DE9200264U1 - Mesiokonstruktion - Google Patents
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Description
Zahntechnisches Atelier Lothar Glass
Kirchackerweg 10 7056 Weinstadt-Btl.
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Vertreter:
Kohler Schmid + Partner Patentanwälte
Ruppmannstraße 27 7000 Stuttgart 80
Ruppmannstraße 27 7000 Stuttgart 80
Die Erfindung betrifft eine Mesiokonstruktion zum Aufsetzen auf Kieferimplantate jeglicher Art mit einem mit dem Implantat
verbindbaren, insbesondere verschraubbaren Kopf, welcher über die Gingiva ragt. Solche Mesiokonstruktionen dienen im zahnärztlichen
Bereich als Zwischenglied zwischen den Implantaten und dem Zahnersatz.
Eine bekannte Mesiokonstruktion weist etwa zylinderförmige Köpfe auf, die über die Gingiva ragen und die jeweils mit einem
Implantat verschraubt sind. Auf die Köpfe wird ein Verbindungsglied
aufgesteckt, welches Verbindungsstege aufweist, die die Implantate an den Köpfen miteinander verbinden. Die Zahnprothese
schließlich wird an dem Verbindungsglied befestigt.
In der Praxis hat es sich herausgestellt, daß die zylindrischen oder kegelstumpfförmigen Köpfe herkömmlicher Mesiokonstruktionen
und das die Köpfe verbindenden Zwischenglied nachteilig für die mechanische Festigkeit der Implantate und damit für die
Lebensdauer des Zahnersatzes sind, weil die horizontal auftretenden Kräfte über einen ungünstig langen Hebelarm auf die
Implantate einwirken können.
Die Erfindung zielt dahin, diesen Nachteil zu vermeiden und es ist deshalb Aufgabe der Erfindung eine Mesiokonstruktion der
gattungsgemäßen Art so zu ermöglichen, daß die Haltbarkeit und die Lebensdauer der KieferImplantate erhöht werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Anspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Dadurch, daß der Kopf als sphärischer Körper insbesondere kugelförmig
ausgebildet ist, ergeben sich vorteilhafterweise günstige Angriffspunkte für die beim üblichen Kauen auftretenden Kräfte,
d.h. diese Kräfte wirken mit nur kurzen Hebelarmen auf die Implantate ein.
Eine vorteilhafte weitergebildete Mesiokonstruktion ist dadurch gekennzeichnet, daß von mehreren Köpfen jeweils benachbarte
durch gerade Stege miteinander verbunden sind.
Bei einer vorteilhaften Ausbildungsform ist diese Verbindung
so gestaltet, daß die Köpfe und die Stege einstückig ausgebildet
Dadurch werden vorteilhafterweise die beim normalen Kauvorgang
durch die Prothese übertragenen Kräfte von sämtlichen Köpfen und damit auch von sämtlichen Implantaten aufgenommen, wodurch
sich eine günstige Kräfteverteilung ergibt.
Die Stege sind dabei vorteilhafterweise im Querschnitt rund, insbesondere kreisförmig und ragen etwa zentrisch von der Kugeloberfläche
der Köpfe.
Die erfindungsgemäße Mesiokonstruktion kann bevorzugt durch
eine mit der Kopfoberfläche bündig abschließende Schraube direkt
ohne Zwischenglieder mit dem Implantat verschraubt werden. Alternativ und bevorzugt sind jedoch zwischen Implantat und
Kopf eine oder mehrere Abstandshülsen vorgesehen, die es erlauben einen geforderten Abstand zwischen Corticalis und Kopf
herzustellen.
Dabei kann die am Kopf der erfindungsgemäßen Mesiokonstruktion
unmittelbar anliegende Abstandshülse eine an die sphärische Krümmung des Kopfs angepaßte Vertiefung aufweisen, in der der
Kopf gelagert ist.
Bei einer alternativen Ausführungsform ist der Kopf der erfindungsgemäßen
Mesiokonstruktion etwa birnenförmig ausgebildet, wobei die Birnenspitze abgeflacht ist und mit dieser abgeflachten
Seite entweder direkt auf dem Implantat oder auf einer dazwischengelegten Abstandshülse aufliegt.
Der Durchmesser der Aufbauten (Köpfe) kann erfindungsgemäß
variieren.
