Beschreibung
Verfahren zum Betreiben einer Blickfeldanzeiqevorrichtung für ein Kraftfahrzeug
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Blickfeldanzeigevor richtung, insbesondere eines Head-Up- Displays für ein Kraftfahrzeug, sowie eine entsprechende Steuerungseinrichtung und ein damit ausgestattetes Kraftfahrzeug. Die Blickfeldanzeigevorrichtung umfasst dabei eine autostereoskopi- sche flächige Pixelanordnung, die insbesondere als ein oder mehrere autoste reoskopische Flachbildschirme ausgebildet sein kann.
Technischer Hintergrund
Blickfeldanzeigevorrichtungen in einem Kraftfahrzeug sind insbesondere unter der Bezeichnung Head-up-Display (HUD) bekannt. Damit wird ein Anzeigein halt, wie eine Angabe über eine Geschwindigkeitsbegrenzung, als ein virtuelles Anzeigebild in das Blickfeld des Fahrers vor dem Kraftfahrzeug eingeblendet, sodass er seinen Blick nicht von der Straße abwenden muss. Hierzu umfasst eine Blickfeldanzeigevorrichtung typischerweise eine Projektionseinheit, die durch ein unterhalb einer Armaturenbrettoberseite untergebrachtes Display mit einer geeigneten Projektionsoptik ein Projektionslichtstrahlenbündel mit gewünschtem Anzeigeinhait erzeugt und auf eine teilweise transparente Projektionsscheibe, beispielsweise die Frontscheibe des Kraftfahrzeugs, projiziert, von der es zum Fahrer hin reflektiert wird.
Bei dieser herkömmlichen Bauart weist das HUD ein relativ kleines Field-of- View auf, welches in der Regel nur bis knapp an den Horizont reicht, und die
Entfernung des virtuellen Anzeigebilds ist durch den optischen Aufbau der Projektionseinheit festgelegt. Einer Vergrößerung des Field-of-View steht der begrenzte Bauraum innerhalb des Armaturenbretts entgegen. Insbesondere nimmt die bekannte Projektionsoptik viel Platz in vertikaler Richtung ein. Der Fahrer blickt dabei gleichsam in ein Fernrohr, sodass für ihn ein nahes, am Dis play im HUD-lnneren erzeugtes Anzeigebild in der Ferne vor dem Kraftfahrzeug erscheint. Damit sind entsprechend einer "Öffnung des Fernrohrs" nur begrenz te Raumwinkel darstellbar, in denen das HUD-Anzeigebild dem Blick durch die Frontscheibe überlagert werden kann. Kontaktanaloge Einblendungen, wie bei spielsweise aus Augmented- Reality bekannt, sind außerhalb dieses begrenzten Raumwinkels nicht möglich.
Andererseits ist beispielsweise aus DE 10 2009 054 232 A1 ein Head-up- Display zur stereoskopischen Informationsanzeige in einem Kraftfahrzeug bekannt, das Bilderzeugungsmittel zur Erzeugung zweier unterschiedlicher, für die beiden Augen eines Insassen bestimmter Einzelbilder und eine Anzeigeeinheit aufweist, auf welcher Leuchtpunkte erzeugbar sind, deren Lichtstrahlen durch Spiegelung an der Windschutzscheibe des Kraftfahrzeugs für den Insassen sichtbar sind. Ferner sind im Strahlengang zwischen der Anzeigeeinheit und der Windschutzscheibe Ablenkmittel, wie z. B. eine matrixartige Anordnung kleiner Linsen, vorgesehen, die Lichtstrahlen unterschiedlicher Leuchtpunkte in unterschiedliche Abstrahlrichtungen ablenken. Zudem sorgen Bildpunktzuordnungs mittel für eine derartige Zuordnung von Bildpunkten der Einzelbilder zu Leucht punkten der Anzeigeeinheit, dass für das linke Auge des Insassen das dafür bestimmte Einzelbild und für das rechte Auge des Insassen das dafür bestimmte Einzelbild sichtbar ist. Eine autostereoskopische Displayanzeige dieser Art kann für eine kontaktanaloge Darstellung der Inhalte besonders günstig sein.
Bei Blickfeldanzeigevorrichtungen sind in der Regel zusätzliche Maßnahmen vorgesehen, die Störreflexionen von Umgebungslicht an deren Bauteilen, die zu einer Blendung des Benutzers führen könnten, unterbinden. Hierzu wird bei einem herkömmlichen HUD beispielsweise eine Deckscheibe, die die Projektionseinheit nach außen verschließt, geometrisch entspiegelt (sogenannte Gla-
retrap). Daraus bekannte Entspiegelungstechniken eignen sich allerdings nicht für ein direkt gegenüber der Windschutzscheibe angeordnetes Display.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein besonders im Hinblick auf die Sichtbarkeit des virtuellen Anzeigebilds oder den Komfort des Benutzers ver bessertes Betriebsverfahren für eine Blickfeldanzeigevorrichtung mit einem au tostereoskopischen Display, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, bereitzustellen.
Offenbarung der Erfindung
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Betreiben einer Blickfeldanzeige vorrichtung gemäß Anspruch 1 , eine entsprechende Steuerungseinheit, ein Computerprogramm sowie ein Kraftfahrzeug gemäß den nebengeordneten An sprüchen gelöst. Weitere Ausgestaltungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben Alle in den Ansprüchen und der Beschreibung für das Verfahren genannten weiterführenden Merkmale und Wirkungen gelten auch in Bezug auf die Blickfeldanzeigevorrichtung, die Steuerungseinheit, das Computerprogramm oder das Kraftfahrzeug, wie auch umgekehrt.
Gemäß einem ersten Aspekt ist ein Verfahren zum Betreiben einer Blickfeldan zeigevorrichtung, insbesondere für ein Kraftfahrzeug, vorgesehen, die eine au tostereoskopische flächige Pixelanordnung zur Erzeugung eines Projektions lichtstrahlenbündels mit einem Anzeige Inhalt aufweist. Die Blickfeldanzeigevor richtung ist dazu ausgebildet, das erzeugte Projektionslichtstrahlenbündel auf eine teilweise transparente reflektierende Projektionsscheibe, insbesondere eine Frontscheibe des Kraftfahrzeugs, derart zu projizieren, dass dahinter ein in ein Blickfeld eines Benutzers (z. B. des Fahrers oder eines anderen Insassen des Kraftfahrzeugs) eingeblendetes virtuelles Anzeigebild entsteht. Das Verfahren umfasst folgende Schritte:
- Bereitstellen mindestens eines Umfeld- und/oder Benutzerparameters und
- Umschalten zwischen mindestens zwei qualitativ unterschiedlichen Betriebsmodi der flächigen Pixelanordnung, die mindestens einen stereoskopi schen Betriebsmodus (auch 3D-Darstellung genannt) und/oder mindestens
einen monoskopischen Betriebsmodus (auch 2D-Darstellung genannt) und/oder mindestens einen monokularen Betriebsmodus (d. h. mit jeweils nur für ein Auge des Benutzers sichtbarer Darstellung) umfassen, abhängig von dem/den bereitgestellten Umfeld- und/oder Benutzerparameter(n), um das virtuelle Anzeigebild an qualitative Betriebsänderungen in Bezug auf das Umfeld und/oder den Benutzer anzupassen.
Der Begriff "flächig" bedeutet dabei ganz allgemein, dass sich die Pixelanordnung in Form einer zweidimensionalen Pixelmatrix über eine Fläche erstreckt, die zumindest bereichsweise eben oder aber gekrümmt oder gewölbt sein kann. Insbesondere kann die flächige Pixelanordnung bei Bedarf einer Wölbung der
Oberseite der Instrumententafel eines Kraftfahrzeugs angepasst sein, bei spielsweise indem sie gestuft oder geschachtelt aus mehreren kleineren Teilflä chen, wie z. B. ebenen Displays, aufgebaut ist. Die Begriffe "qualitativ unterschiedlich" und "qualitative Änderung" bedeuten insbesondere einen nicht rein quantitativen Unterschied diverser Betriebsparameter, sondern eine solche Än derung des Betriebs, die eine Wahrnehmbarkeit und/oder Sichtbarkeit des vir tuellen Anzeigebilds für den Benutzer grundlegend verändert.
Das Umschaiten der flächigen Pixelanordnung zwischen den qualitativ unter schiedlichen Betriebsmodi kann insbesondere durch eine geeignete, jeweils andersartige elektrische Ansteuerung der Pixelmatrix, beispielsweise in Bezug auf die Zuordnung einzelner Pixel zu dem zu erzeugenden Anzeigeinhalt, realisiert sein. Es handelt sich dabei insbesondere um einen Übergang von einer 3D- zu einer 2D- oder zu einer monokularen Darstellung, oder umgekehrt.
Die autostereoskopische flächige Pixelanordnung kann in an sich bekannter Weise, beispielsweise gemäß DE 10 2009 054 232 A1 , zur 3D-Darstellung ausgebildet sein. D. h. eine solche flächige Pixelanordnung kann von einer bilderzeugenden Einheit und/oder einer Steuerungseinheit derart angesteuert werden, dass zwei verschiedene 2D- Bilder das linke und das rechte Auge des Benutzers erreichen, um bei ihm einen räumlichen Eindruck des dargestellten virtuellen Anzeigebilds zu bewirken, ohne Hilfsmittel wie z. B. 3D-Brillen direkt
vor seinen Augen, Auf diese Weise können beispielsweise für den Fahrer eines Kraftfahrzeugs als dreidimensional wahrgenommene Darstellungen in beliebigen Entfernungen zwischen ungefähr 1 m und bis hin zu unendlich weit von seinen Augen erzeugt werden. Dabei sind grundsätzlich alle Konvergenzebe nen simultan realisierbar, was eine Immersion in eine virtuelle 3D-Welt ermög licht.
