DE8905693U1 - Vorrichtung zum Binden von Schadstoffen - Google Patents
Vorrichtung zum Binden von SchadstoffenInfo
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Description
Dr.-lng. Reimar'Konrg ·..· ...:Dipi-trnig. Klaus Bergen
Wlheim-Tafi-Scr.&Lgr;&Agr; 4O00 Düssödarf 1 TeLOSTI-3S7OSS Patentanwälte
3. Mai 1989
38 076 K
38 076 K
Turbofilter GmbH, Müller-Breslau-Str. 30 a,
4300 Essen
"Vorrichtuni zum Binden von Schadstoffen"
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Binden von Schadstoffen, insbesondere Asbest, aus einnr Saug- und Filteranlage mit Filtern unterschiedlichen Filtergradts.
Derartige Vorrichtungen werden benötigt, um bei der Sanierung
von Gefcäuden zu vermeiden, daß der dabei entstehende
Staub in die Umgebung gelangt und eine Gefahrenquelle darstallt. Dies gilt insbesondere für Asbest, der bis in die
''Oiger Jahre hinein als Brandschutz- und Dänsnaterial im
Bauwesen eingesetzt wurde. Inzwischen stellte sich Asbest als stark krebserregend h&raus, so daß Entsorgungs- und
f\ Sanierungsmaßnalunen erforderlich sind, die den Asbeststaubgehalt
in der Raumluft auf ein gesetzlich vorgeschriebenes Mindestmaß herabsetzen.
Diese Entsorgungs- und Sanierungsmaßnahmen werden in Primär- und Sekundärmaßnahmen unterschieden. Die Primärmaßnahmen
beziehen sich auf das Abtragen und Entfernen von Asbest. Hierfür werden durch Abschottung und Abklebung einzelne
Raumpartien abgetrennt, die ständig unter Unterdruck gehalten werden, um sicherzustellen, daß beim Abtragen und
Entfernen des Asbests keine Asbestfasern nach außen dringen.
■ Unter den Sekundärmaßnahmen versteht man das Fördern des
beim Abtragen oder Abschaben des Asbest anfallenden Materials aus dem Bereich der Primärmaßnahmen zu einer Entsorgungsanlage.
Diese Entsorgungsanlage befindet sich in der Regel außerhalb des Gebäudes und besteht aus einer Saug-
;■ und Filteranlage unterschiedlichen Filtergrades, die so
hintereinandergeschaltet sind, daß die abgesaugte Luft beim
; Abblasen in die Umgebungsluft einen Asbestfasergehalt unter-
f halb der zulässigen Grenzwerte aufweist.
\ Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art sind die Sauganiage
j sowie die verschiedenen Filter unterschiedlichen Filter-
J grades als Einzelelemente ausgebildet, so daß der Transport und das Aufstellen am Einsatzort umständlich ist. Des wei-•
teren führt das Auswechseln der einzelnen Filterelemente ', bei Sättigung dazu, daß Asbestfasern freiwerden und den
f ümgebungsbereich kontaminieren. Dies läßt sich nur vermeiden,
wenn jedes Einzelgerät in einen geschlossenen Raum gebracht wird, um dort die Filterelemente auszuwechseln,
wobei die freiwerdenden Asbestfasern abgesaugt und ausgefiltert werden müssen. Es li?gt auf der Hand, daß dies
; aufwendig ist und die Einsatzbereitschaft und Flexibilität
' ) der bekannten Vorrichtungen beeinträchtigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Hachteile der
bekannten Vorrichtung zu vermeiden und eine kompakte, leicht zum Einsatzort zu transportierende Vorrichtung zu
schaffen, mit der die Schadstoffe sicher und vollständig gebunden werden, ohne daß dabei Feinstaub in die Atmosphäre
austritt. Des weiteren soll ein Auswechseln der Filterelemente möglich sein, ohne daß die Vorrichtung in einen
abgeschlossenen, unter Unterdruck =;tenenden Raum gebracht
'I werden muß.
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Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs erwännten Art erfindungsgemäß durch einen über ein Anschlußrohr
mit dem zu sanierenden Raum bzw. Gebäude verbundenen Vorabscheider, einen Über einen Füllschacht mit dem Vorabscheider
verbundenen Schadstoffbehälter und eine mit dem
Vorabscheider über ein Feinstfilter und ein Hauptfilter verbundene Saugvorrichtung gelöst. Die Einzelelemente lassen
sich su sinsr kospaktsr. Einheit susassssnf asssn, die
leicht transportierbar ist.
