DE9305760U1 - Auslösesicherung an einem Eintreibgerät für Befestigungsmittel - Google Patents
Auslösesicherung an einem Eintreibgerät für BefestigungsmittelInfo
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Description
Auslösesicherunq an einem Eintreibqerät
für Befestigungsmittel
Gegenstand der Erfindung ist eine Auslösesicherung an einem mit Druckluft betriebenen Gerät zum Eintreiben von
Befestigungsmitteln nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
Die Erfindung bezieht sich auf Eintreibgeräte, die ein Befestigungsmittel
schlagartig in ein Werkstück eintreiben. Der Schlagimpuls wird von einem Kolben bewirkt, der durch
plötzliches Beaufschlagen mit Druckluft einen Arbeitshub ausführt. Dabei werden hohe Schlagenergien wirksam, die
ein Befestigungsmittel über weite Strecken fortschleudern, wenn das Gerät nicht mit einem Mündungswerkzeug auf dem
Patentanwälte ■ European Patent Attorneys ■ Zugelassene Vertreter beim Europäischen Patentamt
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Dresdner Bank AG Hambure. Nr. 933 60 35 (BLZ 200 800 00)
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Werkstück aufgesetzt ist. Eine Gefährdung von Personen durch frei herumfliegende Befestigungsmittel wird durch
Auslösesicherungen vermieden, die heute bei Eintreibgeräten vorgeschrieben sind. Diese haben an der Austrittsöffnung
des Mündungswerkzeuges einen Tastkopf, der beim Aufsetzen des Eintreibgerätes auf ein Werkstück betätigt
wird. Erst bei betätigtem Tastkopf ist ein Auslösen eines Eintreibvorgangs durch Betätigen eines Fingerauslösers
möglich.
Aus der DE-AS 26 01 836 ist eine Auslösesicherung an einem Eintreibgerät bekannt, bei der die Steuerventilanordnung
für die Kolbenbewegung eine Ventilstange hat, deren Betätigung einen Arbeitshub und deren Entlastung einen Rückhub
des Arbeitskolbens auslöst. Einem Ende der Ventilstange ist ein Auslöser für Fingerbetätigung zugeordnet, der einen
schwenkbar an einem Gerätegehäuse gelagerten Ventilhebel aufweist. Am freien Ende des Ventilhebels ist ein
Schalthebel schwenkbar gelagert, der unterhalb der Schwenklagerung des Ventilhebels ein freies Schalthebelende hat.
Das freie Schalthebelende liegt bei vertikal ausgerichtetem Gerät auf einer Auflagefläche eines Tastschiebers auf,
der mit dem Tastkopf verbunden ist. Ist der Tastkopf durch Aufsetzen auf einem Werkstück betätigt, so ist der Tastschieber
mit dem aufliegenden Schwenkhebelende zur Schwenk-
lagerung des Ventilhebels hin verschoben. Bei einer anschließenden
Auslöserbetätigung durch Schwenken des Ventilhebels trifft der Schalthebel auf die Ventilstange auf
und verschiebt diese um ihren Betätigungshub. Hierdurch wird der Eintreibvorgang ausgelöst. Sitzt jedoch das Mündungswerkzeug
mit dem Tastkopf nicht auf einem Werkstück auf, so ist der Tastschieber infolge Schwerkrafteinwirkung
in eine untere Position verschoben. Der darauf abgestützte Schwenkhebel läßt sich durch Verschwenken des Ventilhebels
nicht in Berührung mit der Ventilstange bringen. Ohne Betätigung des Tastkopfes kann also bei diesem Gerät kein
Eintreibvorgang ausgelöst werden.
In der Praxis hat das bekannte Eintreibgerät den Nachteil, daß der Eintreibvorgang auch durch Aufsetzen des Tastkopfes
auf ein Werkstück ausgelöst werden kann, wenn zugleich der Schwenkhebel betätigt ist (sog. "Touchen"). Bei der
Anwendung wird deshalb vielfach der Auslöser dauerhaft betätigt und der Eintreibvorgang ausschließlich durch Aufsetzen
auf das Werkstück kontrolliert. Dies kann zu gefährlichen Fehlauslösungen führen, wenn der Tastkopf durch
unbeabsichtigte Berührung bzw. Beschleunigung betätigt wird und hierdurch einen Schußvorgang auslöst. Nach neueren
Vorschriften ist diese einfache Auslösesicherung nicht mehr in allen Anwendungsfällen zulässig.