Für den geschilderten 3D-Betriebsmodus hat sich vorliegend experimentell di rekt nachweisbar herausgestellt, dass zumindest für typische Fahrzeuggeomet rien mit beispielsweise ca 120 cm Abstand der flächigen Pixelanordnung von den Äugen des Fahrers die Augen bei einer Akkommodation auf fern bis unendlich von sich aus imstande sind, die als virtuelles Anzeigebild eingeblendeten Strukturen, wie z. B. Linien, im Wesentlichen scharf zu sehen, bei Tag und bei Nacht. Mit anderen Worten besteht hier zwar ein Mismatch von Konvergenz- und Akkommodationsentfernung, dieser wird jedoch nicht als störend wahrgenommen:
Dabei ist Konvergenzwinkel ein Winkel, den die Blickachsen von rechtem und linkem Auge bilden, und Akkommodation ist die Scharfstellung der Augenlinse auf eine Entfernung des betrachteten Objekts Beim normalen Sehen (d. h. oh ne 3D-Display) korrelieren der Konvergenzwinkel und die Akkom modationsent- fernung gemäß einem geschlossenen Dreieck. Sofern vorliegend die durch die stereoskopische Bilderzeugung bedingte 3D-Entfernung insbesondere kleiner oder gleich der Entfernung realer Hintergrundobjekte in der Umgebung ist, kann das eingeblendete virtuelle Anzeigebild entspannt und weitgehend scharf betrachtet werden, d. h. die Augen stellen dafür automatisch die richtige 3D- Konvergenz ein (vgl. Fig. 10a- 10c). (Der Begriff "im Wesentlichen" kann hierin insbesondere eine hersteliungs- oder konstruktionsbedingte mögliche Abwei chung im Rahmen des dargelegten Funktionsprinzips bedeuten, die beispielsweise nicht mehr als etwa 10% von betreffenden geeigneten Messgrößen be tragen kann.)
Insbesondere kann das Bereitstellen mindestens eines Umfeldparameters das Erfassen eines aktuellen Umfelds hinter der Projektionsscheibe, insbesondere eines vorausliegenden Umfelds des Kraftfahrzeugs, umfassen. Dabei wird die flächige Pixelanordnung zumindest bereichsweise von einem 3D- zu einem monokularen Betriebsmodus umgeschaltet, wenn für einen entsprechenden Bereich des erfassten Umfelds im Hintergrund des virtuellen Anzeigebilds die räumliche Tiefe in einer vorbestimmten Weise nicht ermittelbar ist. Beispiels weise kann es bei einer Durchfahrt des Kraftfahrzeugs durch einen Tunnel, über eine Brücke und/oder hinter einem vorausfahrenden LKW nicht in einer für die 3D-Darstellung eines virtuellen Symbols erforderlichen Weise für das System und/oder den Benutzer klar oder eindeutig sein, wie tief der Raum vor dem Kraftfahrzeug hinter dem Symbol ist. Durch das Umschaiten eines entspre chenden Bereichs der flächigen Pixelanordnung in den monokularen Betriebs modus kann eine aktuelle kontaktanaloge Position des Symbols beibehaiten werden; das Symbol ist dann nur von einem Auge des Benutzers sichtbar und bedarf daher keiner Tiefenerkennung bzw. Einstellung des Konvergenzwinkels. Geeignete Mittel, z. B. optische Kameras oder Radar/Lidar-Systeme, zur Erfas- sung des Umfelds bei dieser und anderen Verfahrensausgestaltungen sind dem Fachmann bekannt und an Bord des Kraftfahrzeugs oft ohnehin vorgesehen.
Insbesondere kann das Bereitstellen mindestens eines Benutzerparameters das Erfassen und/oder benutzerseitige Eingeben des Alters und/oder einer Sehschwache des Benutzers umfassen. Die flächige Pixelanordnung wird dabei zumindest bereichsweise von einem 3D- zu einem 2D- und/oder monokularen Betriebsmodus umgeschaltet, wenn für einen entsprechenden Bereich des virtuellen Anzeigebilds die erfassten und/oder eingegebenen Benutzerparameter zu seinem Alter und/oder seiner Sehschwache nicht vorbestimmten Anforderungen für die 3D-Darstellung genügen. Alternativ oder zusätzlich kann für den Benutzer auch eine direkte Wahlmöglichkeit zwischen den genannten Betriebsmodi über eine geeignete Benutzerschnittstelle bereitgestellt sein.
Durch diese Verfahrensausgestaltung kann beispielsweise berücksichtigt werden, dass alte Fahrer gegebenenfalls eine Gieitsichtbrilie tragen, was möglich-
erweise im Gegensatz zu jungen Fahrern zu einem Mismatch oben genannter Konvergenz- und Akkommodationsentfernungen führen kann. In diesem Fall können virtuelle Objekte, die scharf gesehen werden müssen, wie z. B. sicherheitsrelevante Zahlenangaben oder Schrift, z. B. in einem 2D-Betriebsmodus in einem geeigneten Bereich der flächigen Pixelanordnung und damit der Front scheibe angezeigt werden, sodass die Konvergenz- und Akkommodationsentfernungen übereinstimmen. Andererseits können dabei virtuelle Objekte, bei denen ein derartiger Mismatch wenig stört, wie z. B. großflächige Markierungen von Fahrspuren, weiterhin im 3D-Betriebsmodus dargestelit werden.
Hingegen können dabei junge Fahrer, die normalerweise keine permanente
Weitsichtigkeit haben und für die daher der genannte Mismatch eine geringere Rolle spielt, auch virtuelle 3D-Anzeigen mit feinen Strukturen, wie z. B. Schrift, als in einer wahrgenommenen 3D-Entfernung eingeblendet bekommen, die größer als die Entfernung der flächigen Pixelanordnung von deren Augen (wie z. B. etwa 1 ,2 m für typische Fahrzeuggeometrien) ist, für die also die Konver genz- und Akkommodationsentfernungen nicht übereinstimmen.
Zwischen den beiden Extremen "junger Fahrer" und "alter Fahrer" können dabei (müssen aber nicht) auch beliebig viele weitere geeignet abgestufte Betriebs modus- und damit Darsteliungspakete implementiert sein, die ebenfalls automa tisch und/oder vom Benutzer oder Fahrer selbst auswählbar sein können. Ins besondere kann in derartigen Darstellungspaketen zusätzlich eine individuelle Einsteilbarkeit einer Größe von virtuellen Schriften und/oder Symbolen durch den Benutzer implementiert sein.
Insbesondere kann das Bereitstellen mindestens eines Benutzerparameters das Erfassen einer Blickrichtung und des Konvergenzwinkels des Benutzers in Bezug auf ein in 3D dargestelltes Objekt des virtuellen Anzeigebilds umfassen. Dabei wird ein diesem Objekt entsprechender Bereich der flächigen Pixelan ordnung von einem 3D- zu einem 2D- und/oder monokularen Betriebsmodus umgeschaltet, falls der erfasste Konvergenzwinkel in vorbestimmter Weise von einem der 3D-Darstellung entsprechenden Konvergenzwinkel abweicht. Insbe-
sondere kann dabei in den 3D-Betriebsmodus zurückgeschaltet werden, sobald der Blick des Benutzers dieses Objekt wieder verlässt. Der Konvergenzwinkel kann beispielsweise durch die Erfassung der Blickrichtung beider Augen des Benutzers durch Eye-Tracking oder andere geeignete Mittel implementiert sein.
