Verschluß für elastische Materialien
Die Erfindung betrifft einen Verschluß für elastische Mate- rialien, insbesondere Textilien, mit einer eine Vielzahl von einzelnen Hakenelementen aufweisenden ersten Seite und einer eine Vielzahl von Schiingenelementen aufweisenden zweiten Seite, wobei die Hakenelemente einen Schaftabschnitt und mindestens einen Hakenabschnitt aufweisen.
Ein derartiger Verschluß ist bekannt aus der US 5,436,051, vgl. insbesondere die dortige Figur 1. Dabei ergeben sich verschiedene Nachteile: Derartige Verschlüsse verunreinigen leicht mit textilen Fasern, was insbesondere dann von Nach- teil ist, wenn derartige Verschlüsse bei Textilien verwendet werden. Durch diese Verunreinigungen läßt die Haltekraft rasch nach, wodurch eine langandauernde zuverlässige Funktion des Verschlusses nicht möglich ist. Beim Einsatz derartiger Verschlüsse für textiles Gewebe, insbesondere Bodys, hat sich gezeigt, daß derartige Verschlüsse eine derart große Steifheit aufweisen, die, insbesondere bei Bodyverschlüssen im empfindlichen Genitalbereich, zu einem schlechten Tragekomfort führt, weshalb sie sich für diesen Zweck nicht durchgesetzt haben.
Es sind weiterhin sogenannte Klettverschlüsse bekannt, deren Haftkraft ebenfalls durch textile Verunreinigungen schnell nachläßt und die, wie schon zum nächstliegenden Stand der Technik ausgeführt, ebenfalls zu einer zu großen Steifheit und damit zu einem schlechten Tragekomfort führen .
Es ist weiterhin bekannt, elastische Gewebe durch Verwen-
düng von Druckknöpfen zu verschließen. Hierbei muß jedoch das Oberteil eines jeden einzelnen Druckknopfes auf das jeweilige Unterteil aufgedrückt werden, was meist einen nicht unerheblichen Kraftaufwand bedeutet, da sich der Druckknopf nicht von selbst öffnen soll. Beim Öffnen können andererseits aufgrund der schwer zu dosierenden Haltekraft sowohl das elastische Gewebe, beispielsweise Textilien, als auch Fingernägel in Mitleidenschaft gezogen werden.
Es ist weiterhin bekannt, elastische Gewebe durch einen Haken/Öse-Verschluß miteinander zu verbinden. Hierzu ist zwar weniger Kraftaufwand erforderlich, es muß jedoch mit einer gewissen Genauigkeit und mit Fingerspitzengefühl jedes Häkchen in die Öse eingehakt werden, während beim Öffnen ein Widerstand beim Aushaken überwunden werden und gleichzeitig eine Abhebebewegung durchgeführt werden muß, damit nicht beim Öffnen des nächsten Hakens der vorhergehende wieder in eine Öse einhakt. Insbesondere zum Verschließen eines Bodys ist diese Art von Verschluß wenig geeignet, da bei derarti- gen Kleidungsstücken aus ästhetischen Gründen das Verschlußsystem zwischen den Beinen untergebracht ist, wodurch es schlecht einsehbar ist. Deshalb ist es schwierig, einen derartigen, an dieser Stelle angeordneten Verschluß zu schließen und zu öffnen.
Aus der DE-OS 17 85 284 sind Klettverschlüsse für die Anwendung bei Miederwaren bekannt, bei denen spazierstock- artig geformte Kupplungshaken verwendet werden. Mit den Worten .der vorliegenden Erfindung nehmen die Kupplungshaken oder Zähne jedoch eine Schrägstellung von ca. 45° gegenüber der Ebene des zugehörigen Hakenelements ein, vgl. dort die Seite 5, Zeile 4, sowie Seite 6, Zeilen 4 bis 7.
Die DE-OS 19 26 222 betrifft Klettverschlüsse wie sie zur Verbindung von Materialbahnen bei zeltartigen Überdachungen und Aufbauten verwendet werden. Bei den dort beschriebenen
Hakenelementen verläuft deren Schaft nicht parallel zur Ge-
webebahn .
