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DE741172C - Einrichtung zur Steuerung bzw. zur unmittelbaren Betaetigung von zur Spannungsregelung dienenden Apparaten - Google Patents

Einrichtung zur Steuerung bzw. zur unmittelbaren Betaetigung von zur Spannungsregelung dienenden Apparaten

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Publication number
DE741172C
DE741172C DER94625D DER0094625D DE741172C DE 741172 C DE741172 C DE 741172C DE R94625 D DER94625 D DE R94625D DE R0094625 D DER0094625 D DE R0094625D DE 741172 C DE741172 C DE 741172C
Authority
DE
Germany
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voltage
capacitor
coil
circuit
saturated
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DER94625D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
FRANZ RATKOVSZKY DIPL ING
Original Assignee
FRANZ RATKOVSZKY DIPL ING
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Filing date
Publication date
Application filed by FRANZ RATKOVSZKY DIPL ING filed Critical FRANZ RATKOVSZKY DIPL ING
Application granted granted Critical
Publication of DE741172C publication Critical patent/DE741172C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05FSYSTEMS FOR REGULATING ELECTRIC OR MAGNETIC VARIABLES
    • G05F1/00Automatic systems in which deviations of an electric quantity from one or more predetermined values are detected at the output of the system and fed back to a device within the system to restore the detected quantity to its predetermined value or values, i.e. retroactive systems
    • G05F1/10Regulating voltage or current 
    • G05F1/12Regulating voltage or current  wherein the variable actually regulated by the final control device is AC
    • G05F1/24Regulating voltage or current  wherein the variable actually regulated by the final control device is AC using bucking or boosting transformers as final control devices
    • G05F1/247Regulating voltage or current  wherein the variable actually regulated by the final control device is AC using bucking or boosting transformers as final control devices with motor in control circuit

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Control Of Electrical Variables (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Steuerung bzw: zur unmittelbaren Betätigung von zur Spannungsregelung dienenden Apparaten Die zur Regelung der Spannung dienenden Einrichtungen (Regeltransformatoren, Induktionsregler, Drosselspulen, Widerstände, elektrische Ventile usw.) werden, wie biekarnnt, durch eine spannungsempfindliche Vorrichtung, z. B.. ein Relais, gesteuert bzw. betätigt, welche, falls die Spannung von dem konstant zu haltenden Wert abweicht, die Regeleinrichtung mittelbar oder unmittelbar in der Weise umschaltet bzw. verschiebt, daß die gewünschte Sollspannung wieder hergestellt wird.
  • Es sind zahlreiche hierfür geeignete spannungsempfindliche Geräte (Relais) bekannt, z..B. solche, deren. beweglicher Teil sich unter' der Wirklang einer von der Spannung linear oder quadratisch abhängigen Kraft und einer Gegenkraft, z. B. einer Feder, bei der Sollspannung in Ruhe und Gleichgewicht befindet, bei Änderung der Spannung aber in irgendeiner Richtung verschoben wird, je nachdem die durch die Steuerspannung in der 'Relaisspule entwickelte Kraft steigt oder fällt. Die brauchbaren spannungsempfindlichen Vorrichtungen müssen äußerst (z. B. bis o,5 bis z vH) empfindlich sein, und es wurden deshalb Anordnungen angewendet, die die Empfindlichkeit dadurch steigern, daß sie die Änderung der mit der Spannung sich verändernden Kraftwirkung vergrüßern. Hierzu wurden aus induktiven Scheinwiderständen bestehende Stromkreise verwendet, bei denen der Scheinwiderstand der einzelnen Elemente sich in verschiedenem Maße in Abhängigkeit von der Spannungsschwankung ändert. Eine solche bereits bekannte Anordnung ist: z. B. die Kombination einer oder mehrerer Drosselspulen bzw. Transformatoren mit ungesättigtem und gesättigtem Eisenkern, z. B. ein durch Reihenschaltung entstandener Stromkreis, bei welchem im Falle einer veränderlichen Spannung die Spannung an der. Klemmen der ungesättigten Drosselspule sich in erhöhtem Maße ändert, weil sich an den Klemmen der gesättigten Drosselspule die Spannung infolge der Sättigung kaum ändern kann. Daher kann man die Empfindlichkeit der Vorrichtung steigern, indem man sie statt an die Klemmen, an denen die veränderliche Spannung auftritt, an die Klemmen der ungesättigten Drosselspule, d. h. an diejenigen Klemmen anschließt, an denen die stärker veränderliche Spannung auftritt.