Durch diese Verfahrensausgestaltung kann beispielsweise die Einstellung der Augen des Benutzers auf einen (wie z. B. hierin an anderen Stellen dargelegt) geeigneten Konvergenzwinkel im 3D-Betriebsmodus zusätzlich unterstützt und/oder kontrolliert werden. Falls der erfasste Konvergenzwinkel beispielswei se aus irgendeinem Grund fälschlicherweise auf zu nah geht (z. B. der Entfernung der flächigen Pixelanordnung entsprechend, wie etwa 1 ,2 m bei typischen
Fahrzeuggeometrien), obwohl das virtuelle 3D-Objekt in einer größeren Entfer nung gesehen werden soll, dann kann die flächige Pixelanordnung z. B. auto matisiert auf eine monokulare Darstellung dieses Objekts umgeschaltet werden, damit es vom Benutzer ebenfalls scharf und komfortabel gesehen wird. Die monokulare Darstellung kann insbesondere gerade solange beibehalten werden, bis der Benutzer seinen Blick von diesem eingeblendeten Objekt abwen det, und alsbald wieder zur 3D-Darstellung umgeschaltet werden. Dadurch kann dem Benutzer beim nächsten Betrachten desselben Objekts erneut die Möglichkeit bereitgestefit werden, es wie vorgesehen in 3D zu sehen, indem ein von seinem Gehirn-Auge-System erneut gewählter Konvergenzwinkel zum ein geblendeten 3D-Qbjekt passt. In der Regel wird die erwähnte falsche Nahfo kussierung nur in den seltenen Fällen möglich sein, in denen der Benutzer sei nen Blick direkt von einer Displayanzeige eines Kombi-Instruments im Inneren des Kraftfahrzeugs gezielt zu einer virtuellen Anzeige wechselt, um diese abzu lesen, noch bevor er seinen Blick wieder auf die Fahrbahn richtet. in Fällen des Verfahrens, in denen ein Bereich der flächigen Pixelanordnung von einem 3D- zu einem monokularen Betriebsmodus umgeschaltet wird, kann insbesondere eine Helligkeit pro Pixel für diesen Bereich erhöht, beispielsweise in etwa verdoppelt werden, um einen Intensitätsverlust durch den Wegfall des für das zweite Auge bestimmten Lichtanteils zumindest teilweise zu kompensieren. Alternativ oder zusätzlich kann es beim Einschalten eines Bereichs der flä-
chigen Pixelanordnung in einen monokularen Betriebsmodus vorgesehen sein, diesen Bereich in Teilbereiche zu unterteilen, für die jeweils für verschiedene Augen des Benutzers bestimmte monokulare Betriebsmodi aktiviert werden. Mit anderen Worten werden dabei manche Bildinhalte nur für das linke, und andere Bildinhalte nur für das rechte Auge des Benutzers eingespielt. Dies kann insbe sondere dazu beitragen, dass der Benutzer den Übergang zum monokularen Sehen nicht bemerkt, weil er für das betreffende Objekt weiterhin beide Augen benutzt. Alternativ oder zusätzlich kann in den obigen Fällen eines monokularen Betriebsmodus insbesondere auch ein Misch betrieb mit einem 3D- Betriebsmodus für den betreffenden Bereich der flächigen Pixelanordnung ein geschaltet werden, bei dem insbesondere großflächige virtuelle Objekte (wie z. B. Fahrspurmarkierungen) weiterhin in 3D und kleinere und/oder feinere (wie z. B. ein Pfeil vor einer Tunnelwand) monokular dargesteilt werden. Dies kann zu einem weiter erhöhten Komfort des Benutzers beitragen da großflächige Objekte im Hinblick auf einen passenden Konvergenzwinkei vergleichsweise unkritisch sind und der Benutzer sie dann mit beiden Augen sieht.
Bei einer spezifischen Ausgestaltung des Verfahrens der hierin dargelegten Art umfasst das Bereitsteilen mindestens eines Umfeld- und/oder Benutzerparame ters das Erfassen einer Beschleunigung und/oder einer Positions- oder Bewe gungsstörung des Benutzers und/oder einer Beschleunigung und/oder einer
Positions- oder Bewegungsstörung eines sich bewegenden übergeordneten Systems, insbesondere des Kraftfahrzeugs, in dem die Biickfeldanzeigevorrich- tung montiert ist, und/oder eines aktuellen Umfelds hinter der Projektionsschei- be, insbesondere eines vorausliegenden Umfelds des Kraftfahrzeugs. Anhand der erfassten Beschleunigung und/oder Positions- oder Bewegungsstörung des Benutzers und/oder des sich bewegenden übergeordneten Systems und/oder des erfassten aktuellen Umfelds wird ein von der Blickfeldanzeigevorrichtung erzeugtes virtuelles Anzeigebild derart stabilisiert, dass es auch bei schnellen Kopf- und/oder Systembewegungen aus Sicht des Benutzers positionsstabil gegenüber dem Umfeld hinter der Projektionsscheibe steht. Positions- oder Bewegungsstörungen können insbesondere Abweichungen darstellungsrelevanter Positions- oder Bewegu ngsparam eter des Benutzers und/ oder des über-
geordneten Systems vom Normalbetrieb der Blickfeldanzeigevorrichtung umfassen, beispielsweise wenn eine implementierte Eye-Tracking-Einheit die Augenposition des Benutzers verliert.
Diese Verfahrensausgestaltung kann beispielsweise auf eine kontaktanaloge 3D-, 2D- oder monokulare Darstellung eines virtuellen Anzeigebilds angewandt werden, damit Störungen durch relativ zum Umfeld hinter der Projektionsschei be rasche Bewegungen des Benutzers sich nicht auf die kontaktanaloge Ein blendung auswirken. Rein beispielhaft bilden im Falle eines Kraftfahrzeugs (wie sinngemäß eines beliebigen anderen übergeordneten Systems) das Kraftfahrzeug und sein Insasse, der die Blickfeldanzeigevorrichtung benutzt, ein Gesamtsystem, das folgenden Störungen unterworfen ist:
- von außen: schlechte Fahrbahn führt zu Fahrzeugvibrationen und zu sätzlich zu Vibrationen der Kopfposition relativ dazu;
- von innen: eigene Kopfbewegungen des Benutzers können auch Störun gen darstellen.
Diese Verfahrensausgestaltung kann z. B. mittels eines PID-Reglers implemen tiert sein insbesondere kann dabei in einer Steuerungseinheit ein Algorithmus implementiert sein, der eine Übertragungscharakteristik des Gesamtsystems aus individuellem Kraftfahrzeug und Insassen ermittelt und dafür insbesondere die D-Charakteristik (d. h. den differenzielien Anteil, der auf Änderungen im Störsignal reagiert) so optimiert, dass bei Auslenkungen des Kraftfahrzeugs eine zu erwartende Änderung der Augenposition prognostiziert wird und das Anzeigebild anhand dessen stabilisiert wird. Eine solche Übertragungscharakteristik des individuellen Gesamtsystems kann insbesondere vorab, z. B. vor oder zu Beginn einer Fahrt, ermittelt werden,
Auslenkungen, d. h. Beschleunigungen des Kraftfahrzeugs können hierzu z. B. von einem geeigneten Beschleunigungssensor bekannter Art erfasst werden, der starr mit dem Kraftfahrzeug verbunden ist. insbesondere können dabei auch an Bord des Kraftfahrzeugs verfügbare Navigationsdaten und eine in be kannter Weise ermittelte Fahrzeugorientierung interpretiert und daraus extrapo-
liert werden, wie die Anzeigebildeinspielung korrigiert werden kann, um bei einer resultierenden zu erwartenden Augenposition weiterhin kontaktanalog zu erscheinen. Die zu erwartende Augenposition kann dabei beispielsweise typi sche Kopfverschiebungen bei Fahrmanövern wie Kurvenfahrt, Beschleunigung, Bremsen etc. wie auch typische Kopfbewegungen bei Fahrbahnunebenheiten berücksichtigen. Die Umrechnung in geeignete Korrektursignale, insbesondere die prognostizierte Augenposition, kann dabei z. B. für typische Fahrzeugbewe gungen mittels künstlicher Intelligenz, d. h. mit einem geeigneten selbstlernen den Algorithmus, trainiert werden.
Bei einer Weiterbildung der obigen Verf ah rensausgestaitu ng wird bei Überschreiten einer vorbestimmten Störschwelle durch die erfasste Beschleunigung und/oder Positions- oder Bewegungsstörung des Benutzers und/oder des übergeordneten Systems die flächige Pixelanordnung für die Dauer einer derartigen Störung ausgeschaltet. Mit dieser Weiterbildung kann insbesondere für sehr massive Störungen, auf welche die dargelegte Bildstabilisierung nicht schnell genug reagieren kann (wie z. B, beim Durchfahren eines großen Schlaglochs oder eines Kopfsteinpflasters), eine geeignete Störschwelle z. B. in der Steuerungseinheit hinterlegt sein Dabei wird die flächige Pixelanordnung oder die ganze Blickfeldanzeigevorrichtung kurzzeitig, insbesondere für die Dauer der Überschreitung der vorbestimmten Störschwelle oder bis zu einer erfolgten Bildstabilisierung, deaktiviert, um Irritationen des Benutzers durch nicht korrekt kontaktanalog dargestelltes virtuelles Anzeigebild zu vermeiden.
Insbesondere kann beim Verfahren der hierin dargelegten Art ein in 3D darzu- stellendes Objekt des virtuellen Anzeigebilds zur Unterstützung der Einstellung eines geeigneten vorbestimmten Konvergenzwinkels der Augen des Benutzers (siehe weiter oben) mit markanten vertikalen Strukturen in einem von dem vorbestimmten Konvergenzwinkel abhängigen Abstand voneinander ausgestattet werden. Dadurch kann das Gehirn-Auge-System des Benutzers bei der Einstel lung auf einen passenden vorbestimmten Konvergenzwinkel unterstützt wer den, der beispielsweise von der Steuerungseinheit abhängig von dem erfassten Umfeld im Hintergrund, z, B, seiner räumlichen Tiefe oder Entfernung, durch
einen implementierten Algorithmus ermittelt werden kann. Dahinter steht, dass das Gehirn in der Regel darauf trainiert ist, nahe beieinanderliegende vertikale Linien in Einzelbildern, die das linke und das rechte Auge erreichen, als ein einzelnes reales Objekt zu interpretieren und damit den Konvergenzwinkel der Au gen so einzustellen, dass beide vertikale Linien im vom Gehirn zusammenge setzten 3D-Bild auf eine einzige Linie zusammenfallen.
Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Blickfeldanzeigevorrichtung eine auf der flächigen Pixeianordnung (die insbesondere als ein oder mehrere Flachbild schirme ausgebildet sein kann) angeordnete reflexunterdrückende Umlenkanordnung, die eine oder mehrere sich entlang der flächigen Pixelanordnung in einem vorbestimmten spitzen Winkel dazu und parallel zueinander erstrecken de ebene Reflexionsfläche(n) zum Projizieren des erzeugten Projektionslicht strahlenbündels auf die Projektionsscheibe umfasst. Dabei ist/sind die Rücksei te^) der einen oder der mehreren Reflexionsfiäche(n) zu einer Störreflexunter drückung lichtabsorbierend ausgebildet.
