DE7439842U - Einrichtung zum kontinuierlichen aufbereiten von koernigem material - Google Patents
Einrichtung zum kontinuierlichen aufbereiten von koernigem materialInfo
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DIiZT s'IC.H UrV. !Ν5KY 1920/GAS
H -.HZJO-CHrM -Udb«
R E I N , k P κ ι Γ: T S C H
M ü N C H E N 2 1
GOTTHARDSTR. 81
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GOTTHARDSTR. 81
2. 7. 1976 G 7η 39 S42.3 ti;.n
GEORG FISCHER AKTIENGESELLSCHAFT, 8201 Schafxnhausen
Einrichtung zum kontinuierlichen Aufbereiten von körnigem Material
Die vorliegende Neuerung bezieht sich auf eine Einrichtung zum kontinuierlichen Aufbereiten von körnigem Material, insbesondere
zum Mischen von Giessereisanden mit zwei Komponenten eines Bindemittels, bestehend aus einem Vormischer zur Mischung des Sandes
mit der ersten Komponente und einem Nachmischer zur Zumischung der zweiten Komponente.
Beim Mischen von Giessereisanden mit zwei in der Regel flüssigen Komponenten eines Bindemittels ist es von Vorteil, wenn jede der
beiden Komponenten mit dem Sand getrennt nacheinander vermischt wird, um ein Verbinden der beiden Komponenten vor der Benetzung
mit dem Sand zu verhindern. Hierfür ist z.B. eine Einrichtung bekannt, bei der die beiden Komponenten in zwei verschiedenartigen
Mischern nacheinander mit dem Sand vermischt werden. Der Vorinii-jcher
besteht aus einer horizontal angeordneten Misch- und Förd <;t"':.;chiKJcke, welche dui'ch einen Motor angetrieben wird und den
an 1; l.iium Knde eingebrachten Sand mit der ersten Komponente - dem
ü'iri,'-v - mischt und bis ;:ur Kingangsöffnung des Nachmischers
•"■μ; J-MfI. ι .«{-ν.. [)ii::vir be.·.; toli 1, aus einer getrennt angetriebenen,
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senkrecht in einem zylindrischen Gehäuse angeordneten Welle mit daran befestigten Mischorganen, wobei die zweite Komponente
- der Binder - am oberen Ende durch einen Schleuderteller in den Sand eingebracht wird.
Nachteilig bei dieser Einrichtung ist die grosse und aufwendige Bauweise, der dafür erforderliche Antrieb mit zwei Motoren, der
lange Sanddurchlauf und der für die Reinigung und den Unterhalt erforderliche grosse Aufwand.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfache und platzsparende
Einrichtung zu schaffen, welche das Mischen von Giessereisand mit zwei Komponenten eines Bindemittels bei getrennter Aufgabe
im kontinuierlichen Betrieb mit möglichst geringer Totzeit beim Anfahren und Abstellen und geringen Sandverlusten ermöglicht
und welche schnell und einfach gereinigt und gewartet werden kann.
Gemäss der Neuerung wird dies dadurch erreicht, dass der Vormischer
und der Nachmischer an einer gemeinsam antreibbaren senkrecht gelagerten Welle untereinander angeordnet sind und von einem eine
gemeinsame Kammer bildenden äusseren Mantel umschlossen sind.
Die Neuerung ist in den beiliegenden Zeichnungen beispielsweise vereinfacht dargestellt und nachfolgend beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 Einen Längsschnitt eines Ausführungsbeispieles zum Aufbereiten von körnigem Material,
Fig. 2 einen Ausschnitt der in Fig. 1 dargestellten Einrichtung, insbesondere die Zuführeinrichtung für
die zweite Komponente im Längsschnitt,
Fig. 2 die Ansicht eines Ausführungsbeispieles eines Mischelementes,
Pig. 4 die Draufsicht des in Fig. 3 dargestellten Mischelementes.
Gernäss dem in Fig. 1 in vereinfachter Darstellung gezeigten Ausführungsbeispiel
ist an einem Träger 1 einerseits der Antriebsmotor 3 befestigt und andererseits in der mit dem Träger 1 verbundenen
Lagernabe 2 die gerneinsame Welle 4 des Vormischers 7 und des Nachmischers 8 mittels der Lager 5* 6 drehbar gelagert.
