DE9320554U1 - Gitterträger - Google Patents
GitterträgerInfo
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04C—STRUCTURAL ELEMENTS; BUILDING MATERIALS
- E04C5/00—Reinforcing elements, e.g. for concrete; Auxiliary elements therefor
- E04C5/01—Reinforcing elements of metal, e.g. with non-structural coatings
- E04C5/06—Reinforcing elements of metal, e.g. with non-structural coatings of high bending resistance, i.e. of essentially three-dimensional extent, e.g. lattice girders
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Gitterträger mit mindestens einem Längsstab als Obergurt und mindestens
einem Bewehrungsstab als Untergurt, wobei vom Untergurt ausgehende, jeweils einen oberen Scheitelbereich aufweisende
Bügel in ihrem Scheitelbereich an zwei voneinander distanzierten Stellen mit einem Längsstab des
Obergurtes verschweißt sind.
Bei einem bekannten Gitterträger dieser Art (vgl. DE-GM 1 953 348) ergibt sich der Abstand der Verbindungsstellen
des Bügels mit dem Obergurt daraus, daß der Krümmungsradius des Bügels im Scheitel nicht beliebig klein
gemacht werden kann. Der mit minimalem Abstand vom Obergurt im wesentlichen parallel zu diesem verlaufende
Scheitelabschnitt ist weitgehend funktionslos.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Scheitelbereich der als Seitenstreben dienenden Bügel funktionell aufzuwerten.
Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Möglichkeit, durch besondere Ausgestaltung des
Scheitelbereiches der Bügel die Haftung des Obergurtes mit dem umgebenden Beton zu erhöhen.
Erfindungsgemäß ist zur Lösung der gestellten Aufgabe vorgesehen, daß die Scheitelbereiche der Bügel als nach
außen aus der Bügelebene gebogene Schlaufen ausgebildet sind.
Die durch die erfindungsgemäß vorgesehenen Schlaufen 0 vermittelte Haftung des Obergurts im umgebenden Beton
läßt sich insbesondere dadurch verbessern, daß die Schlaufen 'wesentlich länger gemacht werden als bei bekannten
Gitterträgern. Die Schlaufen sollen also wesentlich mehr als die Länge eines sich zwischen ihren
Berührungspunkten mit dem Längsstab erstreckenden Halbkreises aufweisen.
Wie weit die vorgesehenen Schlaufen aus; der Bügelebene
gebogen werden sollen, hängt vom Anwendungsfall ab. Von
besonderer Bedeutung ist hier die Möglichkeit, daß die Schlaufen parallel zur durch die Bewegungsstäbe des Untergurtes
definierten Ebene verlaufen. In diesem Falle erfährt ein Druckgurt, welcher aus dem Obergurt und einer
diese umgebende Betonleiste besteht, maximale Verstärkung. Wird der vorgeschlagene Gitterträger in einer
Mantelbetonschalung eingesetzt, so ist die Ausbildung mit parallel zum Untergurt verlaufenden Schlaufen besonders
geeignet, nicht nur den Untergurt, sondern auch den Obergurt mit den angrenzenden Schalungsplatten zu
verbinden. Eine hiezu besonders vorteilhafte Ausführung sieht vor, daß die Bügel Teile zweier parallel verlaufender
Drahtschiangen sind.
Um die Gurtstäbe von den Schalungsplatten zu beabstanden, ist bevorzugt vorgesehen, daß die Bügel die Längsstäbe
in der Höhe überragen und die Schlaufen im Abstand von den Längsstäben ausgebogen sind. Die Verbindung
kann an den Schlaufen ansetzen, welche flach an den Schalungsplatten anliegen. Die Anzahl der Befestigungsstellen
läßt sich erhöhen, wenn die Scheitelbereiehe der Bügel aus der Bügelebene nach außen gebogene
Paare von Schlaufen aufweisen.
Vorgefertigte Deckenschalplatten mit Gitterträgern, die parallel zur Untergurtebene verlaufende Schlaufen aufweisen,
können überdies besonders gut gestapelt werden.