Bevorzugt bestehen Köpfe und Stege aus Edelmetall, insbesondere Gold oder einer Goldlegierung. Eine solche Goldkonstruktion
läßt sich vorteilhafterweise durch ein bekanntes Wachsausschmelzverfahren
herstellen.
Alternativ können die Köpfe und Stege auch aus Sinterkeramik bestehen, die mit heutigen Herstellungsverfahren in einer sehr
großen Härte herstellbar ist.
Weitere Merkmale und vorteilhafte Eigenschaften der erfindungsgemäßen
Mesiokonstruktion werden nun im folgenden anhand der Zeichnung näher beschrieben, die Ausführungsbeispiele der Erfindung
darstellt. Es zeigen:
Fig. IA schematisch eine erste Ausführungsart einer erfindungsgemäßen
Mesiokonstruktion;
Fig. IB eine zweite Ausführungsart einer erfindungsgemäßen
Mesiokonstruktion; und
Fig. 2 perspektivisch eine der Ausführungsart gemäß Fig. IB
entsprechende Mesiokonstruktion in Verbindung mit in der Corticalis eingebetteten Implantaten.
Die in Fig. IA dargestellte und allgemein mit 10 bezeichnete
erste Ausführungsart der erfindungsgemäßen Mesiokonstruktion besteht aus einem etwa birnenförmigen Kopf 11, dessen zu einem
schraubenförmigen Implantat 15 weisende Spitze eine Abflachung 12 aufweist, deren Durchmesser im wesentlichen gleich dem Durch-
messer des Schraubenimplantats 15 ist. Von einer Seite des
rotationssymmetrischen Birnenkopfs 11 ragt ein Steg 30, der in der Fig. IA nur schematisch angedeutet ist und durch den der
Kopf 11 mit einem benachbarten Kopf verbunden ist. Bei parallel liegenden Implantaten steht der Steg 3 0 senkrecht auf der Symmetrieachse
des birnenförmigen Kopfs 11. Bei der erfindungsgemäßen Mesiokonstruktion wird der Kopf 11 mit dem Steg 13
durch eine Senkkopfschraube 9 mit dem Schraubenimplantat 15 verbunden. Dazu weisen der Kopf eine zentrische Durchgangsbohrung
8 und das Schraubenimplantat 15 eine Gewindesackbohrung 15 auf. In üblicher Weise sind die Gewindegänge 16 des Schraubenimplantats
15 mit einer großen Steigung und einem relativ großen Profil ausgebildet, so daß das Gewinde 16 neben seiner
Schraubfunktion leicht vom Kieferknochen der Corticalis umwachsen und dadurch zusätzlich befestigt wird. Der Steg 30 hat ein
abgerundetes Profil, insbesondere kreisförmigen Querschnitt
und ist einstückig an den Kopf 11 und den benachbarten Kopf angeformt. Die Höhe des Kopfs 11 von der Abflachung 11 bis zu
dem gegenüberliegenden oberen Ende des Kopfs ist so gewählt, daß letzterer deutlich über die Gingiva ragt, so daß zwischen
dem Steg 30 und der Gingiva eine Lücke zum Aufstecken der Prothese bleibt. Für unterschiedliche Implantathöhen bzw. Dicken
der Zahnschleimhaut können auch bei der in Fig. IA dargestellten Ausführungsart der erfindungsgemäßen Mesiokonstruktion eine
oder mehrere Abstandshülsen zwischen Kopf 11 und Implantat 15 vorgesehen sein, wie dies nachfolgend anhand der in Fig. IB
dargestellten Ausführung beschrieben wird.
Die in Fig. IB dargestellte und allgemein mit 20 bezeichnete
Ausführungsart der erfindungsgemäßen Mesiokonstruktion unterscheidet
sich von der Ausführung gemäß Fig. IA darin, daß ein kugelförmiger Kopf 21 und Abstandshülsen 22 und 23 zur Adaption
des Abstandes des kugelförmigen Kopfs 21 von einem Implantat
25 vorgesehen sind. Letzteres ist als Zylinderimplantat ausgebildet und weist außer einer Gewindesackbohrung 27, die der
Gewindesackbohrung 14 gemäß Fig. IA entspricht Durchbrüche 26 im unteren Teil des Implantats auf, durch die der Kieferknochen
zur Befestigung des Implantats 25 wachsen kann. Zur Befestigung des kugelförmigen Kopfs 21 an dem Implantat 25 dient eine Senkkopfschraube
19, die durch zentrische Bohrungen 18, 18· und 18" jeweils im Kopf 21 und den Abstandshülsen 22 und 23 gesteckt
und in die Gewindesackbohrung 27 des Implantats 25 eingeschraubt wird. Ein Steg 3 0 ist genauso wie bei der Ausführung
gemäß Fig. IA mit dem Kopf 21 einstückig verbunden und hat ein rundes, bevorzugt kreisförmiges Querschnittsprofil.