Der Antrieb der Welle 4 erfolgt durch den Antriebsmotor ~J>
über den Riementrieb 9. Mit der Lagernabe 2 ist die Grundplatte 10
verbunden, an v/elcher der für die beiden Mischer eine gemeinsame
Kammer 12 bildende zylindrische Mantel 11 leicht lösbar befestigt ist. Am unteren Ende des zylindrischen Mantels 11 ist der Auslasstrichter
15 angebracht. An der Grundplatte 10 ist ebenfalls der
innere Mantel 14 befestigt, welcher aus einem konischen Teil 15 sowie einem, aus einem festen Ring l6 und einem axial verschiebbaren
Ring 17 gebildeten zylindrischen Teil besteht. In die durch
den inneren Mantel 14 gebildete Kammer führen durch Oeffnungen in der Grundplatte 10 das Zuführrohr l8 für den Giessereisand und
das Zuführrohr I9 für die erste Komponente des Bindemittels.
Unterhalb des inneren Mantels 14 ,ist an der Welle 4 der Schleuderteller
20 angeordnet, welcher mit dem Ring 17 des inneren Mantels 14 einen Ringspalt 21 bildet. Zur Einstellung der Breite des Ringspaltes
21 wird der Ring 17 axial verschoben und zum Beispiel mittels
in Längsnuten geführten Schraubenbolzen an dem feststehenden Ring 16 des inneren Mantels l4 festgeklemmt. Am Umfang des Schleudertellers
20 sind gegenüberliegend zwei elastische Mischelemente 25 leicht auswechselbar so angebracht, dass sie an der Innenwand
22 des zylindrischen äusseren Mantels 11 streifen. Unterhalb, des Schleudertellers sind durch Drahtbügel 25 weitere vier Mischelemente
24 an der Welle 4 befestigt, wobei jeweils zwei tangential
zur Welle 4 gegenüberliegend und die beiden anderen darunter um jeweils 90 versetzt zu den beiden ersten angeordnet sind.
Der Vor;ni.i3cher 7 endet unterhalb den Mischelementen 24 und besteht
«omit aus dorn inneren Mantel .1.4, dem Sch.l euderteller 20
mit den daran befestigten Mischelemcnton 23 und den darunter
angeordneten Mischelemcnten 24.
Der daran anschlieasende Nachmischer 8 zur Zumischung der zweiten
Komponente des Bindemittels besteht aus zwei an der Welle 4 mit geringer Distanz angeordneten Schleudertellern 2t, aus Mischelementen
27, welche in der Ausführung und Anordnung den Mischelementen
24 entsprechen, sowie aus Mischflügeln 49, von denen
mehrere - z.B. sechs - gleichrnässig am Umfang verteilt und zur Achsrichtung derart schräg an der Welle 4 angeordnet sind, dass
bei entsprechender Drehrichtung eine Förderrichtung des Mischgutes
nach unten entsteht. Die Mischflügel 49 bestehen ebenfalls
aus elastischem Material, z.B. Gumrniplatten, sind leicht auswechselbar
und so angebracht, dass sie an der Innenwand. 22 des zylindrischen Mantels 11 streifen.
Zwischen den beiden Schleudertellern 26 befinden sich in der Welle
4 Austrittsöffnungen 28 für die zweite Komponente - zum Beispiel des Binders - welche durch die Welle 4 mittels einer Zuführeinrichtung
29 dem Nachmischer 8 zugeführt wird.
Aus Fig. 2 sind die Einzelheiten der Zuführeinrichtung 29 für die
zweite Komponente ersichtlich. Die Welle 4 ist mit einer zentrischen Bohrung 30 versehen, die wiederum durch radiale Bohrungen
31 mit dem durch die beiden Scnleuciertellcr 26 geoildcten Ringraurn
32 verbunden 1st. In der Bohrung 30 der drehenden Welle 4
ist ein feststehendes Rohr 33 angeordnet, welches in einer auf
der die Welle 4 treibenden Riemenscheibe 3'1 befestigten Lagerbüchse
35 mittels der beiden Lager 36 gelagert ist und durch
eine Haltevorrichtung 37 ani Mitdrohen gehindert wird. Am unteren
Ende des feststehenden Rohres 33 ist ein Oef fnungs-Seh ! i cc:;-Ventl
38 angeordnet - im gezeichneten Beispiel ein Kegel.1". .It :■; vrnt 11 -
wi·li'lic;; durch einen nm oberen Ende dos Rohres 23 angebrachten
Zylinder ''/) Über die mit dem Kolben 40 verbundene Betätigungsstange
4l bei Beaufschlagung des Zylinder« 39 mit einem Druck"
medium - z.B. Luft ·- durch die Leitungen 42 bzw. 43 geöffnet bzw.
geschlossen werden kann. Die Betätigungsstange 'Il ist mittels der
Stege 45 im Rohr 33 geführt. Durch die Leitung 44 gelangt die
zweite Komponente des Bindemittels in den Ringraum 46 des Rohres 33>
wobei die Dichtung 47 diesen gegenüber den Kolbenraum 48 abdichtet,,
Anstelle der in Fig. 2 dargestellten Anordnung für die Zuspeifiung
der· zweiten Komponente durch die Welle 4 ist es auch möglich,
diese Komponente mittels einer oder1 mehrerer feststehender
Leitungen von aussen her in den Raum 32 zwischen den beiden Teller
26 einzuleiten.
