DE812906C - Bohrkopf, insbesondere zum Bohren von Kohle - Google Patents
Bohrkopf, insbesondere zum Bohren von KohleInfo
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
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Description
- Das drehende Bohren im Kohlenbergbau ist bisher in der Regel auf die Herstellung von Schießlöchern unter Verwendung zweiflügeliger Bohrer bei Bohrungen von einem Durchmesser von höchstens etwa 44 mm und das für Untersuchungszwecke durchgeführte Kernbohren mit Hilfe von Hohlbohrern beschränkt gewesen.
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen zum Bohren von Kohle oder anderen Stoffen ähnlichen Verhaltens geeigneten Bohrkopf, der auch bei der Kohlegewinnung mit Erfolg verwertet werden kann, sei es, daß er, indem man mehrere nebeneinanderliegende Bohrungen in der Kohle anbringt, an Stelle von Schräm-, oder Kerbmaschinen zur Herstellung von Einbruchkerben benutzt wird, sei es, daß er bei Anwendung neuzeitlicher Ausbauverfahren mit stempelfreier Abbaufront zur Herstellung von Bohrungen im Kohleflöz unter dem Hangenden verwendet wird, in denen die sogenannten Vorpfändungskappen gelagert werden. Dieser neue Bohrkopf besteht aus einem ein- oder mehrflügeligen Drehbohrer und einem diesen zentrisch umgebenden Hohlbohrer.
- Während man einerseits beim Bohren mit dem bekannten ein- oder mehrflügeligen Kohledrehbohrer den gesamten Bohrlochquerschnitt zerspant und andererseits beim normalen Hohlbohren lediglich ein ringförmiger Querschnitt aus der Kohle ausgeschnitten wird und ein dem lichten Durchmesser der Hohlbohrkrone entsprechender Kohlekern stehenbleibt, dessen laufende Beseitigung, besonders bei härterer Kohle, auf erhebliche Schwierigkeiten stoßen kann, wird bei Anwendung des neuen Bohrkopfes eine sich äußerst vorteilhaft auswirkende Kombination der Wirkungsweise dieser beiden Bohrerarten erzielt. Einerseits wird durch diesen Bohrkopf zwar nicht der gesamte Bohrlochquerschnitt zerspant, andererseits aber zwangsläufig eine kontinuierliche Zerkleinerung des Kohlekerns erreicht. Gegenüber dem normalen Bohrverfahren, das durch eine vollkommene Zerspanung über den gesamten Bohrlochquerschnitt gekennzeichnet ist, erhält man den Vorteil einer bedeutenden Energieeinsparung; auch geht das Bohren schneller vonstatten.
- Um den beim Bohren mit dem neuen Bohrkopf zwischen dem Hohlbohrer und dem Drehbohrer entstehenden Kohlezylinder fortlaufend zu zertrümmern, ist es zweckmäßig, unterhalb der Schneiden des Drehbohrers eine oder mehrere Sprengnocken anzubringen.
- Zur Verlängerung der Lebensdauer und Erhöhung der Leistungsfähigkeit des Bohrkopfes, der in an sich bekannter Weise auf ein Bohrgestänge aufgeschraubt oder aufgesteckt werden kann, ist es vorteilhaft, sämtliche Schneidenteile des Hohlbohrers und des Drehbohrers mit Hartmetall zu bestücken. Auch ist es empfehlenswert, den Drehbohrer auswechselbar anzuordnen.
- Um einen möglichst schnellen und reibungslosen Abtransport des beim Bohren entstehenden Kohlekleins zu gewährleisten, wird der Schaft des Bohrkopfes zweckmäßig so ausgebildet, daß er im wesentlichen nur aus zwei schmalen Armen besteht, deren Kanten in Drehrichtung am besten mit einem verschleißfesten Werkstoff gepanzert werden, um den durch den Abtransport der Kohle entstehenden Verschleiß herabzumindern. Das entstehende Bohrklein wird einem normalen Transportbohrgestänge zugeführt.
- ln der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
- Abb. i zeigt einen Schnitt durch die Mittelachse eines Bohrkopfes, der die Merkmale der Erfindung trägt, Abb. 2 eine Seitenansicht und Abb. 3 eine Draufsicht auf einen solchen Bohrkopf.
- Der an seinen schneidenden Teilen mit gesinterten Hartmetallplättchen i bestückte zweiflügelige Drehbohrer 2 ist von einer ebenfalls mit Hartmetallplättchen 3 bestückten Hohlbohrkrone 4 zentrisch umgeben, die auf den Bohrerschaft 5 aufgeschraubt ist. Unterhalb des Drehbohrers 2 sind zwei Nocken 6 angebracht, die der Zerkleinerung des beim Bohren zwischen dem Drehbohrer 2 und dem Hohlbohrer 4, 5 entstehenden Kohlezylinders dienen. An seinem unteren Ende ist der Bohrkopf mit einem Zapfen 7 versehen, der es ermöglicht, den Bohrkopf auf ein Transportbohrgestänge 8 aufzustecken, durch das das den Öffnungen 9 des Bohrerschaftes 5 entweichende Kohleklein abtransportiert wird. Der Drehbohrer 2 ist in seiner Länge so bemessen, daß seine Schneiden unterhalb der Schneide der Hohlbohrkrone 4 liegen. Er kann aber auch eine solche Länge haben, daß seine Schneiden, wie in Abb. i unter io angedeutet ist, die Schneiden der Hohlbohrkrone 4 übertragen; oder daß die Schneiden beider Bohrkopfteile auf gleicher Höhe liegen.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Bohrkopf, insbesondere zum Bohren von Kohle, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrkopf aus einem ein- oder mehrflügeligen Drehbohrer (2) und einem diesen zentrisch umgebenden Hohlbohrer (4,5) besteht. z. Bohrkopf nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der Schneiden des Drehbohrers ein oder mehrere Sprengnocken (6) angebracht sind. 3. Bohrkopf nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneidenteile des Drehbohrers und die des Hohlbohrers mit Hartmetall (1, 3) bestückt sind. 4. Bohrkopf nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaft des Bohrkopfes im wesentlichen nur aus zwei schmalen Armen besteht, deren Kanten in Drehrichtung zweckmäßig mit einem verschleißfesten Werkstoff gepanzert sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP8170D DE812906C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Bohrkopf, insbesondere zum Bohren von Kohle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP8170D DE812906C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Bohrkopf, insbesondere zum Bohren von Kohle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE812906C true DE812906C (de) | 1951-09-06 |
Family
ID=7361560
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP8170D Expired DE812906C (de) | 1948-10-02 | 1948-10-02 | Bohrkopf, insbesondere zum Bohren von Kohle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE812906C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2720391A (en) * | 1953-08-03 | 1955-10-11 | Salem Tool Co | Auger boring head for mining coal and other minerals |
| US2738965A (en) * | 1953-08-21 | 1956-03-20 | Salem Tool Co | Boring head with breaker device for mining machines |
| US2749102A (en) * | 1952-10-14 | 1956-06-05 | Joy Mfg Co | Auger drill head |
-
1948
- 1948-10-02 DE DEP8170D patent/DE812906C/de not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2749102A (en) * | 1952-10-14 | 1956-06-05 | Joy Mfg Co | Auger drill head |
| US2720391A (en) * | 1953-08-03 | 1955-10-11 | Salem Tool Co | Auger boring head for mining coal and other minerals |
| US2738965A (en) * | 1953-08-21 | 1956-03-20 | Salem Tool Co | Boring head with breaker device for mining machines |
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