DE947115C - Verfahren zur Herstellung koerniger Polymerisationsprodukte der Methacrylsaeure - Google Patents
Verfahren zur Herstellung koerniger Polymerisationsprodukte der MethacrylsaeureInfo
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- DE947115C DE947115C DER2066D DER0002066D DE947115C DE 947115 C DE947115 C DE 947115C DE R2066 D DER2066 D DE R2066D DE R0002066 D DER0002066 D DE R0002066D DE 947115 C DE947115 C DE 947115C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08F—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
- C08F20/00—Homopolymers and copolymers of compounds having one or more unsaturated aliphatic radicals, each having only one carbon-to-carbon double bond, and only one being terminated by only one carboxyl radical or a salt, anhydride, ester, amide, imide or nitrile thereof
- C08F20/02—Monocarboxylic acids having less than ten carbon atoms, Derivatives thereof
- C08F20/04—Acids, Metal salts or ammonium salts thereof
- C08F20/06—Acrylic acid; Methacrylic acid; Metal salts or ammonium salts thereof
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 9. AUGUST 1956
INTERNAT. KLASSE C08f
R 2066 IVb/39c
sind als Erfinder genannt worden
Röhm & Haas G.m.b.H., Darmstadt
der Methacrylsäure
Zusatz zum Patent 749
(Ges. v. 15. 7.1951)
Das Hauptpatent hat angefangen am 8. Dezember 1938
Patentanmeldung bekanntgemacht am 20. August 1953
Patenterteilung bekanntgemacht am 19. Juli 1956
Gegenstand des Patentes 749 016 ist ein Verfahren zur Herstellung körniger Polymethacrylsäure mit
Hilfe von Polymerisationskatalysatoren, das dadurch gekennzeichnet ist, daß Methacrylsäure in einer wäßrigen
Elektrolytlösung solcher Konzentration, daß die monomere Methacrylsäure im wesentlichen ungelöst
bleibt, durch mechanische Bewegung verteilt und im verteilten Zustand polymerisiert wird.
Es wurde gefunden, daß sich dasVerfahren besonders vorteilhaft durchführen läßt, wenn man nicht reine
Methacrylsäure, sondern Mischungen von höchstens 80 Gewichtsprozent Methacrylsäure und mindestens
20 Gewichtsprozent anderer polymerisierbarer monomerer Äthylenderivate, welche wasserunlösliche Polymerisate
bilden, zur Polymerisation bringt. Als solche Derivate sind besonders zu nennen: Methacrylsäure-
und Acrylsäureester und die entsprechenden Nitrile, ferner Styrol oder Vinylchlorid. Im Gegensatz zu den
in dem Hauptpatent bereits erwähnten Mischpolymerisaten der Methacrylsäure mit untergeordneten
Mengen anderer polymerisierbarer Verbindungen dürfen für das erfindungsgemäße Verfahren nur die
obengenannten Mengenverhältnisse verwendet werden. Die auf diese Weise hergestellten Mischpolymerisate
sind in Wasser vollständig unlöslich, lösen sich aber in Alkalien leicht zu viskosen Lösungen auf. Besonders
geeignet sind Mischpolymerisate aus Methacrylsäure und Methyhnethacrylat, z. B. im Verhältnis 6o: 40.
Die Vorteile bei der Herstellung dieser Mischpolymerisate und der daraus erhaltenen Produkte sind folgende:
Die Mischpolymerisate sind in Wasser praktisch nicht mehr quellbar; sie können nach der Herstellung
nach dem in dem Hauptpatent beschriebenen Verfahren mit reinem Wasser leicht elektrolytfrei
gewaschen werden, während reine Polymethacrylsäure nur mit Elektrolytlösungen, insbesondere mit verdünnter
Salzsäure, gewaschen werden kann. Die Trocknung der gewaschenen pulverförmigen Mischpolymerisate
erfolgt viel rascher und leichter als die der reinen Säuren. Die Viskosität der Mischpolymerisatlösungen
läßt sich durch Verschiebung des Verhältnisses der Komponenten weitgehend verändern. Wird eine Reihe
von Mischpolymerisaten mit fallendem Methacrylsäuregehalt unter sonst gleichen Bedingungen hergestellt,
so steigt die Viskosität ihrer Alkalisalzlösungen stark an.