Im Gegensatz zu der eingangs erwähnten herkömmlichen HUD-Bauart mit einer im Inneren der Instrumententafel eines Kraftfahrzeugs untergebrachten Projektionsoptik hat eine Blickfeldanzeigevorrichtung gemäß dieser Ausführungs form einen deutlich flacheren Aufbau und kann beispielsweise mit nur wenigen cm Einbautiefe in einer Oberseite der Instrumententafel eingebaut oder nach träglich darauf montiert sein. Dies macht eine signifikante Erweiterung des Field-of-View der Blickfeldanzeigevorrichtung, beispielsweise auch vertikal deutlich über den Horizont hinaus, möglich, was sich insbesondere für kontaktanaloge Darstellungen für den Fahrer und andere Insassen zur Unterstützung der Navigation oder beim autonomen Fahren eignet. Insbesondere ist damit ein echt kontaktanaloger 3D-Effekt (Stereo-Augmented-Reality) möglich, wobei die kontaktanaloge Darstellung sowohl binokular als auch monokular sein kann.
Die mehreren zueinander parallelen Reflexionsflächen der reflexunterdrückenden Umlenkanordnung können untereinander gleich ausgebildet sein oder aber sich in deren Form oder Größe voneinander unterscheiden. Abhängig von de-
ren Form und Größe kann deren Abstand voneinander in einer zu deren Erstreckungsrichtung senkrechten Richtung derart gewählt sein, dass eine nahezu vollständige Störreflexunterdrückung und eine im Wesentlichen verlustfreie und formerhaltende Umlenkung des Projektionslichtstrahlenbündels gewährleistet sind. Einige Beispiele hierfür sind weiter unten angegeben. Für die Rückseiten der Reflexionsflächen ist grundsätzlich jede an sich bekannte sonnenlichtabsorbierende Beschichtung geeignet, beispielsweise eine mate schwarze Schicht.
Gemäß einer Weiterbildung dieser Ausführungsform ist mindestens eine der Reflexionsflächen der reflexunterdrückenden Umlenkanordnung durch eine Mantelflächenseite eines auf der flächigen Pixelanordnung angeordneten Pris mas gebildet. {Das Prisma kann beispielsweise eine dreieckige, viereckige, ins besondere trapezförmige, oder fünfeckige Querschnittsfläche haben.) Dies kann der jeweiligen Reflexionsfläche insbesondere eine hohe mechanische Stabilität verleihen. Das Prisma kann aus jedem für das verwendete Projekti onslicht transparenten Material, insbesondere Glas oder Kunststoff, gefertigt sein. Bei einer Luftschicht zwischen der Reflexionsfläche und deren lichtabsorbierender Rückseite kann die Reflexion durch Totalreflexion an der genannten Mantelflächenseite des Prismas zustande kommen, andernfalls können darauf eine reflektierende Schicht, beispielsweise aus Metall, und auf dieser eine licht absorbierende Schicht aufgebracht setn
Bei einer spezifischen Ausgestaltung ist für jeweils zwei benachbarte Reflexionsflächen eine Lichtaustrittsebene, die eine obere Kante der einen Reflexions- fläche und die untere Kante der Rückseite der nächsten Reflexionsfläche ver bindet, im Betrieb der Blickfeldanzeigevorrichtung im Wesentlichen senkrecht zu der Projektionsscheibe ausgerichtet. Dies kann insbesondere zu einer vollständigen Störreflexunterdrückung für Umgebungslicht aus beliebigen Richtungen führen.
Bei einer spezifischen Ausgestaltung liegen obere Kanten der mehreren zueinander parallelen Reflexionsflächen der reflexunterdrückenden Umlenkanord-
nung aus der Sicht des Benutzers im Wesentlichen auf einer Linie, um beispielsweise die Reflexionsflächen gegen einen direkten Blick des Benutzers darauf zu verdecken. Dies kann insbesondere mittels einer geeigneten Hub- /Kipp-Einrichtung für die reflexunterdrückende Umlenkanordnung oder die flä chige Pixelanordnung manuell oder zumindest teilweise automatisiert, bei spielsweise durch das Eye-Tracking, einstellbar sein. Hierzu kann das Verfahren insbesondere folgende zusätzliche Schritte umfassen:
- Bereitstellen einer aktuellen Position, insbesondere einer Augenposition o- der einer Blickrichtung, des Benutzers und
- das genannte Ausrichten oberer Kanten der mehreren zueinander parallelen Reflexionsflächen der reflexunterdrückenden Umlenkanordnung abhängig von der bereitgestellten aktuellen Benutzerposition.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist eine Steuerungseinheit für eine Blickfeldanzeigevorrichtung vorgesehen, wobei die Steuerungseinheit zum zumindest teilweise automatisierten Durchführen eines Verfahrens der hierin dargelegten Art ausgebildet ist. Gemäß einem weiteren Aspekt ist ein Computerprogramm vor gesehen, welches, wenn es in einer Steuerungseinheit ausgeführt wird, dazu eingerichtet ist, ein Verfahren der hierin dargelegten Art auszuführen.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist ein Kraftfahrzeug vorgesehen, umfassend:
- eine sich zwischen einer Frontscheibe des Kraftfahrzeugs und einer Instru mententafel erstreckende Oberseite der Instrumententafel;
- eine auf, in oder unter der Oberseite der Instrumententafel angeordnete Blickfeldanzeigevorrichtung, die eine autostereoskopische flächige Pixelanordnung zur Erzeugung eines Projektionslichtstrahlenbündels mit einem Anzeigeinhalt aufweist und dazu ausgebildet ist, dieses auf die Frontscheibe des Kraftfahrzeugs derart zu projizieren, dass dahinter ein in ein Blickfeld des Fahrers und/oder weiterer Insassen eingeblendetes virtuelles Anzeige- btld entsteht; und
- eine Steuerungseinheit der hierin dargelegten Art.
Insbesondere kann dabei die Blickfeldanzeigevorrichtung gemäß der obigen Ausführungsform ausgebildet sein und entweder deren autostereoskopische
flächige Pixeianordnung oder die darauf angeordnete reflexunterdrückende Umlenkanordnung kann im Wesentlichen bündig zu der Oberseite der Instrumententafel des Kraftfahrzeugs angeordnet sein.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Die obigen Aspekte der Erfindung und deren Ausführungsformen und spezifi sche Ausgestaltungen werden nachfolgend anhand der in den beigefügten Zeichnungen dargestellten Beispiele näher erläutert. Die Zeichnungen sind rein schematisch, sie sind insbesondere nicht als maßstabsgetreu zu lesen. Ähnliche oder einander entsprechende Elemente sind darin mit den gleichen Be zugszeichen versehen. Es zeigen:
Figur 1 eine schematische seitliche Querschnittsansicht einer Blickfeldanzeigevorrichtung gemäß der obigen Ausführungsform der Erfin dung;
Figur 2a eine perspektivische Ansicht einer möglichen Erstreckung einer
Blickfeldanzeigevorrichtung gemäß der obigen Ausführungsform in einer Oberseite einer Instrumententafel eines Kraftfahrzeugs;
Figuren 2b und 2d jeweils eine perspektivische Ansicht eines mit der Blickfeldanzeigevorrichtung der Fig. 2a nutzbaren Projektionsbereichs in der Frontscheibe des Kraftfahrzeugs aus Fahrersicht;
Figur 2c eine perspektivische Ansicht eines mit der Blickfeldanzeigevorrichtung der Fig. 2a nutzbaren Projektionsbereichs in der Frontscheibe des Kraftfahrzeugs aus Beifahrersicht;
Figuren 3a bis 3c perspektivische Ansichten eines Modellbeispiels einer Blickfeldanzeigevorrichtung gemäß der obigen Ausführungsform zur
Erläuterung der Umlenkwirkung von deren reflexunterdrückender Umlenkanordnung mit mehreren Prismen;
Figuren 4a und 4b perspektivische Ansichten eines weiteren Modellbeispiels einer Blickfeldanzeigevorrichtung gemäß der obigen Ausführungs form zur Erläuterung der Entstehung sichtbarer und unsichtbarer Streifen in einer die flächige Pixelanordnung enthaltenden Fläche;
Figur 5a eine perspektivische Ansicht einer möglichen Anordnung einer
Blickfeldanzeigevorrichtung gemäß der obigen Ausführungsform in einer Oberseite einer Instrumententafel eines Kraftfahrzeugs;
Figur 5b eine perspektivische Ansicht eines mit der B I ickfeldanze igevorrtch- tung der Fig. 5a nutzbaren Projektionsbereichs in der Frontscheibe des Kraftfahrzeugs aus Fahrersicht mit einem kontaktanalog eingeblendeten virtuellen Abbiegepfeil;
Figur 6 eine schematische seitliche Querschnittsansicht einer Blickfeldan zeigevorrichtung gemäß der obigen Ausführungsform mit Ansteue rungskomponenten für deren flächige Pixelanordnung zur Durch führung des Verfahrens der hierin dargelegten Art;
Figur 7 eine perspektivische Frontscheibenansicht aus Fahrersicht mit einer mit der Blickfeldanzeigevorrichtung der Fig. 6 kontaktanalog eingeblendeten virtuellen Markierung eines Fremdfahrzeugs;
Figur 8 eine weitere perspektivische Frontscheibenansicht aus Fahrersicht mit einer mit der Blickfeldanzeigevorrichtung der Fig. 6 kontaktanalog eingeblendeten virtuellen Markierung einer Fahrspur und einem mittels einer zusätzlichen herkömmlichen Projektionseinheit statisch eingeblendeten weiteren virtuellen Anzeigeinhalt;
Figuren 9a und 9b schematische seitliche Querschnittsansichten weiterer
Blickfeldanzeigevorrichtungen gemäß der obigen Ausführungsform; und
Figuren 10a bis 10c jeweils einen Blick durch eine Projektionsscheibe mit einem im 3D-Betriebsmodus der flächigen Pixelanordnung kontaktanalog eingeblendeten virtuellen Markierungspfeil, der bei drei stark verschiedenen Entfernungen der Hintergrundobjekte einem Benutzer der Blickfeldanzeigevorrichtung scharf und als echtes 3D-Objekt erscheint.
