Oligoribonukleotide zur Behandlung von unerwünschter Piqmentierunq der Haut und der Haare durch RNA-Interferenz
Die Erfindung betrifft Oligoribonukleotide, die den Abbau von mRNA von am Pigmentierungsprozess der Haut beteiligten Enzymen und Strukturen induzieren und die sich insbesondere zur Behandlung und Prophylaxe unerwünschter Pigmentierung der Haut (Hautbräunung) eignen, wie sie beispielsweise infolge von UV-Bestrahlung auftritt. In gleicherweise betrifft die vorliegende Erfindung unerwünschte Pigmentierung der Haare.
In einer bevorzugten Ausführungsform betrifft die vorliegende Erfindung kosmetische und dermatologische Zubereitungen zur Prophylaxe und Behandlung unerwünschter Pigmentierung, beispielsweise lokaler Hyper- und Fehlpigmentierungen (Leberflecken, Sommersprossen, Altersflecken, Melasma, postinflammatorische Hyperpigmentierung), aber auch rein die kosmetischen Aufhellung größerer, dem individuellen Hauttyp an sich durchaus angemessen pigmentierter Hautflächen.
Für die Pigmentierung der Haut verantwortlich sind die Melanozyten, welche in der untersten Schicht der Epidermis, dem Stratum basale, neben den Basalzellen als - je nach Hauttyp entweder vereinzelt oder aber mehr oder weniger gehäuft auftretende - pigmentbildende Zellen vorzufinden sind. Melanozyten enthalten als charakteristische Zellorganellen Melanosomen, in denen das Melanin gebildet wird. Unter anderem bei Anregung durch UV-Strahlung wird verstärkt Melanin gebildet. Dieses wird über die lebenden Schichten der Epidermis (Keratinozyten) letztlich in die Hornschicht (Corneozyten) transportiert und ruft eine mehr oder weniger ausgeprägte bräunliche bis braun-schwarze Hautfarbe hervor. Melanin wird als Endstufe eines oxidativen Prozesses gebildet, in welchem Tyrosin unter Mitwirkung der Enzyms Tyrosinase über mehrere Zwischenstufen zu den braun bis braun-schwarzen Eumelaninen (DHICA- und DHI-
Melanin) bzw. unter Beteiligung von schwefelhaltigen Verbindungen zum rötlichen Phäomelanin umgewandelt wird. DHICA- und DHI-Melanin entstehen über die gemeinsamen Zwischenstufen Dopachinon und Dopachrom. Letzteres wird, teilweise unter Beteiligung weiterer Enzyme, entweder in lndol-5,6-Chinon-Carbonsäure oder in lndol-5,6-Chinon umgesetzt, woraus die beiden genannten Eumelanine entstehen. Die Entstehung von Phäomelanin läuft unter anderem über die Zwischenprodukte Dopachinon und Cysteinyldopa. Gesteuert wird die Expression der Melanin-synthetisierenden Enzyme durch einen spezifischen Transkriptionsfaktor (microphthalmia- associated transcription factor, MITF). Neben den beschriebenen enzymatischen Prozessen der Melanin- Synthese sind in den Melanosomen noch weitere Proteine für die Melanogenese von Bedeutung. Eine wichtige Rolle scheint hier dem sogenannten p-Protein zuzukommen, wobei die exakte Funktion noch unklar ist.
Neben dem zuvor beschriebenen Prozess der Melanin-Synthese in den Melanozyten, ist bei der Pigmentierung der Haut auch der Transfer der Melanosomen, deren Verbleib in der Epidermis sowie deren Abbau und der Abbau des Melanins von entscheidender Bedeutung. Es konnte gezeigt werden dass für den Transport der Melanosomen aus den Melanozyten in die Keratinozyten der PAR-2-Rezeptor bedeutsam ist (M. Seiberg et al., 2000, J. Cell. Sei., 113:3093-101). Ferner haben Größe und Form der Melanosomen Einfluss auf ihre lichtstreuenden Eigenschaften und somit das farbliche Erscheinungsbild der Haut. So findet man bei Schwarzafrikanern verstärkt große spheroidale, einzeln vorliegende Melanosomen, während man bei Kaukasiem eher kleinere, in Gruppen vorkommende Melanosomen vorfindet.
Grundsätzlich kann man bei der Pigmentierung der Haut also Strukturen unterscheiden, die • am eigentlichen Melanin-Synthseprozess in den Melanosomen (Tyrosianse, TRP- 1 , TRP-2, p-Protein) • am Transfer / an der Verteilung der Melanosomen an die benachbarten Zellen, insbesondere Keratinozyten (PAR-2) sowie • an der Expression der o.g. Strukturen (insbesondere über den Transkriptionsfaktor MITF) beteiligt sind.
Probleme mit Hyperpigmentierung der Haut haben vielfältige Ursachen bzw. sind Begleiterscheinungen vieler biologischer Vorgänge, z.B. UV-Strahlung (z.B. Sommersprossen, Ephelides), genetische Disposition, Fehlpigmentierung der Haut bei der Wundheilung bzw. -vernarbung (postinflammatorische Hyperpigmentierung) oder der Hautalterung (z.B. Lentigines seniles).
Es sind Wirkstoffe und Zubereitungen bekannt, welche der Hautpigmentierung entgegenwirken. Im praktischen Gebrauch sind im wesentlichen Präparate auf der Grundlage von Hydrochinon, welche aber einesteils erst nach mehrwöchiger Anwendung ihre Wirkung zeigen, deren übertrieben lange Anwendung andererseits aus toxikologischen Gründen bedenklich ist. Von Albert Kligman et al. wurde eine sogenannte Triformula entwickelt, die eine Kombination aus 0.1% Tretinoin, 5.0% Hydroquinone, 0.1% Dexamethasone darstellt (A. Kligman, 1975, Arch. Dermatol., 111 :40-48). Allerdings ist auch diese Formulierung wegen möglicher irreversibler Veränderungen im Pigmentierungssystem der Haut sehr umstritten. Auch ist die Verwendung von Quecksilberverbindungen gebräuchlich, was ebenfalls toxikologisch höchst bedenklich ist. Ferner finden hautschälende Methoden (chemische und mechanische „Peelings") Anwendung, die jedoch häufig entzündliche Reaktionen nach sich ziehen und aufgrund danach eintretender postinflammatorischer Hyperpigmentierungen sogar zu stärkerer statt verminderter Pigmentierung führen können. In der Kosmetik ist neben der Hautgesundheit und der Hautpflege auch die Haarpflege ein äußerst intensiv erforschter Bereich.
Haar ist das aus Hörn bestehende, fadenförmige, fast universelle (an Handflächen, Fußsohlen, Streckseiten der Zehen-, Fingerendglieder fehlende) Hautanhangsgebilde; unterschieden als Langhaar (die Kopf-, Bart-, Achsel-, Schamhaare = Capilli, Barba, Hirci bzw. Pubes; beim Mann auch Brusthaar), Kurz-, Borstenhaar (Supercilia, Cilia, Vibrissae, Tragi) und Wollhaar (Lanugo, Velushaar). Der Aufbau all dieser Haare ist im groben und ganzen ähnlich: zentral das Haarmark (aus Epithelzellen mit eosinophilen Homsubstanzkörnchen = Trichohyalin-Granula), umgeben von der Haarrinde (aus verhornten Zellen; enthält Pigmente) und dem Haaroberhäutchen (Cuticula pili; kernlose Epidermisschicht) sowie von Schichten der epithelialen und bindegewebigen Haarscheide.
Das Haar gliedert sich in den aus der Haut ragenden Haarschaft und die in die Unterhaut reichende, schräge Haarwurzel, deren Schichten etwa denen der Oberhaut entsprechen. Das verdickte untere Wurzelende, die Haarzwiebel, sitzt einem in sie hineinragenden, gefäßhaltigen Bindegewebszapfen, der Haarpapille, auf (beide als Haarboden). Die Zwiebel ist in der Anfangs- ( = Anagen-) phase, der sich zyklisch wiederholenden Haarbildung zwiebelartig geschichtet infolge ständiger Neubildung von Zellen durch ihre papillennahe Schicht (Matrix), später dann geschlossen, kolbig, ganz verhornt (Kolbenhaar) und wird schließlich, in der End- ( = Telogen-) phase, durch ein neues Haar - ausgehend von einer sich neu bildenden Haarpapille - in Richtung Follikelöffnung verdrängt.
Verantwortlich für die persönliche Haarfarbe ist das Melanin. Gebildet wird das Melanin in den Melanozyten, Zellen, die in der Haarzwiebel assoziiert mit den Keratinozyten des Haarmarks vorkommen. Melanozyten enthalten als charakteristische Zellorganellen Melanosomen, in denen das Melanin gebildet wird. Dieses wird über die langen Dendriten der Melanozyten in die Keratinozyten der präkortikalen Matrix transferiert und ruft die mehr oder weniger ausgeprägte blonde bis braun-schwarze Haarfarbe hervor. Die Prozesse der Melanin-Synthese und der Verteilung der Melanins in die Haare erfolgen analog zu den zuvor beschriebenen Prozessen.
Das Eumelanin ist das Schwarz-Braun-Pigment. Es entscheidend hauptsächlich über die Farbtiefe des Haares. In braunem und schwarzem Haar kommt es in deutlich erkennbaren Körnchen vor.
Das Phaeomelanin ist das Rot-Pigment. Es ist verantwortlich für hellblonde, blonde und rote Haare. Dieses Melanin ist von seiner Struktur her sehr viel feiner und kleiner. Aus den verschiedenen Anteilen der Melanintypen entstehen die verschiedenen Haarfarben: • Blondes Haar enthält wenig Eumelanin und viel Phaeomelanin. • Dunkles Haar enthält viel Eumelanin und wenig Phaeomelanin. • Rotes Haar hat ebenfalls wenig Eumelanin und sehr viel Phaeomelanin. • Alle dazwischenliegenden Haarschattierungen entstehen aus unterschiedlichen Mischungsverhältnissen der beiden Melanintypen. Ablaufen kann der Pigmentbildungsprozeß nur, wenn genügend Tyrosinase zur Verfügung steht. Dieses Enzym wird mit zunehmendem Alter seltener gebildet. Das führt dann nach und nach zu grauen Haaren. Der Grund: mit wenig Tyrosinase wird auch
immer weniger Tyrosin gebildet. So nimmt auch die Produktion von Melanin ab. Das fehlende Melanin wird durch die Einlagerung von Luftbläschen ersetzt. Die Haare erscheinen grau.
Dieser Prozess ist in der Regel schleichend. Er beginnt an den Schläfen und weitet sich dann auf die gesamte Kopfbehaarung aus. Danach erwischt es den Bart und die Augenbrauen. Zuletzt sind schließlich alle Haare des Körpers grau.
Medizinisch werden graue Haare als Canities bezeichnet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten des Ergrauens. Vorzeitiges Ergrauen, ab dem 20 Lebensjahr, nennt sich auch Canities praecox. Die Canities symptomatica, oder symptomatisches Ergrauen der Haare, kann verschiedene Ursachen haben. Dazu gehören: • Perniziöse Anämie (Vitamin-B-Mangelanämie), • schwere endokrinologische Störungen, z. B. bei Schilddrüsenerkrankungen. • akute, fieberhafte Erkrankungen, • Arzneimittelnebenwirkungen, • Kosmetika, • Metalle.
Die Färbung von Haaren, insbesondere von lebenden menschlichen Haaren, mit Hilfe natürlicher Farbstoffe, wie dies seit dem Altertum insbesondere für den Farbstoff Henna bekannt ist, und die seit Jahren zugunsten synthetischer Farbstoffe in den Hintergrund gedrängt wurden, bildet seit einigen Jahren den Gegenstand eines neuen Interesses. Nachteilig ist der durch Henna entstehende rote Farbton.
Mit zunehmendem Lebensalter nimmt die Melaninproduktion ab, die die Haarfarbe bewirkt: die Haare werden grau bzw. weiß. Es ist ein kosmetischer Wunsch bei einigen Verbrauchern, diesen Prozess umzukehren bzw. langsamer ablaufen zu lassen. Hierzu verwendet die kosmetische Industrie in einigen Ländern Bleiacetat, das giftig ist und daher in der europäischen Kosmetikverordnung verboten ist. Dieses Bleiacetat wird vorzugsweise als Lösung auf die Haare aufgebracht und verbleibt dort längere Zeit, ohne abgewaschen zu werden. Für das Färben von keratinhaltigen Fasern, z. B. Haaren, Wolle oder Pelzen, kommen im allgemeinen entweder direktziehende Farbstoffe oder Oxidationsfarbstoffe, die durch oxidative Kupplung einer oder mehrerer Entwicklerkomponenten untereinander oder mit
einer oder mehreren Kupplerkomponenten entstehen, zur Anwendung. Kuppler- und Entwicklerkomponenten werden auch als Oxidationsfarbstoffvorprodukte bezeichnet.
Als Entwicklerkomponenten werden üblicherweise primäre aromatische Amine mit einer weiteren, in para- oder ortho-Position befindlichen freien oder substituierten Hydroxy- oder Aminogruppe, Diaminopyridinderivate, heterocyclische Hydrazone, 4-Aminopyrazolon- derivate sowie 2,4,5,6-Tetraaminopyrimidin und dessen Derivate eingesetzt.
Spezielle Vertreter sind beispielsweise p-Phenylendiamin, p-Toluylendiamin, 2,4,5,6- Tetraaminopyrimidin, p-Aminophenol, N,N-Bis-(2-hydroxyethyl)-p-phenylendiamin, 2-(2,5- Diaminophenyl)-ethanol, 2-(2,5-Diaminophenoxy)-ethanol, 1- PhenyI-3-carboxyamido-4- amino-pyrazolon-5, 4-Amino-3-methylphenol, 2-Aminomethyl-4-aminophenol, 2-Hydroxy- methyl-4-aminophenol, 2-Hydroxy-4,5,6-triaminopyrimidin, 2,4-Dihydroxy-5,6-diaminopyri- midin und 2,5,6-Triamino-4-hydroxypyrimidin.
Als Kupplerkomponenten werden in der Regel m-Phenylendiaminderivate, Naphthole, Resorcin und Resorcinderivate, Pyrazolone und m-Aminophenole verwendet. Als Kuppler- Substanzen eignen sich insbesondere α-Naphthol, 1,5-, 2,7- und 1,7-Dihydroxynaphthalin, 5-Amino-2-methylphenol, m-Aminophenol, Resorcin, Resorcin-monomethylether, m- Phenylendiamin, 2,4-diaminophenoxyethanol, 1- Phenyl-3-methyl-pyrazolon-5, 2,4-Di- chlor-3-aminophenol, 1 ,3-Bis-(2,4-diaminophenoxy)-propan, 2-Chlorresorcin, 4-Chlorre- sorcin, 2-Chlor-6-methyl-3-aminophenol, 2-Methylresorcin und 5-Methylresorcin. Bezüglich weiterer üblicher Farbstoffkomponenten wird ausdrücklich auf die Reihe "Dermatology", herausgeben von Ch. Culnan, H. Maibach, Verlag Marcel Dekker Inc., New York, Basel, 1986, Bd. 7, Ch. Zviak, The Science of Hair Care, Kap. 7, Seiten 248- 250 (Direktziehende Farbstoffe), und Kap. 8, Seiten 264-267 (Oxidationsfarbstoffe), sowie das "Europäische Inventar der Kosmetikrohstoffe", 1996, herausgegeben von der Europäischen Kommission, erhältlich in Diskettenform vom Bundesverband der deutschen Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren und Körperpflegemittel e.V., Mannheim, Bezug genommen.
