DE8018832U1 - Aufbohrwerkzeug, insbesondere plansenker - Google Patents
Aufbohrwerkzeug, insbesondere plansenkerInfo
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Description
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Anmelder: Fa. Komet Stahlhalter u. Iderkzeugfabrik
Robert Breuning GmbH, PF 260, 7122 Besigheim.
Die Erfindung betrifft ein Aufbohrwerkzeug, insbesondere
einen Plansenker, mit einem zylindrischen Schaft, einem
am freien Ende des Schaftes radial verstellbaren, mit Einer Anlagefläche an einer Stützfläche desselben anliegsnden
SchnEidplattenträger, der in einer Aussparung eine
ausuEchselbarE, durch είπε Klemmschraube in der Aussparung
gehaltene Umsetzschneidplatte trägt, mindestens einer dEn SchnEidplattenträger mit dem Schaft verbindender
Halteschraube und einer zwischen dem Schaft und dem
Schneidplattenträger vorgesehenen Stelleinrichtung zur
radialen Verstellung des letzteren.
Bei einem derartigen bekannten Aufbohrwerkzeug (CH-PS
546 614) ist der Schneidplattenträger im wesentlichen
quaderförmig ausgebildet und in einer hierzu passenden Ausnehmung des zylindrischen Schaftes gelagert. In einer
Querbohrung des Schaftes ist Eine Halteschraube angeordnet, die in ein entsprechendes Gewinde im Schneidplattenträger
eingreift. Da sich jedoch die AchsE dieser Halteschraube im wesentlichen parallel zu den Stütz- und Anlagefiächen
erstreckt, wird der Schneidplattenträger nicht genügend fest mit seiner Anlagefläche auf der
Stützfläche des Schaftes festgeklemmt. Hauptnachteil dBS
bekannten Aufbohrwerkzeuges ist es auch, daß der Schneidplat
ten träger nur eine verhältnismäBig große Ausnehmung
in dem zylindrischen Schaft erfordert so daß dieses Aufbohrwerkzeug
nicht zum Aufbohren von Bohrungen kleineren Durchmessers geeignet ist.
3D Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Aufbohrwerkzeug der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei dem
der Schneidpiattenträger sehr stabil mit dem Schaft verbunden
ist, welches auch zum Aufbohren von Bohrungen kleineren Durchmessers geeignet ist und das sich durch
einfachen Aufbau und hoher Arbeitsgenauigkeit auszeichnet
.
Dies würde nach der Erfindung dadurch erreicht, daß die
Stützfläche in spitzem Winkel zur Schaftachs·^ angeordnet
ist, sich über die gesamte vordere Stirnfläche des Schaftes erstreckt und eine ebene erste Verzahnung aufweist,
deren zueinander parallele Zähne in Richtung der Neigung der Stützfläche parallel zu einer durch die Schaftachse
1D hindurchgehenden Ebene verlaufen, daß der Schneidplattenträger
im uiesentlichen zylindrisch ausgebildet ist und annähernd den gleichen Durchmesser aufweist, uie der
Schaft, seine Anlagefläche in gleichem spitzen Winkel zur Schaftachse geneigt und mit einer der ersten Verzahnung
entsprechenden zweiten Verzahnung in der ersten Verzahnung verschiebbar geführt ist, daß die Halteschraube
senkrecht zu den Stütz- und Anlageflächen angeordnet ist und ihr Kopf und Schaft in einem Langloch des Schaftes
bzw. des Schneidplattenträgers in Richtung der Zähne
2G verschiebbar ist und daß die Spanflächen der Umsetzschneidplatte
im wesentlichen senkrecht zu der durch die Stütz- und Anlageflächen hindurchgehenden Ebene verlaufen.