  • Hierzu ist die Verwendung von Wäderstandsgebilden bekannt, die aus sich mit der Spannungsänderung nicht gleichmäßig verändernden induktiven Scheinwiderständen in verschiedenen Schaltungen, z. B. aus verschiedenen Drosselspulen bzw. Transformatoren mit gesättigtem und ungesättigtem Eisenkern in der Wheatstoneschen Brücken-Schaltung, in Reihen-, Parallel- oder Gegeneinanderschaltung usw., bestehen.
  • Mit Hilfe der erwähnten Anordnungen kann die Empfindlichkeit der Vorrichtungen im allgemeinen gesteigert werden, jedoch kann mit induktiven Scheinwiderständen die Empfindlichkeit mir bis zu gewissen Grenzen erhöht werden, weil mit der Änderung der Spannung eine gegenseitige Änderung der induktiven Scheinwiderstände nur in der Weise möglich ist, daß der eine derselben konstant oder fast konstant bleibt und praktisch nur der andere veränderlich ist. Es kann in einfacher Weise eine gegenseitig entgegengesetzte Wirkung, z. B. die Änderung der Scheinwiderstände in entgegengesietzten Richtungen (Verminderung des einen und gleichzeitige Vergrößerung des anderen Scheinwiderstandes) nicht .erreicht werden. Ein anderer schwerer Nachteil der Verwendung von Widerstandsgebilden mit rein induktiven Blindwiderständen besteht darin, daß zur Sicherung einer entsprechenden Empfindlichkeit ein großer Leerlaufstrom und somit Drosselspulen bzw. Transformatoren mit beträchtlichem Wattverbrauch erforderlich sind.
  • Es wurde ferner vorgeschlagen, zu Regelungszwecken ein Widerstandsgebilde zu verwenden, in welchem in den Zweigen einer Wheatstoneschef Brücke Ohmsche und ungesättigte induktive Widerstände, ferner eine zu einem Kondensator parallel geschaltete gesättigte Drosselspule angeordnet sind, wobei die letzterwähnte Drosselspule durch mittels eines Gleichrichters bewirkte Gleichstromvormagnetisierung gesättigt wird. Hierdurch könnte zwar der obenerwähnte schwerwiegende Nachteil grundsätzlich behoben und der Eigenverbrauch sowie die Empfindlichkeit anscheinend verbessert werden; in der Tat wirkt jedoch der in dieser Schaltung unentbehrliche Ohmsche Widerstand auf den Eigenverbrauch und auf die Empfindlichkeit wieder dermaßen zurück, daß die Fortschrittlichkeit dieser Anordnung, zumal mit Rücksicht auf den infolge des Gleichrichters erforderlichen bedeutenden baulichen Mehraufwand, mit Recht bestritten werden kann.
  • Die Erfindung, für welche ebenfalls die vorteilhafte Eigenschaft der Parallelschaltung einer gesättigten Induktivität und einer Kapazität nutzbar gemacht wird, unterscheidet sich von dem oben behandelten Vorschlag u. a. durch die Erkenntnis, daß ähnliche umständliche, unwirtschaftliche und nicht genügend empfindliche Schaltanordnungen gar nicht notwendig sind, sondern es bereits genügt, die reine Parallelschaltung von Kapa7itäten und gesättigten Induktivitäten unmittelbar auf ein betätigendes Spulensystem der Regeleinrichtung wirken zu lassen. Weiterhin entfällt bei der erfindungsgemäßen Einrichtung auch die Gleichstromvormagnetisierung der gesättigten Induktivität, und der gesättigte Zustand derselben wird einfach durch den sie durchfließenden Wechselstrom hervorgebracht, da in der nachstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Schaltanordnung etwaige Oberwellen des Summenstromes der Parallelschaltung .auf die Kurvenform der geeigneten Spannung nicht zurückwirken.
