UHRWERK
Die vorliegende Erfindung betrifft ein mechanisches Uhrwerk, insbesondere für Armbanduhren, gemäss dem Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruchs.
Aus dem Stand der Technik sind mechanische Uhrwerke für Armbanduhren bekannt. Eine der grössten Schwierigkeiten bei der Entwicklung dieser Uhrwerke stellt die Dimensionierung und Abstimmung der einzelnen funktionalen Elemente aufeinander dar. Die Ganggenauigkeit und die Gangreserve sind zwei der wichtigsten Kriterien die implizit miteinander verknüpft sind und massgeblich vom verfügbaren Volumen, resp. der Grosse des Uhrwerks abhängen. Heutige Uhrwerke stossen hinsichtlich der erreichbaren Ganggenauigkeit und Gangreserve an eine Obergrenze.
CH 599 580 zeigt ein mechanisches Uhrwerk mit zwei Federhäusern. Diese Federhäuser sind seriell angeordnet und weisen unterschiedliche Dimensionen auf. Bei dieser Anordnung wird versucht die Ganggenauigkeit zu vergrössern. Dabei wird jedoch eine Reduktion der Autonomie in Kauf genommen.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein mechanisches Uhrwerk mit einem Energiespeicher zu zeigen, das die limitierende Obergrenze von vergleichbaren Kalibern hinsichtlich Ganggenauigkeit und Autonomie überwindet.
Eine Grundidee der hier offenbarten Erfindung besteht im Energiemanagement, insbesondere in der Anordnung und der Wirkverbindung von einzelnen Energiebereichen, resp. Speichern. Durch einen anpassbaren, modularen Aufbau und über definierte Schnittstellen wird erreicht, dass die bis anhin limitierenden Grenzen durch- brochen werden. Es wird bewusst zwischen einer energieliefernden und einer energieverbrauchenden Seite innerhalb eines Uhrwerks unterschieden. Modulare Aufbauten auf der Seite der Energieverbraucher sind bekannt. Diese werden meist über Schnittstellen an bestehende Wirkverbindungen angekoppelt und beeinträchtigen diese negativ, da sie die damit verbundenen Energieflüsse meist zeitabhängig verän- dem, indem beispielsweise zusätzliche Wirkverbindungen aktiviert werden. Heute ist es gang und gäbe bestehende Uhrwerke um die Funktion eines Chronographen zu erweitern. Dies führt bei einer ungünstigen Konstruktion zu einer zeitabhängigen Belastung und damit zu einer Beeinträchtigung der übrigen Zeitmessung. Solche Kompromisslösungen werden gezielt vermieden oder durch entsprechende Mass- nahmen kompensiert. Bis anhin wurde versucht die Autonomie von Uhrwerken dadurch zu erhöhen, indem die Energiespeicher vergrössert oder die Energieverbraucher verkleinert wurden. Dies hat jedoch massgeblich zur Folge, dass die Ganggenauigkeit so oder so leidet. Durch eine konventionelle Vergrösserung des Speichers für mechanische Energie werden bei den aus dem Stand der Technik bekannten An- Ordnungen zwar die Kräfte vergrössert gleichzeitig aber auch die Geschwindigkeit der Bewegung des Energiespeichers reduziert um eine längere Autonomie zu erreichen. Störungen, z.B. infolge von Ungenauigkeiten der Verzahnungen, wirken sich entsprechend stärker aus. Meist wird auch die oszillierende Masse reduziert, um den infolge einer Vergrösserung erhöhten Volumenbedarf des Energiespeichers zu kom- pensieren oder um den Energieverbrauch der oszillierenden Masse generell zu reduzieren. Bei den aus dem Stand der Technik bekannten Anordnungen werden die Energiespeicher typischerweise sehr kritisch dimensioniert. Dies hat zur Folge, dass die Energieabgabe stark von der im Speicher vorhandenen Energiemenge abhängt. Typischerweise wird z.B. versucht diesem Problem durch Vorspannen der Feder zu
begegnen. Das Resultat entsprechender Anstrengungen ist eine im Vergleich verminderte Gesamtqualität.
