DE813752C - Anlage zum ununterbrochenen Schmelzen und Vergiessen von Metallegierungen - Google Patents
Anlage zum ununterbrochenen Schmelzen und Vergiessen von MetallegierungenInfo
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- DE813752C DE813752C DER1718A DER0001718A DE813752C DE 813752 C DE813752 C DE 813752C DE R1718 A DER1718 A DE R1718A DE R0001718 A DER0001718 A DE R0001718A DE 813752 C DE813752 C DE 813752C
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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- F27B1/00—Shaft or like vertical or substantially vertical furnaces
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Description
- Anlage zum ununterbrochenen Schmelzen und Vergießen von Metallegierungen Beim Schmelzen von Metallegierungen, insbesondere von Eisen in Schachtöfen, z. B. Kupolöfen, macht sich ein dem Ofenbetrieb anhaftender Mangel unangenehm bemerkbar, der hauptsächlich darin besteht, daß der Ofen nicht ununterbrochen betrieben werden kann, andererseits in den meisten Fällen die Durchsatzmenge nicht so groß gewählt werden kann, daß schwere Gußstücke ohne weiteres gegossen werden können. Sollen beispielsweise Gußstücke mit einem Stückgewicht von ca. 30 t hergestellt werden, so bereitet dieses insofern. Schwirigkeiten, als man einen normalen Schachtofen mit einer stündlichen Durchsatzmenge von ca. io t mindestens drei Stundein arbeiten lassen muß, um das erforderliche Schmelzgut zu erhalten. Man muß in der Praxis dann so verfahren, daß man bei Benutzung eines derartigen Ote-ns das Gießgut in drei Gießpfannen von je io t Fassungsvermögen sammelt und dabei die erste Gießpfanne dann mindestEns zwei Stundm die zweite Gießpfanne etwa eine Stunde stehen lassen, muß, bevor die dritte Pfanne gefüllt werden, kann. Das anschließende Vergießen. der drei PfanneniTrhalte bringt den großen Nachteil mit sich, daß die Gießtemperaturen der drei Pfannenin.halte sehr unterschiedlich sind, was unangenehme Auswirkungen im Gefolge haben kann.
- Bei Benutzung eines Siemens-Martinofens ist man an das Fassungsvermögen des Ofens gebunden; beträgt dasselbe beispielsweise; So oder ioo t, dann muß nach Fertigmachen der Charge der ganze Ofeninhalt abgestochen werden, was sehr unwirtschaftlich sein kann, wenn man z. B. beim Abgießen eines 30 t-Gußstückes die restlichen 2o bzw. 70 t zweckentsprechend vergießen will.
- Die Erfindung hilft diesem Übelstand ab und bietet die -Möglichkeit, den Schmelzprozeß ununterbrochen durchzuführen und derart große Gußstücke laufend abzugießen, wodurch das stundenlange Sammeln des Gießgutes wegfällt. Außerdem dürfte die Anschaffung und Wartung dieser Anlage gegenüber dem Siemens-Martinofen mannigfache Vorteile mit sich bringen.
- Gemäß der Erfindung wird ein ununterbrochener Schmelz- und Gießbetrieb dadurch erreicht, daß man mindestens zwei Schachtöfen, z. B. Kupoiöfen, gemeinsam mit einem Sammler arbeiten läßt. Die vorzugsweise mit Gußeisensteinen ausgekleideten Schachtoberteile der beiden Schachtöfen sind ortsfest angeordnet. Jeder Schachtofen ist mit zwei auswechselbaren, vorzugsweise verfahtbaren Unterteilen ausgerüstet, die ausgestampft oder mit feuerfesten Steinen ausgemauert sind. Die Trennebene zwischen den Schachtteilen wird gemäß der Erfindung zweckmäßig im Gegensatz'zu den bekannten Bauarten schräg ausgeführt, beispielsweise unter einem Neigungswinkel von 30° zur Längsachse des Schachtes, und zwar vorteilhaft etwa 200 mm oberhalb der Schmelzzone. Selbstverständlich kann der Neigungswinkel auch größer oder kleiner sein. Durch diese schräge, elliptische Gestaltung der Trennfläche kann der Zusammenbau lediglich durch den beim Einfahren des Unterteiles erzeugten seitlichen Druck erfolgen; durch zusätzliche Verwendung eines besonderen Abdichtungsmittels, z. B. eines Tonbreies, wird die Trennfuge vollkommen luftdicht gemacht. Beim Ausfahren des beweglichen Schachtteiles löst sich dieser ohne Schwierigkeit von dem anderen Schachtteil ab.
