Beschreibung
Verfahren zur Unterstützung einer automatischen Konfiguration einer Kommunikationseinrichtung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Unterstützung einer automatischen Konfiguration von Kommunikationseinrichtungen in logischen Netzwerkbereichen.
Zur logischen Segmentierung von paketorientierten Netzwerken - in der Fachwelt oftmals auch mit "LAN", Local Area Network benannt - ist eine Organisationsform eines sogenannten virtuellen LAN bekannt.
Ein virtuelles LAN bzw. VLAN wird durch eine Gruppe von Netzknoten gebildet, die in einer autonomen Domäne bzw. "Broad- cast Domain" zusammengefasst sind. Die Zugehörigkeit eines Netzknotens zu einem VLAN hängt nicht von der örtlichen Lage des Netzknotens ab. Sie ist ausschließlich durch Softwarekon- figuration bestimmt und kann geändert werden, wenn ein Netzknoten einer neuen Arbeitsgruppe zugeordnet werden soll.
Soll ein virtuelles LAN über mehrere Netzknoteneinrichtungen ausgedehnt werden, so ist eine Erweiterung der in ausge- tauschten Datenpaketen Ziel und Ursprung identifizierenden MAC-Adressen ("Media Access Control") um eine Identifikationsnummer des virtuellen LANs vorteilhaft. Diese Identifikationsnummer wird meist als VLAN-Nummer bzw. "VLAN ID" bzw. "Virtual LAN Identification Number" bezeichnet.
Mit einem als "Frame Tagging" bezeichneten Verfahren wird eine das VLAN kennzeichnende VLAN ID als sogenannter "Tag" (Markierung) hinter das Typ-Feld des MAC-Pakets gesetzt. Dieses Verfahren ist in IEEE 802. IQ standardisiert und verwendet eine Wortbreite für den Tag von 12 Bit. Daraus ergeben sich theoretisch für die VLAN ID die Werte 0 bis 4095. In 802. IQ- Netzwerken sind aus Kompatibilitätsgründen weiterhin arkie-
rungsfreie MAC-Pakete austauschbar. Diesen markierungsfreien MAC-Paketen wird eine VLAN ID mit einem Wert zwischen 1 und 4095 zugewiesen. Markierungsfreie MAC-Pakete sind einem sogenannten "nativen VLAN" zugeordnet. Daneben sind mit einer VLAN ID des Wertes 0 (Null) markierte Datenpakete ebenfalls diesem nativen VLAN zuzuordnen. In dieser Beschreibung umfassen die Begriffe "Markierung" und "Identifikationsnummer" sowohl die Fälle von Markierungen mit VLAN ID Werten zwischen 0 bis 4095 als auch die gleichberechtigte Möglichkeit, dass ein MAC-Paket unmarkiert ist.
Eine Ausführungsform eines virtuellen LANs ist das sogenannte portbasierte VLAN. Dabei werden innerhalb eines IP-Subnetzes ("Internet Protocol") oder auch über mehrere IP-Subnetze ein VLAN gespannt und auf mehrere Anschlüsse ("Port") einer Netzknoteneinrichtung abgebildet. Die Netzknoteneinrichtung ist üblicherweise als sogenannter "Switch" ausgebildet, die Abbildung auf Anschlüsse dieses Switches wird auch als "Switchport Mapping" bezeichnet.
Ein Einsatz eines virtuellen LANs ist im Anschluss von paketorientiert kommunizierenden Telephoniekomponenten an ein VoIP-Kommunikationsnetz ("Voice over IP") gegeben. Eine Kommunikationseinrichtung - beispielsweise ein VoIP-Telephon - mit einer vorgegebenen WID ("Voice VLAN ID") ist üblicherweise an den Switch angeschlossen. Mit der Bezeichnung "Voice VLAN ID" ist bereits angedeutet, dass ein dieser VLAN ID zugeordnetes VLAN überwiegend einem Anschluss von Telephoniekomponenten vorbehalten ist.
Im übrigen ist der Anschluss an einen Switch nicht zwingend notwendig für die Einrichtung eines VLANs . Statt portbasierter virtueller LANs sind auch VLANs ohne einen zugeordneten Switch denkbar.
Eine einem VLAN zugeordnete Kommunikationseinrichtung kann ihrerseits einen - z.B. intern angeordneten - Switch enthal-
ten. Dieser interne Switch dient zum Anschluss eines Rechnersystems an die Kommunikationseinrichtung, um einen Datenaustausch sowohl von datenverarbeitenden Diensten als auch von Kommunikationsdiensten mit einer gemeinsamen Datenleitung zu gewährleisten. Auf eine solche Anordnung wird daher oftmals auch mit dem Begriff "Single Wire to Desk" Bezug genommen.
Während die Kommunikationseinrichtung üblicherweise über anhand einer Identifikationsnummer (WID) markierten Datenpake- te - "Tagged Frames" - kommuniziert, verwendet das daran angeschlossene Rechnersystem üblicherweise "Untagged Frames", d.h. Datenpakete, die keine Identifikationsnummer (WID bzw. VLAN ID) enthalten.
