Kosmetische und/oder pharmazeutische Zubereitungen Gebiet der Erfindung Die Erfindung befindet sich auf dem Gebiet der Kosmetik und betrifft Zubereitungen mit einem wirksamen Gehalt an speziellen pflanzlichen und/oder mikrobiellen Proteinen sowie die Verwendung der Proteine zur Herstellung der Mittel.
Stand der Technik Ein wesentlicher Grund für die Hautalterung besteht im Wasserverlust in den oberen Schichten der Epidermis und der damit verbundenen Faltenbildung. Demzufolge besteht einer der Ansätze, mit dem Kosmetikchemiker diesem Phänomen begegnen wollen, solche Wirkstoffe zur Verfügung zu stellen, die dem Umweltstress sowie der Entwässerung entgegenwirken und/oder eine Schutzfunktion besitzen, so dass die Zellen bei ihrem andauernden Kampf gegen Umweltgifte gestärkt werden. Dazu ist es erforderlich, mitunter ausgefallene Lösungswege zu beschreiten. So kann es angezeigt sein, aus den Erkenntnissen, die die Natur uns liefert wichtige Informationen zu entnehmen und für die jeweiligen Bedürfnisse zu übertragen.
Als Reaktion auf die unterschiedlichsten Umwelteinflüsse und Stressfaktoren spielen in der Natur u. a. zwei Familien von Proteinen eine wichtige Rolle. Diese zwei Proteinfamilien die in dem Mechanismus der Resistenz involviert sind, sind die"Late Embryogenic Abundant Pro teine"auch als LEA-Proteine bezeichnet welche hauptsächlich in der Pflanzenwelt zu finden sind und die LEA-ähnlichen Proteine, die"Heat-Shock-Proteine"oder auch HSP genannt, welche in Pflanzen, Microorganismen aber auch bei Tieren und Menschen zu finden sind.
LEA-Proteine konnten beispielsweise extrahiert werden aus sogenannten Wiederauferste hungspflanzen oder aus Samen oder Sprossen von Gerste, Weizen, Mais, Reis, Erbsen, Cowpea, Soja, Zwiebeln, Tomaten, Baumwolle, Rettich, Kukumber oder Kiefern (Close TJ et al (1993) Plant Molecular Biology, 23,279-286 ; Walters C et al (1997) Seed Science Research, 7, 125-134 ; Russouw PS et al (1995) Seed Science Research, 5,137-144). Die Molmassen der Proteine liegen zwischen 11 und 150 kDa.
In den Wüstengebieten und Trockenzonen Afrikas, Asiens und Amerikas haben eine Reihe von Pflanzenfamilien eine bemerkenswerte Trockentoleranz entwickelt, die es ihnen erlaubt, auch eine 98% ige Dehydratisierung über einen Zeitraum von einem Jahr unbeschadet zu überstehen, um sich dann bei den ersten Monsunregenfällen innerhalb von 24 h wieder vollständig zu regenerieren und Blüten zu bilden. Diese poikilohydrischen Vertreter werden unter der Bezeichnung"Wiederauferstehungspflanzen"oder"Resurrection plants"zusammengefasst. Hierzu zählen sowohl Moose, Flechten und Farne als auch eine Reihe von blühenden Pflanzen (Angiospermien), bei deren Untersuchung man gefunden hat, dass die anatomische, biochemische und physiologische Adaptation durch das Genom bedingt wird.
Die Pflanzen werden während der Trockenphase zwei unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt, nämlich zum einen mechanischem und zum anderen oxidativem Stress. Um mechanischer Belastung auszuweichen, haben Wiederauferstehungspflanzen eine Palette von Möglichkeiten, von denen das Schrumpfen und Teilen von Vakuolen zur Erniedrigung der Spannung auf der Plasmamembran allgemein verbreitet ist. Weitere Effekte sind der verstärkte Einbau von Xyloglucanen und Methylestern des Pectins in die Zellwand sowie die Akkumulation von Osmolyten oder osmo-regulierenden Molekülen (z. B. Sucrose, Mannitol, D-Ononitol, Trehalosen, Fructane, Aminosäuren etc.), wodurch die Zellwand gestärkt und die Produktion von toxischen Metaboliten während der Entwässerung unterbunden wird.
Die Unterbrechung von Zellatmung und Photosynthese während der Trockenphase führt des weiteren zur Bildung von freien Radikalen, die Proteine, Fette und Nucleinsäuren schädigen können. Um dies zu verhindern, werden in den Zellen vermehrt Pigmente vom Anthocyantyp sowie spezielle Enzyme angetroffen, wie z. B. Superoxid Dismutase, Gluthation Reduktase oder Ascorbat Peroxydase, die in den oxidativen Metabolismus eingreifen und als natürliche Radikalfänger bekannt sind.
Die molekularen Grundlagen der Trockentoleranz sind bislang noch nicht vollständig aufgeklärt. Nach Untersuchungen von D. Bartels an der Universität Bonn scheint aber zu festzu- stehen, dass Pflanzenhormone, wie beispielsweise Abszisinsäure (ABA) die Trockentoleranz induzieren. In der Zwischenzeit konnten auch eine Reihe von Genen, die sowohl am Prozess der Austrocknung als auch der Wiederbewässerung beteiligt sind, isoliert werden. Dabei wurde überraschenderweise festgestellt, dass diese homolog zu Genen sind, die man auch in Embryos von heranreifenden Samen findet. So wird beispielsweise beim Austrocknen das Gen dsp-22 (desiccation stress protein) aktiviert, welches die Bildung eines 21 KDa Protein anregt, das sich in den Chloroplasten ansammelt [vgl. D. Bartels et al.
EMBO Journal, 11 (8), 2771 (1992)]. Des weiteren sind Veränderungen im Zuckerstoffwechsel von Bedeutung. So finden sich beispielsweise in den Blättern nicht gestressten Pflanzen hohe Konzentrationen des ungewöhnlichen Zuckers 2-Oktulose, der während des Austrocknens in Saccharose umgewandelt wird und dabei wohl eine Schutzfunktion besitzt. Bei Wiederbewässerung ist der Vorgang reversibel. In diesem Zusammenhang sei auch auf die internationale Patentanmeldung WO 97/42327 (University of Mexico) verwiesen, in der über die Isolierung eines Gens aus der Wiederauferstehungspflanze Selaginella lepidophylla berichtet wird, welches den Zucker Trehalose-6-phosphat produziert.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung hat somit darin bestanden, neue Wirkstoffe zu entwickeln, mit denen im allgemeinen Haut und Haare vor Umwelteinflüssen geschützt werden und speziell der Austrocknung der Haut vorgebeugt werden kann. Des weiteren sollten Haut und Haaren einen zusätzlichen Schutz gegenüber osmotischem, mechanischem und temperaturbedingtem Schock und Stress verliehen werden.
Beschreibung der Erfindung Gegenstand der Erfindung sind kosmetische und/oder pharmazeutische Zubereitungen, ent haltend"Late Embryogenesis Abundant" (LEA) Proteine und/oder LEA-ähnliche Proteine.
Überraschenderweise wurde gefunden, dass die genannten pflanzlichen oder mikrobiellen Proteine, die eingangs genannte Aufgabe hervorragend erfüllen.
Late Embryogenesis Abundant (LEA) Proteine Die Bezeichnung"Late Embryogenesis Abundant"Proteine leitet sich von der Beobachtung ab, dass bestimmte hydrophile Proteine sich im späten Verlauf der Embryogenesis von Saaten bilden bzw. ansammeln, auch wenn die Bezeichnung nicht auf solche Proteine beschränkt ist, die im Verlauf der pflanzlichen Entwicklung gebildet werden. Tatsächlich sind diese Stoffe in allen Teilen der heranwachsenden bzw. erwachsenen Pflanze zu finden, also beispielsweise in Wurzeln, Stengeln und Blättern.
LEA-Proteine, die grenzflächenaktive Polypeptide mit rund 50 bis 1000, vorzugsweise 100 bis 600 Monomereinheiten darstellen, repräsentieren wichtige Bestandteile von Fraktionen, die sich im wesentlichen im Zellkern und im Cytoplasma finden und vor allem durch Extraktion von sogenannten Wiederauferste hungspflanzen ("Resurrection plants"), aber auch Weizengluten oder anderen pflanzlichen Proteinquellen sowie Pilzen, Algen und Flechten gewonnen werden können. Eine Übersicht hierzu findet sich von Wolters et al. in Amer. Soc. Plant Physiol. 114 (S), 113 (1997).
Wiederauferstehungspflanzen stellen keine zusammenhängende Gruppe dar, sondern findet sich in sehr unterschiedlichen Pflanzenfamilien, von denen vor allem die Familien der Pocacea, Scrophulariacea, Myrothamnacea und/oder Vellaziacea zu nennen sind. Zu den wich tigsten Vertretern der Pocaceae gehört der Genus Spirobolus, beispielsweise ein Gras, das eine Höhe von 60 bis 120 cm erreicht und pinkfarbene Blüten entwickelt. Es ist vor allem auf dem amerikanischen Kontinent, speziell in Costa Rica verbreitet, wo man die Spezies Spirobolus cubensis, Spirobo/us indicus, Spirobolus heterotepsis, Spirobolus capillaris, Spirobolus flexuosus, Spirobolus cryptandrus und Spirobolus airoides antrifft.
Ein besonders wichtiges Beispiel für eine Wiederauferstehungspflanze aus der Familie der Scrophulariaceae ist der Genus Craterostigma, insbesondere die Spezies Craterostigma plantigineum. Aus der Familie der Myrothamnaceae ist vor allem Myrothamnus niedenzu und Myrothamnus flamelifolia zu nennen, das schon 1891 erstmals von Engler und Prantl beschrieben wurde. Hierbei handelt es sich um einen flachen Strauch, der in den trockenen Wintermonaten seine Blätter nicht verliert, sondern eng an die Zweige anlegt und mit den ersten Sommerregen wieder zum Leben erwacht. Wesentliche Bestandteile der Extrakte seiner Blätter sind Arbutin, Anthocyane, Polysaccharide (Sucrose, Glucose, Trehalose, Fructose, Glucosyl-9-glycerin) sowie Phytohormone (z. B.
Abszisinsäure) ; weiterhin werden Terpene, wie z. B. Carvone und Perillalkohol gefunden. Ähnlich wie Octulose spielt auch Arbutin eine wichtige, wenn auch andere Rolle bei der Trockenresistenz, da es als Hydrochinonquelle die Peroxidation von ungesättigten Lipiden in den Zellmembranen verhindert. Typische Beispiele für Wiederauferstehungspflanzen aus der Familie der Vell ziacea sind die Vertreter des Genus Xerophyta, wie beispielsweise die in Madagaskar beheimateten Xerophyta retinervis und Xerophyta viscosa, bei denen es sich um flache Büsche handelt, die in der Monsunzeit prächtige violette Blüten entwickeln.
Eine besondere Ausführungsform der Erfindung sind Zubereitungen enthaltend LEA-Proteine und/oder LEA-ähnliche Proteine und/oder HS-Proteine die durch Extraktion von Hefen und/oder Pflanzen erhalten werden, die ausgewählt sind aus der Gruppe, die gebildet wird von Hefen und/oder Pflanzen aus der Familie der Saccharomyces, Pocacea, Scrophulariacea, Myrothamnacea, Vell ziacea und/oder der Geni Boea, Ramonda, Habelea, Chamaegigas, Selaginella sowie Gerste, Weizen, Mais, Reis, Erbsen, Cowpea, Soja, Zwiebeln, Tomaten, Baumwolle, Rettich, Cucumber und Ananas.
Insbesondere geeignet sind erfindungsgemässe Proteine aus Selaginella lepidophylla sowie Überlebensfraktionen von proteinreichen angiospermen bzw. gymnospermen Pflanzen oder Mikroorganismen, wie z. B. Saccharomyces cerevisiae Die LEA-Proteine sind in unterschiedlicher Weise in die Mechanismen der Trockenresistenz eingebunden. Gemeinsam ist ihnen aber die bemerkenswerte Fähigkeit, auch bei Hitze nicht zu denaturieren, sondern auch in kochendem Wasser löslich zu bleiben. Diese Eigenschaft verdanken sie hohen Anteilen hydrophiler Aminosäuren. Insbesondere enthalten die erfindungsgemässen Zubereitungen LEA-Proteine und/oder LEA-ähnliche Proteine und/oder HS Proteine, die sich dadurch auszeichnen, dass sie in wässriger Lösung auch bei Temperaturen von 100 C nicht denaturieren.
Vorzugsweise bestehen die Proteine zu wenigstens 25, insbe sondere wenigstens 40 und besonders bevorzugt wenigstens 50 Gew.-% aus Glutaminsäure, Glutamin und/oder Glycin. Besondere Bedeutung besitzen die sogenannten LEA-D11- Proteine, die auch als Dehydrine bezeichnet werden. Diese Spezies zeichnen sich durch eine amphiphile Struktur aus, d. h. sie besitzen sowohl Strukturbereiche mit hoher Hydrophilie als auch andere, die ausgesprochen hydrophob sind, was sie dazu befähigt die Denaturierung einer Vielzahl von Makromolekülen zu verhindern. Typischerweise findet dann eine Akkumulation der Dehydrine statt, wenn es infolge von Umweltstress zu Dehydrierungen kommt, also beispielsweise bei Trockenheit, hohem Salzgehalt oder Frost.
Abgesehen davon, dass sich die Familie der LEA-Proteine im allgemeinen und die Dehydrine im besonderen über ihre Eigenschaft definieren lassen, in wässriger Lösung auch bei Temperaturen von 100 C nicht zu denaturieren, besitzen sie zusätzlich auch bestimmte allgemeine Strukurmerkmale : > ein sogenannte K-Segment, bei dem es sich um eine a-helixförmiges, bipolares Gebiet, welches die folgende, 15 Aminosäuren umfassende Sequenz aufweist :
EKKGIMDKIKEKLPG ; > ein sogenanntes S-Segment, enthaltend phosphorilierbare Serine-Reste ; > sowie ein sogenanntes Y-Segment, welches sich durch eine N-terminale Sequenz aus zeichnet.