Mit Oxidationsfarbstoffen lassen sich zwar intensive Färbungen mit guten Echtheitseigenschaften erzielen, die Entwicklung der Farbe geschieht jedoch im allgemeinen unter dem Einfluss von Oxidationsmitteln wie z. B. H2O2, was in einigen Fällen Schädigungen der Faser zur Folge haben kann. Des weiteren können einige Oxidationsfarbstoffvorprodukte bzw. bestimmte Mischungen von
Oxidationsfarbstoffvorprodukten bisweilen bei Personen mit empfindlicher Haut sensibilisierend wirken. Direktziehende Farbstoffe werden unter schonenderen Bedingungen appliziert, ihr Nachteil liegt jedoch darin, dass die Färbungen häufig nur über unzureichende Echtheitseigenschaften verfügen. Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es die selbständige Melaninproduktion der Haare zu vermindern, ohne jedoch auf Färbungsmitteln und insbesondere Oxidationsmittel wie z. B. H2O2 angewiesen zu sein. Darüber hinaus dürfen die Mittel kein oder lediglich ein sehr geringes Sensibilisierungspotential aufweisen.
Fire et al., Trends Genet. 15 (1999) 358-363 haben gezeigt, daß sich die Genexpression posttranskriptional durch die Anwesenheit doppelsträngiger RNA-Fragmente (dsRNA), die homolog zur Sequenz der mRNA des untersuchten Gens ist, inhibieren läßt, und diesen Vorgang als RNA-Interferenz (RNAi) bezeichnet. Die dsRNA bewirkt auf noch ungeklärte Weise den spezifischen Abbau der homologen mRNA in der Zelle und verhindert so die Proteinproduktion. Die WO01/29058 offenbart die Identifikation von Genen, die an der RNAi beteiligt sind, sowie deren Verwendung zur Modulation des RNAi-Aktivität.
Elbashir et al., Nature 411 (2001) 494-498, beschreiben die spezifische Inhibierung der Expression von endogenen und heterologen Genen in verschiedenen Säugerzellen durch kurze, interferierende RNAs (short interfering RNAs, siRNAs). Es wurden doppelsträngige RNA-Fragmente mit einer Länge von 21 Nukleotiden eingesetzt.
Aus der WO01/68836 ist die Verminderung der Genexpression in Zellen durch dsRNA bekannt. Die dsRNA enthält eine Nukleotidsequenz, die unter den physiologischen Bedingungen der Zelle mit der Nukleotidsequenz zumindest eines Teils des zu inhibierenden Gens hybridisiert. Die dsRNA weist vorzugsweise eine Länge von 400 bis 800 Nukleotiden auf.
Die WO01/75164 offenbart die Verwendung von dsRNA mit einer Länge von 21 bis 23 Nukleotiden zur spezifischen Inaktivierung von Genfunktionen in Säugerzellen durch RNAi.
Brummelkamp et al., Science 296 (2002) 550-553, beschreiben ein Vektorsystem, das die Synthese von siRNAs in Säugerzellen auslösen und so die Genexpression eines Zielgens inhibieren soll.
Die EP 1 214 945 A2 offenbart die Verwendung von dsRNA mit einer Länge von 15 bis 49 Basenpaaren zur Hemmung der Expression eines vorgegebenen Zielgens in Säugerzellen. Die dsRNA kann zur Erhöhung ihrer Stabilität modifiziert sein und soll die Behandlung von Krebs, viralen Erkrankungen und Morbus Alzheimer erlauben. Die WO02/053773 betrifft ein in vitro Verfahren zur Bestimmung des Hautstreß und der Hautalterung bei Menschen und Tieren, zur Durchführung des Verfahrens geeignete Test-Kits und Biochips sowie ein Testverfahren zum Nachweis der Wirksamkeit von kosmetischen oder pharmazeutischen Wirkstoffen gegen Hautstreß und Hautalterung.
Die WO 01/58918 A2 beschreibt die Verwendung von Oligonukleotiden gegen Tyrosinase und TRP-1 zur Aufhellung der Haut.
Oligoribonukleotide, die sich zur Prophylaxe und Behandlung von unerwünschter Pigmentierung von Haut und Haaren eignen, wurde bisher nicht beschrieben.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung von Zusammensetzungen, die eine wirksame Behandlung von und Prophylaxe vor unerwünschter Pigmentierung von Haut und Haaren, insbesondere gegen unregelmäßier Pigmentierung der Haut („uneven skin tone, Alterflecken, Melasma etc.) ermöglichen, ohne die Nachteile des Standes der Technik zu zeigen.
Nachfolgend werden die an der Pigmentierung von Haut und Haaren beteiligten Enzyme und Proteine auch zusammenfassend „an der Pigmentierung (von Haut und Harren) beteiligten Strukturen" genannt.
Es hat sich für den Fachmann nicht vorhersehbar herausgestellt, dass ein doppelsträngiges Oligoribonukleotid oder ein physiologisch verträgliches Salz davon, das in der Lage ist, den Abbau von mRNA von einem oder mehreren an der Pigmentierung der Haut und/oder der Haare beteiligten Strukturen zu induzieren, den Mängeln des Standes der Technik abhilft.
Bei den erfindungsgemäßen Oligoribonukleotiden handelt es sich um RNA-Moleküle (RNAs), die die Expression dieser Enzyme ganz oder teilweise unterdrücken (Genabschaltung, Genesilencing), was vermutlich auf den Abbau der mRNA von einem der oben genannten Enzyme zurückzuführen ist. Dieser Vorgang wird als RNA- Interferenz (RNAi) bezeichnet. Die Erfindung betrifft somit Oligoribonukleotide, die den Abbau der mRNA von an der Pigmentierung von Haut bzw. Haaren beteiligten Strukturen induzieren können. Die mRNA, deren Abbau bewirkt werden soll, wird im Folgenden
auch Ziel-mRNA genannt. Entsprechend wir unter Zielgen das Gen und insbesondere der codierende Bereich des Gens verstanden, dessen Expression ganz oder teilweise unterdrückt wird. Wenn nicht anders angegeben bezieht sich der Begriff Zielsequenz sowohl auf das Zielgen als auch auf die Ziel-mRNA. Der Abbau der mRNA von an der Pigmentierung der Haut und der Haare beteiligten Strukturen durch RNAi verläuft sequenzspezifisch, d.h. ein Oligoribonukleotid inhibiert in der Regel nur die Expression des korrespondierenden Zielgens.
Als Zielsequenz für die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide sind die codierenden Bereiche (cDNA) der jeweiligen Gene bevorzugt, einschließlich der 5'- und 3'-UTR- Bereiche. Besonders bevozugt sind die Regionen der codierenden Bereiche, die 50 bis 100 Nukleotide stromabwärts des Startcodons liegen.
Die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide stellen vorzugsweise doppelsträngige RNA- Moleküle (dsRNAs) dar, die zur Sequenz des Zielgens, bzw. einem Abschnitt davon, homolog sind, d.h. hinsichtlich Sense- und Antisense-Strang mit dem Zielgen übereinstimmen.
Homologie ist erfindungsgemäß auch dann gegeben, wenn die dsRNA nicht vollständig mit der Zielsequenz identisch ist. Gegenstand der Erfindung sind jedoch auch längere Nukleotidfragmente, wie z.B. dsRNAs, die in Ihrer Länge den jeweiligen Ziel-mRNAs bzw. cDNAs entsprechen. Diese können z.B. durch löslichen Drosophila Embryo Extrakt in Fragmente einer Länge von 21 bis 23 Nukleotiden überführt werden (vgl. WO01/75164). Langkettige dsRNA wird zudem intrazellulär zu kurzen Stücken abgebaut. Allerdings ist die direkte Verwendung langkettiger dsRNA im allgemeinen nicht bevorzugt, da diese in Säugerzellen eine unspezifische Inhibition der Translation bewirken kann.
Durch dieses sehr selektiven Vorgehen kommt es zu keiner Überlagerung mit anderen physiologischen Prozessen in der Haut. Es gibt ganz klare Zielproteine, deren Bildung hochselektiv verhindert wird. Einzige Aufgabe dieser Proteine ist die Pigmentierung (Melanin-Synthese) und somit die Färbung in Haut und Haaren. Andere physioligische Funktionen sind nicht bekannt. Es handelt sich somit um a) ein biologisches Ziel, dass keine Überlappung mit anderen biologischen Prozessen in der Haut hat, b) um eine Technik, die hochselektiv nur Pigmentierungsprozesse ausschaltet. Dies bedingt vor allem eine extrem niedrige Nebenwirkungsrate - diese ist theoretisch gleich Null - eine ungewöhnlich hohe Effizienz und eine ausgezeichnete Wirksamkeit. Die unerwünschten
Nebenwirkungen von klassischen Hautaufhellern (Hydrochinon, Quecksilbersalze etc.) treten nicht auf.
Es wurde weiter gefunden, daß es bevorzugt ist, wenn die an der Pigmentierung der Haut und/oder der Haare beteiligten Strukturen an (I) der eigentlichen Melanin-Synthese (Melanosomenstrukturen) und/oder an der (II) Expression dieser Melanosomen- Strukturen und/oder am (III) Transfer der Melanosomen (in die Keratinozyten) beteiligt sind. Dies hat den Vorteil einer besonders effektiven Wirkung. Die Pigmentierung von Haut und Haaren kann grob in die drei Prozesse l-lll unterteilt werden. Je mehr man einzelne Schritte inhibiert umso besser ist das Gesamtergebnis, da sich die Einzeleffekte multiplizieren.
Demnach ist es bevorzugt, wenn die an der eigentlichen Melanin-Synthese beteiligten Struktur das Enzym Tyrosinase, TRP1 , TRP2 oder das p-Protein ist. Dadurch wird die Melanin-Bildung sozusagen „im Keim erstickt", da die Tyrosinase das Schrittmacherenzym der Melanin-Bildung ist. TRP1 , TRP2 sowie insbesondere p-Protein haben in diesem Kontext eher unterstützende Funktion bei der Melanin-Bildung. Stand der Technik ist dagegen nur die Inhibition des bereits vorhandenen Schrittmacherenzyms Tyrosinase durch mehr oder weniger spezifische Inhibitoren (Kojisäure etc. ). Im Gegensatz hierzu ist der siRNA-Angang hochselektiv.
Die an der Melaninsynthese beteiligten Enzyme sind folgende Oxidasen / Tautomerasen Tyrosinase p14679 (EC 1.14.18.1 )
TRP-1 p17643 (EC 1.14.18.-)
TRP-2 P40126 (EC 5.3.3.12)
Bei der Tyrosinase (Tyr, Tyro) handelt es sich um das Schrittmacherenzym der Melanin- Synthese. Die Enzyme TRP-1 (tyrosinase related peptide 1 , Tyrpl , Tyr1) und TRP-2 (tyrosinase related peptide 2, Dct, Tyr2) steuern, inwieweit vermehrt das braune DHICA oder, ausschließlich unter Einfluss von Tyrosinase, das schwarze DHI-Melanin gebildet wird. Bei den angegebenen Zahlen handelt es sich um die Zugangsnummern (Accession Numbers) der Swiss-PROT Datenbank des EMBL-EBI (European Bioinformatics Institute Heidelberg). Ebenfalls bevorzugt ist es, wenn die an der Expression der an der Melaninsynthese beteiligten Struktur der Transkriptinsfaktor MITF ist. Dies bewirkt eine Inhibierung der
Expression des Schrittmacher-Enzyms Tyrosinase, die ohne den Transkriptionsfaktor MITF nicht abläuft, da er u.a. die Expression der Tyrosinase steuert. Zudem handelt es sich bei MITF -genaugenommen MITF-M- um einen sehr exklusiven Transkriptionsfaktor, der nur pigmentierungsrelevante Gene in der Haut steuert. Dies hat wiederum die Vorteile, dass a) die Melaninbildung ganz früh im Keim erstickt wird, b) keine Nebenwirkungen auftreten, da es zu keiner Interferenz mit anderen Stoffwechselwegen kommt, wie sie bei der Inhibierung „allgemeiner Transkriptionsfaktoren" wie z.B. p53, NFkB oder AP1 aufträte, die teilweise auch an der Regulation der Pigmentierung beteiligt sind. Zu den weiterhin sehr bevorzugten Strukturen, die die Melanogenese beeinflussen, gehören demnach der Transkriptionsfaktor MITF sowie insbesondere die melanozytenspezifischen M-Isoformen (MITF-M) und ganz besonders das p-Protein (OCA2):
MITF (ID O75030) MITF-M1 (ID O75030-9)
MITF-M2 (ID O75030-10) und insbesondere
P-Protein (ID Q04671 ).
Angegeben sind hier die Zugangsnummern (Accession Numbers) der Swiss-PROT Datenbank des EMBL-EBI (European Bioinformatics Institute Heidelberg).
Ferner gehören zu den weiterhin bevorzugten Strukturen, die die Pigmentierungsvorgänge in der Haut beieinflussen, diejenigen Strukturen, die am Transport der Melanosomen in die Epidermis beteilgt sind. Hierzu gehören auch die Peptidasen Trypsin und trypsinähnliche Enzyme und verschiedene Serin-Proteasen (u.a. Mast cell tryptase beta III (ID Q96RZ7; MMCP-7-like tryptase (ID Q996RZ7)). Als wichtige Struktur ist hierbei insbesondere zu nennen:
PAR-2 human (ID P55085)
Angegeben ist hier die Zugangsnummern (Accession Numbers) der Swiss-PROT Datenbank des EMBL-EBI (European Bioinformatics Institute Heidelberg).
Daher ist es besonders bevorzugt, wenn die am Transfer der Melanosomen beteiligte Struktur der Proteinase Activated Receptor 2 (PAR-2) ist. Beim Stand der Technik, bei dem durch Inhibition von Hautproteasen über klassische Proteaseinhibitoren PAR-2 deaktiviert wird, wird kein Melanin weitertransportiert und in der Folge kommt die Melanin-Synthese zum Erliegen. Gleichzeitig wird durch die Inhibition der Proteasen deren wichtige Funktionen in der Haut unterbunden, wodurch es zu Nebenwirkungen kommt. Dagegen kommt es durch hochselektives Ausschalten von PAR-2, das erst gar nicht gebildet wird, zu keiner Beeinflussung der Proteasen (Desquamation etc.), die ihre physiologischen Funktionen weiter ausüben. Trotzdem ist der Melanintransport unterdrückt, da kein oder weniger PAR-2 vorhanden ist. Dadurch kommt es zu einer Hautaufhellung ohne Nebenwirkung.
Die erfindungsgemäßen pharmazeutischen oder kosmetischen Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise 0,00001 bis 10 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,0003 bis 3 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 0,01 bis 1,0 des oder der erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zusammensetzung. Bei der Verwendung von Oligorbinonukleotiden, die in Vektoren integriert sind, bezieht sich die obige Mengenangabe auf die Masse der in den Vektor integrierten Oligoribonukleotide, die Masse des Vektors selbst wird nicht berücksichtigt.
Erfindungsgemäß sind solche Zusammensetzungen bevorzugt, die ausschließlich solche Oligoribonukleotide enthalten, die die Expression eines oder mehrerer der oben genannten Gene, d.h. der Gene von an der Hautpigmentierung beteiligten Strukturen und ggf. der Proteinase PKR, und insbesondere der genannten bevorzugten Gene inhibieren. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können ein oder vorzugsweise mehrere Oligoribonukleotide enthalten. Hierbei kann es sich um Oligoribonukleotide handeln, die die Expression mehrerer unterschiedlicher an der Hautpigmentierung beteiligten Strukturen inhibieren. Es können aber auch Gemische von Oligoribonukleotiden eingesetzt werden, die verschiedene Sequenzbereiche ein und desselben Gens oder derselben mRNA einer an der Hautpigmentierung beteiligten Struktur zum Ziel haben. Bevorzugt sind Zusammensetzungen, die 1 bis 5 und insbesondere 1 bis 3 verschiedene Oligoribonukleotide enthalten. Mischungen von Oligoribonukleotiden, die neben den genannten an der Hautpigmentierung beteiligten Strukturen und ggf. der Proteinase PKR unspezifisch die Aktivität einer Vielzahl von anderen Hautproteinen inhibieren oder induzieren sind unerwünscht, da praktisch keine Kontrolle von Nebenwirkungen möglich ist.
