DE9100531U1 - Fußorthese - Google Patents
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Description
Hartmann Schuhhaus 14. Januar 1991
Orthopädie GmbH
D-1000 Berlin 20
D-1000 Berlin 20
ZCH40.G1
Fußorthese
Die Erfindung betrifft eine Fußorthese der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.
Derartige Orthesen dienen bisher zur ruhigstellenden Unterstützung
des Fußbereichs eines Patienten im Falle von Verletzungen.
ZCH40.G1 Blatt 2
Die Vorteile gegenüber anderen Stützmaßnahmen bestehen unter anderem darin, daß der Patient die verletzte Körperpartie
innerhalb kurzer Zeit wieder bewegen kann, so daß es nicht zu einer Versteifung des betreffenden Gelenks und
zu einer Erschlaffung der Muskulatur infolge der Ruhigstellung kommt. Dadurch wird nicht nur die Zeit der stationären
Behandlung des Patienten im Krankenhaus erheblich verkürzt, sondern es ist, falls überhaupt, nur eine geringe
physiotherapeutische Nachbehandlung notwendig.
Eine derartige Orthese stellt beispielsweise die sogenannte "Godesberger Schiene" dar, welche eine Fixierungsschiene
zur Behandlung von Verletzungen des Außenbandapparates bildet. Diese Schiene wird individuell nach Gipsabdruck
hergestellt und umfaßt den Mittelfuß und distalen Unterschenkel steigbügelartig, wobei die Knöchelregionen ausgespart
sind und sich die Schiene zusammen mit der Fußsohle bis zum Kleinzehenballen erstrecken. Nachdem der
Patient in die Schiene eingestiegen ist, wird diese mittels
dreier Klettzügelverschlüsse geschlossen.
Diese Schiene ist aber nicht dazu geeignet, eine Fehlstellung
des Fußes zu korrigieren, wie sie zum Beispiel bei einem Patienten aufgrund eines Schlaganfalls auftreten
kann, da diese Schiene nach dem Gipsabdruck der Fehlstellung hergestellt wird und somit keine Korrekturstellung
erzielen kann. Selbst wenn die Schiene nicht nach dem Gipsabdruck des fehlgestellten Fußes, sondern nach einer
korrigierten Fußstellung angefertigt würde, kann der Patient schlecht in die Schiene einsteigen, da die steigbügelartige
Form der Schiene auf den fehlgestellten Fuß behindernd wirkt.
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Eine derartige den Fuß nach Art eines hohen Stiefels vollständig umschließende Konstruktion stellt auch dann keine
geeignete Maßnahme dar, wenn es darum geht, bei einem Schlaganfallpatienten eine Fußfehlstellung infolge einer
Lähmungserscheinung möglichst unauffällig zu korrigieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Fußorthese der eingangs genannten Gattung zu schaffen, welche speziell
auf die Bedürfnisse von Patienten ausgerichtet ist, die Lähmungserscheinungen im Fußbereich aufweisen.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß zur Beseitigung der Auswirkungen von Lähmungen eine vereinfachte
Stützkonstruktion Anwendung finden kann, welche durch definierte und gezielte Unterstützungs- und Zugwirkungen die
Ursache der Fehlstellung beseitigt. Durch den verringerten Materialaufwand kann die Orthese einerseits ökonomisch
hergestellt werden und bleibt andererseits beim Tragen unauffällig. Sie ist zur Korrektur der Fußstellung in einem
weiten Anwendungsbereich, insbesondere jedoch zur Kompensation der Auswirkungen von Lähmungen infolge eines
Schlaganfalls, günstig verwendbar. Hierbei fällt der bei gesundem Muskeltonus vorhandene Zugwirkung des entsprechenden
Antagonisten aus, so daß die zu korrigierende Fehlstellung entsteht.
Die erfindungsgemäße Orthese weist eine stabile Unterlage
für die Fußsohle auf, an die mindestens ein vertikal
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gerichtetes stegartiges Stützelement im Bereich der Innenferse anschließt, das einerseits eine Stütze für das Fußgelenk
gegen Umknicken und andererseits einen genügend stabilen Befestigungspunkt für ein diagonales Zugband
bildet, welches an seinem anderen Ende an der Unterlage seitlich außen im Bereich des Kleinzehenballens befestigt
ist. Die Unterlage mit der daran befestigten stabilen Stützeelements bilden somit eine Tragkonstruktion, welche
die Spannung des diagonal gerichteten Zugbands aufnimmt.