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Regeleinrichtung, bei welcher der die regelnde Verstellung ausführende bewegliche Teil (Läufer) der spannungsempfindlichen Vorrichtung unter der Summenwirkung von mindestens zwei von dem zu regelnden Netz gespeisten Spulensystemen besteht, wobei das eine der Spulensysteme unmittelbar oder zweckmäßig über einen Blindwiderstand an die Netzspannung angeschlossen ist, während das andere Spulensystem nebst einem Widerstandsgebilde aus sich bei Spannungsänderungen in bezug aufeinander ungleichmäßig verändernden Scheinwiderständen im von der Netzspannung gespeisten Steuerstromkreis der spannungsempfindlichen Vorrichtung liegt. Erfindungsgemäß besteht das Widerstandsgebilde aus einer Induktivität (Drosselspule oder Transformator) mit gesättigtem Eisenkern und aus einem zu dieser Induktivität parallel liegenden Kondensator und ist über das eine Spulensystem derart an die Netzspannung angeschlossen, daß die Betätigung der spannungsempfindlichen Vorrichtung allein mit Hilfe der den Spulensystemen vom Wechselstromnetz zugeführten Energie :erfolgt, wobei der den Kondensator enthaltende Stromzweig außer einem zur Einstellung bzw. Regelung der Spannungsempfindlichkeit dienenden etwaigen Widerstand keinen nennenswerten Ohmschen Widerstand besitzt und der Eisenkern der Induktivität allein durch den sie durchfließenden Wechselstrom gesättigt wird. Hierdurch werden bei kleinerem Leerlaufstrom und geringerem Wattverbrauch wesentlich empfindlichere Steuerstromkreise und im Aufbau einfachere Einrichtungen als die bisherigen erhalten.
  • Die Zeichnung veranschaulicht beispielsweise die Schaltung der zur Erhöhung der Spannungsempfindlichkeit von Regelapparaten dienenden-Scheinwiderstände in einer mit diesen Scheinwiderständen versehenen vollständigen Regeleinrichtung.
  • Gemäß der Abbildung enthält die Regeleinrichtung ,ein vom zu regelnden. Netz gespeistes Widerstandsgebilde, in welchem ein Kondensator c und eine Drosselspule s, deren Scheinwiderstände sich im Verhältnis zueinander nicht gleichmäßig ändern, untereinander zum Teil parallel geschaltet sind. Hierdurch ergibt sich eine Schaltanordnung mit geringem Verlust und Leerlaufstrom, die mit Rücksicht darauf, daß der Scheinwiderstand im einen Parallelzweig rein induktiv, im anderen hingegen bei entsprechender Bemessung (als resultierender Scheinwiderstand) kapazitiv ist und außerdem sich die Scheibenwiderstände nicht gleichmäßig ändern, einen bei Änderung der Spannung in hohem Maße veränderlichen Summenstrom aufweist.
  • Dieser Teil der Einrichtung kann, von der Darstellung abweichend, auch so getroffen sein, daß der Kondensator c und die Drosselspule s untereinander ,rein parallel, d. h. so geschaltet sind, daß im einen Parallelzweig nur der Kondensator und im anderen nur die Drosselspule liegt; die dargestellte Anordnung, in welcher ein Teil der Drosselspule mit dem Kondensator in Reihe geschaltet ist, besitzt gegenüber diesem nicht dargestellten Fall den Vorteil, da,ß der Kondensator hierdurch eine erhöhte Klemmenspannung erhält und demzufolge seine Abmessungen und Kosten sich vermindern lassen.
  • Der Summenstrom dieses Widerstandsgebildes kann beider Sollspannung, auf die man einzuregeln wünscht, ganz ,gering oder sogar Null sein; schon bei geringen. Abweichungen der Istspannung von der Sollspannung ändert sich .der Summenstrom, da die Zweige der Parallelschaltung von sich nicht gleichmäßig ändernden Strömen durchflossen werden. Die beschriebene Schaltung ist deshalb gegen Spannungsänderungen sehr empfindlich. Im erwähnten, nicht dargestellten Ausführungsfalle ohne einen dem Kondensator vorgeschalteten Drosselspulenteil kann z. B. die Drosselspule s so bemessen sein (gesättigte Drosselspule), daß sich ihr Scheinwiderstand bei erhöhter Spannung vermindert, -während der Kondensator c, dessen Scheinwiderstandentgegen,gesetztes Vorzeichen besitzt, einen Scheinwiderstand von nahezu konstantem Wert hat, a der es können eine Drosselspule mit konstantem Scheinwiderstand und ein Kondensator mit veränderlichem Scheinwiderstand in Betracht kommen, oder aber es kann auch eine solche Anordnung verwendet werden, bei der das Widerstandsgebilde aus einem Kondensator mit steigendem Scheinwiderstand und aus einer Drosselspule besteht, deren Scheinwiderstand .sich bei Spannungserhöhung vermindert.