Um die Umweltbelastung beim Betrieb der Vorrichtung zu
vermindern, kann der Saugvorrichtung mindestens ein Schalldämpfer nachgeschaltet sein.
Die erfindungsgemäße Baueinheit läßt sich durch eine weitere,
in einen Filter fördernde mit dem zu sanierenden Raum über einen Sauganschluß verbundene Saugvorrichtung ergänzen,
wobei vorzugsweise das Anschlußrohr mit einer Aufnahmevorrichtung für die Schadstoffe im zu sanierenden Raum und
der Sauganschluß mit dem zu sanierenden Raum zum Erzeugen eines ständigen Unterdrucks verbunden sein können.
f Die Filterelemente in den Filtern können auswechselbar
sein, ihre Betriebsdauer ist jedoch hoch, da der überwiegende Teil der Schadstoffe im Vorabscheider abgeschieden
wird.
Zu diesem Zweck kann der Vorabscheider als Zyklonabscheider ausgebildet sein, in den das Anschlußrohr tangential einmündet,
während in dessen oberem, zentralem Luftauslaß der Hauptfilter angeordnet ist und dessen unterer Feststoffauslaß
aus des Füllschacht besteht.
-A-
Auf diese Weise läßt sich erfindungsgentäß der Sammelbehälter
unterhalb des Füllschachts anordnen, der mit einem oberen Absperrschictfer zum Zyklonabscheider hin und einem
unteren Absperrschieber zum Sammelbehälter hin als Volumendosierer ausgebildet sein kann.
Zu diesem Zweck kann der Füllschieber ein Sichtfenster und/ oaer eine Maximum- und eine Minimum-Niveauanzeige aufweisen.
Während des Betriebes ist zunächst der untere Absperrschieber zum Sammelbehälter hin geschlossen, während der
obere Absperrschieber zum Zyklonabscheider hin geöffnet ist. Die im Zyklonabscheider abgeschiedenen Schadstoffe sammeln
sich daher im Füllschacht, bis die Maximum-Niveauanzeige erreicht ist. In diesem Moment werden der obere
Absperrschieber geschlossen und der untere Absperrschieber geöffnet, so daß eine volumendosierte Menge des zu entsorgenden
Stoffes in den Sammelbehälter gelangt.
Im Sammelbehälter werden die abgeschiedenen Stoffe gebunden und anschließend ausgetragen. Handelt es sich bei den abgeschiedenen
Stoffen um Asbest, kann der Sammelbehälter als Zwangsmischer mit einer Zementzugabe, einer Wasserzugabe,
einem Auslaß und einem verschließbaren, mit einem Filter versehenen Belüftungsstutzen für mit dem Zement und dem
Wasser gemischten Asbest ausgebildet sein. Während sich der Füllschacht nach Schließen des unteren Absperrschiebers und
Öffnen des oberen Absperrschitbers wieder füllt, wird der
Asbest im Zwangsmischer mit dem Zement und dem Wasser
gemischt und über einen Auslaß in einen Behälter abgegeben. Dieser so gebundene Asbest ist für die Umgebung ungefährlich.
— 5 —
Da im. ZyklonabschMder und im damit verbundenen Füllschacht,
solange der obere Absperrschieber geöffnet und der untere Absperrschieber geschlossen ist, ein Unterdruck
herrscht, ist es vorteilhaft, am Füllschacht einen verschließbaren, mit einem Filter versehenen Belüftungsstutzen
anzuordnen. Dieser Belüftungsstutzen wird geöffnet, nachdem der obere Absperrschieber geschlossen ist, um einen Druck-
herzustellen.
Um zu vermeiden, daß Asbeststaub in die Umgebungsluft gelangt, wenn der Zyklonabscheider vom Füllschacht getrennt
wird, können am Füllschacht Spülstutzen mit Spüldüsen angeordnet sein, so daß sich alle im Füllschacht frei schwebenden
oder an der Wandung festgesetzten Asbestfasern abspulen und in den Zwangsmischer bringen lassen.
