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DE857837C - Vorrichtung zum induktiven Erhitzen metallischer Werkstuecke - Google Patents

Vorrichtung zum induktiven Erhitzen metallischer Werkstuecke

Info

Publication number
DE857837C
DE857837C DED1629D DED0001629D DE857837C DE 857837 C DE857837 C DE 857837C DE D1629 D DED1629 D DE D1629D DE D0001629 D DED0001629 D DE D0001629D DE 857837 C DE857837 C DE 857837C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coils
workpiece
workpieces
heating
cross
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED1629D
Other languages
English (en)
Inventor
Hermann Kuhlbars
Gerhard Dr-Ing Seulen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Deutsche Edelstahlwerke AG
Original Assignee
Deutsche Edelstahlwerke AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Deutsche Edelstahlwerke AG filed Critical Deutsche Edelstahlwerke AG
Priority to DED1629D priority Critical patent/DE857837C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE857837C publication Critical patent/DE857837C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B6/00Heating by electric, magnetic or electromagnetic fields
    • H05B6/02Induction heating
    • H05B6/36Coil arrangements
    • H05B6/40Establishing desired heat distribution, e.g. to heat particular parts of workpieces

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum induktiven Erhitzen metallischer Werkstücke Es ist bekannt, sich zum Erhitzen von Werkstücken, sei dies einseitig, mehr- oder allseitig oder auch durchgehend, der Wirkung induzierter Ströme zu b:.-dienen, die im Werkstück durch zwei oder auch mehrere Spulen erzeugt werden. Die Spulen werden dabei an eine Wechselstromquelle angeschlossen, und zwar entweder unmittelbar oder unter Zwischenschaltung eines Transformators. Es ist ferner bekannt, daß bei sonst gleichbleibenden Bedingungen, wie Leistung des Stromerzeugers, Frequenz, Leiterquerschnitt der Spule, Ampere-Windungszahl u. dgl., die induktive Wirkung dadurch beeinflußt werden kann, daß der Kopplungsgrad, das heißt der Abstand zwischen Werkstück und Spule, verschieden gewählt wird. Von der unterschiedlichen Wahl der Kopplung ist bei der Ausbildung von Vorrichtungen und bei der Durchführung von Verfahren zum induktiven Erhitzen bereits vielfach Gebrauch gemacht worden.
  • Soweit mehrere Spulen in einer Heizvorrichtung benutzt worden sind, geschah dies entweder aus rein metallurgischen Gründen oder aus elektrischen Gründen. Soweit es sich um die Verwendung mehrerer Spulen aus metallurgischen Gründen handelte, geschah dies zu dem Zweck, das Werkstück durch eine vorgeschaltete Spule auf eine gewisse Vorwärmtemperatur zu bringen, weil es aus irgendwelchen Gründen unzweckmäßig erschien, das Werkstück sofort auf die gewünschte hohe Endtemperatur zu bringen. Nachgeschaltete Spulen sind beispielsweise benutzt worden, um nach einem Erhitzen auf hohe Temperatur und Abschrecken das Werkstück anzulassen. Aus elektrischen Gründen sind mehrere Spulen verwendet worden, um eine Anpassung der induktiven Wirkung an die Oberflächenform des Werkstückes zu ermöglichen. Zu diesem Zweck sind nach einem nicht vorveröffentlichten Vorschlag in Vorschubrichtung mehrere Spulen verschiedener Formgebung hintereinandergeschaltet worden, wobei jede Spule ihrer Form nach dem betreffenden ihr zugewiesenen Werkstückabschnitt angepaßt war und durch Bewegen über dem Werkstück oder durch Ein- und Ausschalten der betreffenden Spulen sichergestellt wurde, daß jede Spule nur an den Stellen des Werkstückes zum Eingriff gelangte, die von der betreffenden Spule behandelt werden sollte. Maßnahmen nach dem vorbekannten Vorschlag sind nur möglich in Verbindung mit einer fortschreitenden Erwärmung.
