EP3437741B1 - Zerkleinerungsvorrichtung mit regelbarem selbsteinzug - Google Patents
Zerkleinerungsvorrichtung mit regelbarem selbsteinzugInfo
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- EP3437741B1 EP3437741B1 EP17184668.6A EP17184668A EP3437741B1 EP 3437741 B1 EP3437741 B1 EP 3437741B1 EP 17184668 A EP17184668 A EP 17184668A EP 3437741 B1 EP3437741 B1 EP 3437741B1
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- B02C2201/00—Codes relating to disintegrating devices adapted for specific materials
- B02C2201/06—Codes relating to disintegrating devices adapted for specific materials for garbage, waste or sewage
Definitions
- the shredding device comprises a feed opening for feeding the material to be shredded, a shredding shaft for shredding the fed material, and a cutting chamber arranged between the feed opening and the shredding shaft, which is delimited by a cutting chamber wall.
- the cutting chamber wall is pivotable in order to thereby regulate the self-feed of the fed material towards the shredding shaft based on its own weight.
- FIGS. 2E and 2F show perspective views of the Figures 2C or 2B. However, since these are also sectional views, the front Cutting chamber wall (which, like the rear cutting chamber wall 40c, 40d, consists of two parts) not shown.
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Crushing And Pulverization Processes (AREA)
- Disintegrating Or Milling (AREA)
Description
- Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungsvorrichtung mit einer Zuführöffnung zum Zuführen von zu zerkleinerndem Material, einer Zerkleinerungswelle zum Zerkleinern des zugeführten Materials, und einen zwischen der Zuführöffnung und der Zerkleinerungswelle angeordneten Schneidraum, der durch eine Schneidraumwand begrenzt wird.
- Gewerbeabfall, Industrieabfall, Hausabfall etc., z.B. (Hart-)Kunststoff, Textilien, Verbundstoffe, Gummi oder Althölzer (wie Paletten und Spanplatten), bedürfen vor ihrer endgültigen Entsorgung oder insbesondere vor der Rückführung in den Wertstoffkreislauf der Zerkleinerung. Zur Zerkleinerung solcher Abfälle sind in dem Stand der Technik insbesondere Ein- oder Mehrwellen-Zerkleinerer bekannt, welche beispielsweise durch Radlader, Gabelstapler oder Förderbänder über einen Trichter zur Materialaufgabe beschickt werden.
- Ein herkömmlicher Zerkleinerer umfasst in einem Schneidraum eine Rotoreinheit, welche eine oder mehrere Zerkleinerungswellen umfasst, die mit Reißhaken oder Messern bestückt ist. Die Messer sind beispielsweise durch Verschrauben an Messerträgern befestigt, die in Messertaschen eingeschweißt oder z. B. angeschraubt sein können, welche in die Zerkleinerungswelle gefräst sind. Die Zerkleinerung des aufgegebenen Materials erfolgt zwischen den mit der Zerkleinerungswelle rotierenden Messern und stationären, d.h. nicht rotierenden, Gegenmessern (Statormessern, Abstreifkämmen). Die Rotoreinheit wird durch einen Motor (z.B. Verbrennungsmotor / Elektromotor) angetrieben.
- Ein herkömmlicher Zerkleinerer kann zudem eine Nachdrückeinrichtung, mithilfe derer das aufgegebene Material in Richtung des drehenden Rotors gedrückt wird, umfassen.
- Nach der Zerkleinerung zwischen den rotierenden Messern und den Gegenmessern kann das Material durch eine Siebeinrichtung (falls vorhanden), welche den Zerkleinerungsfaktor nach Maßgabe der Siebgröße bestimmt, ausgetragen und mithilfe eines Transportbandes, einer Transportschnecke, eines Kettenförderers oder einer Absauganlage usw. weiterbefördert werden. Noch zu großes Material gelangt durch die Rotation wieder zurück in den Schneidraum.