Bevorzugt ist im Fersenbereich an der Außenseite des Fußes ein weiteres vertikales Stützelement angebracht, so daß
für den Fersenbereich eine insgesamt U-förmige Stütze entsteht, die den Fuß im Fersenbereich in einer senkrechten
Position hält und damit vor einem Umknicken in beiden seitlichen Richtungen schützt.
Weiterhin kann oberhalb der Ferse ein quer gerichteter,
die oberen Enden der beiden vertikal gerichteten Stützelemente verbindender Steg vorgesehen sein, welcher auch
zur Führung des Zugbands und als Befestigung für eine Umlenkschnalle dienen kann, wenn er entsprechend nach vorn
- den Fesselbereich umgreifend - verlängert ist. Der horizontale Stegbereich bleibt jedoch teilweise offen, d.h.
ist nicht vollständig ringförmig geschlossen, damit das An- und Ausziehen der Fußorthese nicht erschwert wird. Auf
diese Weise läßt sie sich trotz individueller Anpassung kostengünstig herstellen.
Günstig ist außerdem, daß die Zahl der Verschlußbänder auf ein einziges reduziert werden konnte, welches gleich-
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zeitig das Öffnungsende des die hauptsächliche Zugbelastung
aufbringenden Elementes bildet, so daß die Handhabung erheblich erleichtert ist.
DieerfindungsgemäßeOrtheseverhindertdamitdurchdasZugband,
welches als wesentliches Konstruktionselement zwischen zwei einander diagonal gegenüberliegenden Unterstützungspunkten angeordnet ist, ein ungewolltes Absinken (eine
Plantarflexion) des äußeren Vorderfußbereiches. Der oberer Unterstützungspunkt des Zugbands lehnt sich seitlich oberhalb
des Knöchels am Fuß an und bildet dabei das obere Ende eines Stützstegbereichs, welcher starr mit einem ebenfalls
im wesentlichen unflexiblen Sohlenbereich verbunden ist. Durch die diagonal verlaufende Zugverbindung wird der
Sohlenbereich rechtwinklig zum senkrecht verlaufenden Stützsteg ausgerichtet gehalten. Das Zugband verläuft an
der Oberseite des Fußes, wird also von einem normalen Straßenschuh von der Größe eines leicht erhöhten Halbschuhs
aufgenommen.
Bei einer bevorzugten konstruktiven Ausführung der Erfindung ist das obere Ende des Stützstegs somit noch derart
in Querrichtung verlängert, daß es oberhalb der Knöchel um das Bein zum Teil herumgreift und damit zusätzlichen Halt
gibt. Diese Verlängerung ist günstigerweise noch mit einem weiteren senkrecht gerichteten, schmaleren Stützsteg verbunden,
der seinerseits wieder eine Verbindung zur Sohle herstellt, aber schmaler ausgebildet ist. Er läßt den
Außenkncchel frei und bildet einen die Zugkraft des Diagonalbandes in den Sohlenbereich einleitenden Druckstab.
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Die solchermaßen auf unauffällige Weise erfolgte Korrektur einer Supinationsfehlstellung, bei der der Fuß zugleich
nach unten geneigt (eine sogenannte Plantarflexion) und der mediale Fußrand und somit auch der Fußballen angehoben
wird, welches ein Auswärtskanten des Fußes bewirkt, schaffen dem Patienten wesentliche Erleichterung. Beim Gehen
hat der Schlaganfallpatient sonst erhebliche Schwierigkeiten, da er zum einen aufgrund seiner nach außen geknickten
Füße leicht Gleichgewichtsprobleme bekommen kann und zum anderen die Füße stets anwinkeln muß um die Plantarflexion
aufzuheben.
Dadurch, daß diese Orthese außer dem oberhalb der Knöchel angebrachten, in Querrichtung verlängerten beinumgreifenden
horizontalen Bereich des Stützelements auf einer Seite im Außenknöchelbereich keine weiteren Elemente aufweist,
da der senkrechte Verbindungssteg hinter dem Außenknöchel zwischen Fußsohle und dem horizontalen Bereich des Stützelements
derart dimensioniert und beschaffen ist, daß er die auf die Orthese wirkenden Druckkräfte aufnehmen kann,
bietet die Orthese dem Patienten beim Ansetzen am fehlgestellten Fuß entscheidende Vorteile, da der fehlgestellte
Fuß nicht in eine starre Schiene die beidseitig vor den Knöcheln begrenzt ist, eingesetzt werden muß. Stattdessen
wird der Fuß erst durch das Festziehen und die Fixierung des Zugbandes mit Klettverschluß, welches durch die diagonal
zum Befestigungspunkt des Zugbandes am beinumgreifenden horizontalen Bereich des Stützelements angebrachte Umlenkschnalle
gefädelt worden ist, in die korrigierte Stellung gebracht und gehalten. Je fester der Zugband angezogen
wird, desto größer ist die Zug- und daher Korrektur-
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wirkung der Orthese. Die Fußstellung kann jederzeit durch eine Neueinstellung des Klettbandverschlußes des Zugbandes
den Erfordernissen neu angepaßt werden.