  • Gemäß der Erfindung soll eine Vorrichtung angegeben werden, bei welcher ebenfalls zwei oder mehrere Spulen verwendet werden, die sich aber von früheren Vorschlägen dadurch unterscheidet, daß nicht jede Spule für sich allein wirkt, sondern daß sämtliche vorgesehenen Spulen eine gemeinsame Wirkung auf das Werkstück ausüben, wodurch besondere Vorteile erzielt werden. Die Spulen sind gleichsinnig gespeist, zueinander einstellbar, und jede weist eine größere lichte Weite auf, als der Werkstückform zuzüglich dem normalen Kopplungsspalt entspricht. Sie werden gleichzeitig und gemeinsam auf das Werkstück derart zur Einwirkung gebracht, daß der induktiv nutzbare Querschnitt der Gesamtanordnung der jeweiligen Werkstückabmessung angepaßt wird. Mit einer solchen Vorrichtung wird es zunächst einmal möglich, nacheinander Körper verschieden großer Abmessungen zu behandeln, ohne daß ein zeitraubenderAus-undEinbau entsprechenderSpulen erforderlich wäre. Andererseits könnenWerkstücke behandelt werden, die eine mehr oder weniger sprunghafte Änderung ihrer Oberflächenformgebung aufweisen, ohne daß es verwickelter Einrichtungen und Maßnahmen bedarf. Die Vorrichtungen können verwendet werden; um Werkstücke nur an der Oberfläche zu erwärmen, und zwar je nach Bedarf zur einseitigen, mehrseitigen oder allseitigen oberflächlichen Erwärmung, gegebenenfalls mit nachfolgendem Abschrecken zum Härten oder aber auch zum durchgehenden Erwärmen bis in den Kern.
  • Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, daß zwei oder mehrere gleichsinnig gespeiste Heizleiter zu einer gemeinsamen, gleichmäßigen oder angenähert gleichmäßigen Induktionswirkung auch dann zusammengefaßt werden können, wenn die einzelnen Heizleiter, verglichen miteinander, verschiedene Kopplungsgrade aufweisen, wobei der Kopplungsgrad im einzelnen Leiter sich auch längs seiner Erstreckung ändern kann. Die gleichmäßige Induktions- und damit Heizwirkung ist dann gegeben, wenn die Summe der Kopplungsgrade der Einzelheizleiter an jeder Stelle in ihrer Wirkung gleich ist. Die Summenwirkung der Kopplungsgrade ist bezüglich der zu wählenden Abstände nicht rein additiv, jedoch lassen sich die richtigen Abstände leicht ermitteln. Diese Erkenntnis ermöglicht ein induktives Erhitzen, bei welchem clie Wirkung einzelner Spulenabschnitte zweier oder mehrerer Spulen miteinander zu einer Gesamtwirkung kombiniert werden, die eine weitgehende Anpassung an gegebene Verhältnisse gestattet, z. B. an mehr oder weniger sprunghaft wechselnde Oberflächenformen, wechselnde Abmessungen der zu behandelnden Werkstückserien u. dgl. Das Erhitzen der Werkstücke kann hierbei sowohl, wie an sich bekannt, unter Relativbewegung zwischen Werkstück und Heizeinrichtung erfolgen, um die gesamte Werkstückabmessung zu erfassen, als auch ohne Relativbewegung durchgeführt werden, wenn die Breite der Heizeinrichtung ausreicht, um die ganze Werkstückabmessung zu überdecken. Sofern die Aufgabe gestellt ist, das Werkstück zu härten, kann in Verbindung mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung das an sich bekannte Abschrecken Verwendung finden, wobei entweder zusätzlich Spritzeinrichtungen vorgesehen werden oder aber auch, wie ebenfalls an sich bekannt, die Spulen selbst als Spritzeinrichtungen ausgebildet sind, die nach Abschalten des Primärstromes in Tätigkeit treten.
  • Im nachfolgenden wird die Erfindung an Hand einiger in den Abbildungen schematisch dargestellter Ausführungsformen näher erläutert.
  • Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten für die Ausbildung der sich in ihrer Wirkung ergänzenden Spulen; sie können nämlich entweder gleiche Form und gleiche Größe aufweisen oder in der Form voneinander abweichen, wobei es gleichzeitig möglich ist, auch eine Abweichung in der Größe zuzulassen.