Unter Hautproteinen werden solche Proteine verstanden, die in der Haut exprimiert werden. Ganz besonders bevorzugt sind Zusammensetzungen, die ein oder mehrere Oligoribonukleotide enthalten, die die Expression der Tyrosinase bzw. der Transkriptionsfaktors MITF inhibieren. Hierbei sind insbesondere die Splicevarianten MITF-M1 und MITF-M2 zu nennen.
Besonders bevorzugt sind weiterhin Zusammensetzungen, die jeweils mindestens ein Oligoribonukleotid enthalten, das gegen PAR-2 gerichtet ist.
Ferner sind besonders bevorzugt Zusammensetzungen, die jeweils mindestens ein Oligoribonukleotid enthalten, das gegen TRP1 und / oder TRP-2 gerichtet ist. Erfindungsgemäß sind weiterhin solche Zusammensetzungen besonders bevorzugt, die Oligoribonukleotide enthalten, die in der Lage sind, die Expression von Serin- Proteinasen, wie pankreatischer und neutrophiler Elastasen und Makrophagen-Elastase, zu inhibieren, die zur Gruppe der Elastasen zählen.
Diese Serin-Proteinasen sind u.a. beteiligt an phagozytotischen Prozessen, an der Abwehr von Mikroorganismen, der Degradierung von Elastin, Kollagenen, Proteoglykanen, Fibrinogen und Fibrin und am Verdau beschädigter Gewebe, können aber auch zu einer Aktivierung des PAR-2 führen (Bolognesi, M., K. Djinovic-Carugo, et al. (1994). „Molecular bases for human leucocyte elastase inhibition." Monaldi Arch Chest DJs 49(2): 144-9). Erfindungsgemäß sind solche Oligoribonukleotide bevorzugt, die die Expression des jeweiligen Zielgens im Vergleich zu unbehandelten Zellen um mindestens 25 %, vorzugsweise um mindestens 50 %, besonders bevorzugt um mindestens 80 % und ganz besonders bevorzugt um mindestens 85 % inhibieren. Falls erforderlich, wird zur Messung der Inhibierung die Expression des Zielgens in den Zellen zunächst auf geeignete Weise induziert. Zur Bestimmung der Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide werden vorzugsweise tumorale Zellen verwendet. In gleicher Weise können geeignete Primärkulturen verwendet werden. Die Oligoribonukleotide werden in die Zellen eingegracht und anschließend, ggf. nach Induktion der Expression des Zielgens, die Expressionsrate des Zielgen in diesen Zellen gemessen und mit derjenigen verglichen, die in Zellen gefunden wird, die nicht mit dem jeweiligen Oligoribonukleotid transfiziert wurden.
Ebenfalls bevorzugt ist es, wenn das Oligoribonukleotid vor der Zielsequenz bezogen auf eine Länge von 20 Basenpaaren in maximal 0 bis 2 Basenpaaren, besonders bevorzugt 0 bis 1 abweicht und ganz besonders bevorzugt keine Abweichungen von der Zielsequenz aufweist, d.h. es sind maximal 0 bis 2 und insbesondere maximal 0 bis 1 Basenpaare gegen andere Basenpaare ausgetauscht. Dies hat den Vorteil einer besonderen Wirksamkeit, weil diese mit dem Grad der Übereinstimmung mit der Zielsequenz ansteigt.
Ebenfalls bevorzugt ist es, wenn das eine Länge von 15 bis 49 Basenpaaren, vorzugsweise 17 bis 30, besonders bevorzugt eine Länge von 19 bis 25 Basenpaaren, ganz besonders bevorzugt von 19 bis 23 Basenpaaren, ganz außergewöhnlich bevorzugt 19 Basenpaare aufweist.
Ebenfalls bevorzugt ist es, wenn das Oligoribonukleotid homolog zu einem Abschnitt des Gens des an der Pigmentierung von Haut und/oder Haar beteiligten Struktur ist, dessen sense-Strang 5'-seitig durch zwei Adenosinreste und 3'-seitig durch zwei Thymidinreste oder durch einen Thymidin- und einen Cytosinrest flankiert wird. Diese Flankierung führt zu einer besonderen Wirksamkeit, ohne dass dafür eine Erklärung bekannt wäre. Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn das Oligoribonukleotid am 3'-Ende zwei Desoxythymidinreste trägt.
Die erfindungsgemäßen RNA-Duplexe können glatte (blunt ends) oder überstehende (sticky ends) Enden aufweisen. Als besonders wirksam haben sich doppelsträngige Oligoribonukleotide erwiesen, die am 3'-Ende von jedem Strang einen Überhang von 1 bis 6, vorzugsweise 1 oder 2 Nukleotiden aufweisen. Bei den überstehenden Nukleotiden handelt es sich vorzugsweise um 2'-Desoxynukleotide, besonders bevorzugt 2'-Desoxy- thymidinreste. Durch die Verwendung der 2'-Desoxynukleotide lassen sich die Kosten der RNA-Synthese reduzieren und die Widerstandsfähigkeit der RNA gegenüber dem Nukleaseabbau erhöhen. Die überstehenden Nukleotide müssen nicht zwangsläufig die zur Zielsequenz homologen Nukleotide sein und bleiben daher bei den oben definierten Abweichungen von der Zielsequenz unberücksichtig. Bevorzugt sind allerdings Oligoribonukleotide mit kurzen Überständen, insbesondere von 2 Nukleotiden, bei denen die überstehenden Nukleotide des antisense-Strangs der dsRNA zur Zielsequenz komplementär sind.
Als besonders wirksam haben sich Oligoribonukleotide erwiesen, die zu einem solchen Abschnitt des Zielgens und insbesondere der entsprechenden doppelsträngigen cDNA homolog sind, dessen sense-Strang 5'-seitig durch zwei Adenosinreste (A) und 3'-seitig durch zwei Thymidinreste (T) oder einen Thymidin- und einen Cytidinrest (C) begrenzt wird. Der durch AA und TT bzw. AA und TC begrenzte Abschnitt weist vorzugsweise eine Länge von 19 bis 21 , insbesondere 19 Nukleotiden auf und hat demnach die allgemeine Form AA(N19_2i)TT oder AA(N19-21)TC, wobei N für ein Nukleotid steht. Weiter bevorzugt sind Oligoribonukleotide, die zu einem Abschnitt des Zielgens bzw. der entsprechenden doppelsträngigen cDNA komplementär sind, der die allgemeine Form AA(N19) bis AA(N21) hat. Hierbei sind Oligoribonukleotide, die zu dem N 9-21-Fragment der genannte Bereiche homolog sind, besonders bevorzugt. Die besonders bevorzugten Oligoribonukleotide weisen somit eine Länge von 19 bis 21 Basenpaaren auf, wobei die diese Oligoribonukleotide bildenden Einzelstränge 3'-seitig vorzugsweise jeweils zwei zusätzliche 2'-Desoxynukleotide, insbesondere zwei 2'-Desoxythymidinreste aufweisen, so daß die dsRNA 19 bis 21 Basenpaare und pro Strang zwei überstehende 2'- Desoxynukleotide umfaßt.
Sollte das Zielgen keinen Bereich der Form AA(N19-21) enhalten, wird nach Bereichen der Form NA(N19_2i) oder einem beliebigen Fragment der Form N19-2ι gesucht. N19. ι- Fragmente, die z.B. von AA und TT begrenzt werden, sind zwar bevorzugt, grundsätzlich sind erfindungsgemäß jedoch alle dsRNA-Fragmente geeignet, die zu der Zielsequenz homolog sind. Die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide könnten vorteilhaft auch in Expressionsvektoren integriert werden, insbesondere solchen, die eine Expression der Oligoribonukleotide in Säugerzellen bewirken. Auf diese Weise läßt sich selbst bei einem intrazellulären Abbau der Oligoribonukleotide eine stabile Inhibierung der Expression des Zielgens erreichen, da durch die vektorgestützte Synthese ständig Oligoribonukleotide nachgeliefert werden. In einen Vektor können eine oder mehrere Kopien einer dsRNA integriert werden, aber auch jeweils eine oder mehrere Kopien von zwei oder mehr unterschiedlichen dsRNAs. Geeignete Vektorsysteme werden z.B. von Brummelkamp et al., a.a.O. beschrieben. Bevorzugt sind Säuger-Expressionsvektoren, insbesondere solche, die einen Polymerase III H1-RNA-Promotor und 5 bis 9 sogenannte Loops, die aus einer erfindungsgernäßen dsRNA und einer gleichlangen Sequenz, die zur der erfind ungsgernäßen dsRNA revers komplementär ist und als Spacer dient, gebildet werden, und ein Terrninationssignal von 5 aufeinanderfolgenden Thymidinresten enthalten. Die
Vektoren enthalten somit 5 bis 9 Kopien des jeweiligen dsRNA-Moleküls. Hierbei kann es sich dsRNAs handeln, die für 1 Zielgen spezifisch sind, oder um dsRNAs, die für mehrere unterschiedliche Zielgene spezifisch sind.
Die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide können in Form der unmodifizierten Oligoribonukleotide vorliegen. Vorzugsweise handelt es sich jedoch um Oligoribonukleotide, die auf der Ebene der Zuckerreste, der Nukleobasen, der Phosphatgruppen und/oder des dazwischen befindlichen Skeletts chemisch modifiziert sein, um beispielsweise die Stabilität der Oligoribonukleotide in kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen und/oder in der Haut zu erhöhen, z.B. gegenüber einem nukleolytischem Abbau, um die Penetration der Oligoribonukleotide in die Haut und die Zelle zu verbessern, um die Wirksamkeit der Oligoribonukleotide günstig zu beeinflussen und/oder die Affinität zu den zu hybridisierenden Sequenzabschnitten zu verbessern.
Bevorzugt sind Oligoribonukleotide, bei denen eine oder mehrere Phosphatgruppen durch Phosphothioat-, Methylphosphonat- und/oder Phosphoramidatgruppen, wie z.B. N3'- P5'- Phosphoramidatgruppen, ausgetauscht sind. Besonders bevorzugt sind Oligoribonukleotide bei denen Phosphatgruppen durch Phosphothioatgruppen ausgetauscht sind. Es können eine oder mehrere der Phosphatgruppen des Oligoribonukleotids modifiziert sein. Bei einer teilweisen Modifikation werden vorzugsweise endständige Gruppen modifiziert, Oligoribonukleotide bei denen alle Phosphatgruppen modifiziert sind, sind jedoch besonders bevorzugt. Dies gilt sinngemäß auch für die im folgenden beschriebenen Modifikationen.
Bevorzugte Zuckermodifikationen umfassen den Austausch einer oder mehrerer Ribosereste des Oligoribonukleotids durch Morpholinringe (Morpholin-Oligoribonukleotide) oder durch Aminosäuren (Peptid-Oligoribonukleotide). Vorzugsweise sind sämtliche Ribosereste des Oligoribonukleotids gegen Aminosäurereste und insbesondere Morpholinreste ausgetauscht.
Besonders bevorzugt sind Morpholin-Oligoribonukleotide bei denen die Morpholinreste über
Sulfonyl- oder vorzugsweise Phosphorylgruppen miteinander verbunden sind, wie in Formel 1 oder 2 zu sehen ist:
B steht für eine modifizierte oder nicht modifizierte Purin- oder Pyrimidinbase, vorzugsweise für Adenin, Cytosin, Guanin, oder Uracil,
X steht für O oder S, vorzugsweise O,
Y steht für O oder NJ-CH3, vorzugsweise O,
Z steht für Alkyl, O-Alkyl, S-Alkyl, NH2, NH(Alkyl), NH(O-Alkyl), N(Alkyl)2, N(Alkyl)(O-Alkyl), vorzugsweise N(Alkyl)2, wobei Alkyl für lineare oder verzweigte Alkylgruppen mit 1 bis 6 vorzugsweise 1 bis 3 und besonders bevorzugt 1 oder 2 Kohlenstoffatomen steht.
Die Formeln 1 und 2 stellen jeweils nur einen Ausschnitt aus einer Oligoribonukleotidkette dar.
Ganz besonders bevorzugt sind Morpholin-Oligoribonukleotide bei denen die Morpholinreste über Phosphorylgruppen miteinander verbunden sind, wie in Formel 2 gezeigt ist, bei denen X für O, Y für O und Z für N(CH3)2 steht.
Weiterhin können die Ribosereste durch Amino-, wie NH2, Fluor, Alkyl oder O-Alkylreste, wie OCH3, modifiziert werden, wobei 2'-modifizierte Oligoribonukleotide besonders bevorzugt sind. Beispielhafte Modifikationen sind 2'-Fluoro-, 2'-Alkyl-, 2'-0-Alkyl-, 2'-O- Methoxyethyl-Modifikationen, 5'-Palmitat-Derivate und 2'-O-Methylribonukleotide. Die Modifizierung der Nukleotide von dsRNA wirkt in der Zelle einer Aktivierung der Proteinkinase PKR entgegen, die von doppelsträngiger RNA abhängig ist. Hierdurch wird eine unspezifische Inhibition der Translation vermieden. Zu diesem Zweck eignet sich insbesondere die Substitution mindestens einer 2'-Hydroxylgruppe der Nukleotide der dsRNA durch eine 2'-Amino- oder eine 2'-Methylgruppe. Weiterhin kann mindestens ein Nukleotid in mindestens einem Strang der dsRNA durch ein sogenanntes "locked nucleotide" ersetzt sein, das einen chemisch modifizierten Zuckerring enthält. Eine bevorzugte Modifikation des Zuckerrings ist eine 2'-O, 4'-C-Methylenbrücke. dsRNA, die mehrere "locked nucleotides" enthält, ist bevorzugt.
Wenn nicht anders angegeben, steht Alkyl hierin vorzugsweise für lineare, verzweigte oder cyclische Alkylgruppen mit 1 bis 30, vorzugsweise 1 bis 20, besonders bevorzugt 1 bis 10 und ganz besonders bevorzugt 1 bis 6 Kohlenstoffatomen. Verzweigte und
cyclische Reste weisen naturgemäß mindestens 3 Kohlenstoffatome auf, wobei cyclische Reste mit mindestens 5 und insbesondere mindestens 6 Kohlenstoffatomen bevorzugt sind.
Ebenfalls bevorzugt ist es, wenn die Oligoribonukleotide ein oder mehrere alpha- Nukleoside enthalten. Dadurch wird die siRNA stabiler und somit wirksamer.
Geeignete Basenmodifikationen werden z.B. in der US 6,187 578 und der WO 99/53101 beschrieben, auf die hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird. Als vorteilhaft hat sich eine Modifikation eines oder mehrerer Pyrimidine in Position 5 mit I, Br, Cl, NH3 und N3 erwiesen. Die Synthese modifizierter und nicht modifizierter Oligoribonukleotide sowie weitere geeignete Modifikationsmöglichkeiten sind in der Literatur beschrieben. Zudem wird die Herstellung modifizierter und nichtmodifizierter Oligoribonukleotide inzwischen auch von zahlreichen Firmen als Dienstleitung angeboten, beispielsweise von den Firmen Dharmacon, 1376 Miners Dhve#101, Lafayette, CO 80026, USA, Xeragon Inc., Genset Oligos und Ambion. Die Herstellung von Oligoribonukleotiden wird darüber hinaus auch in der US 5,986,084 beschrieben.
Die Erfindung umfasst auch eine pharmazeutische oder kosmetische Zusammensetzung enthaltend ein oder mehrere der beschriebenen Oligoribonukleotide oder ein physiologisch verträgliches Salz davon und eine entsprechende Zusammensetzung zur topischen Anwendung.
Bevorzugt ist es, wenn eine solche Zusammensetzung mehrere Oligoribonukleotide enthält, die die Expression mehrerer unterschiedlicher an der Pigmentierung von Haut und/oder Haaren beteiligten Strukturen inhibieren.