Beschreibung von Ausführungsformen
Alle weiter oben und nachfolgend in der Beschreibung und den Ansprüchen genannten spezifischen Details und Varianten des Betriebsverfahrens für eine
Blickfeldanzeigevorrichtung gemäß dem ersten Aspekt der Erfindung, insbe sondere verschiedene Ausgestaltungsmerkmale der betreffenden Blickfeldan zeigevorrichtung gemä ß der obigen Ausführungsform, können bei den in den Figuren 1 bis 10c gezeigten Beispielen implementiert sein. Umgekehrt sind die in Fig. 1 bis 10c gezeigten konkreten Beispiele nur als eine vereinfachte, bei spielhafte Illustration der in der Beschreibung und den Ansprüchen allgemeiner definierter Merkmale zu verstehen.
Fig. 1 zeigt in einer stark vereinfachten schematischen vertikalen Querschnittsansicht eine Blickfeldanzeigevorrichtung 1 gemäß der obigen Ausfüh rungsform der Erfindung in einem Kraftfahrzeug (in Fig. 1 nicht dargestellt, vgl. Fig. 2a-2d und 5a-5b), insbesondere ein Head-up-Display.
Die Blickfeldanzeigevorrichtung 1 umfasst eine elektrisch ansteuerbare autoste reoskopische flächige Pixelanordnung 2, die im Betrieb ein Projektionslicht strahlenbündel L mit einem gewünschten Anzeigeinhalt erzeugt. Ferner umfasst die Blickfeldanzeigevorrichtung 1 eine auf der flächigen Pixelanordnung 2 an-
geordnete reflexunterdrückende Umlenkanordnung 3, die in diesem Beispiel mehrere (rein beispielhaft fünf) sich entlang der flächigen Pixelanordnung 2 in einem vorbestimmten spitzen Winkel dazu und parallel zueinander erstrecken de ebene Reflexionsflächen 4 aufweist Durch das Umlenken des Projektions lichtstrahlenbündels L an den Reflexionsflächen 4 wird es auf eine Frontscheibe 5 des Kraftfahrzeugs projiziert und von dieser zu den Augen eines Benutzers 6, insbesondere des Fahrers oder Beifahrers, reflektiert (durch Pfeile angedeutet). Dadurch entsteht hinter der Frontscheibe 5 ein in ein Blickfeld des Benutzers 6 eingeblendetes virtuelles Anzeigebild (vgl. Fig. 5b, 7 und 8), das sich für den Benutzer 6 mit einem durch die Frontscheibe 5 beobachteten realen Umfeld vor dem Kraftfahrzeug überlagert. Der vorbestimmte spitze Anstellwinkel der Refle- xionsfiächen 4 kann hierzu anwendungsspezifisch beispielsweise aus der ge genseitigen geometrischen Anordnung der flächigen Pixelanordnung 2, der Frontscheibe 5 und des Benutzers 6 festgelegt sein. Dabei sind die Reflexionsflächen 4 auf deren Rückseiten 11 zu einer Störreflexunterdrückung vollflächig lichtabsorbierend ausgebildet.
Die Blickfeldanzeigevorrichtung 1 kann beispielsweise in oder auf einer Oberseite 7 einer Instrumententafel 8 (in Fig. 1 nicht dargestelit, vgl. Fig. 2a-2d und 5a) des Kraftfahrzeugs zwischen der Frontscheibe 5 und der Instrumententafel 8 bzw. einem Lenkrad montiert sein. Dabei kann die flächige Pixelanordnung 2 oder die reflexunterdrückende Umlenkanordnung 3 zumindest abschnittweise beispielsweise im Wesentlichen bündig zu der Oberseite 7 der Instrumententafel 8 angeordnet sein, was besonders unauffällig, schützend für die optischen Bauteile oder den Benutzer 6 und/oder platzsparend sein kann.
In Fig. 1 sind rein beispielhaft alle Reflexionsflächen 4 der reflexunterdrückenden Umlenkanordnung 3 durch Mantelflächenseiten von auf der flächigen Pi xelanordnung 2 aufliegenden Prismen 9 aus Glas oder Kunststoff gebildet. Dies kann einen besonders robusten Aufbau der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 erge ben und sowohl die flächige Pixelanordnung 2 und die Reflexionsflächen 4 vor Beschädigungen als auch den Benutzer 6 vor Verletzungen an freistehenden Kanten schützen. Insbesondere können hierzu die freistehenden, oberen Pris-
men kanten 10 zusätzlich abgerundet oder abgefast und insbesondere ebenfalls lichtabsorbierend ausgebildet sein, beispielsweise in ähnlicher Weise wie die Rückseiten der Reflexionsflächen und zu demselben Zweck,
Insbesondere hat das jeweilige Prisma 9 in Fig. 1 eine dreieckige Querschnitts fläche A, sodass dessen andere, untere Mantelflächenseite 9a auf der flächigen Pixelanordnung 2 aufliegt, während dessen dritte Mantelflächenseite als Licht- austrittsfläche 13a für das umgeienkte Projektionslichtstrahlenbündel L dient. Die Lichiaustrittsfiächen 13a können insbesondere von außen mit einer geeig neten Antireflex-Beschichtung versehen sein, in Fig. 1 schließen die auf der flächigen Pixelanordnung 2 aufliegenden Mantelflächenseiten 9a der Prismen 9 rein beispielhaft direkt aneinander an.
Bei der in Fig. 1 gezeigten geometrischen Anordnung der Reflexionsflächen 4 kann durch deren lichtabsorbierende Rückseiten 11 insbesondere eine nahezu vollständige Unterdrückung von Störreflexen des Umgebungslichts 12 aus beliebigen Richtungen von außerhalb und innerhalb des Kraftfahrzeugs erreicht werden, wie in Fig. 1 symbolisch durch einen störreflexfreien Bereich 6a um den Benutzer 6 herum angedeutet. Hierzu können beispielsweise Lichtaustritts- ebenen 13, die für jeweils zwei benachbarte Reflexionsflächen 4 eine obere Kante der einen Reflexionsfläche und die untere Kante der Rückseite 11 der nächsten Reflexionsfläche verbinden und in denen in diesem Beispiel die Licht austrittsflächen 13a der Prismen 9 liegen, im Wesentlichen senkrecht zu der Frontscheibe 5 ausgerichtet sein. Insbesondere liegen in diesem Beispiel die Reflexionsflächen 4 und deren lichtabsorbierende Rückseiten 11 mit deren unteren Kanten unmittelbar auf der flächigen Pixelanordnung 2 auf, die bei Bedarf auch eine schützende Deckschicht etc. umfassen kann.
Ferner ist in Fig. 1 eine vordere, am nächsten an dem Benutzer 6 liegende Reflexionsfläche 4 zur Vorbeugung einer Blendung des Benutzers daran durch eine abgedunkelte oder lichtabsorbierende Abdeckfläche 14 in Blickrichtung des Benutzers 6 abgedeckt. Die Abdeckfläche 14 bedeckt in diesem Beispiel eine dem Benutzer 6 zugewandte Mantelflächenseite des vorderen Prismas 9.
Für die Abdeckfläche 14 eignet sich insbesondere die gleiche Beschichtung, beispielsweise eine schwarze matte Beschichtung, wie bei den lichtabsorbierenden Rückseiten 11 der Reflexionsflächen 4. Alternativ kann zum selben Zweck auch eine separate, in Richtung des Benutzers vor der vorderen Reflext onsfläche 4 angeordnete Abdeckfläche vorgesehen sein, sodass die genannte Reflexionsfläche 4 zur Umlenkung des Projektionslichts nutzbar ist.
Des Wetteren liegen in Fig. 1 obere Kanten der Reflexionsflächen 4 rein bei spielhaft im Wesentlichen auf einer Linie K aus der Sicht des Benutzers 6 der
Blickfeldanzeigevorrichtung 1.
Fig. 2a zeigt schematisch eine perspektivische Ansicht einer möglichen Erstre ckung einer Blickfeldanzeigevorrichtung 1 gemäß der obigen Ausführungsform der Erfindung, insbesondere gemäß Fig. 1 , in einer Oberseite 7 einer Instrumententafel 8 eines Kraftfahrzeugs 15. Eine Gesamthöhe der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 in einer zu der flächigen Pixelanordnung 2 senkrechten Richtung kann insbesondere nur wenige cm, beispielsweise zwischen 0,5 und 10 cm, insbesondere zwischen 1 und 7 cm, z. B. etwa 2, 3, 4, 5 oder 6 cm betragen. Aufgrund einer entsprechend geringen Einbautiefe der Blickfeldanzeigevorrich tung 1 kann sie grundsätzlich eine gesamte Fläche der Oberseite 7 der Instru mententafel 8 des Kraftfahrzeugs 15 vor der Frontscheibe 5 einnehmen, wie in Fig. 2a durch deren mögliche Kontur 1a angedeutet. Zum Vergleich ist in Fig. 2a eine Lichtaustrittsöffnung 16 und deren Rand 16a bei einer eingangs erwähnten herkömmlichen Projektionseinheit eines HUDs mit unterhalb der Oberseite 7 der Instrumententafel 8 untergebrachter Projektionsoptik (nicht gezeigt) angedeutet.
