DE9016920U1 - Elektromagnetische Anzeigevorrichtung - Google Patents
Elektromagnetische AnzeigevorrichtungInfo
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Description
Friedrich Merk-Telefonbau GmbH, Postfach 80 12 20, 8000 München„80
Elektromagnetische Anzeigevorrichtung
Die Neuerung betrifft eine elektromagnetische Anzeigevorrichtung bestehend
aus auf einer Platte drehbar angeordneten, dreiecksförmigen Kippklappen, wobei die Oberseite der der Platte zugewandte Seite der
Kippklappe und die von der Kippklappe in dieser Lage verdeckte Fläche der Oberseite der Platte mit einer ersten Farbe und die andere Seite
der Kippklappe und die übrige Oberseite der Platte mit einer zweiten Farbe versehen ist, die Drehachse der aus einem gleichschenkligen Dreieck
gebildeten Kippklappe mit der Hypotenuse desselben zusammenfällt,
auf der Kippklappe ein Polarisationsmagnet angebracht ist und die Bewegung der drehbar gelagerten Kippklappe aus einer ersten Lage in eine
zweite Lage durch einen fest zugeordneten, hinter der Platte auf einer Leiterplatte angebrachten, einen Spulenkörper und einen stiftförmigen
Kern aufweisenden Elektromagneten erfolgt.
Eine derartige Anzeigevorrichtung ist bereits bekannt. So wird in der
DE-OS 36 01 018 eine elektromagnetische Anzeigevorrichtung beschrieben, bei welcher der Polarisationsmagnet in der Nähe der Drehachse angebracht
ist und die Bewegung der Kippklappe von einer ersten Lage in eine zweite Lage durch das Magnetfeld eines auf der der Kippklappe abgewandten Seite
der Platte angebrachten Elektromagneten erfolgt. Eine derart aufgebaute Anzeigevorrichtung läßt sich in sehr kleinen Ausführungsformen herstellen.
Dabei erfolgt die lösbare Befestigung der die Kippklappen tragenden Platte mit der die Elektromagenten tragenden Leiterplatte durch an der
Platte angebrachte Speisenippel.
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Die Aufgabe der Neuerung besteht nun darin, eine elektromagnetische
Anzeigevorrichtung anzugeben, bei welcher die dreiecksförmigen Kippklappen auch relativ groß ausgebildet sein können.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß symmetrisch zur Drehachse hinter
der Platte zwei,gleichartige Wicklungen aufweisende, jeweils gleichartig
vom Strom durchflossene Elektromagneten und der Polarisationsmagnet
an der Kippklappe derart angebracht sind, daß sich der Polarisationsmagnet der Kippklappe jeweils in der einen Lage über den einen Elektro-
magnet und in der anderen Lage über dem anderen Elektromagnet befindet.
Wird die Spule des Elektromagneten von einem elektrischen Strom durchflossen,
so weist das Ende des Kerns der beiden Elektromagnete die gleiche Polarität auf. Diese ist durch einen Stromfluß in der .ent-.
sprechenden Richtung derart zu wählen, daß die Polarität des Polarisationsmagneten
und die Polarität des Elektromagneten gleich sind. Auf diese Weise wird der Polarisationsmagnet abgestoßen und die Kippklappe
bewegt. Durch die Drehbewegung kommt jedoch der andere Pol des Polarisationsmagneten
in das Magnetfeld des anderen Elektromagneten. Die andere Polarität des Polarisationsmagneten und die Polarität des Elektromagneten
bewirken eine Anziehung, so daß bei einem remanenten Kern die Kippklappe in der jetzt eingenommenen Lage auch sicher gehalten wird.
Während bei der elektromagnetischen Anzeigevorrichtung gemäß der DE-OS
36 01 018 der Polarisationsmagnet in der Nähe der Drehachse der Kippklappe
angebracht ist, ist es bereits bekannt, den Polarisationsmagnet einer Kippklappe auch in größerer Entfernung von der Drehachse auf
derselben anzubringen. So wird in der DE-OS 33 35 922 eine Anzeigetafel zur visuellen Darstellung von Informationen beschrieben, bei welcher
Elektromagneten mit einem hufeisenförmigen Kern hinter der Platte angebracht sind, wobei die Schenkelenden des Kerns sich in der Nähe des
Polarisationsmagneten in den beiden Endlagen der Kippklappe befinden. Die Ansteuerung einer derartig ausgestalteten Anzeigevorrichtung
ist jedoch problematisch, da beide Schenkelenden des Elektromagneten immer entgegengesetzte Polaritäten aufweisen, so daß der Elektromagnet
nur zum Abstoßen der Kippklappe aber niemals zum Heranziehen oder Halten
derselben benutzt werden kann. Das bedeutet, daß der Kern des Elektromagneten
nicht remanent sein darf.
Eine Weiterbildung der Neuerung besteht darin, daß die Platte quadratisch ausgebildet und geringfügig größer ist als die von
der Kippklappe in beiden Lagen verdeckte Fläche.