Fig. 3 zeigt die Befestigung der Mischelemente 24 'bzw. 27 an der
Welle 4 in Ansicht und Fig. 4 in Draufsicht. Ein Drahtbügel 25
ist mitteis eines Klemmstückes 54 und den Schrauben 55 tangential
an der Welle 4 befestigt. Am äusseren Ende des Drahtbügels 25 ist
eine Halterung 52 aufgeschoben und durch die Federwirkung der
Drahtenden festgehalten, wobei die Halterung 52 mit einem Zapfen
56 und einem Klemmbügel 53 versehen ist. Die als Mischelement
wirkende quadratische Gummiplatte 50 ist mit ihrer irn Zentrum
angebrachten Bohrung 51 in dem Zapfen 56 fixiert und durch den
Klemmbügel 53 festgeklemmt.
Bei Verschleiss der an der Innenwand 22 des zylindrischen Mantels
11 schleifenden Seite 57 der Gummiplatte 50 kann diese um
jeweils 90 gedreht werden, bis alle vier Seiten der Gummiplatte
50 abgenützt sind und diese durch eine neue Gummiplatte ohne
grossen Aufwand ersetzt wird. Die Lebensdauer eines Mischelementes
wird dadurch vervierfacht.
Die Arbeitsweise der in Pig· 1 gezeigten Einrichtung iat wie
folgt:
Der aufzubereitende Giesser? j.sa:id wird aus einem mit einer Dosiereinrichtung
versehenen Vorratsbehälter durch die Zuführung 18 dem Vormischer 7 innerhalb des Inneren Mantels 14 zugeführt. Gleichzeitig
wird durch Oeffnen eines Ventils die erste Komponente des Bindemittels - z.B. der Härter - über das ZufUhrrohr Λ9 mittels
einer Dosierpumpe dem mit dem Schleuderteller 20 regierenden Sand
zugeteilt. Durch die hochtourige Rotation des Schleudertellers
20 wird das Gemisch durch den einstellbaren Ringspalt 21 gegen die Innenwand 22 des zylindrischen äusseren Mantels 11 geschleudert,
wobei eine Aufteilung in einzelne Partikel erfolgt und ein ringförmiger Fallstrahl des Gemisches an der Innenwand entsteht,
welcher durch die Mischelemente 25 und 24 gut durchmischt wird.
Im Nachmischer 8 wird die zweite Komponente - z.B. der Binder zugemischt.
Die Zuführung erfolgt mittels einer Dosierpumpe durch die Leitung 44, das Rohr 33 innerhalb der Welle 4 und die Bohrungen
51 zu den beiden Schleudertellern 26, von wo es durch die Schleuderwirkung
fein verteilt dem ringförmigen Fallstrahl des Gemisches zugeteilt wird und mit diesem durch die Mischelemente 27 und die
Mischflügel 49 gut durchmischt wird, wobei die Mischflügel 49 noch
zusätzlich eine Förderwirkung zur Verhinderung von Stauungen erzeugen.
Das kurz vor den Austrittsöffnungen 28 angeordnete Ventil 38
gewährleistet eine genaue Zuteilung der zweiten Komponente auch beim Anfahren bzw. beim Abstellen der Einrichtung, da durch entsprechendes
Betätigen des Ventils die Zuteilung beim Anfahren sofort einsetzt bzw. beim Abstellen kein "Nachlaufen" entsteht. Die
Zuführung durch die Welle 4 hat den Vorteil, dass keine von aussen zu den Schleudcrtellcrn 26 führende Rohrleitung das Abnehmen
des zylindrischen Mantels 11 behindert.