Durch den Klettbandverschluß ist die erfindungsgemäße Orthese leicht an- und abzulegen.
Weiterhin vorteilhaft ist, daß durch die beidseitige Erhöhung der Fußsohle im hinteren Fußbereich eine Pronation
des Fußes (d.h. eine Hebung des lateralen Fußrandes und ein Umknicken nach innen) durch die vollständige Fixierung
der Ferse verhindert wird und daß die Fußsohle aus zwei sich unterschiedlich weit erstreckenden Schichten aus jeweils
unterschiedlichen Materialien besteht und daher auch verschiedene Eigenschaften bezüglich der Nachgiebigkeit
aufweist. Die obere Schicht die sich bis einschließlich dem vorderen Bereich der Fußsohle erstreckt, d.h. bis zum
Großzehenballen besteht aus ein thermoplastisches Polstermaterial (im Handel als "Teperfon" erhältlich), ein geschlossenporiger
Schaumstoff. Dieses Material unterbindet die unerwünschte übermäßige Plantarflexion des Fußes, ist
aber dennoch derart flexibel, daß eine Dorsalflexion des Fußes weiterhin möglich ist. Somit wird der Gang des Patienten
nicht erheblich beinträchtigt und durch die andauernde Bewegung der Muskulatur wird verhindert, daß Muskelschwund
eintritt.
Die untere Schicht im hinteren Bereich der Fußsohle, die vertikal gerichteten stegartigen Stützelemente und der anschließende
oberhalb der Knöchel horizontale und beinumgreifende Bereich des Stützelements sind alle aus einem
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Faserverbundmaterial hergestellt. Dieses Material besteht aus einem Aramidschlauch (Keflar), Carbonfasern und Epoxydharz.
Die Festigkeit des Faserverbundmaterials kann durch das Beimischen von hartem oder weichem Epoxydharz
variiert werden. Das Faserverbundmaterial wird mittels einem äußeren Lederbezug vor einer mechanischen Abnutzung
geschützt. Dieser Lederbezug dient ferner sowohl zur Aufnahme der Umlenkschnalle für das Zugband als auch zur Anbringung
eines Hohlniets zur Befestigung des Zugbandes an der Fußorthese.
Das Zugband besteht aus einer Lederhülle mit einseitig aufgenähtem Klett- und Flauschband, wobei ein Vollvulkanfiberstreifen
mit einer Dicke von 1 mm als unelastisches Teil der Verschlußführung in der Lederhülle eingenäht und
mittels des Hohlniets mit der seitlichen Anhöhung der Fußsohle fest verbunden ist.
Die verwendeten Orthesenmaterialen sind hautverträglich
und atmungsaktiv.
Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend
zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es
zeigen:
Fig. 1 eine Frontansicht des vorderen Orthesenteils einer erfindungsgemäßen Orthese,
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Fig. 2 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Orthese von der Außenseite des Fußes her gesehen,
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Fig. 3 eine Rückansicht des hinteren Orthesenteils sowie
Fig. 4 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Orthese von der Innenseite des Fußes her gesehen.
In Fig. 1 ist die Frontansicht eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Fußorthese dargestellt. Die im
wesentlichen starre aus zwei sich unterschiedlich weit erstreckenden Schichten 2 und 3 mit jeweils unterschiedlicher
Beschaffenheit bestehenden Fußsohle 1 der Orthese reicht insgesamt bis zu den Zehspitzen.