- Für die effiziente Zerkleinerungsleistung ist es von großer Bedeutung, das Material permanent dem Schneidbereich zuzuführen. Hier gibt es im Wesentlichen zwei verschiedene Ansätze:
- Bei einigen Zerkleinerungsvorrichtungen ist zumindest eine flache Schneidraumwand, die den Schneidraum auf einer Seite begrenzt, in Verbindung mit einem Andrück- bzw. Nachdrücksystem vorgesehen, welches das Material zum Rotor bzw. Gegenmesser drückt. Das kann zum Beispiel eine Art Schieber oder eine Förderschnecke sein. Flach bedeutet dabei, dass die Schneidraumwand nahe der Zerkleinerungswelle gegenüber der Horizontalen einen kleinen Winkel (z.B. innerhalb von +/- 20°) aufweist.
- Der Vorteil ist dabei, dass durch Reduzierung der Anpresskraft des Nachdrückers auch schwer zu zerkleinernde Materialien zerkleinert werden können, ohne dass die Maschine aufgrund Überlastung zum Stillstand kommt. Nachteilig ist dabei jedoch, dass die Durchsatzleistung der Maschine in der Zeit, in der der Nachdrücker zurück fährt, stark abnimmt. Andererseits ist bei leicht zu zerkleinernden Materialien ein großer Kraft- und somit auch Energieaufwand des Nachdrückers erforderlich, um hohe Durchsatzleistungen erzielen zu können.
- Andere Zerkleinerungsvorrichtungen arbeiten mit einer steilen, im Extremfall sogar vertikalen, Schneidraumwand, wodurch das Material von selbst aufgrund des Eigengewichts zum Schneidbereich rutscht und sich ein großer Selbsteinzug ergibt. Zusätzlich kann ein Nachdrücker installiert sein. Steil bedeutet dabei, dass die Schneidraumwand nahe der Zerkleinerungswelle gegenüber der Horizontalen einen großen Winkel (beispielsweise größer als 45°) aufweist. Bei einer nach oben gekrümmten Schneidraumwand kann dann an einem oberen Ende der Schneidraumwand ein noch größerer Winkel gegenüber der Horizontalen vorgesehen sein.
- Als Selbsteinzug kann die über eine vorbestimmte Zeit gemittelte Durchsatzrate eines Materials ohne Nachdrücken bezeichnet werden.
- Vorteilhaft ist dabei eine konstantere Durchsatzleistung/Durchsatzrate, da das Material permanent zum Schneidbereich rutscht. Ein Nachteil ist, dass das Zerkleinern von schwer zu zerkleinernden (z.B. festen und/oder groben) Materialien gar nicht, oder nur durch erhöhten Kraft- bzw. Energieaufwand des Rotors, oder eine permanent geringe Dosierung des Aufgabematerials möglich.
- Das Dokument
WO 2011/092588 A1 offenbart eine Vorrichtung für das Vorzerkleinern von Abfall, die Fördereinrichtungen und Zerkleinerungseinrichtungen aufweist, die in einem vorgegebenen Betriebsabstand von den Fördereinrichtungen angeordnet sind. Weiterhin ist ein verstellbares Druckelement unmittelbar nach dem Einführungsabschnitt angeordnet. - Das Dokument
US 5,248,100 A offenbart eine Zerkleinerungsvorrichtung für Abfälle, die ein Gehäuse, eine Zufuhrplatte und eine Schneidvorrichtung, die drehbar an dem Gehäuse über den zwei drehbaren Messern angeordnet ist, umfasst. Die Neigung der Zuführplatte und der Schneidvorrichtung können frei gewählt werden. - Das Dokument
EP 1 371 420 A1 offenbart eine Zerkleinerungsmaschine, die eine Anpresseinrichtung mit einem Nachdrücker zum Anpressen des zu zerkleinernden Materials an den Rotor aufweist. - Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile im Falle einer steilen Schneidraumwand mit Selbsteinzug des Materials zumindest abzumildern. Die erfindungsgemäße Zerkleinerungsvorrichtung ist für Abfälle wie im Zusammenhang mit dem Stand der Technik oben beschrieben geeignet.
- Die Aufgabe wird gelöst durch eine Zerkleinerungsvorrichtung nach Patentanspruch 1.