Bei der hier offenbarten Erfindung werden Energiespeicher derart ausgebildet, dass eine nachteilige Vergrösserung der Kräfte und eine Verlangsamung der Bewegung des Energiespeichers gezielt vermieden wird. Erfindungsgemässe Energiespeicher zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Vergleich zu den typischen, aus dem Stand der Technik bekannten Kennlinien des Speichers eine wesentlich flachere Kennlinie aufweisen. Die erfindungsgemässen Energiespeicher sind unterkritisch dimensioniert, d.h., dass sie bei normalem Betrieb praktisch nicht in einen Sättigungsbereich gelangen.
Erfindungsgemässe Energiespeicher setzen sich in der Regel aus mehreren Federhäusern zusammen, die bevorzugt in seriell miteinander in Wirkverbindung stehen. Diese werden in der Regel gezielt auf einer anderen Uhrwerksebene als die oszillierende Masse angeordnet. Besonders günstig sind Anordnungen mit zwei, drei oder mehr zusätzlichen Federhäusem. Dabei wird gezielt angestrebt, dass das letzte Federhaus, von dem aus die Energie auf das Uhrwerk übertragen wird, mit einer Rotatibnsge- schwindigkeit von mehreren Umdrehungen pro Tag (ca. 4 bis 10) dreht, um bspw. Einflüsse der Verzahnung (Verzahnungsgeräusche) zu minimieren. Insbesondere sind so besonders günstige Verläufe der Federkennlinien eines gesamten Federspei- chers erzielbar. Die Federhäuser eines gekoppelten Energiespeichers sind bei Bedarf im Vergleich zu einander unterschiedlich gross ausgebildet, derart, dass sie insgesamt ein optimiertes Abtriebsverhalten, -abtriebsgeschwindigkeit aufweisen.
Die in den Federhäusem aufgerollten Federn sind so ausgebildet, dass sie eine möglichst konstante Federkennlinie aufweisen. Dies wird dadurch erreicht, dass sie falls erforderlich einerseits eine variable Materialstärke aufweisen können und anderer-
seits eine definierte, dem Abrollverhalten angepasste Krümmung aufweisen. Mittels diesen Massnahmen sind besonders konstante Federkennlinien über den ganzen Einsatzbereich erzielbar. Die Federhäuser werden bei Bedarf gezielt überdimensioniert.
Bei der hier offenbarten Erfindungen werden Energiemodule bevorzugt derart ge- koppelt dass keine negativen Auswirkungen auf Energieflüsse entstehen, resp. diese kompensiert werden. Die relevanten Module werden derart angeordnet, dass sie gegenseitig keine Beschränkung erwirken. Dies wird insbesondere dadurch erreicht, indem Energieverbraucher und Energiespeicher nicht zwangsläufig denselben Wirkbereich beanspruchen. Eine der Hauptideen der Erfindung besteht darin Energiespei- eher in einer anderen Ebene als eine zur Zeitmessung verwendete oszillierende Masse anzuordnen. Dies wird u.a. dadurch erreicht, dass Energiespeicher als Modul z.B. über Brückenelemente ankoppelbar ausgestaltet sind. Dadurch wirkt sich eine Vergrösserung des Energiespeichers nicht auf die Güte der oszillierenden Masse aus. Bevorzugt wird der Energiespeicher oder zumindest ein Teil davon in einem Modul derart integriert, dass er als funktionelle Einheit z.B. mit einem bestehenden Uhrwerk auf der Seite der Energieerzeugung ankoppelbar ist.
Einzelne energetische Module treten über Interaktionsbereiche, bzw. Schnittstellen miteinander in Wirkverbindung. Diese Interaktionsbereiche können derart angeordnet sein, dass sie multifunktionell und flexiblen einsetzbar sind. Dabei werden spezi- eile Bereiche definiert die zur Energieversorgung dienen und an denen Module mit korrespondierenden Schnittstellen ankoppelbar und wieder lösbar sind. Diese Module bilden mit Vorteil in sich abgeschlossene funktionelle Einheiten und sind in der Regel austauschbar. Insbesondere können sie in unterschiedlicher Konfiguration miteinander kombiniert werden. Ein erfindungsgemässes Uhrwerk kann somit nicht nur aus einem sondern aus mehreren energetischen Moduln aufgebaut sein.