Bei dem neuen Aufbohrwerkzeug ist also der Schneidplattenträger
nicht in einer Aussparung des Schaftes angeordnet, sondern an dessen Stirnseite. Dies hat den Vorteil, daß
das Aufbohrwerkzeug in radialer Richtung wesentlich kleinere
Abmessungen aufweisen kann, so daß es auch für das
3D Aufbohren von Bohrungen kleinen Durchmessers geeignet ist,
Die Anordnung der Stütz- und Anlageflächen in spitzem
Winkel zur Schaftachse hat eine zweifache Funktion. Zum einen wird durch die Anordnung in spitzem Winkel eine
einfache Verstellmöglichkeit in radialer Richtung geschaffen
und zum anderen wird auch erreicht, daß sich die Stütz- und Anlageflächen auf einer sehr großen Fläche berühren.
In Kombination mit den in der beschriebenen Weise
angeordneten Verzahnungen wird hiermit eine sehr stabile
Verbindung zwischen dem Schneidpiattenträger und dem
Schaft erreicht. Diese stabile Verbindung und auch die Tatsache, daß der Schneidplattenträger annähernd den
gleichen Querschnitt aufweist wie der Schaft, ergeben eine hohe Steifigkeit des gesamten Auf bohrwerkzeuges , so
daß dieses sich auch durch große Arbeitsgenauigkeit auszeichnet.
Der einfache Aufbau des Aufbohrwerkzeuges ist
anhand der Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles klar erkennbar.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird in folgendem, anhand eines in der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert.
P . Es zeigen:
20
ij Figur 1 einen Längsschnitt des als Flansenker ausgebil-
!ς deten Aufbohruerkzeuges ,
Figur 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Figur 1,
If Figur 3 eine Stirnansicht des Plansenkers in Richtung III
p 25 der Figur 1·
Der als Ausführungsbeispiel gezeigte Plansenker 1 dient
!'·' zur Herstellung wan zylindrischen Aussenkungen mit
ebenem Grund. Derartige Ausssnkungen dienen häufig
3G zur Aufnahme von zylindrischen oder teilzylindrischen
Schnsidplattenträgern, ujie sie beispielsweise in der
DE-PS 25 D6 902 offenbart sind. Damit diese Schneidplattenträger
sicher und paügenau in den Halter eingesetzt uierden können, ist es erforderlich, daB der Durchmesser
der Aussenkungen genau mit dem Außendurchmesser des
Schneidplattenträgers übereinstimmt, der beispielsweise einen Durchmesser zwischen 16 mm und 30 mm aufweisen
kann. Der in der Zeichnung dargestellte Plansenker 1 ist
in doppelter Größe dargestellt und für einen Bohrungsdurchmesser won 25 mm bestimmt. Es wurde festgestellt,
daß sich zylindrische Aussenkungen der genannten Art mit
Plansenkern, die einen vorbestimmten Arbeitsdurchmesser
aufweisen, nicht genau genug herstellen lassen. Aus diesem Grund wurde ein Plansenker angestrebt, dessen Durchmesser
sich in kleinen Grenzen radial verstellen läßt.
Der Plansenker 1 besteht im wesentlichen aus einemzylin-
1Ü drischen Schaft 2 und einem ebenfalls zylindrischen
Schneidplattenträger 3. Beide Teile weisen im wesentlichen
den gleichen Durchmesser auf. Der Schneidplattenträger
3 ist an seinem vorderen Ende 3a halbzylinderförmig
ausgebildet und besitzt eine Aussparung h zur Aufnahme
einer zweckmäßig dreieckförmigen Umsetzschneidplatte
5. Diese Umsetzschneidplatte entspricht in ihrem Grundriß
dem eines gleichseitigen Dreiecks. Sie weist eine zentrale Bohrung zum Durchtritt einer Klemmschraube 6
auf, die in den Schneidplattenträger 3 eingeschraubt ist und die Umsetzschneidplatte 5 in der Aussparung hält.
