Substratparallel arbeitendes Mikrorelais
Diese Erfindung bezieht sich auf ein Mikrorelais zum Ein- und Ausschalten eines elektrischen Stromes.
Konventionelle Relais, beispielsweise elektromagnetische Schütze, sind elektro- magnetisch betätigte Schalter mit einem beweglichen Kontaktstück, das durch die Wechselwirkung eines Elektromagneten mit einem beweglichen Teil seines Kerns betätigt wird. Anstatt einer detaillierten Darstellung dieses Standes der Technik wird als Beispiel verwiesen auf „New Electromagnetic Contactor with Wide Control Voltage Range" von P. Stephansson, H. Vefling, G. Johansson, CI. Henrion in ABB Review 1 /1997, Seite 29 ff.
Als Alternative zu solchen konventionellen Relais sind in jüngster Zeit sogenannte Mikrorelais entwickelt und untersucht worden. Diesbezüglicher Stand der Technik findet sich beispielsweise in H. F. Schlaak, F. Arndt, J. Schimkat, M. Hanke, Proc. Micro System Technology 96, 1996, Seiten 463-468. Es wird weiterhin verwiesen auf R. Allen: "Simplified Process is Used to Make Micromachined FET-like Four- Terminal Microswitches and Microrelays" in Electronic Design, 8 July, 1996, Seite 31.
Im allgemeinen sind Mikrorelais auf einem Substrat angebracht und weisen ein bewegbares Kontaktstück auf dem Substrat sowie eine elastische Aufhängung des Kontaktstückes und einen elektrisch betätigbaren Antrieb des Kontaktstückes auf. Mit dem Antrieb, der beispielsweise elektrostatisch, elektromagnetisch oder piezoelektrisch arbeiten kann, wird das bewegbare Kontaktstück von einer Öff- nungsposition in eine Schließposition oder umgekehrt bewegt, wobei die elastische Aufhängung für eine Rückstellkraft sorgt. Dabei können die einzelnen Teile
auch kombiniert sein, das Kontaktstück beispielsweise elastische Eigenschaften haben oder Teil des Antriebs sein.
Mikrorelais werden durch die bekannten Verfahren der Halbleitertechnologie oder vergleichbare Verfahren der Mikrotechnik hergestellt und eignen sich insoweit besonders zur Integration mit anderen halbleitertechnologischen Einrichtungen, insbesondere integrierten Schaltungen oder Transistoren.
Daneben haben Mikrorelais insbesondere im Vergleich zu konventionellen elek- tromagnetischen Relais aufgrund der kleinen bewegten Massen außerordentlich schnelle Ansprechzeiten. Gleichzeitig sind die notwendigen Schaltleistungen sehr gering, so daß sich insbesondere bei mehrfacher Verwendung in einer größeren Schaltung erhebliche Leistungseinsparungen erzielen lassen.
Bei vielen Anwendungen ist es außerdem von erheblichem Interesse, daß moderne Mikrorelais aufgrund ihrer kleinen Bauweise nicht nur geringe Bauvolumina in Anspruch nehmen sondern auch entsprechend niedrige Gewichte aufweisen. Schließlich sind sie bei geeigneter Kapselung wiederum aufgrund der kleinen Baugröße und der kleinen bewegten Massen außerordentlich unempfindlich so- wohl in mechanischer als auch in thermischer Hinsicht. Der Techniker ist also bei der Anwendung von Mikrorelais sehr viel flexibler als bei konventionellen elektromagnetischen Relais.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Mikrorelais zu finden.
Dieses Problem löst die Erfindung durch ein Mikrorelais mit einem Substrat, einem bewegbaren Kontaktstück auf dem Substrat, einer elastischen Aufhängung des bewegbaren Kontaktstücks und einem elektrisch betätigbaren Antrieb des beweg- baren Kontaktstücks, dadurch gekennzeichnet, daß das bewegbare Kontaktstück durch den Antrieb in der Aufhängung im wesentlichen substratparallel bewegbar ist,
sowie durch ein Verfahren zur Herstellung eines Mikrorelais der oben stehenden Art, bei dem das bewegbare Kontaktstück durch ein substratparalleles zweidi- mensionales Strukturierungsverfahren zumindest einen wesentlichen Teil seiner funktionalen Struktur erhält.