Es scheint, dass die LEA-Proteine aus pflanzlichen-Organismen Homologe in Microorganismen wie beispielsweise Saacharomyces cerevisiae haben. Untersuchungen haben ergeben, dass es in Microorganismen Proteine gibt, die gleiche oder ähnliche Eigenschaften zeigen wie die LEA-Proteine. Speziell in Saccharomyces cerevisiea konnte durch erhitzen auf 80 C über 10 min die Produktion eines Proteins angeregt werden, welches eine Aminosäuresequenz GAAKSKLNDA besitzt und als HSP12 Protein bezeichnet wird. Durch Vergleich mit LEA Proteinen aus Pflanzen wurde dieses 12 kDa grosse Enzym eher als LAE-ähnliches Protein identifiziert und nicht als HSP (Mtwisha et al ; Plant Mol. Biol., 1998 ; 37 (3), 513-521).
HS-Proteine Ein weiterer Bestandteil der Extrakte bzw. der Überlebensfraktionen können Hitzeschock (HP) Proteine sein. Hierunter werden spezielle Einweissstoffe verstanden, die bei erhöhter Temperatur von Zellen und Organismen als Hitzeschockantwort ("heat shock response") synthetisiert werden. Die vermehrte Bildung von HS-Proteinen führt in der Haut zu einem Übergangszustand, in dem die Zellen eine verbesserte Resistenz gegenüber weiterem Stress aufweisen, wie beispielsweise UV-Strahlung, oxidativer Stress, virale oder bakterielle Infektionen, so dass die Gefahr einer gegebenenfalls irreparablen Zellschädigung vermindert wird.
In Tabelle 1 ist eine Übersicht von Trautinger et al. gegeben, die eine Zuordnung von Grösse, Lokalisierung und wesentlicher Funktion zu speziellen HSP gibt.
Tabelle 1 Hitzeschockproteine
EMI6.1
<tb> Bezeichnun <SEP> Grösse <SEP> KD <SEP> Lokalisierun <SEP> Hauptfunktion
<tb> Ubiquitin <SEP> 8 <SEP> Cytosol/Kern <SEP> Proteinabbau
<tb> HSP <SEP> 10 <SEP> 10 <SEP> Mitochondrien <SEP> Co-Faktor <SEP> von <SEP> HSP <SEP> 60
<tb> HSP27 <SEP> 27 <SEP> Cytosol/Kern <SEP> Zelldifferentierung/Zellwachstum
<tb> Heme <SEP> oxygenase-t <SEP> 32 <SEP> Cytosol <SEP> Schutz <SEP> vor <SEP> oxidativer <SEP> Schädigung
<tb> HSP47 <SEP> 47 <SEP> Endoplasmatisches <SEP> Retikulum <SEP> Kollagenbegleiter
<tb> HSP <SEP> 56 <SEP> 56 <SEP> osol <SEP> Teil <SEP> des <SEP> Steroidreze <SEP> torkom <SEP> lexes
<tb> HSP <SEP> 60 <SEP> 60 <SEP> Mitochondrien
<tb> HSP72 <SEP> 70 <SEP> Cytosol/Kern
<tb> HSP73 <SEP> 70 <SEP> Cytosol/Kern
<tb> Grp <SEP> 75 <SEP> 70 <SEP> Mitochondrien
<tb> Grp <SEP> 78 <SEP> (Bip)
<SEP> 70 <SEP> Endoplasmatisches <SEP> Retikulum
<tb> HSP <SEP> 90 <SEP> 90 <SEP> Cytosol/Kern <SEP> Teil <SEP> des <SEP> Steroidrezeptorkomplexes
<tb> HSP110 <SEP> 110 <SEP> osol <SEP> Kern
<tb> Hitzeschockproteine stellen eine heterogene Gruppe von Proteinen dar, deren Molekulargewicht im Bereich von 10 bis 110 KD liegt. Überwiegend sind diese Stoffe im Zellkern, in den Mitochondrien sowie im endoplasmatischen Retikulum anzutreffen.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung enthalten die Zubereitungen zusätzlich HS Proteine, insbesondere HSP12 und/oder HSP70.
Unter normalen Bedingungen besitzen die HSP wichtige Aufgaben bei der Synthese, dem Transport und der Faltung von Proteinen und werden daher häufig als"molekulare Begleiter" bezeichnet. Obschon ihre Wirkung bislang noch nicht in Gänze verstanden wird, deutet vieles darauf hin, dass sich die HSP an teilweise gefaltete oder missgebildete Proteine anlagern und sie dadurch bei Stress vor einer irreversiblen Denaturierung schützen [vgl. Maytin JID, 104, 448 (1995)]. Die beiden Proteine HSP 27 und HSP 70 sind in diesem Zusammenhang von besonderer Bedeutung, da sie eine besonders hohe Thermotoleranz besitzen, Zellen also besonders effektiv vor weiterem Stress schützen.
Extraktion Die LEA-Proteine und/oder LEA-ähnlichen Proteine und/oder HS-Proteine werden durch Extraktion von Pflanzen und/oder Mikroorganismen insbesondere Hefe wie Saccharomyces cerevisiae oder Wiederauferstehungspflanzen gewonnen. Die Herstellung der Extrakte kann in an sich bekannter Weise erfolgen, d. h. beispielsweise durch wässrigen, gepufferten, alkoholischen oder wässrig-alkoholischen Auszug der Mikroorganismen, Pflanzen bzw. Pflanzenteile.
Bezüglich der geeigneten herkömmlichen Extraktionsverfahren wie der Mazeration, der Remazeration, der Digestion, der Bewegungsmazeration, der Wirbelextraktion, Ultraschallextraktion, der Gegenstromextraktion, der Perkolation, der Reperkolation, der Evakolation (Extraktion unter vermindertem Druck), der Diakolation und Festflüssig-Extraktion unter kontinuierlichem Rückfluss, die in einem Soxhlet-Extraktor durchgeführt wird, die dem Fachmann geläufig und im Prinzip alle anwendbar sind, sei der Einfachheit halber beispielsweise auf Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis, (5. Auflage, Bd. 2, S. 1026-1030, Springer Verlag, Berlin-Heidelberg-New-York 1991) verwiesen. Für den grosstechnischen Einsatz vorteilhaft ist die Perkolationsmethode.
Als Ausgangsmaterial können frische Mikroorganismen, Pflanzen oder Pflanzenteile eingesetzt werden, üblicherweise wird jedoch von getrockneten oder gefriergetrockneten Mikroorganismen, Pflanzen und/oder Pflanzenteilen ausgegangen, die vor der Extraktion mechanisch zerkleinert werden können. Hierbei eignen sich alle dem Fachmann bekannten Zerkleinerungsmethoden, als Beispiel sei die Gefriermahlung genannt. Als Lösungsmittel für die Durchführung der Extraktionen können organische Lösungsmittel, Wasser (vorzugsweise heisses Wasser einer Temperatur von 80 C und insbesondere von über 95 C) oder Gemische aus organischen Lösungsmitteln und Wasser, insbesondere niedermolekulare Alkohole mit mehr oder weniger hohen Wassergehalten, verwendet werden.
Besonders bevorzugt ist die Extraktion mit Methanol, Ethanol, Pentan, Hexan, Heptan, Aceton, Propylenglykolen, Polyethylenglykolen sowie Ethylacetat, Mischungen hieraus sowie deren wässrige Gemische. Die Extraktion erfolgt in der Regel bei 20 bis 100 C, bevorzugt bei 30 bis 90 C, insbesondere bei 60 bis 80 C. In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt die Extraktion unter Inertgasatmosphäre zur Vermeidung der Oxidation der Wirkstoffe des Extraktes. Die Extraktionszeiten werden vom Fachmann in Abhängigkeit vom Ausgangsmaterial, dem Extraktionsverfahren, der Extraktionstemperatur, vom Verhältnis Lösungsmittel zu Rohstoff u. a. eingestellt.
Nach der Extraktion können die erhaltenen Rohextrakte gegebenenfalls weiteren üblichen Schritten, wie beispielsweise Aufreinigung, Konzentration und/oder Entfärbung unterzogen werden. Falls wünschenswert, können die so hergestellten Extrakte beispielsweise einer selektiven Abtrennung einzelner unerwünschter Inhaltsstoffe, unterzogen werden. Die Extraktion kann bis zu jedem beliebigen Extraktionsgrad erfolgen, wird aber gewöhnlich bis zur Erschöpfung durchgeführt.
Typische Ausbeuten (= Trockensubstanzmenge des Extraktes bezogen auf eingesetzte Rohstoffmen- ge) bei der Extraktion gefriergetrockneter Mikroorganismen liegen im Bereich von 3 bis 15, insbesondere 3 bis 5 Gew.-%. Die vorliegende Erfindung umfasst die Erkenntnis, dass die Extraktionsbedingungen sowie die Ausbeuten der Endextrakte vom Fachmann je nach gewünschtem Einsatzgebiet gewählt werden können. Diese Extrakte, die in der Regel Aktivsub- stanzgehalte (= Feststoffgehalte) im Bereich von 0,5 bis 10 Gew.-% aufweisen, können als solche eingesetzt werden, es ist jedoch ebenfalls möglich, das Lösungsmittel durch Trocknung, insbesondere durch Sprüh-oder Gefriertrocknung vollständig zu entfernen.
Gewerbliche Anwendbarkeit Weitere Gegenstände der Erfindung betreffen die Verwendung von LEA-Proteinen und/oder LEA-ähnlichen Proteinen, insbesondere HSP12 und/oder HS-Proteinen zur Herstellung von kosmetischen und/oder pharmazeutischen Zubereitungen in denen sie in Mengen von 0,01 bis 10, vorzugsweise 0,1 bis 1 und insbesondere 0,2 bis 0,5 Gew.-%-bezogen auf die Mittel - enthalten sein können sowie als Wirkstoffe > zur Regulierung des Wasserhaushaltes in der Haut, bzw. als Feuchthaltemittel oder auch als Moisturizer genannt ; > zur Stärkung des Zellmetabolismus zur Abwehr von schädigenden Umwelteinflüssen, > zum Schutz von Haut und Haaren vor freien Radikalen sowie zur Stimulierung der Synthese dermaler Makromoleküle in den Hautzellen und Zell membranen ;
> gegen die Hautalterung und als reaktivierende Wirkstoffe für die Haut ; > gegen die Schädigung der Haut durch UV-Strahlung.
Kosmetische und/oder pharmazeutische Zubereitungen Die erfindungsgemässen LEA-Proteine können zur Herstellung von kosmetischen und/oder pharmazeutischen Zubereitungen, wie beispielsweise Haarshampoos, Haarlotionen, Schaumbäder, Duschbäder, Cremes, Gele, Lotionen, alkoholische und wässrig/alkoholische Lösungen, Emulsionen, Wachs/Fett-Massen, Stiftpräparaten, Pudern oder Salben dienen.
Diese Mittel können ferner als weitere Hilfs-und Zusatzstoffe milde Tenside, Ölkörper, Emulgatoren, Perlglanzwachse, Konsistenzgeber, Verdickungsmittel, Überfettungsmittel, Stabilisatoren, Polymere, Siliconverbindungen, Fette, Wachse, Lecithine, Phospholipide, biogene Wirkstoffe, UV-Lichtschutzfaktoren, Antioxidantien, Deodorantien, Antitranspirantien, Antischuppenmittel, Filmbildner, Quellmittel, Insektenrepellentien, Selbstbräuner, Tyrosininhibitoren (Depigmentierungsmittel), Hydrotrope, Solubilisatoren, Konservierungsmittel, Parfümöle, Farbstoffe und dergleichen enthalten.
Tenside Als oberflächenaktive Stoffe können anionische, nichtionische, kationische und/oder amphotere bzw. amphotere Tenside enthalten sein, deren Anteil an den Mitteln üblicherweise bei etwa 1 bis 70, vorzugsweise 5 bis 50 und insbesondere 10 bis 30 Gew.-% beträgt. Typische Beispiele für anionische Tenside sind Seifen, Alkylbenzolsulfonate, Alkansulfonate, Olefinsulfonate, Alkylethersulfonate, Glycerinethersulfonate, a-Methylestersulfonate, Sulfofettsäuren, Alkylsulfate, Fettalkoholethersulfate, Glycerinethersulfate, Fettsäureethersulfate, Hy droxymischethersulfate, Monoglycerid (ether) sulfate, Fettsäureamid (ether) sulfate, Mono-und Dialkylsulfosuccinate, Mono-und Dialkylsulfosuccinamate, Sulfotriglyceride, Amidseifen, Ethercarbonsäuren und deren Salze, Fettsäureisethionate, Fettsäuresarcosinate,
Fettsäuretauride, N-Acylaminosäuren, wie beispielsweise Acyllactylate, Acyltartrate, Acylglutamate und Acylaspartate, Alkyloligoglucosidsulfate, Proteinfettsäurekondensate (insbesondere pflanzliche Produkte auf Weizenbasis) und Alkyl (ether) phosphate. Sofern die anionischen Tenside Polyglycoletherketten enthalten, können diese eine konventionelle, vorzugsweise jedoch eine eingeengte Homologenverteilung aufweisen. Typische Beispiele für nichtionische Tenside sind Fettalkoholpolyglycolether, Alkylphenolpolyglycolether, Fettsäurepolyglycolester, Fettsäureamidpolyglycolether, Fettaminpolyglycolether, alkoxylierte Triglyceride, Mischether bzw.
Mischformale, gegebenenfalls partiell oxidierte Alk (en) yloligoglykoside bzw. Glucoronsäurederivate, Fettsäure-N-alkylglucamide, Proteinhydrolysate (insbesondere pflanzliche Produkte auf Weizenbasis), Polyolfettsäureester, Zuckerester, Sorbitanester, Polysorbate und Aminoxide. Sofern die nichtionischen Tenside Polyglycoletherketten enthalten, können diese eine konventionelle, vorzugsweise jedoch eine eingeengte Homologenverteilung aufweisen. Typische Beispiele für kationische Tenside sind quartäre Ammoniumverbindungen, wie beispielsweise das Dimethyldistearylammoniumchlorid, und Esterquats, insbesondere quaternierte Fettsäuretrialkanolaminestersalze.