Ebenfalls bevorzugt ist es, wenn eine solche Zusammensetzung mehrere Oligoribo- nukleotide enthält, die verschiedene Sequenzbereiche ein und desselben Gens einer an der eigentlichen Melanin-Synthese (Melanosomenstrukturen; Tyrosianse, TRP-1 , TRP-2, p-Protein) und/oder an der Expression dieser Melanosomen-Strukturen (MITF)und/oder am Transfer der Melanosomen (in die Keratinozyten) beteiligten Struktur (PAR-2) zum Ziel haben. Die Oligoribonukleotide und Zusammensetzungen eignen sich zur Behandlung und Prophylaxe unerwünschter Pigmentierung von Haut und Haaren, insbesondere der oben beschriebenen Symptome. Sie eignen sich zur kosmetischen und therapeutischen
Behandlung von unerwünschter Pigmentierung, die durch endogene und exogene Faktoren, insbesondere UV-Strahlung hervorgerufen werden. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können Fehlpigmentierungen vorbeugen und vorhandene (Fehl-) Pigmentierungen dauerhaft und ohne das Risiko von Nebenwirkungen beheben. Zur Bestimmung der Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide kann beispielsweise das in der WO02/053773 beschriebene Verfahren verwendet werden.
Die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide eignen sich besonders zur Vorbeugung und Behandlung von unerwünschter Pigmentierung der Haut, wie sie in Form von chronisch sonnengeschädigter Haut (Altersflecken, „uneven skin tone"), aber auch bei Sommersprossen und Melasma auftritt. In einer ebenso bevorzugten Form eignen sich die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide zur Vorbeugung und Behandlung von sonnenexpositionsbedingter Hautbräunung sowie auch zur Aufhellung der Pigmentierung der Haare. Ebenso eignet sich die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide zur Aufhellung einer an sich dem Hauttyp angemessener Pigmentierung. Auf Grund ihrer prophylaktischen Wirkung eignen sich die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide und Zusammensetzungen auch hervorragend zur Hautpflege.
Solche Zusammensetzungen können bevorzugt in Form einer Lösung, Creme, Salbe, Lotion, Hydrodispersion, Lipodispersion, Emulsion, Pickering-Emulsion, eines Gel, eines festen Stifts oder als Aerosol vorliegen. Erfindungsgemäß sind Zusammensetzungen zur topischen Anwendung bevorzugt. Die Zusammensetzungen können in allen galenische Formen vorliegen, die gewöhnlicherweise für eine topische Applikation eingesetzt werden, z.B. als Lösung, Creme, Salbe, Lotion, Shampoo, das heißt Emulsion vom Typ Wasser-in-ÖI (W/O) oder vom Typ Öl-in-Wasser (O/W), multiple Emulsion, beispielsweise vom Typ Was- ser-in-ÖI-in-Wasser (W/O W), oder Öl-in-Wasser-in-ÖI (O W/O), Hydrodispersion oder Lipodispersion, Pickering-Emulsion, Gel, fester Stift oder Aerosol.
Die kosmetische oder medizinische Behandlung der genannten Indikationen erfolgt in der Regel durch ein- oder mehrmaligen Auftrag der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen auf die Haut, vorzugsweise auf die betroffenen Hautstellen. Der erfindungsgemäßen Zusammensetzungen eignen sich zur kosmetischen und therapeutischen, d.h. insbesondere dermatologischen Anwendung.
Die Erfindung umfasst weiterhin die Verwendung eines Oligoribonukleotids oder eines physiologisch verträglichen Salzes davon oder einer beschriebenen Zubereitung zur Hautpflege oder kosmetischen oder therapeutischen Behandlung von unerwünschter Pigmentierung von Haut bzw. Haaren sowie zur Herstellung einer kosmetischen oder therapeutischen Zusammensetzung zur topischen Applikation und zur Hautpflege oder Behandlung von unerwünschter Pigmentierung der Haut bzw. der Haare sowie zur Behandlung von Veränderungen oder Schäden hinsichtlich der Pigmentierung an Haut bzw. Haaren, die durch UV-Strahlung in der Haut hervorgerufen werden, Trockenheit, Rauhigkeit und Schlaffheit der Haut, Faltenbildung, der verminderten Rückfettung durch Talgdrüsen, und einer vergrößerten Anfälligkeit gegenüber mechanischem Streß (Rissigkeit), zur Behandlung von Photodermatosen, den Symptomen der senilen Xerosis, des Photoagings und einem Abbau des Bindegewebes der Haut, die mit unerwünschter Pigmentierung von Haut bzw Haaren verbunden sind.
Das Weglassen eines einzelnen Bestandteile beeinträchtigt die einzigartigen Eigenschaften der Gesamtzusammensetzung. Daher sind alle angegebenen Bestandteile der erfindungsgemäßen Zubereitungen zwangsläufig erforderlich, um die Erfindung auszuführen.
Zur Erhöhung der Stabilität und/oder der Penetration können die Oligoribonukleotide auch in verkapselter Form verwendet werden, beispielsweise verkapselt in Liposomen. Außerdem können sie durch die Zugabe von Cyclodextrinen stabilisiert werden.
Cyclodextrine werden auch als Cycloamylosen und Cycloglucane bezeichnet. Es handelt sich bei den Cyclodextrinen um zyklische Oligosaccharide bestehend aus α-1 ,4 verknüpften Glucosebausteinen. In der Regel sind sechs bis acht Glucosebausteine ( -, ß-, bzw. γ-Cyclodextrin) miteinander verbunden. Cyclodextrine werden bei Einwirkung von Bacillus macerans auf Stärke erhalten. Sie besitzen einen hydrophoben Innenraum und eine hydrophile Außenseite. Erfindungsgemäß sind sowohl die Cyclodextrine selbst, insbesondere α-Cyclodextrin, ß-Cyclodextrin und γ-Cyclodextrin, als auch Derivate davon geeignet.
Erfindungsgemäß werden das oder die Cyclodextrine in kosmetischen und dermatologischen Zusammensetzungen vorzugsweise in einer Konzentration von 0.0005 bis 20.0 Gew.-%, insbesondere 0,01 bis 10 Gew.- % und besonders bevorzugt in einer Konzentration von 0.1 bis 5.0 Gew.-% eingesetzt.
Es ist erfindungsgemäß vorteilhaft native, polar- und/oder unpolar- substituierte Cyclodextrine einzusetzen. Hierzu gehören vorzugsweise aber nicht ausschließlich Methyl-, insbesondere random-Methyl-ß-Cyclodextrin, Ethyl- sowie Hydroxypropyl-Cyclodextrine, beispielsweise Hydroxypropyl-ß-Cyclodextrin und Hydroxypropyl-ß-Cyclodextrin. Die erfindungsgemäß besonders bevorzugten Cyclodextrinspezies sind γ-Cyclodextrin und Hydroxypropyl-ß-Cylcodextrin. Erfindungsgemäß ebenso besonders bevorzugt sind polare Cyclodextrine.
Liposomen lassen sich auf an sich bekannte Weise unter Verwendung natürlicher Phospholipide, wie z.B. Phosphatidylcholin aus Eiern, Sojabohnen etc., oder synthetischer Phospholipide herstellen (vgl. G. Betageri (Herausgeber), „Liposome Drug Delivery Systems", Lancaster Techonomic Publishing Company 1993; Gregoriadis (Herausgeber), „Liposome Technology", CRC Press). Bevorzugte Verfahren und Materialien zur Herstellung von Liposomen werden in der WO 99/24018 beschrieben.
Doppelsträngige Oligoribonukleotide können zudem modifiziert werden, um einer Dissoziation in die Einzelstränge entgegenzuwirken, beispielsweise durch eine oder mehrere kovalente, koordinative oder ionische Bindungen. Oligoribonukleotide ohne derartige Modifikationen sind jedoch bevorzugt.
Die Nukleotide in den RNA Molekülen können weiterhin auch „non-standard" Nukleotide , wie z.B. nicht natürlich vorkommende Nukleotide oder Desoxyribonukleotide umfassen. Es hat sich überraschenderweise herausgestellt, daß die Oligoribonukleotide nach dem Aufbringen der Zusammensetzungen auf die Haut die Expression der Gene inhibieren, die für die Pigmentierung der Haut verantwortlich sind, und so die Bildung und Verteilung des hauteigenen Pigments Melanin nebenwirkungsfrei verhindern und auf diese Weise eine wirksame Behandlung und Prophylaxe von unerwünschter Pigmentierung der Haut ermöglichen, ohne die Nachteile des Standes der Technik zu zeigen. Es wird angenommen, daß diese Wirkung darauf zurückzuführen ist, daß die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide von den Zellen der Haut aufgenommen werden und intrazellulär den Abbau der mRNAs der genannten Gene durch RNAi induzieren, wobei Einzelheiten des Mechanismus dieser Reaktionskaskade noch nicht bekannt sind. Die Oligoribonukleotide eignen sich daher besonders zur Initiierung des Abbaus von mRNA von an der Pigmentierung der Haut beteiligten Strukturen und zur Inhibierung derartiger Strukturen in der Haut und insbesondere in Hautzellen.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können zusätzlich ein oder mehrere Oligoribonukleotide enthalten, die die Expression der Proteinkinase PKR inhibiert und so einer unspezifischen Inhibition der Translation entgegenwirken.
Weiter eignen sich die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen zur Behandlung der durch UV-Strahlen, z.B. den ultravioletten Teil der Sonnenstrahlung, hervorgerufenen Hautschäden. UVB-Strahlen (290 bis 320 nm) verursachen beispielsweise Erytheme, Sonnenbrand oder sogar mehr oder weniger starke Verbrennungen. UVA-Strahlen (320 nm bis 400 nm) können Irritationen bei lichtempfindlicher Haut hervorrufen und führen zu einer Schädigung der elastischen und kollagenen Fasern des Bindegewebes, was die Haut vorzeitig altern läßt. Zudem sind sie Ursache zahlreicher phototoxischer und photoallergischer Reaktionen. Die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide eignen sich auch zur Behandlung von z.B. durch UV-Strahlen hervorgerufenen Strukturschäden und Funktionsstörungen in der Epidermis und Dermis der Haut, wie beispielsweise von sichtbaren Gefäßerweiterungen, wie Teleangiektasien und Cuperosis, Hautschlaffheit und Ausbildung von Falten, lokalen Hyper-, Hypo- und Fehlpigmentierungen, wie z. B. Altersflecken, und vergrößerter Anfälligkeit gegenüber mechanischem Streß, wie z.B. Rissigkeit der Haut.
Weitere Anwendungsgebiete für die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen sind die Behandlung und Verhinderung der Alters- und/oder UV-induzierten Kollagendegeneration sowie dem Abbau von Elastin und Glykosaminoglykanen; von degenerative Erscheinungen der Haut, wie Elastizitätsverlust sowie Schwund der epidermalen und dermalen Zellschichten, der Bestandteile des Bindegewebes, der Retezapfen und Kapillargefäße) und/oder der Hautanhanggebilde; von umweltbedingten, z.B. durch ultraviolette Strahlung, Rauchen, Smog, reaktive Sauerstoffspezies, freie Radikale und dergleichen verursachte, negativen Veränderungen der Haut und der Hautanhanggebilde; von defizitären, sensitiven oder hypoaktiven Hautzuständen oder defizitären, sensitiven oder hypoaktiven Zustände von Hautanhanggebilden; der Verringerung der Hautdicke; von Hauterschlaffung und/oder Hautermüdung; von Veränderungen des transepidermalen Wasserverlustes und des normalen Feuchtigkeitsgehaltes der Haut; von Veränderung des Energiestoffwechsels der gesunden Haut; von Abweichungen von der normalen Zell-Zell-Kommunikation in der Haut, die sich z.B. durch Faltenbildung äußern kann; von Veränderungen der normalen Fibroblasten- und Keratinozyten proliferation; von Veränderungen der normalen
Fibroblasten- und Keratinozytendifferenzierung; von polymorpher Lichtdermatose, Vitiligo; von Wundheilungsstörungen; von Störungen der normalen Kollagen-, Hyaluronsäure-, Elastin- und Glykosaminoglykan-Homeostase; der gesteigerten Aktivierung proteolytischer Enzyme in der Haut, wie z. B. von Metalloproteinasen. Unter kosmetischer Hautpflege ist in erster Linie zu verstehen, daß die natürliche Funktion der Haut als Barriere gegen Umwelteinflüsse (z. B. Schmutz, Chemikalien, Mikroorganismen) und gegen den Verlust von körpereigenen Stoffen (z. B. Wasser, natürliche Fette, Elektrolyte) gestärkt oder wiederhergestellt wird. Wird diese Funktion gestört, kann es zu verstärkter Resorption toxischer oder allergener Stoffe oder zum Befall von Mikroorganismen und als Folge zu toxischen oder allergischen Hautreaktionen kommen. Ziel der Hautpflege ist es ferner, den durch tägliches Waschen verursachten Fett- und Wasserverlust der Haut auszugleichen. Dies ist gerade dann wichtig, wenn das natürliche Regenerationsvermögen nicht ausreicht. Außerdem sollen Hautpflegeprodukte vor Umwelteinflüssen, insbesondere vor Sonne und Wind, schützen. Zur kosmetischen Anwendung enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen daher vorzugsweise solche Komponenten, die für die genannten Zwecke geeignet sind. Solche Substanzen sind dem Fachmann an sich bekannt. Beispielsweise können ein oder mehrere Antisense Oligoribonukleotide in übliche kosmetische und dermatologische Zubereitungen eingearbeitet werden, welche in verschiedenen Formen vorliegen können. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform liegen die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen zur kosmetischen Anwendung als Emulsion vor, z.B. in Form einer Creme, einer Lotion, einer kosmetischen Milch. Diese enthalten neben den genannten Oligoribonukleotiden weitere Komponenten wie z.B. Fette, Öle, Wachse und/oder andere Fettkörper, sowie Wasser und einen oder mehrere Emulgatoren, wie sie üblicherweise für einen solchen Typ der Formulierung verwendet werden.
Emulsionen enthalten in der Regel eine Lipid- oder Ölphase eine wäßrige Phase und vorzugsweise auch einen oder mehrere Emulgatoren. Besonders bevorzugt sind Zusammensetzungen, die darüber hinaus auch ein oder mehrere Hydrocolloide enthalten. Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen enthalten vorzugsweise 0,001 bis 35 Gew.-%, besonders bevorzugt 2 bis 15 Gew.-% Emulgator, 0,001 bis 45 Gew.-%,
besonders bevorzugt 10 bis 25 Gew.-% Lipid und 10 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt 60 bis 90 Gew.-% Wasser.
Die Lipidphase der erfindungsgemäßen kosmetischen oder dermatologischen Emulsionen kann vorteilhaft gewählt werden aus folgender Substanzgruppe: (1) Mineralöle, Mineralwachse; (2) Öle, wie Triglyceride der Caprin- oder der Caprylsäure, ferner natürliche Öle wie z.B. Rizinusöl; (3) Fette, Wachse und andere natürliche und synthetische Fettkörper, vorzugsweise Ester von Fettsäuren mit Alkoholen niedriger C- Zahl, z.B. mit Isopropanol, Propylenglykol oder Glycerin, oder Ester von Fettalkoholen mit Alkansäuren niedriger C-Zahl oder mit Fettsäuren; (4) Alkylbenzoate; (5) Silikonöle wie Dimethylpolysiloxane, Diethylpolysiloxane, Diphenylpoly-siloxane sowie Mischformen daraus.
Wenn nicht anders angegeben werden hierin unter niedriger C-Zahl vorzugsweise 1 bis 5, besonders bevorzugt 1 bis 3 und ganz besonders bevorzugt 3 Kohlenstoffatome verstanden.