Bei mechanischen Uhrwerken besteht häufig das Problem, dass eine ungenügende Gangreserve vorhanden ist. In der Regel leidet die Ganggenauigkeit des Uhrwerks bei einer Erhöhung der Gangreserve, da in Kauf genommen werden muss, dass die oszillierende Masse reduziert werden muss. Heute ist es üblich, dass eine Person abwechslungsweise mehrere Uhren trägt. Daher ist es besonders wichtig, dass eine den Anforderungen gerechte Gangreserve vorsehbar ist, die eine Autonomie von mehreren Tagen oder Wochen gewährleistet. Da die Erfindung einen modularen, schichtweisen Aufbau vorsieht, ist es möglich ein Modul als Energiespeicher vorzusehen. Ein entsprechendes Modul weist vorzugsweise mehrere Federspeicher auf die vorteilhafter Weise in Serie hintereinander geschaltet sind. Durch eine solche Anordnung wird im Unterschied zum Stand der Technik ein besonders harmonischer Verlauf der Federkennlinie erreicht. Fehler werden bewusst ausgeglichen. Um ein Überspannen der Federspeicher zu vermeiden wird eine Rutschkupplung vorgesehen, wie sie bspw. aus dem Stand der Technik bekannt ist. Diese Rutschkupplung wird mit Vorteil im ersten Federspeicher angeordnet, der am weitesten von der oszillierenden Masse entfernt ist, angeordnet. Im Stand der Technik wirken sich Rutschkupplungen, wenn sie ansprechen, in der Regel negativ auf die Ganggenauigkeit eines Uhrwerks aus, da Vibrationen erzeugt werden. Diese wirken sich über Federspeicher und Zahnräder bis auf die oszillierende Masse aus und beeinflussen diese negativ. Bei der hier offenbarten Erfindung werden diese Probleme weitgehend vermieden. Erstens weil die Rutschkupplung aufgrund des insgesamt sehr grossen Federspeichers selten anspricht und weil die Rutschkupplung sehr weit von der oszillierenden Masse entfernt angeordnet ist und die dazwischen geschaltete Wirkverbindung, insbesondere die Federspeicher, dämpfend wirken. Infolge der bevorzugt seriellen Anordnung der Federspeicher werden die auftretenden Kräfte in einem kontrollierten Mass gehalten. Die Federspeicher sind mit Vorteil so aufgebaut, dass wiederholt die selben Teile verwendbar sind, um Herstellungskosten zu vermeiden.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren näher erläutert:
Figur 1 zeigt ein Uhrwerk in perspektivischer Ansicht,
Figur 2 zeigt ein Energiespeicher in perspektivischer Ansicht,
Figur 3 zeigt ein erstes Diagramm,
Figur 4 zeigt ein zweites Diagramm.
Figur 1 zeigt vereinfacht einen Aufbau eines konventionellen Uhrwerks 1. Zu erkennen sind eine oszillierende Masse 2 (Unruh), ein Pendel 3 und zwei Federhäuser 4, 5 die hier als Energiespeicher dienen, miteinander wirkverbunden sind und im wesentlichen in einer selben Uhrwerksebene 7 hegen wie die oszillierende Masse 2. Die Wirkverbindung zwischen den beiden Federhäusem 4, 5 ist durch ein Pfeil 15 verdeutlicht. Die Federhäuser 4, 5 werden mittels einer Auf zugsvorrichtung 6 manuell oder mittels dem Pendel 3 mit Energie versorgt und sind hier seriell miteinander gekoppelt. Energie aus der Aufzugsvorrichtung 6 oder aus dem Pendel 3 gelangt hier zuerst in das Federhaus 4 und von diesem über die Wirkverbindung 15, die hier aus einem austauschbarem Zahnrad 8 besteht, in das Federhaus 5. Eine weitere Wirkverbindung, schematisch durch ein Pfeil 16 verdeutlicht, überträgt die Energie auf die oszillierende Masse 2. In Realität werden Wirkverbindungen 15, 16 beispielsweise durch miteinander in Eingriff stehende Zahnräder gebildet. Die oszillierende Masse 2 ist hier in etwa auf der selben Ebene wie die beiden Federhäuser 4, 5 angeordnet, so
dass bei einer Vergrösserung der Federhäuser 4, 5 die umliegenden Teile und insbesondere die oszillierende Masse 2 entsprechend verkleinert werden müssen.
