DE823602C - Verfahren und Vorrichtung, um feste Stoffe in einer Fluessigkeit in Suspension zu halten - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung, um feste Stoffe in einer Fluessigkeit in Suspension zu haltenInfo
- Publication number
- DE823602C DE823602C DEP53265A DEP0053265A DE823602C DE 823602 C DE823602 C DE 823602C DE P53265 A DEP53265 A DE P53265A DE P0053265 A DEP0053265 A DE P0053265A DE 823602 C DE823602 C DE 823602C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- suspension
- container
- liquid
- level
- tube
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01J—CHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
- B01J19/00—Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
- B01J19/24—Stationary reactors without moving elements inside
- B01J19/2415—Tubular reactors
- B01J19/2435—Loop-type reactors
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01F—MIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
- B01F33/00—Other mixers; Mixing plants; Combinations of mixers
- B01F33/40—Mixers using gas or liquid agitation, e.g. with air supply tubes
- B01F33/405—Mixers using gas or liquid agitation, e.g. with air supply tubes in receptacles having guiding conduits therein, e.g. for feeding the gas to the bottom of the receptacle
- B01F33/4051—Mixers using gas or liquid agitation, e.g. with air supply tubes in receptacles having guiding conduits therein, e.g. for feeding the gas to the bottom of the receptacle with vertical conduits through which the material is being moved upwardly driven by the fluid
- B01F33/40511—Mixers using gas or liquid agitation, e.g. with air supply tubes in receptacles having guiding conduits therein, e.g. for feeding the gas to the bottom of the receptacle with vertical conduits through which the material is being moved upwardly driven by the fluid with a central conduit or a central set of conduits
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01F—MIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
- B01F33/00—Other mixers; Mixing plants; Combinations of mixers
- B01F33/40—Mixers using gas or liquid agitation, e.g. with air supply tubes
- B01F33/409—Parts, e.g. diffusion elements; Accessories
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01F—COMPOUNDS OF THE METALS BERYLLIUM, MAGNESIUM, ALUMINIUM, CALCIUM, STRONTIUM, BARIUM, RADIUM, THORIUM, OR OF THE RARE-EARTH METALS
- C01F7/00—Compounds of aluminium
- C01F7/02—Aluminium oxide; Aluminium hydroxide; Aluminates
- C01F7/04—Preparation of alkali metal aluminates; Aluminium oxide or hydroxide therefrom
- C01F7/14—Aluminium oxide or hydroxide from alkali metal aluminates
- C01F7/144—Aluminium oxide or hydroxide from alkali metal aluminates from aqueous aluminate solutions by precipitation due to cooling, e.g. as part of the Bayer process
- C01F7/147—Apparatus for precipitation
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C22—METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
- C22B—PRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
- C22B3/00—Extraction of metal compounds from ores or concentrates by wet processes
- C22B3/02—Apparatus therefor
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02P—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
- Y02P10/00—Technologies related to metal processing
- Y02P10/20—Recycling
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geology (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental & Geological Engineering (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)
- Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)
- Colloid Chemistry (AREA)
Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 6. DEZEMBER 1951
ρ 53.-65 IFd/us D
in Suspension zu halten
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung, die dazu bestimmt
ist, feste Stoffe in einer Flüssigkeit in Suspension zu halten und gestattet außerdem, eine
kontinuierliche Zirkulation der flüssigen Phase, unabhängig von den Bewegungen der festen Stoffe.
Um einen festen Stoff in einer Flüssigkeit in Suspension zu bringen und zu halten, kann man
mechanische Rührwerke verwenden, deren Bewegung Wirbelbewegungen erzeugt, die in der Masse
der Flüssigkeit eine mehr oder weniger homogene Verteilung des festen Stoffes hervorrufen um ihn
in Suspension zu halten. Man kann ebenso in den Boden des Suspensionsbehälters einen hochsteigenden
Strom von Druckgas einleiten, der ebenso Wirbelbewegungen erzeugt. Dieses Verfahren weist
gegenüber dem zuvor erwähnten den Vorteil auf, daß kein mechanisches Organ mit der umzurührenden
Masse in Berührung kommt.
Trotz ihrer Einfachheit sind diese beiden ersteren Verfahren unter dem Gesichtspunkt des Aufwandes
an motorischer Kraftleistung nicht sehr wirtschaftlich; der größere Teil der aufgewandten
Energie wird nämlich für die Reibung der Flüssigkeitsteile gegeneinander verbraucht.
Man kann ebenso in dem Suspensionsbehälter einen hochsteigenden Flüssigkeitsstrom erzeugen,
dessen Geschwindigkeit gleich und in entgegengesetzter Richtung zu der Fallgescliwindigkeit der
Körner des festen Stoffes gerichtet ist.
Indessen ist dieses dritte Verfahren, obwohl es wirtschaftlicher ist, wirtschaftlich nur bei ziemlich
eng kalibrierten Körnern anwendbar. Die Körner, die im allgemeinen ungleiche Größe haben, fallen
nämlich in der Flüssigkeit mit ungleichen Fallgeschwindigkeiten, die größeren fallen schneller.
Um einen hochsteigenden Flüssigkeitsstrom zu erhalten, dessen Geschwindigkeit gleich und in
entgegengesetztem Sinne zur Fallgeschwindigkeit der Körner gerichtet ist, ist es also notwendig,
daß dieser Strom verschiedene Geschwindigkeiten besitzt, die jeder Korngröße angepaßt sind. Man
kommt so zur Verwendung eines konischen Behälters. Die Geschwindigkeiten einer Flüssigkeit in
den verschiedenen Höhen eines solchen Behälters sind nämlich proportional den Abschnitten dieses
Behälters und man erreicht so aufsteigende Flüssigkeitsgeschwindigkeiten, die entgegengesetzt zu den
abfallenden Geschwindigkeiten der verschiedenen Körner verlaufen. In jedem Fall muß jedoch die
Konizität des Behälters schwach bleiben (ungefähr 7°), um nicht übermäßige Wirbel zu erzeugen.
Die Geschwindigkeiten der Flüssigkeit sind folglich auf einen engen Bereich begrenzt,
dem gleichfalls nur eine enge Kalibrierung der Größe der Körner entspricht.
