DE9406330U1 - Bremsvorrichtung für ein Magnetschwebefahrzeug - Google Patents
Bremsvorrichtung für ein MagnetschwebefahrzeugInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60L—PROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
- B60L7/00—Electrodynamic brake systems for vehicles in general
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-
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Description
83&Pgr; 5
Beschreibung
Bremsvorrichtung für ein Magnetschwebefahrzeug
Die Erfindung betrifft eine Bremsvorrichtung für ein Magnetschwebefahrzeug
gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Am Gleisende eines Magnetschwebebahnsystems können keine
Puffer vorgesehen werden, da die Magnetschwebefahrzeuge aus aerodynamischen und mechanischen Gründen nicht mit Puffern
ausgerüstet werden können. Als Bremsvorrichtungen werden bei der Transrapid-Versuchsanlage Emsland (TVE) deshalb Wirbelstrombremsen
eingesetzt, wobei das Magnetschwebefahrzeug nach
Erreichen einer unteren Grenzgeschwindigkeit auf Reibkufen abgesetzt und bis zum Stillstand abgebremst wird.
Bei der bekannten Bremsvorrichtung läßt die Betriebsleittechnik Annäherungen an die Endbahnhöfe nur mit sehr geringen
Geschwindigkeiten bzw. Verzögerungen zu, da die Wirbelstrombremse bei niedrigeren Geschwindigkeiten eine geringere
Wirkung aufweist und der Absetzvorgang auf die Reibkufen sowie die damit verbundene sichere Antriebsabschaltung viel
Zeit beansprucht. Aufgrund der lang andauernden Bremsvorgänge
wird die Gesamtfahrzeit erheblich verlängert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Bremsvorrichtung für ein Magnetschwebefahrzeug zu schaffen, das einen
zeitlich wesentlich kürzeren Bremsvorgang ermöglicht.
0 Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im kennzeichnenden
Teil von Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 7
beschrieben.
5 Bei der erfindungsgemäßen Bremsvorrichtung ist zumindest ein
Teil des Langstators in einem vorgebbaren Bereich in Kurz-
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schluß geschaltet oder in Kurzschluß schaltbar. Befindet sich
der Haltepunkt an einem Gleisabschluß, dann ist der vorgebbare Bereich, der aus wenigstens einem Statorabschnitt
besteht, ständig in Kurzschluß geschaltet, wohingegen der vorgebbare Bereich bei einem auf der Fahrstrecke vorgesehenen
Haltepunkt im Bedarfsfall in Kurzschluß schaltbar ist.
Beim Einfahren des MagnetSchwebefahrzeugs in den vorgebbaren,
kurzgeschlossenen Bereich des Langstators wird vom Magnetschwebefahrzeug
Spannung in den kurzgeschlossenen Bereich induziert, die umso größer wird, je mehr Fahrzeuglänge sich
im kurzgeschlossenen Bereich befindet. Zusammen mit der induzierten Spannung steigt auch der das Magnetschwebefahrzeug
bremsende Anteil des Kurzschlußstroms an. Das Magnetschwebefahrzeug
wird also mit größer werdender wirksamer Fahrzeuglänge stärker abgebremst.
Der vorgebbare Bereich, in welchem zumindest ein Teil des Langstators in Kurzschluß schaltbar ist, kann in vorteil-0
hafter Weise in seiner Ausdehnung auf den jeweiligen Einzelfall angepaßt werden. So kann der vorgebbare Bereich z.B. vor
dem vorgesehenen Haltepunkt enden (Anspruch 2) oder er kann den vorgesehenen Haltepunkt mit einschließen (Anspruch 3).
Falls der vorgebbare Bereich mehrere in Reihe geschaltete Statorabschnitte umfaßt, können die Statorabschnitte in
besonders vorteilhafter Weise in ihrer Länge auf die sinkende Geschwindigkeit des Magnetschwebefahr&zgr;eugs abgestimmt sein
(Anspruch 5) , wodurch sich eine im Hinblick auf den benötigten Energieaufwand besonders kurze Bremszeit ergibt.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
anhand der Zeichnung und in Verbindung mit den Ansprüchen 2 bis 7. Es zeigen:
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FIG 1 einen Langstator mit der erfindungsgemäßen Bremsvorrichtung,
FIG 2 in einem karthesischen Koordinatensystem den qualitativen Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit,
induzierter Spannung und wirksamer Fahrzeuglänge im vorgebbaren, kurzgeschlossenen Bereich des
Langstators,
FIG 3 in einem karthesischen Koordinatensystem den qualitativen Zusammenhang zwischen induzierter Spannung,
Kur&zgr;schlußstrom und Impedanz im vorgegebenen, kurzgeschlossenen
Bereich des Langstators.
