DE9406686U1 - Sensorgesteuerte Garungseinheit - Google Patents
Sensorgesteuerte GarungseinheitInfo
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Classifications
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- A47J27/00—Cooking-vessels
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Description
Bosch-Siemens Hausgl3rätt§ GmToH * *81669 München, 20.04.1994
Hochstraße 17
ZTP94P610 Thi/hü
Die Erfindung bezieht sich auf eine sensorgesteuerte Garungseinheit,
bestehend aus Gargerät, Sensorik und Kochfeld, beispielsweise Glaskeramik-Kochfeld, wobei das Kochfeld aus
Materialien mit geringerer Temperaturbeständigkeit als Glaskeramik gefertigt sein kann, wenn es sich um induktive Kochstellen
handelt.
Nahrungsmittel-Erwärmungsvorgänge, besonders Garvorgänge in Gargeräten (Kochgeschirren) auf Kochmulden können automatisch
ablaufen, wenn die Temperatur des Gargutes während der Erwärmungsphase meßbar ist. Aus diesen Temperaturverläufen
kann auf den Fortschritt des Gärungsprozesses geschlossen werden. Die Temperatur des Kochgeschirrbodens entspricht dabei
weitgehend den Garguttemperaturen, wenn der Garvorgang die Ankochphase überschritten hat.
Im Stand der Technik sind Bemühungen bekannt, über Messung der Temperatur an Gargeräten, den Garungsvorgang zu steuern,
wobei die Temperaturmessung durch unterschiedlich wirkende Sensortechnik erfolgt. So kann beispielsweise Strahlungswär-
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me aufgefangen werden und über eine Thermoelementenkette in elektrische Energie gewandelt werden. Für höhere Temperaturen,
beispielsweise für Braten und Fritieren, werden seit einiger Zeit Platinsensoren unter Glaskeramik-Kochplatten
angeordnet, womit eine genügend gute Temperaturmessung im eingeschwungenen Zustand ermöglicht ist. Weiterhin ist es
Stand der Technik, über Infrarotsensoren Topftemperaturen zu messen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, möglichst gargutnah in einem Gargerät einen Sensor zu plazieren, mit dem auf
einfache und zuverlässige Weise direkt oder indirekt die Temperatur des Gargutes gemessen werden kann.
Die Lösung dieser Aufgabe ist dadurch gekennzeichnet, daß das Gargerät in Wirkungseinheit mit einer kochstellenbezogenen
Kochfeldgeometrie ein durch eine Auswerteschaltung temperaturmäßig auswertbares, im Gargeräteboden befindliches,
materialmäßig integriertes Sensorelement besitzt, wobei das Sensorelement als Kompaktkapazität ausgeführt ist.
Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben. Die Zeichnung zeigt
eine sensorgesteuerte Garungseinheit, bestehend aus einem Gargerät 1, einem Gargeräteboden 2, einem Sensorelement 3,
einem Glaskeramik-Kochfeld 4, einer Kontaktierung 5, eine
Auswerteschaltung 6 und den Ausgang der Auswerteschaltung Der im Gargeräteboden 2 plazierte Sensor 3 ist als Kompaktkapazität
ausgeführt und kann eine Schichtkapazität, ein wechselbarer Kondensatorchip oder ein anderweitig fest mit
dem Gargerätboden kontakierender Kondensator sein. Falls im Gargeräteboden ein solcher Kompaktkondensator angeordnet
wurde, vorzugsweise in mittiger Anordnung, dann ist davon
ZTP94P610
auszugehen, daß das im Boden des Kochgeschirrs eingebrachte Material so stark dielektrisch temperaturabhängig reagiert,
daß damit ein gut auswertbarer Temperaturgang des mit der Garguttemperatur korrelierenden Kompaktkondensators gegeben
ist. Dabei ist es auch möglich,'in dem Gargeräteboden nichtmetallische
Materialeinschlüsse einzubringen, vorzugsweise keramischer oder glaskeramischer Art, die derart dotiert
sind, daß sie ihre Dielektrizitäts-Konstante in Abhängigkeit ihrer Temperatur relativ stark ändern. Die Empfindlichkeits-Kennlinien
der Dielektrizitätskonstanten geeigneter Keramiken gegen Temperaturänderungen können ein Maximum haben.