Schließlich kann man die festen Teilchen auf die Oberfläche der Flüssigkeit verteilen, um sie
dort in Suspension zu halten, diese Teilchen in freiem Fall die ganze Höhe der Flüssigkeit durchqueren
lassen, sie im unteren Teil im Zustand verdickter Suspension sammeln und sie wieder durch
irgendein mechanisches Verfahren, beispielsweise mittels einer Pumpe, an die Oberfläche bringen.
Dieses vierte Verfahren weist gegenüber dem vorhergehenden die folgenden Vorteile auf: a) die
, in allen Fällen aufgewandte, motorische Kraft ist proportional der mittleren Fallgeschwindigkeit der
in Suspension zu haltenden Teilchen, und nicht mehr der Fallgeschwindigkeit der größten Körner,
welche die größte ist; b) es ist möglich, ohne genauere Regelung einen festen Stoff irgendeiner
granulometrischen Zusammensetzung in Suspension zu halten; c) das vorhandene Volumen wird
besser ausgenutzt und die Suspension ist homogener. Man vermeidet nämlich die schlechte Verteilung
der Körner, wie sie oft bei den anderen Verfahren auftritt.
Indessen erfordert dieses vierte Verfahren im allgemeinen noch die Verwendung eines mechanischen
Apparates (Pumpe). Außerdem vermeidet man nicht die Reibung Flüssigkeit-Metall bei
großer Geschwindigkeit.
Die Probleme, die bei der Einleitung und Aufrechterhaltung der Suspension auftreten, sind besonders
schwierig in einfacher und wirtschaftlicher Weise bei Apparaten von großen Abmessungen, zu
lösen, insbesondere, wenn es sich um dichte Körner handelt, die ziemlich große Abmessungen besitzen,
beispielsweise von einigen Zehnern von μ bis zu einigen Millimetern, und dazu neigen, in
einer, wenig oder nicht plastischen, kompakten Schicht zu dekantieren, indem die Körner miteinander
in Berührung kommen und nicht mehr durch die flüssige Phase getragen werden.
In diesem Sedimentzustand, beispielsweise infolge des plötzlichen Ausbleibens der motorischen
Kraft, kann es vorkommen, daß die Wiederingangbringung des Suspensionszustandes unmöglich
wird, sei es infolge von Blockierungen oder nicht ausreichender Kraft der mechanischen Organe, sei
es, weil die Flüssigkeitswirbel nicht ausreichend sind, um die abgelagerte Masse wieder aufzuwirbeln.
Die vorliegende Erfindung hat ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Gegenstand, die diese
Nachteile zu vermeiden gestatten, und außerdem, wie es später noch erläutert werden wird, die Unabhängigkeit
der Bewegungen der festen Stoffe und der Flüssigkeit zu gewährleisten.
Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht im wesentlichen darin, die feste Phase in einem die
Flüssigkeit enthaltenden Behälter mittels einer Injektion von Gas in dem unteren Teil dieses Behälters
in Suspension zu bringen, in kontinuierlicher Weise die so erhaltene Suspension durch
ein mittleres, vorzugsweise teleskopisches Rohr, dessen unterer Teil eine gegenüber dem Boden des
Behälters einstellbare Lage einnehmen kann, bis in den oberen Teil des Apparates aufsteigen zu
lassen und in diesem oberen Teil eine kontinuierliche Dekantierung des festen Stoffes mittels einer
Vorrichtung durchzuführen, die ein oder mehrere Dekantierungsringe aufweist, die mit dem Behälter
in drei übereinanderliegenden Ebenen in Verbin-· dung stehen, wobei die Suspension in den oder die
Ringe durch die mittlere Ebene eindringt, die schweren Teilchen in den Kreis durch die untere
Ebene zurückkehren, die leichten Teilchen oder solche, dieLuftblasen tragen, zur Suspension durch
die obere Ebene zurückkehren, die oberhalb des normalen Niveaus der Flüssigkeit in dem Behälter
gelegen ist, und die klare Flüssigkeit durch einen Abguß entleert wird, der etwa in derselben
Höhe wie die obere Ebene gelegen ist.
Die Vorrichtung für die Durchführung des zuvor angegebenen Verfahrens besteht im wesentlichen
aus einem Behälter, der am Grunde, welcher vorteilhaft konisch gehalten wird, mit einer Druckgasquelle
verbunden ist, und in dessen Innerem ein vorzugsweise teleskopisches Rohr angeordnet ist,
wobei die untere öffnung dieses Rohres, deren Lage gegenüber dem Boden des Behälters einstellbar ist,
senkrecht zum Gaseintritt gerichtet ist und seine obere öffnung mit Mitteln versehen ist, um die
Emulsion abzuleiten und die verdickte Suspension über die ganze Oberfläche des Behälters zu verteilen,
indem dessen oberer Teil von einem oder mehreren, vorzugsweise kegelstumpfförmigen
Ringen umgeben ist, die mit dem Behälter durch eine Reihe von öffnungen in Verbindung stehen,
welche sich in drei verschiedenen waagerechten Ebenen befinden, wobei die obere Ebene sich oberhalb
des normalen Flüssigkeitsniveaus in dem Behälter befindet, und die gegebenenfalls einerseits
mit einer etwa in derselben Höhe wie die obere Ebene gelegenen Abgußrinne und andererseits mit
einem zylindrischen Ring versehen sind, dessen Basis sich etwas unterhalb des horizontalen Abgießniveaus
befindet.
Das Verfahren, das den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, vereinigt in sich die
Vorteile der Einfachheit des obenerwähnten zweiten Verfahrens (Fehlen von mechanischen Organen)
mit denen des vierten Verfahrens (wirtschaftlicher Kraftverbrauch, Anpassungsfähigkeit, Homogenität
der Suspension).
Die Wirtschaftlichkeit in bezug auf Kraftbedarf insbesondere erreicht ihren Höchstwert durch die
ίο Verringerung der Reibflächen auf das Minimum, und zwar durch das Ersetzen der Reibung zwischen
nicht komprimierbarer Flüssigkeit und Wandung durch eine Reibung elastischer Emulsion und
Wandung sowie durch den Fortfall von Reibungen bei hoher Geschwindigkeit, durch die Energie verbraucht
und eine Abnutzung verursacht wird. Man gelangt zu diesem Ergebnis, indem man das Druckgas
unter einem ganz wenig höheren Druck anwendet als der hydrostatische Druck, der sich seinem
Austritt aus den Injektionsstutzen entgegenstellt.