Fig. 2b und 2d zeigen jeweils schematisch eine perspektivische Ansicht eines mit der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 der Fig. 2a nutzbaren Projektionsbereichs 17 der Frontscheibe 5 des Kraftfahrzeugs 15 aus Fahrersicht, dessen Begren zung 17a der Kontur 1a der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 entspricht. Wiederum sind zum Vergleich ein der Lichtaustrittsöffnung 16 einer herkömmlichen Projektionseinheit entsprechender Projektionsbereich 19 und dessen Begrenzung 19a
angedeutet. Im Gegensatz dazu kann der mit der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 nutzbare Projektionsbereich 17 nach oben erkennbar deutlich über den Horizont hinaus reichen, und auch seitlich einen Großteil des vom Fahrer zu überblickenden Straßenbereichs vor der Frontscheibe 5 abdecken.
Fig. 2c zeigt schematisch eine perspektivische Ansicht eines mit der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 der Fig. 2a nutzbaren Projektionsbereichs 18 der Front scheibe 5 des Kraftfahrzeugs 15 aus Beifahrersicht, dessen Begrenzung 18a der Kontur 1 a der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 entspricht. Wie daraus leicht zu erkennen ist, sind die vorstehend für den Fahrer genannten Wirkungen der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 genauso gut auch für den Beifahrer nutzbar Ähnliches gilt entsprechend auch für weitere Insassen des Kraftfahrzeugs 15, bei spielsweise aus Loungeposition im Fond. Insgesamt ist mit der Blickfeldanzei gevorrichtung 1 daher eine Multi-User-Nutzung möglich. Sofern die Inhalte je nur von einem User gesehen werden sollen, ist über die Auswertung eines Eye- Tracking für alle zu berücksichtigenden User die Pixelmatrix der flächigen Pi xelanordnung 2 so anzusteuern, dass das Bild nur von dem betreffenden User gesehen werden kann.
Figuren 3a bis 3c zeigen, jeweils in perspektivischer Ansicht, ein stark verein fachtes Modellbeispiel für eine Blickfeldanzeigevorrichtung 1 gemäß der obigen Ausführungsform (beispielsweise gemäß der Fig. 1 ) zur Erläuterung der Um lenkwirkung von deren reflexunterdrückender Umlenkanordnung 3, deren Reflexionsflächen 4 in diesem Modell durch vom Betrachter oder Benutzer abge- wandte hintere Mantelflächenseiten zweier Prismen 9 mit dreieckigen Querschnittsflächen A gebildet sind.
Die flächige Pixelanordnung 2 ist in diesem Modellbeispiel als ein Flachbildschirm ausgebildet, der einen gewünschten Anzeigeinhalt, in diesem Beispiel das in Fig. 3a gezeigte zweidimensionale Bild eines Schmetterlings, erzeugt, welches von dem vom Flachbildschirm ausgehenden Projektionslichtstrahlen bündel L (vgl. Fig. 1 ) transportiert wird. Beim Passieren der auf der flächigen Pixelanordnung 2 angeordneten reflexunterdrückenden Umlenkanordnung 3
wird das Projektionslichtstrahlenbündel L an den Reflexionsflächen 4 der hinteren Mantelflächenseiten der Prismen 9 umgelenkt, um beispielsweise wie in fig. 1 auf die Frontscheibe 5 des Kraftfahrzeugs und von dieser reflektiert zu den Augen des Benutzers 6 zu gelangen.
Wie in Fig. 3b zu sehen ist, tritt das durch die unteren Mantelflächenseiten 9a der Prismen 9 eingekoppelte Projektionslichtstrahlenbündel L aus deren Licht austrittsflächen 13a aus, während die Rückseiten 1 1 der Reflexionsflächen 4 zur Störreflexunterdrückung für das Umgebungslicht lichtabsorbierend ausge bildet sind. Wie Fig. 3c zeigt, verlässt das in die reflexunterdrückende Um lenkanordnung 3 eingekoppelte Projektionslichtstrahlenbündel L die Lichtaustrittsflächen 13a der Prismen 9 im Wesentlichen ohne Heiligkeitsverlust und bei einer geeigneten Ansteuerung der flächigen Pixelanordnung 2 wie in Fig. 3a auch ohne Formverlust.
Fig. 4a und 4b zeigen jeweils in perspektivischer Ansicht ein weiteres stark ver einfachtes Modellbeispiel einer Blickfeldanzeigevorrichtung 1 gemäß der obigen Ausführungsform (beispielsweise gemäß der Fig. 1 ) zur Erläuterung der Entstehung sichtbarer und unsichtbarer Streifen in einer die flächige Pixelanordnung 2 enthaltenden Fläche. Ähnlich wie in Fig. 3a-3c ist auch hier die flächige Pixela nordnung 2 als ein Flachbildschirm ausgebildet, der einen gewünschten Anzei geinhalt. in diesem Beispiel das in Fig. 4a gezeigte zweidimensionale Bild eines Schmetterlings, erzeugt. Auch die auf der flächigen Pixelanordnung 2 angeordnete reflexunterdrückende Umlenkanordnung 3 ist in diesem Modellbeispiel analog zu Fig. 3b-3c durch auf dem Flachbildschirm aufliegende, mit ihren langen Seiten aneinander anschließende Prismen 9 gebildet, von denen auch hier einfachheitshalber nur zwei von möglichen mehr als zwei Prismen gezeigt sind.
Wie in Fig. 4a und 4b extra angedeutet, erstrecken sich in der Pixelfläche zu den Reflexionsflächen 4 der Prismen 9 parallele Streifen 21 , die durch die Um lenkung des Projektionslichts an den Reflexionsflächen 4 von hier bis zu fünf identischen Prismen 9 sichtbar für den Benutzer der Biickfeldanzeigevorrich-
tung 1 gemacht werden können. Dazwischen liegen für den Benutzer der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 unsichtbare Streifen 22.
Die unsichtbaren Streifen 22 können daher in der Pixelanordnung schwarz ge lassen werden oder aber für anderweitige Funktionen genutzt werden, bei spielsweise als Luftauslass für eine Frontscheibenheizung oder Innenraumbe lüftung, als Öffnung für eine Soundquelle, als Lichtquelle diffuser Innenraumbe leuchtung oder als Überlappbereich beim Schachteln oder Stufen benachbarter Teilflächen einer zusammengesetzten flächigen Pixelanordnung.
Insbesondere kann hierzu beispielsweise in Fig. 1 eine erste, am weitesten vom Benutzer 6 entfernte Reflexionsfläche 4 auch ohne ein Prisma direkt unter eine Scheibenwurzel der Frontscheibe 5 des Kraftfahrzeugs gesetzt und damit an ders als bei frei stehenden Reflexionsflächen sowohl mechanisch als auch ge gen mögliche Benutzerverletzungen geschützt sein. Alternativ zum Weglassen eines Prismas 9 können bei dieser und/oder anderen Reflexionsflächen 4 (und nicht nur in diesem Beispiel) Prismenkanten, die den jeweiligen Reflexionsflä chen 4 gegenüberliegen, in einem den unsichtbaren Streifen 22 entsprechenden Bereich, der nicht vom Projektionslichtstrahienbündei L passiert wird, ab geschnitten werden. Dadurch können beispielsweise die unsichtbaren Streifen 22 wie erwähnt anderweitig genutzt werden und/oder das Gewicht und der Ma terialverbrauch der reflexunterdrückenden Umienkanordnung reduziert werden.
Fig. 5a zeigt eine perspektivische Ansicht einer möglichen Anordnung einer Blickfeldanzeigevorrichtung 1 gemäß der obigen Ausführungsform {beispielsweise gemäß der Fig. 1 ) in einer Oberseite 7 einer Instrumententafel 8 eines Kraftfahrzeugs 15. Aufgrund von deren flachem Aufbau kann sich die Blickfeldanzeigevorrichtung 1 entlang der Oberseite 7 der Instrumententafel 8 deutlich über den in Fig. 5a zum Vergleich angedeuteten Rand 16a einer Lichtaustrittsöffnung 16 einer Projektionseinheit der eingangs beschriebenen herkömmlichen HUD-Bauart hinaus erstrecken. Wie für Fig. 2a weiter oben beschrieben, kann die Blickfeldanzeigevorrichtung 1 bis hin zu der Gesamtfläche der Oberseite 7 der Instrumententafel 8 einnehmen.
In Fig. 5a nimmt eine flächige Pixelanordnung 2 der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 eine Teilfläche der Oberseite 7 der Instrumententafel 8 des Kraftfahrzeugs 15 vor der Frontscheibe 5 ein, die rein beispielhaft durch eine viereckige Kontur 1a begrenzt ist. Die flächige Pixelanordnung 2 kann insbesondere als ein oder mehrere nebeneinander eben oder verschachtelt oder gestuft angeordnete 2D- oder 3D-F!achbildschirme ausgebildet sein. In Richtung der Frontscheibe 5 ist die flächige Pixelanordnung 2 von einer reflexunterdrückenden Umlenkanord nung 3 überdeckt, deren mehrere zueinander parallele Reflexionsflächen 4 bzw. deren lichtabsorbierende Rückseiten 11 durch parallele Striche angedeutet sind.