- Die erfindungsgemäße Zerkleinerungsvorrichtung umfasst eine Zuführöffnung zum Zuführen von zu zerkleinerndem Material, einer Zerkleinerungswelle zum Zerkleinern des zugeführten Materials, und einen zwischen der Zuführöffnung und der Zerkleinerungswelle angeordneten Schneidraum, der durch eine Schneidraumwand begrenzt wird. Die Schneidraumwand ist verschwenkbar, um dadurch den auf Eigengewicht beruhenden Selbsteinzug des zugeführten Materials zur Zerkleinerungswelle zu regeln. Die erfindungsgemäße Zerkleinerungsvorrichtung ist gekennzeichnet durch eine Steuereinrichtung zum Einstellen eines Verschwenkwinkels der Schneidraumwand; wobei die Steuereinrichtung dazu ausgebildet ist, den Verschwenkwinkel während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung abhängig von einer an der Zerkleinerungswelle anliegenden Last und/oder eines an der Zerkleinerungswelle anliegenden Drehmoments und/oder einer Stromstärke, die einem die Zerkleinerungswelle antreibenden Elektromotor zugeführt wird, und/oder eines Hydraulikdrucks, der einem die Zerkleinerungswelle antreibenden Hydraulikmotor zugeführt wird, und/oder einem Betriebszustand eines Verbrennungsmotors, der die Zerkleinerungswelle antreibt, einzustellen, so dass der Selbsteinzug bei einem Anstieg der Last und/oder des Drehmoments und/oder der Stromstärke und/oder des Hydraulikdrucks verringert wird.
- Die erfindungsgemäße Zerkleinerungsvorrichtung hat somit den Vorteil, dass durch das Verschwenken der Schneidraumwand der auf Eigengewicht beruhende Selbsteinzug des zugeführten Materials zur Zerkleinerungswelle regelbar ist. Weiterhin kann der Verschwenkwinkel während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung automatisch an das zu zerkleinernde Material angepasst werden.
- Die erfindungsgemäße Abfallzerkleinerungsvorrichtung kann wie folgt weitergebildet werden.
- Die wenigstens eine Schneidraumwand kann während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung verschwenkbar sein, insbesondere automatisch geregelt verschwenkbar sein. Zusätzlich oder alternativ dazu kann die wenigstens eine Schneidraumwand außerhalb des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung verschwenkbar sein, insbesondere manuell verschwenkbar sein.
- Eine andere Weiterbildung besteht darin, dass die Schneidraumwand um eine zu einer Rotationsachse der Zerkleinerungswelle parallele oder im Wesentlichen parallele Schwenkachse verschwenkbar sein kann, insbesondere wobei die Schwenkachse an einem unteren Ende der Schneidraumwand vorgesehen sein kann. Im Wesentlichen parallel bedeutet dabei, dass der Winkel zwischen der Richtung (bzw. dem Richtungsvektor) der Rotationsachse der Zerkleinerungswelle und der Richtung (bzw. dem Richtungsvektor) der Schwenkachse 10° oder weniger, vorzugsweise 5° oder weniger, höchst vorzugsweise 2° oder weniger beträgt. Der Winkel zwischen den Achsen ist somit auch für windschiefe Achsen als Winkel zwischen den Richtungsvektoren definiert. Auf diese Weise kann die Schneidraumwand nahe an der Zerkleinerungswelle angeordnet werden und/oder die Beschickung der Zerkleinerungswelle erfolgt gleichmäßig entlang der Achse bzw. entlang der Zerkleinerungswelle.
- Erfindungsgemäß umfasst die Zerkleinerungsvorrichtung weiterhin eine Andrückeinrichtung zum Andrücken des zu zerkleinernden Materials an die Zerkleinerungswelle.
- Mit der Andrückeinrichtung kann das zu zerkleinernde Material zeitweise mit einem erhöhten Druck an die Zerkleinerungswelle angepresst werden, um den Durchsatz zu erhöhen.
- Eine erfindungsgemäße Weiterbildung davon besteht darin, dass die Andrückeinrichtung zusammen mit der Schneidraumwand verschwenkbar ist.
- Dies hat den Vorteil, dass die relative Lage der Andrückeinrichtung gegenüber der Schneidraumwand bei einem Verschwenken der Schneidraumwand erhalten (konstant) bleibt.