Im folgenden wird von einer üblichen Portkonfiguration des
Switch ausgegangen, in der lediglich unmarkierte Datenpakete sowie markierte Datenpakete mit der nur für diesen Port vorgesehenen WID weitergeleitet werden. Für eine Inbetriebnahme der Kommunikationseinrichtung ist diese z.B. an einen Port des Switch anzuschließen. Die dem VLAN zugeordnete - beispielsweise für diesen Port vorgesehene - WID ist in der Kommunikationseinrichtung zu konfigurieren, da der Switch jedes Datenpaket verwirft, das nicht die für den angeschlossenen Port vorgesehene WID enthält. Datenpakete ohne einen ei- ne WID enthaltenden Tag sind der Datenkommunikation mit der Recheneinheit vorbehalten und passieren den Switch ebenfalls.
Die Konfiguration der WID an jedem der Kommunikationseinrichtungen in einem Kommunikationssystem ist bei einer erst- maligen Inbetriebsetzung einer Vielzahl von Kommunikationseinrichtungen eine zeitraubende Maßnahme. Des weiteren ist diese Konfiguration bei jedem Umzug der Kommunikationseinrichtung an einen anderen Anschlussort neu vonnöten, da jeder Anschlussdose im Allgemeinen ein anderer Switchport mit einer jeweils unterschiedlichen WID zugeordnet ist. Die manuelle Konfiguration ist ein aufwändiger Vorgang, der mit einem hohen Personaleinsatz und Zeitaufwand verbunden ist. Für eine
rationellere Inbetriebnahme ist daher eine automatische Konfiguration der WID von Kommunikationseinrichtungen bzw. der VLAN ID von paketorientiert kommunizierenden Endgeräten in einem portbasierten virtuellen LAN anzustreben.
Aus der US-amerikanischen Veröffentlichungsschrift US 2002/0003801 AI ist bereits ein Verfahren für eine automatisierte Konfiguration einer VLAN ID in einem virtuellen LAN bekannt. Ein mit einem Switch verbundener Kommunikationsend- punkt sendet eine mit einer ausgewählten VLAN ID markierte
Bestätigungsnachricht an den Switch und wartet auf eine Antwortnachricht. Trifft keine Antwortnachricht vom Switch ein, wird die ausgewählte VLAN ID als ungültig markiert und der Vorgang mit einer anderen VLAN ID wiederholt, bis auf eine derartige Bestätigungsnachricht eine Antwortnachricht vom
Switch eintrifft. Die für die Bestätigungsnachricht gewählte VLAN ID wird für dieses portbasierte VLAN als gültig vermerkt und der Kommunikationsendpunkt mit dieser VLAN ID konfiguriert. Zur Auswahl einer zu prüfenden VLAN ID durch den Kom- munikationsendpunkt werden Informationen in GVRP-Nachrichten ("GARP VLAN Registration Protocol" wobei GARP für "Generic Attribute Registration Protocol" steht) verwendet, welche in periodischen Zeitabständen vom Switch an alle daran angeschlossene Endpunkte gesandt werden. Diese GVRP-Nachrichten enthalten die VLAN IDs sämtlicher an den Switch angeschlossener Kommunikationsendpunkte.
Das Verfahren weist insbesondere den Nachteil auf, dass hierbei der Switch mit einer Steuerlogik zur Handhabung von GVRP- Nachrichten ausgestaltet sein muss. Ein weiterer Nachteil besteht in einem gesteigerten Datenaustausch durch eine Notwendigkeit eines "Durchprobierens " verschiedener VLAN IDs während der Konfigurationsphase.
Ein Verfahren für eine automatische Konfiguration von Kommunikationseinrichtungen wurde in der am gleichen Tag hinterlegten Anmeldung mit dem internen Aktenzeichen 2003P06014 und
dem Titel "Verfahren zur automatischen Konfiguration einer Kommunikationseinrichtung" vorgeschlagen, das sich durch ein zusätzliches im paketorientierten Netzwerk angeordnetes Netzelement auszeichnet, durch das eine Konfigurationsnachricht übermittelt wird. Der Einsatz einer derartigen Anordnung erfordert einen zusätzlichen Konfigurations- und Wartungsaufwand auf Seiten des zusätzlichen Netzelements.
Aufgabe der Erfindung ist es, Mittel zur Unterstützung einer • automatisierten Konfiguration von Kommunikationseinrichtungen in einem virtuellen paketorientierten Netzwerk bereitzustellen, bei deren Anwendung die oben genannten Nachteile vermieden werden.
Eine Lösung der Aufgabe erfolgt durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1.
