DE7632753U - Medizinische Zange, insbesondere zur Gewebeentnahme, Probeexclsion, Fremdkörperentfernung u.dgl - Google Patents
Medizinische Zange, insbesondere zur Gewebeentnahme, Probeexclsion, Fremdkörperentfernung u.dglInfo
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Description
PATENTANWALT DIPL.-ING. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE 46
8585 W/lö
Karl Storz Tuttlingen
Zange für medizinische Zwecke
Die Neuerung betrifft eine Zange für medizinische Zwecke,
insbesondere zur Gewebeentnahme, Probeexcision, Fremdkörperentfernung
und dgl. mit einem den Zangenschaft umgebenden Mantelrohr, an dessen proximalen Ende die
beiden Handgriffhälften angeordnet sind, die mit löffelförmigen Maulteilen zum Erfassen des Gewebes am distalen
Ende des Zangenschaftes in Verbindung stehen.
Es sind bereits derartige Zangen bekannt, die auch als
Operationsinstrument dienen können, welche gleichzeitig für die Coagulation zur Blutstillung dienen können, wozu
das Instrument mit einem isolierenden Schaft versehen sein
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kann, der eine auswechselbare ummantelung aufweist (DT-GM 7 33 O2 91).
Die Einführung solcher Zangen in die Körperhöhlen erfolgt durch EndosJcope oder xrokare. Infolge der Aus=
wechselbarkeit der Ummantelung des Schaftes kann das
Instrument leicht gereinigt und im Bedarfsfall auch ieicht repariert werden. Darüberhinaus kann durch einfaches Auswechseln
der Ummantelung sehr einfach ein Schaden der Ummantelung behoben werden, zumal die Instrumente einer
gewissen mechanischen Beanspruchung unterworfen sind, wodurch solche Schäden auftreten.
Solche Zangen sind u.a. auch zum Veröden von Geweben vorgesehen und zeigen ein Zangenaußenrohr und ein Zangeninnenrohr,
wobei in dem Zangeninnenrohr eine Wärmesonde lösbar mit der Zange angeordnet ist (DT-GM 7 344 297).
Dadurch lässt sich die Zange auch ohne die Wärmesonde verwenden und kann bei Bedarf leicht wieder in das Instrument
eingeführt werden.
Schließlich werden für den erwähnten Zweck auch Zangen mit durchschneidenden Maulteilen verwendet, durch die
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die Gewebeteilchen abgestanzt werden. Demgegenüber treffen die erwähnten löffelartigen Maulteile bei den eingangs erwähnten
Zangen mit scharf geschliffenen Kanten bis zu einem Anschlag aufeinander.
Aus anatomischen Gründen ist vielfach nur möglich, das betreffende Organ mit der Zange etwa im rechten Winkel zu
erreichen. Hierzu eignen sich die erwähnten löffeiförmigen
Maulteile zum Erfassen des Gewebes mit ihren außenschneidenden Kanten besser als die Stanzen, bei denen die schneidenden
Kanten innerhalb der Maulteile liegen.
Bei dieser Gewebeentnahme mit den Löffelzangen ist aber
nachteilig, daß die mögliche Schneidkraft durch Zusammendrücken der Handgriffe der Zange nicht immer ausreicht,
um das Gewebe vollständig abzuschneiden. Dadurch kommt: es häufig zu einem Abreißen des gefassten Gewebes unter
erheblich schädlichem Zug an dem betreffenden Organ. Es kommt hinzu, daß nicht fixierte Organe deia Zugriff
der Zange ausweichen und nur schwer oder überhaupt nicht gefasst werden können, ohne sie durch eine zweite Zange
festzuhalten. Zum Beispiel wäre bei der Laparoskopie hierzu
ein zweiter Durchstich durch die Bauchdecke zur Ein-
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führung dieser Zange sum Zwecke der Fixierung notwendig.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen schweren
Nachteil zu vermeiden und die Zange der eingangs erwähnten Art so zu verbessern, daß das Abschneiden des Gewebes
in jedem Falle mit großer Sicherheit erfolgen kann»
Gelöst wird diese Aufgabe durch die Neuerung dadurch,
daß das Mantelrohr auf dem Zangenschaft zur Betätigung mindestens eines Maulteiles verschiebbar angeordnet ist.