Der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke einer besseren Ausnützung des Scheitelbereichs der als Seitenstreben
des Gitterträgers dienenden Bügel kann im Rahmen der Erfindung insbesondere auch dadurch weitergeführt
werden, daß die Schlaufen mit mindestens einem weiteren
Längsstab verbunden sind. Zusätzlich zu der ohnedies durch die Schlaufen selbst gegebenen Verbesserung der
Knickfestigkeit können solche Längsstäbe den Obergurt auf seiner ganzen Länge oder dem Momentenverlauf entsprechend
nur im Mittelbereich verstärken. Sie erhöhen natürlich ebenfalls die Haftung des Obergurtes mit dem
umgebenden Beton.
Aus der großen Fülle der im Rahmen der Erfindung denkbaren Gestaltungsmöglichkeiten werden in der anschließenden
Zeichnung einige Ausführungsbeispiele dargestellt.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Stirnansicht eines ersten Ausführungsbeispieles,
die zugehörige schaubildliche Darstellung, eine Stirnansicht des Obergurtbereiches eines
zweiten Ausführungsbeispieles,
die zugehörige schaubildliche Darstellung, eine Stirnansicht des Obergurtbereiches eines
dritten Ausführungsbeispieles, die zugehörige schaubildliche Darstellung,
Fig. 7 eine Stirnansicht des Obergurtbereiches eines
vierten Ausführungsbeispieles, die zugehörige schaubildliche Darstellung,
eine Stirnansicht des Obergurtbereiches eines fünften Ausführungsbeispieles,
0 Fig. 10 die zugehörige schaubildliche. Darstellung,
eine Stirnansicht des Obergurtbereiches eines sechsten Ausführungsbeispieleis,
die zugehörige schaubildliche. Darstellung, eine schaubildliche Darstellung eines siebten
5 Ausführungsbeispieles,
Fig. 14 eine Seitenansicht,
| Fig. | 2 |
| Fig. | 3 |
| Fig. | 4 |
| Fig. | 5 |
| Fig. | 6 |
| Fig. | 7 |
| Fig. | 8 |
| Fig. | 9 |
| Fig. | 10 |
| Fig. | 11 |
| Fig. | 12 |
| Fig. | 13 |
Fig. 15 die zugehörige Stirnansicht, und Fig. 16 eine Stirnansicht eines achten Ausführungsbeispieles.
Die dargestellten Gitterträger umfassen jeweils zwei Bewehrungsstäbe 1, welche zusammen den Untergurt bilden,
und einen Längsstab 2 als Obergurt. Als Seitenverstrebung zwischen Ober- und Untergurt dient eine Serie
von Bügeln 3, welche durch eine fortlaufende Drahtschlange
gebildet ist. Jeder Bügel 3 bildet zusammen mit einem Teil des Untergurts ein gleichschenkeliges
Dreieck, dessen Spitzenbereich mit dem Längsstab 2 des Obergurtes verbunden ist. Die Ausbildung von Schlaufen
4 im Bereich der Verbindung der Bügel 3 mit den Bewehrungsstäben 1 des Untergurtes dient (vgl. AT-PS 373
012) insbesondere dazu, gegebenenfalls parallel zu den Bewehrungsstäben 1 dem Momentenverlauf angepaßte Zusatzstäbe
anzuordnen, welche hier nicht, dargestellt sind.
Erfindungswesentlich sind die aus der Ebene der Bügel 3 nach außen gebogenen Schlaufen 5 im Verbindungsbereich
der Bügel 3 mit dem Längsstab 2. Diese Schlaufen 5 dienen zur Verbesserung der Verbindung des Obergurtes mit
dem umgebenden Beton. Im Sinne dieser Funktion können diese Schlaufen verlängert und allenfalls, wie in Fig.
7 und 8 dargestellt, sogar in sich geknickt werden.