In FIG 1 ist mit 1 ein Statorabschnitt eines dreiphasigen Langstators 2 bezeichnet. Die Phasen R, S und T des Statorabschnitts
1 sind über jeweils eine Schalteinrichtung 3,4 bzw.5 im Kurzschluß schaltbar. Die Schalteinrichtungen 3 bis
5 sind hierzu in den zu einem Kurzschlußpunkt 6 führenden Leitungen angeordnet. Zwischen dem Kurzschlußpunkt 6 und den
Schalteinrichtungen 3 bis 5 ist in jeder Phase R,S,T jeweils
ein Widerstand 7,8 bzw.9 geschaltet. Die Polteilung des Langstators
ist mit &rgr; bezeichnet.
Bei dem in FIG 1 dargestellten Ausführungsbeispiel· ist der Statorabschnitt 1 im Bedarfsfall - also nur wenn an dieser
5 Stelie das Magnetschwebefahrzeug angehalten werden soll· - in Kurzschluß schaltbar. Bei einer Endhaltestelle (Gleisabschluß)
ist der Statorabschnitt 1 immer in Kurzschluß geschaltet, so daß die Schalteinrichtungen 3 bis 5 entfallen
, oder immer geschlossen sein müssen. Die Anordnung der Widerstände
7 bis 9 ist nicht auf die in der FIG 1 dargestellte Ausführungsform beschränkt. So genügt es z.B., wenn lediglich
zwei Widerstände zu beiden Seiten des Kurzschlußpunktes 6 angeordnet werden.
Aus den in FIG 2 und 3 dargestellten qualitativen Verläufen erkennt der Fachmann, daß beim Einfahren des Magnetschwebe-
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fahrzeugs in den vorgebbaren, kurzgeschlossenen Bereich des Langstators vom Magnetschwebefahrzeug zunehmend mehr Spannung
in den kurzgeschlossenen Bereich induziert wird, wobei die induzierte Spannung Uj_ncj umso größer wird, je mehr Fahrzeuglänge
1 sich im kurzgeschlossenen Bereich befindet. Zusammen mit der induzierten Spannung Uincj steigt auch der das Magnetschwebefahrzeug
bremsende Anteil des Kurzschlußstromes I^ an. Das Magnetschwebefahrzeug wird also mit größer werdender
wirksamer Fahrzeuglänge 1 stärker abgebremst.
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Claims (7)
1. Bremsvorrichtung für ein Magnetschwebefahrzeug, durch das
dieses bis zum Stillstand abbremsbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest ein Teil des Langstators (2) in einem vorgebbaren
Bereich (1) in Kurzschluß geschaltet ist oder in Kurzschluß schaltbar ist.
2. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der vorgebbare Bereich (1) vor einer vorgebbaren Haltestelle
endet.
3. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der vorgebbare Bereich (1) vor einer vorgebbaren Haltestelle
beginnt und diese miteinschließt.
0
4. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der vorgebbare Bereich mehrere hintereinanderliegende
Statorabschnitte (1) umfaßt.
5 5. Bremsvorrichtung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Statorabschnitte (1) in ihre Länge auf die sinkende
Geschwindigkeit (vp) des Magnetschwebefahrzeugs abgestimmt
sind.
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6. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß der vorgebbare Bereich (1) über Schalteinrichtungen (3
bis 5) in Kurzschluß schaltbar ist.
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7. Bremsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß in wenigstens zwei zum Kurzschlußpunkt (6) führende Phasen (R,S,T) jeweils ein Widerstand (7 bis 9) geschaltet ist.
dadurch gekennzeichnet, daß in wenigstens zwei zum Kurzschlußpunkt (6) führende Phasen (R,S,T) jeweils ein Widerstand (7 bis 9) geschaltet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9406330U DE9406330U1 (de) | 1994-03-16 | 1994-03-16 | Bremsvorrichtung für ein Magnetschwebefahrzeug |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9406330U DE9406330U1 (de) | 1994-03-16 | 1994-03-16 | Bremsvorrichtung für ein Magnetschwebefahrzeug |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9406330U1 true DE9406330U1 (de) | 1995-07-27 |
Family
ID=6907411
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9406330U Expired - Lifetime DE9406330U1 (de) | 1994-03-16 | 1994-03-16 | Bremsvorrichtung für ein Magnetschwebefahrzeug |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9406330U1 (de) |
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| US7388338B2 (en) | 2004-03-12 | 2008-06-17 | Siemens Aktiengesellschaft | Device for braking a magnetic levitation railway |
| EP2156979B1 (de) * | 2008-08-19 | 2017-12-20 | Intrasys GmbH Innovative Transportsysteme | Linearantrieb, Fahrgeschäft, und Verfahren zum Betrieb eines Linearantriebs |
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| DE3011980A1 (de) * | 1979-03-28 | 1980-10-30 | Hitachi Ltd | Speisesystem fuer linearmotorbloecketransportsystem |
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1994
- 1994-03-16 DE DE9406330U patent/DE9406330U1/de not_active Expired - Lifetime
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