VE REN ZUR GLE ISLÄGEKORREKTÜR UND GLEIS lAUMÄSCHINE
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren gemäß den im Oberbegriff von Anspruch
1 angeführten Merkmalen sowie eine Gieisbaumaschine.
[0002] Ein derartiges Verfahren ist durch US 5 172 637, US 5 172 635 oder
US 4 953467 bekannt, wobei die Kehrbürste bezüglich der Arbeitsrichtung
entweder vor oder nach dem Stabüisatsonsaggregat angeordnet ist.
[00Ö3J Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung liegt nun in der Schaffung eines Ver¬
fahrens der eingangs genannten Art, mit dem ein durch hohe Zuggescπwin-
dsgkeiten verursachtes Abheben von Schottersieinen zuverlässig vermeidbar
ist.
[0004] Diese Aufgabe der Erfindung wird mit einem Verfahren der gattungsgemä-
fien Art dadurch gelöst, dass bezüglich eines zeitlichen Ablaufes der ver¬
schiedenen Arbeitsgänge sowohl nach der Gieisstabilisation als auch nach
dem Einsatz der Kehrbürste der in den SchweHenzwischenfächern befindli¬
che Schotter in Verbindung mit einer Auflast und Schwingungen verdichtet
[0005] Durch eine derartige die Bearbeitung des Gleises abschließende Oberflä¬
chenverdichtung Ist gleichsam eine Versiegelung der Schotteroberfläche er-
zieibar, Damit kann ein durch die Sogwirkung eines schnell fahrenden Zuges
bewirkter Schotterflug vermieden werden.
[0006] Weitere Aufgabe der Erfindung ist auch, eine Gleisbaumaschine gemäß den
im Oberbegriff von Anspruch 4 angeführten Merkmalen zu schaffen, die ei¬
nen durch die Sogwirkung eines schnell fahrenden Zuges bewirkten Schot¬
terflug auf einfache Weise vermeiden kann.
[0007] Diese Aufgabe wird mit den im Kennzeichen von Anspruch 4 genannten
Merkmalen gelöst.
[0008] Die sowohl durch den Einsatz der Kehrbürste als auch des Stabilisationsag-
gregates neuorientierten und somit locker auf der Oberfläche liegenden
Schottersteine werden durch den am hinteren Maschinenende positionierten
Schwellenfachverdichter unter Herstellung einer verdichteten Oberfläche
stärker verankert. Somit kann ein nachteiliger Schotterflug weitgehend aus¬
geschlossen werden.
[0009] Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und
der Zeichnungsbeschreibung.
[0010] Im folgenden wird die Erfindung anhand in der Zeichnung dargestellter Aus¬
führungsbeispiele näher beschrieben. Es zeigen
[0011] Fig. 1 eine Seitenansicht einer Gleisbaumaschine mit Schwellenfachverdich-
tern,
[0012] Fig. 2 eine vergrößerte Ansicht der Schwellenfachverdichter, und
[0013] Fig. 3, 4 weitere Varianten von Gleisbaumaschinen.
[0014] Eine in Fig. 1 ersichtliche Gleisbaumaschine 1 zur Gleislagekorrektur weist
einen - bezüglich einer Arbeitsrichtung 2 - vorderen ersten und einen nach-
folgenden zweiten Maschinenrahmen 3 bzw. 4 auf, die durch Schienenfahr-
werke 5 auf einem aus Schwellen 6 und Schienen 7 gebildeten Gleis 8 ver¬
fahrbar sind. Am vorderen Maschinenrahmen 3 sind durch Antriebe 9 höhen¬
verstell- und in Schwingungen versetzbare Stabilisationsaggregate 10 sowie
Flankenpflüge 11 vorgesehen.
[0015] Unmittelbar hinter einem beide Maschinenrahmen 3, 4 gelenkig miteinander
verbindenden Rahmengelenk 12 ist eine durch einen Antrieb 13 in Rotation
versetzbare und höhenverstellbare Kehrbürste 14 am hinteren Maschinen¬
rahmen 4 befestigt. Der Kehrbürste 14 ist ein Querförderband 15 für einen
Abwurf von überschüssigen Schotter 19 auf eine Flanke einer Schotterbet¬
tung 16 vorgeordnet. Unmittelbar vor dem - bezüglich der Arbeitsrichtung 2
der Maschine 1 - hintersten Schienenfahrwerk 5 ist ein mit Verdichtwerkzeu-
gen 17 ausgestatteter Schwellenfachverdichter 18 zum Verdichten von zwi¬
schen den Schwellen 6 befindlichem Schotter 19 angeordnet. Die Verdicht¬
werkzeuge 17 sind auf einem Werkzeugrahmen 20 zwischen zwei mit die¬
sem verbundenen Schienenfahrwerken 21 angeordnet. Der Werkzeugrah¬
men 20 ist durch einen Antrieb 22 (s. Fig. 2) relativ zum zweiten Maschinen¬
rahmen 4 in Maschinenlängsrichtung verschiebbar.
