DE9300676U1 - Mikrosonde und Sondengerät - Google Patents
Mikrosonde und SondengerätInfo
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Description
Prof. Dr. Reinhard Eckhorn, W-3575 Kirchhain
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Mikrosonde gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 und auf ein Sondengerät
gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 13.
In der Medizin, in der biologischen Forschung und in der Biophysik
braucht man für viele Anwendungen, bei denen ein Körper oder eine Struktur punktuell abgetastet oder beeinflußt
werden sollen, dünne Sonden in Form von Elektroden, Pipetten o.dgl. Bei größerem Durchmesser sind sie genügend stabil und
halten einer Eindruck-Gegenkraft stand; allerdings benötigen sie relativ viel Eindringraum, so daß unerwünschte und eventuell
schmerzhafte Verletzungen auftreten können. Dünnere Sonden knicken jedoch leicht ab und müssen deshalb radial,
z.B. in einem Rohr, stützend geführt werden. Das wiederum bedingt einen recht aufwendigen Antriebs- und Kupplungsmechanismus,
um die Sonde in Schritten vorzuschieben, die jeweils kleiner als die sog. Knicklänge sein müssen. Wiederholte
Kupplungsvorgänge erzeugen aber unerwünschte Erschütterungen der Sonde, deren Rutschen in der Kupplung außerdem additive
Fehler bewirkt.
Es besteht daher Bedarf an längeren Sonden mit dünnem Schaft,
der gegen Abknicken zuverlässig geschützt ist. In diesem Zusammenhang sind mit "lang" und "dünn" Abmessungen gemeint,
die zueinander im Verhältnis von wenigstens 10 : 1 stehen. Unter Sonden werden hier Mikroelektroden, Chemo- und Elektrosensoren,
Kanülen, Pipetten, Kapillaren, Nadeln usw. verstanden, die in eine plastisch-elastische Struktur und insbesondere
in Nerven- oder Muskelgewebe eingebracht werden sollen.
Ein wichtiges Ziel der Erfindung ist es, mit wirtschaftlichen
Mitteln verbesserte Sonden und Sondengeräte zu schaffen, die einerseits sehr schlank und andererseits so stabil sind, daß
sie in die betreffenden Strukturen über Längen bzw. Tiefen eingeführt werden können, welche die Sonden-Knicklänge bei
weitem überschreiten. Neuartige, möglichst wirtschaftliche
Führungsmittel sollen ein Abknicken sicher verhindern.
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den Merkmalen der kennzeichnenden
Teile der Ansprüche 1 und 13. Weiterbildungen sind Gegenstand der Ansprüche 2 bis 12 sowie 14 bis 16.
Als Haupt-Führungsmittel bedient sich die Erfindung eines gestreckten elastischen Schlauchs für die bzw. jede Sonde. Er
wird am einen (äußeren) Ende mit einer Schelle festgelegt, die bevorzugt aus rostfreiem Stahl besteht, ein Führungsrohr
übergreift und auf einem Träger für die Anbringvorrichtung montiert ist. Das Führungsrohr führt die Sonde in die gewünschten
Einbring-Richtung. Am anderen (inneren) Ende, wo das Führungsrohr und der &zgr; .&Bgr; aus Gummi bestehende Schlauch
mittels einer Klemme an einem Haltestift oder -draht festgelegt sind, ist ein Mikrostelltrieb, mit dem der Schlauch auf
eine genau bemeßbare Länge gestreckt wird. Die Sondenspitz^
wird durch gezielte Feinverschiebung des Mikrostellglied-Trägers,
d.h. durch gesteuerte Translationsbewegung, positioniert .
Der elastische Schlauch hält die Sonde knickfrei, weil die radial wirkenden Knickkräfte viel kleiner als die Gegenkräfte
des gestreckten Schlauches sind, wodurch sie die Knicklänge der Sonde typisch um das 10- bis 100-fache steigern. Durch
die gesteuerte Streckung wird die Sonde über fast ihre ganze Länge, jedenfalls über den gesamten Bereich des Verschiebeweges
rundum formschlüssig gefaßt, so daß die Schlauch-Innenwandung satt an der Sonden-Außenfläche anliegt. Selbst von
einem Spulenwickel gezogene Mikrodrähte werden daher knickfrei gerichtet. Gut geeignet sind handelsübliche hochelastische
Silikongummischläuche, wie sie unter anderem bei Schlauchpumpen benutzt werden.