Die Mi3cholemente 23, 24 und 27 haben neben einer guten Durahrnlschung
des Sandes mit den beiden) Komponenten des Bindemittels
zusätzlich dlo Aufgabe, die Innenwand 22 des zylindrischen Mantels
11 sauber zu halten, was durch das Streifen der elastischen Mischelemente 23, 24, 27 an der Innenwand 22 erreicht wird, wobei
eine Ueberdeckung längs der Innenwand durch die jeweils um 90° längs der Welle 4 versetzt angeordneten Mischelemente eine
Krustenbildung vollkommen verhindert, was ein Abnehmen des zylindrischen Mantels 11 zum Zweck der Wartung und Reinigung der
Einrichtung wesentlich erleichtert. Durch die, gegenüber starren Mischflügeln verbesserte Mischwirkung der elastischen Mischelemente
und die feine Verteilung der beiden Komponenten mittels der Schleuderteller wird eine gute Durchmischung auch bei einer
kurzen Bauweise erreicht, was eine erhebliche Reduzierung der Sandverluste ermöglicht.
Die Anordnung des Vormischers und des Nachmischers an einer einzigen
antreibbaren Welle mit einem eine gemeinsame Kammer bildenden zylindrischen Mantel ermöglicht eine einfache, platzsparende
und wartungsgerechte Bauweise einer Einrichtung zur Mischung von körnigem Material mit zwei Komponenten eines Bindemittels,
wobei mit dieser Einrichtung eine wirtschaftliche Arbeitsweise bei guter Mischwirkung gewährleistet ist.
7499842 21.H.TI
Claims (1)
- SohutzansprUohe1. Einrichtung zum kontinuierlichen Aufbereiten von körnigem Material, insbesondere zum Mischen von Giesserelsanden mit zwei Komponenten eines Bindemittels, bestehend aus einem Vormischer zur Mischung des Sandes mit der ersten Komponente und einem Nachmischer zur Zumischung der zvielten Komponente, dadurch gekennzeichnet, dass der Vormischer· (7) und der Nachmischer (8) an einer gemeinsam antreibbaren, senkrecht gelagerten Welle (4) untereinander angeordnet sind und von einem eine gemeinsame Kammer (12) bildenden äusseren Mantel (11) umschlossen sind.2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vormischer (7) aus einem an der Welle (4) angeordneten und mit einem darüber angebrachten, feststehenden inneren Mantel(14) einen Ringspalt (21) bildenden Schleuderteller (20) und aus an diesem am Umfang und darunter an der Welle (4) zueinander versetzt angeordneten elastischen, an der Innenwand (22) des äusseren Mantels (11) streifenden Mischelementen (23, 24) besteht.3. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Nachmischer (8) aus zwei an der Welle (4) angeordneten Schleudertellern (26) mit zwischen diesen angeordneten Austrittsöffnungen (28) einer Zuführeinrichtung (29) für die zweite Komponente und darunter an der Welle (4) versetzt angeordneten elastischen an der Innenwand (22) des äusseren Mantels (11) streifenden Mischelementen (27) und Mischflügeln (49) besteht.4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der äussere Mantel (11) zylindrisch und nach unten leicht abnehmbar ist.7439842 21.ti.715· Einrichtung nach Anspruch .1. und 2, dadurch ^ekenn/.e.Lehnet, dass die Enden der 7,ufUhrrohre (18, 19) flir den Giesserelsand und die erste Komponente innerhalb des inneren Mantels (14) des Vormischers (7) angeordnet sind.6. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringspalt (21) durch axiale Verschiebung eines Ringes (17) des inneren Mantels (14) einstellbar ist.7· Einrichtung nach Anspruch 1 und 3 j dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (29) für die zweite Komponente in einer zenti^ischen Bohrung (30) der Weile (4) angeordnet ist und radiale Bohrungen (21) die Austrittsöffnungen (28) für die zweite Komponente bilden.8. Einrichtung nach Anspruch 1 und 7> dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführeinrichtung (29) aus einem feststehenden Rohr (33) besteht, welches am unteren Ende mit einem Oeffnungs-Schliess-Ventil (38) ausgerüstet ist und mit Mitteln (39, 40, 4l) zur Betätigung des Ventils (38) versehen ist.9· Einrichtung nach Anspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die elastischen Mischelemente (24, 27) aus auswechselbaren quadratischen Gummiplatten (50) bestehen, welche mit einer zentralen Bohrung (5I) in einer Halterung (52) fixiert und mittels eines Klemmbügels (53) an der Halterung festgeklemmt sind.10. Einrichtung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass die untersten an der Welle (4) angeordneten Mischflügel (49) derart schräg gestellt sind, dass bei entsprechender Drehrichtung eine Förderwirkung des Mischgutes nach unten entsteht.GEORG FISCHER AKTIENGESELLSCHAFT22.Juni 1976
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