  • Gemäß der Abbildung ist mit dem aus der Drosselspules und dem Kondensatorc bestehenden Widerstandsgebilde noch ein weiterer Kondensator ei in Reihe geschaltet, wodurch die Spannungsempfindlichkeit der Schaltun;- noch mehr erhöht wird. Statt einer Drosselspule kann selbstverständlich stets auch ein Transformator verwendet werden.
  • In dem Ausführungsbeispiel ist ferner in der Läufer .der spannungsempfindlichen Vorrichtung, der den Umschalter der Anzapfungen eines Hauptstromregeltransformators r antreibt, während s1 und s2 die -die Summenwirkung ausübenden zwei Spulensysteme der Vorrichtung bezeichnen. Von diesen Spulensystemen ist s1 mit dem erfindungsgemäßen Widerstandsgebilde in Reihe geschaltet.
  • Bei den beschriebenen Ausführungsbeispielen wird die Empfindlichkeit gegenüber den aus rein induktiven Blindwiderständen bestehenden Steuerstromkreisen dadurch we- sentlich erhöht, daß einerseits Scheinwiderstände mit entgegengesetztem Vorzeichen (Kondensator, Drosselspule) verwendet werden, andererseits der eine derselben praktisch verlustfrei ist und sein Leerlaufstrom den Leerlaufstrom des Steuerstromkreises nicht nur nicht erhöht, sondern sogar vermindert. Da der Strom des Kondensators von jenem der Drosselspule abgezogen wird, ist der Leerlaufstrom der Parallelschaltung kleiner als der Leerlaufstrom der Drosselspule allein, und in, gewissen Schaltungen kann -derselbe bei der Sollspannung sogar -auf Null kompensiert werden, während man bei rein induktiven Steuerstromkreisen mit dem Leerlaufstrom und dem Wattverbrauch von mindestens zwei Drosselspulen rechnen muß. Daher erhöht sich die Empfiridlichkeit der erfindungsgemäßen Schaltung noch mehr und wird ein Mehrfaches von derjenigen der erwähnten Stromkreise sein, wenn man bei den beispielsweise beschriebenen Kondensatordrosselspulenschaltungen denselben Wattverbrauch und Leerlaufstrom zuläßt wie bei den aus rein induktiven Blindwiderständen gebildeten Stromkreisen. Da die auftretenden Verluste die Empfindlichkeit wesentlich herabsetzen., ist der aus Drosselspule und Kondensator bestehende Steuerstromkreis im Interesse der Erhöhung der Empfindlichkeit mögliehst so zu bemessen, daß in ihm nur geringe Energieverluste auftreten, d. h. es soll der Ohmsche Widerstand der Drosselspule möglichst niedrig gehalten werden, und auch der den Kondensator enthaltende Stromzweig soll keinen nennenswerten Ohmsch@en Widerstand besitzen. Höchstens zur absichtlichen Verminderung der Empfindlichkeit bzw. zur Regelung kann es nveckmäßig sein, in diesem Stromzweig einen geringen, gegebenenfalls veränderbaren Ohms.chen Widerstand einzuschalten, durch dessen teilweise Ein- und Ausschaltung die Empfindlichkeit vermindert bzw. erhöht werden kann.