Diese sichere Schlauchführung kann zugleich in Längsrichtung große Kräfte auf die Sondenspitze ausüben, was beim Einstechen
in zähfeste Strukturen sehr wünschenswert ist. Die Eintreibkraft ist von der Größenordnung der elastischen Längskraft
des Gummis. Auch bei Sonden, deren Herstellung schwieriger oder aufwendig ist, kann man die Eintreibkraft durch
Wahl der Schlauchlänge und -Streckung stets so bemessen, daß weder die Sondenspitze noch ihr Schaft durch den Widerstand
des betreffenden Körpers beschädigt wird.
Der Innendurchmesser des Führungsrohrs, beispielsweise einer Kapillare, ist vorzugsweise etwa 20% größer als der Sondendurchmesser,
denn in engeren Kapillaren können Verunreinigungen (Staubteilchen) die Gleitbewegung der Sonde stören
oder abblocken; Kapillaren zu großer lichter Weite würden unerwünschte Seitbewegungen der Sonde zulassen, wenn sie z.B.
nicht vom Gewebe seitlich gestützt wird. Um ihr gutes Gleiten zu gewährleisten und ein mechanisches Blockieren durch
irgendwelche Teilchen (z.B. kristallisierten Liquor oder ge-
ronnenes Blut) zu verhindern, füllt man zweckmäßig in den Spalt zwischen der Sonde und der Führungskapillare ein steriles
Schmiermittel wie Silikonöl, das außerdem Sondenschwingungen in der Kapillare dämpft und so "Mikrofon"-Potentiale
bei Hochimpedanz-Sonden verringert.
Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Erläuterung von Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung. Darin zeigen:
Fig. 1 eine Axialschnittansicht einer Mikrosonde mit Träger,
Fig. 2 eine Schnittansicht entsprechend der Linie II-II in
Fig. 1,
Fig. 3 eine Schnittansicht entsprechend der Linie III-III in
Fig. 1 und
Fig. 4 eine Schrägansicht eines Sondengeräts mit Träger und Antrieb.
Die in Fig. 1 dargestellte Mikrosonde ist allgemein mit 10 bezeichnet. Sie hat einen Träger oder Halter 12, auf dem eine
mit Schrauben 16 festgelegte Schelle 14 ein Führungsröhrchen in Form einer Stahlkapillare 18 unter Zwischenlage eines
Schlauch-Endes 32 haltert. Der Schlauch 30 bildet eine Führung für die eigentliche Sonde 20, deren äußeres Ende 22 das
äußere Schlauch-Ende 32 mit einer Spitze überragt. Der Innendurchmesser D der Stahlkapillare 18 ist etwa 1,2-mal so
groß wie der Außendurchmesser d der Sonde 20, die mit einem Gleit- und Isolier-Überzug 24 versehen ist.
In einem Längenbereich M, der den Hauptteil der Sonde 20 ausmacht, wird sie von einem Einspannteil 35 des Schlauchs 30
satt anliegend umschlossen. Dies geschieht durch Einspannung des Schlauchs 30, dessen inneres Ende 36 auf einem Halterohr
oder Klemmstück 38 sitzt und mit diesem von einem Klemmrohr
48 übergriffen ist. Letzteres legt auch einen Anschluß 28
fest, der mit dem inneren Ende 26 der Sonde 20 durch einen Crimpkontakt leitend verbunden ist. Fig. 2 zeigt diese Anordnung
im Schnitt.
Eine mit dem Klemmrohr 48 fest verbundene Innenbuchse 44 haltert einen Stift oder Draht 46, der zu einem (hier nicht
dargestellten) Mikrostelltrieb 42 führt. Dieser spannt den Schlauch 30, dessen Einspannteil 35 den Längenbereich M der
Sonde 20 rundum kraftübertragend packt. Dadurch ist die Sonde
20 in der Kapillare 18 relativ zu dem Halter 12 frei verschiebbar, wie auch die Schnittansicht in Fig. 3 zeigt. Das
äußere Schlauch-Ende 32 hat einen Wulst 34, der die Befestigung durch die Schelle 14 unterstützt.