Besondere Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Das erfindungsgemäße Mikrorelais zeichnet sich also dadurch aus, daß das bewegbare Kontaktstück eine substratparallele Bewegungsrichtung hat. Das bewegbare Kontaktstück bewegt sich also gewissermaßen planar und nicht, wie im Stand der Technik, mehr oder weniger senkrecht zur Substratebene. Hierdurch ergeben sich verschiedene Möglichkeiten für technische Verbesserungen. Zum einen kann das gesamte Mikrorelais im wesentlichen zweidimensional ausgeführt werden, was die Anwendung typischer mikrotechnologischer Verfahren, insbesondere im Hinblick auf notwendige Lithographie-, Ätz- oder Beschichtungs- schritte grundsätzlich vereinfacht. Zum zweiten läßt sich vermeiden, daß Teile des Mikrorelais in der Richtung senkrecht zur Substratebene in größerem Umfang von dem Mikrorelais abstehen und somit nachfolgende Lithographieschritte, beispielsweise im Zusammenhang mit benachbarten mikroelektronischen Schaltungen, behindern. Schließlich kann ein flacher Aufbau auch die Möglichkeiten einer späteren Verkapselung oder eines Schutzes durch eine Abdeckung oder dgl. erleichtern.
Es ist vor allem bevorzugt, die Struktur des Mikrorelais entweder teilweise, d. h. die Struktur des bewegbaren Kontaktstücks, des Antriebes oder der elastischen Aufhängung, oder insgesamt soweit wie möglich zweidimensional auszuführen. Dies bedeutet, daß bei der Auslegung der Geometrie die funktionsbestimmenden Strukturelemente zweidimensional in der Substratebene gewählt werden und dementsprechend einfach und einheitlich in Lithographie und Strukturierung umgesetzt werden können.
Dabei ist es günstig, mit vergrabenen Schichten unter der die solchermaßen zweidimensional aufgebauten Teile bildenden Schicht zu arbeiten, wobei die vergrabenen Schichten an den geeigneten Stellen entfernt werden können, um be- stimmte Teile vom Substrat zu lösen und damit beispielsweise elastisch oder bewegbar zu gestalten.
Im Hinblick auf die Parallelität der Technologie zu mikroelektronischen Verfahren bietet sich als Strukturmaterial Silizium an, auch weil es bei geeigneter Dotierung je nach Notwendigkeit sowohl praktisch isolierend als auch elektrisch leitfähig ausgeführt sein kann. Dies ist durch geeignete Implantations- oder Diffusionsschritte auch in an die Mikrorelaisstruktur angepaßter Weise möglich.
Vergrabene Schichten können beispielsweise aus SiO2 bestehen, und zwar ebenfalls um die Berührungspunkte mit den etablierten halbleitertechnologischen Verfahren zu maximieren.
Bei Verwendung von Silizium auf SiO2 oder einem anderen Isolator kann dabei auf eingeführte SOI (Silicon on lnsulator)-Strukturen zurückgegriffen werden, ins- besondere, wenn einkristallines Silizium als Baumaterial bevorzugt ist, auf Sl- MOX-Wafer.
Günstige Strukturierungsverfahren für zweidimensionale Strukturen des Mikrorelais sind allgemein lonenätzverfahren und insbesondere RIE-Verfahren. Mit lo- nenätzverfahren lassen sich bei geeigneter Prozeßführung in verschiedenen Materialien nahezu vertikale Flanken in für diese Anwendung völlig ausreichenden Tiefen herstellen. Diese Verfahren sind außerdem auch bei größeren zu prozessierenden Flächen gleichmäßig und eignen sich gut für eine automatisierte Massenfertigung. Neben anderen etablierten lonenätzverfahren zeichnet sich das RIE-Verfahren durch eine große Auswahl bekannter Prozesse für verschiedenste Materialien bei gleichzeitig vertretbarem apparativem Aufwand und relativ hohen Ätzraten aus.