Die benutzte Vorrichtung ist wirklich wirtschaftlich, da die Betriebsvorkommnisse (unvorhergesehenes
Anhalten, Verschmutzen der Wandungen, zufälliges Vorkommen von Fremdkörpern) nur ein
Minimum an nachteiligen Erscheinungen zur Folge haben. Sie schafft somit eine für die Probleme der
Suspensionen von festen Stoffen mit freier Sedimentation eine praktische und wirtschaftliche
Lösung. Durch die Betätigung des unteren, bewegliehen
Teiles des Teleskoprohres verfügt man über ein wirksames Mittel der Trennung der in Suspension
zu bringenden niedergeschlagenen Masse.
Außerdem kann das Verfahren für ein kontinuierliches Arbeiten angewandt werden, selbst
wenn insbesondere die Bewegungen in der Speisung und dem Abziehen der Flüssigkeiten und der festen
Stoffe in Suspension unabhängig voneinander geleitet werden können müssen, oder wenn die mittleren
Aufenthaltszeiten der Flüssigkeit und des festen Stoffes verschieden sein müssen, oder wenn
der Prozeß mehrere notwendige Phasen verschiedener Arbeitsbedingungen erfordert, oder auch
wenn ein und dieselbe Flüssigkeit nacheinander mit verschiedenen festen Phasen in Berührung gebracht
werden soll.
Die kontinuierliche Arbeit kann selbst in den schwierigen Fällen erreicht werden, indem man so
viel Körper in Kaskaden setzt, wie es notwendig ist, und in jedem dieser Körper die Unabhängigkeit
der Ein- und Austrittsbewegungen der Flüssigkeit und der festen Stoffe realisiert.
Dieses Ergebnis kann dadurch erhalten werden, daß man jedem Behälter, der die Suspension enthält,
eine Spezialvorrichtung für kontinuierliche Dekantierung zuordnet, wie sie später noch beschrieben
wird, die einen geringen Teil des Volumens in flüssiger Form mehr oder weniger frei
von Suspension festhält und nicht nur die Absonderung der normalen schweren Körner (Rückkehr
nach unten), sondern auch diejenigen der Körner, denen Luftblasen anhaften (Rückkehr nach oben),
gestattet.
Schließlich erlaubt das Verfahren gemäß der Erfindung im Verfahrensgang mit kontinuierlichem
Fluß eine lenksame und zunehmende granulome- 65'
trische Klassifizierung der Körner oder Kristalle in Suspension.
Die Fähigkeit für die zunehmende Auswahl oder Absonderung ergibt sich: 1. aus der Zirkulationsart, die für das Halten der festen Stoffe in Suspen-
sion gewählt ist, die eine Konzentration in der aufsteigenden Säule der Körner, die die größte Fallgeschwindigkeit
besitzen, gestattet, die so vorzugsweise durch Abziehen an irgendeinem Punkt ihrer
Bahn entnommen werden können. Die so erreichte Aussonderung nimmt zu, wenn sie an mehreren
Behältern in Serie wiederholt wird; 2. aus der Arbeitsweise des Dekantierers, der bei einer gegebenen
Leistung das Mitnehmen der festen Teilchen von niedrigerer Fallgeschwindigkeit als eine
bestimmte Grenze durch die Lauge gestattet, die diesen Dekantierer durchquert und im folgenden
Behälter abgezogen wird.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist zu den verschiedensten Anwendungen brauchbar, insbesondere
wenn es sich um langsame Reaktionen (die also den Einsatz großer Massen erfordern),
physikalische, chemische, oder einfach mechanische zwischen Flüssigkeiten und festen Stoffen mit oder
ohne Zuhilfenahme eines Gases handelt (welches, in einem mehr oder weniger geschlossenen Kreis
angewandt, gleichzeitig zur Reaktion und als Treibmedium dienen kann).
Es kann auch für die Dekantierung, die Klassifizierung, die Ausbeute, die Trennung der festen
Stoffe oder auch infolge seines geringen Kraftverbrauchs für das Auf- und Abbauen von Produkten
benutzt werden, die benetzt gehalten werden müssen oder können.
Die Regelmöglichkeiten, die es besitzt (Lage des beweglichen Teiles des Teleskoprohres) gestatten,
nach Wunsch den relativen Gehalt des Produktes an Suspension in der aufsteigenden Säule (von
wo man die Extrahierung vornehmen kann) gegenüber denjenigen des Restes des Behälters ändern
zu können.
Man kann beispielsweise Abzüge konstanten Gehalts an festen Stoffen und Flüssigkeit trotz der
Änderungen der Gesamtmenge an festen Stoffen in Suspension in der gesamten Apparatur erhalten.
Die Erfindung kann in besonders interessanter Weise für die kontinuierliche Zersetzung der
Natriumaluminatlaugen in dem Bayerprozeß verwandt werden. Die Beschreibung, die hiervon im
nachfolgenden gegeben wird, die als beispielsweise Erläuterung der Erfindung anzusehen ist, wird den
Gegenstand und die praktische Durchführung des Erfindungsgedankens besser verständlich machen.
Man weiß, daß die Verwendung kontinuierlicher Apparate für die Zersetzung der Natriumaluminatlaugen
nach Bayer gegenüber der unterbrochenen Behandlungsweise zahlreiche Vorteile
bietet: Fortfall der toten Zeiten, Überwachung der Granulometrie, Wirtschaftlichkeit des festen
Laugenvolumens und im Blechaufwand für die i»5
Zersetzer.
Ebenso ist es bekannt, daß der Prozeß, um gleichzeitig hohe volumetrische Leistungen und
eine gute Ausbeute der Lauge zu erhalten, nacheinander in mehreren, in Serie angeordneten Zersetzerbehältern
durchgeführt werden muß, in denen sich die Natriumaluminatlauge durch Hydrolyse
mit Kristallisation von Aluminiumhydrat auf schon gebildeten Kernen zersetzt.
Die Ausfällung Bayer zeigt diese Besonderheit,
ίο daß, um hohe volumetrische Erträge mit dem Erhalt
von gut entwickelten Hydratkristallen in Übereinstimmung zu bringen, sie die Suspensionshaltung
einer bedeutenden Menge dieser bereits gebildeten Kerne (mindestens 200 g/l) erfordert.