Ein Sondengerät 50 mit einer Anzahl von Mikrosonden 10 ist in Fig. 4 dargestellt. Es hat einen Träger 52, der in einer
Parallelführung 72 eine Sondengruppe 54 haltert. Wiederum ist jede einzelne Sonde 20 von einem Führungsschlauch 30 umschlossen,
so daß eine Schlauchgruppe 56 gebildet ist, die an Klemmhaltern 60 festgelegt sind, welche zugleich Anschlüsse
58 zu der Sondengruppe 54 klemmen. Isolierte Drähte bzw. Seile 46 führen von den Klemmhaltern 60 zu Stellköpfen 62,
die als Walzen ausgebildet sein können und auf der Achse von Getriebemotoren 68 sitzen, die von einer Halterung 64 getragen
in einer Antriebseinheit 66 untergebracht sind. Neben dieser befinden sich Sonden-Anschlüsse 58. Die Schlauchgruppe
56 ist im unteren Bereich von einer Führungsbrücke 70 übergriffen, in welcher jeder Schlauch 30 einzeln mit seinem
Führungsröhrchen 18 eingeklemmt wird.
Im Beispiel der Fig. 4 hat das Gerät 50 sieben Mikrosonden 54; die Mikrostellköpfe 62 der Antriebseinheit 66 sind unter
elektronischer Steuerung jeweils von einem Gleichstrom-Getriebemotor 68 (typische Untersetzung 1 : 4000) unabhängig
voneinander antreibbar. Mit Polyfluortetraethylen (Teflon) beschichtetes Stahlseil von z.B. 200 pm Durchmesser ist auf
eine Walze von z.B. 3,5 mm Durchmesser aufgespult, die
antriebsverbunden auf der Achse des Getriebeantriebs sitzt. Die Motoren 68 haben jeweils einen (nicht gezeichneten)
Stellungssensor, der computerspeicherbare Signale liefert, beispielsweise 10 Impulse pro Walzen-Umdrehung, was einer
Umfangs-Auflösung von 0,1 pm entspricht.
Ein solches Führungssystem wurde unter anderem zum Einbringen von Mikroelektroden in das Gehirn chronisch präparierter
Katzen und Affen durch die intakte Dura hindurch benutzt. Bei einem Anwendungsbeispiel wurden in einem 7-Kanal-System
handelsübliche isolierte Drähte mit Außendurchmessern zwischen 50 und 100 um sowie zweierlei zugespitzte Quarzfaser-Sonden
eingesetzt, entweder solche mit Metallkern zur extrazellulären Registrierung elektrischer neuraler Signale oder
Pipetten zum Einspritzen bzw. zum elektrophoretischen Einbringen von Substanzen und zum Registrieren elektrischen
Signale.
Aufzeichnungen im Beobachtungs-Gehirnrindenbereich wurden abgeleitet
mit einem Sondengerät 50 mittels einer Gruppe 54 von Elektroden 20, welche durch die intakte Dura von Katzen und
Affen mit Eindringtiefen bis zu 20 mm eingebracht wurden. Mit mehreren Faser-Mikroelektroden 20 von z.B. 3 bis 7 MOhm
Impedanz bei 1 kHz ließen sich Aktionspotentiale von Einzelzellen stabil über lange Zeiten aufzeichnen, während eine
weitere Sonde 20 mit nur 1 bis 10 pm/s, also extrem langsam, in eine Stellung mit isolierter Einzelzellaktivität vorgeschoben
wurde.
Die geringe mechanische Beeinflussung der Abtaststellung
anderer Elektroden 20 durch eine bewegte Sonde 20 beruht auf dem guten Gleiten in der Gummischlauch-Führung 30, auf der
Schlankheit der Sonden 20 sowie auf deren reibungsmindernder Beschichtung 24. Infolgedessen bleiben Störsignale allgemein
vernachlässigbar, so daß mit ein und denselben Hochimpedanz-
Elektroden auch lokale langsame Hirnpotentiale (0...150 Hz) und Mehrfach-Aktivitäten während kontinuierlicher Elektrodenbewegungen
gemessen werden können.