Dieses Maximum kann bei der Fertigung der Kompaktkapazität bestimmten Temperaturbereichen so zugeordnet werden, daß
über das Sensorelement 3 im Gargeräteboden ein optimiertes Regelverhalten hergestellt werden kann.
Wie die Anordnung gemäß der Figur erkennen läßt, ist die frequenzbestimmende Kapazität auf einer Auswerteschaltung 6
geführt, die vorzugsweise eine Schwingkreisanordnung besitzt, wobei eine Frequenzänderung J\ F einer Temperaturänderung
J\ T entspricht, die durch die Auswerteeinheit einer
Steuerung zugeführt wird. Über die Steuerung wird entsprechend der Ist-Temperatur im Gargeräteboden 2 die Energiezufuhr
geregelt.
Gegenüber dem Stand der Technik verbinden sich mit der dargestellten
Lösung folgende Vorteile:
- Weder Kochgeschirr noch Kochmulde enthalten bewegliche Teile,
- weder Kochgeschirr noch Kochmulde enthalten Teile, die als zusätzliche Bedienelemente aufzufassen wären,
an oder im Kochgeschirr befindet sich keinerlei Schalt-
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technik, die eine eigene Energieversorgung benötigt, - das Kochgeschirr unterscheidet sich nicht wesentlich von
anderen konventionellen Kochgeschirren.
Daraus ergibt sich, daß dieses Kochgeschirr wie andere benutzt und gereinigt werden kann, auch wenn es auf keiner
vorbereiteten Kochstellenstelle plaziert werden sollte.
Claims (3)
1. Sensorgesteuerte Garungseinheit, bestehend aus Gargerät, Sensorik und Kochfeld, beispielsweise Glaskeramik-Kochfeld,
wobei das Kochfeld aus Materialien mit geringerer Temperaturbeständigkeit als Glaskeramik gefertigt sein
kann, wenn es sich um induktive Kochstellen handelt, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gargerät (1) in Wirkungseinheit mit einer kochstellenbezogenen Kochfeldgeometrie ein durch eine Auswerteschaltung
(6) temperaturmäßig auswertbares, im Gargeräteboden (2) befindliches, materialmäßig integriertes Sensorelement
(3) besitzt, wobei das Sensorelement als Kompaktkapazität (3) ausgeführt ist.
2. Sensorgesteuerte Garungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Gargeräteboden (2) eine Schichtkapazität
vorzugsweise in mittiger Anordnung, vorhanden ist.
3. Sensorgesteuerte Garungseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Gargeräteboden (2) ein wechselbarer
Kondensatorchip angeordnet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19949406686 DE9406686U1 (de) | 1994-04-21 | 1994-04-21 | Sensorgesteuerte Garungseinheit |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19949406686 DE9406686U1 (de) | 1994-04-21 | 1994-04-21 | Sensorgesteuerte Garungseinheit |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9406686U1 true DE9406686U1 (de) | 1994-06-23 |
Family
ID=6907685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19949406686 Expired - Lifetime DE9406686U1 (de) | 1994-04-21 | 1994-04-21 | Sensorgesteuerte Garungseinheit |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9406686U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1997016943A3 (de) * | 1995-10-30 | 1997-06-05 | Wolfgang Herchenbach | Kochsystem |
-
1994
- 1994-04-21 DE DE19949406686 patent/DE9406686U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1997016943A3 (de) * | 1995-10-30 | 1997-06-05 | Wolfgang Herchenbach | Kochsystem |
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