Nun verliert die Aluminatlauge während ihres Laufs in der Gesamtheit der Zersetzer nur 70 bis
85 g Hydrat je 1 (in 3 bis 6 Tagen). Wird diese Menge dazu in jedem der Behälter fraktioniert, von
denen der am begünstigste (nämlich am Serien-
ao kopf) auf seinen 200 g festsitzt, scheiden sich 30 bis 35 g Hydrat aus der flüssigen Phase der
Suspension aus.
Um eine höhere Aluminiumeinsatzmenge als die ausfällbare Menge in Suspension zu behalten, kann
»5 man also diese Suspension selbst nicht von einem Zersetzer in den folgenden und so fort bis zum
Abziehen treten lassen. Dafür würde es notwendig sein, dauernd den Einsatz am Kopf durch einen
bedeutenden Zuschlag beispielsweise mit Hilfe eines Rückführungskreises zu erneuern, der am
Vorgangsende abgezogen wird.
Außer den materiellen Komplikationen, die ein solcher Vorgang besitzt, weist er, wenn die Bewegungen
des zurückgeführten Hydrats in Suspension in einer ausgebeuteten Lauge erfolgen, den
Nachteil auf, durch Mischung dieser schwachen Lauge mit dem Aluminat das Verhältnis Aluminium/Natron
in der Lauge des Kopfbehälters sowie die mittlere Aufenthaltszeit der Lauge in jedem
der Behälter herabzusetzen, also denvolumetrischen Wirkungsgrad des Ganzen zu senken.
Gemäß der Erfindung hat man deshalb angestrebt, in jedem Zersetzer die Bewegungen der
Flüssigkeit (Natriumaluminatlauge, herkommend von dem vorhergehenden Zersetzer) und der festen
Stoffe (Kristallisationskerne und in demselben Zersetzer bereits gebildetes Aluminiumhydrat) unabhängig
voneinander zu machen und so das allgemeine Verfahren der Suspensionserzeugung, wie es vorher beschrieben ist, in Anwendung zu
bringen.
Indem es die praktischste Art der Beförderung des Aluminiums in jedem Falle ist, es in der Form
verdickter Suspension in der Lauge, die sie trägt, geschehen zu lassen, wird man das Aluminium
nur aus dem letzten Zersetzer der Serie abzuziehen brauchen, in dem die Trägerlauge fast vollständig
ausgebeutet ist. Das in den anderen Behältern gebildete Aluminium wird so in dem
letzten unter Zuschlag seiner ,Eigenproduktion gesammelt.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Anlage gemäß der Erfindung dargestellt, die
insbesondere für die Zersetzung von Natriumaluminat in dem Bayerprozeß geeignet ist.
Abb. ι zeigt eine schematische Ansicht eines Zersetzers gemäß der Erfindung;
Abb. 2 ist eine Draufsicht auf das Schaufelrad am oberen Teil des mittleren Rohres;
Abb. 3 ist eine Einzelheit der Abb. 1 in vergrößertem
Maßstab und veranschaulicht die Trennung der Lauge von dem Aluminium;
Abb. 4 ist eine andere Einzelheit der Abb. 1 in vergrößertem Maßstab und zeigt das Abziehen des
Hydrats.
Wie es dargestellt ist, besitzt der Zersetzer einen zylindrischen konischen Behälter 1, der so errechnet
ist, daß sein Verhältnis Volumen/Oberfläche gleichzeitig eine genügende Abgabe von Kalorien,
um die Löslichkeitsverringerung des Aluminiums in der Lauge zu bestimmen, und eine genügende
mittlere Aufenthaltszeit für die Aluminatmoleküle gestattet, um einerseits den molekularen Änderungen
bei der Zersetzung (Hydrolyse) zu gestatten, sich zu entwickeln und andererseits an den
Kernen nach einem Übergangsstadium der Übersättigung das Aluminium abzusetzen, so daß diese
molekularen Änderungen unauflöslich sind. Dieser letztere Vorgang ist ebenfalls eine Funktion der
Menge von Kernen in Suspension und der Kontaktfläche dieser Kerne mit der Lauge. In temperierten
Gegenden (mittlere Umgebungstemperatur von 150) und wenn man sich einzig der Konvektion
und der Strahlung durch die freie Luft bedient, um die Kalorien abzuführen, liegen die günstigsten
Verhältnisse Volumen/Oberfläche zwischen 1 und 1,3. Man kann sie auch für die Fälle bestimmen,
wo man unter änderen klimatischen Verhältnissen arbeitet, oder auch für die Fälle, wo man
die Abkühlungsart ändern würde.
Am Grunde des Behälters ist ein Emulsionsventil 2 angeordnet, das mit einem Eintrittsrohr 3 für
Druckluft verbunden ist.
In dem Behälter 1 und koaxial zu ihm befindet sich ein teleskopisches Rohr 4, 5, von dem der obere
Teil 4 feststehend ist, während der untere Teil 5 im Innern des Teiles 4 beweglich ist. An dem letzteren
Teil ist oben ein Blech 6 sowie ein Schaufelrad 7 befestigt, die in ihrer Mitte eine Öffnung
etwas größeren Durchmessers als derjenige des Rohres 4 aufweisen und deren Höhe einstellbar ist,
so daß ein Teil der Emulsion durch die Unterseite des Blechs und des Rades abgelenkt und der andere
Teil auf ihre obere Seite zurückfällt.
Der obere Teil des Behälters 1 ist von einem kegelstumpfförmigen Ring 9 umgeben, der mit dem
Behälter durch eine Reihe von öffnungen in Verbindung steht, die sich in drei verschiedenen horizontalen
Ebenen bei 10, 11 und 12 befinden. Die
Ebene der öffnungen 12 befindet sich über dem normalen Niveau 13 der Flüssigkeit in dem Behälter
I.
Der kegelstumpfförmige Ring 9 weist eine Abgußrinne 14 auf, deren Ablaufebene sich in derselben
Höhe wie diejenige der öffnungen 12 befindet. Ein zylindrischer Ring τ5 ist gleichfalls in
den Ring so eingesetzt, daß sich seine Grundfläche etwas unterhalb der Ablaufebene befindet.