- Gemäß einer anderen erfindungsgemäßen Weiterbildung ist die Andrückeinrichtung um eine Drehachse drehbar insbesondere kann die Drehachse parallel oder im Wesentlichen parallel zur Schwenkachse aber versetzt dazu angeordnet sein. Im Wesentlichen parallel bedeutet dabei, dass der Winkel zwischen der Richtung (bzw. dem Richtungsvektor) der Drehachse und der Richtung (bzw. dem Richtungsvektor) der Schwenkachse 10° oder weniger, vorzugsweise 5° oder weniger, höchst vorzugsweise 2° oder weniger beträgt.
- Erfindungsgemäß weist die Schneidraumwand einen zylinderförmigen Abschnitt auf und die Drehachse der Andrückeinrichtung ist in der Mittelachse des Zylinders angeordnet. Auf diese Weise ist es möglich, dass die Andrückeinrichtung von der Schneidraumwand während der Drehung der Andrückeinrichtung gegenüber der Schneidraumwand einen kontanten Abstand aufweist.
- Die oben genannte Aufgabe wird ebenfalls durch ein Verfahren zum Betreiben einer Zerkleinerungsvorrichtung nach Patentanspruch 5 gelöst.
- Die Zerkleinerungsvorrichtung weist dabei eine Zuführöffnung, eine Zerkleinerungswelle, und einen zwischen der Zuführöffnung und der Zerkleinerungswelle angeordneten Schneidraum, der durch eine Schneidraumwand begrenzt wird, auf. Das Verfahren umfasst die Schritte: Zuführen von zu zerkleinerndem Material in die Zuführöffnung und Zerkleinern des zugeführten Materials mit der Zerkleinerungswelle, wobei das Verfahren gekennzeichnet ist durch Verschwenken der Schneidraumwand, um den auf Eigengewicht beruhenden Selbsteinzug des zugeführten Materials zur Zerkleinerungswelle zu regeln, Einstellen des Verschwenkwinkels während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung abhängig von einer an der Zerkleinerungswelle anliegenden Last und/oder eines an der Zerkleinerungswelle anliegenden Drehmoments und/oder einer Stromstärke, die einem die Zerkleinerungswelle antreibenden Elektromotor zugeführt wird, und/oder eines Hydraulikdrucks, der einem die Zerkleinerungswelle antreibenden Hydraulikmotor zugeführt wird, und/oder eines Betriebszustands eines Verbrennungsmotors, der die Zerkleinerungswelle antreibt; wobei der Verschwenkwinkel so eingestellt wird, dass der Selbsteinzug bei einem Anstieg der Last und/oder des Drehmoments und/oder der Stromstärke und/oder des Hydraulikdrucks verringert wird.
- Nach einer Weiterbildung kann das Verschwenken der wenigstens einen Schneidraumwand während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung erfolgen, insbesondere durch ein automatisch geregeltes Verschwenken; oder das Verschwenken der wenigstens einen Schneidraumwand kann außerhalb des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung erfolgen, insbesondere durch manuelles Verschwenken.
- Das erfindungsgemäße Verfahren kann durch den Schritt des Andrückens des zu zerkleinernden Materials an die Zerkleinerungswelle weitergebildet werden.
- Weitere Merkmale und beispielhafte Ausführungsformen sowie Vorteile der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es versteht sich, dass diese Ausführungsform nicht den gesamten Bereich der vorliegenden Erfindung erschöpfen kann. Es versteht sich weiterhin, dass einige oder sämtliche der im Weiteren beschriebenen Merkmale auch auf andere Weise miteinander kombiniert werden können.
-
- Fig. 1
- zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung.
- Fig. 2
- zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung.