Die wirksame Schneidkante 5a der Schneidplatte 5 ist senkrecht zur Schaftachse A angeordnet und erstreckt sich
vom Arbeitsdurchmesser D des Plansenkers 1 bis zur Schaftachse
A.
Der Schaft 2 weist an seiner Stirnseite eine Stützfläche
7 auf, die in spitzem Winkel oC von vorzugsweise 3D zur
Schaftachse A angeordnet ist. Diese Stützfläche 7 ist mit einer ebenen, sich über die gesamte vordere Stirnfläche
des Schaftes 1 erstreckenden Verzahnung versehen. Die parallelen Zähne 7a dieser ersten Verzahnung erstrecken
sich in Richtung der Neigung der Stützfläche 7 parallel
zu βϊπεγ durch die Schaftachse A hindurchgehenden Ebene.
Die Anlagefläche B des Schneidplattenträgers 3 ist im gleichen spitzen Winkel cL zur Schaftachse A geneigt und
mit einer zweiten Verzahnung versehen, die der ersten Verzahnung entspricht und in der ersten Verzahnung verschiebbar
geführt ist. Die zweite Verzahnung weist Zähne
It I I I I
Ba auf, weiche zwischen die Zähne 7a eingreifen. Zwei Halteschrauben 9 und 1D sind senkrecht zu den Stütz-
und Anlageflächen 7,B angeordnet. Ihr Kopf 9a, 1Ga und
auch ihr Schaft 9b, 1Db sind in jeweils einem Langlach
11, 12 des Schaftes 2 bzw. des Schneideinsatz trägers
3 in Richtung der Zähne 7a, Ba verschiebbar. Jede der
Halteschrauben 9, 1G ist in das jeweils gegenüberstehende Teil, nämlich den Schneidplattenträger 3 bzw. den
Schaft 2 eingeschraubt. Bei Plansenkern mit kleinerem
Arbeitsdurchmesser genügt auch eine Haiteschraube.
Wie man weiterhin aus der Zeichnung erkennen kann, sind
die Spanflächen 5b der Umsetzschneidplatte 5 im wesentlichen
senkrecht zu der durch die Stütz- und Anlageflächen 7, B hindurchgehenden Ebene E1-E1 angeordnet.
Als Stelleinrichtung ist in dem Schaft 2 ein Balzen 13
in einer Bahrung 1 ^ mit einem Bund 13a drehbar gelagert.
Die Achse des Bolzens 13 erstreckt sich senkrecht zu der
2D durch die Stütz- und Anlageflächen 7,B hindurchgehenden
Ebene E1-E1. Der Bolzen 13 weist an seinem einen Ende einen Exzenterzapfen 17 auf und ist an seinem anderen Ende
mit einem Innensechskant 16 zum Einsetzen eines entsprechenden
Schlüssels versehen. Der Exzenterzapfen 17 greift
in eine Nut 15 im Schneidplattenträger 3 ein, die sich
quer zu den Zähnen Ba der zweiten Verzahnung erstreckt. Die Breite b dieser Wut 17 in Richtung der Zähne entspricht
in etwa dem Durchmesser d des Exzenterzapfens
3D Soll der Arbeitsdurchmesser D des Plansenkers 1 verstellt
werden, so werden die Halteschrauben 9 und 1D etwas gelöst.
Durch Drehung des Bolzens 13 wird der Schneideinsatzträger
in Richtung der Zähne 7a, Ba verschoben. Hierdurch wird die Schneidplatte 5 sowohl in radialer Richtung
als auch in axialer Richtung verstellt. Die axiale Richtung spielt aber hier keine wesentliche Rolle. Bei
einem spitzen Winkel cA. von 30° wird bei einer Verschiebung
des Schneidplattenträgers in Richtung der Zähne 7a,
Ba jeweils eine halb so große Verstellung in radialer Richtung erreicht, wobei jedoch die Änderung des Arbeitsdurchmessers D genau der Verschiebung in Richtung der
Zähne 7a, Sa entspricht. Auf diese Weise läßt sich der
Arbeitadurchmesser D des Plansenkers beispielsweise um
+ 1 mm verstellen. Nach der Verstellung werden die Halteschrauben 9, 1G wieder angezogen.