Die Aluminiumteilchen, die am Boden des Behälters ι ankommen, werden mit Hilfe der bei 3
anströmenden Druckluft in die Form einer Emulsion gebracht. Die Druckluftmenge, die für die Erzeugung
der Emulsion notwendig ist, deren Dichte kleiner sein muß als die mittlere Dichte der in dem
Behälter 1 sich befindenden Hydratlaugesuspension, errechnet sich in Funktion der Hydratmenge,
die in der Zeiteinheit dekantiert und die selbst eine Funktion ist, von dem zylindrischen Querschnitt
des Zersetzers, der mittleren Fallgeschwindigkeit der Teile, der mittleren Konzentration (Verhältnis
Aluminiumhydrat/Aluminatlösung), die man aus Gründen des Wirkungsgrades und in Anbetracht
der Regulierung der granulometrischen Zusammensetzung des Aluminiums in der ganzen Apparatur
aufrechterhalten will; dem Verhältnis Aluminiumhydrat/Aluminatlauge in der Emulsion. Dieses
letztere Verhältnis ist übrigens aus Gründen der Praxis begrenzt.
Die gebildete Emulsion steigt durch die Einschaltung des Teleskoprohres 4, 5 bis zum oberen
Teil des Behälters hoch, und man vermeidet auf diese Weise einerseits die Diffusion der Luft in den
Rest des Behälters und andererseits die Strudel, die die Reibung der hochsteigenden Emulsionssäule
gegen den Rest der durch eine schwach sinkende Bewegung sich auszeichnenden Suspension hervorrufen
würde.
Der Umstand, daß das Rohr teleskopförmig ist, gestattet:
a) seine günstigste Lage unter Berücksichtigung der Verschmutzung des Apparates und der Konzentration
der Emulsion einzustellen, die man erhalten will, wobei diese um so größer ist, während
alle anderen Sachen gleich sind, je kleiner oder enger der Raum zwischen dem unteren Teil des
Rohres und dem Boden des Behälters ist.
Diese letztere Einstellung wird durch Änderung des der Flüssigkeit zwischen dem Ende des beweglichen
Rohres 5 und der feststehenden Wand des Bodens dargebotenen Durchtrittsquerschnittes erhalten.
b) Hierdurch gelingt es, vollständig seinen unteren beweglichen Teil 5 im Falle des Anhaftens
anzuheben, um zu vermeiden, daß er sich nicht in der dekantierten festen Masse festsetzt, und die
Wiederinbetriebnahme zu erleichtern.
c) Wenn notwendig, diesen unteren Teil 5, ohne das Arbeiten des Zersetzers zu unterbrechen, zu
ersetzen.
Die an dem oberen Teil des Rohres 4 ankommende Emulsion läuft ab und wird über die ganze
Fläche des Behälters durch das Blech 6 und das Rad 7 verteilt. Man kann eine sehr homogene Verteilung
erzielen, indem die Differenz der Verhältnisse feste Stoffe : Flüssigkeit von aus ein und derselben
waagerechten Ebene entnommenen Proben nicht 5°/0 übersteigt. Die Emulsion wird dann in
dem ringförmigen Raum dekantiert, in den sie durch die Offmingen 1 r eindringt und wird dann in
eine klare Flüssigkeit, die durch den Abguß 14 abläuft, in schwach tragende Teilchen mit Luftblasen,
die in den oberen Teil der Flüssigkeit durch die öffnungen 12 zurückkehren und in schwere Teilchen
getrennt, die durch die öffnung 10 zu dieser Flüssigkeit zurückkehren. *
Das hydrostatische Gleichgewicht in der ganzen Apparatur kann in folgender Weise dargestellt
werden:
• Es sei angenommen, daß der zylindrische Teil des Zersetzers mit einer homogenen Suspension
angefüllt sei, die 200 g Aluminiumhydrat von einer Dichte 2,3 je 1, Suspension von einer Dichte 1,2
enthält.
Das Gewicht des Liters Suspension ist unter diesen Bedingungen gleich:
(\
O,2OO \ I I = I.2Q5
2,3 / Kerne Lauge
Von diesem zylindrischen Teil besteht mit dem kegelstumpfförmigen Ring durch die öffnungen 10
und 11 eine Verbindung, jedoch wird der Gleichgewichtszustand unterbrochen, da in dem konischen
Teil das Aluminium mit X Gramm je Liter und Zeiteinheit dekantiert und die Dichte in der Gegend
dieses konischen Teiles zwischen den waagerechten Ebenen der Öffnungen 10 und 11 sich ergibt:
, v ( 0,200 + X\
0,200 + X + 1,200 -Ii J = 1,295
\ 2>3 /
Kerne
Aluminium
Lauge
Dieser Dichtigkeitsunterschied erzeugt einen Strom von den öffnungen 11 zu den öffnungen 10
in der Pfeilrichtung 16, der bei 10 in der Form einer wenig verdickten Suspension, das durch die
öffnungen 11 in der Form normaler Suspension eingeführte Aluminium zurückfahrt.
Auf Grund des hydrostatischen Gleichgewichts an den öffnungen 11 dringt, indem das Niveau 17
unveränderlich ist (Abguß), die Suspension von der Dichte 1,295, die den betreffenden Zersetzer ausfüllt,
in den kegelstumpfförmigen Dekantierungsring 9 durch die öffnungen 11 ein und verdrängt
die Flüssigkeit von der Dichte 1,200, die sich zwischen den Ebenen der öffnungen 11 und 12 befindet,
welche durch die Abgußrinne 14 in der Pfeilrichtung 18 abströmt, während das durch die
Dekantierung abgesonderte Aluminium zum Zersetzer durch die öffnungen 10 zurückkehrt.
Dieser Prozeß wird nur unterbrochen, wenn, indem sich das Niveau 13 nach der freien Luft riehtet,
die Höhe der Suspension in dem Zersetzer wird etwa ti X 1,295 =■ h X 1,200, wobei h und ti
entsprechend die Abstände der öffnungen 11 bis
zu den Niveaus der Flüssigkeiten in dem Ring 9 und dem Zersetzer 1 sind.
Er wird wieder aufgenommen, sobald der Zersetzer eine Laugenmenge empfängt, die diesen
Gleichgewichtszustand zu stören sucht.
