DE816031C - Untergrundpflugschar - Google Patents
UntergrundpflugscharInfo
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- DE816031C DE816031C DEP49666A DEP0049666A DE816031C DE 816031 C DE816031 C DE 816031C DE P49666 A DEP49666 A DE P49666A DE P0049666 A DEP0049666 A DE P0049666A DE 816031 C DE816031 C DE 816031C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01B—SOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
- A01B15/00—Elements, tools, or details of ploughs
- A01B15/02—Plough blades; Fixing the blades
- A01B15/025—Plough blades; Fixing the blades specially adapted for working subsoil
-
- Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
- Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
- Y02A—TECHNOLOGIES FOR ADAPTATION TO CLIMATE CHANGE
- Y02A40/00—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production
- Y02A40/10—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture
- Y02A40/28—Adaptation technologies in agriculture, forestry, livestock or agroalimentary production in agriculture specially adapted for farming
Landscapes
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Description
Die bekannten Pflüge für Land- und Forstwirtschaft dienen zum Abschneiden und Umwenden
eines Erdstreifens, der durch das Schar und das Pflugmesser waagerecht und senkrecht losgetrennt
und durch das Streichblech in die vorher gezogene Furche umgestürzt und gelockert wird.
Sogenannte Untergrund- oder Rajolpflüge dienen zur Tiefkultur, wobei man die obere, humusreiche
Bodenschicht wendet und die darunter liegende humusärmere oder tote Schicht durch einen Wühler
oder Haken, der auch ersetzt sein kann durch einen Federzahn, wie bei Federzahnkultivatoren, nur
lockert. Bekannt sind ferner noch Bodenfräsen, die mittels rotierender Werkzeuge das Erdreich durchwühlen
und lockern, dabei aber beim Eindringen in größere Tiefen auch das tote Erdreich innig mit der
humusreichen Oberschicht vermischen.
Diese den Stand der Technik bildenden Pflüge und Fräsen sind in der Forstwirtschaft nur sehr
bedingt anwendbar. Auf Kahlschlägen wird für Neu- ao anpflanzungen zunächst vermittels bekannter Mehrscharwaldpflüge
nur eine Bodenschicht von geringer Stärke rechts und links vom Grindel abgehoben und
zur Seite geräumt, so daß parallele Streifen von etwa 60 cm Breite für die Neuanpflanzungen freigelegt
werden, die mit nicht abgeräumten Streifen abwechseln, auf denen das Räumgut der freigelegten
Streifen abgelegt ist. Nur diese freigelegten Streifen kommen für die weitere Bodenbearbeitung und Neubepflanzung
in Betracht. Es ist einleuchtend, daß die bekannten Pflüge und Geräte wegen ihrer Arbeitsweise
auf derart schmalen Bodenstreifen wenig zweckentsprechend einsetzbar sind, zumal die tieferen
Ortsteinschichten des Waldbodens nicht an die
Oberfläche gebracht werden dürfen. Gleichwohl aber ist eine Bodenbearbeitung auch in diesen tieferen
Schichten besonders erwünscht.
Ein Tiefpflügen, bei dem das Erdreich zur Seite umgelegt würde, ist nicht anwendbar schon wegen
der geringen Streifenbreite und auch unerwünscht wegen der Durchmengung der höheren und tieferen
Schichten. Aus dem gleichen Grunde ist auch ein Tieffräsen unzweckmäßig, weil auch hierbei die
ίο tieferen Ortsteinschichten mit den oberen, humusreichen
Schichten gemischt werden würden. Untergrundpflüge oder -haken heben und lockern zwar
etwas das Erdreich in den tieferen Schichten, jedoch nicht in dem bei Waldböden zu erstrebenden Maße.
Die Erfindung schafft hier Abhilfe.
Der technische Fortschritt wird durch ein Untergrundpflugschar gemäß der Erfindung erreicht, welches
ein starkes Anheben des Erdreiches mittels eines Vorschars und gleichzeitig eine Heranholung
ao von seitlich desselben befindlichem Erdreich im wesentlichen unter das Vorschar bewirkt, und zwar
durch seitlich des Vorschars angeordnete Seitenschare, deren Streichbleche oben mit dem Ende des
Vorschars verbunden sind. Das von dem Vorschar
as abgleitende gelockerte Erdreich legt sich zumeist
auf das ebenfalls stark gelockerte, von den Seitenscharen abgleitende Erdreich, wobei eine geringe,
nicht schädliche Durchmischung bewirkt wird. Damit wird eine starke und tiefe, für die Bäumchenwurzeln
besonders günstige Lockerung und Durchlüftung des zu pflügenden Bodens erzielt unter
Wahrung der schmalen, zuvor freigelegten Bearbeitungsstreifen von etwa 60 cm Breite, die in dieser
Weise in der Regel in einem einmaligen Hinundhergang des Pfluges fertig bearbeitet werden
können.