Hierzu wird als technologisches Beispiel verwiesen auf „Vertical Mirrors Fabricated by Deep Reactive Ion Etching for Fiber-Optic Switching Applications" von C. Marxer et al, Journal of Microelectromechanical Systems, Band 6, Nr. 3, Septem- ber 1997, Seiten 277-285. Dort sind mikrooptische Schalter für faseroptische Anwendungen beschrieben, die durch einen RIE-Prozeß in Silizium auf vergrabenen SiO2-Schichten mit 75 μm hohen vertikalen Wänden strukturiert wurden. Die Offenbarung dieses Dokuments ist hier durch Inbezugnahme inbegriffen.
Zum Verbinden einer Kontaktfläche eines Kontaktstücks mit dem Antrieb kann ein substratparallel angeordneter Stab verwendet werden, der vorzugsweise eine Fachwerkstruktur aufweist, um bei geringem Gewicht eine gute Stabilität zu erzielen. Dadurch sind vibrations- und stoßunempfindliche und schnell ansprechende Strukturen mit hohen Resonanzfrequenzen möglich. Diese Fachwerkstruktur läßt sich im Hinblick auf den bei dieser Erfindung bevorzugten zweidimensionalen Aufbau mit einer zweidimensionalen Strukturierung des Mikrorelais günstig realisieren.
Weiterhin kann das bewegbare Kontaktstück eine schräge Kontaktfläche aufwei- sen, und zwar schräg zur Bewegungsrichtung und gleichzeitig im wesentlichen senkrecht zur Substratebene verlaufend. Durch die schräge Anordnung der Kontaktfläche kann bei Berührung mit einer entsprechenden komplementären Kontaktfläche eines feststehenden Kontaktstücks ohne zu große körperliche Ausdehnung des bewegbaren Kontaktstücks eine relativ große Kontaktfläche erzielt wer- den. Gleichzeitig kann durch den schrägen Anstellwinkel zwischen der Bewegungsrichtung und der Kontaktfläche auch eine Übersetzung der Kraft des Antriebs erzielt werden, vor allem wenn es auf der der Kontaktfläche entgegengesetzten Seite des bewegbaren Kontaktstückes eine entsprechende zweite Kontaktfläche oder anderweitige Anlage gibt.
Wenn das bewegbare oder ein feststehendes Kontaktstück so ausgelegt ist, daß sich in der Schließbewegung beispielsweise durch eine Verbiegung eines Kon-
taktstückes eine spürbare Querkomponente zwischen jeweiligen Kontaktflächen, d. h. eine Bewegungskomponente in Flächenrichtung, ergibt, kann die Kontaktqualität verbessert werden.
Als Antrieb kommt bevorzugt eine elektrostatische Ausführung in Betracht, weil sie gegenüber elektromagnetischen oder piezoelektrischen Antrieben den Vorteil sowohl geringer Versorgungsleistungen als auch niedriger Versorgungsspannungen aufweist. Um den grundsätzlichen Nachteil elektrostatischer Antriebe, nämlich die relativ niedrigen Antriebskräfte, auszugleichen, ist eine verzahnt angeordnete Fin- gerstruktur bevorzugt, die sich gerade bei der hier erfindungsgemäß in Betracht stehenden zweidimensionalen Strukturierung sinnvoll realisieren läßt.
Die elastische Aufhängung ist vorzugsweise durch zumindest einen mäanderför- mig ausgebildeten Steg gegeben. Auf die Einzelheiten dieser geometrischen Gestaltungen wird bei der Beschreibung der Ausführungsbeispiele näher eingegangen.
Schließlich ergibt sich mit der Erfindung auch die Möglichkeit, eine von konventionellen Leistungsschutzschaltern her bekannte Löschkammerstruktur einzubauen, wie im dritten Ausführungsbeispiel näher dargestellt.
