtung kann der Roboter ferngesteuert sehr nahe an große zu bearbeitende Einrichtungen gebracht werden, ohne das Personal gefährdet wird. Die Vorrichtung ist insbesondere für die Dekontamination einer Kernkraftanlage, die abzubauen ist, zu verwenden.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Lager- und/oder Transportbehaltnis
2 Kammer
3 Roboter
4 Laserstrahlbearbeitungsvorrichtung
5 Verglasungsanlage
6 Roboterhand
7 Behältnisdeckel
8 Behältniskörper
9 Oberfläche
10 Saugvorrichtung
11 Wechseleinrichtung
12 Ablage
13 Schlauchpaket
14 Laserlichtleiter
15 Ausleger
16 Laserstrahlquelle
17 Interventionsraum und/oder Bedienungsraum
18 Wanddurchführungen
19 Steuervorrichtung
20 Elektrokabel
21 Schienen
22 Fahrgestell
23 Drehteller
24 Behältnisgreifer
25 Manipulator
26 Laserbearbeitungsvorrichtung zum Beschriften
27 Laserbearbeitungsvorrichtung zum Reinigen
Boden
Abstreiftest
Kran
Behältniseinschleuse
Kettenfahrzeugeinrichtung
Magazin
Deckel