Erfindungsgemäß erfolgt eine Übersendung einer nicht markierten Anfragenachricht, d.h. eine keinen "Tag" enthaltenden An- fragnachricht zur Anforderung einer Netzwerkadresse, insbesondere IP-Adresse (Internet Protocol). Diese Nachricht wird von der zu konfigurierenden Kommunikationseinrichtung als Broadcastnachricht an einen außerhalb ihres Netzwerkbereichs bzw. virtuellen Netzwerks lokalisierten Netzwerkadressenser- ver gesendet. Da die Nachricht nicht markiert ist, passiert sie zwischen dem Netzwerkbereich und dem paketorientierten Netzwerk angeordnete Netzknoteneinrichtungen, welche gewöhnlich nur nicht-markierte Datenpakete sowie mit dem für den Netzwerkbereich vorgesehenen Tag markierte Datenpakete pas- sieren lassen. Von der jeweiligen Netzknoteneinrichtung wird die Nachricht - bedingt durch den Broadcast-Charakter - an alle Empfänger des paketorientierten Netzwerks, insbesondere den Netzwerkadressenserver, weitergeleitet, oder, falls dieser sich in einem anderen virtuellen LAN befindet, durch eine Weiterleitungsfunktion (DHCP-Relay) an diesen weitergeleitet. Die Anfragnachricht hat z.B. die Struktur einer sogenannten DHCP-Discover-Nachricht (Dynamic Host Configuration Proto-
col), mit welcher üblicherweise eine IP-Adresse vom Netzwerkadressenserver angefordert wird. Gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens enthält diese Anfragenachricht Daten, die dem die Anforderungsnachricht entgegennehmenden und bearbeitenden Netzwerkadressenserver anzeigen, dass durch diese Anforderungsnachricht eine Identifikationsnummer - bzw. VLAN ID bzw. WID - zur Konfiguration der Kommunikationseinrichtung angefordert wird. Anhand gespeicherter Daten im Netzwerkadressenserver, welche die Herkunft der Anforderungsnachricht mit ei- ner gültigen Identifikationsnummer bzw. einem gültigen Bereich der Identifikationsnummer verknüpfen, werden im Netzwerkadressenserver Daten zur Beantwortung dieser Anforderungsnachricht generiert. Die Herkunft der Anforderungsnachricht ergibt sich beispielsweise anhand einer enthaltenen- Netzadresse der Weiterleitungsfunktion. Der Netzwerkadressenserver sendet die gültige Identifikationsnummer bzw. einem gültigen Bereich für die Identifikationsnummer - beispielsweise in Form einer Liste oder in Form einer Bereichsangabe, z.B. in Form der Angabe "Identifikationsnum- mernbereich ist zwischen 100 und 200" - als nicht markierte
Antwortnachricht an die Netzknoteneinrichtung bzw. an den zugeordneten logischen Netzwerkbereich. Als Zielangabe dient beispielsweise eine mit der Anforderungsnachricht gesendete MAC-Absenderadresse und die Netzadresse der Weiterleitungs- funktion, die in der Antwortnachricht als Zieladresse eingesetzt wird. Mit dem Absenden dieser Antwortnachricht wird durch den Netzwerkadressenserver eine IP-Adresse reserviert, die von der Netzknoteneinrichtung jedoch nicht verwendet wird.
Ein wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens ist darin zu sehen, dass für zwischen dem Netzwerkbereich und dem paketorientierten Netzwerk angeordnete Netzknoteneinrichtungen zur Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens keine zu- sätzlichen Aufgaben bzw. Bearbeitungsschritte notwendig sind.
Es ergibt sich der Vorteil einer Verwendung des ohnehin als zentrale Stelle zur Übermittlung von Informationen dienenden Netzwerkadressenservers zur Übersendung von einer Konfiguration der Identifikationsnummer dienenden Informationen an die Kommunikationseinrichtung. Damit entfällt ein zusätzlicher Einrichtungs- und Wartungsaufwand für ansonsten zusätzlich vorzusehende Serversysteme. Sowohl die Anforderungsnachricht wie auch die Antwortnachricht können über das ganze paketorientierte Netzwerk unter Beteiligung von Routern zwischen der Kommunikationseinrichtung und dem Netzwerkadressenserver ausgetauscht werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung wird eine Bestimmung der tatsächlichen Identifikationsnummer im Anschluss an die erfindungsgemäße Unterstützung einer automatischen Konfiguration der Identifikationsnummer vorgenommen. Mit dem gespeicherten Informationen für einen Identifikationsnummern-Bereich sendet die Kommunikationseinrichtung eine Anfragenachricht in Form einer an das ganze Netzwerk verschickten Broadcastnachricht . Die Anfragenachricht ist dieses Mal jedoch mit einer Identifikationsnummer aus dem zuvor ge- speicherten Identifikationsnummern-Bereich markiert. Falls in der Antwortnachricht kein Identifikationsnummernbereich sondern eine einzelne Identifikationsnummer vom Netzwerkadressenserver AS übermittelt worden ist, ist lediglich eine Anfragenachricht erforderlich. An einer den Netzwerkbereich verwaltenden Netzknoteneinrichtung werden üblicherweise alle markierten Nachrichten verworfen, welche nicht mit der für das virtuellen paketorientierte Netzwerks vorgesehenen Identifikationsnummer markiert sind. Bei einer ausbleibenden Antwort auf eine gesendete Anfragenachricht ist der Kommunikati- onseinrichtung somit eine Information darüber gegeben, dass die für die Markierung der Anfragenachricht verwendete für das virtuelle paketorientierte Netzwerk nicht gültig ist.