Bei einer weiterentwickelten Auslösesicherung liegt der Schalthebel nur mit einem kurzen Endbereich auf der Auflagefläche
des Tastschiebers auf. Der Schalthebel ist über eine Druckfeder an der Ventilstange abgestützt und der
Tastschieber wird von einem Pneumatikkolben mit Federunterstützung in unbetätigtem Zustand in einer unteren Position
gehalten. Bei Betätigung des Tastkopfes wird der Tastschieber mit dem Schalthebelende entgegen der Wirkung
des Pneumatikkolbens angehoben. Ein anschließendes Betätigen des Ventilhebels führt zu einer Betätigung der Ventilstange
durch den Schalthebel und löst den Eintreibvorgang aus. Wird jedoch der Ventilhebel bei unbetätigtem Tastkopf
geschwenkt, rutscht das freie Ende des Schalthebels von der Auflagefläche ab neben den Tastschieber. Dort bleibt
das Ende auf einer gehäusefesten Fläche liegen, ohne bei einem Verschwenken des Ventilhebels angehoben zu werden.
Infolgedessen gelangt der Schalthebel nicht in Berührung mit der Ventilstange und kann keinen Eintreibvorgang auslösen.
Eine Auslösung ohne vorherige Betätigung der Tasteinrichtung ist also nicht möglich. Der Anwender kann den
Einschußvorgang nicht bei dauerhaft betätigtem Auslöser durch bloßes Aufsetzen des Mündungswerkzeuges steuern. Bei
diesem Eintreibgerät treten jedoch häufig Fehlfunktionen auf. Nach einem Eintreibvorgang kann häufig keine weitere
Auslösung durch bloße Auslöserbetätigung bewirkt werden.
Gleiches gilt, wenn das Gerät bei betätigtem Auslöser vom
Werkstück abgezogen wird. Dann muß das Gerät vom Werkstück abgehoben, der Auslöser losgelassen und erneut betätigt
werden, um ein weiteres Befestigungsmittel abzugeben.
Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Auslösesicherung an einem Eintreibgerät
für Befestigungsmittel zu schaffen, bei der jeder Eintreibvorgang eine Auslöserbetätigung erfordert, wobei
außer der Auslöserbetätigung keine Auslösevorbereitungen erforderlich sind.
Die Lösung der Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen enthalten.
Der Erfindung liegen folgende Erkenntnisse über die Rückstoßeffekte
beim Eintreibvorgang zugrunde: Bedingt durch den hohen Eintreibimpuls kann das Eintreibgerät kurzfristig
vom Werkstück abheben, wobei die Rückstelleinrichtung die Tasteinrichtung in ihre Ausgangsposition zurückbewegt.
Dabei ist der Auslöser betätigt, weil der Rückschlag Sekundenbruchteile nach dem Auslösen des Eintreibvorganges
erfolgt. Während der Rückbewegung des Tastschiebers kann jedoch der federbelastete Schalthebel von der
Auflagefläche neben den Schieber rutschen. Beim Wiederaufsetzen
des Gerätes bewegt sich der Schieber seitlich an dem freien Schalthebelende vorbei, so daß dieses auf der
gehäusefesten Fläche liegen bleibt. Wird nun das Eintreibgerät ohne Absetzen des Mündungswerkzeuges an eine neue
Eintreibstelle verschoben, so kann der Eintreibvorgang nicht durch bloßes Betätigen des Auslösers bewirkt werden.
Das freie Schalthebelende behält nämlich seine unterste Position bei, die keine Ventilstangenbetätigung beim Verschwenken
des Ventilhebels erlaubt. Ein weiterer Eintreibvorgang setzt das Abheben des Gerätes vom Werkstück und
die damit verbundene Verschiebung des Tastschiebers in die untere Position voraus. Ferner muß der Benutzer den Ventilhebel
loslassen, so daß das freie Schalthebelende auf die Auflagefläche des Tastschiebers zurückkehrt. Dann ist
das Mündungswerkzeug aufzusetzen, wodurch das freie Schalthebelende wieder in seine angehobene Position gelangt.
Schließlich kann der Einschuß durch Auslöserbetätigung bewirkt werden.
Demnach kommt es darauf an, während des Abhebens des Mündungswerkzeuges
vom Werkstück infolge des Rückstoßes eine Rückbewegung der Tasteinrichtung nach unten zu verhindern.
