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DE962752C - Verfahren zur Entfernung gasfoermiger Verunreinigungen aus schwer schmelzbaren Metallen der Gruppen IV bis VI des Periodischen Systems - Google Patents

Verfahren zur Entfernung gasfoermiger Verunreinigungen aus schwer schmelzbaren Metallen der Gruppen IV bis VI des Periodischen Systems

Info

Publication number
DE962752C
DE962752C DEW12001A DEW0012001A DE962752C DE 962752 C DE962752 C DE 962752C DE W12001 A DEW12001 A DE W12001A DE W0012001 A DEW0012001 A DE W0012001A DE 962752 C DE962752 C DE 962752C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
metal
metals
oxygen
cerium
zer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEW12001A
Other languages
English (en)
Inventor
Edward Gregory
John C R Kelly
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Westinghouse Electric Corp
Original Assignee
Westinghouse Electric Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Westinghouse Electric Corp filed Critical Westinghouse Electric Corp
Application granted granted Critical
Publication of DE962752C publication Critical patent/DE962752C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B34/00Obtaining refractory metals

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entfernung gasförmiger Verunreinigungen aus schwer schmelzbaren Metallen der Gruppen IV bis VI des Periodischen Systems Die Erfindung betrifft in erster Linie die Entfernung schädlicher, gasförmiger Unreinheiten aus schwer schmelzbaren Metallen der Gruppen IV, V und VI des Periodischen Elementensystems, also beispielsweise aus Titan, Vanadium, Tantal, Chrom, Molybdän, Wolfram und deren Legierungen. Diese Metalle besitzen eine ausgesprochene Affinität gegenüber den in der Atmosphäre vorhandenen Elementen Stickstoff und Sauerstoff. Letztere machen die genannten Metalle, wenn sie von denselben absorbiert sind, äußerst spröde und damit ungeeignet für die Verarbeitung in der'Metallindustrie bzw. im Maschinenbau; überdies beeinflussen Stickstoff und Sauerstoff die Korrosionsfestigkeit der erwähnten Metalle sehr nachteilig.
  • Es ist schon vorgeschlagen worden, schwer schmelzbare Metalle der Gruppe IV, im besonderen Zirkon und Titan, zu erzeugen durch Reduzierung der Oxyde mittels Magnesium und Kalzium oder Legierungen dieser Metalle und nachfolgender Reinigung dieser in feste Form gepreßten oder gesinterten Metalle durch Behandlung in geschmolzenem Kalzium oder dem Dampf dieses Metalls. Geschmolzenes Kalzium ist geeignet, Sauerstoff aus den erwähnten Metallen zu entfernen, auch aus einer Anzahl weiterer Metalle, einschließlich Vanadium und Hafnium,Es ist aber nicht geeignet, Stickstoff aus diesen Metallen auszutreiben, da diese gasförmige Unreinheit in Gegenwart von Kalzium bei Erhitzung und Berührung sogar aufgenommen wird.
  • Der Dampfdruck von Kalzium ist x mm ITg bei 827'C (Dushman, »Vacuum Technique«, John Wiley & Co., 1g49). Dieser Umstand macht die Verwendung von Argon bei vergleichsweise niedriger Temperatur notwendig; trotz des Argons tritt eine beträchtliche Verdampfung des Kalziums bei der wirksamen Temperatur von annähernd xooo' C ein.
  • Gemäß der, Erfindung werden Stickstoff sowohl wie Sauerstoff aus den Metallen der erwähnten Klasse entfernt durch Behandlung in Zer, welches durch Erhitzung in einen flüssigen oder flüchtigen (gasförmigen) Zustand gebracht wurde.
  • Es wurde festgestellt, daß die Oxyde aus Titan, Vanadium, Tantal, Chrom, Molybdän und Wolfram durch Zermetall reduziert werden, das gewöhnlich als Mischmetall, enthaltend ungefähr 9o °/o Zer, erhalten wird, und daß durch Zermetall bei allen vorerwähnten Metallen, mit Ausnahme von Titan, deren Nitride reduziert werden.