Typische Beispiele für amphotere bzw. zwitterionische Tenside sind Alkylbetaine, Alkylamidobetaine, Aminopropionate, Aminoglycinate, Imidazoliniumbetaine und Sulfobetaine. Bei den genannten Tensiden handelt es sich ausschliesslich um bekannte Verbindungen. Hinsichtlich Struktur und Herstellung dieser Stoffe sei auf einschlägige Übersichtsarbeiten beispielsweise J. Falbe (ed.),"Surfactants in Consumer Products", Springer Verlag, Berlin, 1987, S. 54-124 oder J. Falbe (ed.),"Katalysatoren, Tenside und Mineralöladditive", Thieme Verlag, Stuttgart, 1978, S. 123217 verwiesen.
Typische Beispiele für besonders geeignete milde, d. h. besonders hautvertägliche Tenside sind Fettalkoholpolyglycolethersulfate, Monoglyceridsulfate, Monound/oder Dialkylsulfosuccinate, Fettsäureisethionate, Fettsäuresarcosinate, Fettsäuretauride, Fettsäureglutamate, a-Olefinsulfonate, Ethercarbonsäuren, Alkyloligoglucoside, Fettsäureglucamide, Alkylamidobetaine, Amphoacetale und/oder Proteinfettsäurekondensate, letztere vorzugsweise auf Basis von Weizenproteinen.
Ölkörper Als Ölkörper kommen beispielsweise Guerbetalkohole auf Basis von Fettalkoholen mit 6 bis 18, vorzugsweise 8 bis 10 Kohlenstoffatomen, Ester von linearen C6-C22-Fettsäuren mit linearen oder verzweigten C6-C22-Fettalkoholen bzw. Ester von verzweigten Ce-Cis- Carbonsäuren mit linearen oder verzweigten C6-C22-Fettalkoholen, wie z. B.
Myristylmyristat, Myristylpalmitat, Myristylstearat, Myristylisostearat, Myristyloleat, Myristylbehenat, Myristylerucat, Cetylmyristat, Cetylpalmitat, Cetylstearat, Cetylisostearat, Cetyloleat, Cetylbehenat, Cetylerucat, Stearylmyristat, Stearylpalmitat, Stearylstearat, Stearylisostearat, Stearyloleat, Stearylbehenat, Stearylerucat, Isostearylmyristat, Isostearylpalmitat, Isostearylstearat, Isostearylisostearat, Isostearyloleat, Isostearylbehenat, Isostearyloleat, Oleylmyristat, Oleylpalmitat, Oleylstearat, Oleylisostearat, Oleyloleat, Oleylbehenat, Oleylerucat, Behenylmy- ristat, Behenylpalmitat, Behenylstearat, Behenylisostearat, Behenyloleat, Behenylbehenat,
Behenylerucat, Erucylmyristat, Erucylpalmitat, Erucylstearat, Erucylisostearat, Erucyloleat, Erucylbehenat und Erucylerucat. Daneben eignen sich Ester von linearen C6-C22-Fettsäuren mit verzweigten Alkoholen, insbesondere 2-Ethylhexanol, Ester von Ci8-C38-Alkylhy- droxycarbonsäuren mit linearen oder verzweigten C6-C22-Fettalkoholen (vgl. DE 19756377 A1), insbesondere Dioctyl Malate, Ester von linearen und/oder verzweigten Fettsäuren mit mehrwertigen Alkoholen (wie z. B.
Propylenglycol, Dimerdiol oder Trimertriol) und/oder Guerbetalkoholen, Triglyceride auf Basis C6-Cio-Fettsäuren, flüssige Mono-/Di- /Triglyceridmischungen auf Basis von Ce-Cis-Fettsäuren, Ester von C6-C22-Fettalkoholen und/oder Guerbetalkoholen mit aromatischen Carbonsäuren, insbesondere Benzoesäure, Ester von C2-Ct2-Dicarbonsäuren mit linearen oder verzweigten Alkoholen mit 1 bis 22 Koh lenstoffatomen oder Polyolen mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen und 2 bis 6 Hydroxylgruppen, pflanzliche Öle, verzweigte primäre Alkohole, substituierte Cyclohexane, lineare und verzweigte C6-C22-Fettalkoholcarbonate, wie z. B.
Dicaprylyl Carbonate (Cetiol (D CC), Guerbetcarbonate auf Basis von Fettalkoholen mit 6 bis 18, vorzugsweise 8 bis 10 C Atomen, Ester der Benzoesäure mit linearen und/oder verzweigten C6-C22-Alkoholen (z. B. Finsolvo TN), lineare oder verzweigte, symmetrische oder unsymmetrische Dialkylether mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen pro Alkylgruppe, wie z. B. Dicaprylyl Ether (CetiolX OE), Ringöffnungs- produkte von epoxidierten Fettsäureestern mit Polyolen, Siliconöle (Cyclomethicone, Siliciummethicontypen u. a.) und/oder aliphatische bzw. naphthenische Kohlenwasserstoffe, wie z. B. wie Squalan, Squalen oder Dialkylcyclohexane in Betracht.
Emulgatoren Als Emulgatoren kommen beispielsweise nichtionogene Tenside aus mindestens einer der folgenden Gruppen in Frage :
Anlagerungsprodukte von 2 bis 30 Mol Ethylenoxid und/oder 0 bis 5 Moi Propylenoxid an lineare Fettalkohole mit 8 bis 22 C-Atomen, an Fettsäuren mit 12 bis 22 C-Atomen, an Alkylphenole mit 8 bis 15 C-Atomen in der Alkylgruppe sowie Alkylamine mit 8 bis 22
Kohlenstoffatomen im Alkylrest ; Alkyl-und/oder Alkenyloligoglykoside mit 8 bis 22 Kohlenstoffatomen im Alk (en) ylrest und deren ethoxylierte Analoga ;
Anlagerungsprodukte von 1 bis 15 Mol Ethylenoxid an Ricinusöl und/oder gehärtetes
Ricinusöl ; Anlagerungsprodukte von 15 bis 60 Mol Ethylenoxid an Ricinusöl und/oder gehärtetes
Ricinusöl ;
Partialester von Glycerin und/oder Sorbitan mit ungesättigten, linearen oder gesättigten, verzweigten Fettsäuren mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen und/oder Hydroxycarbonsäuren mit 3 bis 18 Kohlenstoffatomen sowie deren Addukte mit 1 bis 30 Mol Ethylenoxid ; Partialester von Polyglycerin (durchschnittlicher Eigenkondensationsgrad 2 bis 8), Poly ethylenglycol (Molekulargewicht 400 bis 5000), Trimethylolpropan, Pentaerythrit, Zu ckeralkoholen (z. B. Sorbit), Alkylglucosiden (z. B. Methylglucosid, Butylglucosid, Lau rylglucosid) sowie Polyglucosiden (z. B.
Cellulose) mit gesättigten und/oder ungesättig ten, linearen oder verzweigten Fettsäuren mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen und/oder
Hydroxycarbonsäuren mit 3 bis 18 Kohlenstoffatomen sowie deren Addukte mit 1 bis 30
Mol Ethylenoxid ;
Mischester aus Pentaerythrit, Fettsäuren, Citronensäure und Fettalkohol gemäss DE
1165574 PS und/oder Mischester von Fettsäuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen,
Methylglucose und Polyolen, vorzugsweise Glycerin oder Polyglycerin.
Mono-, Di-und Trialkylphosphate sowie Mono-, Di-und/oder Tri-PEG-alkylphosphate und deren Salze ; > Wollwachsalkohole ;
Polysiloxan-Polyalkyl-Polyether-Copolymere bzw. entsprechende Derivate ; Block-Copolymere z. B. Polyethylenglycol-30 Dipolyhydroxystearate ; Polymeremulgatoren, z. B. Pemulen-Typen (TR-1, TR-2) von Goodrich ; Polyalkylenglycole sowie Glycerincarbonat.
Ethylenoxidanlagerungsprodukte
Die Anlagerungsprodukte von Ethylenoxid und/oder von Propylenoxid an Fettalkohole,
Fettsäuren, Alkylphenole oder an Ricinusöl stellen bekannte, im Handel erhältliche Pro dukte dar. Es handelt sich dabei um Homologengemische, deren mittlerer Alkoxy lierungsgrad dem Verhältnis der Stoffmengen von Ethylenoxid und/oder Propylenoxid und Substrat, mit denen die Anlagerungsreaktion durchgeführt wird, entspricht. Cl2/18- Fettsäuremono-und-diester von Anlagerungsprodukten von Ethylenoxid an Glycerin sind aus DE 2024051 PS als Rückfettungsmittel für kosmetische Zubereitungen bekannt.
Alkyl-und/oder Alkenyloligoglykoside Alkyl-und/oder Alkenyloligoglycoside, ihre Herstellung und ihre Verwendung sind aus dem Stand der Technik bekannt. Ihre Herstellung erfolgt insbesondere durch Umsetzung von Glucose oder Oligosacchariden mit primären Alkoholen mit 8 bis 18 Kohlenstoffato- men. Bezüglich des Glycosidrestes gilt, dass sowohl Monoglycoside, bei denen ein cyclischer Zuckerrest glycosidisch an den Fettalkohol gebunden ist, als auch oligomere Glycoside mit einem Oligomerisationsgrad bis vorzugsweise etwa 8 geeignet sind. Der Oligomerisierungsgrad ist dabei ein statistischer Mittelwert, dem eine für solche technischen Produkte übliche Homologenverteilung zugrunde liegt.
Partialglyceride Typische Beispiele für geeignete Partialglyceride sind Hydroxystearinsäuremonoglycerid, Hydroxystearinsäurediglycerid, Isostearinsäuremonoglycerid, Isostearinsäurediglycerid, Ölsäuremonoglycerid, Ölsäurediglycerid, Ricinolsäuremoglycerid, Ricinolsäurediglycerid, Linolsäuremonoglycerid, Linolsäurediglycerid, Linolensäuremonoglycerid, Linolensäurediglycerid, Erucasäuremonoglycerid, Erucasäurediglycerid, Weinsäuremonoglycerid, Weinsäurediglycerid, Citronensäuremonoglycerid, Citronendiglycerid, Äpfelsäuremo noglycerid, Äpfelsäurediglycerid sowie deren technische Gemische, die untergeordnet aus dem Herstellungsprozess noch geringe Mengen an Triglycerid enthalten können.
Ebenfalls geeignet sind Anlagerungsprodukte von 1 bis 30, vorzugsweise 5 bis 10 Mol Ethylenoxid an die genannten Partialglyceride.
Sorbitanester Als Sorbitanester kommen Sorbitanmonoisostearat, Sorbitansesquiisostearat, Sorbitandiisostearat, Sorbitantriisostearat, Sorbitanmonooleat, Sorbitansesquioleat, Sorbitan dioleat, Sorbitantrioleat, Sorbitanmonoerucat, Sorbitansesquierucat, Sorbitandierucat, Sorbitantrierucat, Sorbitanmonoricinoleat, Sorbitansesquiricinoleat, Sorbitandiricinoleat, Sorbitantriricinoleat, Sorbitanmonohydroxystearat, Sorbitansesquihydroxystearat, Sorbitandihydroxystearat, Sorbitantrihydroxystearat, Sorbitanmonotartrat, Sorbitansesquitartrat, Sorbitanditartrat, Sorbitantritartrat, Sorbitanmonocitrat, Sorbitansesquicitrat, Sorbitandicitrat, Sorbitantricitrat, Sorbitanmonomaleat, Sorbitansesquimaleat, Sorbitan dimaleat,
Sorbitantrimaleat sowie deren technische Gemische. Ebenfalls geeignet sind Anlagerungsprodukte von 1 bis 30, vorzugsweise 5 bis 10 Mol Ethylenoxid an die genannten Sorbitanester.
Polyqlycerinester Typische Beispiele für geeignete Polyglycerinester sind Polyglyceryl-2 Dipolyhydroxystea- rate (Dehymulse PGPH), Polyglycerin-3-Diisostearate (Lameforme TGI), Polyglyceryl-4 Isostearate (Iso) an@ GI 34), Polyglyceryl-3 Oleate, Diisostearoyl Polyglyceryl-3 Diisostearate (Iso ! an@ PDI), Polyglyceryl-3 Methylglucose Distearate (Tego Care@ 450), Polyglyceryl-3 Beeswax (Cera Bellina@
), Polyglyceryl-4 Caprate (Polyglycerol Caprate T2010/90), Polyglyceryl-3 Cetyl Ether (Chimexaneo NL), Polyglyceryl-3 Distearate (Cremophore GS 32) und Polyglyceryl Polyricinoleate (Admule WOL 1403) Polyglyceryl Dimerate Isostearate sowie deren Gemische. Beispiele für weitere geeignete Polyolester sind die gegebenenfalls mit 1 bis 30 Mol Ethylenoxid umgesetzten Mono-, Di-und Triester von Trimethylolpropan oder Pentaerythrit mit Laurinsäure, Kokosfettsäure, Talgfettsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Ölsäure, Behensäure und dergleichen.
Anionische Emulgatoren Typische anionische Emulgatoren sind aliphatische Fettsäuren mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure, sowie Dicarbonsäuren mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Azelainsäure oder Sebacinsäure.
Amphotere und kationische Emulgatoren Weiterhin können als Emulgatoren zwitterionische Tenside verwendet werden. Als zwitterionische Tenside werden solche oberflächenaktiven Verbindungen bezeichnet, die im Molekül mindestens eine quartäre Ammoniumgruppe und mindestens eine Carboxylatund eine Sulfonatgruppe tragen. Besonders geeignete zwitterionische Tenside sind die sogenannten Betaine wie die N-Alkyl-N, N-dimethylammoniumglycinate, beispielsweise das Kokosalkyldimethylammoniumglycinat, N-Acylaminopropyl-N, N-dimethylammo- niumglycinate, beispielsweise das Kokosacylaminopropyldimethylammoniumglycinat, und 2-Alkyl-3-carboxylmethyl-3-hydroxyethylimidazoline mit jeweils 8 bis 18 C-Atomen in der Alkyl-oder Acylgruppe sowie das Kokosacylaminoethylhydroxyethylcarboxymethylglycinat.