Daraufhin sendet die Kommunikationseinrichtung TP eine weitere Anfragenachricht mit einer anderen Identifikationsnummer aus dem zuvor gespeicherten Identifikationsnummern-Bereich. Das Verfahren wird solange wiederholt, bis auf eine von der Kommunikationseinrichtung gesendete markierte Anfragenachricht eine vom Netzwerkadressenserver gesendete Antwortnachricht über die Netzknoteneinrichtung an die Kommunikationseinrichtung weitergeleitet wird.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht eine Freigabe der zuvor vom Netzwerkadressenserver reservierten Netzwerkadresse bzw. IP-Adresse vor. Die Kommunikationseinrichtung benötigt eine vom Netzwerkadressenserver reservierte IP-Adresse zu diesem Zeitpunkt noch nicht, da eine Konfiguration der IP- Adresse erst zu einem Zeitpunkt nach der Konfiguration der Identifikationsnummer erfolgt. Mit einer Übermittlung einer angebotenen IP-Adresse in der Antwortnachricht ist auf dem Netzwerkadressenserver AS jedoch diese IP-Adresse auf dem Netzwerkadressenserver AS reserviert. Um diese IP-Adresse wieder freizugeben, weist die Kommunikationseinrichtung den Netzwerkadressenserver mit Hilfe einer Anforderungsnachricht zunächst an, die bereits reservierte IP-Adresse an der Kommunikationseinrichtung TP zuzuweisen. Nach dem Senden einer Bestätigungsnachricht durch den Netzwerkadressenserver sendet die Kommunikationseinrichtung eine Freistellungsnachricht, um dem Netzwerkadressenserver anzuzeigen, dass er diese IP- Adresse nicht benötigt. Die IP-Adresse wird auf dem Netzwerkadressenserver daraufhin wieder als verfügbar vermerkt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht eine zwischen der Netzwerkbereich und dem paketorientierten Netzwerk angeordnete Netzknoteneinrichtung, beispielsweise als Ebene- 2-Netzknoteneinrichtung bzw. "Switch" vor. Dieser Switch ist ebenfalls Bestandteil eines derart definierten Netzwerkbe- reichs bzw. virtuellen Netzwerks. Ein Vorteil dieses Switch ist die Gewährleistung einer definierten Übergabeschnittstelle, durch welche das virtuelle Netzwerk gesammelt über einen
dedizierten Router-Uplink mit dem gesamt paketorientierten Netzwerk verbunden ist in Verbindung mit einer Topologisie- rung der Teilnehmerstrukturen. In vorteilhafter Weise sind an einen standardisierten Switch zur Ausführung des erfindungs- gemäßen Verfahrens keine weiteren Anforderungen zu stellen, insbesondere müssen auf diesem keine speziellen Abarbeitungsschritte definiert werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird für ein Kommunika- tionsendgerät sowie für eine verbundene Recheneinheit in einem IP-Subnetzwerk je ein VLAN gespannt und auf jeweils genau einen Anschluss des Switch ("Port" bzw. "Switchport") abgebildet ("mapped"). Die Uplink Ports zwischen den Switches und zum Routerinterface werden als sogenannter Q-Trunk definiert, so dass jeder Datenverkehr, der sich nicht auf das IP- Subnetzwerk eines Teilnehmers beschränkt, den Router passieren muss. Als "Trunk"-Verbindung wird eine Verbindung zwischen 802. IQ-fähigen Netzelemente bezeichnet, d.h. Geräten, die das VLAN-Paketformat verstehen und welche die Markierung "Tag" eines Pakets auslesen können. Ein derartiger Trunk ermöglicht ein Multiplexing mehrerer VLANs zwischen mehreren VLAN-Netzelementen .
Vorteilhaft passieren diesen Switch sowohl Datenpakete, wel- ehe eine vorgesehene Identifikationsnummer (VLAN ID bzw. WID) in einem Markierungsteil "Tag" eines 802.1Q- Kennzeichnungsteils ("Header") enthalten, als auch Datenpakete ohne 802. lQ-Kennzeichnungsteil ..
In einer weiteren vorteiligen Ausgestaltung der Erfindung weist die Netzknoteneinrichtung (Switch) mehrere Anschlusseinheiten (Ports) auf, wobei jedem Port jeweils ein virtuelles Netzwerk mit einer Identifikationsnummer bzw. VLAN ID gemäß eines sogenannten "Switchport Mapping" zugeordnet ist.
Ein Ausführungsbeispiel mit weiteren Vorteilen und Ausgestaltungen der Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert.
Dabei zeigen:
Fig. 1: ein Strukturbild zur schematischen Darstellung einer Anordnung eines Rechensystems und einer Kommunikationseinheit; und Fig. 2: ein Strukturbild zur schematischen Darstellung eines paketorientierten Netzwerks.
