DE802666C - Schutzvorrichtung fuer Baeume gegen kriechende Insekten - Google Patents
Schutzvorrichtung fuer Baeume gegen kriechende InsektenInfo
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Description
(WiGBl. S. 175)
AUSGEGEBEN AM 19. FEBRUAR 1951
P
271 III
1
45k
Die üblichen Leimringe aus Papier oder dünner Pappe, welche mittels Drähte oder Schnüre an den
Baumstämmen befestigt und an der Außenseite mit Klebstoff bestrichen werden, um Ameisen oder anderen
kriechenden Insekten den Weg zu verlegen, sind bekanntlich wenig wirksam, da die Klebekraft
unter dem Einfluß von Wind und Sonne bald nachläßt, Papier durch Feuchtigkeit zerstört oder
faltig wird und dann ebenso wie die nicht schmiegsame Pappe an der Unterseite Durchgangsmöglichkeiten
für die Insekten bietet.
Die Erfindung betrifft eine Schutzvorrichtung für Bäume mit Klebstoffzonen als Sperre gegen
kriechende Insekten und bezweckt, alle vorerwähnten Mängel zu beseitigen. Dies ist, wie Versuche
ergeben haben, dadurch gelungen, daß die Schutzvorrichtung aus einer den Baumstamm unter dem
Druck eines Spannorgans mit einem Hals dicht umschließenden Glocke besteht, die an der Innenseite
die Klebstoffsperrzone aufweist. Der Hals kann durch zahlreiche Einschnitte in Zungen zerlegt
sein, die sich unter dem Druck des Spannorgans in die Unebenheiten der Rinde einlegen können.
Die Vorrichtung kann dadurch vereinfacht werden, daß die Glocke durch Einrollen eines sektorförmigen
Zuschnittes gebildet ist, dessen in der Gebrauchsform einander überlappende Ränder durch
eine Klammer verbunden sind. Für kleinere Bäume kann innerhalb der Glocke eine in den Hals hineinreichende,
den Baumstamm mit Überlappung dicht umschließende Hülse angeordnet werden.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in zwei beispielsweisen Ausführungsformen je zur
Hälfte im Schnitt und in Ansicht dargestellt. Fig. 1
zeigt eine Ausführung, die sich insbesondere für junge Bäumchen eignet, Fig. 2 eine solche für stärkere
Stämme.
Die Vorrichtung gemäß Fig. ι besteht im wesentlichen
aus drei Teilen, nämlich einer den Baumstamm dicht umschließenden Hülse i, einer
diese abschirmenden Glocke 2 und einem Spannorgan 3. Die Hülse 1 besteht aus einem mit Überlappung
eingerollten Streifen aus haltbarem Pa-
pier, auf dessen Ränder nächst der Überlappungsstelle je eine Klammer 4 aufgeschoben ist. Die
Glocke 2 ist aus einem sektorförmigen Zuschnitt aus dünner, vorteilhaft gegen Feuchtigkeit imprägnierter
Pappe zusammengebogen und hat einen Hals 5, zu dessen Formung ein Randstreifen an der
Innenseite des Zuschnittes mit Einschnitten 6 versehen ist. Der Hals 5 reicht im vorliegenden Fall
annähernd bis zum oberen Rande der Hülse 1. Die Teile 1 und 2 können mittels gewöhnlicher, im Be-
ao reich des Halses 5 eingeschlagener Drahtklammern oder bloß durch das Spannorgan miteinander verbunden
sein. Am unteren Rande der Glocke ist gleichfalls eine Klammer 4 vorgesehen. Das Spannorgan
3 besteht aus einem Aluminiumband und einem kleinen Rahmen 7 als Schließe, durch den
die Bandenden hindurchgeführt und in entgegengesetzter Richtung zurückgeschlagen werden.
Der untere Rand der Hülse 1 kann ebenfalls mit Einschnitten versehen mit einem Spannorgan am
Baumstamm festgebunden sein.
Die derart am Baumstamm befestigte Vorrichtung wird nun zur Erzielung einer Sperrzone für
die Insekten mit Klebstoff versehen, indem ein Pinsel in die Glocke eingeführt und im Kreis herumgeführt
wird, was sehr rasch und ohne besondere Sorgfalt geschehen kann. Der Klebstoff gelangt
hierbei sowohl auf die Außenseite der Hülse ι als auch auf die Innenseite der Glocke, wodurch
sogar zwei Sperrzonen entstehen. Die aus dünnem schmiegsamem Material bestehende Hülse 1
legt sich an die rauhe Baumrinde gut an und läßt daher keine Durchlässe für die Insekten frei. Sie
ist anderseits durch die Glocke 2 gegen Beschädigung durch Sonne, Wind und Regen geschützt, was
ebenso für den verdeckt angeordneten Klebstoff gilt.