  • In Abb. Z bis 3 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher die Einzelspulen gleiche Abmessungen und gleiche Form besitzen. Die Abb. Z zeigt ein Werkstück r, das aus einem kegelförmigen Teil 2 und einem zylinderförmigen Teil 3 besteht.
  • Die Abb. 2 und 3 stellen Schnitte nach den Linien C-D und A-B der Abb. z dar.
  • Es ist die Aufgabe gestellt, den Körper z auf seiner gesamten Oberfläche zu härten, wobei das Werkstück sich in Richtung des Pfeiles 4 durch die Härtevorrichtung hindurchbewegt. Anschließend an die Erwärmung auf die gewünschte Härtetemperatur erfolgt ein Abschrecken durch eine der Einfachheit halber fortgelassene zusätzliche Spritzeinrichtung. Es ist zweckmäßig, aber nicht unbedingt erforderlich, den teils zylindrischen, teils kegeligen Körper während des Erhitzens um die Achse 16 mit mehr oder weniger großer Geschwindigkeit in Umlauf zu setzen. Die Heizeinrichtung besteht aus zwei Spulen 5 und 6 gleicher Größe und gleicher Form, die unmittelbar benachbart angeordnet sind. Durch die Stromzuführungen 7 und 8 werden diese beiden Spulen von einem Wechselstromerzeuger g gleichsinnig gespeist. Während der zylindrische Teil 3 des Körpers induktiv erwärmt wird, stehen die beiden Spulen genau übereinander und weisen einen bestimmten Kopplungsgrad zum Werkstück auf. Dabei ergänzt sich naturgemäß die Wirkung der beiden Spulen.
  • Gelangt nun bei der Weiterbewegung der Teil 2 des Werkstückes in den Bereich der aus zwei Einzelspulen bestehenden Heizeinrichtung, so würde sich mit fortschreitender Bewegung ds Werkstückes in Richtung des Pfeiles .4 die Kopplung und damit der Wirkungsgrad und die Heizwirkung zunehmend verschlechtern, so daß mit einer mangelhaften Temperaturerhöhung bzw. mangelhaften Einhärtung zu rechnen wäre. Die Spulen 5 und 6 sind jedoch so angeordnet, daß sie in ihren parallel zueinander liegenden Ebenen um einen gemeinsamen Drehpunkt verschwenkt werden können. Diese Einstellbarkeit der Spulen 5 und 6 zueinander ermöglicht, daß der induktiv nutzbare Querschnitt der Gesamtanordnung der Änderung des Werkstückdurchmessers angepaßt werden kann.
  • Die Stellung der beiden Spulen zueinander an einer bestimmten Stelle des kegeligen Teiles 2 ist in Abb. 3 dargestellt. Die Spulen sind gegeneinander verschwenkt. Es ist ersichtlich, daß die Spule 6 bei io eine enge Kopplung und bei 13 eine sehr weite Kopplung zum Werkstück aufweist, während die Spule 5 bei ii enge und bei 12 weite Kopplung zeigt. Es übernimmt somit jeweils der Leiterteil der Einzelspulen im wesentlichen die Aufheizung der betreffenden Stelle des Werkstückes, zu der er in enger Kopplung steht. An den Übergangsstellen 14 nimmt die Kopplung der einen Spule in etwa demselben Maße ab, wie die Kopplung der anderen Spule zunimmt. Obwohl an diesen Stellen beide Leiter weiter vom Werkstück entfernt sind als die vornehmlich induzierenden Leiter an den übrigen Stellen, ergibt sich trotzdem eine gleichmäßige Erwärmung, weil beide Heizleiter bzw. ihre Kopplungsgrade sich ergänzen.
  • Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß im allgemeinen für eine derartige Vorrichtung gemäß der Erfindung nicht einmal eine besondere Regelung der zugeführten Leistung erforderlich ist, so daß die Speisung von einer Stromquelle konstanter Spannung aus erfolgen kann. Dies dürfte dadurch zu erklären sein, daß die in schlechter Kopplung zum Werkstück stehenden Heizleiterteile etwa in der Art von Vorschaltdrosseln wirken. Der Wirkanteil des Stromes ist um so geringer, je größer die Kopplung zwischen den weiter entfernt liegenden Heizleiterteilen zum Werkstück wird, so daß in allen Fällen das Aufheizen gleichmäßig erfolgt.
  • Die Einstellung des induktiv nutzbaren Querschnittes der Gesamtanordnung in Anpassung an die Werkstückabmessungen bzw. Werkstückformen kann beispielsweise durch Schablonenführungen für die Verschwenkeinrichtung der beiden Spulen stattfinden, so daß eine mit der Werkstückformänderung kontinuierlich gleichlaufende Änderung des Durchtrittsquerschnittes erzielt wird. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß die Vorrichtung gemäß der Erfindung auch dort benutzt werden kann, wo es sich darum handelt, nacheinander Werkstücke verschiedener Größe, insbesondere verschiedenen Querschnittes, zu behandeln. So würde beispielsweise der Durchmesser der beiden Spulen der Heizeinrichtung so zu wählen sein, daß das zylindrische Werkstück mit dem größten Querschnitt unter Berücksichtigung der erforderlichen Kopplung durchgesetzt werden könnte. Bei den Werkstücken mit geringeren Querschnitten wären dann die beiden Spulen in dem Sinne zu verschwenken, wie dies in Abb. 3 dargestellt ist, so daß der induktiv wirksame Querschnitt der jeweiligen Werkstückabmessung angepaßt ist.
  • Die Anwendung einer solchen Vorrichtung nach Abb. 2 und 3 ist nicht beschränkt auf die Behandlung von Werkstücken mit kreisförmigem Querschnitt, vielmehr können auch Körper mit ellipsenförmigem Querschnitt behandelt werden, wobei ellipsenförmige Spulen zu verwenden wären. Auch andere Formen der Spulenkörper sind möglich.
  • Die Vorrichtungen gemäß der Erfindung sind aber nicht nur geeignet für die Behandlung von Werkstücken mit gekrümmten Flächen. Sie können vielmehr auch so ausgebildet werden, daß quadratische, rechteckige oder Körper ähnlicher Form behandelt werden. Eine Vorrichtung dieser Art ist in Abb.4 dargestellt. Der rechteckige Körper i soll allseitig erwärmt werden. Es sind zu diesem Zweck zwei rechteckige Spulen 2 und 3 vorgesehen, die gleichsinnig von einer Wechselstromquelle 4 gespeist werden. Die Spulen sind rechteckig ausgebildet und in ihrer lichten Weite bedeutend größer, als dem Querschnitt des Werkstückes i entspricht. Während bei der Spule 2 die Spulenäste 2a und 2" in enger Kopplung zum Werkstück liegen, sind bei der Spule 3 die Spulenäste 3d und 3e in enger Kopplung, während jeweils bei jeder Spule die beiden anderen Spulenäste weite Kopplung aufweisen. Das Werkstück ist mithin allseitig von Leiterabschnitten verschiedener Spulen, jedoch mit gleichem Kopplungsgrad umgeben.
  • Die Anpassung des induktiv wirksamen Querschnittes der Heizeinrichtung auf die Abmessungen verschiedener Werkstücke oder auf die wechselnden Querschnittsgrößen eines Werkstückes erfolgt durch Verschieben der Spulen in den parallel zueinander liegenden Spulenebenen. Wenn man dazu übergeht, die Spulen in den parallelen Ebenen nicht nur zu verschieben, sondern auch die Spulen innerhalb dieser Ebenen zu verschwenken, so ist es möglich, auch solche Körper zu behandeln, die trapezförmigen Querschnitt aufweisen.