Durch die Beschränkung der Platte auf ein einziges Anzeigeelement lassen
sich sowohl matrixförmige als auch andere beliebige Konfigurationen neben
dem Einsatz als Einzelelement bilden.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Neuerung besteht auch darin,
daß die Platte im Bereich ihrer Ecken jeweils mit einem Abstandssteg versehen ist.
An den Abstandssteg legt sich die die Elektromagneten tragende Leiterplatte,
wobei die Abstandsstege entweder an ihrem Ende mit Spreiznippeln zur Befestigung
an der Leiterplatte durch entsprechende Bohrungen versehen sind oder eine lösbare Verrastung zwischen Platte und Spulenkörper vorgesehen
ist.
Die Neuerung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert,
welches in der Zeichnung dargestellt ist.
Es zeigt:
Fig. 1 die Seitenansicht der Anzeigevorrichtung,
Fig. 2 die Draufsicht auf die Anzeigevorrichtung und
Fig. 3 einen Schnitt durch die Platte mit der Rastver
bindung.
Die Platte 1 trägt nur ein Anzeigeelement in Form einer Kippklappe 3,
welche als gleichschenkliges rechtwinkliges Dreieck ausgebildet ist.
Die Hyotenuse desselben bildet die Drechachse der Kippklappe 3, die an beiden
Enden mit jeweils einem Zapfen 20 versehen ist, welche in Lagern 19 drehbar gelagert sind. Auf der Kippklappe 3 ist ein Polarisationsmagnet 2
angebracht, welcher auf der einen Seite den einen Pol und auf der anderen Seite den anderen Pol trägt.
Die Platte 1 weist an der der Kippklappe 3 abgewandten Seite Abstandsstege
6 und 7 auf, gegen welche sich die die Elektromagneten 4 und 5 tragende Leiterplatte 10 anlegt. Die beiden gegenüberliegenden Ab-Standsstege
7 können gemäß dem Stand der Technik mit einem Spreiznippel 8 versehen sein, welcher durch eine entsprechende Bohrung 9 der Leiterplatte
10 ragt und zwischen Leiterplatte 10 und Platte 1 eine lösbare Verbindung ermöglicht. Die Elektromagneten 4 und 5 weisen jeweils einen
stiftförmigen Kern mit remanenten Eigenschaften auf, welcher einerseits
durch eine entsprechende Bohrung 17 in die Leiterplatte 10 hinein- oder durch diese hindurchragt und andererseits in einer Vertiefung 11 in der
Platte 1 endet.
Der Polarisationsmagnet 2 und die Elektromagneten 4 und 5 mit ihren
stiftförmigen Kernen 16 sind derart angeordnet, daß sich der Polarisationsmagnet in jeder der beiden Lagen der Kippklappe 3 in der Nähe des Endes
des stiftförmigen Kerns 16 eines Elektromagenten 4 oder 5 befindet. Die
Elektromagneten 4 und 5 sind symmetrisch zur Drehachse der Kippklappe angeordnet. .Die Bewegung der Kippklappe 3 erfolgt dadurch, daß, ausgehend
von der Darstellung gemäß Fig. 1 beispielsweise die dem Elektromagneten 4 zugewandten Seite des Polarisationsmagenten 2 der Kippklappe 3 dem Nordpol
entspricht, durch die Spulen der Elektromagneten 4 und 5 ein Strom in einer solchen Richtung fließt, daß am-Ende des stiftförmigen Kerns
im Bereich des Polarisationsmagneten 2 ebenfalls ein Nordpol entsteht. Hierdurch
erfolgt ein Abstoßen des Polarisationsmagneten 2 und damit eine Bewegung der Kippklappe 3. Sobald die. Kippklappe den halben Weg ihrer Drehbewegung
zurückgelegt hat, kommt der auf der anderen Seite des Polarisationsmagneten 2 befindliche Südpol in die Nähe des Magnetfeldes des
Elektromagneten 5,
welches bei dem angenommenen Beispiel ebenfalls dem Nordpol entspricht.
Hierdurch erfolgt eine Anziehung des Polarisationsmagneten 2 an den Elektromagneten 5 und damit die Fortsetzung der
Drehbewegung der Kippklappe 3. Sobald die Kippklappe 3 ihre andere Lage eingenommen hat, wird sie von dem remanenten Magnetfeld des
stiftförmigen Kerns 16 des Elektromagneten 5 in der eingenommenen Lage gehalten. In beiden Lagen ruht die Kippklappe 3 auf den kleinen
Erhöhungen 15 auf der der Kippklappe zugewandten Seite der Platte
Die Kippklappe ist auf der einen Seite in einer ersten Farbe und auf
der anderen Seite in einer zweiten Farbe eingefärbt, wobei die der Kippklappe zugewandte Seite der Platte 1 ebenfalls mit den beiden
Farben eingefärbt sind, und zwar derart, daß in der einen Lage der Kippklappe die eine Farbe und in der anderen Lage die andere Farbe
als Quadrat sichtbar ist.