Generell ist zu verhindern, daß die Tasteinrichtung in ihre Ausgangslage zurückkehrt, wenn das Eintreibgerät bei
betätigter Ventilstange vom Werkstück abgehoben wird, was auch vom Benutzer willkürlich vorgenommen werden kann.
Deshalb ist nach der Erfindung der Tasteinrichtung eine Verriegelungseinrichtung zugeordnet, welche die Tasteinrichtung
bei Betätigung der Ventilstange in Betätigungsposition verriegelt und die Tasteinrichtung bei Freigabe der
Ventilstange wieder entriegelt. Hat also die Auslöserbetätigung zu einem Eintreibvorgang geführt, wird die Tasteinrichtung
in ihrer Betätigungsposition festgehalten, bis der Auslöser in Vorbereitung eines neuen Eintreibvorganges
wieder freigegeben wird. Hierdurch ist gewährleistet, daß das freie Schalthebelende auf der Auflagefläche des Tastschiebers
liegen bleibt. Zugleich ist sichergestellt, daß die Auslösung eines weiteren Schusses nur bei Betätigung
der Tasteinrichtung möglich ist.
Die Verriegelungseinrichtung kann einen mit dem Tastschieber gekoppelten Verriegelungskolben in einem Verriegelungszylinder haben, wobei eine Steuerleitung den Verriegelungskolben für eine Verriegelung in Betätigungsrichtung des
Tastschiebers mit Arbeitsdruck belastet und bei Entriegelung belüftet. Dafür kann die Steuerleitung mit der KoI-benrückholkammer
verbunden sein, die während des Arbeitshubes des Kolbens Arbeitsdruck annimmt und nach dem Kolbenrückhub
belüftet wird. Der Strömungswiderstand der
Steuerleitung wird so eingestellt, daß der Verriegelungskolben rechtzeitig mit einem ausreichenden Arbeitsdruck
beaufschlagt ist, bevor der Rückstoß eine Rückbewegung der Tasteinrichtung in ihre Ausgangsposition ermöglicht.
Für eine rechtzeitige Ansteuerung des Verriegelungskolbens kann die Steuerleitung über eine dritte Öffnung im Abstand
zum unteren Totpunkt mit dem Arbeitszylinder verbunden sein. Eine weitere Variante sieht vor, die Steuerleitung
mit einem Hilfsventil an der Ventilstange zu verbinden, wodurch die Verriegelung enger an die Ventilstangenbetätigung
gekoppelt wird.
Für eine Rückstellung der Tasteinrichtung in Ausgangsposition ist bevorzugt eine Druckfeder vorgesehen, die entgegen
Betätigungsrichtung des Tastschiebers auf den Verriegelungskolben einwirkt.
Der Tastschieber kann eine im Querschnitt C-förmige Aufnahme haben, deren untere Begrenzung die Auflagefläche für
das freie Schalthebelende bildet und deren obere Begrenzung mit dem Verriegelungskolben verbunden ist. Die solchermaßen
ausgestaltete Aufnahme kann auch das Schwenklager des Ventilhebels aufnehmen. Bevorzugt ist neben dem
Tastschieber eine unverschiebliche Stützfläche für das
freie Schalthebelende angeordnet, die vor Betätigung der Tasteinrichtung mit der Auflagefläche fluchtet. Wenn das
freie Schalthebelende von der Auflagefläche abrutscht,
wird es von der Stützfläche auf einer Höhe gehalten, in der es nach Loslassen des Auslösers und unbetätigter Tasteinrichtung
ohne weiteres auf die Auflagefläche zurückgelangen kann.
