DE9211670U1 - Dosiervorrichtung für eine Betonplatten-Presse - Google Patents
Dosiervorrichtung für eine Betonplatten-PresseInfo
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Description
Patentanwalt Dipl.-Ing. Gerd Lange
D-4950 Minden/Westf.
Anwaltsakte: 250.225
HENKE Maschinenfabrik GmbH & Co. KG Osterkamp 55
4952 Porta Westfalica
Dosiervorrichtung für eine Betonplatten-Presse.
Beschreibung
Die Erfindung betrifft eine Dosiervorrichtung zum Einfüllen von Vorsatz-Betonmischungen
in die nach oben offenen Preßformen von Plattenpressen zum Herstellen
von Betonplatten o. dergl..
Solche Dosiervorrichtungen zum Einbringen der Vorsatzbetonschicht in die jeweiligen
Preßformen für die Herstellung von Platten aller Art und aller Verwendungszwecke sind
in der Praxis als sogenannten Vorsatz-Dosatoren bekannt. Sie besitzen einen Vorratsbehälter
zur Aufnahme der Vorsatzbetonmischung, dessen planer Boden je nach Größe der zu befüllenden Preßformen 1 bis 4,
bei sehr großformatigen Formen auch 6 Bodenöffnungen
aufweist.
Die Bodenöffnungen sind mittels eines Drehschiebers zu öffnen oder zu schließen. Zu
diesem Zweck wird ein Schieberblech um eine vertikale Drehachse gedreht, wodurch Dosierkammern,
die in dem Schieberblech entsprechend der Anzahl und Anordnung der Bodenöffnungen
des Vorratsbehälters vorhanden sind, in Übereinstimmung mit den Bodenöffnungen gebracht
werden (= Bodenöffnungen offen) oder die geschlossenen Teilflächen des Drehschiebers
die Bodenöffnungen verschließen (= Bodenöffnungen geschlossen).
Die in den Drehschieber eingebauten Dosierkammern liegen mit ihrer konstruktiv offenen
Unterseite an einem ortsfesten Schließblech an, das wiederum entsprechend der Anzahl und
Anordnung der Dosierkammern bzw. der Bodenöffnungen des Vorratsbehälters AuswurfÖffnungen
aufweist, die jedoch vollflächig versetzt zu den Bodenöffnungen des Vorratsbehälters
positioniert sind derart, daß durch die Drehbewegung des Drehschiebers die Dosierkammern
entweder nach oben oder nach unten geöffnet sind.
Das vorstehend beschriebene Dosierprinzip mittels Dosierkammern gewährleistet das
Einbringen genau bemessener Volumenmengen an Vorsatzmaterial in die jewei1 igen Preßformen.
In den Preßformen muß das Vorsatzmaterial gleichmäßig verteilt werden bevor nachfolgend die sogenannte Hinterbetonschicht
in die Preßform eingebracht und die Vorsatzbetonschicht gemeinsam mit der Hinterbetonschicht
in der Form gepreßt wird.
Die gleichmäßige Verteilung des in die Preßform in Form von einzelnen Anhäufungen
eingebrachten Vorsatzmaterials erfolgt durch Vibration der Preßform. Das erfordert je
nach Konsistenz des Vorsatzmaterials mehr oder weniger längere Verteilungszeiten bzw.
Vibrationszeiten, die die nachfolgende Einbringung der Hinterbetonschicht verzögern.
Hierdurch wird die Eintwicklung moderner, leistungsgesteigerter Anlagen zum Pressen
von Betonplatten, wie z.B. Drehtischpressen mit sehr kurzen Taktzeiten behindert.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Dosiervorrichtung zum Einfüllen von Vorsatz-Betonmischungen
in die Preßformen
von Plattenpressen zu entwickeln, die
wesentlich kürzere Verteilungszeiten für die gleichmäßige Verteilung des
in die Preßformen eingebrachten Vorsatzmaterials bedingt.
Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Dosiervorrichtung des eingangs beschriebenen
Typs dadurch, daß die Schiebebewegung des Schieberbleches linear erfolgt, und daß die Anzahl
und Anordnung der Auswurföffnungen über
die gesamte Formbodenfläche der Preßform ein gleichmäßiges Punktraster von
mehr als 6 Auswurföffnungen, vorzugsweise
13 Auswurföffnungen bei normalformatigen
Platten, bildet.