Demgemäß ist es Aufgabe der Erfindung, einen Verschluß der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß eine langandauernde zuverlässige Funktion erzielt wird, der nicht leicht verschmutzt sowie auch bei kritischen Einsatzbereichen einen hohen Tragekomfort gewährleistet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei einem Verschluß der eingangs genannten Art der Schaftabschnitt im wesentlichen parallel zur Ebene der Oberfläche der ersten Seite verläuft und der Hakenabschnitt aus der von der Oberfläche der ersten Seite gebildeten Ebene herausragt und im wesentlichen in eine Richtung parallel zu dieser Ebene geöffnet ist.
Ein derartiger Verschluß verschmutzt nicht so schnell wie der aus der US 5,436,051 bekannte Verschluß, da, im Gegensatz zu dem dort beschriebenen Verschluß, die Öffnung des Hakenabschnitts nicht zur Oberfläche der ersten Seite gerichtet ist. Bei dem aus der US 5,436,051 bekannten Verschluß können sich Textilfasern, Haare, etc. im Hakenabschnitt verklemmen, während dies bei der erfindungsgemäßen Ausführung des Hakenabschnitts, der seitlich geöffnet ist, nicht der Fall ist. Selbst wenn der erfindungsgemäße Verschluß verschmutzen sollte, kann er aufgrund seiner konstruktiven Eigenheiten in einfacher Weise gereinigt werden, während dies bei dem Verschluß aus der US 5,436,051 nicht möglich ist. Beispielsweise kann der erfindungsgemäße Ver- schluß durch Verwenden einer Bürste, eines Kamms oder dergleichen von textilen Fasern, die sich dennoch im Hakenabschnitt abgelagert haben, gereinigt werden. Beim Verschluß aus der US 5,436,051 ist dies aufgrund der nach unten gerichteten Öffnung, beziehungsweise der zur Ober- fläche gerichteten Öffnung der Hakenabschnitte, nur schlecht möglich.
Aufgrund dieser geringen Anfälligkeit gegen Verschmutzung, beziehungsweise der leichten Reinigbarkeit , ist eine langandauernde, zuverlässige Funktion des erfindungsgemäßen Verschlusses gewährleistet.
Der erfindungsgemäße Verschluß gewährleistet auch bei Einsatz in kritischen Bereichen, beispielsweise Bodyver- schlüssen, einen hohen Tragekomfort. Dies wird dadurch erreicht, daß der Schaftabschnitt der Hakenelemente nicht, wie beispielsweise beim Verschluß der US 5,436,051, senkrecht aus der Oberfläche, an der die Hakenelemente befestigt sind, herausragt, sondern im wesentlichen parallel zu dieser Oberfläche verläuft. Dadurch ergibt sich zwar der Nachteil, daß ohne Auftreten eines tangentialen Zugs der erfindungsgemäße Verschluß in manchen Anwendungen weniger sicher hält als der aus der US 5,436,051 bekannte Verschluß. Tritt jedoch ein dauerhafter tangentialer Zug auf, so läßt sich der erfindungsgemäße Verschluß wesentlich leichter schließen als der aus der US 5,436,051 bekannte Verschluß.
Im geschlossenen Zustand ist die mit dem erfindungsgemäßen Verschluß sich ergebende Höhe, unter Verwendung identischer Materialien, bei dem aus der US 5,436,051 bekannten Ver- Schluß wesentlich größer als beim erfindungsgemäßen Verschluß. Die Qualität des erfindungsgemäßen Verschlusses ist derart, daß, beispielsweise bei Anwendung im Bodybereich, der Tragekomfort eines Bodys mit einem derartigen Verschluß sich nicht wesentlich von einem Body ohne Verschluß unter- scheidet, da diese, in dem für den Verschluß vorgesehenen Bereich, ohnehin in einem bestimmten Maß verstärkt sind. Beim Verschluß der US 5,436,051 wirkt sich insbesondere nachteilig aus, daß, wenn der Verschluß senkrecht belastet wird, die Hakenelemente, wenn das Gewicht ein bestimmtes Maß überschreitet, umknicken können. Damit wird zum einen ein zuverlässiger Verschluß nicht mehr gewährleistet, zum anderen besteht die Gefahr, daß Hakenspitzen umgeknickter
Hakenelemente das Gewebe durchdringen können, was nachteilig sein kann. Durch das Umknicken der Hakenelemente besteht die Gefahr, daß die Hakenelemente an ihrem Schaft nach gewisser Zeit und mehreren Wiederholungen brechen, wo- durch die Zuverlässigkeit des Verschlusses negativ beeinflußt wird.