  • Sowohl in dem Beispiel für eine Vorrichtung nach Abb. i bis 3 als auch nach Abb. 4 sind nur je zwei Einzelspulen vorgesehen. Es können aber selbstverständlich auch mehr als zwei Spulen Anwendung finden, wobei die Einzelspulen gewissermaßen zahnartig ineinandergreifen, wie dies in Abb. 5 angedeutet ist. Das Werkstück i wird von Spulen i bis 8 allseitig umfaßt, und wenn es sich darum handelt, ein Werkstück, dessen Länge sich zur Ausdehnung der Heizeinrichtung so verhält, wie dies in Abb. 5 beispielsweise dargestellt ist, so wird eine Relativbewegung zwischen Werkstück und Heizeinrichtung nicht erforderlich sein. Selbstverständlich kann bei langen Werkstücken, wie dies auch bereits in Verbindung mit den Abb. i bis 3 geschildert wurde, eine Relativbewegung vorgesehen werden. Auch können, sofern erforderlich, die Spulen gegeneinander verschwenkt oder parallel verschoben werden, wobei zweckmäßig die Spulen i bis 4 und die Spulen 5 bis 8 mechanisch starr miteinander verbunden sein können.
  • Auch Innenwandungen von Bohrungen lassen sich erhitzen. Zu diesem Zweck werden zwei oder mehrere gleichsinnig gespeiste Spulen von kreisförmiger Aus- Bildung mit einem Durchmesser verwendet, der geringer ist als die lichte Weite der Bohrung. Durch Verschwenkung um einen gemeinsamen Drehpunkt wird der induktiv nutzbare Gesamtumfang der Spulen so verändert, daß er unter Wahrung der erforderlichen Kopplung der Form der Innenwandung angepaßt ist. Die Wirkungsweise entspricht etwa der nach Abb. i bis 3, wobei an den Übergangsstellen zwischen wirksamem Abschnitt der einen Spule und wirksamem Abschnitt der benachbarten Spule etwa die gleichen Bedingungen vorliegen wie in Abb.3. Es ist ersichtlich, daß diese, rein mechanisch gesehen, eine Umkehrung der Vorrichtung nach Abb. 2 und 3 darstellende Vorrichtung sowohl in den Fällen angewendet werden kann, bei denen es sich darum handelt, bei einem Werkstück Bohrungen wechselnden Durchmessers zu erwärmen oder aber auch nacheinander Werkstücke mit Bohrungen verschiedenen Durchmessers zu behandeln. Der Durchmesser der einzelnen Spulen ist so zu wählen, daß unter Berücksichtigung der erforderlichen Kopplung die Spule gerade in den engsten Querschnitt hineinpaßt.
  • Die bisher geschilderten Vorrichtungen gemäß der Erfindung dienen der Behandlung von Werkstücken, bei denen eine mehr oder weniger kontinuierliche Änderung der Oberflächenform auftritt, und die Spulen hatten gleiche Form und gleiche Größe. Werkstücke weisen jedoch häufig sprunghafte Änderungen der Oberflächenform auf, wie z. B. bei Steuerwellen an den Stellen, an denen die Nocken sitzen, oder bei Platten, wo Rippen vorgesehen sind. In solchen Fällen werden ebenfalls gleichsinnig gespeiste Spulen, die unmittelbar benachbart angeordnet sind, in ihrer Wirkung vereinigt, wobei im Gegensatz zum bisher Beschriebenen die Spulen der Form und gegebenenfalls auch der Größe nach voneinander abweichen. Dabei ist es möglich, sowohl Anordnungen zu treffen für eine fortschreitende Erwärmung mit Relativbewegung zwischen Werkstück und Heizeinrichtung als auch für Erwärmungen ohne Relativbewegung zwischen Werkstück und Heizeinrichtung.