Die Ölphase der Emulsionen der vorliegenden Erfindung wird vorteilhaft gewählt aus der Gruppe der Ester aus gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Ket- tenlänge von 3 bis 30 C-Atomen, aus der Gruppe der Ester aus aromatischen Carbonsäuren und gesättigten und/oder ungesättigten, verzweigten und/oder unverzweigten Alkoholen einer Kettenlänge von 3 bis 30 C-Atomen. Solche Esteröle können dann vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe Isopropylmyristat, Isopropylpalmitat, Isopropylstearat, Isopropyloleat, n-Butylstearat, n-Hexyllaurat, n-Decyloleat, Isooctylstearat, Isononylstearat, Isononylisononanoat, 2-Ethylhexylpalmitat, 2-Ethylhexyl- laurat, 2-Hexyldecylstearat, 2-Octyldodecylpalmitat, Oleyloleat, Oleylerucat, Erucyloleat, Erucylerucat sowie synthetische, halbsynthetische und natürliche Gemische solcher Ester, z.B. Jojobaöl.
Ferner kann die Ölphase vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Kohlenwasserstoffe und -wachse, der Silkonöle, der Dialkylether, der
Gruppe der gesättigten oder ungesättigten, verzweigten oder unverzweigten Alkohole, sowie der Fettsäuretriglyceride, namentlich der Triglycerinester gesättigter und/oder un-
gesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 - 18 C-Atomen. Die Fettsäuretriglyceride können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der synthetischen, halbsynthetischen und natürlichen Öle, z.B. Olivenöl, Sonnenblumenöl, Sojaöl, Erdnußöl, Rapsöl, Mandelöl, Palmöl, Kokosöl, Palmkemöl und dergleichen mehr.
Auch beliebige Abmischungen solcher Öl- und Wachskomponenten sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung einzusetzen. Es kann auch gegebenenfalls vorteilhaft sein, Wachse, beispielsweise Cetylpalmitat, als alleinige Lipidkomponente der Ölphase einzusetzen. Vorteilhaft wird die Ölphase gewählt aus der Gruppe 2-Ethylhexylisostearat, Octyldodecanol, Isotridecylisononanoat, Isoeicosan, 2-Ethylhexylcocoat, C12-15-Alkylben- zoat, Capryl-Caprinsäure-triglycerid, Dicaprylylether.
Besonders vorteilhaft sind Mischungen aus C12-i5-Alkylbenzoat und 2-Ethylhexylisostea- rat, Mischungen aus Cι2-15-Alkylbenzoat und Isotridecylisononanoat sowie Mischungen aus C12- 5-Alkylbenzoat, 2-Ethylhexylisostearat und Isotridecylisononanoat.
Von den Kohlenwasserstoffen sind Paraffinöl, Squalan und Squalen vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden.
Vorteilhaft kann die Ölphase ferner einen Gehalt an cyclischen oder linearen Silikonölen aufweisen oder vollständig aus solchen Ölen bestehen, wobei allerdings bevorzugt wird, außer dem Silikonöl oder den Silikonölen einen zusätzlichen Gehalt an anderen Ölphasenkomponenten zu verwenden. Solche Silicone oder Silikonöle können als Monomere vorliegen, welche in der Regel durch Strukturelemente charakterisiert sind, wie folgt:
Als erfindungsgemäß vorteilhaft einzusetzenden linearen Silicone mit mehreren Siloxyleinheiten werden im allgemeinen durch Strukturelemente charakterisiert wie folgt:
wobei die Siliciumatome mit gleichen oder unterschiedlichen Alkylresten und/oder Arylresten substituiert werden können, welche hier verallgemeinernd durch die Reste R-i - R dargestellt sind (will sagen, daß die Anzahl der unterschiedlichen Reste nicht notwendig auf bis zu 4 beschränkt ist), m kann dabei Werte von 2 - 200.000 annehmen. Aryl steht hierin, wenn nicht anders angegeben, vorzugsweise für Phenyl.
Erfindungsgemäß vorteilhaft einzusetzende cyclische Silicone werden im allgemeinen durch Strukturelemente charakterisiert, wie folgt
wobei die Siliciumatome mit gleichen oder unterschiedlichen Alkylresten und/oder Arylresten substituiert werden können, welche hier verallgemeinernd durch die Reste R - R dargestellt sind (will sagen, daß die Anzahl der unterschiedlichen Reste nicht notwendig auf bis zu 4 beschränkt ist), n kann dabei Werte von 3/2 bis 20 annehmen. Gebrochene Werte für n berücksichtigen, daß ungeradzahlige Anzahlen von Siloxylgruppen im Cyclus vorhanden sein können.
Vorteilhaft wird Cyclomethicon (z.B. Decamethylcyclopentasiloxan) als erfindungsgemäß zu verwendendes Silikonöl eingesetzt. Aber auch andere Silikonöle sind vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung zu verwenden, beispielsweise Undecamethylcyclotrisiloxan, Polydimethylsiloxan, Poly(methylphenylsiloxan), Cetyldimethicon, Behenoxydimethicon.
Vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat, sowie solche aus Cyclomethicon und 2-Ethylhexylisostearat.
Es ist aber auch vorteilhaft, Silikonöle ähnlicher Konstitution wie der vorstehend bezeichneten Verbindungen zu wählen, deren organische Seitenketten derivatisiert, beispielsweise polyethoxyliert und/oder polypropoxyliert sind. Dazu zählen beispielsweise Polysiloxan-polyalkyl-polyether-copolymere wie das Cetyl-Dimethicon-Copolyol, das (Cetyl-Dimethicon-Copolyol (und) Polyglyceryl-4-lsostearat (und) Hexyllaurat).
Besonders vorteilhaft sind ferner Mischungen aus Cyclomethicon und Isotridecylisononanoat, aus Cyclomethicon und 2-EthylhexyIisostearat.
Die wäßrige Phase der erfindungsgemäßen Zubereitungen enthält gegebenenfalls vorteilhaft Alkohole, Diole oder Polyole niedriger C-Zahl, sowie deren Ether, vorzugsweise Ethanol, Isopropanol, Propylenglykol, Glycerin, Ethylenglykol, Ethylenglykolmonoethyl- oder -monobutylether, Propylenglykolmonomethyl, -monoethyl- oder -monobutylether, Diethylenglykolmonomethyl- oder -monoethylether und analoge Produkte, ferner Alkohole niedriger C-Zahl, z.B. Ethanol, Isopropanol, 1 ,2-Propandiol, Glycerin sowie insbesondere ein oder mehrere Verdickungsmittel, welches oder welche vorteilhaft gewählt werden kön- nen aus der Gruppe Siliciumdioxid, Aluminiumsilikate.
Erfindungsgemäße als Emulsionen vorliegenden Zubereitungen enthalten vorzugsweise einen oder mehrere Emulgatoren. Diese Emulgatoren können vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der nichtionischen, anionischen, kationischen oder amphoteren Emulgatoren.
Unter den nichtionischen Emulgatoren befinden sich (1 ) Partialfettsäureester und Fettsäureester mehrwertiger Alkohole und deren ethoxylierte Derivate (z. B. Glycerylmonostearate, Sorbitanstearate, Glycerylstearylcitrate, Sucrosestearate); (2) ethoxylierte Fettalkohole und Fettsäuren; (3) ethoxilierte Fettamine, Fettsäureamide, Fettsäurealkanolamide; (4) Alkylphenolpolyglycolether (z.B. Triton X).
Unter den anionischen Emulgatoren befinden sich Seifen (z. B. Natriumstearat); Fettalkoholsulfate; Mono-, Di- und Trialkylphosphosäureester und deren Ethoxylate.
Unter den kationischen Emulgatoren befinden sich quaternäre Ammoniumverbindungen mit einem langkettigen aliphatischen Rest z.B. Distearyldimonium Chloride. Unter den amphoteren Emulgatoren befinden sich Alkylamininoalkancarbonsäuren, Betaine, Sulfobetaine, Imidazolinderivate.
Weiterhin gibt es natürlich vorkommende Emulgatoren, zu denen Bienenwachs, Wollwachs, Lecithin und Sterole gehören.
O/W-Emulgatoren können beispielsweise vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der polyethoxylierten bzw. polypropoxylierten bzw. polyethoxylierten und polypropoxylierten Produkte, z.B. der Fettalkoholethoxylate, der ethoxylierten Wollwachsalkohole, der Polyethylenglycolether der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH2-O-)n-R', der Fettsäureethoxylate der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH2-O-)n-H, der veretherten Fettsäureethoxylate der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH2-O)n -R', der veresterten Fettsäureethoxylate der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH2-O-)n-C(O)-R', der Polyethylenglycolglycerinfettsäureester, der ethoxylierten Sorbitanester, der Cholesterinethoxylate, der ethoxylierten Triglyceride, der Alkylethercarbonsäuren der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH2-O-)n-CH2-COOH, der
Polyoxyethylensorbitolfettsäureester, der Alkylethersulfate der allgemeinen Formel R-O-(- CH2-CH2-O-)n-SO3-H, der Fettalkoholpropoxylate der allgemeinen Formel R-O-(-CH2- CH(CH3)-O-)n-H, der Polypropylenglycolether der allgemeinen Formel R-O-(-CH2- CH(CH3)-O-)n-R', der propoxylierten Wollwachsalkohole, der veretherten Fettsäurepropoxylate, R-C00-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-R', der veresterten
Fettsäurepropoxylate der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-C(O)-R', der Fettsäurepropoxylate der allgemeinen Formel R-COO-(-CH2-CH(CH3)-O-)n-H, der Polypropylenglycolglycerinfettsäureester, der propoxylierten Sorbitanester, der Cholesterinpropoxylate, der propoxylierten Triglyceride, der Alkylethercarbonsäuren der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)0-)n-CH2-COOH, der Alkylethersulfate bzw. die diesen Sulfaten zugrundeliegenden Säuren der allgemeinen Formel R-O-(-CH2-CH(CH3)- O-)n-SO3-H, der Fettalkoholethoxylate/propoxylate der allgemeinen Formel R-O-Xn-Ym-H, der Polypropylenglycolether der allgemeinen Formel R-O-Xn-Ym-R', der veretherten Fettsäurepropoxylate der allgemeinen Formel R-COO-Xn-Ym-R', der Fettsäureethoxylate/propoxylate der allgemeinen Formel R-COO-Xn-Ym-H.
Die Variablen n und m stehen in allen Fällen unabhängig voneinander jeweils für eine ganze Zahl von 1 bis 40, vorzugsweise 5 bis 30. Erfindungsgemäß besonders vorteilhaft werden die eingesetzten polyethoxylierten bzw. polypropoxylierten bzw. polyethoxylierten und polypropoxylierten O/W-Emulgatoren gewählt aus der Gruppe der Substanzen mit HLB-Werten von 11 - 18, ganz besonders vorteilhaft mit HLB-Werten von 14,5 - 15,5, sofern die O/W-Emulgatoren gesättigte Reste R
und R' aufweisen. Weisen die O/W-Emulgatoren ungesättigte Reste R und/oder R' auf, oder liegen Isoalkylderivate vor, so kann der bevorzugte HLB-Wert solcher Emulgatoren auch niedriger oder darüber liegen.
Es ist von Vorteil, die Fettalkoholethoxylate aus der Gruppe der ethoxylierten Stearylalkohole, Cetylalkohole, Cetylstearylalkohole (Cetearylalkohole) zu wählen. Insbesondere bevorzugt sind:
Polyethylenglycol(13)stearylether (Steareth-13), Polyethylenglycol(14)stearylether (Stea- reth-14), Polyethylenglycol(15)stearylether (Steareth-15), Polyethylenglycol(16)stea- rylether (Steareth-16), Polyethylenglycol(17)stearylether (Steareth-17), Polyethylenglycol- (18)stearylether (Steareth-18), Polyethylenglycol(19)steaιylether (Steareth-19), Polyethy- lenglycol(20)stearylether (Steareth-20),
Polyethylenglycol(12)isostearylether (lsosteareth-12), Polyethylenglycol(13)isostearyl- ether (lsosteareth-13), Polyethylenglycol(14)isostearylether (lsosteareth-14), Polyethylen- glycol(15)isostearylether (lsosteareth-15), Polyethylenglycol(16)isostearylether (Iso- steareth-16), Polyethylenglycol(17)isostearylether (lsosteareth-17), Polyethylenglycol- (18)isostearylether (lsosteareth-18), Polyethylenglycol(19)isostearylether (lsosteareth-19- ), Polyethylenglycol(20)isostearylether (lsosteareth-20),
Polyethylenglycol(13)cetylether (Ceteth-13), Polyethylenglycol(14)cetylether (Ceteth-14), Polyethylenglycol(15)cetylether (Ceteth-15), Polyethylenglycol(16)cetylether (Ceteth-16), Polyethylenglycol(17)cetylether (Ceteth-17), Polyethylenglycol(18)cetylether (Ceteth-18), Polyethylenglycol(19)cetylether (Ceteth-19), Polyethylenglycol(20)cetylether (Ceteth-20),
Polyethylenglycol(13)isocetylether (lsoceteth-13), Polyethy lenglycol(14)isocetylether (Iso- ceteth-14), PolyethylengIycol(15)isocetylether (lsoceteth-15), Polyethylenglycol(16)- isocetylether (lsoceteth-16), Polyethylenglycol(17)isocetylether (lsoceteth-17), Polyethy- lenglycol(18)isocetylether (lsoceteth-18), Polyethylenglycol(19)isocetylether (Isoceteth- 19), Polyethylenglycol(20)isocetylether (lsoceteth-20),
Polyethylenglycol(12)oleylether (Oleth-12), Polyethylenglycol(13)oleylether (Oleth-13), Polyethylenglycol(14)oleylether (Oleth-14), Polyethylenglycol(15)oleylether (Oleth-15),
Polyethylenglycol(12)laurylether (Laureth-12), Polyethylenglycol(12)isolaurylether (Isolau- reth-12).
Polyethylenglycol(13)cetylstearylether (Ceteareth-13), Polyethylenglycol(14)cetylstearyl- ether (Ceteareth-14), Polyethylenglycol(15)cetylstearylether (Ceteareth-15), Polyethylen- glycol(16)cetylstearylether (Ceteareth-16), Polyethylenglycol(17)cetylstearylether (Ceteareth-17), Polyethylenglycol(18)cetylstearylether (Ceteareth-1 8), Polyethylenglycol- (19)cetylstearylether (Ceteareth-19), Polyethylenglycol(20)cetylstearylether (Ceteareth- 20),
Es ist ferner von Vorteil, die Fettsäureethoxylate aus folgender Gruppe zu wählen:
Polyethylenglycol(20)stearat, Polyethylenglycol(21 )stearat, Polyethylenglycol(22)stearat, Polyethylenglycol(23)stearat, Polyethylenglycol(24)stearat, Polyethylenglycol(25)stearat, Polyethylenglycol(12)isostearat, Polyethylenglycol(13)isostearat, Polyethylenglycol(14)- isostearat, Polyethylenglycol(15)isostearat, Polyethylenglycol(16)isostearat, Polyethylen- glycol(17)isostearat, Polyethylenglycol(18)isostearat, Polyethylenglycol(19)isostearat, Polyethylenglycol(20)isostearat, Polyethylenglycol(21 )isostearat, Polyethylenglycol- (22)isostearat, Polyethylenglycol(23)isostearat, Polyethylenglycol(24)isostearat, Polyethy- lenglycol(25)isostearat,
Polyethylenglycol(12)oleat, Polyethylenglycol(13)oleat, PoIyethylenglycol(14)oleat, Poly- ethylenglycol(15)oleat, PolyethylenglycoI(16)oleat, Polyethylenglycol(17)oleat, Polyethy- lenglycol(18)oleat, Polyethylenglycol(19)oleat, Polyethylenglycol(20)oleat,
Als ethoxylierte Alkylethercarbonsäure bzw. deren Salz kann vorteilhaft das Natriumlau- reth-11 -carboxylat verwendet werden.
Als Alkylethersulfat kann Natrium Laureth 1-4 sulfat vorteilhaft verwendet werden.
Als ethoxyliertes Cholesterinderivat kann vorteilhaft Polyethylenglycol- (30)Cholesterylether verwendet werden. Auch Polyethylenglycol(25)Sojasterol hat sich bewährt.