  • Zermetall, das im wesentlichen keinen Stickstoffgehalt aufweist, ist überdies in der Lage, einen Gleichwert an Stickstoffgehalt mit Titan bei einem Wert zu erreichen, der eine Reduktion von ungefähr 5004 des anfänglichen Stickstoffgehaltes darstellen würde: Bei Verwendung von Zer wird der Dampfdruck von x mm Hg bei 1599'C erreicht. Es ist daher ein Arbeiten im Vakuum oder Argon ohne störende Verdampfung in dem nachfolgend angegebenen Temperaturenbereich möglich.
  • Die praktische Ausführung der Erfindung umfaßt das Tauchen von irgendwelchen gepreßten oder gesinterten Körpern, z. B. Blöcken oder Barren, aus den obengenannten Metallen in eine Menge von geschmolzenem Zer oder Zer-Dampf, unter Aufrechterhaltung einer solchen Temperatur während einer solchen Zeitspanne, daß in den Zwischenräumen vorhandene, versprödend wirkende Unreinheiten, wie Sauerstoff und/oder Stickstoff, -an die, Oberfläche des Metalls diffundieren und mit dem Zer reagieren. Die Grundgleichungen für derartige Reaktionen sind bei Sauerstoff M"O",(NI in M) + Ce = nM + Ce02 (ein spezielles Beispiel ist 2 V,0,'+ 3 Ce = 4 V + 3 Ce02), bei Stickstoff: Mn N", (Ni in M) + m Ce = nM + mCeN (ein spezielles Beispiel ist - V N + Ce = V + Ce N). Darin bedeuten M irgendeines der eingangs genannten Metalle, O Sauerstoff, N Stickstoff, m, n stöchiometrische Konstante, N1 die Konzentration des Oxydes oder Nitrides in dem Metall.
  • Die physikalischen Eigenschaften, insbesondere Härte und Verlust an Geschmeidigkeit, von aus Metallpulver der genannten besonderen Gruppen gewonnenen zusammenhängenden Metallkörpern sind direkt abhängig von dem Sauerstoff- und Stickstoffgehalt. Beispielsweise ist im joditverfahren erzeugtes Zirkon außerordentlich weich und geschmeidig und enthält nur etwa o,ooi bis 0,003 Gewichtsprozent Stickstoff und o,ox bis 0,03 Gewichtsprozent Sauerstoff. Bei Vergrößerung des Sauerstoffgehaltes oder des Stickstoffgehaltes oder beider nimmt die Härte eines derartigen Metalls zu, und die Geschmeidigkeit sinkt rapid, bis bei einem Sauerstoffgehalt von o,20/, und mehr das Metall so hart und spröde ist, daß es, selbst wenn es getempert ist, nur schwer bearbeitet werden kann. Bisher gab es kein befriedigendes Verfahren zur Entfernung oder erheblichen Reduzierung des Stickstoffgehaltes aus Metallen der in Frage stehenden Gruppe; Kalzium ließ sich bei einigen dieser Metalle zur Reduzierung des Sauerstoffes verwenden.
  • Es ist bekannt, daß Sauerstoff sich in einem etwas beweglichen Zustand in diesen Metallen befindet; es wurde an sehr dünnen Drähten nachgewiesen, daß es möglich ist, eine Wanderung des in dem Draht enthaltenen Sauerstoffes zu verursachen, wenn man an den Draht ein in .einer Richtung fließendes Potential anlegt. In dieser Weise bei erhöhter Temperatur behandelte Drähte zeigen mit fortschreitender Elektrolyse ein Härtegefälle von einem Ende zum anderen.
  • Das obenerwähnte, schon vorgeschlagene Verfahren zeigt, daß der Sauerstoffgehalt und die von ihm abhängige Härte eines derartigen Metalls wesentlich reduziert werden können durch Behandlung des Metalls in festem Zustand (gepreßt oder gepreßt und gesintert) im Kalziumdampf bei erhöhter Temperatur oder in geschmolzenem Kalzium. Ein bei xooo bis 1300'C während einer Dauer von 3 Stunden in einer mit Kalziumdampf gesättigten Argon-Atmosphäre oder während der gleichen Zeitspanne in geschmolzenem Kalzium durchgeführtes Verfahren verringert erheblich die Härte des durch Sauerstoff spröde gemachten Zirkons.