Die Stelleinrichtung könnte auch in umgekehrter Weise an·
geordnet sein, so daß der Bolzen im Schneidpiattenträger
drehbar gelagert ist und sein Exzenterzapfen in eine im
Schaft vorgesehene Nut eingreift.
Claims (5)
1. Aufbohrwerkzeug, insbesondere Plansenker, mit einem
zylindrischen Schaft, einem am freien Ende des Schaftes radial verstellbaren, mit einer Anlagefläche an einer
Stützfläche desselben anliegenden Schneidplattenträger, der in einer Aussparung eine auswechselbare, durch eine
Klemmschraube in der Aussparung gehaltene Umsetzschneidplatte trägt, mindestens einer den Schneidplattenträger
1D mit dem Schaft verbindenden Halteschraube und einer zwischen dem Schaft und dem Schneidplattenträger vorgese-
\>, henen Stelleinrichtung zur radialen Verstellung des
letzteten, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützfläche (7) in spitzem üJinkel (oC) zur Schaftachse (A) angeordnet
ist, sich über die gesamte vordere Stirnfläche des
Schaftes (2) erstreckt und eine ebene erste Verzahnung
aufweist, deren zueinander parallele Zähne (7a) in Richtung der Neigung der' Stützfläche (7) parallel zu einer
durch die Schaftachse (A) hindurchgehenden Ebene (E-E) verlaufen, daß der Schneidplattenträger (3) im wesentlichen
zylindrisch ausgebildet ist und annähernd den gleichen Durchmesser aufweist wie der Schaft (2), seine Anlagefläche
(β) im gleichen spitzen Winkel (oO zur Schaftachse
(A) geneigt und mit einer der ersten verzahnung entsprechenden zweiten Verzahnung in der ersten Verzahnung
verschiebbar geführt ist, daß die Halteschraube (9,10) senkrecht zu den Stütz- und Anlageflächen (7,8)
angeordnet ist und ihr Kopf (9a,10a) und Schaft (9b,10b)
in einem Langloch (11,12) des Schaftes (2) bzw. des
3D Schneidplattenträgers (3) in Richtung der Zähne (7a,8a)
verschiebbar ist, und daß die Spanflächen (5b) der Umsetzschneidplatte (5) im wesentlichen senkrecht zu der
durch die Stütz- und Anlageflächen (7,8) hindurchgehenden Ebene (E1-E1) verlaufen.
35
2. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der spitze Winkel (oC) etwa 30G beträgt.
• > * I
3. Werkzeug nqch Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stelleinrichtung einen im Schaft (2) um eine senkrecht zu der curch die Stütz- und Anlageflachen
(7,B) hindurchgehenden Ehene (E1-E1) verlaufende Achse drehbaren Bolzen (13) mit einem Exzenterzapfen (17) aufweist,
der in eine sich quer zu den Zähnen (8) der
zweiten verzahnung erstreckende Nut (15) im Schneidplattenträger (3) eingreift, deren Breite (b) in Richtung
der Zähne (B) etwa dem Durchmesser (d) des Exzen-1D terzapfens (17) entspricht.
U. Werkzeug nach Anspruch 1,2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umsetzschneidplatte 5 in an sich bekannter Weise eine zentrale Bohrung für den Durchtritt der
Klemmschraube (G) aufweist.
5. Werkzeug nach Anspruch 1 oder U, dadurch gekennzeichnet,
daß die Umsetzschneidplatte (5) im Grundriß ein gleichseitiges
Dreieck bildet, wobei die wirksame Schneidkan-2G te (5a) senkrecht zur Schaftachse (A) angeordnet ist.
Priority Applications (9)
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