Fig. 1 zeigt eine Kommunikationseinrichtung TP, welche z.B. als VoIP-Telephon ("Voice over Internet Protocol") TP ausge- führt ist. Ein interner Switch IS ist der Kommunikationseinrichtung TP zugeordnet oder auch - versinnbildlicht durch eine strichpunktierten Kasten - Bestandteil dieser Kommunikationseinrichtung TP. Ein vom bzw. zum internen Switch IS hin- bzw. wegführende erste Verbindung Cl ist in der Zeichnung mit einer größeren Strichbreite dargestellt um zu veranschaulichen, dass die bidirektionale Datenleitung dieser ersten Verbindung Cl sowohl den Datenverkehr für die Kommunikationseinrichtung TP als auch für ein Rechensystem CMP transportiert. Aufgrund dieser Tatsache wird die zweite Verbindung Cl oft- mals auch als Bündelleitung bzw. "Trunk" bezeichnet. Die Kommunikationseinrichtung TP ist mit einer zweiten Verbindung C2 - beispielsweise über den internen Switch IS - mit dem Rechensystem CMP verbunden.
Im folgenden wird unter weiterer Bezugnahme auf die Funktionseinheiten der Fig. 1 das erfindungsgemäße Verfahren näher erläutert.
Fig. 2 zeigt eine größere Übersicht des paketorientierten Netzwerks LAN.
Die Kommunikationseinrichtung TP mit ihrem zugeordneten internen Switch IS ist wiederum mit dem Rechensystem CMP verbunden. Die Kommunikationseinrichtung TP ist über ihren internen Switch IS mit einem ersten Switch LSWl verbunden.
Ein erster Netzwerkbereich bzw. erstes virtuelles Netzwerk VLANl umfasst das Kommunikationsendgerät TP und dessen zugeordneten internen Switch IS sowie den ersten Switch LSWl. Ein zweiter Netzwerkbereich bzw. zweites virtuelles Netzwerk VLAN2 umfasst die Recheneinheit CMP und den dem Kommunikationsendgerät TP zugeordneten internen Switch IS sowie den ersten Switch LSWl.
Der erste Switch LSWl ist mit einem ersten Router ROU1 ver- bunden. Der erste Router ROU1 sowie ein weiterer Router ROU2 ist in der Zeichnung mit einem Pfeile enthaltenden Kreis dargestellt, wobei die Richtung der Pfeile lediglich die Funktion der Router ROUl,ROU2 und nicht mit einer Richtungsvorgabe angeschlossener Netzwerkelemente gleichzusetzen ist. Der ers- te Router ROU1 ist mit dem zweiten Router ROU2 verbunden.
Die ein jeweiliges virtuelles Netzwerk VLANl, VLAN2 symbolisierenden strichpunktierten Kästen ragen in die Darstellung des ersten Routers ROU1 hinein, um anzudeuten, dass eine je- weilige - nicht dargestellte - Anschlusseinheit bzw. Port dieses ersten Routers ROU1 ein jeweiliges Subnetzwerk definiert bzw. verwaltet.
Mit dem zweiten Router ROU2 ist ein zweiter Switch LSW2 ver- bunden. An den zweiten Switch LSW2 ist ein Netzwerkadressenserver AS angeschlossen. Der Netzwerkadressenserver AS arbeitet beispielsweise gemäß eines weiter unten beschriebenen DHCP-Protokolls.
Weiterhin sei aus Gründen der Übersichtlichkeit angenommen, dass sich im Ausführungsbeispiel das erste virtuelle Netzwerk VLANl mit einem ersten Subnetzwerk, das zweite virtuelle
Netzwerk VLAN2 mit einem ersten Subnetzwerk überdeckt. In technischen Verwirklichungen ist fallweise auch eine Erstreckung der virtuellen Netzwerke VLANl,VLAN2 über mehrere Sub- netzwerke durchführbar.
Ein Subnetzwerk definiert einen Bereich innerhalb eines größeren Netzwerkbereichs. Die Adressierung eines Subnetzwerkes durch eine IP-Adresse ("Internet Protocol") erfolgt mit Hilfe einer Subnetzmaske bzw. "Subnet-Mask" . Diese gibt an, bis zum wievielten Bit einer IP-Adresse der Netzwerkanteil reicht, die weiteren Bits der IP-Adresse charakterisieren einen sogenannten Hostanteil. Der Netzwerkanteil bezeichnet das Netz, das zu adressieren ist, der Hostanteil adressiert den Host in diesem Netz. Eine IP-Adresse wird beispielsweise mittels ei- ner 32-stelligen Dualzahl angegeben. Aufgrund einer leichteren Übersichtlichkeit teilt man diese Dualzahl in vier Oktet- te zu je acht Bits, als Trennzeichen wird der Punkt verwendet. Jedes Viertel kann nun noch in eine Dezimalzahl umgewandelt werden, dabei sind Werte zwischen 0 und 255 möglich. Ei- ne Netzwerkadresse ist die erste Adresse in einem Netz, das auch ein Subnetz sein kann. Die Netzwerkadresse bezeichnet keinen Host in diesem Netz, sondern das ganze Netz. Es kann kein Netzelement geben, das diese Adresse hat.