  • Nach dem analytischen Nachweis der Sauerstoffentfernung aus dem Zirkon wurde das erwähnte, schon bekannte Verfahren untersucht, um die Einwirkung der Zeitdauer und der Temperatur auf das Maß der Sauerstoffentfernung zu ermitteln. Wie aber schon oben hervorgehoben, ist dieses Verfahren für die Entfernung von Stickstoff untauglich, aus welchem Grunde erfindungsgemäß die Verwendung von Zer in Vorschlag gebracht wurde. Die Figuren erläutern Einrichtungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens an zwei Ausführungsbeispielen. Es stellt dar Fig. i einen Vertikalschnitt einer Einrichtung zur Behandlung von Blöcken aus schwer schmelzbarem Metall, hergestellt aus Metallpulver, Fig. 2 einen Vertikalschnitt einer Einrichtung zur Behandlung von Blöcken in Zer-Dampf.
  • Behandelt im Sinne der Entfernung unerwünschter, gasförmiger Unreinheiten wir0 ein gepreßter oder gesinterter Block ii, der erstellt ist aus- dem Pulver eines der eingangs aufgezählten Metalle. Dieser Block befindet sich in einem Behälter 12. Dieser besteht aus Molybdän oder aus mit Tantal ausgekleidetem Eisen und ist mit einer Abschlußplatte 13 aus gleichem oder ähnlichem Metall abgedeckt. In dem Behälter befindet sich eine gewisse Menge von metallischem Zer 14. Das Zer wird vorzugsweise so rein als möglich verwendet, es kann aber auch eine Zer enthaltende Legierung Verwendung finden. Der Behälter 12 ruht auf einem hohen, feuerfesten Isolator 15, der seinerseits auf einer Grundplatte 16 sitzt; Behälter und Isolator befinden sich unter einer Glocke 17, die vorzugsweise aus Glas von hohem Kieselsäuregehalt besteht.
  • Die Platte 16 wird vorzugsweise durch einen Kühlwasserkreislauf über einen Einlaßstutzen 50 und einen Auslaßstutzen ig gekühlt. Sie ist mit einem Anschlußrohr 21 versehen und durch dasselbe an ein Evakuierungsgerät üblicher Art, enthaltend eine Vakuumpumpe oder eine Quecksilberdiffusionspumpe sowie einen Flüssigkeitsluftabschluß, angeschlossen. Die Glocke 17 ist so groß, daß sie über den Behälter 12 gestülpt werden kann. Sie ist mit der Grundplatte r6 luftdicht verbunden, z. B. mit Hilfe von Vakuumwachs 22. Die Glocke wird auf hohes Vakuum, etwa 50 Mikron, über ein geeignetes Ventil entleert; eine Geisslerröhre dient zum Anzeigen des Vakuums.
  • Hierauf wird Argongas (gg,7°/oig) aus einem Tank eingeführt bis zu einem Druck von etwa 3/4 Atmosphären. Den Druck kann eine Quecksilbersäule anzeigen. Ein Abscheider mit einer Quecksilbersäule kann ebenfalls Verwendung finden. Der Metallbehälter i2 wird sodann allmählich erhitzt, um das Zer 14 zu-'schmelzen. Die Erhitzung geschieht beispielsweise durch einen Hochfrequenzoszillator, der an eine die Glocke 17 umgebende Wicklung 23 angeschlossen ist. Die Erhitzung wird auf zwischen iooo und 1300°C durchgeführt; diese Temperatur wird für 2 oder 3 Stunden gehalten. Beispielsweise führt man die Behandlung 5 Stunden bei etwa iooo° C oder etwa i Stunde bei rund 1300°C durch. Der Behälter wird schließlich gekühlt; der Block ii wird von dem Zer-Mantel durch Befeuchten mit verdünnter Salzsäure oder Essigsäure befreit.