Beim normalen Betrieb hat man also stets zwischen dem Zersetzer 1 und dem Dekantierungsring
9 einen Höhenunterschied Ii bis ti in
Abhängigkeit von der feststehenden Höhe h und des Gehalts an festen Stoffen der Hydratsuspension
in dem Hauptbehälter.
Dieser Höhenunterschied erzeugt eine schwache Laugenströmung in Richtung des Pfeils 19, die das
schwimmende Aluminium durch die öffnungen 12
in den Behälter 1 zurückleitet, das sonst auf der Oberfläche an. der freien Luft des kegelstumpfförmigen
Ringes Häute bilden würde, die die Dekantierung durch Hervorrufen von Verschmutzungen
und Verstopfungen behindern würden.
Dieses schwimmende Aluminium besteht aus Hydratkörnern an denen vorübergehend kleine
Luftblasen anhaften, die sie an die Oberfläche »5 treiben. Angehalten durch den Ring 15, der sich
ihrer waagerechten Bewegung nach außen entgegenstellt, können sie nicht durch die Abgußrinne
14 austreten.
Durch die Abgußrinne 14 fließt nur die Flüssigkeit ab, die vollkommen frei von jedem Aluminium
in Suspension ist.
Es ist bekannt, daß bei der Zersetzung Bayer die festen Stoffe (in der Form von in einem Zersetzer
erzeugten Aluminiumhydrats und einer gewissen Menge an in diesem verbliebenen Aluminiumsatz)
zu dem Zersetzer in Form einer Suspension von Kristallen in der Lauge geschickt werden.
Nun ist es vorteilhaft, das Aluminium in einem so dicht wie möglichen Suspensionszustand zu
befördern, das heißt mit einem Verhältnis fester Stoffe : Flüssigkeit, das möglichst hoch ist.
Für ein und dieselbe Menge Hydrat ist das umzufüllende Volumen nämlich um so kleiner, je
dicker die Suspension ist. Dieses Merkmal ist besonders interessant für den Endabzug, der für die
Speisung der umlaufenden Filter bestimmt ist, da die Verwendung einer dicken Suspension die Bildung
der Schicht auf dem Filter begünstigt.
Übrigens gestattet die Unabhängigkeit der Bewegungen der Lauge und des Hydrats gemäß der
Erfindung, nach Wunsch in der gesamten Anlage der Zersetzer, ein mehr oder weniger großes Gewicht
an Hydrat in Suspension aufrechtzuerhalten und bildet so ein ausgezeichnetes Auf- und
Abbaumittel, und dies um so günstiger, als man den Aluminiumsatz entweder gleichmäßig in jeden
der Behälter verteilen oder ihn in dem einen oder anderen konzentrieren kann.
Bei der Abbauperiode beispielsweise, kann man, um noch für die Speisung der Filter über eine
verdickte Suspension zu verfügen, einen großen Teil des Hydrats in dem Behälter, wo der Endabzug
stattfindet, konzentrieren.
Um das Aluminium dort abzuziehen, wo das Verhältnis fester Stoffe : Flüssigkeit das höchste
ist, hat man herausgefunden, daß das geeigneteste Mittel ist, das Abziehen in der Nähe der Spitze der
aufsteigenden Emulsionssäule Luft - feste Stoffe Flüssigkeit vorzunehmen.
Diese Art vorzugehen, bietet außerdem den Vorteil, daß sich, indem das Anwachsen der Konzentration
in der Emulsion besonders bei sehr großen Kristallen merklich ist und das Abziehen
von Hydrat an der aufsteigenden Säule in jeder Zersetzungsstufe durchgeführt wird, daraus eine
zunehmende Absonderung ergibt, die das Abziehen der entwickeltsten Kristalle beschleunigt
und den anderen Zeit läßt, anzuwachsen.
Der Unterschied zwischen der Konzentration der aufsteigenden Emulsion und der mittleren
Konzentration kann reguliert werden, indem man den Laugeneinlaß in die Emulsion durch eine
Verstellung der Lage des unteren Teils 5 des Teleskoprohres gegenüber der feststehenden Wand des
Behälters mehr oder weniger abbremst.
Eine sehr einfache und praktische Vorrichtung, um nach Wunsch die Aluminiumsuspension abzuziehen,
ist in Fig. 4 dargestellt.
Diese Vorrichtung besitzt ein Entleerungsrohr 20 für die abzuziehende Suspension, die die Wand
des Zersetzers 1 in einigen Dezimetern unterhalb der Ablauf ebene 17 durchdringt. Im Innern dieses
Zersetzers, nahe an dieser Wand, ist das Rohr beispielsweise mittels einer Kautschukmuffe 21 gelenkig
ausgestaltet, welche eine Schwingung von 5 bis io° in einer senkrechten Ebene gestattet.
Das freie Ende dieses Rohres besitzt ein Gitter 22, das sich dem Einlaß von Krusten oder Fremdkörpern
entgegenstellt und einen Blechring 23 von etwas größerem Durchmeser als derjenige des go
axialen Rohres 4.
In der Ruhelage werden dieses Ende des Rohres und der Ring 23 mit Hilfe "eines Kabels 24 ohne
Berührung mit dem durch den Emulsionsstrom gebildeten Flüssigkeitspuffer gehalten, welcher
vom axialen Rohr kommt und sich an dem Blech 6 oder dem Verteilungsrad 7 ausbreitet.
Unter diesen Bedingungen tritt nichts durch das Rohr 20 und der ganze Ablauf des Zersetzers vollzieht
sich durch den Ableiter 9 im Zustand dekantierter Lauge.
Wenn man hingegen einen Abzug von Aluminium erreichen will, genügt es, das Rohr 20 und den
Ring 23 auf das Blech oder das Verteilungsrad zu senken. Der Ring, der die Ausbreitung des Emulsionspuffers
behindert, richtet dann die verdickte Aluminiumsuspension zur öffnung des Rohres hin,
die dann infolge der Neigung durch die Eigenschwere abströmt.
Um das Abziehen zu unterbrechen, hebt man den Ring und das Rohr in die Ruhelage durch
Schwenken um die Kautschukmuffe 21.