  • Die erfindungsgemäße spannungsempfindliche Vorrichtung ist, wie das beschriebene Ausführungsbeispiel zeigt, ein im wesentlichen gemäß der Schaltung des Blindleistungsmessers geschaltetes Gerät. Solche Geräte sind in der Hauptsache dadurch gekennzeichnet, daß sie zwei Spulensysteme besitzen, in deren einem ein nach Maßgabe der anliegenden Spannung der Größe und Richtung nach veränderlicher Strom fließt, während in dem anderen Spulensystem, den Bli,ndleistungsmessern ähnlich, ein Blindstrom hervorgerufen wird. Dieser kann entweder so erzielt werden, daß dieses zweite Spulensystem s=, zweckmäßig in Reihe mit einem entsprechenden induktiven oder kapazitiven Blindwiderstand (im dargestellten Ausführungsbeispiel in Reihe mit dem Kondensator c.) an das zu. regelnde Netz angeschlossen wird oder aber (bei mehrphasigen Systemen) so, daß dieses zweite Spulensystem unmittelbar von einer vorhandenen, gegenüber der Spannung am ersten Spulensystem in der Phase beinahe um 9o° verschobenen Spannung gespeist wird. Die zwei Spulensysteme können sich dabei relativ zu,°inander in Ruhe befinden, z. B. zwei ruhende Spulensysteme bei einem spannungsempfindlichen Gerät mit umlaufender Ferrarissch eibe bzw. mit umlaufendem Ferrariszylinder, zwei feststehende Spulensysteme mit kurzgeschlossnem Motorläufer, zwei umlaufende Spulensysteme mit einem stehenden Ferrariszylinder usw., oder sie -können sich, wie z. B. das feststehende und das bewegliche Spulensystem eines Blindleistungsmessers, gegeneinander auch verschieben. Alle diese spannungsempfindlichen Geräte bleiben dank ihrer dar Schaltung des Blindleistungsmessers entsprechenden Schaltung bei der Sollspannung in Ruhe, da bei dieser der Summenstrom des spannungsempfindlichen Steuerstromkreises keine Blindkomponente hat oder sogar Null ist; bei Abweichung der Spannung von der Sollspannung erhalten aber der spannungsempfindliche Kreis und das von dessen Summenstrom gespeiste Spulensystem einen induktiven oder kapazitiven_ Blindstrom, worauf das spannungsempfindliche Gerät entsprechend in Tätigkeit gesetzt wird. Auf diese Weise wird gleichzeitig auch die Wirkung der im spannungsempfindlichen Steuerstromkreis auftretenden und gegebenenfalls störenden Oberwellen beseitigt; es besteht nämlich diesbezüglich keine gegenseitige Wirkung, da der Stromkreis des zweiten Spulensystems, d. h. des Spulensystems s, gegebenenfalls nur gewöhnliche Scheinwiderstände enthält, in denen praktisch keine Oberwellen auftreten können.
  • Der bewegliche Teil der spannungsempfindlichen Vorrichtung kann entweder Kontakte von Stufentransformatoren oder stetig arbeitende Spannungsregler, wie z. B. Induktionsregler, ferner Flüssigkeits«-iderstände, Kohlewiderstände, und zwar unmittelbar oder gegebenenfalls über Übersetzungen, betätigen. Im dargestellten Fall z. B. betätigt der Läufer in der spannungsempfindlichen Vorrichtung den Stufenschalter eines Anzapfspartransformators r, welcher mit seiner Sekundärwicklung im zu regelnden Netz liegt. Mit Rücksicht darauf, daß bei Verwendung der spannungsempfindlichen Vorrichtung gemäß der Erfindung bereits eine verhältnismäßig geringe Spannungsänderung' eine bedeutende Wirkung ausübt, ist die Vorrichtung selbst zur Entfaltung großer Kraftwirkungen geeignet.
  • Da die spannungsempfindlichen Vorrichtungen nicht immer dort, wo die Spannung konstant zu halten ist, sondern z. B. im Mittelpunkt eines größeren Verbrauchergebietes aufgestellt werden, ist es oft zweckmäßig, die Spannung an dieser Stelle nicht genau konstant zu halten, sondern bei erhöhter Belastung zu erhöhen. Hierzu kann es zweckmäßig sein, die Einrichtung zü kompo,undieren, was in der Weise erreicht werden kann, daß der spannungsempfindliche Stromkreis vom Belastungsstrom beeinflußt wird, z. B. so, daß irgendeine verwendete Drosselspule oder irgendein verwendeter Transformator mit zusätzlichen Windungen versehen wird, die vom Belastungsstrom oder von einem Teil desselben durchflossen sind. Kompoundierung ist aber auch so möglich, daß die Wirkung der spannungsempfindlichen Vorrichtung vom Belastungsstrom des zu regelnden Stromkreises abhängig gemacht wird. Zur Ausführung der Kompoundierung in dieser letzteren Weise ist in der dargestellten Einrichtung die an sich bekannte Kompoundierungsvorrichtung h vorgesehen. Diese besteht aus einem vom Belastungsstrom erregten Stromwandler und aus einem im Sekundärkreis desselben liegenden Ohmschen Widerstand, welcher mit einem einstellbaren Teil der im Belastungsfalle entstehenden Sekundärspannung zwischen das Widerstandsgebilde s, c und das Netz geschaltet ist, so daß, sich eine vom Belastungsstrom abhängige ZusatApannung zur vom Netzerhaltenen Steuerspannung addiert. Die Kompoundierung kann vom Belastungsstrom oder nur von der Wirkkomponente bzmY. von der Blindkomponente desselben abhängen.