  • In der Ausführungsform der Fig. 2 ist eine Metallplatte 24 gezeigt, die mit einem Anschlußrohr 25 an ein Evakuierungsgerät anschließbar ist. Es findet eine Glocke.26 aus Glas mit vorzugsweise 95 Kieselsäure Verwendung wie in Fig. i. Abweichend von letzterer ist der. Oberteil der Glocke mit einem Ansatz 27 versehen, der die Einführung einer Stange 28 gestattet. Das untere Ende der Stange 28 greift durch eine Öffnung in einen nach unten offenen Hohlzylinder 29, der vorzugsweise aus schwer schmelzbarem Metall hergestellt ist, ebenso wie der Behälter 12 der Fig. i ; das untere Ende dieses Zylinders ruht auf einem hohlen Isolator 31, der seinerseits auf dem. Boden des Bechers oder Tiegels 32 sitzt. -Letzterer, ebenso wie der Behälter i2 aus schwer schmelzbarem Metall bestehend, ruht auf einem Isolator 33, der seinerseits durch die Platte 24 getragen ist. Wie in Fig. i, sind Einrichtungen zur Kühlung vorgesehen. Die Unterkante der Glocke 26 ist an der Platte 24, wie im Falle der Fig. i, abgedichtet.
  • Die Stange 28 kann gehoben und gesenkt werden; sie ist zu diesem Zweck luftdicht in einer Stopfbuchse 34 geführt. Diese Stopfbuchse ist mit einem Ansatz 27 elastisch verbunden, z. B. durch eine Gummimanschette oder einen sonstigen, elastischen Rohrstutzen 35; das untere Ende dieser Manschette ist an dem Ansatz 27 mittels einer Schelle 36 und das obere Ende ist an der Stopfbuchse 34 mittels einer Schelle 37 befestigt. Die Bedienung der Stange28 erfolgt durch einen Handgriff 38.
  • Das untere Ende der Stange trägt einen Halter 39, der auch als Käfig ausgebildet sein kann; dieser Halter dient als Träger der zu behandelnden gepreßten oder gepreßten und gesinterten Körper 41 aus einem der in Frage stehenden Metalle während'der Durchführung des Reinigungsprozesses, beispielsweise durch Behandlung in dem Dampf- einer geschmolzenen Masse Zer 42. Dieses Metall wird in dem Tiegel 32 durch eine Hochfrequenzwicklung 43 erhitzt. Durch Verschieben der Stange 28 nach unten wird der Halter 39 in das geschmolzene Zer getaucht; anschließend wird die Stange so weit wieder hochgezogen, daß die zu behandelnden Körper über die Oberfläche des geschmolzenen Zers gelangen und der Dampfbehandlung unterliegen.
  • Aus den verfügbaren Daten über die thermodynamischen Eigenschaften von Zemitrid und -oxyd kann abgeleitet werden, daß die aus der folgenden Tabelle sich ergebenden freien, negativen Energien die Erklärung dafür sind, däß das Zer Stickstoff und Sauerstoff aus den in der Tabelle aufgeführten Metallen entfernt.
  • Freie Energie der Reaktion Zermetall + Metalloxyd oder -nitrid
    Metall Oxyd Nitrid
    Ti ..... - 32 kcal/Mol 02 + 5 kcal/Mol N2
    V ..... - 38 _ - 6o -
    Ta ..... - 42 - - 36
    Cr ..... - 64 _ - 92 -
    Mo .... - iio - -12o -
    W ..... -112 - - 118 -
    Als Beispiel dafür, was sich durch die Erfindung in der Praxis erreichen läßt, zeigt die folgende Tabelle die bei der Reinigung von Vanadium erzielten Resultate. Härte von Vanadiummetall vor und nach der Zer-Behandlung
    Härtezahl nach Verbesserung in °J.