- Der Ablauf an den Schachtöfen ist in an sich bekannter Weise derart angeordnet, daß das geschmolzene Metall ununterbrochen und schlackenfrei in den Sammler fließt. Selbstverständlich kann der Sammler in an sich bekannter Weise dazu benutzt werden, dem erschmolzenen Werkstoff Legierungszusätze in beliebiger Menge beizufügen.
- Durch die Anordnung von zwei auswechselbaren Schachtunterteilen je Ofen wird erreicht, daß unter Berücksichtigung einer normalen Ofenreise das etwa alle sieben Tage :notwendig werdende Auswechseln des Schachtunterteiles in etwa zwei Stunden vorgenommen werden kann. Die zur Reparatur ausgefahrenen Unterteile können zunächst abkühlen und werden"dann jeweils in den nächsten Tagen bequem vorn einer Mindestzahl von Arbeitskräften instandgesetzt, wobei die lästige Arbeit in der Ofenhitze wegfällt.
- Bei der Ausbildung der Öfen sind lediglich die die beiden Schachtteile lösbar verbindenden Riegel oder ähnliche Vorrichtungen. sowie die Flansche für die Windleitung zu lösen und nach dem Einfahren des Unterteiles wieder anzuschrauben. Da zweckmäßigerweise der Füllkoks schon in dem- Unterteil in Glut gebracht werden kann, solange es noch ausgefahren ist, dauert die gesamte Unterbrechung des Schmelzbetriebes an einem Ofen, wie oben erwähnt, etwa 2 Stunden. Um das Zufließen des erschmolzenen Materials in den Sammler nicht zu unterbrechen, führt man das Auswechseln der Schachtunterteile an den beiden Ofen an verschiedenen Tagen durch.
- Eine solche Anlage bringt in inetallurgischer Hinsicht den großen Vorteil mit sich, daß das gesammelteSchmelzgut eine gleichmäßigeTemperatur hat. Zum Herstellen eines Gußstückes von beispielsweise 30 t Stückgewicht werden die erforderlichen Gießpfannen, z. B. 3 Pfannen von je io t Inhalt, kurz hintereinander mit dem Gießgut aus dem beispielsweise 8o bis ioo t fassenden Sammler gefüllt, so daß in kürzester Zeit bei geringstem Temperaturverlust die Gießform gefüllt werden kann; die Temperatur der verschiedenen Pfanneninhalte ist dabei praktisch die gleiche.
- Ein weiterer Vorteil einer solchen Anlage besteht darin, daß dieselbe getrennt von der eigentlichen Gießerei in einem angrenzenden Schmelzhaus untergebracht werden kann, in welchem sich auch der Sammler befindet. Vorteilhaft wird dieser derart angeordnet, daß er lediglich mit seiner Gießrinne (Schnauze) .in den Gießraum hineinragt, so daß die Gießpfannen zum Füllen mit dem Laufkran unter die Schnauze des Sammlers gefahren werden können. Der Inhalt des Sammlers kann beispielsweise auch mittels einer gabelförmigen Verteilungsrinne oder auf ähnliche Weise gleichzeitig in mehrere Gießpfannen abgelassen werden.
- Mittels einer derartigen Schmelzanlage ist es auch ohne weiteres möglich, im ununterbrochenen Arbeitsgang Blockguß herzustellen, wobei die Kokillen auf einer Fördervorrichtung o. dgl. zweckmäßig an dem Sammler vorbeigeführt und laufend aus diesem gefüllt werden.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Anlage zum ununterbrochenen Schmelzen und Vergießen von Metallegierungen, insbesondere von Eisen, unter Verwendung von Schachtöfen, z. B. Kupolöfen, gekennzeichnet durch mindestens zwei Schachtöfen mit je zwei leicht auswechselbaren, vorzugsweise verfahrbaren Unterteilen und einen die Schmelze aus den Schachtöfen aufnehmenden Sammler, aus dem ein ununterbrochenes Gießen erfolgt.
- 2. Anlage nach Anspruch i, dadurch gekenn-,zeichnet, daß die Trennebene zwischen den Schächtteilen schräg, beispielsweise in einem Winkel von 30° zur Längsachse des Schachtes, verläuft.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DER1718A DE813752C (de) | 1950-05-12 | 1950-05-12 | Anlage zum ununterbrochenen Schmelzen und Vergiessen von Metallegierungen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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| DE813752C true DE813752C (de) | 1951-09-17 |
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|---|---|---|---|
| DER1718A Expired DE813752C (de) | 1950-05-12 | 1950-05-12 | Anlage zum ununterbrochenen Schmelzen und Vergiessen von Metallegierungen |
Country Status (1)
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1950
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