  • In Abb. 6 ist eine Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt, mit Hilfe welcher ein plattenförmiges Werkstück i oberflächlich erwärmt werden soll, wobei dieses Werkstück mit einer Rippe io versehen ist, die ebenfalls einer Oberflächenerwärmung unterzogen werden soll. Es ist ferner angenommen, daß das Werkstück sich in seiner Oberflächenform insofern ändert, als in einem nicht mehr dargestellten Teil des Werkstückes die Rippe entfällt, so daß das Werkstück insgesamt die Form hat, wie dies durch die gestrichelte Linie 15 angedeutet wird. Zur Erwärmung eines solchen Werkstückes im fortschreitenden Verfahren, bei welchem sich das Werkstück durch die Heizeinrichtung hindurch aus der Zeichenebene herausbewegt, sind zwei unmittelbar benachbart angeordnete Spulen mit Heizleitern 2 und 9 bzw. 3 und 8 vorgesehen, die über gemeinsame Zuführungen 7 an eine Wechselstromquelle 6 angeschlossen sind. Die Spulen haben, wie aus der Abb. 6 ersichtlich, verschiedene Form und verschiedene Größe. Die Heizwirkung entsteht durch die induktive Wirkung des Heizleiters 2 über den Kopplungsgrad 13, wobei diese Wirkung ergänzt wird durch den Heizleiter 3 über den Kopplungsgrad 14. In dem Gebiet der Rippe io hat der Heizleiter 2 den Kopplungsgrad ii und der Heizleiter 3 den Kopplungsgrad 12.
  • Die Speisung der beiden Spulen erfolgt selbstverständlich gleichsinnig, wie durch Pfeile 5 angedeutet, und in dem Werkstück wird durch diese Anordnung ein Strom induziert, der eine gleichmäßige Erwärmung der gesamten Oberfläche einschließlich der Rippenoberfläche hervorruft, wobei die Gegenfläche 17, je nachdem ob der Kopplungsgrad der Heizleiter 8 und 9 groß oder klein gewählt wird, miterwärmt wird oder kalt bleibt.
  • Gelangt nun das Werkstück bei seiner fortschreitenden Bewegung durch die Heizeinrichtung hindurch in das Gebiet, wo die Rippe verschwindet, d. h. also die Oberfläche des Werkstückes sich durch die gestrichelte Linie 15 kennzeichnet, so vergrößert sich der Kopplungsgrad an der Stelle, wo die Rippe gesessen hat um den Betrag 16.' Selbst bei fester Anordnung der Heizleiter 2 und 3 wird trotzdem ein gleichmäßiges Aufheizen sowohl in dem Abschnitt, wo die Rippe gesessen hat, als auch in dem übrigen Teil des Werkstückes erzielt, wenn die Heizleiterquerschnitte und die Kopplungsgrade richtig aufeinander abgestimmt sind. Das Abgleichen der Kopplungsgrade der Heizleiterquerschnitte und die Stromstärken in den Einzelleitern muß in Anpassung an die gewählte Frequenz der Stromquelle, der Werkstückbeschaffenheit usw. durch einige Stichversuche erfolgen.
  • In manchen Fällen, namentlich bei verhältnismäßig niederen Frequenzen, etwa im Bereich von 5oo bis 3000 Hz, wird die Rippe etwas stärker aufgeheizt werden als die übrigen Oberflächenteile. Wenn diese geringfügig stärkere Aufheizung im Rippenteil als unzweckmäßig empfunden wird, kann auch dies ausgeglichen werden, wenn eine der beiden Spulen senkrecht zur Vorschubrichtung beweglich gestaltet wird, so daß auf diese Weise der Kopplungsgrad der einen Spule geändert werden kann. Zu diesem Zweck ist es vorteilhaft, wenn in die Leiterteile in der Nähe der Zuführungen 7 bewegliche Glieder angeordnet werden, die ein Heben und Senken der betreffenden Spule zulassen. Es ist ohne weiteres verständlich, daß dieses Heben und Senken selbsttätig gestaltet werden kann, indem die Bewegung von der Bewegung des Werkstückes durch an sich bekannte mechanische Mittel, wie Kurvensteuerungen, Anschlagnocken od. dgl., abgeleitet wird.
  • In vielen Fällen ergänzen sich bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung zwei oder mehrere Spulen unterschiedlicher Form und gegebenenfalls auch unterschiedlicher Größe, die unmittelbar benachbart angeordnet sind zu einem induktiv nutzbaren Gesamtquerschnitt, der der Form der zu behandelnden Werkstückoberfläche einschließlich Rippen u. dgl. i entspricht. Mit einer Vorrichtung dieser Art lassen sich auch Werkstücke verwickelterer Formgebung oberflächlich erwärmen.