Schließlich sieht eine praktische Ausgestaltung vor, daß zwischen Schalthebel und Ventilstange eine Druckfeder angeordnet
ist, die den Schalthebel stets in einer definierten Position hält. Die Druckfedern von Verriegelungskolben
und Schalthebel bewirken gemeinsam, daß das Eintreibgerät in beliebiger Ausrichtung zur Vertikalen eingesetzt werden
kann.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen
Zeichnungen, die bevorzugte Ausgestaltungen zeigen. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 ein Eintreibgerät für Klammern, Nägel oder dergleichen mit Verriegelungsluft aus der Kolbenrückholkammer
im Ruhezustand und im Längsschnitt durch den Vorderbereich;
.../10
Fig. 2 dasselbe Gerät während des Arbeitshubes des Arbeitskolbens in derselben Schnittdarstellung;
Fig. 3 ein Eintreibgerät mit Verriegelungsluft aus einer dritten Öffnung des Arbeitszylinders im Ruhezustand
und im Längsschnitt durch den Vorderbereich;
Fig. 4 dasselbe Gerät während des Arbeitshubes des Arbeitskolbens in demselben Schnitt;
Fig. 5 Eintreibgerät mit Verriegelungsluft aus einem Hilfsventil an der Ventilstange im Ruhezustand und in
einem Längsschnitt durch den Vorderbereich;
Fig. 6 Tasteinrichtung und Auslöser desselben Gerätes in
vergrößertem Teilschnitt;
vergrößertem Teilschnitt;
Fig. 7 dasselbe Gerät während des Arbeitshubes des Arbeitskolbens in einem Längsschnitt durch den Vorderbereich;
Fig. 8 Tasteinrichtung und Auslöser gemäß Fig. 7 in vergrößertem Teilschnitt.
Bei der nachfolgenden Beschreibung verschiedener Ausfüh-
. . ./11
rungsformen sind übereinstimmende Geräteteile mit identischen Bezugsziffern versehen. Insoweit hat die Beschreibung
für sämtliche Ausführungsformen Gültigkeit.
Sämtliche Eintreibgeräte haben ein Gehäuse 1 mit einem Gehäusegriff
2 und einem Gehäusekopf 3 am vorderen Ende. Unten am Arbeitskopf ist jeweils ein Mündungswerkzeug 4 befestigt.
Dem Mündungswerkzeug 4 werden Befestigungsmittel von einem Magazin 5 zugeführt. Außerdem ist eine Tasteinrichtung
6 vorgesehen, die mit einem Tastkopf 7 das untere Ende des Mündungswerkzeuges 4 überragt. Schließlich ist
ein schwenkbarer Auslöser 8 für Fingerbetätigung vorhanden.
Im Gehäusegriff 2 ist ein Druckluftvorratsraum 9 vorhanden, der sich in einen oberen Teil des Gehäusekopfes 3 erstreckt
und an den eine Druckluftquelle anschließbar ist. Im Gehäusekopf 3 befindet sich ein Arbeitszylinder 10, in
dem ein Arbeitskolben 11 angeordnet ist. Der Arbeitskolben 11 ist an seinem unteren Ende mit einem Eintreibstößel 12
verbunden, der in einem Eintreibkanal 13 des Mündungswerkzeuges 4 geführt ist. Das Magazin 5 führt - durch eine
nicht gezeigte Öffnung - jeweils ein Befestigungsmittel dem Eintreibkanal 13 zu. Aus seinem oberen Totpunkt ist
der Kolben 11 bis zu einem elastischen Bremsring 14 im un-
.../12
teren Totpunkt bewegbar, wobei er ein Befestigungsmittel in eine Unterlage eintreibt. Dafür hat der Eintreibkanal
13 am unteren Ende des Mündungswerkzeuges 4 eine Austrittsöffnung 15.
Für die schlagartige Bewegung des Kolbens 11 vom oberen zum unteren Totpunkt und für dessen Rückbewegung vom unteren
zum oberen Totpunkt ist eine Steuerventilanordnung 16 vorgesehen. Diese hat im wesentlichen eine Ventilstange 17
und eine Ventilanordnung 18, die oberhalb des Arbeitszylinders 10 angeordnet ist. Die Steuerventilanordnung 16
hat die Funktion, bei Betätigung der Ventilstange durch axiales Verschieben nach oben den Druckluftvorratsraum 9
mit dem Arbeitszylinder 10 oberhalb des Arbeitskolbens 11 zu verbinden, um diesen vom oberen Totpunkt in den unteren
Totpunkt zu treiben. Außerdem hat die Steuerventilanordnung 16 die Funktion, bei Rückbewegung der Ventilstange 17
nach unten bis zur Anlage ihres Bundes 19 an einem Anschlag den Arbeitszylinder 10 oberhalb des Arbeitskolbens
11 mit Atmosphäre zu verbinden, so daß unterhalb des Arbeitskolbens befindliche Luft aus einer Kolbenrückholkammer
20 den Arbeitskolben vom unteren in den oberen Totpunkt zurücktreibt. Die DE-AS 26 01 836 beschreibt eine
Steuerventilanordnung, die diese Funktionen aufweist und für die Verwirklichung der Erfindung geeignet ist. Die
.../13
Steuerventilanordnung gemäß Zeichnung gehört ebenfalls zum Stande der Technik und wird deshalb nachfolgend nur hinsichtlich
ihrer wichtigsten Merkmale erläutert.