Dieser Anstieg geht aus der folgenden Zusammenstellung hervor.
| Zusammensetzung | Methyl- methacrylat |
Viskosität der io°/0igen |
| des Mischpolymerisats | 20 | Natriumsalzlösungen *) |
| Methacrylsäure | 30 | Ii Sekunden |
| 80 | 40 | 12 |
| 70 | 45 | 15 |
| • 60 | 50 | 18 |
| 55 | 55 | 40 |
| 50 | 130 | |
| 45 |
*) Fallzeit einer Stahlkugel von 2,5 mm Durchmesser für 20 cm Flüssigkeitssäule bei 200 C.
Durch Änderung der Polymerisationsbedingungen läßt sich die Viskosität noch zusätzlich in sehr weiten
Grenzen verändern.
Mischpolymerisate mit einem Gehalt von mehr als 60 °/0 Methylmethacrylat sind jedoch auch in wäßrigen
Alkalilösungen nicht mehr in Lösung zu bringen. Das Auflösen der löslichen Mischpolymerisate in wäßrigen
Alkalilösungen erfolgt leichter und bequemer als das der reinen Polymethacrylsäure, da ein Zusammenkleben
beim Lösen der Mischpolymerisate merkwürdigerweise nicht auftritt. Ein besonderer Vorteil
der erfindungsgemäß hergestellten Mischpolymerisate ist, daß sie leicht völlig geruchfrei hergestellt werden
können, was bei der Verwendung insbesondere in der kosmetischen Industrie von großer Bedeutung ist. Die
Lösungen der Salze der Mischpolymerisate sind wasserklar.
--"'
Die Herstellung der neuen Mischpolymerisate kann noch dadurch besonders einfach gestaltet werden, daß
als Ausgangsmaterial die leicht zugänglichen Ester der Methacrylsäure Verwendung finden können, womit
auf die Isolierung der technisch schwer zugänglichen monomeren Methacrylsäure verzichtet werden kann.
200 Gewichtsteile Methyhnethacrylat werden mit 88 Gewichtsteilen Ätznatron in 220 Gewichtsteilen
Wasser verseift.
Aus dem Reaktionsgemisch werden 60 Gewichtsteile eines Methanol-Wasser-Gemisches abdestilliert. Dann
werden 130 Gewichtsteile Wasser, in welchen 2 Gewichtsteile polyacrylsaures Natrium gelöst sind zugesetzt und
mit 226 Gewichtsteilen 45°/oiger Schwefelsäure angesäuert.
Es werden- dann weiter 138 Gewichtsteile Methyhnethacrylat und 34 Gewichtsteile Acrylsäurenitril,
welches 0,3 °/0 Dibenzoylperoxyd enthält, in dem Gemisch emulgiert.
Unter Rühren wird auf 700 erwärmt. Durch die einsetzende
Polymerisation erhitzt sich das Gemisch und wird durch Kühlen auf 70 bis 72° gehalten.
Nach 2 Stunden ist die Polymerisation beendigt; das Polymerisat liegt in Form von feinen Perlen
vor, wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Eine xo0/^ge Lösung des Natriumsalzes hat eine
KügelfaUzeit von 75 Sekunden, nach der oben angegebenen Methode gemessen.
Ein Mischpolymerisat aus 60 Gewichtsteilen Methacrylsäure und 40 Gewichtsteilen Methyhnethacrylat
wird folgenderweise hergestellt: 314,8 Gewichtsteile Methyhnethacrylat werden mit 300 Gewichtsteilen 26,5 "/,^ger Natronlauge verseift. Dann wird
eine Lösung von 1 Gewichtsteil polyacrylsaurem Natrium und 0,3 Gewichtsteilen isopropylnaphthalininsulfosaurem
Natrium in 30 Gewichtsteilen Wasser zugesetzt, mit 207 Gewichtsteilen 45%iger Schwefelsäure
angesäuert, eine Aufschlämmung von 0,29 Gewichtsteilen Dibenzoylperoxyd in ro Gewichtsteilen
Wasser hinzugesetzt und die Mischung unter Rühren auf 74° erwärmt.
Die Polymerisation erfolgt innerhalb 2 Stunden. Nach beendeter Polymerisation wird filtriert, das
körnige Polymerisat mit Wasser gewaschen und getrocknet. .