Diese Vorrichtung, die es ermöglicht, alle Bedienungen in der freien Luft durchzuführen, vermeidet
die Verwendung mechanischer Teile und Apparaturen, wie Pumpen und Schützen, die stets
zum Verstopfen neigen.
Diese Vorteile sind besonders wichtig bei Suspensionen in einer unvollständig zersetzten Lauge
von kristallisiertem Aluminiumhydrat, dessen Körner einen größeren Durchmeser als 100 μ
haben, da unter diesen Bedingungen die geringste Bewegungsunterbrechung oder der geringste tote
Raum die Anhäufung von dekantierten Massen zur Folge haben, deren Körner in sehr kurzer Zeit fest
zusammenkitten.
Claims (4)
- Hieraus ergibt sich, daß gemäß der Erfindung, wie zuvor beschrieben worden ist, das allgemeine Verfahren, einen dichten, festen Stoff in einer Flüssigkeit im Sinne der Erfindung in Suspension zu bringen, folgende Vorzüge darbietet: a) eine sehr hohe Wirtschaftlichkeit (höher als 50V0) in bezug auf den Kraftverbrauch, der sonst erforderlich ist, um das gleiche Ergebnis mit einem mechanischen Rührwerk zu erreichen; b) die Möglichkeit, eine große Menge von festem Stoff irgendeiner granulometrischen Zusammensetzung in Suspension zu halten und sie in homogener Weise in dem ganzen Flüssigkeitsvolumen des Apparates zu verteilen; c) die Möglichkeit, kontinuierlich zu arbeiten, wobei die Bewegungen des festen Stoffes und der Flüssigkeit vollkommen unabhängig voneinander sind; d) die zunehmende Aussortierung der Körner; e) das Erhalten dieser Ergebnisse durch besonders einfache Mittel, die kein mechanisches Organ in Berührung mit den zu behandelnden Produkten erfordern (Fortfall der Abnutzung und der Unterhaltung).Außerdem hat die Anwendung dieses Verfahrens für die kontinuierliche Zersetzung der Natriumaluminatlauge nach dem Bayer-Verfahren außer den vorerwähnten wirtschaftlichen Vorteilen in bezug auf den Kraftbedarf und auf die Unterhaltung noch folgende Vorteile: a) eine Ersparnis an Volumen der Apparatur und fester Laugenmenge von 30 bis 35°/0, b) die Möglichkeit, die Granulometrie des erhaltenen Produktes zu überwachen und feine, gesondert präparierte Kerne zu benutzen, wobei die Wiederneubildung der Kerne nicht mehr dem Zufall der Selbstausfällung überlassen wird, c) den Erhalt von Hydratkörnern mit strahliger Struktur, die es ermöglicht, die Leistung der Kalzinieröfen zu erhöhen, d) eine bedeutende Ersparnis hinsichtlich der Anlagekosten auf Grund des Fortfalls von metallischen Organen oder Pumpen, wie sie bei den schon bekannten Verfahren benutzt werden.P Λ T E X T A X S PRLCIIE:ι. Verfahren, um feste Stoffteilchen in einer Flüssigkeit in Suspension zu halten, dadurch gekennzeichnet, daß man die feste Phase in einem die Flüssigkeit enthaltenden Behälter mittels einer Gasinjektion am unteren Teil dieses Behälters zur Suspension bringt, daß man in kontinuierlicher Weise die so erhaltene Suspension durch ein mittleres, vorzugsweise teleskopisches Rohr, dessen unterer Teil eine einstellbare Lage gegenüber dem Boden des Behälters einnehmen kann, bis zum oberen Teil des Behälters hochsteigen läßt, und daß man in diesem oberen Teil eine kontinuierliche Dekantierung des festen Stoffes mittels einer Vorrichtung durchführt, die einen oder mehrere Dekantierungsringe aufweist, welche mit dem Behälter in drei übereinanderliegenden Ebenen in Verbindung stehen, wobei die Suspension in den oder die Ringe durch die mittlere Ebene eindringt, die schweren Teilchen in den Kreis durch die untere Ebene zurückkehren, die leichten Teilchen oder Träger von Luftblasen zur Suspension durch die obere Ebene zurückkehren, die oberhalb des normalen Niveaus der Flüssigkeit in dem Behälter gelegen ist, und die klare Flüssigkeit durch eine Ableitung abgeleitet wird, die ungefähr in der gleichen Höhe wie die obere Ebene gelegen ist.
- 2. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Behälter aufweist, der am Grunde, welcher vorteilhaft konisch gehalten ist, mit einer Druckgasquelle verbunden ist und in dessem Inneren ein Rohr, vorzugsweise teleskopisches, angeordnet ist, wobei die untere öffnung dieses Rohres, deren Lage gegenüber dem Boden des Behälters einstellbar ist, sich senkrecht zum Gaseintritt befindet und seine obere öffnung mit Mitteln versehen ist, um die Emulsion abzuleiten und die dicke Suspension auf die ganze Oberfläche des Behälters zu verteilen, dessen oberer Teil von einem oder mehreren, vorzugsweise kegelstumpfförmigen Ringen umschlossen ist, die mit dem Behälter durch eine Reihe von öffnungen in Verbindung stehen, welche sich in drei verschiedenen horizontalen Ebenen befinden, wobei die obere go Ebene sich oberhalb des normalen Niveaus der Flüssigkeit in dem Behälter befindet, und die gegebenenfalls einerseits mit einem Ablauf, der etwa in derselben Höhe gelegen ist wie die vorerwähnte obere Ebene, und andererseits mit einem zylindrischen Ring versehen ist, deren Grund sich etwas unterhalb des waagerechten Ablaufniveaus befindet.
- 3. Anlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem Rohr versehen ist, das dazu bestimmt ist, die Suspension von Teilchen in der Flüssigkeit abzuziehen, welches die Wand des Behälters unterhalb der Ablaufebene durchdringt, innen beispielsweise mittels einer Kautschukmuffe gelenkig ausgebildet ist und an seinem freien Ende ein Gitter sowie einen Ring trägt, dessen Durchmesser etwas größer ist, als derjenige des Teleskoprohres und an den ein schräges Ablaufrohr angeschlossen ist, das außerhalb des Behälters ausmündet.