Besonders bevorzugt ist das unter der CTFA-Bezeichnung Cocamidopropyl Be- taine bekannte Fettsäureamid-Derivat. Ebenfalls geeignete Emulgatoren sind ampholytische Tenside. Unter ampholytischen Tensiden werden solche oberflächenaktiven Verbin dungen verstanden, die ausser einer C8/is-Alkyl-oder Acylgruppe im Molekül mindestens eine freie Aminogruppe und mindestens eine-COOH-oder-SO3H-Gruppe enthalten und zur Ausbildung innerer Salze befähigt sind.
Beispiele für geeignete ampholytische Tensi de sind N-Alkylglycine, N-Alkylpropion-säuren, N-Alkylaminobuttersäuren, N
Alkyliminodipropionsäuren, N-Hydroxyethyl-N-alkylamidopropylglycine, N-Alkyltaurine,
N-Alkylsarcosine, 2-Alkylaminopropionsäuren und Alkylaminoessigsäuren mit jeweils et wa 8 bis 18 C-Atomen in der Alkylgruppe.. Besonders bevorzugte ampholytische Tenside sind das N-Kokosalkylaminopropionat, das Kokosacylaminoethylaminopropionat und das Ciz/is-Acyisarcosin. Schliesslich kommen auch Kationtenside als Emulgatoren in Betracht, wobei solche vom Typ der Esterquats, vorzugsweise methylquaternierte Difettsäu retriethanolaminester-Salze, besonders bevorzugt sind.
Fette und Wachse Typische Beispiele für Fette sind Glyceride, d. h. feste oder flüssige pflanzliche oder tierische Produkte, die im wesentlichen aus gemischten Glycerinestern höherer Fettsäuren bestehen, als Wachse kommen u. a. natürliche Wachse, wie z. B. Candelillawachs, Carnaubawachs, Japanwachs, Espartograswachs, Korkwachs, Guarumawachs, Reiskeimölwachs, Zuckerrohrwachs, Ouricurywachs, Montanwachs, Bienenwachs, Schellackwachs, Walrat, Lanolin (Wollwachs), Bürzelfett, Ceresin, Ozokerit (Erdwachs), Petrolatum, Paraffinwachse, Mikrowachse ; chemisch modifizierte Wachse (Hartwachse), wie z. B. Montanesterwachse, Sasolwachse, hydrierte Jojobawachse sowie synthetische Wachse, wie z. B. Polyalkylenwachse und Polyethylenglycolwachse in Frage. Neben den Fetten kommen als Zusatzstoffe auch fettähnliche Substanzen, wie Lecithine und Phospholipide in Frage.
Unter der Bezeichnung Lecithine versteht der Fachmann diejenigen Glycero-Phospholipide, die sich aus Fettsäuren, Glycerin, Phosphorsäure und Cholin durch Veresterung bilden. Lecithine werden in der Fachwelt daher auch häufig als Phosphatidylcholine (PC). Als Beispiele für natürliche Lecithine seien die Kephalin genannt, die auch als Phosphatidsäuren bezeichnet werden und Derivate der 1,2 Diacyl-sn-glycerin-3-phosphorsäuren darstellen. Dem gegenüber versteht man unter Phospholipiden gewöhnlich Mono-und vorzugsweise Diester der Phosphorsäure mit Glycerin (Glycerinphosphate), die allgemein zu den Fetten gerechnet werden. Daneben kommen auch Sphingosine bzw. Sphingolipide in Frage.
Perlglanzwachse Als Perlglanzwachse kommen beispielsweise in Frage : Alkylenglycolester, speziell Ethylengly- coldistearat ; Fettsäurealkanolamide, speziell Kokosfettsäurediethanolamid ; Partialglyceride, speziell Stearinsäuremonoglycerid ; Ester von mehrwertigen, gegebenenfalls hydroxysubstituierte Carbonsäuren mit Fettalkoholen mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, speziell langkettige Ester der Weinsäure ; Fettstoffe, wie beispielsweise Fettalkohole, Fettketone, Fettal- dehyde, Fettether und Fettcarbonate, die in Summe mindestens 24 Kohlenstoffatome aufweisen, speziell Lauron und Distearylether ;
Fettsäuren wie Stearinsäure, Hydroxystearinsäure oder Behensäure, Ringöffnungsprodukte von Olefinepoxiden mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen mit Fettalkoholen mit 12 bis 22 Kohlenstoffatomen und/oder Polyolen mit 2 bis 15 Kohlenstoffatomen und 2 bis 10 Hydroxylgruppen sowie deren Mischungen.
Konsistenzgener und Verdickungsmittel Als Konsistenzgeber kommen in erster Linie Fettalkohole oder Hydroxyfettalkohole mit 12 bis 22 und vorzugsweise 16 bis 18 Kohlenstoffatomen und daneben Partialglyceride, Fettsäuren oder Hydroxyfettsäuren in Betracht. Bevorzugt ist eine Kombination dieser Stoffe mit Alkylo ligoglucosiden und/oder Fettsäure-N-methylglucamiden gleicher Kettenlänge und/oder Polyglycerinpoly-12-hydroxystearaten. Geeignete Verdickungsmittel sind beispielsweise Aerosil Typen (hydrophile Kieselsäuren), Polysaccharide, insbesondere Xanthan-Gum, Guar-Guar, Agar-Agar, Alginate und Tylosen, Carboxymethylcellulose und Hydroxyethyl-und Hydroxypropylcellulose, ferner höhermolekulare Polyethylenglycolmono-und-diester von Fettsäuren, Polyacrylate, (z. B.
Carbopolee und Pemulen-Typen von Goodrich ; Synthaleneo von Sigma ; Keltrol-Typen von Kelco ; Sepigel-Typen von Seppic ; Salcare-Typen von Allied Colloids), Polyacrylamide, Polymere, Polyvinylalkohol und Polyvinylpyrrolidon. Als besonders wirkungsvoll haben sich auch Bentonite, wie z. B. Bentone (D Gel VS-5PC (Rheox) erwiesen, bei dem es sich um eine Mischung aus Cyclopentasiloxan, Disteardimonium Hectorit und Propylencarbonat handelt.
Weiter in Frage kommen Tenside, wie beispielsweise ethoxylierte Fettsäureglyceride, Ester von Fettsäuren mit Polyolen wie beispielsweise Pentaerythrit oder Trimethylolpropan, Fettalkoholethoxylate mit eingeengter Homologenverteilung oder Alkyloligoglucoside sowie Elektrolyte wie Kochsalz und Ammoniumchlorid.
Überfettungsmittel Als Überfettungsmittel können Substanzen wie beispielsweise Lanolin und Lecithin sowie polyethoxylierte oder acylierte Lanolin-und Lecithinderivate, Polyolfettsäureester, Monoglyceride und Fettsäurealkanolamide verwendet werden, wobei die letzteren gleichzeitig als Schaumstabilisatoren dienen.
Stabilisatoren Als Stabilisatoren können Metallsalze von Fettsäuren, wie z. B. Magnesium-, Aluminiumund/oder Zinkstearat bzw.-ricinoleat eingesetzt werden.
Polymere Geeignete kationische Polymere sind beispielsweise kationische Cellulosederivate, wie z. B. eine quaternierte Hydroxyethylcellulose, die unter der Bezeichnung Polymer JR 400@ von Amerchol erhältlich ist, kationische Stärke, Copolymere von Diallylammoniumsalzen und Acrylamiden, quaternierte Vinylpyrrolidon/Vinylimidazol-Polymere, wie z. B. Luviquate (BASF), Kondensationsprodukte von Polyglycolen und Aminen, quaternierte Kollagenpolypeptide, wie beispielsweise Lauryldimonium Hydroxypropyl Hydrolyzed Collagen (LamequatOL/Grünau), quaternierte Weizenpolypeptide, Polyethylenimin, kationische Siliconpolymere, wie z. B.
Amodimethicone, Copolymere der Adipinsäure und Dimethylaminohydroxypropyldiethylentriamin (Cartaretine@/Sandoz), Copolymere der Acrylsäure mit Dimethyl-diallylammoniumchlorid (Merquate 550/Chemviron), Polyaminopolyamide, wie z. B. beschrieben in der FR 2252840 A sowie deren vernetzte wasserlöslichen Polymere, kationische Chitinderivate wie beispielsweise quaterniertes Chitosan, gegebenenfalls mikrokristallin verteilt, Kondensationsprodukte aus Dihalogenalkylen, wie z. B. Dibrombutan mit Bisdialkylaminen, wie z. B. Bis Dimethylamino-1, 3-propan, kationischer Guar-Gum, wie z. B. Jaguar@ CBS, Jaguar@ C-17, Jaguar0 C-16 der Firma Celanese, quaternierte Ammoniumsalz-Polymere, wie z.
B. Mirapot@ A-15, MirapolX AD-S, Mirapold3 AZ-1 der Firma Miranol.
Als anionische, zwitterionische, amphotere und nichtionische Polymere kommen beispielsweise Vinylacetat/Crotonsäure-Copolymere, Vinylpyrrolidon/Vinylacrylat-Copolymere, Vinylace tat/Butylmaleat/Isobornylacrylat-Copolymere, Methylvinylether/Maleinsäureanhydrid-Copolymere und deren Ester, unvernetzte und mit Polyolen vernetzte Polyacrylsäuren, Acrylamidopropyltrimethylammoniumchlorid/Acrylat-Copolymere, Octylacrylamid/Methylmeth-acrylat/tert. Butylaminoethylmethacrylat/2-Hydroxypropylmethacrylat-Copolymere, Polyvinylpyr- rolidon, Vinylpyrrolidon/Vinylacetat-Copolymere, Vinylpyrrolidon/Dimethylaminoethylmethacrylat/Vinylcaprolactam-Terpolymere sowie gegebenenfalls derivatisierte Celluloseether und Silicone in Frage. Weitere geeignete Polymere und Verdickungsmittel sind in Cosm. Toil.
108, 95 (1993) aufgeführt.
Siliconverbindungen Geeignete Siliconverbindungen sind beispielsweise Dimethylpolysiloxane, Methylphenylpolysiloxane, cyclische Silicone sowie amino-, fettsäure-, alkohol-, polyether-, epoxy-, fluor-, glykosid-und/oder alkylmodifizierte Siliconverbindungen, die bei Raumtemperatur sowohl flüssig als auch harzförmig vorliegen können. Weiterhin geeignet sind Simethicone, bei denen es sich um Mischungen aus Dimethiconen mit einer durchschnittlichen Kettenlänge von 200 bis 300 Dimethylsiloxan-Einheiten und hydrierten Silicaten handelt. Eine detaillierte Übersicht über geeignete flüchtige Silicone findet sich zudem von Todd et al. in Cosm. Toil. 91, 27 (1976).
UV-Lichtschutzfilter und Antioxidantien Unter UV-Lichtschutzfaktoren sind beispielsweise bei Raumtemperatur flüssig oder kristallin vorliegende organische Substanzen (Lichtschutzfilter) zu verstehen, die in der Lage sind, ultraviolette Strahlen zu absorbieren und die aufgenommene Energie in Form längerwelliger Strahlung, z. B. Wärme wieder abzugeben. UVB-Filter können öllöslich oder wasserlöslich sein. Als öllösliche Substanzen sind z. B. zu nennen : > 3-Benzylidencampher bzw. 3-Benzylidennorcampher und dessen Derivate, z.
B. 3- (4-
Methylbenzyliden) campher wie in der EP 0693471 B1 beschrieben ; > 4-Aminobenzoesäurederivate, vorzugsweise 4- (Dimethylamino) benzoesäure-2-ethyl- hexylester, 4- (Dimethylamino) benzoesäure-2-octylester und 4- (Dimethylamino) benzoe säureamylester ; > Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4-Methoxyzimtsäure-2-ethylhexylester, 4-Methoxy zimtsäurepropylester, 4-Methoxyzimtsäureisoamylester 2-Cyano-3, 3-phenylzimtsäure-2- ethylhexylester (Octocrylene) ; > Ester der Salicylsäure, vorzugsweise Salicylsäure-2-ethylhexylester, Salicylsäure-4-iso propylbenzylester, Salicylsäurehomomenthylester ;
> Derivate des Benzophenons, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, 2 Hydroxy-4-methoxy-4-methylbenzophenon, 2,2-Dihydroxy-4-methoxybenzophenon ; > Ester der Benzalmalonsäure, vorzugsweise 4-Methoxybenzmalonsäuredi-2-ethylhexyl ester ; > Triazinderivate, wie z. B. 2,4,6-Trianilino-(p-carbo-2-ethyl-1-hexyloxy)-S, 3,5-triazin und
Octyl Triazon, wie in der EP 0818450 AI beschrieben oder Dioctyl Butamido Triazone (UvasorbX HEB) ; Propan-1, 3-dione, wie z. B. 1- (4-tert. Butylphenyl)-3- (4methoxyphenyl) propan-1, 3-dion ; > Ketotricyclo (5.2.1.0) decan-Derivate, wie in der EP 0694521 B1 beschrieben.
Als wasserlösliche Substanzen kommen in Frage : > 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und deren Alkali-, Erdalkali-, Ammonium-, Alkylam monium-, Alkanolammonium-und Glucammoniumsalze ; > Sulfonsäurederivate von Benzophenonen, vorzugsweise 2-Hydroxy-4-methoxybenzo phenon-5-sulfonsäure und ihre Salze ; > Sulfonsäurederivate des 3-Benzylidencamphers, wie z. B. 4- (2-Oxo-3-bornylidenme- thyl) benzolsulfonsäure und 2-Methyl-5- (2-oxo-3-bornyliden) sulfonsäure und deren Salze.