Die beschriebene Bauart eignet sich, wie erwähnt, vor allem für schwache Bäumchen, für
welche Vorrichtungen von ganz geringen Abmessungen erforderlich sind. Die Ausführung erleichtert
das Anbringen des Klebstoffes ohne Berührung der Rinde, was den Baum schädigen würde.
Größere Ausführungen für stärkere Stämme nach Fig. 2 können nur aus der Glocke 2 und dem
Spannorgan 3 bestehen. Der Hals 5' der Glocke wird im Zuschnitt mit einer großen Zahl von Einschnitten
6' versehen, wodurch er in zahlreiche Zungen aufgelöst ist, die sich trotz des stärkeren
Materials gut in die Unebenheiten der Rinde einlegen. Gegebenenfalls können die Zungen auch umgelegt
werden, um den Hals elastisch zu machen und die Abdichtung noch wirksamer zu gestalten.
Der Klebstoff wird auf der Innenseite der Glocke im unteren Bereich aufgetragen, was in diesem
Fall ohne Berührung der Rinde leicht geschehen kann. Die Glocke kann für starke Baumstämme
auch aus mehreren Sektoren gebildet sein.
Wie Versuche ergeben haben, wirkt die Vorrichtung unbedingt verläßlich. Es hat sich gezeigt,
daß nur verhältnismäßig wenig Insekten klebenbleiben, also den Versuch machen, über die Klebstoffzone
zu gelangen. Offensichtlich werden sie auch durch die unterhalb der Glocke herrschende
Dunkelheit hiervon abgehalten.
Der Klebstoff kann schon bei der Erzeugung der Vorrichtung an dieser angebracht und durch einen
erst bei Gebrauch abzuziehenden Deckstreifen geschützt sein. Die Form der Glocke kann natürlich
vom gezeichneten Beispiel abweichen, wenn nur dafür gesorgt ist, daß die Klebstoffzone vom Insekt 80 ,
nicht umgangen werden kann.
Claims (4)
1. Schutzvorrichtung für Bäume mit Kleb-Stoffsperrzone
gegen kriechende Insekten, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus einer den Baumstamm unter dem Druck eines Spannorgans
(3) mit einem Hals (5') dicht umschließenden Glocke (2) besteht, die an der Innenseite
die Klebstoffsperrzone aufweist.
2. Schutzvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hals (5') durch
zahlreiche Einschnitte (6') in Zungen zerlegt ist, die sich unter dem Druck des Spannorgans
(3) in die Unebenheiten der Rinde einlegen können.
3. Schutzvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Glocke (2) durch Einrollen eines sektorförmigen Zuschnittes gebildet ist, dessen in der Gebrauchsform
einander überlappende Ränder durch eine Klammer (4) verbunden sind.
4. Schutzvorrichtung nach den Ansprüchen 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb der Glocke (2) eine in den Hals (5) hineinreichende,
den Baumstamm mit Überlappung dicht umschließende Hülse (1) angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
2.51
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT169241T | 1949-09-23 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE802666C true DE802666C (de) | 1951-02-19 |
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|---|---|---|---|
| DE1949P0000271 Expired DE802666C (de) | 1949-09-23 | 1949-11-12 | Schutzvorrichtung fuer Baeume gegen kriechende Insekten |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT169241B (de) |
| DE (1) | DE802666C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2746201A (en) * | 1953-01-23 | 1956-05-22 | Albert B Warrell | Insect guard for trees |
| DE4321511A1 (de) * | 1993-06-29 | 1994-03-10 | Erich Kannenberg | Baum-Schutz-Glocke ( B S G ) |
| DE29801941U1 (de) * | 1998-02-05 | 1998-11-19 | Franz, Marcel, 66780 Rehlingen-Siersburg | Vorrichtung, die eine Eiablage des Frostspanners oder anderer Schadinsekten in der Baumkrone verhindert |
| GB2446560A (en) * | 2007-02-14 | 2008-08-20 | Vincent Victor O'halloran | Insect barrier for trees |
-
1949
- 1949-09-23 AT AT169241D patent/AT169241B/de active
- 1949-11-12 DE DE1949P0000271 patent/DE802666C/de not_active Expired
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2746201A (en) * | 1953-01-23 | 1956-05-22 | Albert B Warrell | Insect guard for trees |
| DE4321511A1 (de) * | 1993-06-29 | 1994-03-10 | Erich Kannenberg | Baum-Schutz-Glocke ( B S G ) |
| DE29801941U1 (de) * | 1998-02-05 | 1998-11-19 | Franz, Marcel, 66780 Rehlingen-Siersburg | Vorrichtung, die eine Eiablage des Frostspanners oder anderer Schadinsekten in der Baumkrone verhindert |
| GB2446560A (en) * | 2007-02-14 | 2008-08-20 | Vincent Victor O'halloran | Insect barrier for trees |
| GB2446560B (en) * | 2007-02-14 | 2008-12-31 | Vincent Victor O'halloran | Insect barrier for trees |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AT169241B (de) | 1951-10-25 |
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