  • Als Beispiel hierfür ist in Abb. 7 und 8 die Behandlung der Steuerflächen einer Nockenwelle mit zwei um go° versetzten Schrägnocken dargestellt. Die Abb. 8 stellt einen secilkrecliten Schnitt der Abb. 7 nach Linie A-13 dar. In Abb. 7 sind die Spulen geschnitten und auch die Nockenwelle teilweise im Schnitt dargestellt, um die Vorgänge zu verdeutlichen.
  • Die Nockenwelle i ist mit zwei Schrägnocken 2 und 3 versehen, die um go° gegeneinander versetzt sind. Die Aufgabe ist, sowohl die höchstgeleg-:.2 Fläche der Nocken als auch die Schräge der Nocken mit einer Härteschicht zu versehen. Des weiteren soll im Bereich der Nocken auch der Teil der Nockenwelle gehärtet werden, der dem übrigen Durchmesser der Welle entspricht. Der Verlauf der geforderten Härteschicht ist in der Abb. 7 bei 4 bzw. 5 angedeutet. Im Sinne der Erfindung wird zur Lösung dieser Aufgabe eine Heizeinrichtung, bestehend aus zwei unmittelbar benachbarten Spulen 6 und 7, verwendet, die ihrer Form nach etwa dem Umfang der Nockenwelle an den Stellen entspricht, an denen die Nocken sitzen. Die beiden Spulen werden gleichsinnig gespeist und üben eine kombinierte induktive Wirkung auf das Werkstück aus. Wie aus Abb.7 ersichtlich, üb3rdecken sich die Spulen 6 und 7 im Bereich der Schrägfläche 8 der Nocken. Die Überdeckung und damit Überlagerung der induktiven Wirkung an dieser Stelle, wo die eine Spule 6 einen hohen und die Spule 7 einen geringen Kopplungsgrad aufweist, stellt sicher, daß auch an dieser Stelle das Werkstück erwärmt wird und beim nachfolgenden Abschrecken eine Härteschicht entsteht, die den etwa bei 4 angedeuteten Verlauf aufweist. Eine Relativbewegung irgendwelcher Art zwischen Werkstück und Heizeinrichtung ist bei dieser Anordnung selbstverständlich überflüssig.
  • In Fällen, in denen es sich darum handelt, derart verwickelte Körper zu behandeln, wie dies für das Beispiel nach Abb. 8 angenommen wurde, empfiehlt es sich, eine weitergehende Unterteilung der sich gegenseitig in ihrer Induktionswirkung ergänzenden Spulen vorzunehmen. Ein solcher Fall ist beispielsweise in Abb. g veranschaulicht. Es ist hier die Aufgabe gestellt, eine Nockenwelle i mit Schrägnocken 2 oberflächlich zu erwärmen und durch Abschrecken zu härten. Die Nocken 2 sind um i8o° versetzt, und sie sollen mit einer Härteschicht versehen werden, die durch die gestrichelten Linien 6 angedeutet ist. Der größeren Übersichtlichkeit halber sind. die zu verwendenden Spulen, die das Werkstück jeweils vollkommen umfassen, als einfache Striche 3 und 4 angedeutet, wobei jeweils die entgegengesetzte Seite der Spule durch die Bezugszeichen 311 bzw. 4a gekennzeichnet sind. Die Spulen 3, 3a sind in ihrer Form verhältnismäßig gleichmäßig. Die Spulen 4, 4a liegen auf der einen Seite des Werkstückes gestaffelt, sich jeweils überdeckend, hintereinander, während auf der Gegenseite die Teile 4 mit ihren Wirkflächen in Anpassung an die Schrägflächen der Nocken schräg liegen.
  • Es ist zweckmäßig, wie dies für die Ausführungsform nach Abb. g angenommen ist, bei derart unterschiedlicher Formgebung der einzelnen Spulen sicherzustellen, daß die Stromwege in den einzelnen Spulen stets gleich lang sind, so daß eine gleichmäßige Verteilung des Stromes auf die Gesamtvorrichtung gewährleistet ist. Trotz des hierdurch bedingten schlechten Kopplungsgrades, insbesondere an den Stellen 5, wird durch die kombinierte Induktionswirkung eine gleichmäßige Erwärmung und damit gleichmäßige Einhärtung erzielt.