An der Penetrations-Stelle ist die geometrische Anordnung der Elektroden 20 abhängig vom Abstand der Führungskapillaren 18
voneinander. Man erzielt beispielsweise bei einem Außendurchmesser von 250 pm (innen: D = 100 &mgr;&eegr;\) einen günstigen Abstand
von 500 &mgr;&pgr;&igr;. Andere, insbesondere kleinere Trennabstände z.B.
bis zu 200 &mgr;&idiagr;&eegr; lassen sich mit Fasersonden 20 von z.B. 70 pm
Schaftdurchmesser (d) ebenfalls verwirklichen. Auch kann man konzentrische, lineare oder sonstige Elektroden-Anordnungen
mit verhältnismäßig einfachen, an sich bekannten Mitteln realisieren, z.B. durch geeignete Raumaufteilung der Stahlkapillaren 18 oder durch austauschbare Führungsköpfe 72 (70).
Mit passend vorbereiteter Sonden-Anordnung lassen sich die Sondenspitzen 22 zielsicher in die gewünschten Zonen einbringen.
Das ist besonders vorteilhaft, wenn man etwa gleichzeitige Aufzeichnungen von zwei oder drei verschiedenen Hirngebieten
gewinnen und dazu die Sondenspitzen 22 an spezielle Positionen bringen will, um im Registrierungsbereich das
dynamische Zusammenwirken von aktiven Neuronengruppen zu analysieren .
Der präzise mechanische Antrieb ermöglicht die zuverlässige Sondenpositionierung mit dem Gummischlauch-Vorschub. Störungen
durch Hängenbleiben der Sonden 20 in den absolut gesehen recht kurzen Stahlkapillaren 18 kommen kaum vor, zumal die
großen Vorschubkräfte des elastischen Schlauches 30 ohnehin die Reibung in den Röhrchen leicht überwinden. Gleich hinter
dem Crimpkontakt 26 beginnt der Einspannteil 35 des Schlauches 30, der die Sonde 20 rundum radial packt und sowohl
gute Kraftübertragung als auch sicheren Knickschutz gewährleistet. Dank der kontinuierlichen Sonden-Einspannung
(35, M) bewirken selbst wiederholte Kurzbewegungen und auch Richtungsumkehr keine Vergrößerung des Lagefehlers, weil ja
vom Mitnahmeprinzip her keine Addition von Einzelversetzungen
stattfinden kann; höchstens der MikroStellantrieb 42 selbst kann eine Fehlerhäufung erzeugen. Daher wird die angesteuerte
Sondenspitze 22 unabhängig davon, ob man auf einer Vorschubstrecke eine einzige Translation oder viele Einzelschritte
ausführt, an dieselbe Position gelangen.
Die Gummischlauch-Einspannung erlaubt die Verwendung aller Arten von schlanken Sonden 20 bis herab zum Schaftdurchmesser
von etwa d ^ 25 &mgr;&pgr;&igr;; bei noch dünneren Sonden kann die
Handhabung schwierig werden. Es lassen sich Elektroden zur elektrischen Reizung und Aufzeichnung neuraler und muskulärer
Signale ebenso einsetzen wie Registrier- und Injektionspipetten sowie Akupunkturnadeln. (Dickere Sonden von z.B. 200
pm Außendurchmesser oder darüber sind ebenfalls verwendbar,
doch besitzen sie meist genügend Festigkeit, um auch mit einem herkömmlichen Antrieb leicht in ein Gewebe einzudringen.)
Je nach Schaftstärke d der Sonden 20 wird man die Stahlkapillaren 18 auswechseln, was rasch durchführbar ist.
Gegenüber herkömmlichen Antrieben für Faser-Mikroelektroden,
deren Vorteile beibehalten werden, ergeben sich zusätzliche Vorzüge. Das erfindungsgemäße Führungssystem 30/20 ist kleiner
und leichter, bequemer herzustellen und mithin billiger als die üblichen Manipulatoren. Ferner ist es mit äußerst
dünnen Sonden 20 verwendbar, so daß im penetrierten Material weniger Raum verdrängt und beschädigt wird. Es treten keine
kumulativen Stellfehler auf. Dazu erlaubt es überaus gleichmäßige, genaue Bewegungen bei hohen Eindringkräften. Es bewirkt
kaum mechanisch bedingte Störsignale und ist umgekehrt weniger anfällig für solche. Auch läßt es sich mit einer
Vielzahl handelsüblicher Mikrostellmechanismen verwenden. Die schlanken Sonden 20 machen es möglich, eine ganze Anzahl
davon in kompakter Anordnung 54 zu haltern und trotz geringen Abstands unabhängig voneinander zu steuern.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsbeispiele beschränkt und insbesondere auch makrotechnisch anwendbar.