Das Untergrundpflugschar nach der Erfindung stellt gewissermaßen hinsichtlich seiner Wirkungsweise
eine bisher nicht bekannte Mittelstufe zwischen Pflügen und Fräsen dar bei Beseitigung
der Nachteile dieser bekannten Geräte insbesondere bei Tiefbearbeitung.
Die Untergrundpflugschar der Erfindung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß an der
mit dem Grindel verbundenen Griessäule ein Vorschar mit seitlich aufgerichteten Leitflächen angeordnet
ist, über welches das beim Vorschub gehobene Erdreich nach hinten in stark gelockertem Zustand
abrutscht, und zu beiden Seiten des Vorschars Seitenschare vorgesehen sind, deren Streichbleche oben an
dem Ende des Vorschars befestigt sind.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines Untergrundpflugschars gemäß der Erfindung
veranschaulicht, und zwar zeigt
Abb. ι das Pflugschar in Vorderansicht,
Abb. 2 dasselbe in Seitenansicht,
Abb. 3 dasselbe in Draufsicht,
Abb. 4 dasselbe in schaubildlicher Darstellung.
In den Abbildungen bezeichnet A das Vorschar, das im wesentlichen ebenflächig oder schwach gewölbt
sein kann. B und B' sind die Seitenschare, deren Streichbleche so ausgebildet und gekrümmt
sind, daß sie das Erdreich seitlich von dem Vorschar A erfassen und nach hinten in der Hauptsache
unter das Vorschar A leiten. Das Vorschar A mit ■den Seitenscharen B, B' ist mit der Griessäule C
verbunden, die ihrerseits, wie bekannt, mit ihrem oberen Ende an dem nicht dargestellten Grindel
befestigt wird. In Abb. 4 stellt D ein Pflugmesser oder Sech dar, welches ebenfalls in bekannter Weise
mit seinem oberen Ende an dem Grindel befestigt wird. Das Messer D bildet keinen Teil der Erfindung,
wird aber zweckmäßig, wie meistens bei Pflügen vor dem Schar angeordnet. Das Vorschar A
weist an seinen Seiten aufgerichtete Leitflächen A' zur Verhinderung seitlichen Abgleitens des gehobenen
Erdreiches von dem Vorschar auf. Die Streichbleche der Seitenschare B, B' sind oben an dem Ende
des Vorschars A bei B" mit diesem verbunden.
Das Untergrundpflugschar gemäß der Erfindung zeichnet sich u. a. besonders dadurch aus, daß es je
nach Einstellung bis etwa 50 cm Tiefe den Untergrund so zu pflügen imstande ist, als wenn an der
Oberfläche gepflügt würde. Das Vorschar A hebt je nach Ausbildung den Boden dabei um etwa 10
bis 15 cm an, wonach die Seitenschare B, B' den Untergrund von den Seiten her in etwa 30 bis 40 cm
Breite zur Mitte heranpflügen. Damit entsteht mindestens die gleiche Lockerung des Untergrundes,
wie sie sonst bei gewöhnlichen Pflügen an der Erdoberfläche erfolgt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Untergrundpflugschar, insbesondere zur Verwendung in der Forstwirtschaft, dadurch gekennzeichnet, daß an der in üblicher Weise mit dem Grindel verbundenen Griessäule ein Vorschar (A) mit seitlich aufgerichteten Leitflächen (A') angeordnet ist und zu beiden Seiten des Vorschars Seitenschare (B, B') vorgesehen sind, deren Streichbleche oben an dem hinteren Ende des Vorschars (A) befestigt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1659 9.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP49666A DE816031C (de) | 1949-07-23 | 1949-07-23 | Untergrundpflugschar |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP49666A DE816031C (de) | 1949-07-23 | 1949-07-23 | Untergrundpflugschar |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE816031C true DE816031C (de) | 1951-10-08 |
Family
ID=7383905
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP49666A Expired DE816031C (de) | 1949-07-23 | 1949-07-23 | Untergrundpflugschar |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE816031C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0161621A3 (en) * | 1984-05-12 | 1987-01-21 | Maschinenfabrik Rau Gmbh | Soil-working implement |
| FR2598878A1 (fr) * | 1986-05-23 | 1987-11-27 | Ki Polt I | Procede de labour des sols salins et dispositif pour sa mise en oeuvre. |
-
1949
- 1949-07-23 DE DEP49666A patent/DE816031C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0161621A3 (en) * | 1984-05-12 | 1987-01-21 | Maschinenfabrik Rau Gmbh | Soil-working implement |
| FR2598878A1 (fr) * | 1986-05-23 | 1987-11-27 | Ki Polt I | Procede de labour des sols salins et dispositif pour sa mise en oeuvre. |
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