Bisher war es üblich, Drehschieber mit Dosierkammern zu verwenden, die um eine
vertikale Drehachse sektor- und taktweise gedreht wurden. Innerhalb eines Kreissektors sind die Anordnungsmöglichkeiten
für Bodenöffnungen, Dosierkammern und Auswurföffnungen beschränkt. Vielleicht
aus diesem Grunde ist die Entwicklung von Dosatoren auf solche mit je nach der Größe der Preßform nur 1 bis
Bodenöffnungen, Dosierkammern und Auswurföffnungen
beschränkt geblieben.
Es ist der Lehre der Erfindung zuzuschreiben, die diesen bisherigen Entwicklungsstand
durchbricht und erstmalig linear bewegte Schieber mit integrierten Dosierkammern vorschreibt,
die wesentlich besser die üblicherweise rechteckigen Formate der herzustellenden
Betonplatten bzw. der dafür verwendeten Preßformen überdecken. Dadurch wird die Realisierung
der weiteren Erfindungsmerkmale ermöglicht, die ein gleichmäßiges Punktraster
für die Anordnung einer Vielzahl von Auswurföffnungen
des Dosators vorschreiben.
Waren nach dem bisherigen Stand der Technik z.B. die Anordnung von maximal 4 Auswurföffnungen
pro Preßform für eine Betonplatte im Format 50 &khgr; 50 cm vorgesehen, so sind
nach der Lehre der Erfindung nunmehr bei demselben Format vorzugsweise 13 Auswurföffnungen
anzuordnen, die schon sofort nach dem Auswurf des benötigten Vorsatzmaterials, d.h. sofort nach dem Auftreffen des Vorsatzmaterials
auf den Preßformboden eine relativ gut und gleichmäßig verteilte Vorsatzbetonschicht
ergeben, ohne daß es noch größere Vibrationszeiten für die Verteilung
des Vorsatzmaterials in der Preßform bedarf.
Im Ergebnis können daher die Taktzeiten der Pressenanlagen, die mit einem erfindungsgemäßen
Vorsatz-Dosator arbeiten,erheblich reduziert werden.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung anhand der Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigen:
der Erfindung anhand der Zeichnungen
näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 das Punktraster für die Anzahl und Anordnung der Auswurföffnungen
des neuen
Dosators,
Dosators,
Fig. 2 + 3 einen Querschnitt durch den neuen Vorsatz-Dosator in
zwei typischen Verschiebepositionen des erfindungsgemäßen Linearschiebers.
zwei typischen Verschiebepositionen des erfindungsgemäßen Linearschiebers.
Die Fig. 2 und 3 lassen den grundsätzlichen Aufbau eines Vorsatz-Dosators erkennen. Er
besteht aus dem Vorratsbehälter 1, der ein planes Bodenblech 2 mit einer Vielzahl von
Bodenöffnungen 3 aufweist. Die Bodenöffnungen
sind jeweils in Form von Durchgangshülsen
ausgebildet, in die ein innerhalb des Vorratsbehälters angeordnetes Rührwerk (nicht dargestellt) das jeweilige Vorsatzmaterial einstreicht.
ausgebildet, in die ein innerhalb des Vorratsbehälters angeordnetes Rührwerk (nicht dargestellt) das jeweilige Vorsatzmaterial einstreicht.
Unterhalb des Bodenbleches 2 mit den
Bodenöffnungen 3 befindet sich der Linearscheiber 4, der auf dem ortsfest gehaltenen Schließblech 5 aufliegt und auf diesem mittels des Hydraulikzylinders 6 linear verschiebbar ist.
Bodenöffnungen 3 befindet sich der Linearscheiber 4, der auf dem ortsfest gehaltenen Schließblech 5 aufliegt und auf diesem mittels des Hydraulikzylinders 6 linear verschiebbar ist.
Das Schließblech 5 ist in dem Rahmen 7 gehalten, der mittels zwei oder mehrerer
vertikaler Verstel1 spindeln 8 höhenverstellbar ist, so daß der Dichtdruck zwischen
dem Schließblech 5, dem Linearschieber 4
und dem Bodenblech 2 einstellbar ist.
Der Linearschieber besitzt nach oben und nach unten offene Dosierkammern 9, die in
der in Fig. 2 dargestellten Verschiebeposition des Linearschiebers in Übereinstimmung
gebracht sind mit den Bodenöffnungen des Vorratsbehälters, so daß sie mit Vorsatzmaterial
befüllbar sind. Dabei sind die unteren öffnungen der Dosierkammern mittels
des unteren Schließbleches 5 geschlossen.