Als typische UV-A-Filter kommen insbesondere Derivate des Benzoylmethans in Frage, wie beispielsweise t-(4-tert. Butylphenyl)-3-(4-methoxyphenyl) propan-t, 3-dion, 4-tert.-Butyl-4- methoxydibenzoylmethan (Parsole 1789), 1-Phenyl-3- (4-isopropylphenyl)-propan-1, 3-dion sowie Enaminverbindungen, wie beschrieben in der DE 19712033 A1 (BASF). Die UV-A und UV-B-Filter können selbstverständlich auch in Mischungen eingesetzt werden. Besonders günstige Kombinationen bestehen aus den Derivate des Benzoylmethans"z.
B. 4-tert.-Butyl 4-methoxydibenzoylmethan (Parsole 1789) und 2-Cyano-3, 3-phenylzimtsäure-2-ethylhexylester (Octocrylene) in Kombination mit Ester der Zimtsäure, vorzugsweise 4 Methoxyzimtsäure-2-ethylhexylester und/oder 4-Methoxyzimtsäurepropylester und/oder 4 Methoxyzimtsäureisoamylester. Vorteilhaft werden deartige Kombinationen mit wasserlöslichen Filtern wie z. B. 2-Phenylbenzimidazol-5-sulfonsäure und deren Alkali-, Erdalkali-, Ammonium-, Alkylammonium-, Alkanolammonium-und Glucammoniumsalze kombiniert.
Neben den genannten löslichen Stoffen kommen für diesen Zweck auch unlösliche Lichtschutzpigmente, nämlich feindisperse Metalloxide bzw. Salze in Frage. Beispiele für geeignete Metalloxide sind insbesondere Zinkoxid und Titandioxid und daneben Oxide des Eisens, Zirkoniums, Siliciums, Mangans, Aluminiums und Cers sowie deren Gemische. Als Salze können Silicate (Talk), Bariumsulfat oder Zinkstearat eingesetzt werden. Die Oxide und Salze werden in Form der Pigmente für hautpflegende und hautschützende Emulsionen und dekorative Kosmetik verwendet. Die Partikel sollten dabei einen mittleren Durchmesser von weniger als 100 nm, vorzugsweise zwischen 5 und 50 nm und insbesondere zwischen 15 und 30 nm aufweisen.
Sie können eine sphärische Form aufweisen, es können jedoch auch solche Partikel zum Einsatz kommen, die eine ellipsoide oder in sonstiger Weise von der sphärischen Gestalt abweichende Form besitzen. Die Pigmente können auch oberflächenbehandelt, d. h. hydrophilisiert oder hydrophobiert vorliegen. Typische Beispiele sind gecoatete Titandioxide, wie z. B. Titandioxid T 805 (Degussa) oder Eusolex T2000 (Merck). Als hydrophobe Coatingmittel kommen dabei vor allem Silicone und dabei speziell Trialkoxyoctylsilane oder Simethicone in Frage. In Sonnenschutzmitteln werden bevorzugt sogenannte Mikro-oder Nanopigmente eingesetzt. Vorzugsweise wird mikronisiertes Zinkoxid verwendet. Weitere geeignete UV-Lichtschutzfilter sind der Übersicht von P.
Finkel in SÖFW-Journal 122, 543 (1996) sowie Parf. Kosm. 3 11 (1999) zu entnehmen.
Neben den beiden vorgenannten Gruppen primärer Lichtschutzstoffe können auch sekundäre Lichtschutzmittel vom Typ der Antioxidantien eingesetzt werden, die die photochemische Reaktionskette unterbrechen, welche ausgelöst wird, wenn UV-Strahlung in die Haut eindringt. Typische Beispiele hierfür sind Aminosäuren (z. B. Glycin, Histidin, Tyrosin, Tryptophan) und deren Derivate, Imidazole (z. B. Urocaninsäure) und deren Derivate, Peptide wie D, L-Carnosin, D-Carnosin, L-Carnosin und deren Derivate (z. B. Anserin), Carotinoide, Carotine (z. B. a-Carotin, ss-Carotin, Lycopin) und deren Derivate, Chlorogensäure und deren Derivate, Liponsäure und deren Derivate (z. B. Dihydroliponsäure), Aurothioglucose, Propylthiouracil und andere Thiole (z. B.
Thioredoxin, Glutathion, Cystein, Cystin, Cystamin und deren Glycosyl-, N-Acetyl-, Methyl-, Ethyl-, Propyl-, Amyl-, Butyl-und Lauryl-, Palmitoyl-, Oleyl-, y Linoleyl-, Cholesteryl-und Glycerylester) sowie deren Salze, Dilaurylthiodipropionat, Distearylthiodipropionat, Thiodipropionsäure und deren Derivate (Ester, Ether, Peptide, Lipide, Nukleotide, Nukleoside und Salze) sowie Sulfoximinverbindungen (z. B. Buthioninsulfoximine, Homocysteinsulfoximin, Butioninsulfone, Penta-, Hexa-, Heptathioninsulfoximin) in sehr geringen verträglichen Dosierungen (z. B. pmol bis umol/kg), ferner (Metall)-Chelatoren (z. B. a- Hydroxyfettsäuren, Palmitinsäure, Phytinsäure, Lactoferrin), a-Hydroxysäuren (z. B.
Citronensäure, Milchsäure, Äpfelsäure), Huminsäure, Gallensäure, Gallenextrakte, Bilirubin, Biliverdin, EDTA, EGTA und deren Derivate, ungesättigte Fettsäuren und deren Derivate (z. B. y Linolensäure, Linolsäure, Ölsäure), Folsäure und deren Derivate, Ubichinon und Ubichinol und deren Derivate, Vitamin C und Derivate (z. B. Ascorbylpalmitat, Mg-Ascorbylphosphat, Ascorbylacetat), Tocopherole und Derivate (z. B.
Vitamin-E-acetat), Vitamin A und Derivate (Vitamin-A-palmitat) sowie Koniferylbenzoat des Benzoeharzes, Rutinsäure und deren Derivate, a-Glycosylrutin, Ferulasäure, Furfurylidenglucitol, Carnosin, Butylhydroxytoluol, Butylhydroxyanisol, Nordihydroguajakharzsäure, Nordihydroguajaretsäure, Trihydroxybutyrophenon, Harnsäure und deren Derivate, Mannose und deren Derivate, Superoxid-Dismutase, Zink und dessen Derivate (z. B. ZnO, ZnS04) Selen und dessen Derivate (z. B. Selen Methionin), Stilbene und deren Derivate (z. B. Stilbenoxid, trans-Stilbenoxid) und die erfin- dungsgemäss geeigneten Derivate (Salze, Ester, Ether, Zucker, Nukleotide, Nukleoside, Peptide und Lipide) dieser genannten Wirkstoffe.
Biogene Wirkstoffe Unter biogenen Wirkstoffen sind beispielsweise Tocopherol, Tocopherolacetat, Tocopherol- palmitat, Ascorbinsäure, (Desoxy) Ribonucleinsäure und deren Fragmentierungsprodukte, ss- Glucane, Retinol, Bisabolol, Allantoin, Phytantriol, Panthenol, AHA-Säuren, Aminosäuren, Ceramide, Pseudoceramide, essentielle Öle, weitere Pflanzenextrakte, und Vitaminkomplexe zu verstehen.
Deodorantien und keimhemmende Mittel Kosmetische Deodorantien (Desodorantien) wirken Körpergerüchen entgegen, überdecken oder beseitigen sie. Körpergerüche entstehen durch die Einwirkung von Hautbakterien auf apokrinen Schweiss, wobei unangenehm riechende Abbauprodukte gebildet werden. Dementsprechend enthalten Deodorantien Wirkstoffe, die als keimhemmende Mittel, Enzyminhibitoren, Geruchsabsorber oder Geruchsüberdecker fungieren.
> Keimhemmende Mittel
Als keimhemmende Mittel sind grundsätzlich alle gegen grampositive Bakterien wirksa men Stoffe geeignet, wie z. B. 4-Hydroxybenzoesäure und ihre Salze und Ester, N- (4- Chlorphenyl)-N'- (3, 4 dichlorphenyl) harnstoff, 2,4,4'-Trichlor-2'-hydroxy-diphenylether (Triclosan), 4-Chlor-3, 5-dimethyl-phenol, 2,2'-Methylen-bis (6-brom-4-chlorphenol), 3 Methyl-4- (1-methylethyl)-phenol, 2-Benzyl-4-chlorphenol, 3- (4-Chlorphenoxy)-1, 2 propandiol, 3-Iod-2-propinylbutylcarbamat, Chlorhexidin, 3,4,4'-Trichlorcarbanilid (TTC), antibakterielle Riechstoffe, Thymol, Thymianöl, Eugenol, Nelkenöl, Menthol, Min zöl, Farnesol, Phenoxyethanol,
Glycerinmonocaprinat, Glycerinmonocaprylat, Glycerin monolaurat (GML), Diglycerinmonocaprinat (DMC), Salicylsäure-N-alkylamide wie z. B.
Salicylsäure-n-octylamid oder Salicylsäure-n-decylamid.
> Enzyminhibitoren
Als Enzyminhibitoren sind beispielsweise Esteraseinhibitoren geeignet. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um Trialkylcitrate wie Trimethylcitrat, Tripropylcitrat, Triisopropyl citrat, Tributylcitrat und insbesondere Triethylcitrat (Hydagend3 CAT). Die Stoffe in hibieren die Enzymaktivität und reduzieren dadurch die Geruchsbildung.
Weitere Stoffe, die als Esteraseinhibitoren in Betracht kommen, sind Sterolsulfate oder-phosphate, wie beispielsweise Lanosterin-, Cholesterin-, Campesterin-, Stigmasterin-und Sitosterin sulfat bzw-phosphat, Dicarbonsäuren und deren Ester, wie beispielsweise Glutarsäure,
Glutarsäuremonoethylester, Glutarsäurediethylester, Adipinsäure, Adipinsäuremono ethylester, Adipinsäurediethylester, Malonsäure und Malonsäurediethylester, Hydroxy carbonsäuren und deren Ester wie beispielsweise Citronensäure, Äpfelsäure, Weinsäure oder Weinsäurediethylester, sowie Zinkglycinat.
> Geruchsabsorber
Als Geruchsabsorber eignen sich Stoffe, die geruchsbildende Verbindungen aufnehmen und weitgehend festhalten können. Sie senken den Partialdruck der einzelnen Kompo nenten und verringern so auch ihre Ausbreitungsgeschwindigkeit. Wichtig ist, dass dabei
Parfums unbeeinträchtigt bleiben müssen. Geruchsabsorber haben keine Wirksamkeit gegen Bakterien. Sie enthalten beispielsweise als Hauptbestandteil ein komplexes Zink salz der Ricinolsäure oder spezielle, weitgehend geruchsneutrale Duftstoffe, die dem
Fachmann als"Fixateure"bekannt sind, wie z. B. Extrakte von Labdanum bzw. Styrax oder bestimmte Abietinsäurederivate.
Als Geruchsüberdecker fungieren Riechstoffe oder
Parfümöle, die zusätzlich zu ihrer Funktion als Geruchsüberdecker den Deodorantien ihre jeweilige Duftnote verleihen. Als Parfümöle seien beispielsweise genannt Gemische aus natürlichen und synthetischen Riechstoffen. Natürliche Riechstoffe sind Extrakte von
Blüten, Stengeln und Blättern, Früchten, Fruchtschalen, Wurzeln, Hölzern, Kräutern und
Gräsern, Nadeln und Zweigen sowie Harzen und Balsamen. Weiterhin kommen tierische
Rohstoffe in Frage, wie beispielsweise Zibet und Castoreum. Typische synthetische Riechstoffverbindungen sind Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Al kohole und Kohlenwasserstoffe. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z. B.
Benzylacetat, p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Phenylethylacetat, Linalylben zoat, Benzylformiat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether, zu den Aldehyden z. B. die linearen
Alkanale mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd,
Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z. B. die Jo none und Methylcedrylketon, zu den Alkoholen Anethol, Citroneiloi, Eugenoi, Isoeugenoi,
Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehö ren hauptsächlich die Terpene und Balsam. Bevorzugt werden jedoch Mischungen ver schiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeu gen.
Auch ätherische Öle geringerer Flüchtigkeit, die meist als Aromakomponenten ver wendet werden, eignen sich als Parfümöle, z. B. Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissen öl, Minzenöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeerenöl, Vetiveröl, Olibanöl, Gal banumöl, Labdanumöl und Lavandinöl.
Vorzugsweise werden Bergamotteöl, Dihydro myrcenol, Lilial, Lyral, Citronellol, Phenylethylalkohol, a-Hexylzimtaldehyd, Geraniol, Benzylaceton, Cyclamenaldehyd, Linalool, Boisambrene Forte, Ambroxan, Indol, Hedione, Sandelice, Citronenöl, Mandarinenöl, Orangenöl, Allylamylglycolat, Cyclovertal, Lavandinöl, Muskateller Salbeiöl, ss-Damascone, Geraniumöl Bourbon, Cyclohexylsalicylat, Vertofix Coeur, Iso-E-Super, Fixolide NP, Evernyl, Iraldein gamma, Phenylessigsäure, Geranylacetat, Benzylacetat, Rosenoxid, Romilat, Irotyl und Floramat allein oder in Mischungen, eingesetzt.
Antitranspirantien Antitranspirantien (Antiperspirantien) reduzieren durch Beeinflussung der Aktivität der ekkrinen Schweissdrüsen die Schweissbildung, und wirken somit Achselnässe und Körpergeruch entgegen. Wässrige oder wasserfreie Formulierungen von Antitranspirantien enthalten typischerweise folgende Inhaltsstoffe : > adstringierende Wirkstoffe, > Ölkomponenten, > nichtionische Emulgatoren, > Coemulgatoren, > Konsistenzgeber, > Hilfsstoffe wie z. B. Verdicker oder Komplexierungsmittel und/oder > nichtwässrige Lösungsmittel wie z. B. Ethanol, Propylenglykol und/oder Glycerin.