Figur 2 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemässen Energiespeichers 10. Der Energiespeicher 10 ist hier als vorzugsweise abnehmbares (lösbares) Modul 25 an das Uhrwerk 1 aus Figur 1 angekoppelt und tritt über Übertragungselemente 11, 12 mit diesem in Wirkverbindung. Die Übertragungselemente 11, 12 bestehen hier aus Wellen 13, 14 die Energie senkrecht zu einer Richtung z übertragen. Das Uhrwerk 1 weist Mittel auf die derart ausgestaltet sind, dass sie zur Herstellung einer Wirkverbindung mit dem Federspeicher 10 geeignet sind. Es handelt sich hier- bei bevorzugt um austauschbare Teile, wie z.B. das Zahnrad 8, die eine Brückenfunktion aufweisen, derart, dass Kräfte und Bewegungen gezielt auf eine andere Ebene umleitbar sind (bspw. austauschbare Zahnräder, Achsen, usw.). Das Zahnrad 8 wird hier durch zwei geeignete Wellen 13, 14 mit angekoppelten Zahnrädern ausgetauscht.
Der Federspeicher 10 besteht hier aus fünf Federhäusem 30, 31, 32, 33, 34 die untereinander seriell gekoppelt und im Wesentlichen auf einer weiteren Uhrwerksebene 26 angeordnet sind. Die Federhäuser 30, 31, 32, 33, 34 sind hier um ein Zentrum angeordnet und liegen annähernd auf einem Kreis. Die Wirkverbindung 15 des Uhrwerks 1 (vgl. Figur 1) ist bei der hier angezeigten Anordnung nicht vorhanden, son- dem durch Wirkverbindungen, dargestellt durch die Pfeile 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, ersetzt. Die Wirkverbindungen sind hier durch Zahnräder realisiert. Energie die über die Aufzugsvorrichtung 6, resp. das Pendel 3 in das Federhaus 4 gelangt wird über die Wirkverbindungen 17 und 18 auf das Federhaus 30 und von diesem über die Wirkverbindungen 19, 20, 21 und 22 auf die Federhäuser 31, 32, 33 und 34 übertra- gen. Vom Federhaus 34 gelangt die Energie über die Wirkverbindungen 23 und 24 bis ins Federhaus 5 und treibt von dort über die Wirkverbindung 16 die oszillierende Masse 2 an. Anstelle der hier gezeigten ist auch eine andere Anzahl von Federhäu-
sem realisierbar. Die optimale Zahl wird durch die zu erfüllenden Anforderungen bestimmt. Ein Teil des Platzes in der Ebene des Federspeichers 10 kann bei Bedarf auch für weitere Funktionen wie beispielsweise die eines Weckers oder einer Repeti- tion vorgesehen werden. Ein Teil des Energiespeichers ist für diese vorsehbar. Aufgrund der bevorzugt modularen Konzeption sind beliebige Kombinationen möglich. Selbstverständlich sind weitere Ebenen mit weiteren Energiespeichern realisierbar.
