-
Einrichtung zum Tauchen von Briketts in Flüssigkeiten Die Erfindung
betrifft eine Vorrichtung zum Imprägnieren der Oberfläche von Briketts mit Flüssigkeiten.
Es ist bekanntlich ein Problem der Technik, die von der Brikettpresse ausgestoßenen
Briketts im fortlaufenden Arbeitsgang allseitig an ihrer Oberfläche mit einer Flüssigkeit
zwecks Bildung einer Schutzschicht zu überziehen.
-
Die neue Vorrichtung löst diese Aufgabe dadurch, daß die von der Brikettpresse
ausgestoßenen Briketts in einer in die Flüssigkeit eintauchenden Rinne durch die
Flüssigkeiten hindurchgeschoben werden, deren in die Flüssigkeit absteigender Teil
als Treppe ausgebildet ist, deren einzelne Stufen (Trittstufen) wieder nicht horizontal
sind, sondern einen Neigungswinkel mit Steigung in der Bewegungsrichtung der Briketts
aufweisen, wobei zweckmäßig auch die Setzstufen gegen die Vertikale geneigt und
die Kanten der Tritt- und Setzstufen abgerundet sind.
-
Das Hindurchführen der Briketts im Strang durch Flüssigkeiten ist
bekannt. Es werden hierfür Einrichtungen benutzt, bei denen die Brikettbahn mit
fortlaufendem Gefälle in die Flüssigkeit fällt und aus dieser wieder steigt. Eine
solche Fortführung der Briketts durch die Tauchflüssigkeit erfüllt aber ihre Aufgabe
nicht auf folgenden Gründen: z. Der Preßstoß (Flächendruck) der Brikettpresse wird
nur auf die Brikettkanten übertragen, was eine starke Beschädigung der Preßlinge
zur Folge hat.
-
2. Gleichgültig, wie der kleine winkelartige Spalt, der durch zwei
nebeneinanderliegende Briketts durch die Biegung der Rinne oben oder unten gebildet
wird, beschaffen ist, niemals dringt die Tauchflüssigkeit in den Spalt völlig ein
und benetzt die Schlagflächen der Briketts. Die Oberflächenspannung der Tauchflüssigkeit
gegen die Oberfläche der Briketts ist größer als ihre Steigkraft nach oben, und
auch die zwischen den einzelnen Briketts eingeschlossene Luft ist einer allseitigen
Benetzung der Briketts hinderlich.
-
Durch die neue Vorrichtung wird auf einem möglichst kurzen Strangweg
bei einer vollkommenen Gegeneinanderv erschiebung der
Brilzettflächen
ein gleich großer, .etwa z bis 3 mm und dauernd bleibender Spalt zwischen den einzelnen
Briketts erreicht, solange der Brikettstrang durch die Tauchflüssigkeit hindurchgeht.
-
Bekannt sind Versuche, durch eine einfache Abstufung der Führungsrinne
eine Briketttrennung zu erreichen. Diese Versuche führten zu keinem Erfolg a) Einmal
gelangen die Briktetts nach der ersten Trennung zu rasch in ihre ursprüngliche Lage
wieder zurück, da die waagerechte Förderrichtung zwischen den einzelnen Stufen bei
diesen Einrichtungen beibehalten, ist.
-
b) Zum anderen ist die Anordnung des hierbei üblichen Druckbügels
in der Tauchflüssigkeit unzweckmäßig, da seine Druckwirkung, die nur in einem Punkt
zur Geltung kommt, nämlich an den Abstufungskanten, nicht leicht in Einklang mit
der abwechselnden Brikettstärke zu bringen ist. Die Folge davon sind Islemmungen.
Durch diese bremsende Wirkung geht die Wucht des Preßstoßes, welche gerade für den
ganzen Vorgang von Bedeutung ist, verloren.
-
c) Endlich sind bei diesen Einrichtungen lange Tauchwege notwendig,
was zwangsläufig große Mengen Flüssigkeiten erfordert.