Wie ausgeführt, bezieht sich die Erfindung sowohl auf eine neuartige Mikrorelais- struktur als auch auf ein hierzu ausgelegtes zweidimensionales Strukturierungs- verfahren. Dementsprechend sind die obenstehenden Ausführungen zu den ver- schiedenen Einzelaspekten der Erfindung sowohl im Hinblick auf die Offenbarung entsprechender Vorrichtungsmerkmale als auch im Hinblick auf Verfahrensmerkmale zu verstehen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden mit Hilfe der folgenden drei Ausfüh- rungsbeispiele der Erfindung näher erläutert. Die dabei offenbarten Einzelmerkmale können auch in anderen Kombinationen erfindungswesentlich sein.
Es zeigen:
Die Figuren 1 und 2 das erste Ausführungsbeispiel im geöffneten bzw. geschlossenen Zustand des Mikrorelais;
die Figuren 3 und 4 das zweite Ausführungsbeispiel im geöffneten bzw. geschlossenen Zustand; und
die Figuren 5 und 6 das dritte Ausführungsbeispiel im geöffneten bzw. geschlos- senen Zustand.
Die im Folgenden dargestellten Ausführungsbeispiele können mit der in der zitierten Veröffentlichung von C. Marxer et al dargestellten Technologie hergestellt werden, wobei die Kontaktflächen durch entsprechend verstärkte Aufdampfungen unter schrägem Winkel aufgebracht werden können. Es sind im Prinzip auch elektrolytische Kontaktverstärkungen an ausgewählten Stellen möglich.
Die Figuren 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel mit einem bewegbaren Kontaktstück, das einen in Bewegungsrichtung liegenden Stab 1 mit einem durch querverlaufende Verstrebungen aufgebauten Fachwerkaufbau aufweist. An der in der Figur rechten Seite des Stabes 1 liegen zwei schräg zu der in den Figuren der Horizontalen entsprechenden Bewegungsrichtung und senkrecht zu der der Zeichenebene entsprechenden Substratebene verlaufende Kontaktflächen 3 des bewegbaren Kontaktstückes und zwei komplementäre Kontaktflächen 4 eines fest- stehenden Kontaktstücks 5.
Das bewegbare Kontaktstück ist aufgrund einer elastischen Aufhängung in einer doppelten mäanderförmigen Stegstruktur 6 in in Figur 1 horizontaler Richtung, d. h. substratparallel, bewegbar. Dabei zeigt Figur 1 einen geöffneten Zustand des Mikrorelais, bei dem zwei Teile des feststehenden Kontaktstücks 5 voneinander getrennt sind, wohingegen Figur 2 das Mikrorelais im geschlossenen Zustand
zeigt, in dem das bewegbare Kontaktstück die beiden Teile des feststehenden Kontaktstücks 5 verbindet. Der nun mögliche Stromfluß I ist angedeutet.
Durch Entfernen einer vergrabenen SiO2-Schicht vom Substrat gelöst ist dabei das gesamte bewegbare Kontaktstück einschließlich der in den Figuren linken Seite des Antriebs 7 und der elastischen Aufhängung 6. Die übrigen dargestellten Teile, insbesondere das feststehende Kontaktstück 5 und die in den Figuren rechte Seite des Antriebs 7 sind durch die vergrabene SiO2-Schicht fest mit dem Substrat verbunden.
Die für die Bewegung notwendige Kraft wird erzeugt durch eine mit 7 bezeichnete verzahnte Fingerstruktur, die durch Anlegen einer Spannung U in der in den Figuren 1 und 2 dargestellten Weise betätigt wird. Die Finger sind in Figur 1 übertrieben weit auseinander gezogen dargestellt, sie können auch im offenen Zustand noch ineinander hineinreichen. Der spannungslose Zustand entspricht also der in Figur 1 dargestellten offenen Position, wohingegen bei Anlegen einer positiven Spannung durch die elektrostatische Anziehung die Rückstellkraft der elastischen Aufhängung 6 überwunden und die geschlossene Position hergestellt wird.