Als adstringierende Antitranspirant-Wirkstoffe eignen sich vor allem Salze des Aluminiums, Zirkoniums oder des Zinks. Solche geeigneten antihydrotisch wirksamen Wirkstoffe sind z. B. Aluminiumchlorid, Aluminiumchlorhydrat, Aluminiumdichlorhydrat, Aluminium sesquichlorhydrat und deren Komplexverbindungen z. B. mit Propylenglycol-1, 2. Alumi- niumhydroxyallantoinat, Aluminiumchloridtartrat, Aluminium-Zirkonium-Trichlorohydrat, Aluminium-Zirko-nium-tetrachlorohydrat, Aluminium-Zirkonium-pentachlorohydrat und deren Komplexverbindungen z. B. mit Aminosäuren wie Glycin. Daneben können in Antitranspirantien übliche öllösliche und wasserlösliche Hilfsmittel in geringeren Mengen enthalten sein. Solche öllöslichen Hilfsmittel können z.
B. sein : > entzündungshemmende, hautschützende oder wohlriechende ätherische Öle, > synthetische hautschützende Wirkstoffe und/oder > öllösliche ParFümöle.
Übliche wasserlösliche Zusätze sind z. B. Konservierungsmittel, wasserlösliche Duftstoffe, pH Wert-Stellmittel, z. B. Puffergemische, wasserlösliche Verdickungsmittel, z. B. wasserlösliche natürliche oder synthetische Polymere wie z. B. Xanthan-Gum, Hydroxyethylcellulose, Polyvinylpyrrolidon oder hochmolekulare Polyethylenoxide.
Filmbildner Gebräuchliche Filmbildner sind beispielsweise Chitosan, mikrokristallines Chitosan, quaterniertes Chitosan, Polyvinylpyrrolidon, Vinylpyrrolidon-Vinylacetat-Copolymerisate, Polymere der Acrylsäurereihe, quaternäre Cellulose-Derivate, Kollagen, Hyaluronsäure bzw. deren Salze und ähnliche Verbindungen.
Antischuppenwirkstoffe Als Antischuppenwirkstoffe kommen Pirocton Olamin (1-Hydroxy-4-methyl-6- (2, 4,4 trimythylpentyl)-2- (lH)-pyridinonmonoethanolaminsalz), Baypival (Climbazole), Ketocona zolX, (4-Acetyl-1-{-4-[2-(2. 4-dichlorphenyl) r-2-(tH-imidazol-1-ylmethyl)-1, 3-dioxylan-c-4ylmethoxyphenylpiperazin, Ketoconazol, Elubiol, Selendisulfid, Schwefel kolloidal, Schwefel- polyehtylenglykolsorbitanmonooleat, Schwefelrizinolpolyehtoxylat, Schwfel-teer Destillate, Salicylsäure (bzw.
in Kombination mit Hexachlorophen), Undexylensäure Monoethanolamid Sulfosuccinat Na-Salz, Lamepone UD (Protein-Undecylensäurekondensat), Zinkpyrithion, Aluminiumpyrithion und Magnesiumpyrithion/Dipyrithion-Magnesiumsulfat in Frage.
Quellmittel Als Quellmittel für wässrige Phasen können Montmorillonite, Clay Mineralstoffe, Pemulen sowie alkylmodifizierte Carbopoltypen (Goodrich) dienen. Weitere geeignete Polymere bzw.
Quellmittel können der Übersicht von R. Lochhead in CosmXToil 108, 95 (1993) entnommen werden.
Insekten-Repellentien Als Insekten-Repellentien kommen N, N-Diethyl-m-toluamid, 1,2-Pentandiol oder Ethyl Butylacetylaminopropionate in Frage Selbstbräuner und Depigmentierungsmittel Als Selbstbräuner eignet sich Dihydroxyaceton. Als Tyrosinhinbitoren, die die Bildung von Melanin verhindern und Anwendung in Depigmentierungsmitteln finden, kommen beispielsweise Arbutin, Ferulasäure, Kojisäure, Cumarinsäure und Ascorbinsäure (Vitamin C) in Frage.
Hydrotrope Zur Verbesserung des Fliessverhaltens können ferner Hydrotrope, wie beispielsweise Ethanol, Isopropylalkohol, oder Polyole eingesetzt werden. Polyole, die hier in Betracht kommen, besitzen vorzugsweise 2 bis 15 Kohlenstoffatome und mindestens zwei Hydroxylgruppen. Die Polyole können noch weitere funktionelle Gruppen, insbesondere Aminogruppen, enthalten bzw. mit Stickstoff modifiziert sein.
Typische Beispiele sind > Glycerin ; > Alkylenglycole, wie beispielsweise Ethylenglycol, Diethylenglycol, Propylenglycol, Buty lenglycol, Hexylenglycol sowie Polyethylenglycole mit einem durchschnittlichen Moleku largewicht von 100 bis 1.000 Dalton ; > technische Oligoglyceringemische mit einem Eigenkondensationsgrad von 1,5 bis 10 wie etwa technische Diglyceringemische mit einem Diglyceringehalt von 40 bis 50 Gew.-% ; > Methyolverbindungen, wie insbesondere Trimethylolethan, Trimethylolpropan, Trimethy lolbutan, Pentaerythrit und Dipentaerythrit ;
> Niedrigalkylglucoside, insbesondere solche mit 1 bis 8 Kohlenstoffen im Alkylrest, wie beispielsweise Methyl-und Butylglucosid ;
Zuckeralkohole mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Sorbit oder Mannit, > Zucker mit 5 bis 12 Kohlenstoffatomen, wie beispielsweise Glucose oder Saccharose ; > Aminozucker, wie beispielsweise Glucamin ; > Dialkoholamine, wie Diethanolamin oder 2-Amino-1, 3-propandiol.
Konservierungsmittel Als Konservierungsmittel eignen sich beispielsweise Phenoxyethanol, Formaldehydlösung, Parabene, Pentandiol oder Sorbinsäure sowie die unter der Bezeichnung Surfacine0 bekannten Silberkomplexe und die in Anlage 6, Teil A und B der Kosmetikverordnung aufgeführten weiteren Stoffklassen.
Parfümöle und Aromen Als Parfümöle seien genannt Gemische aus natürlichen und synthetischen Riechstoffen. Natürliche Riechstoffe sind Extrakte von Blüten (Lilie, Lavendel, Rosen, Jasmin, Neroli, Ylang Ylang), Stengeln und Blättern (Geranium, Patchouli, Petitgrain), Früchten (Anis, Koriander, Kümmel, Wacholder), Fruchtschalen (Bergamotte, Zitrone, Orangen), Wurzeln (Macis, Angelica, Sellerie, Kardamon, Costus, Iris, Calmus), Hölzern (Pinien-, Sande-, Guajak-, Zedern-, Rosenholz), Kräutern und Gräsern (Estragon, Lemongras, Salbei, Thymian), Nadeln und Zweigen (Fichte, Tanne, Kiefer, Latschen), Harzen und Balsamen (Galbanum, Elemi, Benzoe, Myrrhe, Olibanum, Opoponax). Weiterhin kommen tierische Rohstoffe in Frage, wie beispielsweise Zibet und Castoreum.
Typische synthetische Riechstoffverbindungen sind Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z. B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-tert. Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzylcarbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenylglycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise Benzylethylether, zu den Aldehyden z. B. die linearen Alkanale mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z.
B. die Jonone, a-Isomethylionon und Methylcedrylketon, zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol, Isoeugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene und Balsam. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Auch ätherische Öle geringerer Flüchtigkeit, die meist als Aromakomponenten verwendet werden, eignen sich als Parfümöle, z. B. Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzenöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeerenöl, Vetiveröl, Olibanöl, Galbanumöl, Labolanumöl und Lavandinöl.
Vorzugsweise werden Bergamotteöl, Dihydromyrcenol, Lilial, Lyral, Citronellol, Phenylethylalkohol, a-Hexylzimtaldehyd, Geraniol, Benzylaceton, Cyclamenaldehyd, Linalool, Boisambrene Forte, Ambroxan, Indol, Hedione, Sandelice, Citronenöl, Mandarinenöl, Orangenöl, Allylamylglycolat, Cyclovertal, Lavandinöl, Muskateller Salbelöl, ss-Damascone, Geraniumöl Bourbon, Cyclohexylsalicylat, Vertofix Coeur, Iso-E-Super, Fixolide NP, Evernyl, Iraldein gamma, Phenylessigsäure, Geranylacetat, Benzyacetat, Rosenoxid, Romilllat, Irotyl und Floramat allein oder in Mischungen, eingesetzt.
Als Aromen kommen beispielsweise Pfefferminzöl, Krauseminzöl, Anisöl, Sternanisöl, Kümmelöl, Eukalyptusöl, Fenchelöl, Citronenöl, Wintergrünöl, Nelkenöl, Menthol und dergleichen in Frage.
Farbstoffe Als Farbstoffe können die für kosmetische Zwecke geeigneten und zugelassenen Substanzen verwendet werden, wie sie beispielsweise in der Publikation"Kosmetische Färbemittel" der Farbstoffkommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Verlag Chemie, Weinheim, 1984, S. 81-106 zusammengestellt sind. Beispiele sind Kochenillerot A (C. I. 16255), Patentblau V (C. I. 42051), Indigotin (C. I. 73015), Chlorophyllin (C. I. 75810), Chinolingelb (C. I. 47005), Titandioxid (C. I. 77891), Indanthrenblau RS (C. I. 69800) und Krapplack (C. I. 58000). Als Lumineszenzfarbstoff kann auch Luminol enthalten sein.
Diese Farbstoffe werden üblicherweise in Konzentrationen von 0,001 bis 0,1 Gew.-%, bezogen auf die gesamte Mischung, eingesetzt.
Der Gesamtanteil der Hilfs-und Zusatzstoffe kann 1 bis 50, vorzugsweise 5 bis 40 Gew.-%bezogen auf die Mittel-betragen. Die Herstellung der Mittel kann durch übliche Kalt-oder Heissprozesse erfolgen ; vorzugsweise arbeitet man nach der Phaseninversionstemperatur Methode.
Beispiele Beispiel 1 : 50 g gefriergetrocknete Saccharomyces cerevisiae wurden in 370 ml Ammoniumacetat Puffer bei 4 C suspendiert Der Puffer setzte sich zusammen aus 50 mM Ammoniumacetet, 50 mM NaCI und hatte einen pH-Wert von 7,5. Die Zellen wurden mit Hilfe eines Sonifikators bei 4-10 C zerstört. Während dieser Prozedur wurde der pH-Wert mit 2N Na OH-Lösung auf 7.5 gehalten. Die Zelltrümmer wurden bei 4 C durch Zentrifugation abgetrennt und die überstehende Lösung wurde 10 min bei 80 C inkubiert. Es wurde ein weiteres mal zentrifugiert und die erhaltenen 212 g Flüssigkeit sprühgetrocknet.
Die Ausbeute an Trockensubstanz betrug 4,7 % bezogen auf die eingesetzte Menge an Hefezellen. Eine SDS PAGE Analyse zur Bestimmung der Molgewichte der erhaltenen Proteine wurde durchgeführt.
Die Ergebnisse finden sich in Beispiel 4 und Figur 1-3.
Beispiel 2 : 4,5 Liter eines Mediums enthaltend 10 g/l eines bakteriologischen Peptones, 20 g/l Glucose, 5 g/1 Hefe-Extrakt und 0,8 M Mannitol in osmotischem Wasser wurden 30 min. bei 121 C autoklaviert. 67 g gefriergetrocknete Saccharomyces cerevisiae Zellen wurden zugegeben und 24 Stunden unter diesen osmotischen Stressbedingungen bei 30 C unter Luftzufuhr und unter Schütteln kultiviert. Die Zellen wurden geerntet und 20 min bei 4 C und bei 5600 g zentrifugiert. Anschliessend wurden die Zellen in Ammoniumacetet Puffer pH 7,5 gewaschen. 203 g Biomasse wurden erhalten und 92 g davon wurden in 327 ml Ammoniumacetat Puffer suspendiert.
Die Zellen wurden mit Hilfe eines Sonifikators bei 4-10 C zerstört. Während dieser Prozedur wurde der pH-Wert mit 2N NaOH-Lösung auf 7.5 gehal- ten. Die Zelltrümmer wurden bei 4 C durch Zentrifugation abgetrennt und die überstehende Lösung wurde 10 min bei 80 C inkubiert. Es wurde ein weiteres mal zentrifugiert und die erhaltenen 303 g Flüssigkeit sprühgetrocknet. Die Ausbeute an Trockensubstanz betrug 3,0 % bezogen auf die eingesetzte Menge an Hefezellen. Eine SDS-PAGE Analyse zur Bestimmung der Molgewichte der erhaltenen Proteine wurde durchgeführt. Die Ergebnisse finden sich in Beispiel 4 und Figur 1-3.
Beispiel 3 : 1 kg frische Bäckerhefe Saccharomyces cerevisiae wurden in 2 Liter Wasser mit 50 mM NaCI suspendiert. Der pH-Wert der Lösung wurde mit 2N NaOH-Lösung auf 7,5 eingestellt, 15 min bei 100 C erhitzt und anschliessend gekühlt. Mit einem diskontinuierlichen Hochdruckhomogenisator wurden die Zellen bei 800 bar zerstört. Die Konzentration der erhaltenen Proteine betrug 27 g/l. Der pH-Wert wurde mit 2N Schwefelsäure auf 4 eingestellt, die Suspension erneut 15 min auf 100 C erhitzt und abgekühlt. Unlösliche Teile wurden durch Zentrifugation über 30 min bei 5600 g abgetrennt und die überstehende Lösung wurde filtriert.
Die erhaltene opaleszierende Lösung wurde getrocknet und man erhielt 4,3 % Trockenprodukt. Die SDS-PAGE Analyse dieses Extraktes findet sich in Beispiel 4 und Figur 1- 3.