-
Die neue Vorrichtung vermeidet diese Nachteile. Die Tränk- und Abtropfstrecken
können kurz gehalten werden, in der Technik haben sich Wege von etwa 1,50 m als
genügend erwiesen, was wiederum zur Folge hat, daß man mit etwa 15o 1 Tauchflüssigkeit
auskommen kann; es ist kein besonderes Organ, wie ein Druckbügel o. dgl., an der
Trennungsstelle der Briketts notwendig, und es ist endlich schon nach geringer Entfernung
der EintauchsteIle ein vollständiges Eintauchen der Briketts erzielt.
-
Diese Wirkung wird dadurch erreicht, daß bei der erfindungsgemäß vorgesehenen,
etwa parabelförmigen, im absteigenden Teil stufenförmig ausgebildeten Bahn jedes
einzelne Brikett so gegeneinander verschoben wird, daß es wegen der vorgesehenen
Neigung der Stufe die ursprüngliche Lage niemals mehr annehmen kann.
-
Der Anstieg der Trittstufe bewirkt eine Neigung der einzelnen Briketts
gegen die Richtung der Stoßkraft der Brikettpresse. Es hat somit jedes einzelne
Brikett stets das Bestreben, sich zu verdrehen. Dadurch wird der Trennungsspalt
beibehalten, der Brikettstrang ist an sich in Bewegung und ein Verkleben der Briketts
unmöglich.
-
Gegenstand eines älteren Patents ist ein Verfahren zum Imprägnieren
eines großen Brikettstrangs durch Eintauchen oder Bespritzen der Briketts mit der
Imprägnierflüssigkeit, wobei der Brikettstrang auf einer Förderrinne durch einen
mit der Flüssigkeit gefüllten Behälter durchgeführt wird, derart, daß die Brikettrinne
in diesen hinein durchhängt, das dadurch gekennzeichnet ist, daß die Vernichtung
der Bremsenergie, die der Strang durch den Preßdruck erhält, vor dein Eintritt des
Brikettstrangs in die Imprägnierflüssigkeit vorgenommen wird.
-
Gegenstand eines anderen älteren Patents ist ein Verfahren zur Behandlung
von Briketts mit Imprägnierflüssigkeiten im geschlossenen Strang, wobei der Strang
kurvenförmig durch einen Tauchtrog geführt wird, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß der Strang vorübergehend innerhalb der Flüssigkeit geöffnet wird, indem die
Briketts in ihrer Höhenlage in Abhängigkeit des Profils der Schlagseite voneinander
getrennt werden und so mit der Behandlungsflüssigkeit allseitig in Berührung kommen,
worauf die Briketts durch die Behandlungsflüssigkeit befördert werden und danach
auf ein Band gelangen, das mit höherer Geschwindigkeit läuft als die Geschwindigkeit,
die dein aus der Presse kommenden Strang entspricht.
-
Gegenstand des vorliegenden Patents endlich ist eine Vorrichtung zum
Tauchen von Briketts in Flüssigkeiten im fortlaufenden Arbeitsgang durch Hindurchführen
der von der Brikettpresse ausgestoßenen Briketts auf der in die Tauchflüssigkeit
führenden und aus dieser aufsteigenden Führungsrinne, die dadurch gekennzeichnet
ist, daß der abstehende Teil dieser Führungsrinne derart treppenförmig ausgebildet
ist, daß die einzelnen Trittstufen mit der Horizontalen einen gegen die Bewegungsrichtung
des Brikettstrangs ansteigenden Winkel aufweisen, während bei dem erstgenannten
älteren Patent das kennzeichnende Merkmal der dadurch geschützten Arbeitsweise darin
besteht, daß die Vernichtung der verwandten Energie, die der Strang durch den Preßdruck
erhält, vor dem Eintritt des Brikettstrangs in die Imprägnierflüssigkeit vorgenommen
wird. Es ist für die Arbeitsweise mit der neuen Vorrichtung grundsätzlich gleichgültig,
ob eine solche Vernichtung der Bewegungsenergie an der -Nebenstelle stattfindet
oder nicht; sie kann stattfinden, sie muß aber nicht vernichtet werden.