Als ethoxylierte Triglyceride können vorteilhaft die Polyethylenglycol(60) Evening Primrose Glycerides verwendet werden (Evening Primrose = Nachtkerze)
Weiterhin ist von Vorteil, die Polyethylenglycolglycerinfettsäureester aus der Gruppe Po- lyethylenglycol(20)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(21 )glyceryllaurat, Polyethylenglycol- (22)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(23)glyceryllaurat, Polyethylenglycol(6)glyceryl-
caprat caprinat, Polyethylenglycol(20)glyceryloleat, Polyethylenglycol-
(20)glycerylisostearat, Polyethylenglycol(18)glyceryloleat/cocoat zu wählen.
Es ist ebenfalls günstig, die Sorbitanester aus der Gruppe Polyethylenglycol- (20)sorbitanmonolaurat, Polyethylenglycol(20)sorbitanmonostearat, Polyethylenglycol- (20)sorbitanmonoisostearat, Polyethylenglycol(20)sorbitanmonopalmitat, Polyethylen- glycol(20)sorbitanmonooleat zu wählen.
Als vorteilhafte W/O-Emulgatoren können eingesetzt werden: Fettalkohole mit 8 bis 30 Kohlenstoffatomen, Monoglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesonde- re 12 - 18 C-Atomen, Diglycerinester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 - 18 C-Atomen, Monoglycerinether gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkohole einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 - 18 C-Atomen, Diglycerinether gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkohole einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 - 18 C- Atomen, Propylenglycolester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 - 18 C-Atomen sowie Sorbitanester gesättigter und/oder ungesättigter, verzweigter und/oder unverzweigter Alkancarbonsäuren einer Kettenlänge von 8 bis 24, insbesondere 12 - 18 C-Atomen.
Insbesondere vorteilhafte W/O-Emulgatoren sind Glycerylmonostearat, Glycerylmonoisostearat, Glycerylmonomyristat, Glycerylmonooleat,
Diglycerylmonostearat, Diglycerylmonoisostearat, Propylenglycolmonostearat,
Propylenglycolmonoisostearat, Propylenglycolmonocaprylat, Propylenglycolmonolaurat, Sorbitanmonoisostearat, Sorbitanmonolaurat, Sorbitanmonocaprylat,
Sorbitanmonoisooleat, Saccharosedistearat, Cetylalkohol, Stearylalkohol,
Arachidylalkohol, Behenylalkohol, Isobehenylalkohol, Selachylalkohol, Chimylalkohol, Po- lyethylenglycol(2)stearylether (Steareth-2), Glycerylmonolaurat, Glycerylmonocaprinat, Glycerylmonocaprylat. Erfindungsgemäße als Emulsionen vorliegenden Zubereitungen enthalten darüber hinaus vorzugsweise auch ein oder mehrere Hydrocolloide. Diese Hydrocolloide können
vorteilhaft gewählt werden aus der Gruppe der Gummen, Polysaccharide, Cellulosederivate, Schichtsilikate, Polyacrylate und/oder anderen Polymeren. Erfindungsgemäße als Hydrogele vorliegenden Zubereitungen enthalten ein oder mehrere Hydrocolloide. Diese Hydrocolloide können vorteilhaft aus der vorgenannten Gruppe gewählt werden.
Zu den Gummen zählt man Pflanzen- oder Baumsäfte, die an der Luft erhärten und Harze bilden oder Extrakte aus Wasserpflanzen. Aus dieser Gruppe können vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung gewählt werden beispielsweise Gummi Arabicum, Johannisbrotmehl, Tragacanth, Karaya, Guar Gummi, Pektin, Gellan Gummi, Carrageen, Agar, Algine, Chondrus, Xanthan Gummi.
Weiterhin vorteilhaft ist die Verwendung von derivatisierten Gummen wie z.B. Hydroxypropyl Guar (Jaguar® HP 8).
Unter den Polysacchariden und -derivaten befinden sich z.B. Hyaluronsäure, Chitin und Chitosan, Chondroitinsulfate, Stärke und Stärkederivate. Unter den Cellulosederivaten befinden sich z.B. Methylcellulose, Carboxymethylcellulose, Hydroxyethylcellulose, Hydroxypropylmethylcellulose.
Unter den Schichtsilikaten befinden sich natürlich vorkommende und synthetische Tonerden wie z.B. Montmorillonit, Bentonit, Hektorit, Laponit,
Magnesiumaluminiumsilikate wie Veegum®. Diese können als solche oder in modifizierter Form verwendet werden wie z.B. Stearylalkonium Hektorite.
Weiterhin können vorteilhaft auch Kieselsäuregele verwendet werden.
Unter den Polyacrylaten befinden sich z.B. Carbopol Typen der Firma Goodrich (Carbopol 980, 981, 1382, 5984, 2984, EDT 2001 oder Pemulen TR2).
Unter den Polymeren befinden sich z.B. Polyacrylamide (Seppigel 305), Polyvinylalkohole, PVP, PVP / VA Copolymere, Polyglycole.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden die erfindungsgemäß verwendeten Oligoribonukleotide in wäßrige Systeme bzw. Tensidzubereitungen zur Reinigung der Haut und der Haare eingefügt. Die erfindungsgemäßen kosmetischen Zubereitungen enthalten neben den genannten Komponenten vorzugsweise auch Hilfsstoffe, wie sie üblicherweise in solchen
Zubereitungen verwendet werden, z.B. Konservierungsmittel, Bakterizide, desodorierend wirkende Substanzen, Antitranspirantien, Insektenrepellentien, Vitamine, Mittel zum Verhindern des Schäumens, Farbstoffe, Pigmente mit färbender Wirkung, Verdickungsmittel, weichmachende Substanzen, anfeuchtende und/oder feuchthaltende Substanzen (Moisturizer), oder andere übliche Bestandteile einer kosmetischen Formulierung wie Polyole, Polymere, Schaumstabilisatoren, Elektrolyte, organische Lösungsmittel oder Silikonderivate, Antioxidantien und insbesondere UV-Absorber.
Als Moisturizer werden Stoffe oder Stoffgemische bezeichnet, welche kosmetischen oder dermatologischen Zubereitungen die Eigenschaft verleihen, nach dem Auftragen bzw. Verteilen auf der Hautoberfläche die Feuchtigkeitsabgabe der Hornschicht (auch trans- epidermal water loss (TEWL) genannt) zu reduzieren und/oder die Hydratation der Hornschicht positiv zu beeinflussen. Vorteilhafte Moisturizer im Sinne der vorliegenden Erfindung sind beispielsweise Glycerin, Milchsäure, Pyrrolidoncarbonsäure und Harnstoff. Ferner ist es insbesondere von Vorteil, polymere Moisturizer aus der Gruppe der wasser- löslichen und/oder in Wasser quellbaren und/oder mit Hilfe von Wasser gelierbaren Poly- saccharide zu verwenden. Insbesondere vorteilhaft sind beispielsweise Hyaluronsäure und/oder ein fucosereiches Polysaccharid, welches in den Chemical Abstracts unter der Registraturnummer 178463-23-5 abgelegt und z. B. unter der Bezeichnung Fuco- gelDlOOO von der Gesellschaft SOLABIA S.A. erhältlich ist. Glycerin wird bei der Verwendung als besonders bevorzugter Moisturizer vorzugsweise in einer Menge von 0,05-30 Gew.%, besonders bevorzugt sind 1-10%, eingesetzt.
Die kosmetischen Zusammensetzungen können vorteilhaft auch einen oder mehrere der folgenden natürlichen Wirkstoffe oder ein Derivat davon enthalten: alpha-Liponsäure, Phytoen, D-Biotin, Coenzym Q10, alpha Glucosylrutin, Camitin, Camosin, natürliche und/oder synthetische Isoflavonoide, Kreatin, Hopfen- bzw. Hopfen-Malz-Extrakt, Taurin. So zeigte sich, dass Wirkstoffe zur positiven Beeinflussung der Altershaut, die die Entstehung von Falten oder auch bestehenden Falten vermindern, wie Biochinone und insbesondere Ubichinon Q10, Soja, Creatinin, Creatin, Liponamid, oder die Restrukturierung des Bindegewebes fördern, wie Isoflavon, in den erfindungsgemäßen Formulierungen sehr gut verwendet werden können. Auch zeigte sich, dass sich die Formulierungen in besonderer Weise zur Kombination mit Wirkstoffen zur Unterstützung der Hautfunktionen bei trockener Haut, insbesondere alterstrockener Haut, wie Serinol und Osmolyte, z.B. Taurin, eignen. In ähnlicher Weise erwies sich die Einarbeitung von
Wirkstoffen zur Linderung bzw. positiven Beeinflussung von irritativen Hautzuständen, sei es bei empfindlicher Haut im allgemeinen oder bei durch Noxen gereizter Haut (UV-Licht, Chemikalien), als vorteilhaft. Hier sind Wirkstoffe zu nennen wie Sericoside, verschiedene Extrakte des Süssholzes, Licochalcone, insbesondere das Licochalcone A, Silymarin, Silyphos, Dexpanthenol, Inhibitoren des Prostaglandinstoffwechsels (insbesondere der Cyclooxygenase) und des Leukotrienstoffwechsels (insbesondere der 5-Lipoxygenase, aber auch des 5-Lipoxygenase Inhibitor Proteins, FLAP).Auch erwies sich die Einarbeitung von Modulatoren der Pigmentierung als vorteilhaft. Hier sind Wirkstoffe zu nennen, die die Pigmentierung der Haut vermindern und so zu einer kosmetisch gewünschten Aufhellung der Haut führen und/oder das Auftreten von Altersflecken reduzieren und/oder bestehende Altersflecken aufhellen (Tyrosinsulfat, Dioic acid (8- Hexadecen-1 ,16-dicarbonsäure), Liponsäure und Liponamid, verschiedene Extrakte des Süßholzes, Kojisäure, Hydrochinon, Arbutin, Fruchtsäuren, insbesondere Alpha-Hydroxy- Säuren (AHAs), Bearberry (Uvae ursi), Ursolsäure, Ascorbinsäure, Grüntee-Extrakte). Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen einen oder mehrere UV-Absorber. Bevorzugte UV-Absorber sind solche, die im Bereich der UVB- und/oder UVA-Strahlen absorbieren.
Zum Schutz gegen UVB-Strahlung sind zahlreiche Verbindungen bekannt, bei denen es sich um Derivate des 3-Benzylidencamphers, der 4-Aminobenzoesäure, der Zimtsäure, der Salicylsäure, des Benzophenons sowie auch des 2-Phenylbenzimidazols handelt. Bevorzugt sind Filter mit einem Absorptionsmaximum im Bereich von 308 nm, da hier das Maximum der Erythemwirksamkeit des Sonnenlichtes liegt.
Vorteilhafte UV-A-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind Dibenzoylmethanderivate, insbesondere das 4-(tert.-Butyl)-4'-methoxydibenzoylmethan (CAS-Nr. 70356-09-1), welches von Givaudan unter der Marke Parsol® 1789 und von Merck unter der Handelsbezeichnung Eusolex® 9020 verkauft wird.
Die Zubereitungen gemäß der Erfindung enthalten vorteilhaft Substanzen, die UV- Strahlung im UV-A- und/oder UV-B-Bereich absorbieren, wobei die Gesamtmenge der Filtersubstanzen z. B. 0,1 Gew.-% bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 20 Gew.-%, insbesondere 1 ,0 bis 15,0 Gew.-% beträgt, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen, um kosmetische Zubereitungen zur Verfügung zu stellen, die das Haar bzw. die
Haut vor dem gesamten Bereich der ultravioletten Strahlung schützen. Sie können auch als Sonnenschutzmittel fürs Haar oder die Haut dienen.
Weitere vorteilhafte UV-A-Filtersubstanzen sind die Phenylen-1 ,4-bis-(2-benzimidazyl)- 3,3'-5,5'-tetrasulfonsäure
und ihre Salze, besonders die entsprechenden Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salze, insbesondere das Phenylen-1 ,4-bis-(2-benzimidazyl)-3,3'- 5,5'-tetrasulfonsäure-bis-natriumsalz
mit der INCI-Bezeichnung Bisimidazylate, welches beispielsweise unter der Handelsbezeichnung Neo Heliopan AP bei Haarmann & Reimer erhältlich ist.
Ferner vorteilhaft sind das 1 ,4-di(2-oxo-10-Sulfo-3-bornylidenmethyl)-Benzol und dessen Salze (besonders die entsprechenden 10-Sulfato-verbindungen, insbesondere das entsprechende Natrium-, Kalium- oder Triethanolammonium-Salz), das auch als Benzol-1 ,4- di(2-oxo-3-bomylidenmethyl-10-sulfonsäure) bezeichnet wird und sich durch die folgende Struktur auszeichnet:
Vorteilhafte UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung sind ferner sogenannte Breitbandfilter, d.h. Filtersubstanzen, die sowohl UV-A- als auch UV-B-Strahlung absorbieren.
Vorteilhafte Breitbandfilter oder UV-B-Filtersubstanzen sind beispielsweise Bis- Resorcinyltriazinderivate mit der folgenden Struktur:
wobei R1, R2 und R3 unabhängig voneinander gewählt werden aus der Gruppe der verzweigten und unverzweigten Alkylgruppen mit 1 bis 10 Kohlenstoffatomen bzw. ein einzelnes Wasserstoffatom darstellen. Insbesondere bevorzugt sind das 2,4-Bis-{[4-(2-Ethyl- hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1 ,3,5-triazin (INCI: Aniso Triazin), welches unter der Handelsbezeichnung Tinosorb® S bei der CIBA-Chemikalien GmbH erhältlich ist, und das 4,4',4"-(1 ,3,5-Triazin-2,4,6-triyltriimino)-tris-benzoesäure-tris(2- ethylhexylester), synonym: 2,4,6-Tris-[anilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)]-1 ,3,5-triazin (INCI: Octyl Triazone), welches von der BASF Aktiengesellschaft unter der Warenbe- Zeichnung UVINUL® T 150 vertrieben wird.
Auch andere UV-Filtersubstanzen, welche das Strukturmotiv
aufweisen, sind vorteilhafte UV-Filtersubstanzen im Sinne der vorliegenden Erfindung, beispielsweise die in der Europäischen Offenlegungsschrift EP 570 838 A1 beschriebenen s-Triazinderivate, deren chemische Struktur durch die generische Formel
wiedergegeben wird, wobei
R einen verzweigten oder unverzweigten C C18-Alkylrest, einen C5-C12-Cycloalkyl- rest, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren CrC4- Alkylgruppen, darstellt, X ein Sauerstoffatom oder eine NH-Gruppe darstellt,
Ri einen verzweigten oder unverzweigten Cι-C
18-Alkylrest, einen C
5-C
12-Cycloalkyl- rest, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren C C
4- Alkylgruppen, oder ein Wasserstoffatom, ein Alkalimetallatom, eine Ammoniumgruppe oder eine Gruppe der Formel
bedeutet, in welcher
A einen verzweigten oder unverzweigten C C18-Alkylrest, einen C5-Cι2-Cyclo- alkyl- oder Arylrest darstellt, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren C-|-C4- Alkylgruppen,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe darstellt, n eine Zahl von 1 bis 10 darstellt, einen verzweigten oder unverzweigten C-ι-Cι8-Alkylrest, einen C5-C12-Cycloalkyl- rest, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren C C4- Alkylgruppen, darstellt, wenn X die NH-Gruppe darstellt, und einen verzweigten oder unverzweigten C C18-Alkylrest, einen C5-C12-Cycloalkyl- rest, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren C-ι-C4- Alkylgruppen, oder ein Wasserstoffatom, ein Alkalimetallatom, eine Ammoniumgruppe oder eine Gruppe der Formel
A einen verzweigten oder unverzweigten CrC18-Alkylrest, einen C5-Cι2-Cyclo- alkyl- oder Arylrest darstellt, gegebenenfalls substituiert mit einer oder mehreren C C4- Alkylgruppen,
R3 ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe darstellt, n eine Zahl von 1 bis 10 darstellt, wenn X ein Sauerstoffatom darstellt.