Man erkennt aber, daß bei einer bevorzugten Ausführungsform einer Mikrosonde 10 zur elektrophysiologischen Anwendung
wenigstens eine mikrorohr-, faser- oder drahtförmige Sonde 20 in einem Längskanal eines Führungsschlauchs 30
relativ zu einem Halter 12 verschiebbar ist. Der Schlauch 30 umschließt den Hauptteil M der Sonde 20 in einem durch einen
Mikrostelltrieb 42 bewegbaren Einspannteil 35. Das geklemmte Schlauch-Ende 32 ragt mit einem Wulst 34 selbsthemmend über
eine Schelle hinaus. Das innere Sonden-Ende 26 ist in einem Klemmstück 38 mit einem beweglich herausgeführten Anschluß 28
leitend verbunden, der von einem ihn sichernden Klemmrohr 48 übergriffen wird. Dieses ist Bestandteil des Mikrostelltriebs
42. Der Schlauch 30 besteht aus Silikongummi; Die Sonde 20 hat zumindest am geführten Hauptteil M einen Gleit- bzw.
Isolier-Überzug 24. Ein Sondengerät 50 haltert auf einem Träger 52 eine Sondengruppe 54, die über eine Schlauchgruppe
56 mittels Stellköpfen 62 gesteuert bewegbar ist. Die in der Gruppe 56 dicht nebeneinander befindlichen Schläuche 30 sind
von einer Führungsbrücke 70 übergriffen, durchsetzen nahe der Sondengruppe 54 eine Parallelführung 72 und sind einzeln
streckbar.
Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung hervorgehenden Merkmale und Vorteile, einschließlich
konstruktiver Einzelheiten und räumlicher Anordnungen, können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Anordnungen
erfindungswesentlich sein.
- -&Iacgr;&Agr;
Bezugszeichen-Liste
d Außendurchmesser (von 20;
D Innendurchmesser (von 18;
E Einbringrichtung
M Längenbereich
S Stellrichtung
| 10 | Mikrosonde | 42 | Mikrostelltrieb |
| 12 | Halter | 44 | Innenbuchse |
| 14 | Schelle | 46 | Stift / Draht |
| 16 | Schraube | 48 | Klemmrohr |
| 18 | Stahlkapillare | 50 | Sondengerät |
| 20 | Sonde / Elektrode | 52 | Träger |
| 22 | äußeres Ende / Spitze | 54 | Sondengruppe |
| 24 | Überzug | 56 | Schlauchgruppe |
| 26 | inneres Ende / Crimpkontakt | 58 | Anschlüsse |
| 28 | Anschluß | 60 | Klemmhalter |
| 30 | Führungsschlauch | 62 | Stellköpfe |
| 32 | äußeres Schlauch-Ende | 64 | M&ogr;torhalterung |
| 34 | Wulst | 66 | Antriebseinheit |
| 35 | Einspannteil | 68 | Getriebemotore |
| 36 | inneres Schlauch-Ende | 70 | Führungsbrücke |
| 38 | Klemmstück / Halterohr | 72 | Parallelführung |
| 40 | Längskanal |
Claims (16)
1. Mikrosonde (10) zur elektrophysiologxschen Anwendung, mit wenigstens einer mikrorohr-, faser- oder drahtförmigen
Sonde (20), die in einem Längskanal (40) eines Führungskörpers (30) relativ zu einem diesen tragenden Halter
(12) verschiebbar ist, den das äußere Sonden-Ende (Spitze 22) überragt, dadurch gekennzeichnet, daß
der Führungskörper (30) zumindest den Hauptteil der Sonde (20) in einem durch einen Mikrostelltrieb (42) bewegbaren
Einspannteil (35) umschließt.
2. Mikrosonde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Einspannteil (35) die Sonde (20) in einem Längenbereich (M), der groß gegen ihren
Außendurchmesser (d) ist, umspannt.
3. Mikrosonde nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Führungskörper einen Schlauch
(30) bildet oder haltert, der mittels des an seinem inneren Ende (36) angreifenden Mikrostelltriebs (42) gegenüber
seinem äußeren, am Halter (12) festgelegten Ende (32) gesteuert streckbar ist.