Figur 3 zeigt in einem Koordinatensystem schematisch Kennlinien 40, 44 von Federspeichern (Energiespeichern) in einem Koordinatensystem. Die Abszisse 52 stellt ein Mass für den Ladungszustand des Energiespeichers und die Ordinate 53 ein Mass das Antriebsmoment dar. Eine Kurve 40 zeigt einen Verlauf eines konventionellen Federspeichers, so wie er in gängigen Uhrwerken zum Einsatz kommt. Die Kurve 40 weist drei charakteristische Abschnitte 46, 47, 48 auf. Der Abschnitt 46 entspricht einer Tiefentladung, der Abschnitt 47 einem Arbeitsbereich und der Abschnitt 48 einer Überladung. Wie zu erkennen ist, weist die Kurve 40 im Arbeitsbereich 47 eine relativ starke Steigung auf, so dass die das Antriebsmoment stark vom Ladezustand abhängt. Aufgrund der minimalen Dimensionierung dieses Federspeichers kommt es relativ häufig vor, dass entweder der Abschnitt 46 der Tiefentladung oder der Abschnitt 48 der Überladung erreicht wird. Bei einer Tiefentladung bleibt das Uhrwerk stehen und muss neu mit Energie versorgt, resp. justiert werden. Bei einer Überla- düng (Abschnitt 48) steigen die Kräfte zunächst stark an bis eine Sicherang (Rutschkupplung) anspricht. Dabei durchlaufen starke Vibrationen das Uhrwerk und bewirken eine Verschlechterung der Ganggenauigkeit.
Das Verhalten eines erfindungsgemässen Federspeichers 10 (vgl. Figur 2) ist schematisch durch eine Kurve 44 dargestellt. Aufgrund der seriellen Anordnung von mehreren erfindungsgemässen Federhäusem überlagern sich deren Eigenschaften derart, dass eine besonders günstige Kennlinie 44 erzielt wird. Ein Arbeitsbereich 50 ist im Vergleich zu dem von Kurve 40 besonders flach verlaufend und wesentlich
länger. Dadurch besteht viel weniger die Gefahr, dass die problematischen Randbereiche 49 (Tiefenentladung) und 51 (Überladung) tangiert werden. Wird z.B. dennoch der Bereich 51 einer Überladung einmal erreicht und spricht eine Sicherung an, sind ausgelöste Vibrationen viel weniger schädlich, da die dazwischen befindlichen Federhäuser dämpfend wirken (vgl. Beschreibung zu Figur 2). Aufgrund der seriellen Anordnung wird erreicht, dass das Antriebsmoment nicht vergrössert wird.
Figur 4 zeigt in einem Koordinatensystem das Verhalten eines erfindungsgemässen Federspeichers (vgl. Figur 2) mit hier vier seriell angeordneten Federhäusem. Auf einer Abszisse 54 ist der zeitliche Verlauf aufgetragen und auf einer Ordinate 55 ist die überlagerte Rotationsgeschwindigkeit der Federhäuser aufgetragen. Eine Kurve 60 stellt die Rotationsgeschwindigkeit eines ersten, eine Kurve 61 die Rotationsgeschwindigkeit eines zweiten, eine Kurve 62 die eines dritten und eine Kurve 63 die eines vierten Federhauses dar. Das erste Federhaus (Kurve 60) befindet sich am nächsten bei einer Energiequelle (Automatikpendel 3, Aufzugsvorrichtung 6) ange- ordnet und das vierte Federhaus (Kurve 63) am weitesten davon, jedoch am nächsten z.B. bei der oszillierenden Masse 2 (Unruh). Wie zu erkennen ist bewegt sich das erste Federhaus (Kurve 60) mit der geringsten und das vierte Federhaus (Kurve 63) mit der grössten Rotationsgeschwindigkeit. Verzahnungsfehler und andere Störungen wirken sich weit stärker aus je geringer die Rotationsgeschwindigkeit ist. Dies ist durch die Abweichungen der Kurven 60, 61, 62, 63 von einem Mittelwert, schematisch durch die Kurven 64, 65, 66, 61 verdeutlicht, dargestellt. Bei der erfindungsgemässen Anordnung der Federhäuser wird zudem erreicht, dass sich die Störungen gegenseitig überlagern und zumindest zum Teil ausgleichen. Die Abweichungen des vierten Federhauses (Kurve 63) von einem Mittelwert (Kurve 67) ist entsprechend geringer. Durch die erfindungsgemässe Anordnung der Federhäuser wird zudem erreicht, dass das Federhaus, welches die kürzeste Wirkverbindung zur Oszillierenden Masse mit einer optimalen Rotationsgeschwindigkeit von typischerweise mehreren Umdrehungen pro Tag rotiert und minimalste Störungen überträgt. Es wird eine grösstmögliche Konstanz erreicht.