Bevorzugt weist die dem kugelförmigen Kopf 21 zugewendete Seite
der diesem zunächst liegenden Abstandshülse 22 eine an die sphärische Kontur des Kopfs 21 angepaßte Einsenkung 24 auf, in
der der kugelförmige Kopf 21 gelagert ist.
Der Durchmesser des kugelförmigen Kopfs 21 und die Höhen der
Abstandshülsen 22, 23 sind so gewählt, daß der Kopf 21 deutlich über die Gingiva ragt und die Unterseite des Stegs 3 0 etwa 2
bis 3 mm Abstand von der Gingiva hat. Die Abstandshülsen können in unterschiedlichen Höhen, beispielsweise in Stufen von 1 bis
5 mm vorgesehen sein, um eine Adaption an unterschiedlich tief in die Corticalis eingebettete Implantate zu ermöglichen. Der
Durchmesser des Kugelkopfs 21 kann im Bereich von 3 bis 5 mm liegen, wobei Köpfe, die sich im Primärteil befinden, einen
größeren Durchmesser als Köpfe im Sekundärteil haben können. Dabei sind die Durchmesser der Stege 30 im wesentlichen kontant.
Die in den Fig. IA und IB dargestellten Ausführungsarten 10
und 20 der erfindungsgemäßen Mesiokonstruktion bestehen entweder
in üblicher Weise aus einer Goldlegierung oder aus gesintertem Aluminiumoxid. Die Schrauben 9 und 19 bestehen in herkömmlicher
Weise genauso wie die Implantate 15 bzw. 25 aus Titan. Ebenso können die Abstandshülsen 22, 23 aus Titan bestehen.
Gegenüber herkömmlichen, etwa zylinderförmigen oder kegelstumpfförmigen
Mesiokonstruktionen weisen die in den Fig. IA und IB
dargestellten, erfindungsgemäßen Mesiokonstruktionen den Vorteil einer günstigeren Kraftverteilung, insbesondere eine günstige
Verteilung horizontaler, durch übliche Kaubewegungen verursachte Kräfte auf, so daß die Lebensdauer der gesamten Zahnprothese,
insbesondere die Haltbarkeit der Implantate im Kiefer erhöht wird.
Dies wird dank der sphärischen Ausbildung des Kopfs 11, der etwa birnenförmig ist und des Kopfs 21, der etwa kugelförmig
ausgebildet ist, erreicht, da die Stege 30 zentrisch an den Köpfen angreifen können.
Bei den Ausführungsarten gemäß den Fig. IA und IB sind die
Stege 3 0 einstückig an die Köpfe angeformt. Im Rahmen der Erfindung können jedoch die Stege auch auf andere Weise, beispielsweise
durch eine Schraubverbindung mit den Köpfen verbunden sein.
In der perspektivischen Darstellung von Fig. 2 ist eine aus drei Köpfen 21, 21' und 21", die jeweils durch Stege 30 und
30' verbunden sind, bestehende erfindungsgemäße Mesiokonstruktion
gemäß der in Fig. IB dargestellten Ausführungsart mit in die Corticalis 2 implantierten Schraubenimplantaten 15, 15·
und 15·· verbunden. Dabei dient die Beschränkung auf nur drei
Implantate lediglich der deutlicheren Darstellung. Die Implantate 15, 15' und 15" und die dargestellte Mesiokonstruktion
erstrecken sich von einem linken Sekundärteil 4 über einen Primärteil 3 zu einem rechtsseitigen Sekundärteil 4, wobei aus
Fig. 2 deutlich ersichtlich ist, daß der Durchmesser des Kopfs 21· im Primärteil 3 größer gewählt ist, als der Durchmesser
der Köpfe 21 bzw. 21'' in den Sekundärteilen. Beispielsweise
haben die Köpfe 21 und 21' einen Durchmesser von 4,5 mm, während der Kopf 21'■ 3,5 mm Durchmesser hat. Damit die Köpfe 21, 21'
und 21'· über die Gingiva 1 ragen und zur Herstellung eines
Abstandes von etwa 1 bis 2 mm zwischen den Stegen 30, 30' und der gegenüberliegenden Oberfläche der Gingiva 1 sind jeweils
Abstandshülsen 22, 23 und 22', 23' sowie 22'' und 23" zwischen
den Köpfen und den Implantaten 15, 15' und 15'' vorgesehen. Die Höhe der Abstandshülsen kann je nach Form des Kiefers und
Implantattiefe unterschiedlich sein, so daß es vorzuziehen ist, dem Zahnarzt eine Auswahl von unterschiedlich hohen
Abstandshülsen zur Hand zu geben. Wie schon erwähnt, sind die Köpfe 21, 21' und 21" der Mesiokonstruktion durch die Schrauben
19, 19' und 19·' mit den Implantaten 15, 15' und 1'· fest
verschraubt.