Beispiel 4 : Um die Anwesenheit von LEA-ähnlichen Proteinen HSP12 in den Extrakten gemäss Beispiel 1-3 zu prüfen, wurde ein Anti-Serum-anti-LEA-ähnliches Protein HSP12 hergestellt aus synthetischem Peptid 1-15 MSDAGRKGFGEKASE-CONH2 und 95-109 YVSGRVHGEEDPTKK-CONH2 von dem Protein, welches gekoppelt wurde an KLH-Proteine um Antigen zu erhalten. 3 Mäuse wurden je 4 mal mit beiden Antigenen immobilisiert und nach 87 Tagen wurde das Antiserum erhalten.
Die Hefe-Extrakte nach Beispiel 1 bis 3 wurden durch SDS-PAGE analysiert und mit Coomassie-blau angefärbt. Die Proteinbanden finden sich in der Figur 1. Die erste Spur zeigt die Vergleichsproteine und die weiteren Spuren die Extrakte aus den Beispielen 1-3.
1. Vergleichsproteine (36,4 ; 26,6 ; 16,0 ; 8,4 ; und 3,8 kDa) 2. Extrakt nach Beispiel 1 (30 mg/ml) 3. Extrakt nach Beispiel 2 (30 mg/ml) 4. Extrakt nach Beispiel 3 (30 mg/ml) In den Figuren 2 und 3 finden sich die Immunoblot-SDS-PAGE Analysen mit Antiserum anti LEA-ähnliche Proteine/HSP12.
Figur 2 : Spur 1 : Extrakt nach Beispiel 2 (30 mg/ml)
Spur 2 : Extrakt nach Beispiel 1 (30 mg/ml)
Spur 3 : Vergleichsproteine (36,4 ; 26,6 ; 16,0 ; 8,4 ; und 3,8 kDa) Figur 3 : Spur 1 : Extrakt nach Beispiel 2 (30 mg/ml)
Spur 2 : Vergleichsproteine (36,4 ; 26,6 ; 16,0 ; 8, 4 ; und 3,8 kDa) Aus den Ergebnissen der SDS-PAGE Analasyen sowohl mit Coomassie-blau Anfärbung als auch durch Immunoblot lässt sich deutlich die Gegenwart von Proteinen erkennen, die ein Molekulargewicht von ca. 12 kDa besitzen.
Beispiel 5 : Um die Gegenwart von HSP70 Proteinen zu belegen, wurde der Extrakt nach Beispiel 3 durch SDS-PAGE Elektrophorese mit Antikörper anti-human HSP70 analysiert. Figur 4 zeigt die SDS-PAGE. Antikörper und humanes HSP70 wurden von TEBU bezogen.
Figur 4 : Spur 1 : Extrakt nach Beispiel 3 (30 mg/ml)
Spur 2 : humanes HSP70 (positiv-Kontrolle)
Spur 3 : Vergleichsproteine (216 ; 132 ; 78 ; 45,7 ; 32,5 ; 18,4 ; und 7,6 kDa) Die Ergebnisse aus Beispiel 4 und Beispiel 5 belegen die Gegenwart von LEA-ähnlichen HSP12 und von HSP70 Proteinen in den Hefe-Extrakten.
Beispiel 6 : Test zur Feuchtigkeitsreciulierung der Haut Hintergrund : In der Epidermis menschlicher Haut findet sich die Hornschicht (das Stratum corneum). Das Stratum corneum ist ein dielektrisches Medium von geringer elektrischer Leitung. Der Wassergehalt führt zur erhöhten dielektrischen Leitfähigkeit und die Bestimmung der dielektrischen Leitfähigkeit des Stratum corneum kann somit als Mass für den Grad der Feuchtigkeit menschlicher Haut dienen. Die Erhöhung der dielektrischen Leitfähigkeit des Stratum corneum reflektiert einen erhöhten Feuchtigkeitsgrad der menschlichen Haut.
Methode : Proben von normaler Haut, erhalten aus der plastischen Chirurgie, wurden für diesen Test verwendet. Das Stratum corneum aus diesen Hautproben wurde in Kammern mit definierter relativer Feuchtigkeit (44 %, gesättigte Lösung von Kaliumcarbonat) gelagert und standardisiert. Jede Probe des Stratum corneums wurde unter drei Bedingungen vergleichend getestet.
1) ohne Behandlung ;
2) Behandlung mit Placebo ;
3) Behandlung mit einer Zubereitung die aus einem Hydrogel besteht (Hydrogel LS von der Firma Laboratoire Sérobiologique LS), enthaltend 4,3 Gew-% Extrakt ge mäss Beispiel 3 (pH 6,14).
Als Placebo diente das Hydrogel (Hydrogel LS der Firma Laboratoire Serobiologique LS) ohne die beschriebene Zubereitung, also ohne Hefeextrakt. Es wurde 1 mg Hydrogel pro cm2 aufgetragen.
Die feuchtigkeitsregulierende Aktivität der oben beschriebenen Zubereitung wurde bestimmt in prozentualer Erhöhung der Leitfähigkeit im Vergleich zur Placebo Behandlung.
Aus den Ergebnissen lässt sich eine Dosis-abhängige feuchtigkeitsregulierende Aktivität erkennen.
EMI29.1
<tb>
Art <SEP> der <SEP> Behandlung <SEP> Vor <SEP> der <SEP> 30 <SEP> min <SEP> 1 <SEP> Stunde <SEP> 2 <SEP> Stunden <SEP> 4 <SEP> Stunden <SEP> 6 <SEP> Stunden <SEP> 24 <SEP> Stunden
<tb> <SEP> Behandlung
<tb> Kontrolle <SEP> 9,6 <SEP> (1,2) <SEP> 9, <SEP> 9 <SEP> (1,2) <SEP> 10,0 <SEP> (1,0) <SEP> 10,3 <SEP> (1,1) <SEP> 9,9 <SEP> (1,0) <SEP> 9,7 <SEP> (1,2) <SEP> 9,5 <SEP> (1,1)
<tb> Placebo <SEP> 10,4 <SEP> (1,0) <SEP> 28,4 <SEP> (2,2) <SEP> 16,3 <SEP> (1,2) <SEP> 12,1 <SEP> (1,3) <SEP> 11,5 <SEP> (0.8) <SEP> 10,3 <SEP> (0,8) <SEP> 9,1 <SEP> (1,0)
<tb> Behandlung <SEP> nach <SEP> 3) <SEP> 10,1 <SEP> (1,2) <SEP> 41,8 <SEP> (5,6) <SEP> 29,9 <SEP> (3,9) <SEP> 17,8 <SEP> (2,6) <SEP> 15,8 <SEP> (1,8) <SEP> 13,3 <SEP> (1,4) <SEP> 9,4 <SEP> (0,9)
<tb> Tabelle 2 Feuchtigkeitsregulierender Effekt,
bestimmt durch Messung der dielektrischen Leitfähigkeit (in J. S) ; (in Klammern findet sich die Standardabweichung) Die Kontrollmessungen zeigen eine gleichbleibende Leitfähigkeit über den gesamten Messzeitraum. Das Placebo-Hydrogel hat die Leitfähigkeit des Stratum corneums nach 30 min und nach 1 Stunde leicht erhöht. Der feuchtigkeitsregulierende Effekt des Hefe-Extraktes zeigt sich jedoch eindeutig durch die Erhöhung der Leitfähigkeit 30 min und bis zu 6 Stunden nach der Behandlung.
Beispiel 7 : Regenerierende und revitalisierende Aktivität auf der Haut Das Ziel dieser Test ist der Nachweis einer regenerierenden und revitalisierenden Aktivität von Extrakten aus Saccharomyces cerevisiae an humanen Fibroblastenkulturen in vitro.
Methode 1 : Effekte am Zellwachstum humaner Fibroblasten wurden in einem definiertem Nährmedium (DMEM = Dulbecco Minimum Essential Medium, Firma Life Technologie Sarl) mit 10 Gew.-% fötalem Kälberserum angeimpft und für 24 h bei 37 C in einer 5 % igen CO2- Atmosphäre inkubiert. Anschliessend wurde das Nährmedium mit fötalem Kälberserum durch ein Nährmedium aus DMEM ohne fötalem Kälberserum ausgetauscht. Zu diesem Nährmedium wurden unterschiedliche Konzentrationen an Aktivsubstanz in Form der Extrakte nach Beispiel 3 gegeben. Zum Vergleich wurde als Kontrolle eine Testreihe von humanen Fibroblasten ohne Aktivsubstanz inkubiert.
Nach einer drei tägigen Inkubation der Fibroblasten im Nährmedium wurde das Wachstum und die Stoffwechselaktivität beurteilt, indem der Gehalt an Proteinen nach der Methode von Bradford bestimmt wurde (Bradford et al. ; Anal. Biochem. ; 1976 ; 72 ; 248-254) und indem der intrazelluläre Anteil an ATP nach der Methode von Vasseur (Journal francais Hydrologie, 1981,9,149-156.) bestimmt wurde.
Die Studie zeigt, dass die Extrakte nach Beispiel 3 das Wachstum und den Stoffwechsel (Metabolismus) der humanen Fibroblasten in vitro erheblich anregt.
Methode 2 : Verbesserung der Überlebensfähigkeit Die Test wurden durchgeführt an humanen Fibroblasten. Der Test ermöglicht auf den ruhenden Zellen eine gewisse Anzahl von Parametern mengenmässig zu bestimmen. Die Kultivierung der Zellen entspricht der Kultivierung aus der Methode 1, ausgenommen der Inkubationszeit. Die Inkubationszeit für diese Test bevor das Wachstumsmedium ausgetauscht wurde, betrug 72 h. Die Überlebensfähigkeit wurde beurteilt über die kolorimetrische Bestimmung des Anteils an Proteinen nach der Methode von Bradford (Anal. Biochem. 1976,72,248-254.) und über die Bestimmung des Anteils an Glutathion (GSH) mit einer fluoreszierenden Sonde, dem Orthophtalaldehyd nach der Methode von Hissin und Hilf (Anal. Biochem. 1976,74,214-226.).
Das Glutathion wird von Zellen produziert um direkt gegen oxidativen Stress und Umwelteinflüssen wie hoher Schwermetallbelastung reagieren zu können. Ein erhöhter Anteil an reduziertem Glutathion nach Behandlung der Zellen mit Extrakten nach Beispiel 3, ist demnach ein Mass für die gesteigerte Überlebensfähigkeit der Zelle bei äusseren Stress und Belastungsbedingungen. Neben dem Gehalt an Proteinen und Gluthation wurde ebenfalls der Gehalt an DNA mit einer Fluoreszenzprobe bis-Benzimide der Firma Hoechst bestimmt. Die Ergebnisse wurden ermittelt in Prozent im Vergleich zur Kontrolle.
EMI31.1
<SEP> Konzentration <SEP> (Gew.-%) <SEP> Gehalt <SEP> an <SEP> Proteine
<tb> Kontrolle <SEP> 100
<tb> Extrakt <SEP> nach <SEP> Beispiel <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 001 <SEP> 107
<tb> <SEP> 0, <SEP> 003 <SEP> 124
<tb> <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 165
<tb> <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 173
<tb> Tabelle 3 Revitalisierende Aktivität (in Klammern findet sich die Standardabweichung)
EMI31.2
<tb> <SEP> Konzentration <SEP> DNA-Gehalt <SEP> Gehalt <SEP> an <SEP> Pro-Gehalt <SEP> an <SEP> GSH <SEP> Gehalt <SEP> an <SEP> ATP
<tb> <SEP> (Gew-%) <SEP> teine
<tb> Kontrolle <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> Extrakt <SEP> nach <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 127 <SEP> 134 <SEP> 117 <SEP> 144
<tb> Beispiel <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 136 <SEP> 169 <SEP> 114 <SEP> 177
<tb> Tabelle 4 Überlebensaktivität (in Klammern findet sich die Standardabweichung)
Die Ergebnisse zeigen, dass Extrakte enthaltend LEA-ähnliche HSP12 Proteine aus Saccharomyces cerevisiae den Metabolismus humaner Fibroblasten stimulieren und so eine revitalisierende und reaktivierende Aktivität zeigen. Sie zeigen eine wachstumsfördernde Aktivität und erhöhen die Überlebensfähigkeit der Fibroblasten. Aus dem Grunde können die Extrakte als Anti-aging-Mittel und/oder als reaktivierendes Mittel als Mittel zur Erhöhung der Widerstandskraft menschlicher Haut und Haarfollikel gegen schädliche Umwelteinflüsse als Mittel zur Stimulierung der Synthese und Erneuerung dermaler Makromoleküle wie
Collagen, Elastin, Glycoproteine, Proteoglycan und GAG in der Kosmetik eingesetzt werden.
Beispiel 8 : Entzündungshemmende Eigenschaften in vitro-UVB Lichtschutz Hintergrund : UVB-Strahlen (280-320 nm) lösen durch Aktivierung eines Enzyms, nämlich Phospholipase A2 oder PLA2, die Arachidonsäure aus den Phospholipiden der Zellmembran entfernt, eine Entzündung (Erythem, Ödem) aus. Arachidonsäure ist die Vorstufe der Prostaglandine, die eine Entzündung und eine Zellmembranschädigung verursachen ; die Prostaglandine E2 (= PGE2) werden durch die Cyclooxygenase gebildet.
Methode : Der Effekt von UVB-Strahlung wurde an Keratinocyten in vitro untersucht indem die Freisetzung des Cytoplasaenzyms LDH (Lactat Dehydrogenase) bestimmt wurde. Dieses Enzym dient als Marker für eine Zellschädigung.
Zur Durchführung der Tests wurde ein definiertes Medium, das fötales Kälberserum enthält, mit den Keratinozyten beimpft und der Extrakt nach Beispiel 3 72 Stunden nach dem Be impfen zugegeben. Die Keratinozyten wurden sodann mit einer UVB-Dosis bestrahlt (50 mJ/cm2-Röhren : DUKE GL40E).