Verlaufen die Schlaufen 5 parallel zu der durch die Be-0 wehrungsstäbe 1 gebildeten Ebene, erleichtert dies die
Verwendung der Gitterträger als Abstandhalter für die Schalung von Mantelbetonwänden. Außerdem sind die in
Fig. 1 und 2 dargestellten Gitterträger gut zu stapeln.
Den Ausführungsbeispielen nach Fig. 3 - 12 ist die Anordnung zusätzlicher Längsstäbe gemeinsam. Diese können
sich über die ganze Länge des Gitterträgers oder nur über einen Teil derselben erstrecken. Sie verbessern
sowohl die Knickfestigkeit des Obergurts wie auch dessen Verbindung mit dem umgebenden Beton. Gemäß Fig. 3 8
sind jeweils zwei symmetrisch angeordnete zusätzliche Längsstäbe 21 vorgesehen, gemäß Fig. 9-12 ein einziger
zusätzlicher Längsstab 2", welcher beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 11 und 12 als Blechschiene ausgebildet
ist.
In den beiden Ausführungsbeispielen der Fig. 13 bis 16 liegen die beiden Bügelebenen, also die Ebenen der
Drahtschlangen 3 zueinander parallel, wie vor allem Fig. 15 und 16 zeigen. Die Bügel 3 sind jeweils an Untergurt
1 und Obergurt 2 bildenden U-förmigen Blechschienen befestigt, und überragen diese um ein Ausmaß,
das die Einhüllung der Blechschienen durch den Beton sicherstellt. Die offenen Seiten der Blechschienen können,
wie Fig. 15 zeigt, zueinander oder gemäß Fig. 16 entgegengesetzt nach oben und unten weisen. Die gleichgerichtete
Anordnung der beiden rinnenförmigen Blechschienen ist natürlich ebenfalls möglich. Die Scheitel
der Bügel bilden Paare von Schlaufen 5,, die in diesen beiden Ausführungen, insbesondere für die Fixierung an
Schalungsplatten geeignet sind.
Die Reihe der Ausführungsbeispiele ließe sich fast beliebig erweitern, doch zeigt bereits die bisherige Darstellung,
daß die erfindungsgemäße Ausgestaltung der Scheitelbereiche der Verbindungsbügel von Obergurt und
Untergurt dem Konstrukteur von Gitterträgern eine Vielfalt neuer Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet.
Claims (9)
1. Gitterträger mit mindestens einem .Längsstab (2) als Obergurt und mindestens einem Längsstab (1)
als Untergurt, wobei vom Untergurt; ausgehende, jeweils einen oberen Scheitelbereich aufweisende Bügel
(3) an zwei voneinander distanzierten Stellen mit einem Längsstab (2) des Obergurtes verschweißt
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheitelbereiche der Bügel (3) als in an sich bekannter
Weise nach außen aus der Bügelebene gebogene Schlaufen (5) ausgebildet sind.
2. Gitterträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlaufen (5) wesentlich mehr als die
Länge eines sich zwischen ihren Berührungspunkten mit dem Langsstab (2) erstreckenden Halbkreises
aufweisen.
3. Gitterträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Schlaufen (5) parallel zur durch die Längsstäbe (1) des Untergurtes definierten
Ebene verlaufen.
4. Gitterträger nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel (3) Teil einer
Drahtschlange sind, welche auch am Untergurt aus 0 der Bügelebene gebogene Schlaufen (4) bildet.
5. Gitterträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schlaufen (5) mit mindestens einem weiteren Längsstcib (21;2") ver-5
bunden sind.
6. Gitterträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schlaufen (5) zum zentralen Längsstab (2) des Obergurtes hin geknickt
ausgebildet sind.
7. Gitterträger nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Bügel (3) Teile zweier parallel
verlaufender Drahtschiangen sind.
8. Gitterträger nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die Bügel (3) die Längsstäbe (1,2) in der Höhe überragen und die Schlaufen
(5) im Abstand von den Längsstäben (1,2) ausgebogen sind.
9. Gitterträger nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß die Scheitelbereiche der Bügel (3) aus der Bügelebene nach ciußen gebogene
Paare von Schlaufen (5) aufweisen.
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