Vorteilhafterweise kann die über das Anschlußrohr mit der Aufnahmevorrichtung für die Schadstoffe verbundene Saugvorrichtung
als Drehkolbengebläse und die direkt mit dem zu sanierenden Raum verbundene Saugvorrichtung als Radialgebläse
ausgebildet sein. Mit einem Drehkolbengebläse läßt ( ) sich zwar nur eine geringere Luftmenge fördern, jedoch ist
der erreichbare Unterdruck höher, so daß sich eine starke Saugwirkung ergibt. Der im zu sanierenden Raum herrschende
Unterdruck kann relativ gering sein, da er nur dazu dient, den Austritt von Asbestfasern nach außen zu verhindern.
Daher genügt ein Radialgebläse großer Förderleistung, das nur einen geringen Unterdruck erzeugt.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Zyklonabscheider, der Kauptfliter, dsr Feinstfilter, das Drehkolbengebläse,
die Schalldämpfer, das Radialgebläse und die Filterelemente
in einem vorzugsweise genormten Container und eier Füllschacht
sowie der Zwangsmischer in einem weiteren vorzugsweise genormten Container angeordnet sind und sich der
untere Ausgang des Zyklonabscheiders mit dem oberen Eingang des Füllschachts durch Aufeinandersetzen der Container abgedichtet
verbinden läßt.
Auf diese Weise lassen sich die beiden Einheiten ohne Probleme trennen und mit einem Lastzug von Einsatzort zu Einsatzort
transportieren. Dort werden sie aufeinandergesetzt und abgedichtet verbunden. Zu diesem Zweck kann zwischen
desa unteren Ausgang des Zyklon»bscheiders und dem oberen
Eingang des Füllschachts vorzugsweise eine elastische Dichtung angeordnet sein.
Ist der Absperrschieber im Bereich des unteren Ausgangs des
Zyklonabscheiders im Bodenbereich des Containers angeordnet, läßt sich diese Öffnung mittels des Absperrschiebers
für den Transport schließen. Es braucht dann nur noch der obere Eingang des Füllschachts mittels einer lösbaren Platte
verschlossen zu werden. Befindet sich andererseits der obere Absperrschieoer im oberen Eingang des Füllj
{&Lgr; Schachts, muß der untere Ausgang des Zyklonabscheiders für
den Transport mit einer lösbaren Platte verschlossen werden.
Dadurch, daß die Einzelelemente der erfindungsgeroäßen Vorrichtung
in zwei Containern angeordnet sind, lassen sich Umweltbelastungen durch Geräuschentwicklung im Betrieb weitgehend
vermeiden, wenn die Saugvorrichtung und/oder die Container schallgekapselt bzw. schallisoliert sind.
Die Antriebe für die Saugvorrichtungen bestehen vorzugsweise aus Elektromotoren, die sich über einen einfachen
Kabelanschluß mit einer entsprechenden Stromversorgung ver- %
binden lassen. Zusätzlich kann im Container mit dem Füllschacht und dem Zwangsmischer ein Notstromaggregat angeordnet
sein, das in Betrieb genommen wird, wenn für den Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung kein Stromanschluß
vorhanden ist.
Weiterhin kann im Container eine Druckluftanlage angeordnet
sein, um eine Abreinigungsvorrichtung des Hauptfilters zu betreiben.
Um zu vermeiden, daß beim Auswechseln der Filterelemente | Asbeststaub die Container und gegebenenfalls die Umgebung |
kontaminiert, kann ein mit dem Drehkolbengebläse verbünde- f,
ner Sauganschluß in den Innenraum des Containers münden, &
1 über den die Luft aus dem Container abgesaugt wird. I
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeich- &iacgr;
nung dargestellten Ausführungsbeispiels des näheren erläu- | tert. In der Zeichnung zeigen: |
Fig. 1 eine Vorderansicht einer erfindungsgemäßen Vor- | , richtung im Schnitt; und f
Fig. 2 eine Draufsicht gemäß der Linie H-II in Fig. 1, im Schnitt.