    Zustand Vickers-Methode mit über den
    pyramidenförmigem unbehandelten fortschreitend
    Diamant Zustand
    Unbehandelt ..... ............................. 242 - -
    Getempert ..................................... 221 8,7 8,7
    Probe »Aa
    getränkt bei 950°C ........................... 200 17,5 9,5
    Probe »B«
    getränkt bei II5o°C .......................... 186 23,7 15,9
    Probe »Aa
    im Vakuum entgast zur Wasserstoffentfernung
    bei 950°C ................................... I99 17,8 0,5
    Probe »B«
    im Vakuum entgast zur Wasserstoffentfernung
    bei II5o°C .................................. 176 27,4 5,4
    Stickstoff und Sauerstoff werden entfernt bei I=50° C, Sauerstoff wird entfernt bei 950'C.
  • Was die Aufbereitung des Metallpulvers betrifft, aus welchem gepreßte oder gepreßte und gesinterte, der erfindungsgemäßen Behandlung zu unterwerfende Blöcke erzeugt werden, so kann Titanpulver von seinem Oxyd durch Magnesium und Kalzium oder Legierungen dieser Metalle befreit werden. Mit anderen Worten, das verbesserte Verfahren zur Erzeugung von Titan setzt. voraus, daß zuerst Magnesium oder eine magnesiumreiche Legierung und dann Kalzium oder eine kalziumreiche Legierung verwendet werden, wobei das kostspieligere Reduktionsmaterial, nämlich Kalzium, erhalten bleibt, während man gleichzeitig ein reineres Produkt erzielt wegen der größeren Reinheit von Magnesium im Vergleich zu Kalzium. Das vorgenannte Verfahren kann in der Großproduktion Anwendung finden; Verunreinigungen durch Eisen werden selbst bei Verwendung eines eisernen Schmelztiegels oder Behälters vermieden durch Auskleidung desselben finit Kalziumoxyd oder Magnesiumoxyd. Bei einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird die Charge durch hydraulischen Druck zusammengeballt und verfestigt, wobei die erste Reduktion stattfindet; anschließend wird das Material zu Kugeln oder Tabletten geformt, wobei die zweite Reduktion erfolgt. Die übrigen Metalle und auch das Obengenannte können auf bekannte Art erzeugt, in die gewünschte Form gepreßt und mit Zer behandelt werden. Sie können aber auch vor der Zer-Behandlung gepreßt und gesintert werden oder gepreßt und mit Zer bei einer Temperatur behandelt werden, die groß genug ist, um gleichzeitig =eine Sinterung während der Zer-Behandlung herbeizuführen.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Entfernung gasförmiger Verunreinigungen aus schwer schmelzbaren Metallen der Gruppen IV bis VI des Periodischen Systems, insbesondere aus Titan, Vanadium, Tautal, Chrom, Molybdän und Wolfram; dadurch gekennzeichnet, daß man gepreßte oder gesinterte Stücke aus derartigen Metallen in geschmolzenes Zer taucht oder Zer-Dämpfen aussetzt und die Temperatur entsprechend lange Zeit auf solcher Höhe hält, daß in den Zwischenräumen vorhandene, versprödend wirkende Verunreinigungen, wie Sauerstoff und bzw. oder Stickstoff, an die Oberfläche des Metallstückes diffundieren und mit dem Zer reagieren, wobei im Falle des Titans eine an sich bekannte Vorreinigung mit Hilfe von Kalzium und Magnesium erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß man die Zer-Behandlung I bis 5 Stunden lang bei einer Temperatur von iooo bis I3oo° durchführt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Zer-Behandlung in einer Argonatmosphäre durchführt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man aus Metallstaub gepreßte Metallstücke in flüssigem Zer bei einer für die Sinterung des Metalls ausreichenden Temperatur behandelt.
DEW12001A 1952-08-28 1953-08-28 Verfahren zur Entfernung gasfoermiger Verunreinigungen aus schwer schmelzbaren Metallen der Gruppen IV bis VI des Periodischen Systems Expired DE962752C (de)

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