  • Die Vorrichtungen gemäß der Erfindung sind in ihrer Anwendung nicht beschränkt auf Werkstückformen, wie sie in den einzelnen Abbildungen als Beispiele dargestellt worden sind; vielmehr sind die Maßnahmen gemäß der Erfindung hervorragend dazu geeignet, sich den verschiedensten Aufgaben bezüglich der Behandlung von Werkstücken verwickelter Formen anzupassen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum induktiven Erhitzen metallischer Werkstücke mit oder ohne Relativbewegung zwischen der aus zwei oder mehreren Spulen bestehenden Heizeinrichtung und dem Werkstück, gekennzeichnet durch gleichsinnig gespeiste, zueinander einstellbare Spulen, deren jede eine größere lichte Weite aufweist, als der Werkstückform zuzüglich dem normalen Kopplungsspalt entspricht, und die gleichzeitig und gemeinsam derart auf das Werkstück zur Einwirkung gebracht werden, daß der induktiv nutzbare Querschnitt der Gesamtanordnung der jeweiligen Werkstückabmessung angepaßt wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die das Werkstück umfassenden Spulen gleiche Größe und gleiche Form besitzen und in parallelen Ebenen einander überschneidend verschwenkbar oder verschiebbar sind.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für Werkstücke mit kreisförmigem, ellipsenförmigem oder ähnlichem Querschnitt kreisförmige oder ellipsenförmige Spulen verwendet werden, die um einen gemeinsamen Drehpunkt verschwenkbar sind.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß für Werkstücke rechteckigen Querschnittes rechteckige Spulen verwendet werden, die zueinander in parallelen Ebenen verschiebbar sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere Spulen zusätzlich in der Spulenebene verschwenkbar sind zur Anpassung an z. B. trapezförmige Querschnitte der Werkstücke.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i zum Erwärmen der Innenwandungen von Werkstücken, gekennzeichnet durch zwei oder mehrere Spulen gleicher Form und gleicher Größe, deren Außenabmessungen jeweils geringer sind als die Abmessung des Hohlraumquerschnittes, und die gegeneinander derart verschwenkbar sind, daß der induktiv nutzbare Gesamtumfang der Anordnung in Anpassung an die Hohlraumabmessungen vergrößert und verkleinert werden kann.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch i für Werkstücke, deren Querschnitt sich sprunghaft ändert, beispielsweise bei Wellen durch Steuernocken, bei Platten durch Rippen oder bei ähnlichen Formen, gekennzeichnet durch zwei oder mehrere das Werkstück umfassende Spulen unterschiedlicher Form und gegebenenfalls unterschiedlicher Größe, wobei die Formen der unmittelbar benachbart angeordneten Spulen sich zu einem induktiv nutzbaren Gesamtquerschnitt ergänzen, der der Form der zu behandelnden Werkstückoberfläche einschließlich Nocken, Rippen, Vorsprüngen od.dgl. entspricht.
DED1629D 1940-04-19 1940-04-19 Vorrichtung zum induktiven Erhitzen metallischer Werkstuecke Expired DE857837C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3622280A (en) * 1967-04-29 1971-11-23 Siemens Ag Adjustable heating device for crucible-free zone melting a crystalline rod
DE102016211321A1 (de) * 2016-06-24 2017-12-28 MTU Aero Engines AG Induktionsheizvorrichtung, Vorrichtung mit mindestens einer Induktionsheizvorrichtung und Verfahren zur induktiven Erwärmung von Bauelementen oder eines Bauteilwerkstoffs

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DE102016211321A1 (de) * 2016-06-24 2017-12-28 MTU Aero Engines AG Induktionsheizvorrichtung, Vorrichtung mit mindestens einer Induktionsheizvorrichtung und Verfahren zur induktiven Erwärmung von Bauelementen oder eines Bauteilwerkstoffs

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