-
Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung. - Die in
Figur 1 dargestellte erste Ausführungsform zeigt eine Zerkleinerungsvorrichtung 100 mit einer Zuführöffnung 10 zum Zuführen von zu zerkleinerndem Material, einer Zerkleinerungswelle 20 zum Zerkleinern des zugeführten Materials, und einem zwischen der Zuführöffnung 10 und der Zerkleinerungswelle 20 angeordneten Schneidraum 30, der durch Schneidraumwände (gezeigt ist lediglich eine Schneidraumwand 40a und eine Schneidraumwand 40b, die beiden Stirnwände sind nicht dargestellt) begrenzt wird. Erfindungsgemäß ist die Schneidraumwand 40a während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung 100 verschwenkbar. Die Schneidraumwand 40a ist hier lediglich beispielhaft zumindest teilweise als eine ebene Wand ausgebildet. In dieser ersten Ausführungsform kann jedoch auch eine anders ausgeformte Schneidraumwand zum Einsatz kommen (wie etwa auch die zylindrische Form gemäß der unten beschriebenen zweiten Ausführungsform). - Die Schneidraumwand 40a ist in dieser Ausführungsform um die Schwenkachse 41 schwenkbar. Die Schwenkachse 41 ist parallel zur Rotationsachse 25 der Zerkleinerungswelle 20. Die Zerkleinerungswelle 20 weist Rotormesser 21 auf. Im Schneidraum 30 befinden sich neben der Zerkleinerungswelle 20 (es können auch mehrere Zerkleinerungswellen 20 vorgesehen sein) auch feststehende Gegenmesser 80. Durch die Drehung der Zerkleinerungswelle 20 um die Rotationsachse 25 wird das Material zwischen den Rotormessen 21 und den Gegenmessern 80 zerkleinert. Mit einem optionalen Sieb 60 kann bestimmt werden, unterhalb welcher Größe das zerkleinerte Material den Schneidraum 30 verlassen kann. Das Sieb 60 stellt dann die untere Begrenzung des Schneidraums 30 dar.
- In
Figur 1 ist eine erste Position I, in der die Schneidraumwand 40a in einem steilen Winkel angeordnet ist, und eine zweite Position II, in der die Schneidraumwand 40a in einem flachen Winkel angeordnet ist. In Position I ist der Selbsteinzug des Materials aufgrund dessen Eigengewichts größer als in Position II. Auf diese Weise kann der Durchsatz der Zerkleinerungsvorrichtung geregelt werden. Weiterhin kann eine Anpassung an das zu zerkleinernde Material erfolgen. Insbesondere kann im Falle einer zeitweise erhöhten Leistungszufuhr an einen (nicht dargestellten) Motor der Zerkleinerungswelle 20 aufgrund einer zeitweisen Zufuhr von gröberem Material ein flacherer Winkel eingestellt werden, um den Nachschub des Materials zu verringern. - Es ist eine Steuereinrichtung 50 zum Einstellen eines Verschwenkwinkels der Schneidraumwand 40a vorgesehen. Die Steuereinrichtung 50 stellt den Verschwenkwinkel während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung 100 abhängig von einer an der Zerkleinerungswelle 20 anliegenden Last und/oder eines an der Zerkleinerungswelle 20 anliegenden Drehmoments und/oder einer Stromstärke, die einem die Zerkleinerungswelle 20 antreibenden Elektromotor zugeführt wird, ein. Dabei wird der Verschwenkwinkel so eingestellt wird, dass der Selbsteinzug bei einem Anstieg der Last und/oder des Drehmoments und/oder der Stromstärke verringert wird, so dass also der Winkel der Schneidraumwand 40a gegenüber der Horizontalen verringert / flacher wird.