Durch entsprechende Dotierungen sind die mäanderförmigen Stege der elastischen Aufhängung 6 und die Finger des Antriebs 7 elektrisch leitend. Im Gegensatz dazu ist der Fachwerkaufbau des Stabes 1 isolierend ausgeführt, um den Antrieb gegenüber der geschalteten Strecke im Potential zu trennen. Die Kontaktflächen 3 und 4 sind durch entsprechende Schrägbedampfungen mit Au belegt; das feststehende Kontaktstück 5 kann dabei einer relativ massiv ausgeführten metallischen Leiterbahn entsprechen. Um den Ohmschen Widerstand in der geschlossenen Position zu verringern, kann auch die kontaktseitige Spitze des bewegbaren Kontaktstücks zwischen den beiden schrägen Kontaktflächen 3 mit einer ausreichend dicken Metallschicht belegt sein und somit die beiden Kontaktflä- chen 3 elektrisch verbinden.
Der dargestellte Fall eines im spannungsfreien Zustand offenen Relais entspricht der üblichen Ausführung konventioneller elektromagnetischer Relais, ist jedoch nicht zwingend. Es kann auch durch elektrostatische Abstoßung, oder durch elektrostatische Anziehung von entsprechend gegensinnig angebrachten Fingern, eine durch die elastische Aufhängung 6 grundsätzlich geschlossene Mikrore- laisstruktur durch Spannungsbeaufschlagung geöffnet werden.
Die Figuren 3 und 4 zeigen ein zweites Ausführungsbeispiel, wobei nur die von dem ersten Ausführungsbeispiel abweichenden Einzelheiten erläutert werden.
Und zwar trägt die Fachwerkstruktur 2 des bewegbaren Kontaktstücks an dem kontaktseitigen Ende des Kontaktstückstabes 1 einen im wesentlichen quer zur Richtung des Stabes verlaufenden Balken 8 mit an seinen beiden Enden befindlichen verstärkten Metallstrukturen 9, die durch eine metallische Brücke 10 verbun- den sind. Jeweils gegenüberliegend den Kontaktflächen 9 liegen analoge Kontaktflächen 11 an zwei Teilen des feststehenden Kontaktstückes 5. In der in Figur 4 dargestellten geschlossenen Position hat diese Struktur den Vorteil, daß sich durch eine leichte Verbiegung des Balkens 8 eine kleine Bewegungskomponente zwischen den Kontaktflächen 9 und 11 quer zur Schließrichtung des Mikrorelais ergibt. Dadurch kann die Qualität des Kontaktes erfahrungsgemäß verbessert werden.
Das dritte Ausführungsbeispiel in den Figuren 5 und 6 zeigt eine Variante mit einer aus vertikalen Si-Stegen, die durch die vergrabene SiO2-Schicht elektrisch isoliert auf dem Substrat stehen, aufgebauten Löschkammerstruktur 12. Beim Öffnen des Mikrorelais, also bei einer Bewegung des bewegbaren Kontaktstücks von der in Figur 6 dargestellten geschlossenen Position in die in Figur 5 dargestellte geöffnete Position kann dementsprechend ein Lichtbogen durch die gerundete Form des feststehenden Kontaktstückes 5 an der mit 13 bezeichneten Stelle und durch die gerundete Form des kontaktseitigen Endes 14 des bewegbaren Kontaktstücks entlang der als Laufschiene wirkenden Struktur 13 in die Löschkammer 12 getrieben werden. Hierbei ist eine gebogene Form des Lichtbogens aufgrund
12 getrieben werden. Hierbei ist eine gebogene Form des Lichtbogens aufgrund der geeigneten Formgebung bei 13 und 14 von Bedeutung.
Im übrigen unterscheidet sich das dritte Ausführungsbeispiel von dem ersten und zweiten dadurch, daß das bewegbare Kontaktstück nicht etwa zwei getrennte Teile des feststehenden Kontaktstücks 5 verbinden kann, sondern selbst ein Teil des zu schaltenden Strompfades bildet. Dies ist in den Figuren 5 und 6 durch die verstärkte Linienführung im Bereich des Strompfades dargestellt, d. h. im Bereich des feststehenden Kontaktstückes 5, der Löschkammer 12, des bewegbaren Kontaktstücks, d. h. des Stabes 1 , der hier leitend ausgeführt ist, der in den Figuren 5 und 6 unteren mäanderförmigen Aufhängungsstruktur 6 und der leitenden Verbindung zwischen dem in den Figuren 5 und 6 linken Ende der Struktur und der Löschkammer 12.