Nach weiterer 1 tägiger Inkubation bei 37 C und bei 5 % CO2 wurde der LDH-und der PGE2-Gehalt im Überstand bestimmt. Der Gehalt von LDH- (Lactatdehydrogenase) wurde mittels einer Enzymreaktion bestimmt (verwendetes kit zur Untersuchung des LDH Gehaltes von der Firma Roche) Der Gehalt an PGE2 wurde mit einem ELISA-Test (ELISA Kit der Firma Roche) bestimmt. Nach der Trypsin-Behandlung wurden die Zellen zentrifugiert und ausgezählt. Die Anzahl adhärenter Keratinozyten wurde (nach Trypsinbehandlung) mit einem Partikelzählgerät bestimmt.
EMI32.1
<tb>
<SEP> Konzentration <SEP> Anzahl <SEP> Keratinocyten <SEP> Gehalt <SEP> an <SEP> freige-Gehalt <SEP> an <SEP> freige
<tb> <SEP> (Gew.-% <SEP> setzter <SEP> LDH <SEP> setzter <SEP> PGE2
<tb> Kontrolle <SEP> 100 <SEP> 0 <SEP> 0
<tb> Kontrolle <SEP> +UVB <SEP> 37 <SEP> 100 <SEP> 100
<tb> UVB <SEP> + <SEP> Extrakt <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 45 <SEP> 71 <SEP> 105
<tb> nach <SEP> Beispiel <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 42 <SEP> 59 <SEP> 80
<tb> <SEP> 1104235
<tb> Tabelle 5 : Zellschutzwirkung eines Extraktes von Saccharomyces cerevisiea gegen UVB-Strahlen ;
Ergebnisse in % bezogen auf die Kontrolle, Mittelwert aus 2 Versuchen, jeder mit zwei Wiederholungen Die Ergebnisse dieser Tests belegen, dass ein erfindungsgemässer Extrakt den Effekt von UVB-Strahlung auf die Anzahl an Keratinocyten reduziert.
Es zeigt sich eine Verringerung des durch UVB an menschlichen Keratinocyten induzierten PGE2-Gehaltes und eine Verringerung des Gehalts an freigesetzte LDH im Cytoplasma. Die beschriebenen Extrakte zeigen demnach die Fähigkeit, die durch UVB-Strahlung hervorgerufene Schädigung an Zellmembranen zu reduzieren und zeigen eine hemmende Wirkung gegen Entzündungen, die durch UVB Strahlung induziert werden. Die Extrakte können aus dem Grunde eingesetzt werden zur Behandlung sensitiver Haut und zur Verringerung der Schädigung durch Sonnenbrand.
Beispiel 9 : Zellschutz gegen Hitzeschock an humanen Fibroblasten Der Hitzeschock an humanen Fibroblasten wurde induziert durch die Erhöhung der Inkubationstemperatur von 37 C auf 45 C für zwei Stunden. Die Anzahl an lebenden gestressten Zellen wurde bestimmt durch den Gehalt an zellulärem Adenosintriphosphate (ATP) und am Gehalt an Lactatdehydrogenase (LDH). Der ATP-Gehalt ist ein gut bekannter Marker zellulä- rer Lebensfähigkeit und ein veränderter Gehalt ist ein sehr sensibler Test für Cytotoxizität.
Der Gehalt wurde bestimmt nach der Methode von Vasseur (Vasseur P. et al. ; Enviromental Pollution ; 1 ; 167-175 ; 1980).
Die Freisetzung des hochmolekularen Cytoplasmaenzyms LDH ist ein Zeichen für eine Zellmembranschädigung und ist ein allgemeiner Marker für einen Zellschaden. Der Gehalt von LDH- (Lactatdehydrogenase) wurde spectrophotometrisch durch Bestimmung des NADH Gehaltes während der LDH-katalysierten Umwandlung von Pyruvate zu Lactat nach der Methode von Bonnekoh bestimmt. (Bonnekoh B et al. ; Dermatol. Research ; 282 ; 325-329 ; 1990).
Methode : Zur Durchführung dieser Tests wurde ein definiertes Kulturmedium (DMEM) mit den Fibroblasten mit fötalem Kälberserum beimpft und der Pflanzenextrakt bzw. die zu testenden Mischungen und Zubereitungen (in dem definierten Medium mit 10 % Fötalem Kälberserum) 72 Stunden nach dem Beimpfen zugegeben. Die Inkubation erfolgte bei 37 C und einem CO2-Gehalt von 5 %.
Nach 48 stündiger Inkubation bei 37 C und einem CO2-Gehalt von 5 % wurden die Zellen dem Hitzeschock ausgesetzt indem die Inkubationstemperatur für zwei Stunden von 37 C auf 45 C erhöht wurde. Es folgte eine erneute Inkubation von 24 Stunden bei 37 C und einem CO2-Gehalt von 5 %.
Der Gehalt an ATP wurde verfolgt durch Bestimmung des Lichtanteils bei der enzymatischen Reaktion zwischen ATP und dem Komplex aus Luciferin/Luciferase.
EMI33.1
<SEP> Behandlung <SEP> Konzentration <SEP> Gehalt <SEP> an <SEP> ATP <SEP> [%] <SEP> Gehalt <SEP> an <SEP> freigesetztem <SEP> LDH <SEP> [%]
<tb> <SEP> (Gew.-%)
<tb> <SEP> Kontrolle <SEP> ohne <SEP> Hitzeschock <SEP> (37 C) <SEP> 100 <SEP> 0
<tb> <SEP> Kontrolle <SEP> mit <SEP> Hitzeschock <SEP> (45'C) <SEP> 37 <SEP> 100
<tb> Extrakt <SEP> nach <SEP> Beispiel <SEP> 3 <SEP> + <SEP> Hitzeschock <SEP> 0,2 <SEP> 124 <SEP> 119
<tb> <SEP> 0,6 <SEP> 188 <SEP> 98
<tb> <SEP> 1 <SEP> 157 <SEP> 61
<tb> Tabelle 6 Gehalt an freigesetzter LDH und an freigesetztem ATP zur Bestimmung der Zellschutzwirkung gegen
Hitzeschock- (Mittelwert aus je drei Versuchen mit je drei Wiederholungen)
Der schädliche Effekt des Hitzeschocks auf humane Fibroblasten konnte gezeigt werden durch den verringerten Gehalt an ATP und den erhöhten Gehalt an freigesetzten LDH. Die Behandlung mit Extrakt enthaltend LEA-ähnliche HSP12-Proteine hat eine zelluläre Resistenz gegen Hitzeschock erbracht.
Tabelle 7 Kosmetische Zubereitungen (Wasser, Konservierungsmittel ad 100 Gew.-%)
EMI34.1
<tb> Zusammensetzung <SEP> (INCI) <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6
<tb> Emulgade# <SEP> SE <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 4, <SEP> 0
<tb> Glyceryl <SEP> Sterate <SEP> (and) <SEP> Ceteareth <SEP> 12/20 <SEP> (and) <SEP> Cetearyl <SEP> Alcohol
<tb> <SEP> (and)Cetyl <SEP> Palmitate
<tb> Eumulgin <SEP> B1 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 1,0 <SEP> - <SEP>
<tb> Ceteareth-12
<tb> Lameform# <SEP> TGI <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 4,0 <SEP>
<tb> Polyglyceryl-3 <SEP> Isostearate
<tb> Dehymuls# <SEP> PGPH <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 4, <SEP> 0
<tb> Polyglyceryl-2 <SEP> Dipolyhydroxystearate
<tb> MonomulsO <SEP> 90-0 <SEP> 18----2, <SEP> 0
<tb> Glyceryl <SEP> Oleate
<tb> étiole <SEP> HE-----2,
<SEP> 0
<tb> PEG-7 <SEP> Glyceryl <SEP> Cocoate
<tb> Cetiol# <SEP> OE <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 5,0 <SEP> 6,0
<tb> Dicaprylyl <SEP> Ether
<tb> étiole <SEP> PGL <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> 10, <SEP> 0 <SEP> 9, <SEP> 0
<tb> Hexyldecanol <SEP> (and) <SEP> Hexyldecyl <SEP> Laurate
<tb> Cetiol# <SEP> SN <SEP> 3,0 <SEP> 3,0 <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> - <SEP> - <SEP>
<tb> Cetea <SEP> Isononanoate
<tb> Cetiol# <SEP> V <SEP> 3,0 <SEP> 3,0 <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> - <SEP> - <SEP>
<tb> DecylOleate
<tb> Myritol# <SEP> 318---3, <SEP> 0 <SEP> 5,0 <SEP> 5,0
<tb> Coco <SEP> Caprylate <SEP> Caprate
<tb> Bees <SEP> Wax <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 7,0 <SEP> 5,0
<tb> NutrilanO <SEP> Elastin <SEP> E20 <SEP> 2,0 <SEP> 2,0---
<tb> Hydrolyzed <SEP> Elastin
<tb> Extrakt <SEP> nach <SEP> Beispiel <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0,
<SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 1
<tb> Nutrilan# <SEP> I-50 <SEP> - <SEP> - <SEP> 2,0 <SEP> - <SEP> - <SEP>
<tb> Hydrolyzed <SEP> Collagen
<tb> Gluadin# <SEP> AGP <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,5 <SEP> - <SEP>
<tb> Hydrolyzed <SEP> Wheat <SEP> Gluten
<tb> Gluadin# <SEP> WK <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> 0,5
<tb> Sodium <SEP> Coco <SEP> Hydrolyzed <SEP> Wheat <SEP> Protein
<tb> HighcareenX <SEP> GS <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0
<tb> Betaglucan
<tb> <SEP> Hydagen# <SEP> CMF <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0
<tb> Chitosan
<tb> Magnesium <SEP> Sulfate <SEP> Hepta <SEP> Hydrate <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 1,0 <SEP> 1,0
<tb> Glycerin <SEP> (86 <SEP> Gew.-% <SEP> ig) <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> 3 <SEP> 0 <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 3, <SEP> 0
<tb> (1,2) Softcreme,
(3,4) Feuchtigkeitsemulsion, (5,6) Nachtcreme Tabelle 7 - Fortsetzung Kosmetische Zubereitungen (Wasser, Konservierungsmittel ad 100 Gew.-%)
EMI35.1
<tb> Zusammensetzung <SEP> (INCI) <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP> 10 <SEP> 11 <SEP> 12
<tb> Emu) <SEP> gade@
<SEP> SE5, <SEP> 0 <SEP> 5,0 <SEP> 5,0 <SEP> 4,0-
<tb> Glyceryl <SEP> Sterate <SEP> (and) <SEP> Ceteareth <SEP> 12/20 <SEP> (and) <SEP> Cetearyl <SEP> Alcohol
<tb> <SEP> (and) <SEP> Cetyl <SEP> Palmitate
<tb> Eumulgin# <SEP> B1---1, <SEP> 0-
<tb> Ceteareth-12
<tb> Lameform# <SEP> TGI <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 4,0 <SEP>
<tb> Polyglyceryl-3 <SEP> Isostearate
<tb> Dehymuls# <SEP> PGPH <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 4, <SEP> 0
<tb> Polyglyceryl-2 <SEP> Dipolyhydroxystearate
<tb> Monomuls# <SEP> 90-0 <SEP> 18----2, <SEP> 0
<tb> GI <SEP> ce <SEP> I <SEP> Oleate
<tb> Cetiol# <SEP> HE <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 2, <SEP> 0
<tb> PEG-7 <SEP> Glyceryl <SEP> Cocoate
<tb> Cetiol# <SEP> OE <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 6,0
<tb> Dica <SEP> I <SEP> I <SEP> Ether
<tb> Cetiol# <SEP> PGL <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 3,
<SEP> 0 <SEP> 10,0 <SEP> 9,0
<tb> Hexyldecanol <SEP> (and) <SEP> Hexyldecyl <SEP> Laurate
<tb> Cetiol# <SEP> SN <SEP> 3,0 <SEP> 3,0 <SEP> 3,0
<tb> Cetea <SEP> Isononanoate
<tb> Cetiolt9 <SEP> V <SEP> 3,0 <SEP> 3,0 <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> - <SEP> - <SEP>
<tb> Decyl <SEP> Oleate
<tb> Myritol# <SEP> 318 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 3, <SEP> 0 <SEP> 5,0 <SEP> 5,0
<tb> Coco <SEP> Caprylate <SEP> Caprate
<tb> Bees <SEP> Wax7, <SEP> 0 <SEP> 5, <SEP> 0
<tb> Nutrilan# <SEP> Elastin <SEP> E20 <SEP> 2,0 <SEP> 2,0---
<tb> Hydrolyzed <SEP> Elastin
<tb> Extrakt <SEP> nach <SEP> Beispiel <SEP> 3 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 1
<tb> Nutrilan# <SEP> I-50 <SEP> - <SEP> - <SEP> 2,0 <SEP> - <SEP> - <SEP>
<tb> Hydrolyzed <SEP> Collagen
<tb> Gluadin# <SEP> AGP <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP> 0,
5 <SEP> - <SEP>
<tb> Hydrolyzed <SEP> Wheat <SEP> Gluten
<tb> Gluadin0 <SEP> WK----0, <SEP> 5 <SEP> 0,5
<tb> Sodium <SEP> Coco <SEP> Hydrolyzed <SEP> Wheat <SEP> Protein
<tb> Highcareen <SEP> GS <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0
<tb> Betaglucan
<tb> HydagenO <SEP> CMF <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0 <SEP> 1,0
<tb> Chitosan
<tb> Magnesium <SEP> Sulfate <SEP> Hepta <SEP> Hydrate---- <SEP> 00 <SEP> , <SEP> 0
<tb> Glycerin <SEP> (86 <SEP> Gew.-%ig) <SEP> 3,0 <SEP> 3,0 <SEP> 3 <SEP> 0 <SEP> 5 <SEP> 0 <SEP> 5, <SEP> 0 <SEP> 3, <SEP> 0
<tb> (7,8) Softcreme, (9,10) Feuchtigkeitsemulsion, (11,12) Nachtcreme Alle in der Tabelle 7 aufgeführten Marken sind Produkte der Cognis-Gruppe.