In einem konfigurierten Arbeitsmodus ist durch die Kommunikationseinrichtung TP ein virtuelles Netzwerk VLANl durch ein sogenanntes "Frame Tagging"-Verfahren definiert. Die Kommunikationseinrichtung TP tauscht im konfigurierten Arbeitsmodus hierzu mit dem ersten Switch LSWl Datenpakete aus, in welchen Ziel und Ursprung identifizierende MAC-Adressen ("Media Access Control") um eine 12-Bit-lange nach IEEE 802. IQ standardisierte Kennzeichnung ("Tag") bzw. Markierung erweitert ist. Diese Kennzeichnung bzw. Markierung enthält in diesem Fall die Identifikationsnummer des hierbei definierten VLANs und wird wegen des Echtzeitkommunikationscharakters der Kommunikationseinrichtung TP auch mit Voice VLAN ID ("WID") bezeichnet. In einer allgemeinen Bezeichnung wird diese VLAN ID
auch mit dem Begriff "Identifikationsnummer" benannt. Da im folgenden Ausführungsbeispiel virtuelle Netzwerke VLANl , VLA 2 zur Strukturierung von Kommunikationsnetzwerken betrachtet werden, wird meist die Bezeichnung WID verwendet.
Im Gegensatz zum Austausch markierter Datenpakete durch die Kommunikationseinrichtung tauscht das Rechensystem CMP innerhalb des zweiten Netzwerkbereichs VLAN2 nicht-gekennzeichnete bzw. nicht-markierte Datenpakete ("Untagged Frames") mit dem ersten Switch LSWl aus. Diese nicht-gekennzeichneten Datenpakete sind überwiegend einer reinen, nicht echtzeit-kritischen Datenkommunikation vorbehalten.
In einem Modus, in dem die Kommunikationseinrichtung TP noch nicht konfiguriert ist, hat diese keine Kenntnis über die in diesem Netzwerkbereich VLANl für die paketorientierte Kommunikation zu verwendende WID. Des weiteren wurde ihr noch keine im gesamten paketorientierten Netzwerk LAN gültige Netzwerkadresse bzw. IP-Adresse ("Internet Protocol") zuge- wiesen. Ein solcher Modus tritt nicht nur ein, wenn die Kommunikationseinrichtung TP erstmalig in Betrieb genommen wird, sondern auch nach einem Neustart des Kommunikationseinrich- tungssystems TP oder nach einem "Umstecken" der Kommunikationseinrichtung TP an einen anderen - nicht dargestellten - Port des ersten Switch LSWl.
Ohne Kenntnis der gültigen WID ist auch keine gemäß den Vorgaben des ersten Netzwerkbereichs VLANl markierte Anforderungsnachricht an den Netzwerkadressenserver AS möglich, da der erste Switch LSWl einerseits alle Datenpakete mit einer WID ungleich der für das virtuelle Netzwerk VLANl vorgesehenen WID verwirft und andererseits nicht-gekennzeichnete Datenpakete ohne eine WID im Allgemeinen einer reinen Datenkommunikation vorbehalten sind.
Im folgenden wird zunächst ohne Bezug auf die Zeichnung eine IP-Adressenzuweisung anhand des Protokolls "DHCP" allgemein beschrieben.
Das DHCP-Protokoll (Dynamic Host Configuration Protocol) ist ein Client-/Server-Protokoll, das die Vergabe von IP-Adressen handhabt. Das DHCP-Protokoll dient der dynamischen und automatischen Endgeräte-Konfiguration z.B. der Vergabe von IP- Adressen. Die entsprechenden IP-Adressen werden von den ange- schlossenen DHCP-Clients bei einem DHCP-Server angefordert. Die Adressen werden einem Adresspool entnommen, der an dem DHCP-Server definiert ist. Bei der dynamischen Zuweisung wird an einen Client eine gültige IP-Adresse temporär für eine bestimmte Zeit vergeben. Wird die IP-Adresse vom Client nicht mehr benötigt, kann der Server wieder über diese verfügen und sie beispielsweise an einen anderen Client vergeben.