Wenn nun für das Abschneiden des Gewebes mehr Schneidkraft
notwendig ist, als sie mit dem Zangengriff bewirkt werden kann, so wird das Mantelrohr in Längsrichtung verschoben,
wodurch das distale Ende des Rohres auf mindestens ein bewegbares Maulteil aufläuft und eine zusätzliche Betätigungskraft
im Sinne des Schließens ausübt. Dadurch wird die Schneidkraft vergrößert oder auch allein durch
die auf diese Weise erzielte größere Schneidkraft abgeschnitten.
In. weiterer Ausgestaltung der Neuerung ist vorgesehen, daß
das verschiebbare Mantelrohr mit. einem Ring am proximalen Ende
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zur Betätigung versehen ist. Durch diesen Ring kann das Mantelrohr leicht mit verhältnismäßig großer Kraft nach
vorn geschoben werden, wobei die Möglichkeit besteht, gleichzeitig oder zuvor den Zangengriff zu betätigen.
Weiter ist vorteilhaft/ daß die Maulteile so dimensioniert
sind, daß sich das Mantelrohr vollständig über die Maulteile in Längsrichtung hinwegschieben lässt.
Auf diese Weise wird nicht nur ein vollständiges Schließen der laaulförmigen Zange erzwungen, sondern es ist auch
ganz sicher, daß die von der Zange erfasste Probe vollständig von der Zange durch das Ende des Mantelrohres
gelöst wird.
Hierzu ist nach einem weiteren Merkmal der Neuerung besonders zweckmäßig, daß das Ende des bewegbaren Mantelrohres
am distalen Ende mit einer scharfen Kante versehen ist. Bevorzugt ist die scharfe Kante dabei im Bereich
der schneidenden Kanten der Maulteile angeordnet, also nicht in dem Bereich, in dem das bewegbare Mantelrohr
auf das bewegbare Maulteil zum Zwecke der Betätigung aufläuft. Dieser Bereich ist nämlich etwa um 9o° demgegenüber
versetzt. Falls die Zange die Probe nun erfasst,
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aber nicht ganz durchschnitten hat, wird ein zweiter Schnitt senkrecht hierzu im Bereich der Schneidkanten
der I-Iaulteile ausgeführt.
Schließlich kann in darüberhinaus gehender Äusgestal-tung
auch noch vorgesehen sein, daß mindestens eines der Maul"
teile mit mindestens einem vor der Schneidkante angeord
neten Zahn versehen ist« Mit diesem Zahn oder auch mehreren Zähnen kann das Organ angehakt werden, so daß ein Ausweichen mit Sicherheit verhindert wird*
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Neuerung ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele unter Hinweis auf die Zeichnung. In dieser zeigen:
Fig« 1 eine Seitenansicht auf den vollständigen Neuerungsgegenstand in geöffneter Lage;
Fig. 2 das gleiche wie Fig. 1, jedoch in der geschlossenen
Betätigungs-Lage;
Fig. 3 Eine Seitenansicht auf eine Einzelheit bei einer anderen Ausführungsform in geschlossener Lage und
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Fig. 4 äas gleiche in perspektifischer Ansicht mit geöffneter Zange.
Pig. 1 zeigt eine löffeiförmige Biopsiezange mit den beiden
Zangengriffteilen 9 und lo. Wie ersichtlich, steht
da3 Handgriff teil 1o ^iber ein Zugelement 11 in bekannter
Weise mit dem beweglichen Maulteil 5 am distalen Ende
der Zange in Verbindung. Das andere nicht bewegliche
Griffteil 9 ist mit dem Zangenschaft 2 fest verbunden. Dieser kann ebenfalls herkömmlicher Bauart sein und steht an seinem distalen Ende mit dem feststehenden Maulteil 4 in fester Verbindung. Der Zangenschaft 2 ist von dem Mantelrohr 1 umgeben, das gemäß der Neuerung in Längsrichtung verschiebbar auf dem Gchaft angeordnet ist.