In einem Container 1, der auf einen weiteren Container 2 aufgesetzt ist, befindet sich ein Zyklonabscheider 3. Vom
Zyklonabscheider 3 führt ein Anschlußrohr 4 mit Absperrventil 4a an eine Stirnwand des Containers 1 und läßt sich mit
einer Aufnahmevorrichtung für den Schadstoff im zu sanierenden Raum verbinden. Das Anschlußrohr 4 geht tangential in
• ···· · ■ t·&igr;
den oberen Bereich des Zyklonabscheiders 3 über. Der Zyklonabscheider
3 verjüngt sich trichterförmig nach unten und endet in einem Absperrschieber 5, der im Boden des Containers
1 angeordnet ist. Oberhalb des Zyklonabscheiders 3 ist in seinem Ausgang ein Hauptfilter 6 mit auswechselbaren,
berstsicheren Filterelementen angeordnet. Von diesem Hauptfilter 6 wird die durch ein Drehkolbengebläse 8 angesaugte
Luft durch ein Feinstfilter 7 geführt und gelangt» von dem au entsorgenden Schadstoff weitestgehenü gsrsinigt, über
Schalldämpfer 9 und einem Luftaustritt 10 ins Freie.
Im Container 1 ist des weiteren ein Radi al-Sauggebläse 11
angeordnet, das über einen Sauganschluß 13 mit dem zu sanierenden Raum verbunden ist, um dort einen geringen Unterdruck
aufrechtzuerhalten. Das Radialgebläse 11 fördert die Luft über Filterelemente 12 ins Freie. Auch diese vom
Radialgebläse 11 geförderte Luft ist nach dem Durchgang durch die Filterelemente 12 weitestgehend schadstofffrei.
Die im Zyklonabscheider 3 abgeschiedenen Feststoffe gelangen in einen Füllschacht 14, der sich mit einem unteren
Absperrschieber 15 verschließen läßt.
Angesichts des oberen Absperrschiebers 5 und des unteren Absperrschiebers 15 wirkt der Füllschacht 14 als Schleuse,
die den Zykionabscheider 3 und einen sich an den Füllschacht 14 anschließenden Zwangsmi scher 2:1 voneinander
trennt. Der Füllschacht 14 dient gleichzeitig als volumetrische Dosiervorrichtung. Zu diesem Zweck weist der Füllschacht
14 ein Sichtfenster 16 sowie eine Maximumanzeige 17 und eine Minimumanzeige 18 auf.
Wenn der untere Absperrschieber 15 geschlossen ist, füllt sich der Füllschacht 14 mit dem im Zyklonabscheider 3 ^geschiedenen
Schadstoff, bis die Kaximumanzeige 17 erreicht ist. Dann wird der obere Absperrschieber 5 geschlossen und
der untere Absperrschieber 15 geöffnet, so daß der Inhalt des Füllschachts 14 in den Zwangsmischer 21 entleert wird.
Ein mit einem Filter versehener, absperrbarer Belüftungsstut&=*n
20 dient dazu, den Druckausgleich herzustellen, wenn der Inhalt des Füllschachts 14 in den Zwangsmischer 21
( ) entleert werden soll. Der Zwangsmischer 21 weist eine Zementzugabe
22 und eine Wasserzugabe 23 sowie einen Belüftungsstutzen 24 auf.
Nachdem der untere Absperrschieber 15 wieder geschlossen und der obere Absperrschieber 5 wieder geöffnet ist, wird
den in den Zwangsmischer 21 gegebenen Feststoffen Zement und Wasser zugegeben, die Stoffe werden gründlich gemischt
und nach Beendigung des Mischens über einen Auslaß 25 jn
einen Behälter 26 entleert. Danach ist der Zwangsmischer 21 für einen weiteren Mischvorgang bereit.
, Das Drehkolbengebläse 8 und das Radialgebläse 11 sind elektromotorisch
angetrieben. Normalerweise erfolgt die Stromversorgung über einen nach außen geführten Kabelanschluß.
Befindet sich am Einsatzort keine Stromquelle, kann die
Vorrichtung auch über ein itn unteren Container 2 angeordnetes Notstromaggregat 27 betrisben werden.
Der obere Container 1 ist über eine Leiter 28, ein Podest
29 und eine Tür 30 zugänglich.
- 10 -
Im Betrieb sind die Container 1, 2, wie dargestellt, übereinander angeordnet, so daß die Öffnung des unteren Ausgangs
des Zyklonabscheiders 3 und die Öffnung des oberen : Eingangs des Füllschachts 14 fluchtend übereinanderiiegen.
Um diese Öffnungen herum erstreckt sich eine elastische ; Dichtung 31, so daß durch das Aufeinandersetzen der Con-"
tainer 1, 2 eine abgedichtete Verbindung zwischen dem Zyklonabscheider 3 und dem Füllschacht 14 geschaffen wird.