Das DHCP-Protokoll kennt mehrere Nachrichtentypen, mit denen der gesamte Informationsaustausch zwischen Client und Server gesteuert wird. Eine Anfragenachricht ("DHCP Discover") des Clients erfolgt mittels einer an das ganzen Netzwerk verschickten Nachricht ("Broadcast" ) , um das Netzwerk auf verschiedene DHCP-Server hin zu testen. Als Antwortnachricht ("DHCP Offer") verschickt der DHCP-Server eine Broadcastnach- rieht oder eine gerichtete Nachricht ("Unicast"), in der dem Client eine Konfiguration vorgeschlagen wird. Akzeptiert der DHCP-Client die angebotenen Konfigurationsparameter, sendet er mittels Broadcast eine Anforderungsnachricht ("DHCP- Request") . Darauf hin sendet der Server mittels einer Bestä- tigungsnachricht ("DHCP-Acknowledge") die IP-Adresse und/oder optional weitere Konfigurationsparameter. Wird die IP-Adresse vom Client nicht mehr benötigt, sendet dieser eine Freistellungsnachricht ("DHCP Release") an den Server. Bestimmte Nachrichten müssen sowohl server- als auch clientseitig als Broadcast verschickt werden, damit alle anderen Clients und Server über die Konfiguration informiert sind und nicht unnötig Adressen und Konfigurationen reservieren. Das DHCP-
Verfahren in der bis jetzt beschriebenen Form erfordert einen DHCP-Server in jedem virtuellen Netzwerk, da Broadcast- Nachrichten im Allgemeinen nicht über VLAN-Grenzen hinweg transportiert werden. Das DHCP-Protokoll sieht aber eine op- tionale Weiterleitung der Broadcast-Nachrichten durch sogenannte DHCP-Relays vor. Somit benötigt jedes VLAN lediglich einen DHCP-Relay, der die Broadcast-Nachricht meist als gerichtete Nachricht an einen oder mehrere DHCP-Server weiterleitet. Der DHCP-Relay trägt dabei in die Nachricht die eige- ne Adresse des Ports ein, auf dem die Broadcast-Nachricht empfangen wurde. Der DHCP-Server entscheidet nun unter anderem aufgrund dieser Adresse, welche Informationen er zurückliefert. Oft wird diese Weiterleitungsfunktion von Routern übernommen.
In Vorgriff auf die Beschreibung von Fig. 2 hat ein dortiger Router ROU1 zwei DHCP-Relay-Funktionen implementiert: eine auf einem virtuellen Port zu einem dortigen ersten virtuellen Netzwerk VLANl und eine auf einem virtuellen Port zu einem dortigen zweiten virtuellen Netzwerk VLAN2. Bei einer Weitergabe von unmarkierten ("untagged") DHCP-Nachrichten trägt er eine für das dortige zweite virtuelle Netzwerk VLAN2 gültige Adresse ein, während er vor einer Weitergabe von mit der für das erste virtuelle Netzwerk VLANl markierten ("tagged") DHCP-Nachrichten seine für das erste virtuelle Netzwerk VLANl gültige Adresse in einen Datenteil der DHCP-Nachricht einträgt .
Bevor die Kommunikationseinrichtung TP eine IP-Adresse bezie- hen kann, ist zunächst eine Konfiguration der WID notwendig. Diese Konfiguration erfolgte bislang meist durch einen Servicetechniker, der die Einstellung der WID an jeder Kommunikationseinrichtung eines - nicht dargestellten - Kommunikationssystems manuell vornahm.
Ein Nachrichtenaustausch zur Konfiguration der Kommunikationseinrichtung TP erfolgt mit dem Netzwerkadressenserver AS
Zu Beginn sendet die Kommunikationseinrichtung TP erfindungsgemäß eine nicht markierte ("untagged") Anfragenachricht ("DHCP Discover") in Form einer an das ganze virtuelle Netzwerk VLANl verschickten Broadcastnachricht . Durch das Senden einer nicht-markierten Nachricht ist gewährleistet, dass diese Nachricht den ersten Switch LSWl passiert.
Über den ersten Router ROU1, der die Broadcast-Nachricht in eine an den Addressserver AS gerichtete Nachricht umwandelt, und über den zweiten Router ROU2 erreicht diese Anforderungsnachricht auch den zweiten Switch LSW2, von dem aus die Anforderungsnachricht an den Netzwerkadressenserver AS weitergeleitet wird. Die ansonsten für einen Bezug einer IP-Adresse vorbehaltene Anforderungsnachricht enthält Informationen, welche einer - nicht dargestellten - auf dem Netzwerkadressenserver AS angeordneten Bearbeitungseinheit bzw. einem - nicht dargestellten - auf dem Netzwerkadressenserver AS ablaufenden Bearbeitungsprozess anzeigen, dass diese Anforderungsnachricht zum Zwecke eines Bezugs einer WID gesendet wird. Diese Informationen zeigen z.B. an, dass die Kommunikationseinrichtung TP eine Liste von WIDs benötigt. Hierzu ist in der Anforderungsnachricht z.B. ein sogenannter Class- Identifier Code auf den Wert "60" gesetzt sowie ein Parameter "Request List Code" auf den Wert "55". Einzelheiten zur Ges- taltung von Informationen dieser Anforderungsnachricht sind dem Fachmann beispielsweise aus dem Dokument RFC 1533 (Request for Comment) der IETF (Internet Engineering Task Force) bekannt. Eine Liste der WIDs ist auf dem Adressenserver AS beispielsweise für das jeweilige virtuelle paketorientierte Netzwerk VLANl definiert.