Die lösbare Verbindung der Platte 1 mit der Leiterplatte 10 kann auch dadurch erfolgen, daß anstelle der Spreiznippel 8 die Vertiefung
11 in der Platte 1 mit einem Wulst 13 versehen ist, welcher hinter die Verjüngung 14 des Spulenkörpers 12 greift, wenn
die Enden der Abstandsstege 6 bzw. 7 auf der Leiterplatte 10 aufliegen.
Eine derartige Befestigung kann nun über einen oder auch über beide
Elektromagneten erfolgen.
An einem oder auch mehreren Rändern ist die Platte 1 mit einer Vertiefung
18 versehen, durch welche die Platte 1 von der die Elektromagneten 4 und 5 tragenden Leiterplatte 10 abgezogen werden kann.
Auf diese Weise ist die Auswechselbarkeit der Anzeigeelemente möglich.
Die Platte 1 ist derart geformt, daß diese nur wenig größer als die
von der Kippklappe 3 verdeckte Fläche in der einen oder in der anderen Lage ist. Auf diese Weise lassen sich derart ausgestaltete An-Zeigeelemente
matrixförmig anordnen, wodurch auch eine Darstellung von Buchstaben, Ziffern und Zeichen möglich ist.
Claims (10)
1. Elektromagnetische Anzeigevorrichtung bestehend aus auf einer Platte drehbar angeordneten, dreiecksförmigen Kippklappen, wobei
die der Oberseite der Platte zugewandte Seite der Kippklappe und die von der Kippklappe in dieser Lage verdeckte Fläche der
Oberseite der Platte mit einer ersten Farbe und die andere Seite der Kippklappe und die übrige Oberseite der Platte mit einer
zweiten Farbe versehen ist, die Drehachse der aus einem gleichschenkligen Dreieck gebildeten Kippklappe mit der Hypothenuse
desselben zusammenfällt, auf der Kippklappe ein Polarisationsmagnet
angebracht ist und die Bewegung der drehbar gelagerten Kippklappe aus einer ersten Lage in eine zweite Lage durch einen
fest zugeordneten, hinter der Platte auf einer Leiterplatte angebrachten, einen Spulenkörper und einen stiftförmigen Kern aufweisenden
Elektromagneten erfolgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß symmetrisch zur Drehachse hinter der Platte (1) zwei , gleichartige
Wicklungen und gleiche Polaritäten aufweisende,
Elektromagneten (4,5) und der Polarisationsmagnet (2) an der Kippklappe (3) derart angebracht sind, daß sich der
Polarisationsmagnet (2) der Kippklappe (3) jeweils in der einen Lage über dem einen Elektromagnet (4) und in der anderen Lage
über dem anderen Elektromagnet (5) befindet.
2. Elektromagnetische Anzeigevorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (1) quadratisch ausgebildet und geringfügig
größer ist als die von der Kippklappe (3) in beiden Lagen verdeckte Fläche.
3. Elektromagnetische Anzeigevorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Platte (1) im Bereich ihrer Ecken jeweils mit einem
Abstandssteg (6,7) versehen ist.
4. Elektromagnetische Anzeigevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei gegenüberliegende Abstandsstege (7) jeweils an ihrem Ende mit Spreiznippeln (8) versehen sind, welche durch entsprechende
Bohrungen (9) in der Leiterplatte (10) ragen.
5. Elektromagnetische Anzeigevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Platte (1) auf der der Leiterplatte (10) zugewandten Seite Vertiefungen (11) aufweist, in welche jeweils ein Spulenkörper
(12) ragt.
6. Elektromagnetische Anzeigevorrichtung nach-einem der Ansprüche
1 bis 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Vertiefung (11) am Rand mit einem Wulst (13)
versehen ist, welcher im montierten Zustand von Platte (1) und Leiterplatte (10) hinter eine Verjüngung (14) des Spulenkörpers
(12) greift.
7. Elektromagnetische Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Kippklappe (3) zugewandten Seite der Platte (1)
jeweils eine Erhöhung (15) angebracht ist, auf welcher die Kippklappe (3) in der einen bzw. anderen Lage aufliegt.
8. Elektromagnetische Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß der stiftförmige Kern (16) des Elektromagneten (4,5) durch
eine entsprechende Bohrung (17) in die Leiterplatte (10) ragt.
9. Elektromagnetische Anzeigevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß an der Platte (1) seitlich eine über die Dicke reichende Vertiefung (18) angebracht ist.
10.12.90
Fs/Me.
Fs/Me.
Gbm 1704
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE9016920U DE9016920U1 (de) | 1990-02-08 | 1990-12-14 | Elektromagnetische Anzeigevorrichtung |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DE4003794 | 1990-02-08 | ||
| DE9016920U DE9016920U1 (de) | 1990-02-08 | 1990-12-14 | Elektromagnetische Anzeigevorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE9016920U1 true DE9016920U1 (de) | 1991-03-07 |
Family
ID=25889881
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE9016920U Expired - Lifetime DE9016920U1 (de) | 1990-02-08 | 1990-12-14 | Elektromagnetische Anzeigevorrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE9016920U1 (de) |
-
1990
- 1990-12-14 DE DE9016920U patent/DE9016920U1/de not_active Expired - Lifetime
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