Dabei erstreckt sich die obere Schicht 2, welche aus einem thermoplastischen Polstermaterial hergestellt ist,
über die gesamte Fußsohlenlänge, wohingegen die untere Schicht 3, die aus einem Faserverbundmaterial hergestellt
wird, sich nur von der Ferse 6 bis zum Bereich der Zehenballen 4, 5 erstreckt. Die vertikal gerichteten stegartigen
Stützelemente 11, 12 und der anschließende oberhalb der Knöchel horizontale und beinumgreifende Bereich 13 des
Stützelements sind ebenfalls aus diesem Faserverbundmaterial hergestellt, so daß die Orthese die notwendige Steifigkeit
zur Aufnahme von Zugkräften erhält. Die den hinteren Fersenbereich umgreifenden, die beiden vertikalen
Stützelemente verbindenden Bereiche können den jeweiligen individuellen Anforderungen entsprechend variierend ausgestaltet
sein.
In Höhe des horizontalen Bereichs 13 des Stützelements ist eine an einem Lederbezug 17 fest angebrachte Umlenksch-
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nalle oder -schlaufe 22 für ein von einem ersten Befestigungspunkt
2 3 an der erhöhten Außenkante 10 des äußeren Sohlenbereichs des Vorderfußes zur Umlenkschlaufe 22 diagonal
verlaufendes Zugband 18 vorgesehen. Das in einer Lederhülle 20 mit aufgenähtem Klett-und Flauschband 19
angeordnete vulkanisierte Zugband 18 ist von unten durch die Umlenkschlaufe 22 gefädelt und um den horizontalen
Bereich 13 des den hinteren Fußbereich oberhalb der Ferse 6 mindestens teilweise umschließenden Stützelements gelegt
worden. Die Fußorthese ist im Bereich des Fersenbeins 6 mit einer Aussparung 16 versehen.
In Fig. 2 ist die Außenseite des Ausführungsbeispiels der Fußorthese ersichtlich. Der vordere Bereich der Fußsohle 1
der Orthese weist hier, wie schon auch bei der Seitenansicht gemäß Fig. 1, keine Erhöhung der Außenwandung 10
auf. Im Bereich hinter dem Kleinzehenballen 5 ist die Erhöhung der Außenwandung 10 der zweiten Schicht 3 der
Fußsohle 1 nur gering, wodurch die Orthese im Bereich des Außenknöchels 8 eine größere Aussparung 15 aufweist.
Lediglich ein hinter dem Außenknöchel 8 angebrachter und senkrecht verlaufender Steg 12 verbindet die aus der
zweiten Schicht 3 bestehenden Fußsohle 1 mit dem horizontalen Bereich 13 des Stützelements.
Ein Zugband 18 ist mittels eines Hohlniets 21 mit dem Lederbezug 17 der Orthese im Bereich der geringeren Erhöhung
der Außenwandung 10 hinter dem Kleinzehenballen 3 fest mit der zweiten Schicht 3 der Fußsohle 1 fest verbunden. Die
Führung des durch die Umlenkschnalle 22 gefädelten und um den horizontalen Bereich 13 des Stützelements als oberem
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Befestigungspunkt gelegten Zugbandes 18 ist in dieser Darstellung erkennbar. Die Umlenkschnalle bildet einen
lösbare Befestigung für das Zugband, welches ein einfaches und bequemes An- bzw. Ablegen der Orthese ermöglicht.
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In Fig. 3 sind in einer Rückansicht des hinteren Orthesenbereichs die Aussparung 16 im Bereich des Fersenbeins 6
sowie die beiden vertikal gerichteten Stege 11, 12 die die Fußsohle 1 mit dem horizontalen Bereich 13 des Stützelements
verbinden, ersichtlich.
In Fig. 4 ist das Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Fußorthese von der Fußinnenseite her gesehen dargestellt.
Der vordere Bereich der Fußsohle 1 weist keine Erhöhung der inneren Außenwandung auf. Die Außenwandung 9
der Fußsohle 1 verläuft jedoch vom Bereich hinter dem Großzehenballen 4 schaftartig in Form eines den Innenknöchel
7 überdeckenden vertikal gerichteten Steges Il in einem horizontalen Bereich 13, der den hinteren Fußbereich
oberhalb der Ferse 6 teilweise umschließt. Die Orthese ist mit Ausnahme des vorderen Fußbereichs mit einem Lederbezug
17 versehen. In Höhe des horizontalen Bereichs 13 des Stützelements ist am Lederbezug 17 die fest angebrachte
Umlenkschlaufe 22 für das von einem ersten Befestigungspunkt 2 3 an der Außenkante des äußeren Sohlenbereichs 10
des Vorderfußes zur Umlenkschlaufe 22 diagonal verlaufendes Zugband 18 vorgesehen.