  • Bei Anwendung des beschriebenen spannungsempfindlichen Steuerstromkreises kann es vorkommen, daß, falls die Spannung eine gewisse Grenze überschreitet, der Summenstrom labil wird und sich plötzlich erhöht, bei nachträglicher Verminderung der Spannung aber nicht auf seinen Anfangswert zurückgeht, sondern auf einem höheren Wert verbleibt. Der in dieser Weise kippende Strom liefert ein.äußerst empfindliches Regelmittel, da :er bei einer gewissen Spannung plötzlich ansteigt. Da aber der Summenstrom in. diesem Falle selbst bei nachträglicher'Verringerung der Spannung nicht-sinkt, ruß dafür Sorge getragen. werden, daß der Strom des kippenden Stromkreises zeitweilig, z. B. bei, jeder Umsichaltung der Regeleinrichtung, wenigstens auf kurze Zeit unterbro,chen wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Steuerung bzw. zur unmittelbaren Betätigung von zur Spannungsregelung in Wechselstromnetzen dienender Apparaten (Transformatoren, Induktionsreglern, Drosselspulen, Widerständen) mittels einer spannungsempfindlichen Vorrichtung, deren beweglicher Teil. unter der Summenwirkung von mindestens zwei Spulensystemen steht, von denen das eine unmittelbar oder zweckmäßig über einen Blindwiderstand an die Netzspannung angeschlossen ist, während das andere Spwlensystem nebst einem Widerstandsgebil.de aus sich bei Spannungsänderungen in bezwg aufeinander ungleichmäßig verändernden Scheinwiderständen im von der Netzspannung gespeisten Steuerstromkreis der spannungsempfindlichen Vorrichtung liegt, dadurch gekennzeichnet, daß das Widerstandsgebilde aus einer Induktivität (Drosselspule oder Transformator) mit gesättigtem Essenkern und aus einem zu dieser Induktivität parallel liegenden Kondensator besteht und über das eine Spulensystem derart an die Netzspannung angeschlossen ist, daß die Betätigung, der spannungsempfindlichen Vorrichtung allein mit Hilfe der den Spulensystemen vom Wechselstromnetz zugeführten. Energie erfolgt, wobei der .den Kondensator enthaltende Stromzweig außer einem zur Einstellung bzw. Regelung der SpannwngsempfindlIchkeit dienenden etwaigen Widerstand keinen nennenswerten Ohmschen Widerstand besitzt und der Eisenkern der Induktivität allein durch den sie dwechfließenden Wechselstrom gesättigt wird.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der die gesättigte Drosselspule und den Kondensator in Parallelschaltung - enthaltende Stromkreis zur Steigerung der Spannungsempfindichkeit auch noch einen mit der Parallelschaltung in Reihe geschalteten weiteren Kondensator enthält.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die sich ungleich verändernden Schein-widerstände enthaltende Stromkreis oder die Grundspannung der spannungsempfindlichen Vorrichtung durch den Belastungsstrom des zu regelnden Stromkreises beeinflußt (kompoundiert) wird. Zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes `vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: »Revue 'Generale de 1'EIectricite« 1933, Bd.34, S. 126, rechte Spalte, Abs.2 ff.; »Electrical World« 1933, Bd. ioi, S. iq.o, linke Spalte, Abs.3 ff.; »Electrical Engineering« 1933, B.d. 52, S.244 ff.; britische Patentschrift Nr. 436 929, Fig. io, S. q., Z. 27 ff.
DER94625D 1934-11-03 1935-11-02 Einrichtung zur Steuerung bzw. zur unmittelbaren Betaetigung von zur Spannungsregelung dienenden Apparaten Expired DE741172C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB436929A (en) * 1933-12-18 1935-10-21 British Thomson Houston Co Ltd Improvements in and relating to electric circuit control apparatus

Patent Citations (1)

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