Im Vergleich mit dem aus der US 5,436,051 bekannten Verschluß ergibt sich beim erfindungsgemäßen Verschluß eine wesentlich elastischere, flexiblere und flachere Verbindung der zu verbindenden Gewebe .
Je nach der für die Schlingen- und Hakenelemente gewählten Elastizität, läßt sich der erfindungsgemäße Verschluß auf zweierlei Arten schließen, die je nach Einsatzbereich ausgewählt werden können. Bei der ersten Variante werden die beiden Verschlußseiten zunächst aufeinandergelegt und im weiteren durch einen tangentialen Zug miteinander verbunden. Durch den tangentialen Zug greifen die Hakenabschnitte der Hakenelemente in entsprechende Schlingenelemente ein. Diese Ausführungsform führt, insbesondere bei Verwendung von Schiingenelementen und/oder Hakenelementen hoher Elastizität zu einem weichen und flexiblen Verschluß. Zum Öffnen des Verschlusses muß lediglich die eine Verschluß- seite von der anderen Verschlußseite abgezogen werden, da aufgrund der Elastizität der Hakenabschnitte sich diese dann aufbiegen und ihre Eingriffsposition in die Schlingenelemente verlassen. Insbesondere bei Bodyverschlüssen wirkt auf die beiden Seiten des Verschlusses beim Tragen stets eine tangentiale Zugkraft, jeweils in entgegengesetzter Richtung, die ein sicheres Verschließen der beiden Verschlußseiten miteinander gewährleistet .
Bei der zweiten Variante wählt man die Schlingenelemente etwas weniger elastisch, so daß allein durch Aufeinanderdrücken der beiden Seiten des Verschlusses ein Verhaken der Hakenelemente in den Schlingen erzielt werden kann. Hierbei
biegen sich die Hakenelemente infolge der Gegenkraft durch die Schlingenelemente zunächst etwas ein, bei weiterer Krafteinwirkung auf die beiden Außenseiten des Verschlusses schnappen die zusammengebogenen Hakenelemente jedoch auf und treten mit ihrer Spitze in den Schiingenbereich einer Schlinge ein.
Für eine einfache Befestigung der Hakenelemente in einer der beiden Seiten des Verschlusses kann vorgesehen werden, den Schaftabschnitt eines Hakenelements flächig auszubilden oder derart, daß er einen flächigen Bereich umschreibt. Hierdurch wird außerdem sichergestellt, daß die Hakenelemente nicht versehentlich durch Drehen des Schaftabschnitts mit ihrem Hakenabschnitt seitlich auf der Oberfläche, auf der sie befestigt sind, zur Anlage kommen, was eine zuverlässige Funktion des Verschlusses verhindern würde. Eine seitliche Anlage des Hakenabschnitts eines Hakenelements soll nur durch äußere Krafteinwirkung erfolgen, d. h. ohne Drehung des Schaftabschnitts, wobei dies dadurch unter- stützt wird, daß der Hakenabschnitt spiralförmig aus der Ebene der entsprechenden Oberfläche herausverläuft .
Für gewisse Ausführungsformen der Hakenelemente kann jedoch auch vorgesehen werden, daß der Schattabschnitt im wesent- liehen linear ausgebildet ist. Je geringer nämlich die Dimensionen des Schaftabschnitts, desto geringer ist die Steifheit des sich ergebenden Verschlusses. Diese Ausfüh- rungsform ist deshalb insbesondere für Einsatzbereiche, in denen der Tragekomfort die kritische Größe ist, von Vor- teil.
Es ist weiterhin von Vorteil, daß eine der beiden Seiten Hakenelemente aufweist, deren Hakenabschnitt sich in den der zweiten Seite gegenüberliegenden Raum erstreckt, als auch Hakenelemente, deren Hakenabschnitt sich in den von der zweiten Seite abgewandten Raum erstreckt . Dies kann insbesondere dadurch vorteilhaft ausgeführt werden, daß aus
einem Schaftabschnitt mindestens jeweils ein Hakenabschnitt in den einen Raum und mindestens jeweils ein Hakenabschnitt sich in den jeweils anderen Raum erstreckt und eine Mittel- läge einer dreilagigen Struktur mit derartigen Hakenelemen- ten bestückt wird, d. h. daß der Verschluß eine dritte Seite aufweist, die in dem von der zweiten Seite abgewandten Raum angeordnet ist. Das Ergebnis ist ein dreilagiger Verschluß, der sich durch ausgezeichnete Verschlußeigenschaften, insbesondere äußerst zuverlässigen Halt auszeichnet.