- 4. Anlage nach Anspruch 2 und 3, um die Natriumaluminatlaugen in dem Bayerprozeß für die Gewinnung von Aluminium zu zersetzen, dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Zersetzer ein äußerer, kegelstumpfförmiger Dekantierungsring und ein teleskopisches zylindrisches Rohr, wie im Anspruch 2 gekennzeichnet, sowie eine Abzugseinrichtung für die Hydratsuspension, welche über dem Teleskop- iao rohr angeordnet ist, entsprechend der Anordnung gemäß Anspruch 3 angebracht ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen© 2470 11.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR1010386T | 1948-08-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE823602C true DE823602C (de) | 1951-12-06 |
Family
ID=9568954
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP53265A Expired DE823602C (de) | 1948-08-07 | 1949-08-30 | Verfahren und Vorrichtung, um feste Stoffe in einer Fluessigkeit in Suspension zu halten |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US2678873A (de) |
| DE (1) | DE823602C (de) |
| FR (1) | FR1010386A (de) |
| GB (1) | GB721995A (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1093274B (de) * | 1953-11-14 | 1960-11-17 | Giosue Calamai | Druckgasruehrvorrichtung fuer auf Wolle u. dgl. aufzubringende Schmaelze |
| US2914005A (en) * | 1956-09-27 | 1959-11-24 | Gorozpe Raul Donde | Apparatus for preparing a quick-cooking rice product from broken rice |
| US3992300A (en) * | 1972-09-27 | 1976-11-16 | Trw Inc. | Apparatus for controlling iron content of a zinc phosphating bath |
| US4132643A (en) * | 1975-07-29 | 1979-01-02 | Hellqvist Ake O V | Sludge and slime separating and settling device |
| RU2386588C2 (ru) * | 2008-05-20 | 2010-04-20 | ЮНАЙТЕД КОМПАНИ РУСАЛ АйПи ЛИМИТЕД | Декомпозер для разложения алюминатных растворов |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US994679A (en) * | 1910-08-06 | 1911-06-06 | Philip M Mchugh | Air-lift for agitators for ore or other materials. |
| US1434232A (en) * | 1921-04-18 | 1922-10-31 | George T Hanson | Method of mixing |
| US1646019A (en) * | 1925-07-29 | 1927-10-18 | Forrester David Lawton | Flotation method and apparatus |
| US2297586A (en) * | 1940-07-03 | 1942-09-29 | Bethlehem Steel Corp | Aerating machine |
-
1948
- 1948-08-07 FR FR1010386D patent/FR1010386A/fr not_active Expired
-
1949
- 1949-08-30 DE DEP53265A patent/DE823602C/de not_active Expired
-
1950
- 1950-10-26 GB GB26161/50A patent/GB721995A/en not_active Expired
-
1951
- 1951-01-17 US US206327A patent/US2678873A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1010386A (fr) | 1952-06-10 |
| GB721995A (en) | 1955-01-19 |
| US2678873A (en) | 1954-05-18 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2246676B2 (de) | Reaktionskristallisator | |
| DE3382582T2 (de) | Verfahren fuer schaumflotation. | |
| DE69600998T2 (de) | Verfahren und vorrichtung zur trennung von nicht löslichen teilchen aus einer flüssigkeit | |
| DE4110907C2 (de) | Vorrichtung zum Aufrechterhalten einer kontinuierlichen Mischung in einer Flüssigkeit und zum gleichzeitigen Abtrennen einer anderen Flüssigkeit und eines Feststoffes aus der Flüssigkeit | |
| DE2708026A1 (de) | Vorrichtung und verfahren fuer die aerobe, biologische reinigung von fluessigen abfaellen | |
| DE2225216A1 (de) | Vorrichtung zum Reinigen von Abfallflüssigkeit | |
| EP0134890A2 (de) | Vorrichtung zum Herstellen hochwertiger Feststoff-Flüssigkeits-Gemische bis zum kolloiden System oder bis zur Koagulation, zur Wasseraufbereitung oder zum Einbringen von Gasen in Flüssigkeiten | |
| DE1442939A1 (de) | Fuellungsverfahren und -vorrichtung | |
| DE1667231B2 (de) | Vorrichtung zur durchfuehrung eines stoffaustauschs zwischen gas- und fluessigen phasen | |
| DE4422361C2 (de) | Verfahren zur sedimentativen Trennung von Partikeln und/oder Flüssigkeitströpfchen verschieden kompressibler Stoffe, deren Dichten bei Normalbedingungen ähnlich sind und die in Suspensionen, Emulsionen, Aerosolen oder Schwebstäuben gelöst, in Schwebe gehalten oder verstäubt sind | |
| DE69508929T2 (de) | Trennung einer suspension in ihre bestandteile | |
| DE823602C (de) | Verfahren und Vorrichtung, um feste Stoffe in einer Fluessigkeit in Suspension zu halten | |
| DE1136676B (de) | Verfahren zur kontinuierlichen Durchfuehrung katalytischer Reaktionen in fluessiger Phase | |
| EP3423183B1 (de) | Mehrphasen-schlaufenreaktor und verfahren zum betrieb | |
| DE69016286T2 (de) | Kontaktvorrichtung für Gas und Flüssigkeit. | |
| DE587293C (de) | Verfahren zum Trennen fester, in einer Fluessigkeit suspendierter Stoffe | |
| DE2359656C3 (de) | Vorrichtung zum Klären von feste Stoffe enthaltendem Abwasser o.dgl. Flüssigkeiten | |
| DE2359655A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum klaeren von fluessigkeiten | |
| DE2414182A1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von gips aus abfallschwefelsaeure | |
| DE3031755C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen chemischen Behandlung von gelöste, emulgierte und/oder kolloidale Stoffe enthaltenden Flüssigkeiten und zur Abtrennung dieser Stoffe mit Hilfe der Schwerkraft | |
| DE60207739T2 (de) | Hydraulische ringförmige waschkolonne und verfahren zum trennen von feststoffen von einer suspension | |
| DE1044035B (de) | Vorrichtung zur Extraktion nicht miteinander mischbarer Fluessigkeiten | |
| DE19818738C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Verringern der Feststoffkonzentration einer Dispersion aus Flüssigkeit und Feststoffpartikeln | |
| DE2425344C2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum trennen von partikeln aus fluessigkeiten mit unterschiedlichen waermegraden | |
| DE69621795T2 (de) | Mischen |