Eine besonders vorteilhafte UV-Filtersubstanz im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ferner ein unsymmetrisch substituiertes s-Triazin, dessen chemische Struktur durch die Formel
wiedergegeben wird, welches im Folgenden auch als Dioctylbutylamidotnazon (INCI: Dioctylbutamidotriazone) bezeichnet wird und unter der Handelsbezeichnung UVASORB HEB bei Sigma 3V erhältlich ist.
Auch in der Europäischen Offenlegungsschrift EP 775 698 werden vorteilhaft einzusetzende Bis-Resorcinyltriazinderivate beschrieben, deren chemische Struktur durch die generische Formel
wiedergegeben wird, wobei R1 , R2 und A-i verschiedenste organische Reste repräsentieren.
Vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung sind ferner das 2,4-Bis-{[4-(3-sulfonato)- 2-hydroxy-propyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)-1 ,3,5-triazin Natriumsalz, das 2,4-Bis-{[4-(3-(2-Propyloxy)-2-hydroxy-propyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxy- phenyl)-1 ,3,5-triazin, das 2,4-Bis-{[4-(2-ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-[4-(2-meth- oxyethyl-carboxyl)-phenylamino]-1 ,3,5-triazin, das 2,4-Bis-{[4-(3-(2-propyloxy)-2-hydroxy- propyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-[4-(2-ethyl-carboxyl)-phenylamino]-1 ,3,5-triazin, das 2,4- Bis-{[4-(2-ethyl-hexyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(1 -methyl-pyrrol-2-yl)-1 ,3,5-triazin, das 2,4-Bis-{[4-tris(trimethylsiloxy-silylpropyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphenyl)- 1 ,3,5-triazin, das 2,4-Bis-{[4-(2"-methylpropenyloxy)-2-hydroxy]-phenyl}-6-(4-methoxyphe- nyl)-1 ,3,5-triazin und das 2,4-Bis-{[4-(1',1 ',1',3,,5,,5',5'-Heptamethylsiloxy-2"-methyI-pro- py!oxy)-2-hydroxy]-phenyl-6-(4-methoxyphenyl)-1 ,3,5-triazin.
Ein vorteilhafter Breitbandfilter im Sinne der vorliegenden Erfindung ist das 2,2'-Methylen- bis-(6-(2H-benzotriazol-2-yl)-4-(1 ,1 ,3,3-tetramethylbutyl)-phenol) [INCI: Bisoctyltriazoi], welches durch die chemische Strukturformel
gekennzeichnet ist und unter der Handelsbezeichnung Tinosorb® M bei der CIBA- Chemikalien GmbH erhältlich ist.
Vorteilhafter Breitbandfilter im Sinne der vorliegenden Erfindung ist ferner das 2-(2H- benzotriazol-2-yl)-4-methyl-6-[2-methyl-3-[1,3,3,3-tetramethyl-1-[(trimethylsilyl)oxy]di- siloxanyl]propyl]-phenol (CAS-Nr.: 155633-54-8) mit der INCI-Bezeichnung Drometrizole Trisiloxane, welches durch die chemische Strukturformel
gekennzeichnet ist.
Die UV-B-Filter können öllöslich oder wasserlöslich sein. Vorteilhafte öllösliche UV-B- Filtersubstanzen sind z. B.: 3-Benzylidencampher-Derivate, vorzugsweise 3-(4-Methyl- benzyliden)campher, 3-Benzylidencampher; 4-Aminobenzoesäure-Derivate, vorzugsweise 4-(Dimethylamino)-benzoesäure(2-ethyIhexyl)ester, 4-
(Dimethylamino)benzoesäureamylester; 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2'-ethyl-1'-hexyloxy)- 1 ,3,5-triazin; Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxy- benzalmalonsäuredi(2-ethylhexyl)ester; Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4- Methoxyzimtsäure(2-ethylhexyl)ester, 4-Methoxyzimtsäureisopentylester; Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2-Hydroxy-4-methoxy- 4'-methylbenzophenon, 2,2'-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon sowie an Polymere gebundene UV-Filter.
Vorteilhafte wasserlösliche UV-B-Filtersubstanzen sind z. B. Salze der 2- Phenylbenzimidazol-5-suIfonsäure, wie ihr Natrium-, Kalium- oder ihr Triethanolam- monium-Salz, sowie die Sulfonsäure selbst; Sulfonsäure-Derivate des 3- Benzylidencamphers, wie z. B. 4-(2-Oxo-3-bornylidenmethyl)benzolsulfonsäure, 2- Methyl-5-(2-oxo-3-bomylidenmethyl)sulfonsäure und deren Salze.
Eine weiterere erfindungsgemäß vorteilhaft zu verwendende Lichtschutzfiltersubstanz ist das Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenylacrylat (Octocrylen), welches von BASF unter der Bezeichnung Uvinul
® N 539 erhältlich ist und sich durch folgende Struktur auszeichnet:
Es kann auch von erheblichem Vorteil sein, polymergebundene oder polymere UV-Filtersubstanzen in Zubereitungen gemäß der vorliegenden Erfindung zu verwenden, insbe- sondere solche, wie sie in der WO-A-92/20690 beschrieben werden.
Erfindungsgemäß besonders vorteilhaft sind ferner Benzoxazol-Derivate wie insbesondere das 2,4-bis-[5-1 (dimethylpropyl)benzoxazol-2-yl-(4-phenyl)-imino]-6-(2- ethylhexyl)-imino-1,3,5-triazin mit der CAS Nr. 288254-16-0, welches beispielweise unter der Handelsbezeichnung Uvasorb® K2A erhältlich ist, sowie Hydroxybenzophenone wie insbesondere der 2-(4'-Diethylamino-2'-hydoxybenzoyl)-benzoesäurehexylester oder auch Aminobenzophenon, welcher unter dem Uvinul A Plus erhältlich ist.
Ferner kann es gegebenenfalls von Vorteil sein, erfindungsgemäß weitere UV-A- und/oder UV-B-Filter in kosmetische oder dermatologische Zubereitungen einzuarbeiten, beispielsweise bestimmte Salicylsäurederivate wie 4-lsopropylbenzylsalicylat, 2-Ethyl- hexylsalicylat (= Octylsalicylat), Homomenthylsalicylat.
Die Liste der genannten UV-Filter, die im Sinne der vorliegenden Erfindung eingesetzt werden können, soll selbstverständlich nicht limitierend sein.
Weiterhin können die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen Antioxidantien zum Schutz der kosmetischen Zubereitung selbst bzw. zum Schutz der Bestandteile der kos- metischen Zubereitungen vor schädlichen Oxidationsprozessen enthalten.
Vorteilhaft werden die Antioxidantien gewählt aus der Gruppe bestehend aus Aminosäuren (z.B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z.B. Uroca- ninsäure) und deren Derivate, Peptide wie D,L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate (z.B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z.B. α-Carotin, ß-Carotin, Lycopin) und deren Derivate, Retinol, Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z.B.
Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl- und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, γ-Linoleyl-, Cho- lesteryl- und Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthio- dipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z.B. Buthionin- sulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Buthioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathio- ninsulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z.B. pmol bis μmol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren (z.B. α-Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), α -Hydroxysäuren (z.B. Citronensäure, Milchsäure, Apfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z.B. γ-Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Alanindiessigsäure, Flavonoide, Polyphenole, Catechine, Vitamin C und Derivate (z.B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Tocopherole und Derivate (z.B. Vitamin-E-acetat), sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, Ferulasäure und deren Derivate, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxy- anisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Zink und dessen Derivate (z.B. ZnO, ZnSO4) Selen und dessen Derivate (z.B. Selenmethionin), Stilbene und deren Derivate (z.B. Stilbenoxid, Trans-Stilbenoxid) und die erfindungsgemäß geeigneten Deri- vate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
Die Menge der Antioxidantien (eine oder mehrere Verbindungen) in den Zubereitungen beträgt vorzugsweise 0,001 bis 30 Gew.-%, besonders bevorzugt 0,05 - 20 Gew.-%, insbesondere 1 - 10 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung. Erfindungsgemäße kosmetische und Therapeutische Zubereitungen enthalten vorteilhaft außerdem anorganische Pigmente auf Basis von Metalloxiden und/oder anderen in Wasser schwerlöslichen oder unlöslichen Metallverbindungen, insbesondere der Oxide des Titans (TiO2), Zinks (ZnO), Eisens (z.B. Fe2O3), Zirkoniums (ZrO2), Siliciums (SiO2), Mangans (z.B. MnO), Aluminiums (AI2O3), Cers (z.B. Ce2O3), Mischoxiden der entsprechenden Metalle sowie Abmischungen aus solchen Oxiden. Besonders bevorzugt handelt es sich um Pigmente auf der Basis von Ti02.
Es ist besonders vorteilhaft im Sinne der vorliegenden Erfindung, wenngleich nicht zwingend, wenn die anorganischen Pigmente in hydrophober Form vorliegen, d.h., daß sie
oberflächlich wasserabweisend behandelt sind. Diese Oberflächenbehandlung kann darin bestehen, daß die Pigmente nach an sich bekannten Verfahren mit einer dünnen hydrophoben Schicht versehen werden.
Eines solcher Verfahren besteht beispielsweise darin, daß die hydrophobe Oberflächen- schicht nach einer Rektion gemäß
n TiO2 + m (RO)3 Si-R' -> n Ti02 (oberfl.)
erzeugt wird, n und m sind dabei nach Belieben einzusetzende stöchiometrische Para- meter, R und R' die gewünschten organischen Reste. Beispielsweise in Analogie zu DE- OS 33 14 742 dargestellte hydrophobisierte Pigmente sind von Vorteil.
Vorteilhafte TiO2-Pigmente sind beispielsweise unter den Handelsbezeichnungen MT 100 T von der Firma TAYCA, ferner M 160 von der Firma Kemira sowie T 805 von der Firma Degussa erhältlich. Erfindungsgemäße Zubereitungen können, zumal wenn kristalline oder mikrokristalline Festkörper, beispielsweise anorganische Mikropigmente in die erfindungsgemäßen Zubereitungen eingearbeitet werden sollen, auch anionische, nichtionische und/oder amphotere Tenside enthalten. Tenside sind amphiphile Stoffe, die organische, unpolare Substanzen in Wasser lösen können. Bei den hydrophilen Anteilen eines Tensidmoleküls handelt es sich meist um polare funk- tionelle Gruppen, beispielweise -COO", -OSO3 2", -SO3 ", während die hydrophoben Teile in der Regel unpolare Kohlenwasserstoffreste darstellen. Tenside werden im allgemeinen nach Art und Ladung des hydrophilen Molekülteils klassifiziert. Hierbei können vier Gruppen unterschieden werden, nämlich anionische Tenside, kationische Tenside, amphotere Tenside und nichtionische Tenside.
Anionische Tenside weisen als funktionelle Gruppen in der Regel Carboxylat-, Sulfatoder Sulfonatgruppen auf. In wäßriger Lösung bilden sie im sauren oder neutralen Milieu negativ geladene organische Ionen. Kationische Tenside sind beinahe ausschließlich durch das Vorhandensein einer quaternären Ammoniumgruppe gekennzeichnet. In wäßriger Lösung bilden sie im sauren oder neutralen Milieu positiv geladene organische
Ionen. Amphotere Tenside enthalten sowohl anionische als auch kationische Gruppen und verhalten sich demnach in wäßriger Lösung je nach pH-Wert wie anionische oder kationische Tenside. Im stark sauren Milieu besitzen sie eine positive und im alkalischen Milieu eine negative Ladung. Im neutralen pH-Bereich hingegen sind sie zwitterionisch, wie das folgende Beispiel verdeutlichen soll:
pH=2 RNH2 +CH2CH2COOH X" (X" = beliebiges Anion, z.B. CI")
pH=7 RNH2 +CH2CH2COO"
pH=12 RNHCH2CH2COO- B+ (B+ = beliebiges Kation, z.B. Na+)
Typisch für nicht-ionische Tenside sind Polyether-Ketten. Nicht-ionische Tenside bilden in wäßrigem Medium keine Ionen.
Vorteilhaft zu verwendende anionische Tenside sind:
Acylaminosäuren (und deren Salze), wie (1 ) Acylglutamate, beispielsweise Natriumacylglutamat, Di-TEA-palmitoylaspartat und Natrium Caprylic/ Capric Glutamat; (2) Acylpeptide, beispielsweise Palmitoyl-hydrolysiertes Milchprotein, Natrium Cocoyl- hydrolysiertes Soja Protein und Natrium-/ Kalium Cocoyl-hydrolysiertes Kollagen; (3) Sarcosinate, beispielsweise Myristoyl Sarcosin, TEA-Iauroyl Sarcosinat, Natriumlauroyl- sarcosinat und Natriumcocoylsarkosinat; (4) Taurate, beispielsweise Natriumlauroyltaurat und Natriummethylcocoyltaurat; (5) Acyllactylate, wie Lauroyllactylat und Caproyllactylat; (6) Alaninate;
Carbonsäuren und Derivate, wie beispielsweise Laurinsäure, Aluminiumstearat, Magnesi- umalkanolat und Zinkundecylenat; Ester-Carbonsäuren, beispielsweise Calciumstearoyllactylat, Laureth-6 Citrat und Natrium PEG-4 Lauramidcarboxylat; Ether-
Carbonsäuren, beispielsweise Natriumlaureth-13 Carboxylat und Natrium PEG-6 Cocamide Carboxylat;
Carbonsäuren, Ester-Carbonsäuren und Ether-Carbonsäuren enthalten vorzugsweise 1 bis 50 und insbesondere 2 bis 30 Kohlenstoffatome. Phosphorsäureester und Salze, wie beispielsweise DEA-Oleth-10-Phosphat und Dilau- reth-4 Phosphat;
Sulfonsäuren und Salze, wie (1) Acylisethionate, z.B. Natrium-/ Ammoniumcocoyl- isethionat; (2) Alkylarylsulfonate; (3) Alkylsulfonate, beispielsweise Natriumcocosmonoglyceridsulfat, Natrium C12-1 Olefin-sulfonat, Natriumlaurylsulfoacetat und Magnesium PEG-3 Cocamidsulfat; (4) Sulfosuccinate, beispielsweise Dioctylnatriumsulfosuccinat, Dinatriumlaurethsulfosuccinat, Dinatriumlaurylsulfosuccinat und Dinatriumundecylenamido MEA-Sulfosuccinat;
Schwefelsäureester, wie (1) Alkylethersulfat, beispielsweise Natrium-, Ammonium-,
Magnesium-, MIPA-, TIPA- Laurethsulfat, Natriummyrethsulfat und Natrium C12-13 Parethsulfat; (2) Alkylsulfate, beispielsweise Natrium-, Ammonium- und TEA- Laurylsulfat.
Vorteilhaft zu verwendende kationische Tenside sind Alkylamine, Alkylimidazole, Ethoxylierte Amine und Quaternäre Tenside sowie Esterquats.
Quaternäre Tenside enthalten mindestens ein N-Atom, das mit 4 Alkyl- oder Arylgruppen kovalent verbunden ist. Dies führt, unabhängig vom pH Wert, zu einer positiven Ladung. Vorteilhaft sind, Alkylbetain, Alkylamidopropylbetain und Alkyl-amidopropylhydroxysulfain. Die erfindungsgemäß verwendeten kationischen Tenside können ferner bevorzugt gewählt werden aus der Gruppe der quaternären Ammoniumverbindungen, insbesondere Benzyltrialkylammoniumchloride oder -bromide, wie beispielsweise Benzyldimethylstea- rylammoniumchlorid, ferner Alkyltrialkylammoniumsalze, beispielsweise Cetyltrimethylam- moniumchlorid oder -bromid, Alkyldimethylhydroxyethylammoniumchloride oder -bromide, Dialkyldimethylammoniumchloride oder -bromide, Alkylamidethyltrimethylammonium- ethersulfate, Alkylpyridiniumsalze, beispielsweise Lauryl- oder Cetylpyrimidiniumchlorid, Imidazolinderivate und Verbindungen mit kationischem Charakter wie Aminoxide, beispielsweise Alkyldimethylaminoxide oder Alkylaminoethyldimethylaminoxide. Vorteilhaft sind insbesondere Cetyltrimethylammoniumsalze zu verwenden.