In umgekehrter Anwendung der soeben beschriebenen Lehre kann auch vorgesehen werden, daß die Mittellage eines derartigen dreiteiligen Verschlusses auf beiden Seiten Schlaufenelemente aufweist, während die zugehörigen, darüber und darunter anzubringenden Seiten des Verschlusses entsprechend Hakenelemente aufweisen. Die jeweils erste und dritte Seite können identisch aufgebaut sein.
Wie bereits erwähnt, kann vorgesehen werden, daß die Ebene des Hakenabschnitts zur Ebene der Oberfläche der zugehörigen Seite, d. h. der Seite, in der bzw. an der der Schaftabschnitt befestigt ist, geneigt ist. Tritt bei einem derart ausgebildeten Hakenabschnitt eine senkrecht zur Oberfläche des ihn tragenden Gewebes wirkende Gewichtskraft auf, so weicht der Hakenabschnitt seitlich aus, führt damit zu einer weiteren Verringerung der Gesamthöhe des Verschlusses und somit zu einem noch höheren Tragekomfort . Nach Rücknahme der Gewichtskraft geht der Hakenabschnitt aufgrund seiner Elastizität wieder in seine ursprüngliche Position zurück, wodurch eine sichere Verschlußfunktion beibehalten wird.
Insbesondere bei kritischen Einsatzbereichen ist es von Vorteil, wenn in die der Haut am nächsten liegenden Seite des Verschlusses ein für Hakenelemente undurchdringbares Gewebe eingearbeitet ist.
Die Hakenelemente und/oder die Schlingenelemente können aus Metall oder Kunststoff sein. Für die Schlingenelemente können auch StoffSchlaufen zur Anwendung gelangen.
Für eine einfache Reinigung des Verschlusses ist es besonders vorteilhaft, wenn die Schlingen- und/oder die Hakenelemente parallel verlaufen und einheitlich ausgerichtet sind.
Weist die die Hakenelemente tragende Seite zusätzlich Schlingen auf, und umgekehrt, die die Schlingen aufweisende Seite zusätzlich Hakenelemente, so kann, unter Beibehaltung einer zuverlässigen Verschlußfunktion, erreicht werden, daß nur eine Art von Material für die verschiedenen Seiten ei- nes erfindungsgemäßen Verschlusses verarbeitet werden muß.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen definiert .
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele unter Hinweis auf die beigefügten Zeichnungen näher beschrieben. Es stellen dar :
Figur 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verschlusses;
Figur 2 eine Seitenansicht einer zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verschlusses;
Figur 3 eine Seitenansicht einer dritten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verschlusses;
Figur 4 als Beispiel für eine Anwendung des erfindungsgemäßen Verschlusses einen Body mit einem erfin- dungsgemäßen Verschluß in perspektivischer Ansicht;
Figur 5 eine detailliertere Darstellung des erfindungsgemäßen Verschlusses in der in Figur 4 gezeigten Anwendung;
Figur 6 Seitenansichten zweier Ausführungsformen für ein Hakenelement des erfindungsgemäßen Verschlusses;
Figur 7 einen Rohling eines Hakenelements;
Figur 8 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform für ein Hakenelement des erfindungs- gemäßen Verschlusses;
Figur 9 eine weitere Ausführungsform für ein Hakenelement des erfindungsgemäßen Verschlusses in perspektivischer Ansicht, Seitenansicht und Draufsicht;
Figur 10 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Aus- führungsform eines Hakenelements des erfindungs- gemäßen Verschlusses.
Figur 1 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Verschlusses 10 mit einer Oberseite 12 und einer Unterseite 14. Die Ober- und Unterseite 12, 14, bestehen aus elasti- schem Material, beispielsweise textilem Gewebe. An der Oberseite 12 sind schematisch Schlingenelemente 16 dargestellt, während an der Unterseite schematisch Teile von Hakenelementen 18 dargestellt sind. Die Schlingenelemente können aus Metall, Kunststoff oder Stoff sein, während die Hakenelemente 18 aus Kunststoff oder Metall gefertigt sind. An der Unterseite ist weiterhin eine Lasche 20 dargestellt, die zum Öffnen des Verschlusses dient.