Der Netzwerkdressenserver AS bearbeitet diese Anfragnachricht und sendet in Folge eine Antwortnachricht. Die vom Netzwerkadressenserver AS gesendete Antwortnachricht ("DHCP Offer") enthält - aufgrund der in der vorausgehenden Anforderungsnachricht enthaltenen Informationen, dass diese Anforderungsnachricht einem Bezug einer WID dient - eine oder mehrere
WIDs, welche z.B. in einem Teil der Antwortnachricht enthalten sind, die in der Fachwelt auch als Option Code 43 bekannt ist. Sind in dieser Antwortnachricht mehrere WIDs zu übermitteln, so sind diese entweder - z.B. in Form einer Listen- Struktur - einzeln aufgezählt oder auch in Form eines oder mehrerer Bereiche, beispielsweise WID = 100-200, strukturiert. Die Kommunikationseinrichtung TP entnimmt diese WIDs aus der Antwortnachricht und speichert diese.
In der Antwortnachricht ist außerdem eine Information einer vom Adressenserver AS angebotenen IP-Adresse für den - nichtmarkierte Nachrichten austauschenden - Datenteil des virtuellen paketorientierten Netzwerks VLANl enthalten. Die Kommunikationseinrichtung TP benötigt diese IP-Adresse jedoch nicht, da eine Konfiguration der IP-Adresse erst zu einem Zeitpunkt nach der Konfiguration der WID erfolgt.
Mit dem Senden der angebotenen IP-Adresse in der Antwortnachricht ist auf dem Netzwerkadressenserver AS jedoch diese IP- Adresse auf dem Netzwerkadressenserver AS reserviert. Um diese IP-Adresse wieder freizugeben, weist die Kommunikationseinrichtung TP den Netzwerkadressenserver AS mit Hilfe einer Anforderungsnachricht ( "DHCP-Request" ) zunächst an, die bereits reservierte IP-Adresse der Kommunikationseinrichtung TP zuzuweisen. Nach dem Senden einer Bestätigungsnachricht
("DHCP-Acknowledge") durch den Netzwerkadressenserver AS und Empfang dieser Bestätigungsnachricht durch die Kommunikationseinrichtung TP sendet diese in Folge eine Freistellungsnachricht ("DHCP Release") um dem Netzwerkadressenserver AS anzuzeigen, dass die Kommunikationseinrichtung TP diese IP- Adresse nicht benötigt. Die IP-Adresse wird auf dem Netzwerkadressenserver AS daraufhin als wieder verfügbar vermerkt.
Der Kommunikationseinrichtung TP ist zu diesem Zeitpunkt noch keine IP-Adresse zugewiesen.
Mit dem gespeicherten Informationen für einen WID-Bereich beginnt die Kommunikationseinrichtung TP erneut, eine Anfragenachricht ("DHCP Discover") in Form einer an das ganze virtuelle Netzwerk VLANl verschickten Broadcastnachricht zu versenden. Die Anfragenachricht ist dieses Mal jedoch mit einer WID aus dem zuvor gespeicherten WID-Bereich markiert. Die Markierung erfolgt gemäß IEEE 802. IQ mit einer 12-Bit- langen Kennzeichnung ("Tag") in der Anfragenachricht.
Falls in der Antwortnachricht kein WID-Bereich sondern eine einzelne WID vom Netzwerkadressenserver AS übermittelt worden ist, ist lediglich eine Anfragenachricht erforderlich.
Am ersten Switch LSWl werden alle Nachrichten verworfen, wel- ehe nicht mit der für den ersten Netzwerkbereich VLANl vorgesehenen WID markiert sind. Bei einer ausbleibenden Antwort auf eine gesendete Anfragenachricht ist der Kommunikationseinrichtung TP somit eine Information darüber gegeben, dass die für die Markierung der Anf agenachricht verwendete WID für den ersten Netzwerkbereich VLANl nicht gültig ist.
Daraufhin sendet die Kommunikationseinrichtung TP eine weitere Anfragenachricht mit einer anderen WID aus dem zuvor gespeicherten WID-Bereich. Das Verfahren wird solange wieder- holt, bis auf eine von der Kommunikationseinrichtung TP gesendete markierte Anfragenachricht eine vom Netzwerkadressenserver AS gesendete Antwortnachricht ("DHCP Offer") über den ersten Router ROU1 und den ersten Switch LSWl an die Kommunikationseinrichtung TP weitergeleitet wird. Die Antwortnach- rieht ist mit einer WID markiert, deren Wert der für den ersten Netzwerkbereich VLANl gültigen WID entspricht. Mit der Kenntnis dieser gültigen WID wird die Kommunikationseinrichtung TP mit dieser WID konfiguriert. Alle folgenden durch die Kommunikationseinrichtung TP gesendeten Nachrichten sind nun mit dieser WID markiert.
Die Kommunikationseinrichtung TP sendet zur Anforderung einer IP-Adresse eine markierte Anforderungsnachricht ("DHCP- Request") . Darauf hin sendet der Server mittels einer Bestätigungsnachricht ("DHCP-Acknowledge") die IP-Adresse und/oder optional weitere Konfigurationsparameter. Die Kommunikations- einrichtung TP hat nun neben seiner Kenntnis der gültigen WID auch Kenntnis seiner vom Netzwerkadressenserver AS zugewiesenen IP-Adresse und kann in Betrieb gehen.