Die io%ige Lösung des Ammoniumsalzes in Wasser
hat eine Kugelfallzeit von 300 Sekunden.
Es wird wie im Beispiel 2 gearbeitet, j edoch an Stelle der Lösung von polyacrylsaurem Natrium werden
25 Gewichtsteile Talkum zugesetzt. Die Polymerisation tao erfolgt etwas langsamer; das Polymerisat bildet verhältnismäßig
.kleine Perlen, welche in Mischung mit Talkum vorhegen.
Nach einer Schrifttumsangabe soll es möglich sein, Mischungen von Methacrylsäure und anderen Vinylverbindungen
in wäßriger Emulsion in körniger Form
zu polymerisieren. Nacharbeitungen dieser Angabe zeigen jedoch, daß nach dem bekannten Verfahren
infolge der Löslichkeit der Methacrylsäure in Wasser keine einheitlichen Mischpolymerisate mit wasserunlöslichen
Vinylverbindungen entstehen, sondern Massen, die beim Lösen in Alkali trübe und flockige,
also verschiedenartige Bestandteile enthaltende Lösungen liefern. Im Gegensatz dazu werden bei dem
Verfahren der vorliegenden Anmeldung homogene
ίο Mischpolymerisate erhalten, die sich dank ihrer Einheitlichkeit
in Alkalien wasserklar lösen.
Nach einer anderen Schrifttumsangabe sollen sich bei der Polymerisation von Amiden der Acrylsäurereihe
in wäßriger Lösung Polymerisationsprodukte ausscheiden, die sich durch Neutralisieren lösen lassen.
Es zeigte sich nun, daß bei der Polymerisation von Methacrylsäureamid in wäßriger Lösung in Gegenwart
von etwa 5 % Acrylsäure schleimige weiße Massen entstehen, aus denen jedoch ein festes Polymerisat nicht
abgetrennt werden kann, während nach dem vorliegenden Verfahren körnige, leicht filtrierbare Produkte
erhalten werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung körniger Polymethacrylsäure nach dem Patent 749 016 durch Polymerisation der Methacrylsäure unter mechanischer Bewegung in einer Elektrolytlösung solcher Konzentration, daß die monomere Methacrylsäure im wesentlichen ungelöst bleibt, dadurch gekennzeichnet, daß höchstens 80 Gewichtsprozent Methacrylsäure in Gegenwart von mindestens 20 Gewichtsprozent polymerisierbaren monomeren Äthylenderivaten, welche wasserunlösliche Polymerisate ergeben, polymerisiert werden.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 656134, 675 032, 662157;
USA.-Patentschrift Nr. 2 133 257. _1 609 S74 8.56
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER2066D DE947115C (de) | 1938-12-07 | 1939-08-27 | Verfahren zur Herstellung koerniger Polymerisationsprodukte der Methacrylsaeure |
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE224215X | 1938-12-07 | ||
| DE260839X | 1939-08-26 | ||
| DER2066D DE947115C (de) | 1938-12-07 | 1939-08-27 | Verfahren zur Herstellung koerniger Polymerisationsprodukte der Methacrylsaeure |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE947115C true DE947115C (de) | 1956-08-09 |
Family
ID=27184663
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER2066D Expired DE947115C (de) | 1938-12-07 | 1939-08-27 | Verfahren zur Herstellung koerniger Polymerisationsprodukte der Methacrylsaeure |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE947115C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1135173B (de) * | 1957-08-27 | 1962-08-23 | Goodrich Co B F | Verfahren zum Polymerisieren von monomeren Ausgangsstoffen |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE656134C (de) * | 1931-05-31 | 1938-01-29 | Roehm & Haas Akt Ges | Verfahren zum Polymerisieren von Acrylsaeureestern und deren Homologen zu festen Polymerisaten |
| DE662157C (de) * | 1932-03-23 | 1938-07-06 | Roehm & Haas Akt Ges | Verfahren zum Polymerisieren von Acrylsaeure, deren Homologen, ihren Salzen oder Estern |
| US2133257A (en) * | 1935-04-10 | 1938-10-11 | Du Pont | Polymerization process |
| DE675032C (de) * | 1930-08-12 | 1939-04-27 | Roehm & Haas G M B H | Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten der Methacrylsaeure oder ihrer Derivate |
-
1939
- 1939-08-27 DE DER2066D patent/DE947115C/de not_active Expired
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