-
Was das zweitgenannte ältere Patent anlangt, so betrifft dieses außer
dem im vorhergehenden gekennzeichneten Gegenstand auch noch eine Vorrichtung zur
Durchführung des in Rede stehenden Verfahrens, die dadurch gekennzeichnet ist, daß
an der kurvenförmigen Führung für den Brikettstrang zwei Stufenvorrichtungen angeordnet
sind, deren eine am Beginn der Bahn außerhalb der Flüssigkeit angeordnet ist und
deren zweite sich innerhalb der Behandlungsflüssigkeit befindet.
Demgegenüber
ist die Vorrichtung nach der neuen Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die in
Rede stehende Führungsrinne nicht nur zwei Stufen bestimmter Anordnung trägt wie
bei der Vorrichtung nach dem zweitgenannten älteren Patent, sondern schlechthin
treppenförmig ausgebildet ist, wobei aber erfindungswesentlich .ist, daß die einzelnen
Trittstufen in der Horizontalen einen gegen die Bewegungsrichtung des Brikettstrangs
ansteigenden Winkel aufweisen.
-
In der beiliegenden Zeichnung ist die neue Einrichtung in einer beispielsweisen
Ausführungsform dargestellt, und zwar in Abb. i in Vorderansicht, Abb. 2 in Draufsicht.
Abb. 3 zeigt in vergrößertem Maßstab eine Teilansicht aus Abb. i, nämlich den absteigenden
Teil der Brikettrinne. Abb.4 zeigt eine andere Ausführungsform im Querschnitt.
-
In den Abbildungen.sind mit a, b ... bis n die einzelnen
Briketts bezeichnet. Diese gelangen auf die Tauchbahn i und 2, auf der sie durch
die in der Zeichnung nicht dargestellte Tauchflüssigkeit hindurchgeführt werden.
Der absteigende Teil der Tauchrinne i ist treppenförmig ausgebildet, wobei die einzelnen
Trittstufen einen Neigungswinkel gegen die Horizontale aufweisen, derart, daß die
Öffnung des Winkels in die Bewegungsrichtung steigt. Dadurch neigen sich: die einzelnen
Briketts gegen die Vertikale, wie die in der Zeichnung dargestellten Briketts u
bis v zeigen.
-
Diese Neigung der einzelnen Briketts gegen die Vertikale ist wichtig,
weil dadurch nicht nur eine Verschiebung der Briketts in der Horizontalen erreicht
wird und es daher als ausgeschlossen gelten muß, daß ein Verkleben der Briketts
stattfindet.
-
Bekanntlich sind nämlich die Briketts an ihren Seitenflächen mit Schriften,
Kennmarken u. dgl. in Gestalt erhabener bzw. vertiefter Zeichen ausgestattet.
-
Durch die Neigung der Briketts gegen die Vertikale ist es unmöglich,
daß während des Tauchens Matrize und Patrize zusammenfallen; dadurch ist ein Verkleben
unmöglich gemacht. Die durch die Tauchflüssigkeit führende zweiteilige Bahn wird
man weiterhin zweckmäßig so ausbilden, daß sie um horizontale Achsen 3 bzw. 4 gedreht
auch aus dem Bad gehoben werden kann, wie in Abb. i mit i' bzw 2' dargestellt ist.
Auf diese Art ist es möglich, den Behälter für die Tauchflüssigkeit zu säubern,
die Tauchflüssigkeit zu ersetzen u. dgl. m.
-
Abb. 2 zeigt die Draufsicht der in Abb. i dargestellten Einrichtung
mit den gleichen Bezeichnungen.
-
Abb.3 bringt dann in vergrößertem Maßstab in Vorderansicht die gleiche
Einrichtung. Es ist deutlich zu sehen, wie die Trittstufen am absteigenden Teil
i einen Winkel a mit der Horizontalen bilden, dessen Öffnung in der Bewegungsrichtung
des Brikettstranges liegt.
-
Abb.4 endlich zeigt einen Querschnitt durch eine zweiteilig ausgebildete
Brikettführung, wobei in dem gewählten Beispiel die Führung A so dargestellt ist,
daß sie durch die Tauchflüssigkeit führt (entsprechend der Darstellung in der Abb.
i), Nährend die Brikettführung B in dem gewählten Beispiel nicht durch die Tauchflüssigkeit
führt, sondern über diese hinweggeht, entsprechend der Stellung i' bzw. 2 der Führungsorgane,
wie sie in Abb. i dargestellt sind.