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Figur 2 zeigt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung. - Die in
Figur 2 gezeigte zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung 200 umfasst gegenüber der ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Zerkleinerungsvorrichtung 100 weiterhin eine Andrückeinrichtung 90 zum Andrücken des zu zerkleinernden Materials an die Zerkleinerungswelle 20. Die Schneidraumwand 40a ist dabei zumindest teilweise zylinderförmig ausgebildet. Die Andrückeinrichtung 90 ist um eine Drehachse 91 drehbar. Diese Drehachse 91 stellt auch die Symmetrieachse des zylinderförmigen Abschnitts der Schneidraumwand 40a dar. Die hintere Schneidraumwand besteht aus zwei axial benachbarten Teilen 40c und 40d (die beispielsweise senkrecht zur Drehachse 91 sind), wobei der Teil 40d mit der Schneidraumwand 40a verbunden ist und zusammen mit der Schneidraumwand 40a verschwenkt wird. - In
Figur 2A ist eine Schnittansicht der Zerkleinerungsvorrichtung, wobei die Andrückeinrichtung 90 in einer angehobenen Position dargestellt ist. InFigur 2B ist die Andrückeinrichtung 90 in einer abgesenkten Position und drückt das zu zerkleinernde Material zur Zerkleinerungswelle 20. - Die
Figuren 2C und2D zeigen die entsprechenden Positionen der Andrückeinrichtung 90, wobei jedoch die Einheit aus Schneidraumwand 40a und Andrückeinrichtung 90 um die Schwenkachse 41 verschwenkt ist, so dass die Schneidraumwand 40a steiler ist und somit ein größerer Selbsteinzug bewirkt wird. - Die
Figuren 2E und2F zeigen perspektivische Ansichten derFiguren 2C bzw. 2B. Nachdem es sich jedoch dabei ebenfalls um Schnittansichten handelt, ist die vordere Schneidraumwand (die so wie die hintere Schneidraumwand 40c, 40d aus zwei Teilen besteht) nicht dargestellt. - Zusammenfassend: Die Schneidraumwand 40a wird nicht starr, sondern schwenkbar ausgeführt, wodurch der Selbsteinzug während des Betriebes verändert werden kann. Die Steuereinrichtung 50 erkennt, wie viel Selbsteinzug für das aktuelle Material optimal ist. Einerseits wird die Zerkleinerungsvorrichtung 100 dadurch flexibler, da sie sich auf die unterschiedlichsten Materialien einstellen kann. Andererseits ergibt sich für viele Materialien eine konstantere Zerkleinerung und dadurch eine Steigerung der Durchsatzleistung.
- Die dargestellten Ausführungsformen sind lediglich beispielhaft und der vollständige Umfang der vorliegenden Erfindung wird durch die Ansprüche definiert.
Claims (7)
- Zerkleinerungsvorrichtung (200), umfassend:eine Zuführöffnung (10) zum Zuführen von zu zerkleinerndem Material in einen Schneidraum (30); undwenigstens eine Zerkleinerungswelle (20) zum Zerkleinern des zugeführten Materials; wobei der Schneidraum (30) zwischen der Zuführöffnung (10) und der Zerkleinerungswelle (20) angeordnet ist und durch Schneidraumwände (40a, 40b) begrenzt wird;wobei wenigstens eine Schneidraumwand (40a) verschwenkbar ist, um dadurch den auf Eigengewicht beruhenden Selbsteinzug des zugeführten Materials zur Zerkleinerungswelle (20) zu regeln;weiter umfassendeine Steuereinrichtung (50) zum Einstellen eines Verschwenkwinkels der Schneidraumwand (40a);wobei die Steuereinrichtung (50) dazu ausgebildet ist, den Verschwenkwinkel während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung (200) abhängig von einer an der Zerkleinerungswelle (20) anliegenden Last und/oder eines an der Zerkleinerungswelle (20) anliegenden Drehmoments und/oder einer Stromstärke, die einem die Zerkleinerungswelle (20) antreibenden Elektromotor zugeführt wird, und/oder eines Hydraulikdrucks, der einem die Zerkleinerungswelle (20) antreibenden Hydraulikmotor zugeführt wird, und/oder einem Betriebszustand eines Verbrennungsmotors, der die Zerkleinerungswelle (20) antreibt, einzustellen, so dass der Selbsteinzug bei einem Anstieg der Last und/oder des Drehmoments und/oder der Stromstärke und/oder des Hydraulikdrucks verringert wird;weiter umfassendeine Andrückeinrichtung (90) zum Andrücken des zu zerkleinernden Materials an die Zerkleinerungswelle (20), wobei die Andrückeinrichtung (90) um eine Drehachse (91) drehbar ist, wobei die Andrückeinrichtung (90) zusätzlich zusammen mit der Schneidraumwand (40a) als Einheit verschwenkbar ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidraumwand (40a)einen zylinderförmigen Abschnitt aufweist und die Drehachse (91) der Andrückeinrichtung (90) in der Mittelachse des Zylinders angeordnet ist.
- Zerkleinerungsvorrichtung (200) nach Anspruch 1, wobei die wenigstens eine Schneidraumwand (40a) während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung (200) verschwenkbar ist, insbesondere automatisch geregelt verschwenkbar ist; oder wobei die wenigstens eine Schneidraumwand (40a) außerhalb des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung (200) verschwenkbar ist, insbesondere manuell verschwenkbar ist.