Die Ventilstange 17 hat eine Rückstellfeder 21, die diese nach Entlastung in ihre Ausgangsstellung zurückbewegt. Unten
ist die Ventilstange 17 durch eine Abdichtbuchse 22 des Gehäuses geführt. Oben bildet sie mit einer Buchse 23
ein Hilfsventil 24. Bei unbetätigter Ventilstange (Fig. 1, 3, 5) verbindet das Hilfsventil den Druckluftvorratsraum 9
mit einem Steuerraum 25 oberhalb des Arbeitszylinders 10. Bei betätigter Ventilstange 17 (Fig. 2, 4, 7) verbindet
das Hilfsventil 24 den Steuerraum 25 über einen Abluftraum 2 6 und ein Filter 2 7 mit Atmosphäre.
Der Steuerraum 25 ist unten von einem Steuerkolben 28 und oben von einer Gehäusewand 29 begrenzt. Die Gehäusewand 29
hat eine abdichtende Durchführung für einen rohrförmigen Ansatz 30 des Steuerkolbens 19. Außerdem ist eine Schraubenfeder
31 zwischen oberer Gehäusewand 29 und Steuerkolben 28 abgestützt. Schließlich ist in einer Aufnahme eines
Gehäusedeckels 32 ein hülsenförmiges Ventilsitzelement 33 abdichtend geführt.
Vor Betätigung der Ventilstange 17 bewirkt der durch das
.../14
Hilfsventil 24 auf die Oberseite des Steuerkolbens 28 ausgeübte Arbeitsdruck zusammen mit einer etwaigen Vorspannung
der Schraubenfeder 31, daß der Ventilkolben entgegen einem auf seinen äußeren Randumfang von unten wirkenden
Arbeitsdruck mit seinem unteren Rand abdichtend gegen den Oberrand des Arbeitszylinders 10 gedrückt wird (Fig. 1, 3
und 5). Bei Betätigung der Ventilstange 17 wird hingegen die Oberseite des Steuerkolbens 28 belüftet, so daß er von
dem unterseitig wirkenden Arbeitsdruck in eine obere Position bewegt wird, in der er dichtend an der oberen Gehäusewand
29 und mit seinem Ansatz 30 dichtend am Ventilsitzelement 33 anliegt. Dann ist der Raum des Arbeitszylinders
oberhalb des Kolbens 11 nicht mehr über den Abluftraum 2 6 mit Atmosphäre verbunden, so daß Druckluft aus dem Druckluftvorratsraum
9 den Kolben zum Bremsring 14 hintreibt (Fig. 2, 4, 7).
Bei der Bewegung des Arbeitskolbens 11 zum unteren Totpunkt wird die Kolbenrückholkammer 20 über eine zweite
Öffnung 34 des Arbeitszylinders 10 in einem Abstand vom unteren Totpunkt mit Druckluft gefüllt. Über eine erste
Öffnung 35 nahe dem unteren Totpunkt steht der Kolbenrückholraum 20 mit der unteren Seite des Arbeitskolbens 11 in
Verbindung.
.../15
Die Luft im Kolbenrückholraum 2 0 vermag dem Arbeitskolben
11 erst von seiner unteren in die obere Totpunktlage zurückzutreiben,
wenn der Arbeitszylinder 10 oben wieder vom Druckluftvorratsraum 9 getrennt und belüftet wird. Hierzu
ist die Ventilstange 17 zu entlasten, so daß sie in ihre Ausgangsposition mit dem Bund 19 im Anschlag an der Durchführung
22 zurückkehrt. Dann ist der Druckluftvorratsraum 9 über das Hilfsventil 24 an die Oberseite des Steuerkolbens
28 gelegt. Zusammen mit der Kraft der zusammengedrückten Schraubenfeder 31 bewirkt der oberseitige Druck
entgegen des unterseitig wirkenden Arbeitsdruckes eine Rückstellung des Arbeitskolbens 28 in die Ausgangslage
(Fig. 1, 3, 5). Dabei folgt das Ventilsitzelement 33 der Bewegung des rohrförmigen Ansatzes 30, bis es von einem
oberen Rand der oberen Gehäusewand 2 9 zurückgehalten wird. Hierdurch werden Druckluftverluste aufgrund einer Abströmung
durch den Ansatz 30 und Abluftraum 26 verhindert. Liegt jedoch der Steuerkolben 28 abdichtend auf der Oberkante
des Arbeitszylinders 10 auf, kann Restluft durch Ansatz 30 und den Abluftraum 2 6 entweichen, wobei das Ventilsitzelement
33 in seine obere Ausgangslage zurückkehrt.