Vorteilhaft zu verwendende amphotere Tenside sind (1)AcyI-/dialkylethylendiamin, beispielsweise Natriumacylamphoacetat, Dinatriumacylamphodipropionat, Dinatriumalkyl-
amphodiacetat, Natriumacylamphohydroxypropylsulfonat, Dinatriumacylamphodiacetat und Natriumacylamphopropionat; (2) N-Alkylaminosäuren, beispielsweise Aminopropyl- alkylglutamid, Alkylaminopropionsäure, Natriumalkylimidodipropionat und
Lauroamphocarboxyglycinat. Vorteilhaft zu verwendende nicht-ionische Tenside sind (1) Alkohole; (2) Alkanolamide, wie Cocamide MEA DEA/ MIPA; (3) Aminoxide, wie Cocoamidopropylaminoxid; (4) Ester, die durch Veresterung von Carbonsäuren mit Ethylenoxid, Glycerin, Sorbitan oder anderen Alkoholen entstehen; (5) Ether, beispielsweise ethoxylierte/propoxylierte Alkohole, ethoxylierte/ propoxylierte Ester, ethoxylierte/ propoxylierte Glycerinester, ethoxylierte/ propoxylierte Cholesterine, ethoxylierte/ propoxylierte Triglyceridester, ethoxyliertes propoxyliertes Lanolin, ethoxylierte/ propoxylierte Polysiloxane, propoxylierte POE-Ether und Alkylpolyglycoside wie Laurylglucosid, Decylglycosid und Cocoglycosid; (6) Sucroseester, -ether; (7) Polyglycerinester, Diglycerinester, Monoglycerinester; (8) Methylglucosester, Ester von Hydroxysäuren. Vorteilhaft ist ferner die Verwendung einer Kombination von anionischen und/oder amphoteren Tensiden mit einem oder mehreren nicht-ionischen Tensiden.
Die oberflächenaktive Substanz kann in einer Konzentration zwischen 1 und 95 Gew.-% in den erfindungsgemäßen Zubereitungen vorliegen, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitungen. Zubereitungen zur medizinischen Anwendung unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung nicht von den kosmetischen Produkten und können ebenso die oben genannten Stoffe enthalten. Sie unterscheiden sich von diesen in erster Linie dadurch, daß sie ein spezielles Zulassungsverfahren durchlaufen müssen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Beispielen beziehen sich alle Zahlenangaben auf Gew.-%, sofern nichts Anderes angegeben ist.
Es ist bei all diesem im Einzelfalle möglich, daß die vorgenannten Konzentrationsangaben leicht über- oder unterschritten werden und dennoch erfindungsgemäße Zubereitungen erhalten werden. Dies kommt angesichts der breit
streuenden Vielfalt an geeigneten Komponenten derartiger Zubereitungen für den Fachmann nicht unerwartet, so daß er weiß, daß bei solchen Über- oder Unterschreitungen der Boden der vorliegenden Erfindung nicht verlassen wird.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung verdeutlichen, ohne sie einzuschränken. Die Zahlenwerte in den Beispielen bedeuten Gewichtsprozente, bezogen auf das Gesamtgewicht der jeweiligen Zubereitungen.
Beispiele Beispiel 1 : Herstellung von PIT Emulsionen Durch Mischen der in der Tabelle angegebenen Komponenten wurden Phasen- Inversions-Temperatur-Emulsionen (PIT-Emulsionen) der ebenfalls angegebenen Zusammensetzung hergestellt. Als Oligoribonukleotid wurde dsRNA verwendet, die durch Hybridisieren der Sequenzen SEQ ID NOs 37 und 38 erhalten wurde. Die dsRNA weist 3'-ständig jeweils zwei überstehende dT-Reste auf. Die dsRNA ist für die cDNA der Tyrosinase spezifisch und inhibiert die Expression des Gens dieses Enzyms durch RNA- Interferenz. Sie wird daher als anti-Tyrosianse dsRNA bezeichnet. Die übrigen in den Beispielen verwendeten Abkürzungen sind entsprechend zu verstehen.
Tabelle 1: PIT - Emulsionen
Auf analoge Weise wurde eine PIT-Emulsion unter Verwendung von dsRNA hergestellt, die durch Hybridisieren der Sequenzen SEQ NOs 44 und 45 erhalten wurde. Die Mengenabgaben zu anti-Tyrosinase-dsRNA beziehen sich auf die Gesamtmenge an dsRNA, die sich zu gleichen Teilen aus den genannten, jeweiligen Sequenzen (SEQ IDs) zusammensetzt.
Beispiel 2: Herstellung von Cremes auf der Basis von OI-in-Wasser-Emulsionen
Durch Mischen der in der Tabelle angegebenen Komponenten wurden Cremes der ebenfalls angegebenen Zusammensetzung hergestellt.
Tabelle 2: O/W-Cremes
Tabelle 2: O/W-Cremes (Fortsetzung)
Auf analoge Weise wurde eine Creme unter Verwendung von antiTyrosinase-dsRNA hergestellt, die durch Hybridisieren der Sequenzen SEQ NOs 43 und 45 erhalten wurde. Die Mengenabgaben zu anti-Tyrosinase-dsRNA, anti-PAR-2-dsRNA, anti-MITF-dsRNA und anti-P-Protein-dsRNA beziehen sich jeweils auf die Gesamtmenge an dsRNA, die sich zu gleichen Teilen aus den genannten, jeweiligen Sequenzen (SEQ IDs) zu den einzelnen Zielgenen zusammensetzt.
Beispiel 3: Hersteilung von Wasser-in-OI-Emulsionen Durch Mischen der in der Tabelle angegebenen Komponenten wurden Wasser-in-ÖI- Emulsionen der ebenfalls angegebenen Zusammensetzung hergestellt. Als Oligoribonukleotid wurde dsRNA verwendet, die durch Hybridisieren des Sense RNA und Antisense RNA Strangs zu SEQ ID NO 40 erhalten wurde. SEQ ID NO 40 ist ein Abschnitt der cDNA der Tyrosinase. Die beide Stränge der dsRNA wiesen 3'-ständig jeweils zwei 2'-Desoxythymidinreste auf.
Tabelle 3: W/O-Emulsionen
Tabelle 3: W/O Emulsionen (Fortsetzung)
Beispiel 4: Herstellung von Hydrodispersionen Durch Mischen der in der Tabelle angegebenen Komponenten wurden Hydrodispersionen der ebenfalls angegebenen Zusammensetzung hergestellt. Als Oligoribonukleotid wurde dsRNA verwendet, die durch Hybridisieren des Sense RNA und Antisense RNA Strangs zu cDNA des PAR-2 erhalten wurde. SEQ ID NOs 115 und 117 ist ein Abschnitt der cDNA des PAR-2. Die beide Stränge der dsRNA wiesen 3'-ständig jeweils zwei 2'-Desoxythymidinreste auf. Die Mengenabgaben zu anti-PAR-2-dsRNA beziehen sich auf die Gesamtmenge an dsRNA, die sich zu gleichen Teilen aus den genannten, jeweiligen Sequenzen (SEQ IDs) zusammensetzt.
Tabelle 4: Hydrodispersionen
Beispiel 5: Herstellung einer Gelcreme Durch Mischen der in der Tabelle angegebenen Komponenten wurde eine Gelcreme der ebenfalls angegebenen Zusammensetzung hergestellt. Der pH-Wert der Gelcreme wurde anschließend auf 6,0 eingestellt.
Tabelle 5: Gelcreme
Auf analoge Weise wurde eine Gelcreme unter Verwendung von dsRNA hergestellt, die durch Hybridisieren der Sequenzen SEQ NOs 38 und 39 erhalten wurde. Die Mengenabgaben zu anti-Tyrosinase-dsRNA beziehen sich auf die Gesamtmenge an
dsRNA, die sich zu gleichen Teilen aus den genannten, jeweiligen Sequenzen (SEQ IDs) zusammensetzt.
Beispiel 6: Herstellung einer Creme auf der Basis einer Wasser-in-ÖI-Emulsion Durch Mischen der in der Tabelle angegebenen Komponenten wurde eine Creme der ebenfalls angegebenen Zusammensetzung auf der Basis einer Wasser-in-Öl-Dispersion hergestellt. Tabelle 6: W/O-Creme
Auf analoge Weise wurde eine Emulsion unter Verwendung von dsRNA hergestellt, die durch Hybridisieren der Sequenzen SEQ NOs 70, 71 und 85 erhalten wurde. Die Mengenabgaben zu anti-MITF-dsRNA beziehen sich auf die Gesamtmenge an dsRNA, die sich zu gleichen Teilen aus den genannten, jeweiligen Sequenzen (SEQ IDs) zusammensetzt.
Beispiel 7: Herstellung einer Creme auf der Basis einer Wasser-in-OI-in-Wasser- Emulsion
Durch Mischen der in der Tabelle angegebenen Komponenten wurde eine Creme der ebenfalls angegebenen Zusammensetzung auf der Basis einer Wasser-in-ÖI-in-Wasser- Dispersion hergestellt. Als Oligoribonukleotid wurde dsRNA verwendet, die durch Hybridisieren des Sense RNA und Antisense RNA Strangs zu SEQ ID NO 38 erhalten wurde. Die beide Stränge der dsRNA wiesen 3'-ständig jeweils zwei 2'- Desoxythymidinreste auf.
Tabelle 7: W/O/W-Creme
Die Figur 1 zeigt die einzelsträngige cDNA des Tyrosinase Related Proteins-1 (TRP-1), in der alle Fragmente der Form AA-N19-TT und AA-N19-TC optisch hervorgehoben sind. Die Darstellung erfolgt in zwei Blöcken, die jeweils den identischen cDNA-Sequenzbereich beinhalten. Im ersten Block sind die Fragmente der Form AA-N19-TT hervorgehoben, im zweiten Block die der Form AA-N19-TC.
In Figur 2 sind diese Fragmente (targeted region) exemplarisch zusammen mit den entsprechenden homologen (senseRNA) und komplementären (antisenseRNA) RNA- Einzelsträngen dargestellt. Gezeigt sind einzelsträngige RNAs, die 3'-seitig durch zwei Desoxythymidinreste (dt) modifiziert sind. Die Hybridisierung von zwei komplementären einzelsträngigen RNAs ergibt dsRNA mit überstehenden 3'-Enden, die durch jeweils zwei 21- Desoxythymidinreste gebildet werden. Die hier gezeigte Darstellung ist exemplarisch für die SEQ ID NO 1 und SEQ ID NO 22, wobei mit 1a bzw 22a die jeweilige sense RNA und mit 1b und 22b die jeweilige antisense RNA dargestellt ist. Aus 1a und 1b bzw. 22a und 22b wird die jeweilige dsRNA aus SEQ ID NO 1 bzw SEQ ID NO 22 gebildet. Die Bildung der dsRNA der übrigen Sequenzen erfolgt analog.
Das Gen des Tyrosinase Related Proteins-1 (TRP-1) gehört zu den bevorzugten Zielgenen für die erfindungsgemäßen Oligoribonukleotide. Oligoribonukleotide, die zu der von der in Fig. 1 gezeigten Sequenz abgeleiteten doppelsträngigen Sequenz, Abschnitten davon und insbesondere zu den doppelsträngigen Sequenzen, die von den in Figur 1 hervorgehobenen Abschnitten abgeleitet sind, homolog sind, sind demgemäß erfindungsgemäß besonders bevorzugt. Unter der von der in Fig. 1 gezeigten Sequenz abgeleiteten doppelsträngigen Sequenz wird die Sequenz verstanden, die aus der in Fig. 1 gezeigten Sequenz und dem dazu komplementären Strang gebildet wird. Die anderen Angaben sind entsprechend zu verstehen.
In Figur 3 ist die einzelsträngige cDNA der Tyrosinase zu sehen. Die Tyrosinase gehört zu den besonders bevorzugten Genen. Auch hier ist ein bevorzugter Sequenzbereich, d.h. ein Sequenzbereich mit einer Länge von 19 Nukleotiden, der durch AA und TT bzw. TC flankiert wird, hervorgehoben; die Darstellung erfolgt analog zu Fig.1. Oligoribonukleotide, die zu der von der in Fig. 3 gezeigten Sequenz abgeleiteten doppelsträngigen Sequenz, Abschnitten davon und insbesondere zu der
doppelsträngigen Sequenz, die von dem in Figur 3 hervorgehobenen Bereich abgeleitet ist, homolog sind, sind erfindungsgemäß ebenfalls bevorzugt.
In Figur 4 ist die einzelsträngige cDNA des Tyrosinase-ähnlichen Proteins 2 (TRP2) zu sehen. Auch hier ist ein bevorzugter Sequenzbereich, d.h. ein Sequenzbereich mit einer Länge von 19 Nukleotiden, der durch AA und TT bzw. TC flankiert wird, hervorgehoben; die Darstellung erfolgt analog zu Fig.1. Oligoribonukleotide, die zu der von der in Fig. 4 gezeigten Sequenz abgeleiteten doppelsträngigen Sequenz, Abschnitten davon und insbesondere zu der doppelsträngigen Sequenz, die von dem in Figur 4 hervorgehobenen Bereich abgeleitet ist, homolog sind, sind erfindungsgemäß ebenfalls bevorzugt. Die Bildung der jeweiligen dsRNA erfolgt analog zu Fig. 2.
In Figur 5 ist die einzelsträngige cDNA des MITF zu sehen. Auch hier ist ein bevorzugter Sequenzbereich, d.h. ein Sequenzbereich mit einer Länge von 19 Nukleotiden, der durch AA und TT bzw. TC flankiert wird, hervorgehoben; die Darstellung erfolgt analog zu Fig.1. Oligoribonukleotide, die zu der von der in Fig. 5 gezeigten Sequenz abgeleiteten doppelsträngigen Sequenz, Abschnitten davon und insbesondere zu der doppelsträngigen Sequenz, die von dem in Figur 5 hervorgehobenen Bereich abgeleitet ist, homolog sind, sind erfindungsgemäß ebenfalls bevorzugt. Die Bildung der jeweiligen dsRNA erfolgt analog zu Fig. 2.
In Figur 6 ist die einzelsträngige cDNA des P-Proteins zu sehen. Auch hier ist ein bevorzugter Sequenzbereich, d.h. ein Sequenzbereich mit einer Länge von 19 Nukleotiden, der durch AA und TT bzw. TC flankiert wird, hervorgehoben; die Darstellung erfolgt analog zu Fig.1. Oligoribonukleotide, die zu der von der in Fig. 6 gezeigten Sequenz abgeleiteten doppelsträngigen Sequenz, Abschnitten davon und insbesondere zu der doppelsträngigen Sequenz, die von dem in Figur 6 hervorgehobenen Bereich abgeleitet ist, homolog sind, sind erfindungsgemäß ebenfalls bevorzugt. Die Bildung der jeweiligen dsRNA erfolgt analog zu Fig. 2.
In Figur 7 ist die einzelsträngige cDNA des PAR-2 zu sehen. Auch hier ist ein bevorzugter Sequenzbereich, d.h. ein Sequenzbereich mit einer Länge von 19 Nukleotiden, der durch AA und TT bzw. TC flankiert wird, hervorgehoben; die Darstellung erfolgt analog zu Fig.1. Oligoribonukleotide, die zu der von der in Fig. 7 gezeigten Sequenz abgeleiteten doppelsträngigen Sequenz, Abschnitten davon und insbesondere zu der doppelsträngigen Sequenz, die von dem in Figur 7 hervorgehobenen Bereich
abgeleitet ist, homolog sind, sind erfindungsgemäß ebenfalls bevorzugt. Die Bildung der jeweiligen dsRNA erfolgt analog zu Fig. 2.