- Zerkleinerungsvorrichtung (200) nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Schneidraumwand (40a) um eine zu einer Rotationsachse (25) der Zerkleinerungswelle (20) parallele oder im Wesentlichen parallele Schwenkachse (41) verschwenkbar ist, insbesondere wobei die Schwenkachse (41) an einem unteren Ende der Schneidraumwand (40a) vorgesehen ist.
- Zerkleinerungsvorrichtung (200) nach Anspruch 3, wobei die Drehachse (91) parallel oder im Wesentlichen parallel zur Schwenkachse (41) aber versetzt dazu angeordnet ist.
- Verfahren zum Betreiben einer Zerkleinerungsvorrichtung (200), wobei die Zerkleinerungsvorrichtung (200) eine Zuführöffnung (10), eine Zerkleinerungswelle (20), und einen zwischen der Zuführöffnung (10) und der Zerkleinerungswelle (20) angeordneten Schneidraum (30), der durch Schneidraumwände (40a, 40b) begrenzt wird, aufweist, und wobei das Verfahren umfasst:Zuführen von zu zerkleinerndem Material in die Zuführöffnung (10);Zerkleinern des zugeführten Materials mit der Zerkleinerungswelle (20);Verschwenken wenigstens einer Schneidraumwand (40a), um den auf Eigengewicht beruhenden Selbsteinzug des zugeführten Materials zur Zerkleinerungswelle (20) zu regeln; undEinstellen des Verschwenkwinkels während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung (200) abhängig von einer an der Zerkleinerungswelle (20) anliegenden Last und/oder eines an der Zerkleinerungswelle (20) anliegenden Drehmoments und/oder einer Stromstärke, die einem die Zerkleinerungswelle (20) antreibenden Elektromotor zugeführt wird, und/oder eines Hydraulikdrucks, der einem die Zerkleinerungswelle (20) antreibenden Hydraulikmotor zugeführt wird, und/oder eines Betriebszustands eines Verbrennungsmotors, der die Zerkleinerungswelle (20) antreibt;wobei der Verschwenkwinkel so eingestellt wird, dass der Selbsteinzug bei einem Anstieg der Last und/oder des Drehmoments und/oder der Stromstärke und/oder des Hydraulikdrucks verringert wird;wobei eine Andrückeinrichtung (90) zum Andrücken des zu zerkleinernden Materials an die Zerkleinerungswelle (20) um eine Drehachse (91) gedreht und zusätzlich zusammen mit der Schneidraumwand (40a) als Einheit verschwenkt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidraumwand (40a) einen zylinderförmigen Abschnitt aufweist und die Drehachse (91) der Andrückeinrichtung (90) in der Mittelachse des Zylinders angeordnet ist.
- Verfahren nach Anspruch 5, wobei der Schritt des Verschwenkens umfasst:Verschwenken der wenigstens einen Schneidraumwand (40a) während des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung (200), insbesondere automatisch geregeltes Verschwenken; oderVerschwenken der wenigstens einen Schneidraumwand (40a) außerhalb des Betriebs der Zerkleinerungsvorrichtung (200), insbesondere manuelles Verschwenken.
- Verfahren nach Anspruch 5 oder 6 mit dem weiteren Schritt:
Andrücken des zu zerkleinernden Materials an die Zerkleinerungswelle (20).
Priority Applications (7)
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|---|---|---|---|
| EP17184668.6A EP3437741B1 (de) | 2017-08-03 | 2017-08-03 | Zerkleinerungsvorrichtung mit regelbarem selbsteinzug |
| KR1020207003235A KR102406759B1 (ko) | 2017-08-03 | 2018-07-26 | 제어 가능한 인입 메커니즘을 가진 분쇄 디바이스 |
| US16/636,311 US11517911B2 (en) | 2017-08-03 | 2018-07-26 | Comminution device with controllable pull-in mechanism |
| CN201880046135.8A CN110891688A (zh) | 2017-08-03 | 2018-07-26 | 具有可控制拉入机构的粉碎装置 |
| BR112019027841-9A BR112019027841B1 (pt) | 2017-08-03 | 2018-07-26 | Dispositivo de trituração, e, método para operar um dispositivo de trituração |
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Applications Claiming Priority (1)
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