Fig. 5b zeigt den mit der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 der Fig. 5a nutzbaren Projektionsbereich 17 in der Frontscheibe 5, dessen Begrenzung 17a der Kontur 1a der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 entspricht. Der Projektionsbereich 17 reicht nach oben erkennbar deutlich über den Horizont hinaus und deckt auch seitlich mehrere Spuren des vom Fahrer zu überblickenden Straßenbereichs vor dem Kraftfahrzeug 15 ab. Aufgrund des entsprechend großen Raumwinkels oder Field-of-View der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 eignet sie sich insbesondere sehr gut für kontaktanaloges Einblenden von virtuellen Hilfsinhalten in das Blickfeld des Fahrers abhängig von dem realen Umfeld 20 vor dem Kraftfahr zeug 15. Insbesondere ist mit der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 ein echt kon taktanaloger 3D-Effekt (Stereo Augmented Reality) möglich:
Fig. 6 zeigt eine schematische seitliche Querschnittsansicht einer Blickfeldanzeigevorrichtung 1 gemäß der Fig. 1 und Fig. 2a oder 5a, deren autostereosko pische flächige Pixelanordnung 2 beispielswiese ein lichtstarkes Display 2a, z. B. einen Flüssigkristal Ibiidschirm oder ein beliebiges anderes, etwa auch beim herkömmlichem HUD einsetzbares Standard-Display, sowie ein darauf aufgebrachtes Mikrolinsenarray 2b oder andersartige Ablenkmittel gemäß DE 10 2009 054 232 A1 , die Lichtstrahlen unterschiedlicher Leuchtpunkte des Dis plays 2a in unterschiedliche Abstrahlrichtungen ablenken, aufweist.
Zur Ansteuerung der flächigen Pixelanordnung 2 zur Erzeugung eines kontakt analogen 3D-Effekts beim Benutzer 6 ist ferner in an sich bekannter Weise eine Steuerungseinheit 24 für das Display 2a und das Mikrolinsenarray 2b vorgesehen. Die Steuerungseinheit 24 kann beispielsweise von einer Bilderzeugungs einheit 23 einen als virtuelles Anzeigebild darzustellenden Anzeigeinhalt erhal ten. Dabei kann die Bilderzeugungseinheit 23 insbesondere zur Berechnung einer geeigneten stereoskopischen Darstellung darzustellender Umfeldobjekte für den Benutzer 6 ausgebildet sein und hierzu beispielsweise von einer Umfel derfassungseinheit 26 Daten über ein aktuell vorausliegendes Umfeld 20 des Kraftfahrzeugs 15 und/oder von einer Eye-Tracking-Einheit 25, die z. B. eine oder mehr Kameras umfassen kann, eine aktuelle Augenposition des Benutzers 6 erhalten. Die jeweiligen Signalleitungen sind in Fig. 6 durch Pfeile angedeutet.
Die Steuerungseinheit 24 ist in Kooperation mit der Bilderzeugungseinheit 23 zum Durchführen des Verfahrens der hierin dargelegten Art in allen seinen hierin dargelegten Ausgestaltungen ausgebildet. D. h. sie ist zum Umschalten der autostereoskopischen flächigen Pixelanordnung 2 zwischen qualitativ unter schiedlichen Betriebsmodi, insbesondere zum Übergang von einer 3D- zu einer 2D- oder zu einer monokularen Darstellung eines virtuellen Objekts und umgekehrt, eigerichtet. Die hierzu erforderlichen Umfeld- und/oder Benutzerparame ter werden in diesem Beispiel von der Umfelderfassungseinheit 26, der Eye- Tracking-Einheit 25 und weiteren an sich bekannten geeigneten Sensoren und Systemen an Bord des Kraftfahrzeugs 15 bereitgestellt.
Fig. 10a-10c zeigen ein typisches Beispiel dafür, wie die Augen eines Benut zers für ein mit einer autostereoskopischen flächigen Pixelanordnung einer Blickfeldanzeigevorrichtung (nicht gezeigt) kontaktanalog eingeblendetes 3D- Objekt, hier einen Markierungspfeil 32, automatisch einen richtigen Konvergenzwinkel (s. o.) einstellen.
Im gezeigten Fall ist die 3 D- Entfernung des eingeblendeten Objektes auf die Entfernung des Hintergrundes angepaßt. Damit werden die Augen unterstützt, den beabsichtigten und korrekten Konvergenzwinkel automatisch einzustellen.
Fig, 10a- 10c zeigen dabei jeweils einen Blick durch eine aus der Vertikalen geneigte Projektionsscheibe 33, wobei der in einem 3D-Betriebsmodus der flächigen Pixelanordnung erzeugte virtuelle Markierungspfeil 32 bei drei stark verschiedenen Entfernungen der Hintergrundobjekte von den Augen des Benut zers - in Fig. 10a einem Betonpfeiler 34 in 2 m Entfernung; in Fig. 10b einem Wald 35 in 1000 m Entfernung; in Fig. 10c einem Haus 36 in 70 m Entfernung - dem Benutzer jeweils gleich scharf und als ein echtes 3D-Objekt erscheint. Ein einzelnes Auge hat eine große Tiefenschärfe: das überlagerte Objekt (Markie rungspfeil 32) und das entfernte Hintergrundobjekt (Betonpfeiler 34, Wald 35 oder Haus 36) werden in jedem dieser drei Fälle gleichzeitig scharf gesehen, obwohl in allen drei Fällen der Konvergenzwinkel nicht dem tatsächlichen Abstand des Pfeiles vom Auge bis zur Pixelmatrix (ca. 1 ,2 Meter) entspricht.
Mit Bezug auf Fig. 5b, 7 und 8 werden Weiterbildungen des Verfahrens der hierin dargelegten Art zum Betreiben einer Blickfeldanzeigevorrichtung 1 gemäß Fig. 6 beschrieben. (Dabei weisen die in Fig. 7 und 8 als virtuelle Anzeige bilder eingeblendeten Inhalte 29, 30 und 31 keine Randlinien auf, vielmehr die nen die angedeuteten Randlinien nur einer Verdeutlichung für den Leser.)
Bei einer Variante des Verfahrens wird von der Umfelderfassungseinheit 26 ein aktuell hinter der Frontscheibe 5 vorausliegendes Umfeld 20 des Kraftfahrzeugs 15 erfasst. Abhängig von dem erfassten Umfeld 20 werden in das Blickfeld des Benutzers 6, insbesondere des Fahrers des Kraftfahrzeugs 15, kontaktanalog Informationen wie virtuelle Objektbilder und/oder Objektmarkierungen zur Unterstützung des Benutzers 6 bei der Navigation beim selbständigen oder assistierten Fahren oder zur Visualisierung/Verdeutlichung einer vom Kraftfahrzeug 15 erfassten Fahrsituation und seiner Fahrabsicht beim hoch- oder vollautomatisierten Fahren (HAF/VAF) eingeblendet So wird in Fig. 5b in kontaktanaloger Weise ein virtueller Abbiegepfeil 27 in die richtige Abbiegestelle der vorausliegenden Straße eingeblendet, in Fig. 7a ein auf einem Parkplatz bei Dunkelheit erfasstes Fremdfahrzeug 28 vor dem eigenen Kraftfahrzeug 15 mit einem farbi gen, beispielswiese roten Kreis 29 deutlich sichtbar virtuell markiert, und in Fig. 8 auf einer Straße ohne Spurmarkierungen eine korrekte Spur vor dem eigenen
Kraftfahrzeug 15 durch eine durchgehende farbige, beispielswiese gelbe, virtuelle Spurmarkierung 30 in Form der gesamten zu befahrenden Spur visualisiert.
Anhand der Fig. 8 wird eine weitere, mit der vorstehenden kombinierbare Vari ante des Verfahrens beschrieben. Hier umfasst die Blickfeldanzeigevorrichtung 1 gemäß einem sogenannten "Hybridansatz" neben der flächigen Pixelanordnung 2 und der reflexunterdrückenden Umlenkanordnung 3 ferner eine herkömmliche Projektionseinheit der eingangs genannten Art (nicht gezeigt) zum Erzeugen eines in ein Blickfeld eines Benutzers 6 eingeblendeten weiteren vir tuellen Anzeigebilds 31.
Bei diesem Hybridansatz kann die flächige Pixelanordnung 2 mit der darauf an geordneten reflexunterdrückenden Umlenkanordnung 3 in der Oberseite 7 der Instrumententafel 8 des Kraftfahrzeugs 15 beispielswiese wie in Fig. 5a angedeutet neben der Lichtaustrittsöffnung 16 der Projektionseinheit, insbesondere unmittelbar an diese anschließend oder um diese herum, angeordnet sein. Ins besondere kann aber die Lichtaustrittsöffnung 16 der Projektionseinheit - an ders als in Fig. 5a für deren herkömmliche Lage gezeigt - näher an der Scheibenwurzel der Frontscheibe 5 und angrenzend an die in Fig. 5a untere Konturseite der flächigen Pixelanordnung 2 angeordnet sein und in horizontaler Rich tung länglicher als in Fig. 5a ausgebildet sein, um so zur Anzeige des weiteren virtuellen Anzeigebilds 31 tiefer unter dem Horizont, beispielsweise unmittelbar unter dem von der flächigen Pixelanordnung 2 erzeugten kontaktanalogen virtuellen Anzeigebild genutzt zu werden.