Zur Betätigung dieser Längsverschiebung ist ein Ring 3 am proximalen Ende der Zange mit dem Mantelrohr 1 fest verbunden. Am dist-alen Ende 6 des Mantelrohres 1 ist
eine Schneidkante 12 angeordnet, wie später noch erläutert wird.
der Zange in Verbindung. Das andere nicht bewegliche
Griffteil 9 ist mit dem Zangenschaft 2 fest verbunden. Dieser kann ebenfalls herkömmlicher Bauart sein und steht an seinem distalen Ende mit dem feststehenden Maulteil 4 in fester Verbindung. Der Zangenschaft 2 ist von dem Mantelrohr 1 umgeben, das gemäß der Neuerung in Längsrichtung verschiebbar auf dem Gchaft angeordnet ist.
Zur Betätigung dieser Längsverschiebung ist ein Ring 3 am proximalen Ende der Zange mit dem Mantelrohr 1 fest verbunden. Am dist-alen Ende 6 des Mantelrohres 1 ist
eine Schneidkante 12 angeordnet, wie später noch erläutert wird.
Fig. 1 zeigt die g-eöffnete Lage der Maulteile 4 und 5
zueinander, während in Fig. 2 die geschlossene Lage nach
zueinander, während in Fig. 2 die geschlossene Lage nach
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Betätigung des neuerungsgertiäßen Mantelrohres 1 dargestellt
ist. Kierzu wird der Ring 3 nach der Betätigung der Griffteile 9 und 1o ganz einfach nach vorn zum distalen
Ende, in den Figuren 1 und 2 also nach links geschoben. Durch die Betätigung der Zangengriffteile 9 und 1o
wird hierbei die Zange beim Gebrauch vielfach noch nicht völlig geschlossen, weil die zwischen den Maulteilen befindlichen
Proben oder dergleichen Organ-Teile nicht völlig durchschnitten sind. In diesem Falle wird durch die
erwähnte Verschiebung des Mantelrohres 1 das Maulteil 5 auf seinen Sitz gezwungen, wenn das Rohr 1 darüber hinweg
gleitet. Danach entsteht dann das Bild nach Fig. 2, wobei nur noch die vordersten Teile der Maulteile ä und
sichtbar sind, während der weitaus größte Teil durch das Mantelrohr 1 abgedeckt ist. Ein Vergleich der Figuren
1 und 2 ergibt auch den Verschiebeweg, den der Ring 3 und mit um das Mantelrohr 1 bei dieser Betätigung zurückgelegt
hat.
Fig. 3 zeigt die Maulteile 4 und 5 in Seitenansicht mit
dem öistalen Ende 6 des Mantelrohres 1 bei einer weiteren
Äusführungsform. Hier ist das untere Maulteil 4 mit einem
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PATENTANWALT DIPL.-ING. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE 46
Zahn 7 versehen, der vor der Schneidkante 8 a liegt. Das Ende des Mantelrohres 6 ist nur im Bereich der beiden
Schneidkanten 8 a und 8 b mit einer Schneide 12
versehen. Die ©tws ist rechten Winkel hierzu liegenden
Teile, inbesondere gegenüber dem beweglichen Maulteil 5 liegenden Teile des Rohrendes 6 sind dagegen nicht mit
dieser Schneidkante versehen. An dieser Stelle trifft nämlich das Rohrende 6 auf das Maulteil 5, so daß hier
eine Schneidkante unerwünscht ist.
Fig. 4 zeigt deutlich die beiden gegenüberliegenden Schneid*
kanten 8 a und 8 b bei geöffnetem Maulteil 5.