Figur 2 zeigt eine dreilagige Variante 10' des erfindungs- gemäßen Verschlusses. Bei diesem Verschluß weist die Mittellage 22 Hakenelemente 18 nicht nur an ihrer Oberseite, sondern auch an ihrer Unterseite auf . Eine obere Decklage
24 sowie eine untere Decklage 26 ist mit Schlingen versehen.
In einer in Figur 3 dargestellten dritten Ausführungsform 10" weist eine Mittellage 28 sowohl an ihrer Ober-, als auch an ihrer Unterseite, Schingenelemente 16 auf, während eine obere Decklage 30 und eine untere Decklage 32 mit Hakenelementen 18 versehen ist.
In Figur 4 ist als Anwendungsgebiet für den erfindungsgemäßen Verschluß 10, 10', 10'' ein Body 34 dargestellt.
Figur 5 zeigt eine detailliertere Darstellung des Verschlusses des Bodys, wobei in der gezeigten Darstellung ein Verschluß 10' gemäß Figur 2 als Bodyverschluß gewählt wurde. Die in der rechten Darstellung von Figur 5 gezeigte Lage 22 weist an ihrer Ober- und ihrer Unterseite Hakenelemente 18 auf, während die in Figur 5 links dargestellte Verschlußseite zwei mit Schlaufen versehene Lagen 24 und 26 aufweist.
Zum Verschließen der in den Figuren 1 bis 3 dargestellten Verschlüsse werden jeweils eine mit Hakenelementen 18 und eine mit Schlingenelementen 16 versehene Seite aufeinander- gedrückt. Je nach der für die Hakenelemente, beziehungsweise die Schlingenelemente, gewählten Elastizität genügt entweder bereits dieses Aufeinanderdrücken der Verschlußseiten, daß die Hakenelemente 18 sich zunächst durch Druck der Schlingenelemente 16 verbiegen, bei weiterer Ausübung von Druck jedoch aufschnappen, wobei ihr Hakenabschnitt (siehe Figur 8) in ein Schlingenelement 16 eintritt. Oder, es muß nach dem Aufeinanderdrücken der beiden Verschlußseiten ein tangentialer Zug, d. h. eine Relativbewegung der beiden Verschlußseiten zueinander, ausgeführt werden. Bei der zweiten Variante wird erst durch den tangentialen Zug eine Verbindung der Hakenabschnitte der Hakenelemente 18 mit den Schlingenelementen 16 herbeigeführt.
Figur 6 zeigt verschiedene Ausführungsformen für Hakenelemente 18. Alle dargestellten Hakenelemente zeichnen sich dadurch aus, daß der Schaftabschnitt 36 im wesentlichen parallel zu der Ebene der Oberfläche verläuft, an der er befestigt ist. Die jeweiligen Hakenabschnitte 38 sind bei der gewählten Darstellung jeweils nach rechts geöffnet, d. h. im wesentlichen in eine Richtung, die parallel zu der Ebene verläuft, an der, beziehungsweise in der die Schaft- abschnitte 36 befestigt sind. Während die in Figur 6a dar- gestellte Ausführungsform nur einen Hakenabschnitt 38 aufweist, verfügt die in Figur 6b dargestellte Ausführungsform über zwei Hakenabschnitte, wobei ein Hakenabschnitt über und der andere Hakenabschnitt unter der zur Befestigung des Schaftabschnitts 36 vorgesehenen Lage hervorschaut.
Figur 7 zeigt einen aus einem Blech ausgestanzten Rohling eines Hakenelements 18. Er umfaßt zwei zum Annähen oder Einweben des Hakenelements 18 vorgesehene Öffnungen 40, einen oberen und einen unteren Hakenabschnitt 38 sowie einen Schaftabschnitt 36.
Figur 8 zeigt in detaillierter Darstellung eine weitere Ausführungsform für ein Hakenelement 18. Dieses weist einen Schaftabschnitt 36 sowie zwei Hakenabschnitte 38 auf. Bei dieser Ausführungsform der Hakenelemente 18 würde die Lage 22 (siehe Figur 2) senkrecht zur Bildebene verlaufen. Dadurch schaut einer der beiden Hakenabschnitte 38 nach oben, der zweite Hakenabschnitt 38 nach unten aus der Lage 22 hervor. Der Schaftabschnitt 36 wird in der Lage 22 unterge- bracht oder an ihrer Ober- oder Unterseite befestigt. Bei der in Figur 8 dargestellten Variante eines Hakenelements 18 ist der Hakenabschnitt 38 überdies spiralförmig gewunden. Dadurch wird, unter Ausnutzung der Elastizität des Hakenelements 18, bei Einwirkung einer Kraft, in der in Figur 8 dargestellten Anordnung von oben oder von unten, erreicht, daß sich die Hakenabschnitte 38 zur Mittellage hin verbiegen. Dies führt dazu, daß die Gesamthöhe, die der
Verschluß beansprucht, möglichst niedrig ausfällt.