[0016] Wie in Fig. 2 ersichtlich, sind zwischen zweitem Maschinenrahmen 4 und
Werkzeugrahmen 20 mit diesem verbundene und durch einen Antrieb 23 ver¬
längerbare Abstützeinrichtungen 24 angeordnet. Diese weisen auf dem Ma¬
schinenrahmen 4 abrollbare Rollen 25 auf. Die Verdichtwerkzeuge 17 sind
durch Antriebe 26 höhenverstell- und vibrierbar. Zur gleichzeitigen Verdich¬
tung von drei hintereinander angeordneten Schwellenzwischenfächern 27
sind drei Verdichtwerkzeuge 17 hintereinander angeordnet. Jedem Schie-
nenfahrwerk 21 ist ein eigener Fahrantrieb 28 zugeordnet.
[0017] Im folgenden wird nun ein Verfahren zur Gleislagekorrektur mittels der be¬
schriebenen Gleisbaumaschine 1 näher beschrieben.
[0018] Zur Gleislagekorrektur wird das auf der Schotterbettung 16 ruhende Gleis 8
vorerst unter Anheben in eine vorläufige Soll-Lage unterstopft (durch eine
vorgeordnete, nicht näher dargestellte Stopfmaschine). Nachfolgend wird
das Gleis 8 im Rahmen einer Gleisstabilisation - durch den Einsatz der Stabi-
lisationsaggregate 10 - unter Aufbringung einer in vertikaler Richtung wir¬
kenden Auflast und Schwingungen schließlich kontrolliert in eine endgültige
Soll-Lage abgesenkt. Dabei wird die Maschine 1 kontinuierlich in der Arbeits¬
richtung 2 verfahren. Parallel dazu wird durch die nachfolgende, rotierende
Kehrbürste 14 auf dem Gleis 8 bzw. in den Schwellenzwischenfächern 27
liegender Schotter 19 zur Erzielung einer gewünschten gleichmäßigen Ein-
schotterung des Gleises 8 verteilt.
[0019] Schließlich wird bezüglich eines zeitlichen Ablaufes der verschiedenen Ar¬
beitsgänge sowohl nach der Gleisstabilisation als auch nach dem Einsatz der
Kehrbürste 14 der in den Schwellenzwischenfächern 27 befindliche Schotter
19 durch den Schwellenfachverdichter 18 verdichtet. Dazu werden die hin¬
tereinander angeordneten Verdichtwerkzeuge 17 je in ein Schwellenzwi-
schenfach 27 abgesenkt und in Kombination von vertikaler Auflast und
Schwingungen kurzzeitig auf den Schotter 19 gepresst. Dabei steht der
Werkzeugrahmen 20 örtlich still und verschiebt sich dadurch relativ zum hin¬
teren, sich kontinuierlich vorwärts bewegenden Maschinenrahmen 4 in Rich¬
tung zum hintersten Schienenfahrwerk 5.
[0020] Sobald die gewünschte Schotterverdichtung erreicht ist, werden die Fahran¬
triebe 28 und der Antrieb 22 aktiviert, wodurch der Werkzeugrahmen 20
rasch in seine vordere Endposition bewegt wird. Nach Zentrierung der Ver¬
dichtwerkzeuge 17 über den entsprechenden Schwellenzwischenfächern 27
erfolgt wiederum ein neuer Verdichtzyklus. Parallel dazu wird auch der in ei¬
nem an die Schwellen 6 angrenzenden Schwellenvorkopfbereich 29 der
Schotterbettung 16 befindliche Schotter 19 durch Vorkopfverdichter 30 ver¬
dichtet.
[0021] Alternativ kann danach als weiterer Arbeitsgang zur Erzielung einer weiteren
Versiegelung der Schotteroberfläche durch Verdampfen von Lösungsmittel
aushärtende Flüssigkeit auf den Schotter 19 gesprüht werden.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch mit einer in den Fig. 3 und 4
dargestellten Variante durchgeführt werden. Gemäß der in Fig. 3 gezeigten
Lösung befinden sich die Kehrbürste 14 und der Schwellenfachverdichter 18
auf einer eigenen Maschine 31 , die nach einem Stabilisator 32 zum Einsatz
kommt. Gemäß Fig. 4 befindet sich der Schwellenfachverdichter 18 auf einer
eigenen Maschine 33.