, / ~^ Der obere Absperrschieber 5 befindet sich in der Ebene des
Bodens des oberen Containers 1; dieser Absperrschieber 5
! wird verschlossen, wenn der obere Container J vom unteren
\ Container 2 abgehoben wird. Der obere Eingang des FUIl-
Schachts 14 wird für den Transport mittels einer lösbaren
&igr; Platte verschlossen.
Bevor der obere Container 1 abgehoben werden kann, müssen aus dem Füllschacht die Schadstoffreste entfernt werden. Zu
diesem Zweck sind am Füllschacht 14 Spülstutzen 19 angeordnet, die zu Spüldüsen im Innern des Füllschachts 14 führen.
Der Füllschacht 14 wird ausgespült, und das Spülmittel mit den abgespülten Schadstoffen gelangt in den Zwangsraischer
') 21. Nach dem Verschließen des unteren Absperrschiebers 15
kann der obere Container 1 abgehoben werden, da der Füllschacht 14 frei von Schadstoffen ist.
Die Betätigung des oberen Absperrschiebers 5, des unteren Absperrschiebers 15, des Zwangpcdschers 21, der Zementzugabe
22 und der Wasserzugabe 23 läßt sich über eine frei programmierbare,
speicherprogrammierbars Steuerung und entsprechende Verriegelungen und Folgeschaltungen so steuern, daß
als Endprodukt im Behälter 26 ei' mineralisch gebundener
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- 11 -
Asbest anfällt, der in dieser Form ungefährlich ist.
Durch Schallkapselung des Drehkolbengebläses 8 und des Radialgebläses
13 sowie Einbau von Schalldämpfern und Schallisolierungen an den Wänden der Container 1, 2 läßt sich der
Schallpegel desr Vorrichtung so weit herabsetzen, daß von
der erf indungsgemaßen Vorrichtung keine nenrienRwftr»*e Störung
der Umgebung ausgeht.
Die im Zyklonabscheider 3 abgeschiedenen Schadstoffe gelangen ohne störanfällige Förderorgane wie Schnecken- oder
Zellenradförderer direkt über den Füllschacht 14 in den Zwangsmischer 21,
Ist ein Auswechseln der Filterelemente im Hauptfilter 6, im Feinstfilter 7 oder in dem Radialgebläse 11 nachgeschalteten
Filter 12 erforderlich, läßt sich eine Kontaminierung des Innenraums des Containers 1 dadurch verhindern, daß
beim Auswechseln der Filterelemente in den Filtern 6 und 7 über das Radialgebläse und im Filter 12 über das Kapselgebläse
im Innenraum des Containers ein Unterdruck erzeugt wird, so daß eine Gefährdung der Umwelt ausgeschlossen ist.
Claims (20)
1. Vorrichtung zum Binden von Schadstoffen, insbesondere Asbest, aus einer Saug- und Filteranlage mit Filtern
unterschiedliehen Filtergrades, gekennzeichnet durch
einen über ein Anschlußrohr (4) mit dem zu sanierenden Raum verbundenen Vorabscheider (3), einen über einen
Füllschacht (14) mit dem Vorabscheider (3) verbundenen Schadstoffsammelbehälter (21) und eine mit dem Vor-
&Ggr;) abscheider (3) über ein Feinstfilter (7) und einen
Hauptfilter (6) verbundene Saugvorrichtung (8).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mindestens
einen, einer Saugvorrichtung (11) nachgeschalteten Schalldämpfer (9).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine weitere, in ein Filter (12) fördernde, mit
<iem zu sanierenden Raum über einen Sauganschluß (13) verbundene Saugvorrichtung (11).
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, gekennzeichnet
durch auswechselbare Filterelemente in den Filtern (6, 7, 12).