Ferner ist allen gezeichneten Varianten gemeinsam, daß die Tasteinrichtung 6 vom Tastkopf 7 ausgehend einen Bügel 36
aufweist, der zu einem Tastschieber 37 geführt ist. Der
.../16
Tastschieber 37 hat einen Längsschlitz 38, der auf einem gehäusefesten Bolzen 39 geführt ist. Oben hat der Tastschieber
37 eine C-förmige Aufnahme 40, deren untere Begrenzung eine Auflagefläche 41 bildet. Eine obere Begrenzung
42 der Aufnahme 40 ist fest mit einem Schaft 43 eines Verriegelungskolbens 44 verbunden. Der Kolbenschaft 43 ist
durch eine Gehäuseabdichtung 45 geführt. Der Verriegelungskolben 44 ist abdichtend in einem Verriegelungszylinder
46 geführt. Im Verriegelungszylinder 46 ist der Kolben 44 über eine Schraubenfeder 47 abgestützt. Der Verriegelungszylinder
46 weist eine Entlüftungsbohrung 48 auf. Auf der anderen Kolbenseite mündet eine Steuerleitung 49 im
Verriegelungszylinder 46.
Der Auslöser 8 hat einen Ventilhebel 50, der in der Aufnahme 40 des Tastschiebers 37 eine Schwenklagerung 51 aufweist.
Nahe dem freien Ende des Ventilhebels 50 ist in diesem ein Schalthebel 52 gelagert. Der Schalthebel 52 erstreckt
sich in entgegengesetzter Richtung zum Ventilhebel 50 und hat ein kurzes, abgekröpftes freies Schalthebelende
53. In allen Zeichnungen liegt das freie Schalthebelende 53 auf der Auflagefläche 41 des Tastschiebers 37 auf.
Neben dem Tastschieber 37 ist eine Stützfläche 54 in Form eines oben horizontal abgewinkelten Bleches angeordnet.
.../17
Die Stützfläche 54 fluchtet bei unbetätigter Tasteinrichtung 7 mit der Auflagefläche 41.
Zwischen dem Schalthebel 52 und dem unteren Ende der Ventilstange 17 ist eine Schraubenfeder 55 abgestützt.
Die Steuerleitung 49 ist bei der Variante der Fig. 1 und 2 mit der Kolbenrückholkammer 20 direkt verbunden. Bei der
Variante gemäß den Fig. 3 und 4 ist die Steuerleitung 49 zu einer dritten Bohrung 56 des Arbeitszylinders 10 geführt,
die weiter als die Bohrung 34 vom Bremsring 14 beabstandet ist.
Bei der Version gemäß Fig. 5 bis 8 ist die Steuerleitung 49 zu einem weiteren Hilfsventil 57 geführt, das am unteren
Ende der Ventilstange 17 angeordnet ist.
Gemäß Fig. 6 hat das Hilfsventil 57 eine Buchse 58, wobei zwischen Buchse und Gehäuse 1 ein Ringkanal 59 ausgebildet
ist, in den die Steuerleitung 49 mündet. Der Ringkanal 59 ist über Bohrungen 60 mit einem Ringspalt 61 verbunden,
der zwischen einem verjüngten Abschnitt der Ventilstange 17 und der Buchse 58 ausgebildet ist. Auf dem Ventilstangenabschnitt
sitzen O-Ringe 62, 63, von denen jeweils einer mit einer zugeordneten Dichtfläche der Buchse 58 in
.../18
Abdichtung gelangt. Außen ist die Buchse 58 über weitere O-Ringe 64, 65 beidseits des Ringkanals 59 gegenüber dem
Gehäuse 1 abgedichtet.
Bei unbetätigter Ventilstange 17 ist somit die Steuerleitung 49 über das Hilfsventil 57 mit der Atmosphäre verbunden.
Bei Betätigung wird die Ventilstange 17 nach oben verschoben, wodurch die Steuerleitung 49 mit dem Druckluftspeicherraum
9 verbunden wird.