Es ist ersichtlich, daß die in den vorstehenden Figuren anhand des Ausführungsbeispiels dargestellten Elemente
eine stabile, die Ferse aufnehmende Kappe bilden, welche
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einen damit im wesentlichen starr verbundenen Sohlenbereich aufweist, der an seiner Außenseite im Bereich der
Zehen einen unteren Befestigungspunkt für das Zugband aufweist, das mit seinem freien Ende mit einem diagonal gegenüberliegenden
obererhalb der Ferse gelegenen Befestigungspunkt lösbar verbunden ist.
Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene bevorzugte Ausführungsbeispiel.
vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich
anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht.
Claims (12)
1. Fußorthese mit einem an den im wesentlichen starren
Sohlenbereich anschließenden, einen Knöchelbereich
einschließenden vertikal gerichteten stegartigen Stützelement,
dadurch gekennzeichnet,
daß zur Sperrung einer Plantarflexion bzw. zur Korrektur einer, insbesondere aufgrund einer Appoplexie aufgetretenen,
Pro-, Supinations- und/oder Varusfehlsteilung ein
von einem ersten Befestigungspunkt (23) an der Außenkante
(9) des Sohlenbereichs (1) des Vorderfußes zu einem zweiten, oberhalb des gegenüberliegenden Knöchels (7)
gelegenen, an dem Stützelement (11) vorgesehenen Befestigungspunkt (24) diagonal verlaufendes Zugband (18) vorgesehen
ist, wobei die beiden Bestigungspunkte in Bezug auf den Sohlenbereich im wesentlichen insbesondere starr
angeordnet sind und der erste Befestigungspunkt bevorzugt im Bereich des Kleinzehballens und der zweite Befestigungspunkt
oberhalb des Innenknöchels gelegen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß an das vertikal gerichtete
stegartige Stützelement (11) ein horizontaler Bereich (13) anschließt, der den hinteren Fußbereich ober- und/oder
unterhalb der Ferse (6) mindestens teilweise umschließt.
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3. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
dem horizontalen Bereich (13) und dem an der Außenseite (10) des Fußes gelegenen Sohlenbereich ein weiteres stegartiges
Stützelement (12) vorgesehen ist, welches dem den zweiten Befestigungspunkt tragenden Stützelement gegenüberliegend
angeordnet ist und vorzugsweise den Knöchelbereich (8) ausspart.
4. Fußorthese nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß das weitere stegartige
Stützelement (12) in Richtung der Ferse (6) hinter dem entsprechenden Knöchel (8) gelegen ist.
5. Fußorthese nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugband
(18) mittels einer an dem zweiten Befestigungspunkt
(24) vorgesehenen Umlenkschnalle (22) lösbar verbunden ist.
6. Fußorthese nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugband
(18) ein im wesentlichen unelastischen Band aufweist, das mindestens über einen Teil seiner Länge von einer Lederhülle
(20) mit jeweils einseitig aufgebrachten miteinander in Eingriff gelangenden Teilen einer Klettverschluß-0
bandandordnung (19) umgeben ist.
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7. Fußorthese einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der im wesentlichen
unelastische Teil des Zugbandes (18) aus vulkanisiertem Material besteht.
8. Fußorthese nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste
Verbindungspunkt (23) durch einen Hohlniet (21) gebildet wird.
9. Fußorthese nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sohlenbereich
(1) und/oder die knöchelumfassenden Stützelemente (11, 12, 13) mindestens teilweise mit einem Lederbezug
(17) versehen sind.
10. Fußorthese nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die tragenden
Bereiche aus Faserverbundmaterial bestehen.
11. Fußorthese nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet , daß das Faserverbundmaterial
aus einer Mischung von Keflar oder Carbonfasern in einer Matrix aus Epoxydharz besteht.
12. Fußorthese nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Soh-
ZCH40.G1 Blatt
lenbereich (1) eine Auflage (2) aus thermoplastischem Polstermaterial
aufweist, die insbesondere den sich bis in den Mittelfußbereich erstreckenden tragenden Bereich (3)
aus Faserverbundmaterial bis hin zu den Zehen überragt. *****
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9100531U DE9100531U1 (de) | 1991-01-17 | 1991-01-17 | Fußorthese |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9100531U DE9100531U1 (de) | 1991-01-17 | 1991-01-17 | Fußorthese |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9100531U1 true DE9100531U1 (de) | 1991-06-20 |
Family
ID=6863432
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9100531U Expired - Lifetime DE9100531U1 (de) | 1991-01-17 | 1991-01-17 | Fußorthese |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE9100531U1 (de) |
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