Diese herkömmliche Projektionseinheit umfasst dabei in ihrem Inneren sowohl eine Bildgebungseinheit zum Erzeugen eines weiteren Projektionslichtstrahlen- bündels mit dem Anzeigeinhalt des weiteren virtuellen Anzeigebilds 31 als auch eine gegenüber der Bildgebungseinheit angeordnete Projektionsoptik zum Projizieren des erzeugten weiteren Projektionslichtstrahlenbündels auf eine Teilfläche der Frontscheibe 5. Dadurch können die herkömmliche HUD-Technologie mit der obigen kombiniert werden, um je nach Situation gleichzeitig oder ab-
wechselnd genutzt zu werden. Das Verfahren kann dabei insbesondere die weiteren Schritte umfassen:
- Bereitstellen von Systemzustandsdaten des Kraftfahrzeugs 15 und/oder Be reitstellen von Streckendaten für einen vorausliegenden Streckenabschnitt; und
- statisches, insbesondere von realen Objekten hinter der Frontscheibe 5 in der Darstellung unabhängiges, Einblenden vorbestimmter Informationen in das Blickfeld des Benutzers 6 über die Projektionseinheit und/oder den min destens einen autostereoskopischen Bildschirm und/oder den mindestens einen 2D-Bildschirm der flächigen Pixelanordnung 2 abhängig von den be reitgestellten Systemzustandsdaten und Streckendaten.
Bei den vorbestimmten statischen Informationen kann es sich beispielsweise um Warnmeldungen bei einem kritischen Ladezustand eines Energiespeichers oder einem kritischen Füllzustand eines Kraftstofftanks an Bord oder einem aufkommenden Unwetter oder um eine Anzeige einer aktuell vorliegenden Ge schwindigkeitsbegrenzung oder deren Überschreiten etc. handeln,
Fig. 9a-9b zeigen jeweils in einer schematischen vertikalen Guerschnittsansicht weitere spezifische Ausgestaltungen der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 gemäß der obigen Ausführungsform. Die reflexunterdrückende Umlenkanordnung 3 der Fig. 9a-9b unterscheidet sich von derjenigen der Fig. 1 und 6 dadurch, dass sie nur eine einzige große Reflexionsfläche 40 (Fig. 9a) oder mehrere Reflexionsflächen 4 mit untereinander variierenden Höhen senkrecht zur flächigen Pixelanordnung 2 (Fig. 9b) aufweist.
Mit der in Fig. 9a gezeigten Blickfeldanzeigevorrichtung 1 mit einer einzigen großen, beispielsweise etwa 6 cm (in Richtung senkrecht zur flächigen Pixelanordnung 2) hohen Reflexionsfläche 40 kann bereits ein Field-of-View erzielt werden, das in vertikaler Richtung vergleichbar zu dem eingangs erwähnten herkömmlichen HUD in heutigen Kraftfahrzeugen ist. Gleichzeitig kann aber die Blickfeldanzeigevorrichtung 1 der Fig. 9a aufgrund von deren flachem Aufbau deutlich breiter als das herkömmliche HUD in horizontaler Richtung ausgebildet
sein, was insgesamt ein entsprechend deutlich größeres Field-of-View ergeben kann. Dabei ist es möglich, jedoch nicht zwingend erforderlich, dass die Reflexionsfläche 40 durch eine Manteiflächenseite eines Prismas 9 gebildet ist. Stattdessen kann es sich bei der Reflexionsfläche 40 auch einfach um einen geneigten Spiegel mit einer zu dessen Stabilität und der Verletzungsfreiheit ei nes Benutzers erforderlichen Dicke handeln, weil diese Dicke keinen Einfluss auf das erzeugte virtuelle Anzeigebild hat. Das gilt genauso für die jeweils am nächsten an die Frontscheibe 5 angeordnete Reflexionsfläche 4 in den Fig. 1 und 6. Wie auch in Fig. 1 und 6, ist in Fig. 9a gegenüber der Reflexionsfläche 40 zur Störreflexunterdrückung eine Attrappe mit einer dem Benutzer 6 zugewandten lichtabsorbierenden Abdeckfläche 14 und einer zur Reflexionsfläche 40 parallelen lichtabsorbierenden Rückseite 11 angeordnet.
In Fig. 9b kann für die erste von links Reflexionsfläche 4, die beispielsweise in einem Kraftfahrzeug am nächsten an dessen Frontscheibe 5 angeordnet ist, das Gleiche wie für die Reflexionsfläche 40 der Fig. 9a gelten. Durch weitere, in deren Höhe jeweils sukzessive reduzierte und wie in Fig. 9b gezeigt durch ent sprechend unterschiedlich hohe Prismen 9 gebildete Reflexionsflächen 4 ist ein gegenüber Fig. 9a noch größeres Field-of-View der Blickfeldanzeigevorrichtung 1 erreichbar.
Durch die in Fig. 9a und 9b sukzessive abnehmenden Höhen der Reflexionsflä chen 40, 4 bzw. deren Rückseiten 11 können deren obere Kanten auf eine zu den Augen des Benutzers 6 führende Linie K auch bei beispielsweise gegenüber Fig. 1 stärker zur Frontscheibe 5 geneigtem Abschnitt der Oberseite 7 der
Instrumententafel 7 des Kraftfahrzeugs ausgerichtet sein.
Beim Verfahren der hierin dargelegten Art, insbesondere bei in den Fig. 1 bis 9b gezeigten Blickfeldanzeigevorrichtungen, kann mit einer flächigen Pixelanordnung 2, die neben einem autostereoskopischen zusätzlich einen 2D-Bildschtrm aufweist, ein virtuelles Anzeigebild in einer feststehenden Entfernung von etwas unter oder über einem Meter, bei typischen Kraftfahrzeugabmessungen etwa 1 ,2 m, vom Benutzer 6 erzeugt werden. Ohne dass ein Eye-Tracking ausgewer-
tet werden muss, können in diesem Bereich z. B, als Ersatz für eine herkömmliche Kombi- 1 nstrumentenanzeige Informationen beispielsweise zum Fahrzeugzustand permanent angezeigt werden. Es können dadurch aber grundsätzlich auch alle anderen Arten von Informationen, insbesondere kontaktanaloge Ein blendungen in das erfasste Umfeld hinter der Projektionsscheibe, angezeigt werden, die hierin in Bezug auf eine 3D-Dar$teliung erwähnt wurden.
Bezugszeichenliste Biickfeldanzeigevorrichtung
a Kontur der Biickfeldanzeigevorrichtung in einer Oberseite einer Instru mententafel
autostereoskopische flächige Pixelanordnung
a Display
b Mikrolinsenarray
reflexunterdrückende Umlenkanordnung
, 40 zueinander parallele, geneigte Reflexionsflächen der reflexunterdrückenden Umlenkanordnung
Frontscheibe
Benutzer der Blickfeldanzeigevorrichtung
Oberseite der Instrumententafel
Instrumententafel eines Kraftfahrzeugs
Prisma
a untere Manteiflächenseite eines Prismas
0 obere Prismenkante
1 lichtabsorbierend ausgebildete Rückseiten der Reflexionsflächen der reflexunterdrückenden Umlenkanordnung
2 Umgebungslicht
3 Lichtaustrittsebene(n) der reflexunterdrückenden Umlenkanordnung 3a Lichtaustrittsfläche eines Prismas
4 Abdeckfläche
5 Kraftfahrzeug
6 Lichtaustrittsöffnung einer herkömmlichen HUD-Projektionseinheit6a Rand der Lichtaustrittsöffnung
7 Projektionsbereich der Blickfeldanzeigevorrichtung in der Frontscheibe aus Fahrersicht
17a Begrenzung des Projektionsbereichs aus Fahrersicht
18 Projektionsbereich der Blickfeldanzeigevorrichtung in der Frontscheibe aus Beifahrersicht
18a Begrenzung des Projektionsbereichs aus Beifahrersicht
19 Projektionsbereich einer herkömmlichen HUD-Projektionseinheit
19a Begrenzung des Projektionsbereichs der herkömmlichen HUD- Projektionseinheit
20 vorausliegendes bzw. hinter der Projektionsscheibe liegendes Umfeld
21 sichtbare Streifen
22 nicht sichtbare Streifen
23 Bilderzeugungseinheit
24 Steuerungseinheit
25 Eye-T racking-Einheit
26 Umfelderfassungseinheit
27 kontaktanalog eingeblendeter Abbiegepfeil
28 erfasstes Fremdfahrzeug vor dem eigenen Kraftfahrzeug
29 kontaktanalog eingeblendete Markierung des erfassten Fremdfahrzeugs
30 kontaktanalog eingeblendete Spurmarkierung
31 statisch eingeblendetes weiteres virtuelles Anzeigebild einer zusätzlich vorgesehenen herkömmlichen HUD-Projektionseinheit
32 kontaktanaiog eingeblendeter Markierungspfeil
33 aus der Vertikalen geneigte Projektionsscheibe
34 Betonpfeiler
35 Wald
36 Haus
L Projektionslichtstrahlenbündel
Ä Querschnitsfläche eines Prismas
K Linie aus Benutzersicht, auf der obere Kanten der mehreren Reflexionsflächen liegen