Bei allen gezeichneten Gerätevarianten ist durch Betätigen des Ventilhebels 50 kein Eintreibvorgang auslösbar, wenn
die Tasteinrichtung 6 mit ihrem Tastkopf 7 nicht auf ein Werkstück aufgesetzt ist. Wird der Tastkopf 7 nämlich
nicht nach oben bewegt, verbleibt der Tastschieber 37 in seiner untersten Position gemäß Fig. 1, 3 und 5, so daß
der Schalthebel 52 beim Schwenken des Ventilhebels 50 nach oben mit seinem freien Schalthebelende 53 von der Auflagefläche
41 auf die Stützfläche 54 rutscht. Der Schwenkweg des Ventilhebels 50 reicht dann nicht aus, den Schalthebel
52 von unten gegen die Ventilstange 17 zu drücken und diese zu betätigen.
Wird jedoch zunächst das Mündungswerkzeug 4 auf ein Werkstück aufgesetzt, wobei der Tastkopf 7 in Höhe der Aus-
.../19
trittsöffnung 5 verschoben wird, so wird auch das freie Schalthebelende 53 ein Stück nach oben bewegt. Voraussetzung
dafür ist, daß der Schalthebel 52 bei Beginn der Betätigung der Tasteinrichtung 6 auf der Auflagefläche 41
aufliegt. Bei einer anschließenden Betätigung des Auslösers 8 wird der Schalthebel 52 gegen das untere Ende der
Ventilstange 17 gezwungen, wodurch der oben beschriebene Arbeitshub des Arbeitskolbens 11 ausgelöst wird. Dabei
wird der Verriegelungskolben 44 durch die jeweiligen Steuerleitungen 49 so belastet, daß der Tastschieber in seiner
oberen Position gehalten wird. Gemäß Fig. 2 wird dies über den Druck in der Kolbenrückholkairaner 20 erreicht, der sich
während des Kolbenhubes aufbaut. Gemäß Fig. 4 wird die Verriegelung etwas früher vom Druck im Arbeitszylinder 10
bewirkt. Gemäß Fig. 7 und 8 bringt das zweite Hilfsventil 57 in direkter Folge der Betätigung der Ventilstange 17
den Aufbau des Druckes auf den Verriegelungskolben 44 zustande.
Solange nach Verriegelung der Tasteinrichtung 6 der Auslöser 8 betätigt bleibt, bleibt die Verriegelung bestehen.
Erst nach Loslassen des Auslösers 8 kehrt die Ventilstange 17 aufgrund der Rückstellfeder 21 in ihre Ausgangslage zurück
und der Kolben 11 strebt in der oben beschriebenen Weise seinem oberen Totpunkt zu. Dann fällt der Druck in
.../20
der Rückholkammer 20 bzw. in dem Arbeitszylinder 10 unterhalb
des Kolbens 11 ab und wird das zweite Hilfsventil 57 wieder mit Atmosphäre verbunden. Infolgedessen fällt der
Druck unterhalb des Verriegelungskolbens 44 auf Atmosphärenniveau und die Verriegelung der Tasteinrichtung 6 wird
aufgehoben. Dann wird diese von der Schraubenfeder 47 in ihre Ausgangsposition zurückgezwungen.
Bei einem rückstoßbedingten Emporschnellen während des Eintreibvorgangs verhindert die Verriegelung der Tasteinrichtung
6, daß der Schalthebel 52 von der Auflagefläche 41 rutscht und bei einer anschließenden Betätigung des
Auslösers 8 die Ventilstange 17 nicht auslöst. Ebenso wird erfindungsgemäß erreicht, daß ein Abheben des Gerätes von
einem Werkstück bei betätigtem Auslöser 8 einer weiteren Einzelauslösung nach anschließendem Wiederaufsetzen nicht
entgegensteht.