Figur 9 zeigt beispielhaft eine weitere Ausführungsform eines Hakenelements . Bei dieser Ausführungsform ist für eine drehstabile Befestigung des Schaftabschnitts 36 dieser Schaftabschnitt nicht linear, sondern eine Fläche umschreibend ausgeführt. Figur 9a zeigt eine perspektivische Ansicht einer derartigen Ausführungsform eines Hakenelements 18 mit zwei Hakenabschnitten 36, Figur 9b eine Draufsicht und Figur 9c eine Seitenansicht.
Es kann jedoch auch vorgesehen werden, anstatt der flächigen Umschreibung, siehe Figur 9, eine Fläche als Schaftelement 36 vorzusehen, wie dies in Figur 10 schematisch darge- stellt ist. Diese Ausführungsform ist insbesondere für Anwendungen, bei denen die Flexibilität des Verschlusses von untergeordneter Bedeutung ist, geeignet. Bei Ausbildung der Grundfläche als Blech können Öffnungen 40 in diese Grundfläche gestanzt werden. Die durch Stanzung teilweise von der Grundfläche gelösten Bereiche können zu Hakenabschnitten 38 hochgebogen werden. Wie dargestellt kann ein derartiger Schaftabschnitt 36 mehrere Hakenabschnitte 38 tragen, die auch zur Unterseite der Grundfläche umgebogen sein können. Die durch den Ausstanz- und Biegevorgang entstehenden Öffnungen 40 können zum Annähen eines derartigen Hakenelements 18 an dem gewünschten elastischen Gewebe verwendet werden.
In einer nicht dargestellten Ausführungsform sind mehrere Hakenelemente auf einem Träger in Zugrichtung aneinandergereiht, wobei der durchgehende Teil des Trägers, der als Schaftelement wirkt, unwesentlich breiter ist als die jeweiligen Hakenelemente selbst, so daß sich quasi Streifen mit Häkchenelementen ergeben. Als Material kommt insbeson- dere Kunststoff in Betracht. Derartige Streifen bzw. Bänder lassen sich besonders einfach und kostengünstig herstellen und verarbeiten. Dies gilt in entsprechender Weise für die
Schlingenelemente .
Insbesondere bei Anwendung des erfindungsgemäßen Verschlusses bei Textilien kann vorgesehen werden, daß in die der Hautoberfläche zunächst kommende Schicht ein Gewebe eingearbeitet ist, das für die Spitzen der Hakenelemente undurchdringlich ist. Es kann auch vorgesehen werden, daß, anstatt dessen oder zusätzlich, die äußerste Lage, d. h. die hautfernste Lage, ebenfalls derartiges Gewebe eingear- beitet hat, um darauffolgende Schichten von textilem Gewebe vor Beschädigung zu schützen.
In einer nicht dargestellten Ausführungsform werden beide Seiten, beziehungsweise alle drei Seiten eines Verschlusses von identischem Material gebildet, d. h. Material, das sowohl Hakenelemente, als auch Schlingenelemente aufweist.
Für alle beschriebenen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verschlusses sind die Hakenelemente und/oder die Schlingenelemente vorzugsweise jeweils parallel und mit gleicher Orientierung angeordnet.
Die Hakenelemente 18 und die zugehörigen Schlingenelemente 16 sind hinsichtlich ihrer äußeren Dimensionen an den Ver- wendungszweck anzupassen, wobei für eine Anwendung als Bodyverschluß Abmessungen des Hakenabschnitts 38 und damit entsprechend der Schlingenelemente 16 von unter 2 mm bevorzugt sind.
Bei allen dargestellten Ausführungsformen kann der Schaft- abschnitt des Hakenelements vorzugsweise durch Stoff, insbesondere durch das zu verbindende Gewebe, verkleidet sein.