Die Neuerung ist nicht auf die dargestellte Ausführungsform
beschränkt. Z.B. besteht bei einer weiteren Ausführungsform die Möglichkeit, das Mantelrohr 1 mittels
der Zangengriffteile 9 und 1o zu betätigen, was dem
Fachmann ohne weiteres verständlich ist, obschon dies nicht zeichnerisch dargestellt wurde. In diesem Falle
würde das bewegliche Handgriffteil 1o mit einem Ansatz
versehen sein, der bei der Schließbewegung das Mantelrohr nach links schiebt, hierzu kann auch ein bekanntes
- Io -
- 1o
Hebelgestänge vorgesehen sein. Auf diese Weise würde eine gleichzeitige Betätigung des Maulteiles 5 und des Mantelrohres
1 möglich sein.
Wie schon erwähnt, ist bei der dargestellten Ausführungsform aber vorgesehen, zunächst mit der Zange herkömmlicher
Bauart zu arbeiten, und anschließend das Mantelrohr 1 nach links zu schieben, wenn der operierende Arzt merkt,
daß die Zange sich nicht völlig vom Gewebe gelöst hat. Andererseits kann natürlich auch in jedem Fall diese Betätigung
erfolgen, um ganz sicher zu sein, daß eine vollständige Lösung der geschlossenen Zange nach Fig. 3 von
dem Gewebe vorhanden ist, bevor die Zange zurückgezogen wird.
Claims (1)
- «PATENTANWALT DIPU-iNG. J.WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE 46Schutzansprüche1. Zange für medizinische Zwecke, insbesondere zur Gewebeentnahine, Probeexcision, Fremdkörpsrentfernung und dgl. mit einem beweglich angeordnetne, löffeiförmigem Maulteil am diatalen Ende, da« mit dem Zangengriff am proximaien End· des Zangenschaftes in Verbindung steht und durch dieien betätigt wird, mit einem den Zangen*chaft umgebenden Man· teir ohr ,dadurch gekennzeichnet , daß» auf dem Zange ns cn* ft (2) mit mindestens einem beweglich angeordneten Maulteil das Mantelrohr (D4 wie an sich bekannt t verschiebbar angeordnet 1st«2· Zange nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß das verschiebbare Mantelrohr (1) mit einem Ring (3) am proxi· malen Ende zur Betätigung versehen ist«3* Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Maulteile (1J, 5) so dimensioniert sind, daß sich das Mantelrohr (1) vollständig über die Maulteile (A, 5) in Längsrichtung hinwegschieben läßt.PATENTANWALT DIPL.-1NG. J. WENZEL 7 STUTTGART KAUPTMAKKSREUTE 453535 iv/lö SCKUTZANSPRÜCHE 4*βM * ' «*·ί tftff &.\ V/i -»1. Zange für medizinische Zwecke, insbesondere zur Gewebeentnahine, Probeexcision, Fremdkörperentfernung und dgl. rait einein den Zangenschaft umgebenden Mantelrohr, ein dessen proximale/i Ende die beiden Handgriffhälften eingeordnet sind, die mit löffelförmigen Maulteilen zum Erfassen des Gewebes am distalen Ende des Zangenschaftes in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß das Mantelrohr (1) auf dem Zangenschaft (2) zur Betätigung mindestens eines Maulteiles (5) verschiebbar angeordnet ist«2« Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das verschiebbare Mantelrohr (1) mit einem Ring (3) am proximalen Ende zur Betätigung versehen ist.3. Zange nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Maulteile (4,5) so dimensioniert sind, düß sich des Mantelrohr (1) vollständig über die Kaulteile (4,5) in Längsrichtung hinwegschieben lässt.7632753 24.03.77PATENTANWALT DIPL-ING. J. WENZEL 7 STUTTGART HAUPTMANNSREUTE 464. Zange nach Anspruch 3 oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Ende (6) des bewegbaren Mantelrohres (1) am distalen
Ende mit einsr scharfen Kante versehen ist;5. Zange nach Anspruch 1 oder mehreren der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eines der Maulteile (4) mit mindestens einem vor der Schneidkante angeordneten Zahn (7) versehen ist.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE7632753U true DE7632753U (de) | 1977-03-24 |
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