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Anschlußrohr (4) mit einer Aufnahmevorrichtung für Schadstoffe und der Sauganschluß (13)
mit dem zu sanierenden Raum zum Erzeugen eines ständigen Unterdrucks verbunden ist,
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorabscheider
(3) als Zyklonabscheider ausgebildet ist, in den das
Anschlußrohr (4) tangential einmündet, in dessen oberen, zentralen Luftauslaß der Hauptfilter (6) angeordnet
ist und dessen unterer Feststoffauslaß aus dem Füllschacht (14) besteht.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Füllsehsehts
(14) der Seir>n»elbeh^lt*»i* (21) angeordnet und
der Füllschacht (14) mit einem oberen Absperrschieber (5) zum Zyklonabscheider (3) und einem unteren Absperr-
^ schieber (15) zum Sammelbehälter (21) hin als Volumendosiervorrichtung
ausgebildet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllschieber (14) ein Sichtfenster (16)
und/oder eine Maximum- und eine Minimum-Niveauanzeige (17, 18) aufweist.
9. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllschacht (14) Spülstutzen (19) und innen angeordnete Spüldüsen
aufweist.
10- Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Füllschacht
(14) einen verschließbaren, mit einem Filter versehenen Belüftungsstutzen (24) aufweist.
11. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Sammelbehälter
(21) als Zwangsmischer mit einer Zementzugabe (22), einer Wasserzugabe (23), einem Auslaß (25) für Schadstoff
gemische und einem verschließbaren, mit einem Filter versehenen Belüftungsstutzen ausgebildet ist.
-IA-
1.
12. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
J§ bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugvorrich
tung (8) als Drehkolbengebläse und die Saugvorrichtung (11) als Radialgebläse ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzei chnet, daß der Zyklonabscheider
(3), der Hauptf i &igr; ter (4). der Feinstfilter (7).
das Drehkolbengebläse (8), die Schalldämpfer (9), das Radialgebläse (11) und die Filterelemente (12) in einem
Container (1) und der Füllschacht (15) sowie der Zwangsmischer (21) in einem weiteren Container (2)
angeordnet und der untere Ausgang des Zyklonabscheiders (·?> mit dem oberen Eingang des Füllschachts (14)
durch Aufeinandersetzen der Container (1, 2) abgedichtet verbunden sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
daß der Absperrschieber (5) im Bereich des unteren Ausgangs des Zyklonabscheiders (3) angeordnet ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen dem unteren Ausgang der Zyklonabscheider (3) und den oberen Eingang des Füllschachts
(14) eine elastische Dichtung (31) angeordnet ist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 13, 14 oder 15, dadurch
gekennzsichnet, daß der untere Ausgang des Zyklonabscheiders
(3) und/oder der obere Eingang des Füllschachts (14) mittels einer lösbaren Platte verschließbar
sind.
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17. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1
bis 16, dadurch gekennzeichnet, daS die Saugvorrichtung (8, 11) und/oder die Container (1, 2) schallgekapselt
bzw. schallisoliert sind.
13. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß im Container (2)
ein Notstromaggregat (27) angeordnet ist.
19. Vorrichtung nach eir*em oder mehreren der Ansprüche 1
bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß im Container (2) eine Druckluftanlage (32) angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 19, gekennzeichnet durch einen mit dem Drehkolbengebläse
(8) verbundenen, Iu den Innenraum des Containers (1) mündenden Sauganschluß (13).
fu/br
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8905693U DE8905693U1 (de) | 1989-05-06 | 1989-05-06 | Vorrichtung zum Binden von Schadstoffen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8905693U DE8905693U1 (de) | 1989-05-06 | 1989-05-06 | Vorrichtung zum Binden von Schadstoffen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE8905693U1 true DE8905693U1 (de) | 1989-07-20 |
Family
ID=6838999
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE8905693U Expired DE8905693U1 (de) | 1989-05-06 | 1989-05-06 | Vorrichtung zum Binden von Schadstoffen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE8905693U1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0377087A3 (de) * | 1988-12-31 | 1990-10-17 | Steg Steinkühler Entsorgungs-Gesellschaft Mbh | Vorrichtung zur Beseitigung von asbesthaltigen Gefahrstoffen |
| DE9115823U1 (de) * | 1991-12-20 | 1992-02-20 | Bilfinger + Berger Bauaktiengesellschaft, 6800 Mannheim | Geräteeinrichtung zum Verfestigen von asbesthaltigen Materialien |
| DE9207366U1 (de) * | 1992-05-30 | 1992-08-06 | Bilfinger + Berger Bauaktiengesellschaft, 6800 Mannheim | Mobile Entsorgungsanlage |
-
1989
- 1989-05-06 DE DE8905693U patent/DE8905693U1/de not_active Expired
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