4. Mikrosonde nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das der Sonden-Spitze (22) benachbarte äußere Schlauch-Ende (32) auf einem Führungsröhrchen,
z.B. einer Stahlkapillare (18), an dem Halter (12) befestigt ist, insbesondere mittels einer das
Schlauch-Ende (32) klemmenden Schelle (14).
5. Mikrosonde nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das geklemmte Schlauch-Ende (32)
selbsthemmend über den Halter (12) und/oder die Schelle (14) hinausragt, z.B. mit einem Wulst (34).
- l.i. -
6. Mikrosonde nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser (D) der Stahlkapillare (18) höchstens 1,2-mal so groß ist wie der
Außendurchmesser (d) der Sonde (20).
7. Mikrosonde nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stahlkapillare (18)
wenigstens zehnmal so lang ist wie der Außendurchmesser (d) der Sonde (20 ) .
8. Mikrosonde nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Sonden-Ende
(26) in einem Klemmstück (38) mit einem beweglich herausgeführten Anschluß (28) leitend verbunden ist.
9. Mikrosonde nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmstück (38) ein Halterohr
ist und in das innere Schlauch-Ende (36) ragt, das von einem den Anschluß (28) sichernden Klemmrohr (48) übergriffen
wird.
10. Mikrosonde nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Klemmrohr (48) Bestandteil des
Mikrostelltriebs (42) und z.B. über eine Innenbuchse (44) mit einem Antriebsstift, Draht (46) o.dgl. verbunden ist.
11. Mikrosonde nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Sonde zumindest an
dem im Schlauch (30) geführten Teil einen Gleit- und/oder Isolier-Überzug (24) hat.
12. Mikrosonde nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlauch (30) aus
Silikongummi besteht.
13. Sondengerät (50) mit einer Anzahl von Mikrosonden UO)
nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine auf einem Träger (52) gehalterte Sondengruppe (54) über eine Schlauchgruppe (56) mittels Stellköpfen (62) gesteuert bewegbar ist.
kennzeichnet, daß eine auf einem Träger (52) gehalterte Sondengruppe (54) über eine Schlauchgruppe (56) mittels Stellköpfen (62) gesteuert bewegbar ist.
14. Sondengerät nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Gruppe (56) dicht nebeneinander
gehalterten Schläuche (30) von einer Führungsbrücke (70) übergriffen und einzeln streckbar sind.
15. Sondengerät nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß nahe der Sondengruppe (54)
eine Parallelführung (72) für die Schlauchgruppe (56) vorhanden ist.
16. Sondengerät nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellköpfe (62) von
Getriebemotoren (68) bewegbar sind, die neben einem Steuerblock (64) in einer mit dem Träger (52) einstückigen
oder starr verbundenen Antriebseinheit (66) angeordnet sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9300676U DE9300676U1 (de) | 1993-01-20 | 1993-01-20 | Mikrosonde und Sondengerät |
| US08/176,221 US5413103A (en) | 1993-01-19 | 1994-01-03 | Microprobe and probe apparatus |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9300676U DE9300676U1 (de) | 1993-01-20 | 1993-01-20 | Mikrosonde und Sondengerät |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9300676U1 true DE9300676U1 (de) | 1993-03-11 |
Family
ID=6888314
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9300676U Expired - Lifetime DE9300676U1 (de) | 1993-01-19 | 1993-01-20 | Mikrosonde und Sondengerät |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US5413103A (de) |
| DE (1) | DE9300676U1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007022303A1 (de) * | 2007-05-12 | 2008-11-13 | Thomas Recording Gmbh | Telemetrisch kontrolliertes Mikroelektrodenmanipulatorsystem |
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-
1993
- 1993-01-20 DE DE9300676U patent/DE9300676U1/de not_active Expired - Lifetime
-
1994
- 1994-01-03 US US08/176,221 patent/US5413103A/en not_active Expired - Lifetime
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| DE102007022303A1 (de) * | 2007-05-12 | 2008-11-13 | Thomas Recording Gmbh | Telemetrisch kontrolliertes Mikroelektrodenmanipulatorsystem |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US5413103A (en) | 1995-05-09 |
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