Fig. 3 zeigt die Verschiebeposition des Linearschiebers, in der die Dosierkammern
über die Auswurföffnungen 10 verschoben sind, die entsprechend der Anzahl und Anordnung
der Dosierkammern und der Bodenöffnungen 3 des Vorratsbehälters in dem
Schließblech vorhanden sind, jedoch vollflächig versetzt zu den Bodenöffnungen
derart, daß durch die Schieberbewegung des Linearschiebers die Dosierkammern entweder
nach oben (Fig. 2) oder nach unten (Fig. 3) geöffnet sind.
Der gesamte Dosator mit den vorgenannten Bauteilen ist schwenkbar an der Rohrkonsole
aufgehängt, so daß er in einer Pressenanlage
über den jeweiligen Preßformen verschwenkt sowie genau auf die jeweiligen
Preßformen ausgerichtet werden kann.
Fig. 1 zeigt in vereinfachter Darstellung und in der Draufsicht den Drehtisch 12
einer Drehtischpresse mit dem Formrahmen 13, der zwei Preßformen 14 umfaßt. Erkennbar
ist das Punktraster für die gleichmäßige Anordnung und Verteilung von insgesamt 13 Auswurföffnungen 10 oberhalb jeder
der beiden dargestellten normalformatigen,
quadratischen Preßformen von z.B. 50 cm Kantenlänge.
Claims (1)
- Anspruch:. Dosiervorrichtung zum Einfüllen von Vorsatz-Betonmischungen in die nach oben offenen Preßformen von Plattenpressen zum Herstellen von Betonplatten o. dergl.,- mit einem Vorratsbehälter, der ein planes Bodenblech mit mehreren Bodenöffnungen aufweist,- mit einem an der Unterseite des Bodenbleches anliegenden Schieberblech, das entsprechend der Anzahl und Anordnung der Bodenöffnungen Dosierkammern aufweist, die nach oben durch das Bodenblech verschlossen und bei Übereinstimmung mit den Bodenöffnungen geöffnet sind,- und mit einem an der Unterseite der Dosierkammer anliegenden, ortsfesten Schließblech, das entsprechend der Anzahl und Anordnung der Dosierkammern AuswurfÖffnungen aufweist, die vollflächig versetzt zu den Bodenöffnungen des Bodenbleches positioniert sind derart, daß durch die Schieberbewegung des Schieberbleches die Dosierkammern entweder nach oben oder nach unten geöffnet sind,dadurch gekennzeichnet,- daß die Schieberbewegung des Schieberbleches (4) linear erfolgt,- und daß die Anzahl und Anordnung der Auswurföffnungen (10) über die gesamte Formbodenfläche der Preßform ein gleichmäßigesPunktraster von mehr als 6 Auswurföffnungen, vorzugsweise 13 Auswurföffnungen bei normalformatigen Platten, bildet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9211670U DE9211670U1 (de) | 1992-08-28 | 1992-08-28 | Dosiervorrichtung für eine Betonplatten-Presse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9211670U DE9211670U1 (de) | 1992-08-28 | 1992-08-28 | Dosiervorrichtung für eine Betonplatten-Presse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9211670U1 true DE9211670U1 (de) | 1992-10-22 |
Family
ID=6883225
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9211670U Expired - Lifetime DE9211670U1 (de) | 1992-08-28 | 1992-08-28 | Dosiervorrichtung für eine Betonplatten-Presse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9211670U1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2695061A1 (fr) * | 1992-08-28 | 1994-03-04 | Henke Maschinenfabrik Gmbh Co | Dispositif de dosage pour une machine de coffrage de plaques de béton. |
| EP3718723A1 (de) * | 2019-03-29 | 2020-10-07 | SR-Schindler Maschinen - Anlagetechnik GmbH | Dosator mit dosatorscheiben für plattenproduktionsanlagen |
-
1992
- 1992-08-28 DE DE9211670U patent/DE9211670U1/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2695061A1 (fr) * | 1992-08-28 | 1994-03-04 | Henke Maschinenfabrik Gmbh Co | Dispositif de dosage pour une machine de coffrage de plaques de béton. |
| BE1006572A3 (fr) * | 1992-08-28 | 1994-10-18 | Henke Maschf Gmbh | Dispositif de dosage pour une machine de coffrage de plaques de beton. |
| EP3718723A1 (de) * | 2019-03-29 | 2020-10-07 | SR-Schindler Maschinen - Anlagetechnik GmbH | Dosator mit dosatorscheiben für plattenproduktionsanlagen |
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