In den Fig. IA, IB und 2 sind Schrauben- bzw. Zylinderimplantate
verwendet. Selbstverständlich läßt sich die erfindungsgemäße Mesiokonstruktion auch auf anderen Implantattypen, beispielsweise
Blattimplantaten verwenden. Während die erfindungsgemäße Mesiokonstruktion bevorzugt mit den in die Corticalis eingebetteten
Implantaten verschraubt wird, läßt sie sich jedoch auch in anderer Weise mit den Implantaten verbinden, beispielsweise
durch eine kombinierte Steck- und Klebe- oder Kittverbindung. Für eine solche Verbindung könnte ein als Zentrierstift fungie-
render, zentrischer, nach oben ragender Fortsatz der Implantate in eine zentrische Bohrung der Köpfe eingekittet werden.
Die eigentliche Zahnprothese wird unter Zwischenlage einer auf die Stege 3 0 und 30' gemäß Fig. 2 aufgesteckten weichen Kunststoffhülse
in üblicher Weise mit der erfindungsgemäßen Mesiokonstruktion verbunden.
Claims (8)
1. Mesiokonstruktion zum Aufsetzen auf Kieferimplantate (15; 25) jeglicher Art mit einem mit dem Implantat (15; 25)
verbindbaren insbesondere verschraubbaren Kopf (11; 21), welcher über die Gingiva (1) ragt,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf (11; 21) als sphärischer Körper insbesondere kugelförmig ausgebildet ist.
2. Mesiokonstruktion nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei mehreren Implantaten und mehreren Köpfen benachbarte
Köpfe (21 und 21' bzw. 21· und 21·') jeweils durch im wesentlichen gerade Stege (30, 30') miteinander verbunden
sind.
3. Mesiokonstruktion nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Köpfe (21, 21', 21") mit den Stegen (30, 30')
einstückig sind.
4. Mesiokonstruktion nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stege (30, 30') im Querschnitt rund, insbesondere kreisförmig sind und etwa zentrisch von der
Kugeloberfläche der Köpfe (21, 21', 21'·) ragen.
5. Mesiokonstruktion nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Implantat (15; 25) und Kopf
(11; 21) eine oder mehrere Abstandshülsen (22, 23) vorgesehen sind, um einen geforderten Abstand zwischen Corticalis
(2) und Kopf (11; 21) herzustellen.
6. Mesiokonstruktion nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchmesser
der Köpfe bei mehreren Köpfen (21, 21', 2111) verschieden,
insbesondere die Durchmesser der im Primärteil (3) angeordneten Köpfe (21') größer als die Durchmesser der
Köpfe (21, 21") im Sekundärteil (4) sind.
7. Mesiokonstruktion nach einem oder mehreren der vorangehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Köpfe und Stege aus Edelmetall insbesondere aus Gold oder einer
Goldlegierung bestehen.
8. Mesiokonstruktion nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Köpfe und die
Stege aus Sinterkeramik bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9200264U DE9200264U1 (de) | 1992-01-11 | 1992-01-11 | Mesiokonstruktion |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9200264U DE9200264U1 (de) | 1992-01-11 | 1992-01-11 | Mesiokonstruktion |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9200264U1 true DE9200264U1 (de) | 1992-03-19 |
Family
ID=6874936
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE9200264U Expired - Lifetime DE9200264U1 (de) | 1992-01-11 | 1992-01-11 | Mesiokonstruktion |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9200264U1 (de) |
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