.../21
Claims (10)
1. Auslösesicherung an einem mit Druckluft betriebenen Gerät zum Eintreiben von Befestigungsmitteln, mit einem
Arbeitszylinder (10), in dem ein Arbeitskolben (11) zwischen einem oberen und einem unteren Totpunkt beweglich
ist, einem am Arbeitskolben befestigten Eintreibstößel (12), einer Steuerventilanordnung (18), die bei
Betätigung einer Ventilstange (17) einen Arbeitshubraum oberhalb des Arbeitskolbens für Kolbenbewegung zum unteren
Totpunkt mit Druckluft und bei Entlastung der Ventilstange für Kolbenbewegung zum oberen Totpunkt mit
Atmosphäre verbindet, einer den Arbeitszylinder umgebenden Kolbenrückholkairaner (20), die über eine erste
Öffnung (35) nahe dem unteren Totpunkt und eine zweite Öffnung (34) im Abstand zum unteren Totpunkt mit dem
Arbeitszylinder verbunden ist, einem Mündungswerkzeug (4) mit einem den Eintreibstößel führenden Eintreibkanal
(13), mit einer in den Bewegungsbereich des Eintreibstößels mündenden Öffnung zu einem Magazin (5) für
Befestigungsmittel, einer Tasteinrichtung (6) mit einem unterhalb der Abgabeöffnung (15) des Mündungswerkzeuges
erstreckten und in Aufsetzrichtung verschieblichen Tastkopf (7) und einem damit gekoppelten Tastschieber
(37) mit einer Auflagefläche (41) quer zu seiner Ver-
. . ./22
Schieberichtung, einem Auslöser (8) zum Verschieben der Ventilstange (17) mit einem schwenkbaren Ventilhebel
(50) und einem daran der Ventilstange zugewandt befestigten Schalthebel (52), der nahe dem freien Ventilhebelende
schwenkbar gelagert ist und nahe dem schwenkgelagerten Ventilhebelende ein freies Schalthebelende
(53) hat, wobei das freie Schalthebelende vor Betätigen der Tasteinrichtung (6) durch Verschieben des Tastkopfes
(7) beim Aufsetzen auf ein Werkstück und vor Betätigen des Auslösers (8) durch Schwenken des Ventilshebels
(50) zur Ventilstange (17) hin von der Auflagefläche (41) unterstützt ist, bei Betätigung der Tasteinrichtung
(6) und anschließender Betätigung des Auslösers (8) von der Auflagefläche unterstützt bleibt, so
daß der Schalthebel (52) die Ventilstange (17) betätigt, und bei Betätigung des Auslösers (8) ohne Betätigung
der Tasteinrichtung (6) von der Auflagefläche (41) abrutscht, ohne daß der Schalthebel (52) die Ventilstange
(17) verschiebt, dadurch gekennzeichnet, daß der Tasteinrichtung (6) eine Verriegelungseinrichtung (44,
46) zugeordnet ist, welche die Tasteinrichtung bei Betätigung der Ventilstange (17) in Betätigungsposition
verriegelt und die Tasteinrichtung bei Freigabe der Ventilstange entriegelt.
. . ./23
2. Auslösesicherung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Tastschieber (37) mit einem verschieblichen Verriegelungskolben (44) in einem Verriegelungszylinder
(46) gekoppelt ist und eine Steuerleitung (49) den Verriegelungskolben bei Verriegelung in Betätigungsrichtung
des Tastschiebers (37) mit Arbeitsdruck belastet und bei Entriegelung belüftet.
3. Auslösesicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleitung (49) mit der Kolbenrückholkammer
(20) verbunden ist.
4. Auslösesicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleitung (49) über eine dritte Öffnung
(56) im weiteren Abstand als die zweite Öffnung (34) vom unteren Totpunkt mit dem Arbeitszylinder (10)
verbunden ist.
5. Auslösesicherung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerleitung (49) mit einem Hilfsventil
(57) an der Ventilstange (17) verbunden ist.
6. Auslösesicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Druckfeder (47) entgegen
Betätigungsrichtung des Tastschiebers (37) auf den Ver-
.../24
- 24 riegelungskolben (44) einwirkt.
7. Auslösesicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Tastschieber (37) oben
eine im Querschnitt C-förmige Aufnahme (40) hat, deren untere Begrenzung die Auflagefläche (41) für das freie
Schalthebelende (53) bildet und deren obere Begrenzung (42) mit dem Verriegelungskolben (44) verbunden ist.
8. Auslösesicherung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahme (40) das Schwenklager (51) des
Ventilhebels (50) aufnimmt.
9. Auslösesicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Tastschieber (37)
eine unverschiebliche Stützfläche (54) für das freie Schalthebelende (53) angeordnet ist, die vor Betätigung
der Tasteinrichtung (6) mit der Auflagefläche (41) fluchtet.
10. Auslösesicherung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Schalthebel (52)
und Ventilstange (17) eine Druckfeder (55) angeordnet ist.
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